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Die Bekmpfung der Krankheitsbertrger.

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Zeitschrift fir angewandte Chemie
und
Zentralblatt fiir technische Chemie.
Heft 10.
XXV. Jshrgsng.
8. Htirz 1912.
Die Bekiimpfung der Krankheits-
durchgefiihrt worden. Auf dirser kurz skizziertcn
Grundlage Rich grnDzu@g writer entwickelnd, h a t
aich die Therapie, mit d e r Anwendung baktrrirnVon Professor Dr. R. Freiherr VON WALTIIER.tiitender Mittel beginnend, mit Erfolg zu d r r Srrum- und Ininiunotherapir emporgeschwungen,
(Vortrag. gehalten in der Ortsgruppe Dresden des Vereina
ncue Theorien iiber Toxine und Antitoxine IiervorDeutscher Chemiker am lS.\t. 1912.
gebracht und in der inodemen Saharsanbehandlung
iEingeg. LA. 1B12)
grok Triuniphe gefeiert, Triuniphe. die einerwits
lcli niiichk nirinc-n Vortrag mit einigcn Satzcn
auf dcni Cc.birtr d r r K r a n k 11 1. i t R b c k a ni p In.ginnrn, die ich eineiii pq)ulartm Artikel mt- f u n g , trndererneita auf den: Gcbietc d r r K r c i n k nvhnic.. den ganz kiirzlicli der Herr Cch. Jlcd. Prof.
ti c i t a v is r 11 ii t u n g liegvn.
Dr. v. W n R n c r ni n n n vc~iiffentliclite:,,Wenn
Die nitdernc. Jledizin niacht nun gegenwiirtig
wir die ( ~ i w h i r l i t e d c r &lrdizin iiberblicken, so
auf deni (:cbbirtc. d r r I'ropliylaxin cine weiterc. wichkiinncm wir frwtntellen, dnU im Laufr der lrtzten
tige Phtwicklung durcli. Sir h a t rrkannt, daO nicht
drri h z e n n i c n deni Arztn nielir Waffen zur Erellrin nur dir Krankliritarrreger a n eicli fur die I n frktion in Fragc komnien, aondcrn auch die Art dt-r
kenniing. Verhiitung und Hcilung von Krankheiten
in die Hnnd pegc*brn wurclcn, als dicw walircmd dra
I'bertragung. Man hnt nrithrr nngenoninien, dnO
vorhcrgegangenen .JciIirl:undt~tR d r r Fall war. Es dir Invasion auf drei Wegrn rrfolgen kann: 1. durch
geniigt, von den Triuinplii~nder Chirurgir ganz a b - dir Atniunynorpnnr ( E r r e p r dw Tubcrkulont,, I n praehcn, n u r dnran zu erinnc-rn, daO die Diphtlirrie,
fluenza und Lunpenentziindung), 2. durch dic. Verd i r w r Wiirprngcl der Kintlcar, den Schrcckrn friihc- dmungskaniilv ((*holrra, I'nterlribntyphu8) u n d
rvr Zvitcm ver1orc.n licit, daU a n Tuln,rkuloxt- kauni
3. durcli direkten Eindringt-n in die Blutbalin, mciRt
iiirlir (Bin 1)ritti.I von Jlmsclicm grgrniilwr d v r &it
nwl: Vrrlrtzring d r r iiulkwn Hautdeckr (\Vundvor 25 Jtilirrn in Dtwtwcliltind stirbt, C-H gcniigt. dtsr
infektion, Wundntorrkrnnipf. Syphilis).
Fortzlclirittr auf driii (;cl)ic.tc. tier volknvc~rht~c~rrnd~~n FA int jrtzt abcr Iiinzugekoninien der aiclitigr
Syphilis, dcr ICrfolgv in d1.r \'chiit ung d1.r wirhtigFnll der Annteckung durcli Krnnkhcitniihrt ragrr,
ntcn Sruclicn, wit. Jlaltiiiti. I'wt und ('liolt-rn zii
d. 11. durcli Inwktcn und I'npt*zirfer, die dim Krgrdrnken, iini dic. Wnlirhvit obigrn Scitzrn nofort
rrgcr hi rinen: Stich nufnrhnirn, und bei cincsr nvuzii twwc~inc-n." - Sow(-it v o n W n H R I= r iii t i n n !
rrfolgtm Attarkr auf rinrn ( k g n e r diesrm dcm ErS k l i grolk Erfolpc., wc*lchc*in diencr kurzrn
reg1.r einvcrlcilnm, wolni in cinigen Fiillen drr KrZeit in dcr Jkdizin crzic-It wordvn Hind, 1iciln.n wir
regc.r wiihrcnd Heinen Aufentlialtc~x in1 sog. ,,Zwidcbr ;\uRbikiung d r r 13aktc.riologic. zu verdanken.
nclicnwirt" hstiiiimtc? Entwirklungastufen d u r r h Sie Irhrtcb iinn, daU die riic.i*tm Erkrtinkungen durcli
ninclit. Dir Art d r r r b e r t r a g u n g auf dirsrm Wtgc..
~pz.
Krcinkliritsc.rrc,g~c.r.sop. , . p n t I i o g ~ ~Kc.iiiic.".
n~~
dics in ilirrr Erforxchung ( w t ncucrdinpa festc. J j t r h Haktc-rim iind Spaltpilzc*. 1icworgc.rufcm wrrdrn,
nrn nnniiniiit, int zwrifelsohnr fiir die praktisrlivn
wcdiirrli nruv (~c~sichtnpunktv
zur Ikkiiinpfung
Lrln~navc~rliiiltniunc
wi.ittiun wirhtiger, nls ninn b i n
dicwr und d r r Krtinklicitcm Iicwuinpc~nrln-iktwcr- jrtzt gcnlint l i t i t . 1st tiucli diears Gebiet dcr proden konntcn. I'ralt iat tlic. 1kv)Iutrlitunp. dtiO gr- phylaktinchcm Jlrdizin rrnt H e i t kurzpr &it in der
winw und g r f a h r I i ~ h (Krtuiklicsitcn
~
anntcrkrnd nind,
Aunarbeitung Ix.p:riffc-n. n o hat uich dcxh sclion in
und uralt nind tiueli die \.t*rnucbhtb,dir hntc.ckung
d i i w r rclativ kurz1.n &it rinc aolchc reichc Fiillr
durcli Hiiuclierungcn zii 1wkiinipfc.n. Alt i n t dic.
tin k-wrismtitrriel fur dir allgcmrinc Wichtigkeit
Ik-Iiendl:inp der Wuntlfliic.licm niit Kaltc.. Mctalliind (:rfal:rlirlikeit d i r w r Art d e r ubertragung annnlzvn 1inw.. u n i air friwli zii c.riinltcn. Z l i t d r r
penaiiiiiwlt, dnU nich in diesem Kanipfe gegen dir
k.wrisfiilirung 1' a t v I I r H , daU die in d r r Luft
Kranklieitaiitrrtriig[.r die prophylaktische Medizin
n u s l w ~ n d i c ~ t ~Iinkterirn
~n
tlic. Wundfiiulniwrregrr
mit griil3tr.r Knrrgic vorzugehen reranlaBt sielit.
Hind, konnte div Anti- und Ancpnia i n winncnnclitift1 ) c i i i l i e n truf tlienrni Gebirtr i n t durch die Drrslirlic. Hahncn rioncliwcmkcm. Sarli S n i n i ( - I denrr Hygic.nrtiunstellung (.in instruktiver Einblick
w v i U , d c r die Infcktion dcr W k l i n t r i n n r n durcli
in dirxe Vcrliiiltnisac gewiilirt wordcn und zugleich
Abtiittinp d r r t i n dcm Hiindvn der X r z k tint1 Hrheinr ringralinte Erkrnntnin, welchc Bedcwtunp
triiiiiien sieli vorfindrndcn Kcinic. durcli ('Iilorktilk
d i t w r Art tlvr Krunkheitaubertragung zukoinnit.
11-lirtc.folgte L i R t c r init dcr Kinfiiliriinp dw nnti1)abc.i niiinncn wir iiiiincr ini Augc behalten, deU w i i
n c * p t i w h i ~Verbandea.
~
I, i H t c r In-nutztc. ( ' a r h l - krincwwegn dnrubcr orientirrt Hind, bei welchc-n Krniiiircb. Ex folgte nun dic. 14htdrckunpr i n c ~g r o h n
krankungen irgi~ndwrlcherArt dic. Krankht*itwiilwr% d i 1 writercr Jlittel, div init d r r ('iirboIRiiuri- dir
tragungen durcl: t'bertragc.r rine Rollr npielrn. I)ic.
kriiiitiikndr Wirkung iilnwin 1itiln.n. (knauerc
sSclinffunp voii Aufklarung Iiicriiln-r iat r h - n eiii
I'nterwrliungen iilnsr div krinitiitcndr Qualitat
p n z neuca Arlwitagc*bict dt-r propliylektischc~~:Hyso1cIit.r Sul)atanzen w a r m inzwinr1ic.n durcli bahnKirnc.. Aucli d r r Laic wc.iU, dnU rnrrkwiirdigc~Kin1)rcrIic~ntlrhaktc~riolopinehe ;\rbeiten H. K o c h ?I
zrlfiilli~von Infrktion vorkoiiinirn. Iwi d m r n Kinzc.1-
iibertriiger.
(1
Ch. 1912.
b7
personen aus einem g r o b r e n Kreise befallen werden
wiihrend andere unberiihrt bleiben. Man sprioh
dann bei solchen sporadischen Vorkommnissen voi
einer ,,Disposition" dee Erkrankten. Eh ist aber an
zunehmen, daO in vielen solchen Fallen ein Krank
heitaiibertriiger eine Rolle spielt.
Um die Wichtigkeit dieeer ,,Zwischenwirte'
derzulegen, will ich einige der Falle anfiihren, be
denen, einwandfrei nachgewiesen, die Zwischen
wirte die Verbreiter der Krankheit sind. Wir wer
den when, daO zu ihnen teils die v e r b r e i t e t
s t c n und die g c f a h r l i c h s t e n Epidemier
gehiiren, unter denen g r o k Teilc der Menschheii
zu leiden haben. Ich nenne zuerst das s c h w a r z t
F i e b e r , d m in den Rrahmaputraniederunger
heimisch ist und dort furchtbarc Verheerungen an
richtet. FA herrscht auch a n der Ostkiiste Afrikaa
Bci den jrtzigen intensiven Verkehrsverhiiltnissen
ist die Seuchc nnch China hiniibergeschlagen, ha1
die Malayischcn InAeln ergriffen, sich sogar nacb
Xgypten und Huropa ausgebreitet, Die Sterblich
kcit der von ihr Hefallenen geht bis SS?!,.
Seit
riniger &it kennt mnn auch den Errcger, es ist e i n
Protozcwn. Dax Pieber wird nicht direkt uber
tragen. sondern durch einen Zwischenwirt, und
diewr ist nacli d r n ncwesten Porschungen die Wanze.
Weitrr zahlt die P r s t Iiierher. iiber deren He.
drutung als Infrktionskrankhrit ich micli nicht nun.
z u l w r n brnuche. Aucli sie vcrbrcitet sich vornchmlich dadurch, d a l Zwischcnwirte ihrc &rt r a p n g herbeifuhren, und da.9 sind bci der I'est
Plohe und viellricht nuch Wanzen. Die PeHt ist
eigentlich cine Kranklicit der Rattcn und dcr Tarbagans und Stcppenbiber und ihnen vcrwnndter Nager.
I& int beknnnt, daD bei Ausbruch 1.ini.r 1Spitleniic
diesen befallenc. L'nyczicfer radial deni Infektionshrrdr cmtflieht. Die Chinesen wissen von altersher,
daO ein nuffalliprn Sterben d r r Ratten grwohnlich
eincn Ausbrucli der Pest unter d r n Mcnschen in1
Grfolge lint. Wit, in China, ao ist nuch an anderen
Ortcn rine annloyr Beobaclitung geniacht worden.
Vornc~limlich abw wird nuf Sccschiffen steta konntatirrt, dnO niit cdrr bereita vor den1 Auftreten
von I'csterkrnnkungcn an l'est verendete Ratten
vorlinnden warcn. IXc Ubertrngung der Pest von
Rattr zu Ratte iind von der Ratte nuf d r n Menschen
gc~1chic4itin drn nelknnten Fallen direkt, sondrrn
in iwt4-r Linic tlurch den Stich d m Rattenflohcs.
1)inrc.r. ein nnlicr Yrrwandter des ~rnschrnfloliew,
lcbt auf der Hnirwratte, die in tropiachen und suhtropischen (kgcndcn rnnssenhnft vorkomrnt, und
gcht nuch Kern clcn Menschen an. Die Verhecrungen untm dcm \l(.nnchen durcli die I'c-at fallen also
auf dtw Konto dcr Kattcnfliihe nls cbertriiger. I)rr
Krreger dvr I'vnt i n t rin kurzrr Hacillus. Nimnit
d r r Hattenfloh bci rincni Stich I'estbacillenhnltiges
Hlut nuf, so kiinnrn sich dir I<acillen in scincm Verdauungsknntile v i r k Tnge bis zu zwri Wochen lang
virulent rrhnlten und sich sogar verrnehren, no dnU
solche Fliihc a h ,,%wischcnwirte" sehr lange dir
Pahigkeit I ~ ~ h n l t c n ,I'estbazillen bei erncutcni
Stich zu iihertrngrn. Bei Heginn einer Epidemic
jet diese Art d r r Obrrtragung die fast ausechliellichc.
Die Hacillcn wandern in die Lymphdrusen, die rasch
vereitcrn und dic. ,,f'estbubos" bilden. Auch an den
Eintrithtellcn bilden sich Beulen. Diese Erecheinungen sind die Zeichen der ,,Beden- odcr Bubonen-
p t . " Wandern die P e a t b i l l e n iiber die Lymphdr%n hinaus und in den allgemeinen Blutkreislauf.
80 kommt ea zur I'eataeptichamie.
I n dieeem Stadium entleeren die Kranken reichliche Mengen blutigen, schaumigen Lungenauswurfs, der enorin mit
Pestbacillen durchaetzt ist. Diese sind sehr virulent. Infolgedessen nehmen die l'estepidemien
beim Auftreten der Lungenpest einen sehr b a r t i g e n
Charakter an. Die Lungenpest ist der ,,schwarm
Tod" des Mittelalters. E ~ Jist iiberfliiasig, auf die
Verheerungen, welche die Pest anrichten kann.
niiher einzugehen. Eins will ich hier nur zur Illustration nennen: im Chinesenviertel Fudsjadian
von Charbin war irn Jnhre 1910/11 die Sterblichkeit
an der Pest so gro0, daB die Einwohnerzalil von
40 OOO auf 6OOO zusarnmenschmolz.
Wciterhin miichte ich die S c 11 I a f k r n n k
h e i t, nennen, die bekanntlich im lnneren Afrikw
inanchc Cependen direkt entvolkert hat. Sic wird
durch die Tsetsefliegc verbreitet. Ebenso wie fur
den Mrnschen ist die Tsetsefliege bekanntlich nuch
eine g r o k Gefalir fur den Wild- iind Sutztirrbestand Mittelafrikarr bie hinein zu den c4icnialigen
Burenrepu bliken.
Nacli rneiner Auffassung spielt airch 1x.i der
Verbreitung der M a u I - u n d K I n u r n s r u c h e
eine Krankheitaiibertragung ihrr Kollr. Diese
Scuclir trat bekanntlich in1 vorigen J a h w lxsondera
hcftig in den mittdeuropiiischen Staatrn auf; alle
prophylaktieclien hlittcl haben aie nicht lokaliniiwn
kiinnen. Jede Absperrung der bc*fallc-nen Stalk,
jede Drsinfektionsvornclirift fiir I'ewonnl irnd Y i d ~ ,
ist ohnr groBe Wirkung grblirbm. I)ic Sviiclic?
vrrhrritcte sich nprunglinft von eiiirni S t ~ r l l c b zuni
andrrn, von cinrni Dorfv ziim andtm. I ) i ( w 1.mstiindr vcdicrcn dm AuUrrycniihnliclic., wrnn iiinn.
wir icli. nnninimt., daU der Krsnklieitnrrrcger, dor
iibrigrns nrurrdings gefundm worden int, ron Fliibgen aufgcnoninien und vrrnchleppt wird. I)nU nich
dir F1icgc.n mit Vorliebv auf n l a e n d r , wundr Kiirperntcllen setzcn, iat Tabache. NwrrdingH Iitilwn
anglische Forecher festyrstellt, daD dic. ~~~~viilinliclic?
Flicgr srlir wvik Strecken - in cinrni Fluyc. biw
1500 ni - zuriicklcgcn knnn. FA ist fwnrr nncligewirwn, daU auch Fliegcm Racillen tiufnc4inirn.
welclir drrcn 'Iknikannl pa~sirren,olinc. nn I ~ . l ~ r n s tahiykrit zu verliercn. In diwter Weiae kijnnvn
Krankliritnkcinie von der yewiihnlichen Plieyr bis
10 Tnpr, von dc.r SchniriUflirge biw 4 Woc1ic.n. I w i a l k n iind writergefiihrt nrrden. Kine ['Crtragiiny
lurch au0rrlich nnhaftende I3aktericn int glrichfalls
ienkbnr. M a n g e daher die Fliegen in den infizivrten
Jtiillen nicht vcrnichkt werden. wird jedv andrre
~kanipfunysvorachrift nur halbe Arbrit lit-fern.
Wclch nintericllen Schaden diem Viehnc.uc-lien nnichten, w i r d r erst kiirzlicli in rinvr Vcwaninilung
lea Zrntralverbnndw landwirtwchaftliclirr Gimoamschnfton d r r I'rovinz Snchsen fcwtgt*~tellt. 1)aiach lint die Landwirtachaft in diesrr l'rorinz ini
lalire 1011 cinerneita durch die Vieharuclien. nndeerscita durch die Diirrc und dic. Hlnttlausplage
inen Schaden von 300 Mill. Mark e r l i t t ~ n . Y i d i cuchcn allein haben 2Oy0 des Vie-hbestandcn w r iichtet. Ich halte rs fur nicht aus~rscliloenrn.daU
ei dcr Weiterverbreitung der Scheidekranklicit d r s
lindvieha und dcr Gcflugelcholcra Krankheitubertrngungen durch Ubertriiger rnit ini Spielc aind.
~
Von dieeer Ahechweifung auf daa wichtige Ge- oberarzt Prof. Dr. 8 t e u d e 1 , dem Medizinahfebiet der Viehseuchen komme ich zuriick auf die renten, im Reichelrolonialamt. im Staatmuftrage
menschlichen Verhfltnisee, ich will noch die M a nech Deutach-Oetnfrika zur Bekiimpfungder SchnaI a r i a erwiihnen. Auch sie h a t einen ubertriiger: ken und d e r Tsetaetfliege begeben.
ea ist die Stechmiicke ,,Anopheles". Dee Gleiche gilt
e k a n n t sind die Vorschliige dea Herrn Genevon d e m 80 sehr gefiirchteten g e 1 b e n F i e b e r , rsloberarztes Prof. Dr. S t e u d e 1 zur Bekiimpfung
dee durch die ,,Stegomyia“ iibertragen wird. Die d e r Malariaiibertriiger durch radikale Deainfektion
,.Culexfliege“ ist die Ubertriigerin von F i 1 a r i o n , d e r Eingeborenenhutten mit schwefliger Siiure.
von mikroskopisch kleinen Wiirmern. Der braei- Auch dae deuteche Reichsgeeundheitsamt hielt e s
lianische Pavillon d e r Internationalen Hygieneaus- der Aufgabe fur wert, die Allgemeinheit iiber die
stellung in Dresden 191 1 brachte anschauliche 11- Wichtigkeit der Muckeilirertilgung durch Herauslustrationen iiber die von Filerien hervorgerufenen gabe einer populiiren Broschiire zu unterrichten. Auf
Krankheitaerscheinungen. 1)ae Wechselfieber und
der Hohe d r r mcdernrn Hygicnr stehende Kommunalverwaltungen beginnen nun mit der aystcnindaa gelbe Fieher hcrrschen vornehmlich in h e i b n
tiachen Rckiinipfung dnr Krankheiteiibrrtriiger.
(kgenden. doch ist die h l a r i a auch in inanchen
laipzig ateht darin nn dcr Spitzr und gcht niit
deutachen Gcgenden cndeniisch, so a n d e r Berggr6Utem Eifer und Erfolg vor. I)as Gleiche gilt iiir
ntralk, in den Rheinnieddrrungen u n d z. B. in Leipzig
Hamburg, fiir cine ganze h i h e von Geinrindcw an
usw. Perner wird d m I ) t* n g u e f i e b e r durch
der Bergstralk., den Rhrinnirdrrungcn usw.
den Sticli von J1iickt.n iibcrtragon. Auch andcre
Jiingstliin liaben sich Vertreter preuDischc~r
stechende Insekten sind i r h t’bertriigcr von Tropenund riichnischcr Hehnrden untrr dem Vorsitz drs
krankheiten bekannt.
H a h m wir. wie grnngt. bin jctzt noch nicht in
11erseburgcr R q i r r u n g a p r a ~ i d r n t e nvon <; e r n d o r f f
in Hallr vernnmnielt, uni iibcr die Jliickt~nplagt~
nllen Yallrn klnrr Eintilicke in die herrschenden
Verliiiltnisne gewonnen, so i n t dcah daa vorliegende ini k l r -Elstergebiete zu beraten. Nmh eincni
Jlnkrinl hcweinkriiftig grnug, uni die Aufnnhnic: Vortragc den ( k h . Mrdizinalrntcn Dr. Wod t k v
zu gtwiirtigcmtlc*n
ubcr die aus dcr Zliickt*nplng~*
ncliiirfxten Kanipfw gegi’n dim LTngezirfer (ganz all(kfntiren wurdt. i i l r r rinc c.inlic.itliclic-, dnq ge.-.:itiitt.
geniein pesprochen) ziir I’flicht zu machen. Hat
ninn niit dirsrr propliylnktiechen MnOrrgcl doc11 Nirdcrungngcbiet drr Saalcz, IAuplwund 1Slxt:.i. I I I I I fnsnrndo Hrk a i n pfunp drr )I iir ken k w h I u U p ’ f n U t .
sclion div ntnunc’nn\vrrtc’st(’n Erfolye rrzirlt. Ein
G?nnu wie 1ic.i iin8 b-when nirh nuch in ttndrrcm
khrrc.irlien Hc.isjiit.I n r i kurz crwiihnt. In Rio d e
Jnnciro Iirrrsrlite Heit Inngcn .Jnhrrn dtw g d h
Kulturliindern dir 13entretiunpcn zur Ik~kiini~ifiing
Pii*hchr in cbrnrlireckendrr Weise. *it dcni ,Jnhrr d e r Kranklit.i~qiihrtriigzr nirlir und inehr Hnlrn.
I R A 0 aollrn bis j r t z t nnniihwnd (io OM I’rrnoncn d a I)iwr Art der I’rolihyl~xisist eben riclitig ii:itl ini
el list nn Geltjfieber gestorbcm win. Iin ,Inlire 1%)3 Iiiklinten Grtrdr wichtig. drnlinlh heginnt x i r LO e w r g k l i Pull zii fnnnm. !dnn dvnkt h i diewr Sttchhgc.
wurdr einr aystenintinchc \liickonvernirlitung niit
n1It.n nicdcmwn Mittcln inn \Vwk genrtzt und niit
unwilkiirlicli nn dns starkc. Gefiilil dcr Ah:ic.ipting.
i ~ .\lvntxhen inntinktiv gt’p’ii d m l’nge1x.wuntlrrnnwi.rtcr K o n ~ c ~ q u r nauf
z rinrni grolk-n ~ e l c l tlic
zirfor lwhrrrsrlit. Sie int, wit, inan jrtzt wc48, vine
(;rbic.tc. tlurchg(c.fiihrt. .riihrlirIi Hind in Rio r t w a
In d r n rein inrnxrhliclirn Ixlwns7 Mill. I l m k tillcin fiir div ( : r l t i f i c ~ l w ~ r l r k i i ~ i i ~ i f uwolilbegriindrtc.
n~
tiiifgtwcndt*t wordrn: in) Jttiirc 1909 wtir krin ein- vrrliiiltniawn ist die Vc-rnichtunp drr Krnnklicitsniehr zu vi%wiclinrn.
zigrr Ttdcwfall nn <~rll)fii*licr
iibrrtriigcr rinfuclt ein ( k b o t drr Kvinliclikcit, nian
liiilt diese hcai unniwni Kulturhoclintnndc zwtir fiir
Wit. vie+ tindcw ( k g m d e n , wnr aiic.11 z. H.
Snn l’nitlo cliirch div \lnltrriir totnl vcrscucht. I)ir
wrlbst vc~rstiintllirli,gclit ntwr dorli virlftwh iinlnyrc*ifdortigc. einniclitnvollc~\’c-rwaltung list i n durcligrc-i- liclicrweiacb n r l i t IOH uncl norglon duriiln-r liinwty.
fcmdvin, nyntc.iiititinelic,iii Vc.rnic.11t iingsknni~ifrgegcn
Wo nicmnclilichr Nnlirungsniittrl und ( ; < v i i i U die I‘twrtriigcr die Stiiclt und den Ikzirk nctuclirnniittc.1 gewonncw und grlagcrt wcwlcn, feicrn \liiunv,
Ratten und allcrlci lneektcn hiiufig t-in ungwtiirtvn
frvi Irkoninirn iintl t i u c ~ l lrr1inltt.n. 1)w wirknnnisto
Kanipfniittrl wirr itnil int dort in cwter Iinie die
tiiglichrs F(’HtgC’hlgC-. Koninicn nuch 1iic.r kvinv
sc.li\vcfligc Siiurc. Wir groUziiyig dcsr Kanipf durchI’vntratten in Frngv, div in ihrcni Kot untl Htirn
pefiihrt wird, grlit dnrniis hrrvor, daU niclit ctllein
I’c.ntbacillcn riunsih-idi~n.so v r r u n r c i n i ~ r ntlir Exin gewinncbn Zritntisclinittrn die Hiiuacr und Kcller, krrniente und die eingegangcnrn Ticw gcmugsnni die
sontlcrn in priiDteni !vlnl$stnb auch die atiidtinchen
Nnhrungsniittd. Wir ztrlilreich z. 13. Htitten in
Kaniile daniit dexinfizivrt wrrdrn. &lit gleiclicr
mcnschliclicw Ansiedelungcn vorhanden sintl. zcaipt
Rni.rpic* p d i t I I I I I ~ in dcvi Vcwinigten Staaten vor,
die Tatnnrlic., dnU in eincbr Hnuptntadt innrrlitilb
in I’rstgrgendrn wird rbcmfnlh n o verfahren. (ianzc
dreier Jahrt. ( IW3-1906) srche Millionrn Rnt ten
Schiffc hi* zii den griiUtrn I)imrnaionen, die [ r a t - getiitet wurdrn. I)ie twtrefftmdc Stadt lint diwv
verdiiclitig sind cdw nus Iwstverdiichtigcn Gegcn- KroUartigr L i s t u n g mit cincni Kostenaufwtindc
den komrirrn, wcrdrn niit schwrflipr Siiiirv zur
von 500 000 \I rrreiclit.
Vrrtilgung d1.r %hiffnrtitten hehandrlt, \vozu A[)(:leichgiiltig, ob drw I’ngezicfer nun Rntten
parnte twnutzt wcrdcw. &- srlbst wicder auf IIPund Miiwr, o l i (w Pliitie t d v r Schwnben umv. IieiUt,
nont1c.rc.n I)c.xinf~~ktionnscliiffenstationiert sind.
o b m i n Wnssertiinipeln tdrr an FluOufern. in nicmncliJlehr und mrhr peht n i m ~dazu iiber. Schiffv all- 1ichc.n Wohnungrn t d e r Kdlern. in den (icsindcgcmrin zu dwinfizicrrn, trurli wenn sir nicht d i r r k t
n t u b n cdrr Krwerncn, nuf den Lngcrbiitlen d r r
ILUH neuclienvitrdnclitig~,n (kKenden koninien.
M c - Hrauereien und Miilzcrrirn, in den Hiickcrckn u n d
dizinalrat I’rof. Dr. S o r 11 t , Direktor dcs HamLebnsmittelhandlungen, o b auf den Getreidc-&drn
burgrr 1natitutc.n fur Sctriffn- und T r o p n k r a n k und in Vichetiillrn oder in den Tauatwdrn von andcliciten. lint aich ntaben in (:emeinscliaft mit Generalren Xliiglichkriten vorliandcn ist, alliibrall ist wino
fii.
Vernichtung eine Notwendigkeit, und die& ,.defensive" Desinfektion das emte Oebot der modernen
Hygiene.1)
ubcr die Schiidlichkeit den sog. Ungeeiefers
und die Notwendigkeit seiner Vernichtung gibt es
also heutzutage keinen Zweifel mehr. Die Frage,
welchea ist die beate Methode zu seiner Vertilgung,
ist nicht einhcitlich zu beantworten, d a die Natur
der schiidlichen Kleintiere und auch ihre Lebensgewohnheiten und Lebenebedingungen sehr vrrschieden nind.
Die Steclimuckr kommt namentlich in sunipfigcsn und feuchten Gcgrnden vor, d a sic ihre Eier
in stehende Gewiiswr ablegt. Man legt am besten
diese Brutgelegenheit trockcn oder dcsinfiziert aie
mit I'etrolcuni, Saprol oder Krcsollosungen usw. Die
Fliegen und SIuckrn, die sich in menschliclie Wohnungsgelegenheiten und in daniit zueammenhangende Riiumlichkeitm ziehen, kann ninn in den gcschlossenen Riiuiiicn durcli Abbronnen von Inscktpnpulvermiscliungcn Iwtiiuben, worauf sie dann
norgfiiltig zu Hnntrnrln und zu tiitensind. Im Herbst.
h i Eintritt der kulilrrcn Tage, ziehcn sich die
Mucken, namcntlich die eicrtragenden weiblichen,
mit Vorliebe in die Keller usw. zuruck, wo sie oft
zu Hunderttausendrn iiberwintern. Jkshalb ist die
Ihinfektion nolclier RBumc in nllrn Jahreszeiten,
ixsonders abrr in den Mnnaten Xovember und Drzember bia April und h i , wichtig. ES wi hier erwiihnt, daB eino Muckr in eineni Somnier bis zu
rinrr Million Sachkoninicn liabcn kann.
Ratten und Miiusr kann man auf freieni Feldc
niit Typhuskulturcw bekiimpfen. innerhalb der
nienschliclirm Sieddungcn nllerdings d i n e durchgreifenden XrfoIg init Ftdlrn fangrn tder niit l'honpliorlatwcrge und andtwn Giftcn tiiten, nofern keinr
Vergiftungsgefahr fiir Nutztirre vorliegt. Stiidtinchr
Kaniile konnen in dicsc-r Weisc von den Rntten. die
nianchrrtal in unglaubliclier JIcnpr dnrin iliren Sitz
hnben, LKfrrit wrrden, wrnn nyxtcniatiscli und.
inimcr wirderholt vorgegangc*n wird. Hri Schiffen
und 1.apcmcliuppc.n koinnien tcilweise reclit grok
Hauiiivc,rhiiltninnc. in Prngr, und bei den Ikninfektionrn gcgen Hatten usw. wrrdcn hier die Kiiunir
durcli Irnondrre Appwate cntweder niit Kohlrnoxyd cder schwcfligcr Siiurc. erfullt.
Dcur Kohlcnoxyd ist wrgen seiner starkrn
Giftigkrit fiir Laicm zu gefiihrlich, ist iibrigens
in deni prektiscli snwcbndbarrn Verdunnungagrade
auch niclit fur ell(. Kleinticre tiidlich. So werden
die rigrntlichen I'rst.iibertriiger auf pestinfizicrkn
LSchiffen, die Rat tenflijhc, nicht abgetiitet. Formaldcliyd wirkt zwnr aninielcid, jtdwli nur in
starker Konzcntration.
Fiir dic Ikninfektion
g r o k r e r Riiume iat r~ zu teuer.
' Dir schwefligr Saurr ist dagegcn insofern ungefiihrlich fur den h n n c h e n , als ein Aufenthalt in
rnit ihr erfullten Riiumrn schon h i der gefiihrlichen
Gehaltegrenze nicht. mehr miiglich ist. Sie scheint
_.
Ich nchlage vor, die Vernichtung der Krankheitcuwcger ala ,,offrnsive" Dcsinfcktion zu bezeichncn. Die. wirkmrnen Mittt,l hirrzu nind die
baktpriciden lh~ninfektionnniittcl. In1 Gegenastz
hiemu benenne ich dic. Vcrniclitung der Krankheitnubertriiger und derrn prophylaktischr Ikkiinipfung
,.defcnnivr" Ihsinfektion. 1)ie hicrxu dirncbndrn
Mittel seien ,,animnlrid" gmannt.
1)
auf alle Kleintiere tiidlich zu wirken, und sie w i d
ah animalcidee Deeinfektionemittsl schon in groi3tern MaOstabe benutzt. (Durch eine Reihe yon
Projektionsbildern konnte der Vortr. erlautern, wie
eineraeita des Desinfektionsverfahrn mit Kohlenoxyd, wie ea namentlich in Deutechland nach deni
Verfahren von Geheimrat 2i o c h t und Prof. G i m s a
speziell in Hamburg durchgcarbeitet worden ist, und
andererseitn dtu, Desinfektionsverfahren mit schwefliger Siiure, deni sog. Claytongas, zur Iksinfektion
von Hchiffen Anwendung findet.) Dir Henutzung
des Kohlenoxyds hat den Vorteil fur eich, daB
die niitige Mcnge an Gas relativ lcicht. aelht
fur den groBten Bedarf, erzeugt werden kann, hat
aber andererwita den Kachteil, dnO es. wir norben
hervorgehoben, fur die Kleintiere, wie fur dir Pestfliilie, nicht tiidlich wirkt. Dir nchwcflige Siiure ixt
ebenfalls whr billig und kann in hierzu gcqignetcn
Apparaten rbcnfalls in g r o k n Mengen erzeugt
werdrn. Man rechnet pro Kubikmetcr Rauni etwa
30-35 g schwcfligv SBurc, kann jrdoch nach dtar
Erfahrung aucli daruntcr blcibcn. Von den Anliiingern der Kohlenoxydniethode wird den1 Claytongan zuni Vorwurf gcinaclit, daU es rinernrita niit
dcn Claytonapparaten nicht rmcli grnup c ~ ~ t w i c k r l t
wird, andererwita dir 1 d u n g d r r Schiffr nicht
ganzlicli unberiihrt IMHC. Abrr. icli nirinc., des Irtztere Hcdenken kann nicht nllzu ausnclilaggebend
win, W I die Erzielung rinrr durrhgreifendrn D e n infektion dir Hauptaufgabc iat. Kine rucli(.rr und
intcnnivc Entwicklung i n t jedcnfalln notwcndig.
Allrin neben den grolkn Vrrhiiltninnrn, wic
z. H. bci der Ihinfcktion von Schiffrn, hnbcn u i r
die g r o k Zahl derjrnigm, d i r in d w tiiglichc L4~A.ln.n
hincinsclilagen. Fiir dirnc niuB daa Kolilmoxyd
wegen lreincr Giftigkeit giinzlich nusxrhcic1c.n. KH
kann nur die achwefligc. Siiurr in k.trnrht
koriimrn, dcnn ein anderw. idee1t:riw hlittc.1. wvIcIi(*s
niit tlor niitigen Hilligkeit und 1eichtr.n Erzrugutip
dir wwiinnchtc. t:ngcfiihrlichkeit verbindct, i n t voriiiufig niclit h k a n n t . kkhwefiigr Siiurc i n t nehr
billig und d a k i bcqueni und gefahrlos durclt Vcrbrennen von Schwefrl zu grwinncn. FA int dns fur
die IAcnhiintle lwstiiiiititc. animalride Mitt(-I. Ik.nutxt man cs hierfur, HO ist en jcdoeli u n k d i n p t
notwendig, cs in dcr richtigvn Wciue und richtigcn
Mengr zu gebrauclivn. Ein Xbbrenneii vnn cinigrn
Schwrfrlntnngrn ist absolut unzuliinplich, trurli fur
die klcinntcn Verhiiltninst-. Samentlicli komint ('ti
darnuf an, dcn zu bt!lirmdelndrn Kattrii riiiigliclist
raacli mit der richtigen Mrngt. achuc.fligc.r Siiurc
zu erfullen und tlirse darin auch kriift ig zirkulicwn
zu larsrn. Als Ausganpniaterial sol1 nur rtiiiglicliat
Brsen - und nr lenf rriw Schwrfcl benu t.zt werdvn .
Vortr. dtmonstrirrt (linen von ihrn konstruiertm
SLliwcfelofm, der zwar fur dir Terlinik konntruic.rt
ist, nich nber wegen seiner cinfachen XuafiihrungaIorni und sriner eusgemichneten Leist ungnfiihigkeit
Such als &hwefeldesinfektionsofen fiir Laienhandr
vortrrfflich bewiihrt hatzf.
IXe nehweflige Siiurc weist einirp Sondrrlic*itcm
wf, wclchr bei ihrc-r Anwendung nicht i i k r w h e n
w r d e n durfen. So stark auch ihrr anintalcide Krttft
.-
Den Vertrirb den Apparutn lint die Clirmische lnduntne und Handelsgesellschaft m. 1). H..
Dreadcn-A.. FalkenatralJt- 8 ubernomrnen.
2)
ist, so ist sie doch kein stark baktaricides Mitta
Sie wirkt zwar wesentlich hemmend, aber n u r au
manche Pilze vernichtend. Ihre spezifische Schwer
bedingt e8, dell sie sich leicht zu M e n senkt uni
die obcren Teile den auszuschwefelnden Raume
nicht genugend durchsetzt, sofern die Riiuine hocl
sind und nicht genugrnd fur Zirkulation gesorg
wird. Dieaer Nachteil wird durch den vorliegender
Ofrn technisch ubcrwunden. und ea kommt RO di,
npezifischc Schwere drx Schwefcldioxyds als Vortei
zur Ckltung. d n es, nicli srnkend, in alle R i t w n unc
Fupcn cindringt, wrlchr vit*lfach die Hauptschlupf
winkrl des zu vernic1itendc.n Ungrzirfers Rind. Hai
kann nngrn, die schweflige S u r e flieOt glcichsaii
in dir I&her und Fugcn Iiinein. Femer ist zu be
tichten, daU die scliwrfligc Siiure durcli den Knll
dtbr Wiinde sehr cnergisch nbsorbiert wird. Dil
iiwisten Kiiunir n l m , wc.lrhc- durcli lsicvdiiindc zi
clt-xinfizicwn win wvrdem. Iitibtm solchi- knlklia1tipc.r
\\’and(*. \\’it* grid tliv Alisorption int, zcsigt rin kon
krc-tvr Ftrll, wintrch dicwr Raurn von 100 cbn
nticli e r f i i l g t ~1)vsinfekt ion i i i i t Hilfe einer Jlengc
Siiurc. innerlinlb 3 Stunder
von 5 kg schwc~fligt~r
cilini- Liiftung Inbtrc.tcw wcbrdcn konnte, wobe
tiinn vim drr srliwrflipi~iiSiitire knuni norli cbtwnt
riivrkte. Es ist ciocli t i i i s dicwin Grunde u n b r
t i i n g t II o t w v i i d i p dnO die .Anrricherung dri
R t i i i n i w iiiit srhwrfliyer Siiiirc. n i r h t n II r ni ii p
l i r h s t s t i i r k , s o i i d i ~ r nn u r h i n m i i g
I i e 11 s t k u r x (* r Z i t cwc+lit wirtl, d r n n nut
so lint iiitrn diis (:iwiUIivit. d t r U die Krtinklirit.4iIx.r
triigvr trucli wirklicli abpctiitt~twrrdcn. 1’ n d d i r
s v s I . : n t l z i i . l riiuO n n t v r n l l c n I T i i i a t i i n
t l i ~ i ii i i i t S i c l i ( ~ r h t ~( ~
- ri r e i r l i t w e r d c n
In welclic*r lntensitiit ilvr vorlicgendc Appnrut
nrbritckt. peht tius folgendcwi Verglticlic niit irii o f .
fmtm (kfiilk. I)rennrntleiii Scliwc.fc-l l i t ~ v o r . h i d e
Appnrnte niit glciclicr Fiillunp von 2 kg Stangcn.
srhwcfd pvniigvn nn sic11 h i dcr riclitigt-n Intensitat
tler Sc~liwcfli~saurccntwickliinpL I I ~ 1)rsinfc~ktion
vines Rnurnes his zu I50 c l ~ i i iInliult. Aufgcwt~4lt
in rint*m cntsprcchendrn I~truiiie von 4.5 iii Hulre
zrigtc. liicli folgcndrs 1Srgi.l)nin: d i v l3renntlnuc.r deN
offenen Apparntc.n wnr 2 St linden 30 Jlinut4.n. die
(It-s ne1it.n Apptrrt~tea 1 Sttindc 7 Minuten, wobi4
die Hnuptvrrlmmniinp sclion in rtwn 15 Mniitcn
mi Kndt. wnr. I)eiiicntn1)r~.c.liendwar aueli die .Anrc-iclirrrrny des Hnunies Iwi dem neucn Appnrutc in
virl kiirzcrcr Zeit untl nrtnicntlich aiirh nn d e r
1 ) c ~ k cc.rzirlt worden. Sncli 25 Minuten zc.igtrsirli dtw Vc*rhaltnia dc-r IIeckentinrciclierung nn
scliwefligcr Sairre h i d w i ncwcn Apparnte ziir Leistung des gewiihnlichcn .-\bbrenncnx wit. 6 zu 1.
.lbrr niicli die Htdfwwhichtcm w a r m stiirkcr durcliw t z t an SO,, dn chine. vie1 seliiirfcrc. Zirkuletion dcr
(:aqc.
innrrhnlb d w Hnunicw Iierbrigefuhrt wurdc.
I)m Verhaltnis war hirr wie 3 zu 1. Die l’robe auf
c l i r Anwesenhcit von SO3 crgab bei d c r P’ansage
von 6 I Raunigtwrn durch cine salzsaure Chlorhriuiiiliinung nicht dic. gcringstc Spur einer Triihung. Deninncli kiinntw nur w h r gcringe Mcngen
vim SO, vorhandcn gcwcwn win. DaU bei solclier
Sachlagr die Dexinft-ktion I i i i t dem neucn Apparate
cine garantiertc Leintunp rrgibt, nclbat in eolclien
Fallen, wo ntclrkr Absorption dcr Rchwcfligen ,%urc.
vorhanden ixt, wit. x . 1%. I r i Stiillcn, int s e l b t vcwtiindlich.
.
cs
Bekanptlich wird echweflige Giiure nicht n u r
wegen ihrer animdciden Eigensohaften benutzt,
sondern sie wird auch fur manche technische Zwecke
in mehr oder weniger grobrn MaDetabe verwendet.
Bekannt ist die Wirkung der schwefligen Siiure bzw.
dee Schwefels als Feuerlijechmittel, u n d es ist zuerst
auch des Claytongee fur diesen Zweck eingefuhrt
worden. Viele Schiffe haben derartigc Apparate
zu Vorsichtazwecken a n &rd. I n griiUerer Mcnge
wird schweflige ,%urr auch fur die Sulfitzcllatoffindustrie gebraucht, wobei sic rntwcder durch Vvrbrenncm von Schwcfel o d r r durch R i i n t ~ nvon EiReiikies crzcugt wird. Auch nln Entfiirbungs- und
Hleichniittel findet sic iniinrr noch cine gewinnc
Verwendung. obgleich sic gertulr fiir diese Zwccke
in dcn letzten .Jnhrrn mchr durch dtw Wessrrstoffsuperoxyd nbgrliiRt worden iwt.
Erwiihnrn will ich noch, dnO inan bcktrnntlicli
vidfnch auch diw Snntput dwinfizirrt. .\Inn hrrt
hicr ini .-\ugc-, nicbht nllein nchiidliche I’ilzkulturrii.
sondrrn auch (:i.trc.idescliiidlinpc, nus dcsr 1nnc.ktc.nwrlt zii vcrniclitcn. Hicrzu Lnwiitzt iiiirn Iiciitzutnpc.
wohl vornrlinilicl~ nclrwt~fligi~
Siiurr. IIs ist nlli-rdings auch Forinaldchyd in (:c.brnuch gekoniiiic.n.
DuU (~etreidearhiidhgc nirht idkin fiir Snntpiit,
sondern aiicli f u r daa Gctrcidr ini nllgcnieinrn. Iwi
Iageriinp auf Kornbiidrn, in Silos unw., zieiiilirlicm
Scliaden tinriclitcn kiinnrn, i n t jedrrii h n d w i r t v
bcknnnt. Irli I)rtiuclie Iiiw nur tlrn Kornwiirni (( ‘11Iandrn prtinnrin) cder dim Hg-iakiift.r (( ’tilnntlrti
oryzn). frrncr die Kornniottc und drrtw H t n i l w ,
dcbn wrilk.n Kornwurni tder nuch die I’flnnzmiiiottt.
zu nrnnen, uiii Strriflicliter auf di(wb Ycrliiiltnissv
fnllcw zii Iwnrn.
S o c h nichr wird interc*nnicwn d r r Hinwcix niif
die I’c~llngmkrnnklirit, wc*lclic. durcli l’ilzr herviirgerufcn werdrn x1)1I, dir nuf vtwax vcrdorlwnc~iii
Jlaix vc.gctic.ren. I)ie I’c.llagrnkmnklic~it,die rin p*wisncs Annlogon in d r r cii1unil)ischen I’eltdi~ licit,
hut cinr grolkb volknwirtnclitiftlielie Hrdeutung.
und zwnr in r c d i t ungiinstipiii Sinnc.. In w l i w ( w rcm Fiillen nrtcst sic i i i i nllpc-iiieincn in Martuwius dew
Erkrnnktcn nus. )Inn nrhiitzt. duU in Italirn s t i n d i g
ungefiilir I(M) (WM) I’cwcintm rind in Runiiinirn c*t u’n
50 OCH) I’c~soncm nn I’rllngrs zii leiden halwn.
Man liut in d r n nininbnucndcn Liindrrn v w niirht, die dortigen Silos und d i v d o r t Iirp:c~iitlc.n
Slniamrnptm niit schwrfligcr Siiurc. zu dtwinfizic*reii.
wobei man div Zwecke iiii Aiigr Iiattr. so\vi)lil die.
Vcrnirhtung dc-r ncliiid1ichc.n I’ilzc, nln truth der ( i t * trc~idcRchiidlingc zii erreichen, und dir Erfolpr
iprcclicn fiir clir .AnwrndungsiiiiiglicIiki~it dt-r
rcliwefligen Siiurr. 1% Vt~rnrliiffungtw von Slitis
~interschcidctninn ini nI1gc.ineincn drri Qurtlitatc-n.
Dic I’rirnnquslitiit ist zur Vcmwndung grrignet und
iihrstelit aucli eine liingnrc Srereise in der R~pc-1
Innz put. Trotzdrni be1ic.f nich d i c b Suiiiinr drr fiir
verdorbencn . h i s \‘on c-nglisclirn Verxicliwunpyesr llsc h a f t m gezuh lten E n t achiidigunpn nlkin i i n
Jnhre 1W2 i w f ctwa 5.5 Mll. hlnrk. Dic- zwcito
~~ft~~~i
Qunlitiit wird von V r r ~ i c h e r u n g s g c ~ n e l l ~ c hin
lcr Regel niclit vrrsichcrt. S u r &usnehmswc.isc
rornmt nic untcr der Gefnhr ihrer Vrrderbnia odvr
nit dcrn Gliick ihrer halbwegen Krlialtung x u i i i
irrsnnd. Die dritte Qualitiit ist dorurt. d a b nn clcm
Sxport iibcrlinupt nicht zu drnkcn int. Sic. wird
ediglicli ini Inlande abgcwctzt; In4 riner so r t h t i v
kunen Reise wie z. B. von Argentiniyn bis Brasilien wurde sie vollstiindig der Zereetzung anheim
fallen. Die Claytongesellschaft hat zur Koneervierung des &sea
die Behandlung mit sohwefliger
S u r e rationell erprobt und durchgefiihrt und dabei
feetgestellt, daU die Desinfektion des Maises mit
schwefliger S u r e selbst bei der zweiten und dritten
Qualitat cine Vemndung in weite Fernen ermoglicht, oline daU sich Zeichen von Zersetzungaerscheinunpen benierkbar ninchen. In cincm Fallc war an
vioer Stelle dcr ladung vtwao Wwwr eingedrungcn.
Hier Iinttcm dic Kiirnw gckeinit, gleichsani, urn zu
lrwciwen. dnU sie durch das Sehwefrldioxyd in ilirer
Kc.imfaliipkcit aucli nicht im mindesten gelitten
1iattc.n ( I ’ r (1 ni e t h e u s 1904. 742). Hei einer solclien Saclilagc wird man aueh auf dieseni Felde
der nchwefligcn Siiure einen groBen Wert 4 s Desinfektionnmittel zunclireiben und prinzipielle Vorurteilc nla kleinlich zuruckstellen niumcn, hier, wo
t w gilt, nicht nllcin proUe Wertr zu erhalten, sondern
nurh verdorbenr Wnre nicht cmtstchen und in den
[A. 21.1
Handel britigcm zu laasen.
Eine andere V o r r i c h t u n g z u r A u f g a b e d e s S c h w e f e l k i e s e s riihrt von U.
Wedges), P h i l a d e l p h i e her.
Hier w i d durch den Schwefelkiee ein AbschluU des Ofens gegen die Aullenluft geschaffen.
Die Ofendecke dient als Trocken- und Lagerrsum
fur den Kies. Er wird in eine, urn die zentrale Welle
gebildete Schlitzoffnung befordert, fallt auf cine
darunter liegende ebene Fliiche und wird von Schabern abgestrichen. Naturlich muU div Aufpabeiiffnung steta gefiillt gchaltcn werden.
Kine V o r r i c h t u n g z u r a i i s w e c . h n r ~ b a r r n R c f e n t i g u n g der k i i h l b a r e n R i i h r a r n i e p a t c n t i e r t R e i n h o l d S c Ii e r f c n bcrpe). I3rrlin.
Vorrirhtungen dieser Art Rind meint niit einc.tn
RajonettvrrRchluU ausperuskt, und leiden unt ‘ I ’
._..
Die wichtigsten Fortschritte auf dem
Oebiete der anorganischen OroOindustrie im Jahre 1911.
V U I IDr. H. v. ELER
(Leverkusen).
‘
(Eiiiseg. ‘24.11. 1912.~
S r 11 w c f (* I w ii u r e f a b I’ i k ti t i ( I n.
Auch iiii vc~flonnmen Jalirr 1iaLK.n die Ijemiihungen. tlcn Rcrlinchwefrl als Erwttz fiir Pyrit
einzufiiltrrn. bci u t i n keincn Erfolg gezeitigt.
Srlwn 0 d d ( 1 R 1 ) nirchanischeni Schwcfclriistofen nind andiw lrkannt geworden; H o e i n
R ii w t o f 1% n v o n (‘. W. L y 111 a n n t), der rnit
wrstaubtcni. gcnclimolzenem Schwcfrl arbeitet, und
ein rotierender Zylintlc~rofenvon C 11. 1%. c‘ I a r k 3).
Sciierungen an (i r n b k i c s ii f e n nind &lit
zu vcrzeichnen.
Piir A b r i i n t i i n g dcs F r i n k i e s e s werden
ininicr nirhr, von grolk.n Werken fnnt runschlie~lich,
die vcrnrliiedcncn titrchanischen Ofcntypen benutzt.
Kin(* n e u c 13 c H C h i c k u n g H v o r r i r h t u n g fiir diem ofen hat R e i n h o I d S c 11 e r f c n b r r p4). I%c.r1 i n - S c h 6 n c b e r g , konatritic*rt. (Fig. I . )
An i h e r Aclini. sind Hiininler c nchwingbar geIngvrt: nie wrrdrn durch eine Daunienscheih und
einrn H v t r l h, den cin Qewicht g Regen die Dsumenwheibc hiilt, nach aunwarta geschwenkt.
Vntcr clcr Wirkung ihres cigencn Qewichten
schlagcn sic dann gegen den Rolzen t. Dadurch
wird rerniiedrn, dtrU nich ini AuRlauf des Trichters
Hriickcn bildcn, und sich dcr Kies oberhalb der
Fiirdercinrirhtung zunanimenstaut. Daa Einfiillen
genchieht hirr von Hand. 1st der Fulltrichter leer
gewordcn, RO wirtl dirs durch dan Aiifklopfen der
Hiinirner der Hedienungsmannschnft dcutlich nignslinirrt .
Franz. Put. 397 4M).
1)
1)iene
D. R. 1’. 208 354
Z. 22, 883
3)
(1909).
Atnrr. I’at. 911 735.
-1mrr. I’at. 952 098.
4)
I). H. P. 230090. Diew %. 24, 713 (1911).
2)
deni Nachteil, daU sich die Verbindungen lockern
konnrn, unddnmit Kiihlwaeeer in den Ofen gelangt.
Auch ist hi ihnen nicht in jcdeni Fdle die rrforderlichc richtige Einatellung dcr Sehaitfcln moplirh,
n o daU c i f t rin Abfeilen der Hefentimnpnzapfcn
notig int.
Dicsr t‘belstiindr nollen nun dadurch h c i t i g t
werden, daI3 als Verbindungsntittcl eine niit Schriigfliichen versehene, drchbare Jluffc vrrwendet wird.
Dabci Rind an dcm konischm Endc d~ Ammen und
dem Stutr.Cn. der dieRes Ende aufninimt, Zapfen
vorpeschen, die bei Drehung der hluffe niit d r n
Schriigfliichen der Zapfen in EinRriff tretcn. 1)ndurch wird eine direkte Verbindung zwjnchen Riihrarmen und Welle hcrgestc.llt.
Von n e u e n O f e n k o n a t r u k t i o n r n
ware rin Rostofen von W c d p e 7 ) zu erwahnen.
(Fig. 2.)
Dcr Ofen ist durch cine horizontalc Zwischenwand in zwei Teile getcilt. In dcni olmen wird d r r
Kies in pewohnliclter W e i ~ egeriirrtet. Er fallt dann
durch eine Vcrbindungsiiffniinp in den untrren Teil.
Hier wird rr mit fein gckiirnteni Kokn verniisclit
zu Ende periiatct. Die Gaae bcider Teile des Ofcans
5)
Rj
7)
I). R. 1’. 231 001. Dienr %. X4. 475 (1911).
.
.
D. K. 1’. 237 215.
V. St. Pat. 976 525 voni %L./l I. 1910. 1)icw
Z. 21, ’713 (1911).
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