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Die Atome. Von Prof. Dr. Jean Perrin. Mit Autorisation des Verfassers deutsch herausgegeben von Dr. A. Lottermoser. Dritte erweiterte Auflage. XX und 213 S. mit 16 Abbildungen im Text. Dresden u. Leipzig 1923

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37. Jahrnaoa 19241
Neue BUcher
(S. 150-171), F. M. J a e g e r optisch aktive Komplexsalze des
vierwertigen Platins (S. 17'2-1&2), 0. W e i g e 1 die Elektrizitatsleitung in den Zeolithen (S. 183-202); sie hangt m i t . d e r Wasserfiihrung dieser Mineralien zusammen, beruht also nicht auf beweglichen Ionen im Kristallgitter. Die Kristallstereochemie komnit in
verschiedenen Arbeiten des Festbandes zur Geltung, so in der Studic
von G. A m i n o f f uber die Kristallstrukturen von Wurtzit und Hotnickelkies (S. 203-219).
Es sind Beispiele der Isotypie, d. h. von
Ubereinstimmungen der kristallographischen Gestalt, die nicht, wie
bei isomorphen Stoffen, auf chemischer Analogie beruben,' sondern
durch allgemeine Stabilitatsgriinde typischer Bauarten zu erklaren
sind. Wurtzit (ZnS) besitzt eine .Struktur hexagonaler Gitter mit
3 Molekulen im Elementarkorper a : c = 1 : 1,638. Man hat noch die
Wahl zwischen zwei speziellen Anordnungen. Auch Rotnickellties
(NiAs) erweist sich hexagonal undzweimolekular im Elementarparallelepiped; a :c indes 1 :1,430. L. W e b e r gibt einen einfachen Ausdruck
fur das Verhaltnis der Netzdichten der B r a v a i s schen Raumgitter
(S.220-225). Ober die Mischkristallbildung von Calcium-, Strontium-,
Barium-, Bleisalzen mit denen von Cer-, Lanthan-, Neodyni- und
I'raseodymsalzen aus wasserigen Losungen hat F. Z a m b o n i n i
eingehende Untersuchungen angestellt (S. 256-292).
Es hat sich
zweifellos ergeben, daB die Verbindungen der seltenen Erden, auch
d i e einfachsten, die Fahigkeit besitzen, mit den entsprechenden Verbindungen von Calcium, Strontium, Barium, Blei homogene Mischkristalle zu bilden. Allgemeine Betrachtungen schlieBen sich an.
H. T e r t s c h zieht Folgerungen hinsichtlich der Kohasion von Rutil
und Anatas aus den erschlossenen Kristallstrukturen. Nicht kommt
lediglich die geometrische Anordnung, sondern auch der elektrische
Zustand in Betracht. Die Gesetze einfacher Kugelpackung oder die
Annahme eines der Kugelsymmetrie nahestelienden Atombaues lassen
sich hier nicht veraenden. Betrachtungen iiber pyrometamorphe
Paragenesen in den Siegerlander Spateisensteingangen stellt 11.
S c h n e i d e r 11 o h n an (S. 3C9--3293, 11. S t e i n m e t z solche uber
orientierte Einschlusse von Pyrit und Kupferlties in Fluorit von
Wolsenberg in der Oberpfalz (S. 330-339). Die Sulfide wnren voraussichtlich auf der FluBspatoberflache ausgeflorkte Kolloide, die
bei ihrer Umwandlung, eingeschlossen in .ihrem Wirt, dessen orientierender Wirkung unterlagen. Mit den Gelen niedergeschlagene
radioaktive Substanzen verursachten die starke Blauviolettfarbe des
Stinkspats. Eine reirhe Serie von halogen\~asserstoffsnuren Salzen
des Anilins, Orthotoluidins und der orthohalogensubstituierten Anilinabkommlinge hat A. R i e s untersucht (S. 330-355), G. F 1 i n k
Mineralvorkommen der Langbansgrubcn (S. 356-385), P. T s c h i r w i n s k y Mineralien RuDlands ($3. 386-403).
A. F o c k verbreitet
sich uber die Konstitution der chemischen Substanzen im kristallisierten Zustande (S. 404-415).
Es bestehen keine besonderen Kristallmolekiile, vielmehr verbleiben die ehemischen Molekiile im allgemeinen ini Kristall. Interessante, alpinartige Kluftmineralien des
Fichtelgebirges beschreibt K. M i e I e i t n e r (S. 413-419). R. S c h a r i z e r steuerte einen Beitrag bei, der sich auf die Konstitution und
Entstehung der naturlichen Eisensulfnte bezieht (S. 420-444),
W. B r e n d 1 e r einen solchen fiber Tarapacait (S. 445-447), E. R e u n i n g schrieb iiber Pegmatite und Pegmatitmineralien Sudwestafrikas (S. 448-459). A. E h r i n g ' h a u s und H. R o s e geben die Resultate genauer Messungen der Brechungsquotienten mittels der Prismenmethode an einer groBen Anzahl von kristallinen Stoffen zwecks
weiterer Erkenntnis der Abhangigkeit der relativen Dispersion der
Doppelbrechung vom Atomgewichte (S. 460-477). Es besteht nach
ihnen eine einfachere gesetzmaoige Xnderung dieser Dispersion zwischen Kristallen verwandter Zusammensetzung (Austausch von Kationelementen aus einer Gruppe des periodischen Systems) als zwischen
geometrisch ahnlichen oder isomorphen Kristallen. F. II a a g: Die regelma0igen I'lanteilungen und Punktsysteme (S.478-469). P. N i g g 1 i
hat sich eingehend der Kristnllisation und Morphologie des Schwefels
gewidmet (S. 490-521). Er weist auf die hohe Bedeutung der zonalen
Entwicltlung hin und stellt wichtige methodisch leitende Gesichtspunkte bei der Beurteilung von Formenmannigfnltigkeiten auf. In
ahnlichem Sinne bewegen sich die Formbetrachtungen von R. L.
P a r k e r uber Anatas und Rutil (S. 522-582).
Uber den Bau von
Mischkristallen (Mg, Zn) SO, 4- 7 H . 0 gibt C. V i 0 1 a eine Erorterung; es handelt sich nach ihm hier um einen Aufbau aus ganz
dunnen, regelmaflig abwechselnden Teilchen, also nicht um v a n ' t
H o f f sche feste Losungen, sondern um mechanische Mischungen.
Sie sollen sich indes einphasig verhalten. E. A r t i n i entwickelt
ein Bild der neubn Minerallagerstiitte im Serpentin von Antronapiana in der Val d'0ssola (S. 596-604). W. R a r l o w wiederum
lcgt eine Studie vor iiber Raumteilung in enantiomorphe Polyeder.
Schliefllich widmet F. H i n n e im Verein rnit seinen Schiilern
H. H e n t s c h e l und J. L e o n h a r d t dem Jubilar eine Studie
iiber die feinbauliehe Konstruktion des Natriumhydrofluorids unter
Verwendung der Atombereiche und Erorterungen uber die rontgenographische Erforschung dieser Verbindung (S. 629--640). Wenn die
Bereiche, welche die Atome noch um ihre durch die aufleren Elektronenschalen bezeichneten Korperlichkeiten herum gewissermaflen
fur sich in Anspruch nehrnen, auch keine physikalischen Konstanten
sind, so gewahren die gewonnenen RereichmoBen doch einen nicht
zu unterschltzenden Nutzen bei der Aufstellung ltristnllstereochemischer Formeln, die dann, wio im vorliegenden Falle peschehen,
rontgenogrammetrisch zu priifen sind.
Rinnc. [BB. 187.1
229
AnorRanisch-ehemisehos Fraktikum, qualitative Analyse ond anorgnnische Priiparate. Von Prof. E. H. H i e s e n f e 1 d. XVI und 366 S.
mit 27 Abbildungen im Text. Leipzig 1923. Verlag von S. Hirzel.
Geb. G.-hi. 5
Unter den vielen Buchern, die den Anfanger im cheniischen Laboratorium beraten und stutzen sollen, ist die Anleitung von R i e s e n f e 1 d eines der besten. Die wichtigsten analytischen Renktionen,
die Gruppentrennungen, werden in geschlossenen Kapiteln kurz und
iibersichtlich dargestellt, wahrend die theoretischen Erganzungen in
besondere Abschnitte verwiesen sind. Was in einer V o r I e s u n g
uber analytische Cheniie angebracht ist: die Einfugung liingerer theoretischer Retrnchtungen bei irgendeinem Stichwart der praktischen
Analyse, ist von R i e s e n f e 1 d in der gedruckten Anleitung fur das
Laboratorium mit vollem Recht vermieden worden. Eine ausgezeichnete Inhaltsubersicht, ein ausfuhrliches Register und eine Reihe v011
Tnbellen erhohen die Brauchbarkeit des vom Verlage vortrefflich
ausgestatteten preiswerten Buches. Daf3 die physikalisch-cheniischen
dbschnitte klnr und dem Vershndnis des Anflngers angemessen geschrieben sind, braucht nicht besonders gesagt zu werden; was an
chemischen Henktionen mitgeteilt wird, enlspricht wohl dem Bediirfnis der meisten deutschen Hochschullaboratorien; auch die Reiheiifolge der Elemente ist die gewohnliche, d. h. die wenig ausgepragten
Reaktionen der Alltnlimetalle sind an den Anfang gestellt, wahrend
die Elemente der Salzsauregruppe (Ag, Pb, Hg) rnit ihren leicht ausfiihrbaren und sehr charakteristischen Fallungen den SchluB bilden.
Den Sinn dieser fast uberall iiblichen Umkehrung des Xnnlysenganges
hat Referent nie recht verstehen konAn, und e r erinnert sich dankbar der ausgezeichneten personlichen Anleitung W a 1 t e r I1 e m p e l s , der den Analysengnng allmahlich aus den Reaktionen der
einzelnen Elemente aufbaute und dabei die durch den Gang bedingte
und daher naturliche Reihenfolge innehielt. Diese bietet Lehrern
und Schiilern so viele Vorteile, daD Referent sie im Unterricht
auch jetzt' beibehiilt, wo er sich im ubrigen gero des treRlichen
R i e s e n f e 1 d schen Buches bedient.
Siecerls. [BB. 164.1
Die Atome. Von Prof. Dr. J e a n P e r r i n. Mit Autorisation des
Verfassers deutsch herausgegeben von Dr. A. L o t I e r m o s e r.
Dritte, erweiterte Auflage. XX und 213 S. rnit 16 Abbildungeii
im Text. Dresden u. Leipzig 1923. Verlag von Theodor Sleinkopff.
Cieh. G . 4 . 5
Die erste und zweite Auflage des P e r r i n s c h e n Buches (1913
und 1919) sind an dieser Stelle besprochen worden, so daB es sic11
erubrigt, Vorziige und Grenzen der Darstellung nochmals herauszustellen. Das Buch handelt vie1 mehr von Molekulen als von Atomen,
daran andert auch der 1921 geschriebene Nachtrag (S. 197-2C4)
nichts, der die Ergebnisse der Atomforschungen von R u t h e r f o r rl ,
M o s e 1 e y , B o h r , S o m m e r f e 1 d kurz zusmmenfiif3t. Die geistreiche Darstellung eines Gebietes, auf dem der Verfasser selbst erfolgreich tatig war, wird in der guten Obersetzung L o t 1 e r in o s e r s
noch viele deutsche Leser erfrcuen.
Siecerls. [BB. 263.1
Die physikalieehe Cbemie in der inneren Medizin. Die Anwendung
und die Bedeutung physikochemischer Forschung in der Pathologie
und Therapie fur Studierende und brzte. Von Prof. Dr.
11. S c h a d e. Dritte, verbesserte und vermehrte Auflage. 605 Seiten
rnit 120 Abbildungen. Dresden 1923. Verlag von Theodor Steinkopff.
Geh. G.-M. 14; geb. G.-M. 15,50
Zwischenwissenschaftler miissen meist langer auf Anerken ung
bei der breiten Masse warten, als Vertreter ,,eineF" Fachs. S b ist
es S c h a d e gegangen bei seinem Suchen nach physikalischchemischen und besonders auch ltolloidchemischen Deutungen in der
Pathologie und Therapie. Das ungewohnlich rasche Notwendiqwerden einer dritten Auflage seines sehr guten Handbuchs wird ihm
die Gewillheit bringen, daB die zwanzigjahriqe Reschaftigung mit
diesem Gebiete sehr wohl angebracht war. Der Bann ist nun fur
ihn gebrochen. Die Wissenschaft und jene, welche sie zu fordern
suchen, werden aus diesem Buch verstehen lernen, daR die molekularpathologische Ara der Medizin nun begonnen hat. Von allen
Seiten werden Beitrage d a m geliefert. S c h a d e hat auch die lelzten
Erscheinungen auf diesem Gebiet in der neuen Auflage berucksichtigt.
Jeder Mediziner, der das Neue seiner Wissenschaft rnit erleben
mochte, sollte dieses Buch lesen.
Liesegang. [BB. 162.1
Pbysikaliscb-chemisehe Tabellen. Von L a n d o 1t - R o r n s t e i n.
Funfte Auflage. Berlin 1923. Verlag Jul. Springer. Geb. G.-M.106
Die durch den Krieg vcrzogerte Neuauflage des beliannten Standardwerkes liegt nun vor. Die von den Herausgebern Prof. Dr.
W. A. R o t h und Prof. Dr. R. S c h e e 1 und ihrem erweiterten Mitarbeiterstabe dnmit vollbrachtc Leistung ist der hiichslen Anerkennung wert und ltann des Dankw aller Fachgenossen sicher sein.
Ganz erstaunlich ist die heute so erschwerte, wohl ziemlich liicltenlose Erfnssung der auslandischen Literatur.
AuBerlich in zwei Bande zerlegt, zeigt sich das Werk in einer
neuen Anordnung. Wenn dadurch dem Kenner friiheier Auflagen
die Auffindunq nnfinglich auch etwas erschwert ersclieint, so wird
dieser Nachteil durch das Vorhnndensein eines selir ltlaren Tnhaltsverzeichnisses aufgewogen. Neu hinzuzefiigt ist unter anderm ein
erschopfender Abschnitt uber Atomphysik, der die aus dcr Quanten-
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