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Die Aussichten der technisch-wissenschaftlichen Berufe (Ingenieure Chemiker).

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________~
__-
tronensaure, 10,s % citratloslich, die entsprechenden Koeff izienten
lauten fiir Citronensilure 93,90%, fur P e t e r m a n n sche Losung
57,s
%.
Die erhaltenen Zahlen machen es hochst wahrscheinlich, dai3
hier tatsachlich Thomasmehle bzw. Mischungen von Rhenaniaphosphaten mit Thomasmehl verkauft worden sind, zumal die zweifelhaften Rhenaniaphosphate auch unter dem Mikroskop fast genau
wie Thomasmehle aussehen. Diese Vermutung bestlitigte sich durch
eine Anfrage bei den Rhenaniawerken. Dunkelgefiirbte Produkte
-
.
. . . . . . . . . . .
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I
0
:
Ges. P,O,
I
i
1
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2
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I
3
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,
I Citratloslich
Citronensgurenach
Peterlaslich
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Von Ges. P,o, Illslich
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in
Citronen- I
1
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A. Normale Rhenaniaphosphate.
18.91 I 17.52 I 17.10
92,65
19.01 I 17.86
17.36
93.96
19.22
18.04 I
17.56
93.86
19.25 '
18.36
18.01
95.38
18.64 1
20.14
19.16
95.13
19.31
18.19
' 17.13
94.19
90.43
91.32
91.36
93.56
92.55
I
1
1
1
B. Normale Thomasmehle.
1
2
3
4
1'
Citratlasung
n.Peterniann
17.42
1825
18.93
18.99
16.09
17.43
17.72
17.69
!
10.21
11.54
10.46
10.38
!
,
~
91'84
92.46
95.51
93.61
93.15
'
58.61
63.23
55.26
I
54-66
,
Die Aussichten der technisch wissenschaftlichen Berufe (Ingenieure, Chemiker).
Von Dr. FRITZSCHARF.
LeiDzie.
-
Y
Die Berufswahl, vor die jetzt wieder die Abiturienten der hiiheren Schulen gestellt sind, ist ungeheuer 'schwer. Alle Berufe sind
iiberfiillt, sei es, dn8 die Zahl der jungen Anwiirter sich weil iiber
das normale Mai3 hinaus verniehrt hat, sei es, daG die wirtschaftliche
Konjunktur der Neueinstellung junger Krafte hinderlich ist. I n \Tielen
Piillen wirken beide Faktoren zusammeu. Jedoch ltann die Konjunktur, sowohl die gunstige, wie die schlechte, da sie naturgemaf3
schwankenden Charakter hat, fiir die Berufswahl nicht von ausschlag-
I
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-
~
gebender Bedeutung seiu, zumal bei den eine langere Ausbildungszeit erfordernden iikademischen Berufen. Wesentlich fiir die 13curteilung der Aussichten is1 die Feststellung der Zahl der bereits vorhandenen Anwarter im Vergleich zu friiheren normalen Zeiten,
sowie im Vergleich zu dem normalen Redarf an jungen Arbeitskraften
und unter Berucksichtigung etwa aus besonderen Griinden zu erwartenden Mehrbedarfs. Leider fehlt es ja gerade fur die hoheren
Berufe, abgesehen von den beamteten Herufen, an einer ausreichenden Berufsstatistik, die diesen Teil des fiir die betreffenden Berufe
eben wegen ihrer so langen Ausbildungszeit besonders wichtigen Problems zu ]ijsen vermij,.lite.
Mithin bleibt fur die sachgemaile Beurteilung nur die Heantwortung der erstgenannten Aufgabe ubrig, die Feststellung der jungen
Berubanwarler, in unserem Falle also d e r Studierenden der Chemie
und der Ingenieurwissenschaften.
Es betrug die Zahl der Studierenden im
Soni inersernest er
1913
1923
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Chemie
3161
7896
Ingenieurwissenschaften . . . . . . . 7553
113415
darunter:
Architektur . . . . . . . . . . . . 1 8 ~ ~ lGGl
Bauingenieurwesen . . . . . . . . . 2596
2020
Maschinenbau . . . . . . . . . .
8425
Elektrotechni k . . . . . . . . . . .13107
5439
Jiiiipwe. . . . . . . . . . . . . .
Kandidaten fur Diplom- oder
Dnkror-Examen . . . . . . . .
Studenton mit AbschluRexameo
As-istenlen ntit AbsvbluOexamen
FortuewhriIteoe, die auf keiirn I
AbeehluOpriifung hinarbeiten 1,
4679
1
I
2177
3;;79
i
357
1
:
77
1482
200
e39
187
111
23
204
10
93
11
1
Rundschau
37. Jahrgang 1944
__
-
____
- Vereine u. Versammlungen
Eb verlieDen die Hochschulen im Laufe des Jahres:
-
-
,
Chemiker mit Diptom-Examen '
Chemiker mit Doktor-Examen
Assistenten m. AbschluOprUfung
!
1922123
ldiinder
1 Amlander 1
191
468
127
6
-
776
12
-
I
1913114
Inlander
I Auslander
26
2;
93
j
38
4
362
I
67
be praktisch nur die d e u t s c h e n Studierenden f i r den inliindischen Stellenmarkt in Betracht komnien, diirfen wir also von den
472 Ausliindern absehen. Unter Beriiclisichtigung der rund fiinfjahrigen Dauer des Chemiestudiums und der Tatsache, da6 schori
in1 Wintersemester 1920/21 7257 Chemiestudierende geziiblt wurden,
miissen wir vom Jahre 1924 ab mit einem jiihrlichen Abgang von
1400 jungen Chemikern rechnen. Bereits fur das Jahr 1922123 zeigt
die angefiihrte Statistik eine deutlich auf dieses Endziel hinweisende
starke Zunahme auf mehr als das Doppelte der Vorkriegszeit. Da6
aber die Vorkriegsziffern durchaus den Bedarf a n jungem Zuwachs
deckten, mag folgende Betrachtung erweisen. Die Gesamtzahl der
deutschen Chemiker betragt nach unserer Schatzung:
In Industrie . . . . . . . . . . . . . . . 7300
in offentlichen Laboratorieii . . . . . . . . . 500
im Lehrfach u. dgl. . . . . . . . . . . . . 1500
im Ausland . . . . . . . . . . . . . . . 500
insgesamt loo00
Der natiirliche Abgang durch Tod oder Eintritt von Erwerbsunfahigkeit kann bei Annahme einer durchschnit tlichen Dauer der Erwerbsfahigkeit von 30 Jahren also mit 330 berechnet werden. DaB
bereits der Zustrom von jungen Chemikern des vergangenen Jahres
nicht annahernd von der Industrie aufgenommen worden ist, geht
auch aus den Feststellungen des ,,Zentralstellennachweises fur naturwissenschaftlich-teclmischeAkademiker" hervor, der eine Zunahme der
stellensuchenden Cbemiker von 321 auf 491 innerhalb Jahresfrist verzeichnet. Dabei muB ausdriicklich betont werden, dab diese Zunahme
in ganz unerheblichem MaDe auf die schlechte wirtschaftliche Konjunktur zuriickzufuhren ist, insofern, als in1 Jahre 1923 172 Bewerber
gegeri 197 irn Vorjahre Stelle fanden. Die schlechte Konjunktur
aui3ert erst jetzt, im Jahre 1924, ihre Wirkung auf den Stellenmarkt,
indem sie dessen Ungiinstige Lage nun noch a e i t e r verecharft. Es
wurde ia aber weiter oben schon gesagt, d a b Konjunkturen niit ihren
Schwnnkungen fur die Berufswahl nicht in Anschlag gebracht werden
durfen.
Urn so dringlicher mussen wir aber auf das jetzt zu erwartende
Uberangebot von jungen Arbeitskraften hinweisen, das das Vierfache des Normalen, mindestens aber das Dreifache des im volkswirtschdftlichen Interesse und vom Standpunkt des Arbeitgebers vielleicht Wiinschenswerten ausmacht. Es besteht nicht die geringste
Aussicht, dieses Heer von jungen Chemikern in der Praxis unterzubringen, auch wenn die Konjunktur sich iiber Erwarten giinstig
fiir vermehrte Einstellung gestalten sollte, eine IIoffnung, zu der die
ganze Lage des Weltmarktes ubrigens keinerlei AnlaD gibt. G h z lich unberechtigt ist auch die vielfnch gehorte Erwartung, dai3 die
jungen Chemiker gute Aussicht hatten, im Ausland unterzukommen.
Fiir junge deutsche Chemiker hat das Ausland iiberhaupt keine Verwendung; wenn iiberhaupt, so besteht nur Nachfrago nach alteren
Leuten mit wertvollen Spezialerfahrungen. Es ist klar, dab dieser
Nachfrage aus nllgemeinen volkswirtschaftlichen Grunden in vielen
Fallen nicht entsprochen werden kann. Im iibrigen liegen aus allen
Industrielandern Klagen uber die gleiche Erscheinung vor. So wird
nus Holland berichtet, daB dort junge Chemiker ihr Brot als Trambahnachaflner suchen usw.
Gnnz analog liegen die Verhiiltnisse fur die Ingenieure. Die
Gesamtmhl der Studierenden der Ingenieurwissenschaften ist von 7553
im Jahre 1913 auf 18445 im Jahre 1923 gestiegen, also auf etwa
aucli das Zweieinhalbfache. Dabei ist aber, wie oben ersichtlich,
bei den Architekten sogar eine Abnahme, bei den Bauingenieuren
nur eine geringe Zunahme um etwa 12 yo erfolgt. Dafiir aber leidet
das Baugewerbe seit einem Jahnehnt an ungiinstiger Konjunktur.
Wann iiberhaupt Bautltigkeit in Aufschwung kommt, ist eine noch
oflene Frage.
Bei den eigentlicben Industrieingenieuren (Maschinenbau und
Elektrotechnik) ist dagegen die Steigerung eine ganz gewaltige, von
3107 auf 13 864, also auf fast das Viereinhalbfache der Vorkriegszeit.
Zweifellos birgt ja das erst jetzt .vollends heraufziehende Zeitalter
- Dissertationen
____--
133
der Elektrizitilt vermehrte Anstellungsmoglichkeiten speziell f i r
Elektroingenieure; ein neues Gebiet, das einer groUeren Zahl von
Ingenieuren Beschaftigung bot, ist auch das der Wiirmeingenieure.
Auf der anderen Seite aber wirken die Ruhrbesetzung, der Verlust
weiter Gebiete in Oberschlesien, des Saargebictes, sowie des Kalibergbaues im Elsa6 wesentlich auf eine Verringerung der Nachfrage
nach Arbeitskraften hin. Keinesfalls ist deshalb die jedes normale
Mai3 iibersleigende Zunahme der Zahl der Studierenden zu rechtfertigen.
Nach alledem sehen wir uns genotigt, eindringlich vor Ergreifung
der technisch-wissenschaftlichenBerufe zu warnen. Fur den einzelnen
bedeutet die Wahl dieses Berufes unter den obwaltenden Verhtiltnissen die unnutze Vergeudung aertvollster Lebensjahre und erheblicher Mittel, die das Studium erfordert ; vom volkswirtschaftlichen
Standpunkt aus ist eine falsche Berufswahl um so verhilngnisvoller,
je langer die Ausbildungszeit fur den Beruf und je hoher die hierfur
aufzuwcndenden Kosten sind. Wir wunschen, die Abiturienten vor
schweren Enttauschungen, die unausbleiblicli sind, unsere Berule
selbet vor der Katastrophe zu bewahren, im Interesse der Industrie
und der gesamten deutschen Volkswirtschaft 1).
I
Rundschau.
Die Braunkohlenfacbmeese findet bei Gelegenheit der Leipziger
Technischen Fruhjahrsrnesse, vom 2.4. 3. 1924 in Halle IT auf dem
Ausstellungsgellnde am Volkerschlachtdenkmal statt. Dieselbe gibt
eine groi3ziigige Darstellung der zur Gewinnung, Verfeuerung und
Vergasung dienenden Einrichtungen und bezweckt, dadurch dae Interesse an der Braunkohle zu wecken, deren Wichtigkeit in weiten
Kreisen noch nicht geniigend bekannt ist. Die Braunkohlenfachmesse
zeigt vom groBten, im Betrieb vorgcfuhrten, automatischen GroBdampfkessel-Braunkohlenspezialrost bis herunter zum Zentralheizungaund Iiausbrandofen alle feuerungstechnischen Obergange, z. B. keramische, metallurgische Ofen, Trocknungsanlagen, Staubfeuerungen
u. a. Einen weiten Rahmen nimmt auch das Gebiet der chemischen
Veredlung der Braunkohle ein, wobei neben den Gewinnungseinrichtungen, Generator- und Schwelanlagen auch die verfeinerten Erzeugnisse, wie Braunkohlenkraftole, Paraffine, Kerzen usw. gezeigt
werden. Die Braunkohlenfachmesse bietet infolgedessen eine bisher
nicht dagewesene Gelegenheit, sich auf Ieuerungstechnischem und
warrnetechnischem Gebiet zu orientieren und bringt neue Wege zur
Verringerung der Warmeselbstkosten und zur notwendigen Erhohung
der deutschen Wettbewerbsfahigkeit.
I
I
Aus Vereinen und Versammlungen.
Berliner Gesellschaft ,,fur Gsschichte der Nafurwissenschaften3und der Medizin.
122. ordeiitliche Sitzung am Freitag, den 7. 3. 1924, 7 Uhr piinktlich
im Horsaal 51 der Universitat, ErdgeschoB, links.
T a g e s o r d n u n g: 1. M. C o h n: ,,Rants Stellung zur Medizin,
zur Lehre Ton den Geisteslrrankhezlten und des psvchoph?/sischen
Parallelismus".
2. W. J u n k : ,,Neues ilber LinnP. Mit Vorlagen.
Gaste willkommen.
J. S c h u s t e r , Schriftfuhrer.
~
Dissertationen
I
aus dem Laboratorium fur physikalische und Elektrochemie
der Technischen Hochschule B r a u n s c h w e i g 1923.
H a n s G i n s b e r g : ..Thermochemische Bestimmungen unter besonderer Beriicksichtigung dsr Bestimmung der VerbrennungswUrnie der Milchs&ure".
Es wird ohne Erfolg versucht, die Verbr.-Wiirme der Milchsllure
aus den Daten fur ganz konzentrierte Liisungen abzuleiten, der Wert
1al3t sich nur iiber das Zink-Laktat und den Methyl- bzw. llthylester
flnden. - F u r die Untersuchung kostbarer Substanzen wird eine
Mikrobombe konstruiert.
1) Diese Warnung wird. mit den Unterschriften zahlreicher Verbande versehen, in Fachzeitschriften und Tagesxeitungen vertiffentlicht,
vor allem auch als Sonderdruck an die hoheren Schulen versandt
Sonderdrucke kijnnen in beliebiger Arizahl ron der Geschlftsstelle dee
Vereins deutscher Chemiker, Ikipzig, Nilrnberger Str. 48, bezogen werden.
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