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Die Bettigungsmglichkeit von Chemikern als Wirtschaftsprfer (II).

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756
Klages: Die Betatigungsmiiglichkeit von Chemikern als Wirtschaftspriifer
nehmer und in jeder dieser Gruppen untereinander
heraufbeschworen wird. Den Verfassern des Entwurfes
sind diese Bedenken natiirlich nicht entgangen. Ein
Mittel, diesen Bedenken zu begegnen, wurde aber wenigstens bisher nicht gefunden. Es wurde vorgeschlagen,
die Belastung der Industrie nach oben hin ziffernmabig
durch Festsetzung einer Pauschalsumme zu begrenzen
oder aber das Moment der Unsicherheit durch eine
Zwangsversicherung zu beseitigen, Auskunltsmittel, die
sich kaum als anwedbar erweisen.
Zu all dem kommt ein weiteres Bedenken: der unheilvolle Einflul), den eine derartige Regelung auf das
Patentrecht ausiiben m a t e . Wer eine Erfindung zum
Patent anmeldet, ware den Anfonderungen aller derjenigen ausgesetzt, die mit Recht ader Unrecht behaupten,
ihre wissenschaftlichen Entdeckungen seien in der Erfindung verwertet. Auch derjenige, der eine Patentameldung oder ein erteiltes Patent von dem Erfinder
erwirbt, m u t e mit der gleichen Gefahr rechnen. Dies
mul) zu einer Behinderung des Patentrechtsverkehrs und
damit zu einer Entwertung der Patente fiihren. Gerade
bei wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der
Chemie muD diese Kehrseite des Problems beachtet
werden. Meldet der wissenschaftlich arbeitende Che-
angew.Chem.
[4Ztschr.
4. Jahrg. 1931. Nr. 37
miker ein Patent auf eine Erfindvng an, so konnte er
sein Patent nur unter ungiinstigeren Bedingungen als
derzeit verwerten, weil der Unternehmer, der das Patent von dem Erfinder -der Substanz nach cyder als
Lizenzneh,mler erwirbt, mit der Malichkeit der Geltendmachung von Anspruchen seitens dritter, ihm gar nicht
bekannter Entdecker reohnen muD.
Fassen wir dies zusammen, so mui3 man meines
Erachtens folgendes sagen: Es ist ein schtiner, idealen
Anforderungen entsprechender Gedanke, daB jeder, der
sich um die Allgemeinheit Verdienste erworben, hierfiir
von der Allgemeinheit nicht nur geehrt, sondern auch
in materieller Hinsicht entschadigt weaden soll. Allein
es zeigt sich auch sonst im menschlichen Leben, dab
so manche Ideale nioht verwirklioht werden konnen.
Erst die Zukunft kann lehren, ab auch den wissenschaftlichen EnMeckungen dieses Schicksal beschieden sein
muD. Die bisher gemachten Vorschliige. und insbesondere der zur Erorterung stehende Entwurf eines internationalen Abkommens soheinen mir m einer befriedigenden Ltisung des Problems wenigstens zur Zeit nioht
geeignet. Damit soll aber keineswegs gesagt sein, dai3
die Weiterbehndlung des Problems uberhaupt aufzugeben ware.
[A. 79.1
Die Bet~itigungsm6glichkeitvon Chemikern als Wirtschaftspriifer (11)').
Von Prof. Dr. A.
KLAGES,
Berlin.
(Eingeg. 31. August 1931.)
Ministerialrat Dr. F r i e l i n g h a a s vom Preubiwhen Ministerium Mr Handel und Gewepbe hat in einer
Schrittensammlung ,,Der Wirtschaftspriifer" vor wenigen
Tagen das epste Heft dieser Reihenfolge erscheinen
hssen slit dem Titel: ,,Der Beruf des Wirtschaiftspriifers", AushiMungs- und Organi@ation%rundfitze
(Verlag Julius Springer, 1931). Der InhIllt der Bra&fire, der ZWar in b m w auf die Ausltihrungsbestimmungen und Satzungen in manchen Punkten durch die
Weiterentwicklung der Angelegenheit iiberholt ist, zeigt
in seiqem sehr beachtlichen Hauptteil, dai3 die Bedeutung
der Technik und ihres fundamentalen Anteils an den
Fragen der Wirtschaftspriifung immer mehr anerkannt
wird. F r i e 1i n g h a u s schreibt dariiber :
,,D& dsm Techniker bei dem A u f h u des neueii
Standes eine shnke Mitwirkung wfallt, ist Iselbtverstindliah. Bei der P r a q wirtschaftlicher Betriebe
kommt es nicht nur a d ein erhebliches MaD betriebswirtscbftlicher Kenntnisse, sondern auch auf Kenntnis gewisser technischer Vorglnge an, die auf die
Bilanz des Unternehmem von anmitteLbarer Wirkung
sein konnen. Solche Wirkungen kann unter Umstanden auch ein kaufmannisch geschulter Bilanzpriifer
iibersehen. In vielen Fallen w i d es jedmh noch
lstiirkster technischer Erfahrungen bediirfen, wenn das
[Gutachtendes Wirtschaftspriifers fir das Unternehmen
und seine Organisation von Bedeutung sein soll."
(S. 14 d. B.)
Trotz dieser Erkenntnisse sind aber noch erhebliohe
Widerstande in den Kreisen, die die Wirtschaftspruhng
a k ihre ausschliebliche Domane ansehen, zu beseitigen.
Diese Kreise, die in dern Institut fur Treuhand- und
Revisionwesen ihre Stutze finden, haben erst kiirzlich
klar zum Audruck gebracht, dai3 die Jngenieure, Chemiker, Architekten usw. als Hilfstruppen in der wirtschaftsprikfung wertvoll sein konnen, d& sie aber primlr
mit der Wirtschaftspriifung nichts zu tun haben. Dai3 diese
Auffassung nicht zutrifft, sondern daij die WirtschaftspriiI)
Ztschr. angew. Chem. 44, 567 [1931].
fung e i n e A n g e l e g e n h e i t d e r A r b e i t s t e i 1u n g ist, betont dagegen F r i e 1i n g h a u s. Er schreibt :
,,Man wird kawn erwarten konnen, dd3 der Techniker wie der jurist, ud k r V o l b A r t wie der
h d w i r t , mit einer wcbemaben Biicherr&sion
immer & e m shark vertraut ist, wie der Buchprufer.
Sie w e d e n sich d m w q e n m&ma5ig beedkter
Bucherrevisoren der auoh WirtXhafbprger kaufm;innischer H e F k d t Zur Mitarbeit bei #derEmhtt,ung
firer (-&txhten
b&enen. Oberhaupt d e i n t das Gebiet des ~
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einer person allein
beherrscht wenden kann. ane
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stimmte Gebiete cnder eine Zusaimmenlfatwung mehrerer
Perwonen zu gemeinsamer Tatigkeit wind daher die
Folge sein."
In dieser Richkng sind a d die Bestimmungen fiber
die Tr*n@eellshaften
zu werten, in denen nicht die
~ ~ ~ ~ l l sondern
~ b f ~t ~ ~ ,
i als w i t -~
h a Q +,
ii f
verbidlich zei&nen weden.
W i r t s c h a f t s p r u f e r , e i n B e r u f . Sobald
jemand amtlich als Wirtschabpriifer bestelit worden ist,
ist er durch die B e s t e l l q Aw&origer +ni,neuen Berufmtandes gewoden~).
Ob
notk war, d i w n neuen
B~~~ =u &&fen, hm, m&dem die gesetdi&en
Bestimmuwen des Rei,,hs
ud der Lander vorvieueicht ware
liqen, nicht mehr debitiert weden;
es einfacher gewesen, jeweils eine Qualilikation als
Wirtwhaftspriifer fir den jgweiligen B e d zu erteilen
und die Tatigkeit auf d i w w&e mit amtli&em
Cbr&ter auszushtten, wie &S 2. B. h i der Bestellung
lion offentlich aqestellten Ch6-m
tdumh die Handelskammer g&ehen
ist. Es ware &nn viellei&ht
wenker Verwirrung in den t d n i s c h e n Bemfskreisen
entshnden, und man wii& voraumi&tli& Whneller
d s es jekt der Fall ist.
einen Erfolg erzielt h&q
-
2) Bestimmungen uber die offentlieh bestellten Wirtschaftsprufer (nach Beschliissen der Hauptetelle vom 27. Juli 1931).
Zu beziehen durch die Geschiiflsstelle.
~
i
Ztschr. angew. Chem.
44. Jahrg. 1931. Nr.371
757
Kuhn: Uber die Methodik der Kondensationsgasanalyse usw.
Die b i d e r enschienenen Bestimmungen fur die 6ffentlich bestellten Wirtschaftsprufer b&iirfen fur die
if~berganrgszeitder Mildemng uml dariiber himus der
weiberen Ausgestaltung, 'bei der siah die Abstdhng
auf einzelne technische Bemfe als n6tig erweisen w i d
Zudein h n n die Frage ,,Wirtschaftspriifer als selbstandiqger Berd" erst idann als geliist betrachtet werden,
wenn die wirtschaftlichen Voraussetaungen fur diesell
Berufsstand hinsichtlioh der Heranbildung von Wirtsahaftspriifern, z. B. durch Aasbau der betriebswirtschaftliohen Abteillung der Technischen Hochschden, der Hlandelshmhschulen ader anderer Stellen geklart sind. Ebenso, wenn die Frage, olb handwerkliahe,
kleingewerbliche Betriebe, die Land- und ForstwirtsdmFt
einrbezogen wenden sollen, und die Frage der Gebiihrenordnung, die noch ciussteht, erladigt worden ist.
Es war vorawzusehen, daD die in Aussiaht genommenen Zulassungsbedingungen f4urWirtschahprufer,
die illlmrischen erschienen sind, nur einer lbeschrankten
Anzahl von Chemikern Rauim m r BetatigungS) geben
wurden. Notwendig war es aber, Stelhng seitens des
Vereins nu dieser Frage zu nehmen, um erneut die
Gleichberechtigung der Techniker, im vorliegenden Falle
der Chemiker, mit den anderen an diesen Fragen interessierten Berufen zu betonen und siohemustellen.
[A. 148.1
8 ) Ztschr. angew. Chem. 44, 567 [1931].
.
Analytisch-technische Untersuchungen
Man h n n !die Kondensationsgasanalyse als d e physilaliwhe Enweitelrung der technischen Gasanalyae bezeiahnen, ebenso wie man von einer chemischen Erweiterung sprechen kann, rwenn man die d l r a i c h e n
quantitativen Bestimmungen von Gasen in5 Auge fafit,
die auDerhalb des Gerbietes der eigentlichen Gasmalyse
liegen. Vorliegende Betraohtungen sollen im wesentlichen die Gtase urnfawen, die im Steinlkahlenbergbau
unid bei der Kohleveredelung auftreten k6nnen. Wenn
man die Dlampfdruoke verschiedener Gase bei tiefen
Temperatwen verfolgt, so laDt sich das BiM des Verlades aller Tensionskurven wesentlich vereinfauhen,
indem man alle Owe fur verschiedene Temperaturen in
drei Gruppen teilt, narnlich Cnase mit einem DampMrucik
uber 760 mm Hg (Gas), Gase mit einem Dampfdruck
von 0,l-760 mm Hg (Kondensat Gas) una sohliefilich
Gase mit einem DampMruck unterhdb 0,l a m Hg (fast
ausschlieDliah Kondensat).
+
1
83.20
Dampfdrucke bei T=
I 123.20 I
153.20
I 90.130
I
248.20
kaum der Fall sein diirfte, kann man also fur unsere Betrachtung O2 zu den Gasen der ersten Gruppe rechnen. Beim Methan
ist die Kondensatbildung bereits bei einer Konzentration von
4% an aufwarts moglich, allerdings nur unter den ungiinstigsten Bedingungen, nlmlich einer Temperatur von T = 83,p
und einem Drucke von 760 mm. Alle tibrigen Gase gehiiren
der dritten Gruppe an, d. h. sie bilden ein Kondensat mit einem
Dampfdruek unterhalb von 0,l mm. rdit einer Vakuumpumpe,
deren Wirkungsgrad 0,l mm betrilgt, konnen also die benannten funf Gase (H2, N,, CO, O2 und CHI) quantitativ von
den Gasen der dritten Gruppe abgetrennt werden. Bei der
Temperatur T = 11,20 haben von den Ubriggebliebenen Gasen,
die ieh als K o n d e n s g a s e bezeiehnen mochte, das Athylen
und das Athan einen merkliehen Dampfdruck, so dafi sie durch
die Vakuumpumpe quantitativ entfernt werden konnen,
wahrend Acetylen, Propylen und Propan grofitenteils im Kondensat zuriickbleiben durften. Bei T = 153,20 konnen Acetylen,
Propylen, Propan und Cot abgetrennt werden, wahrend Butan
und iso-Butan nur in geringen Mengen verdampfen. Bei
T = 248,2O lassen sich schliefilich die restlichen Kohlenwasserstoffe Butan, iso-Butan, Benzol usw. isolieren.
Man erhalt also folgendes Gruppenbild:
Von dem nu untersuchenden Gasgmisch sind isolierbar bei
T = 83,Y
++
++
nim 260,5 mni
mm 103 mm
mm 30 mm
9 nim
mm
8,5 mm
0,2 mm
11 mm
0,5 mm
0,25 mm
14,9
4
0,5
0,3
-
-
-
-
- _- kleiner als
++
+
+++
++
650 mm
285 mm
53 mm
2,3 mm
0,5 mm
0,l mm Hg
Bei der Temperatur der fliiesigen Luft gehoren also H,, NZ
und CO der ersten Gruppe an, eine Kondensatbildung ist bei
\
1 at) unmoglich, der zweiten Gruppe
diesen ( h i Drucken
gehoren 0, und CHI an, deren Dampfdrucke fur Os zwischen
348 mrn und if30 mm und fur CH4 zwischen 30 mm und $6,7 mni
je nach der Temperatur der fliissigen Luft schwanken konnen.
Eine Kondensatbildung ist beim Sauerstoff nur moglich, wenn die
Konzentration des Sauerstoffes im Gasgemisch hoher als 45,8%
ist. Da dies in praxi bei den zu untersuchenden Gasgemischen
N
H2
T 1123,P
CzHe
N2
C2H4
Spuren von
CO
0 2
CHI
C ~ H ZCJHB
*
und C,H,
T = 15520
CIHt
CsHe
C3H8
T = 248,ZO
C4H10
CIHl,
CeH, usw.
co2
Spuren von
C4H10
So einfach diese Aufteihng dnes Gmgemisches auf
den ersten Bliclk erscheint, hat sie jedoch in der Praxis
enhebliche experimentelle Schwierigkeiten bereitet, vor
allem deshdb, weil es Mr alle Gase einen Tempenakrbereich gibt, in welchem sie nach obiger Eintd1,ung der
zweiten IGrulppe angahoren, d. h. ein meiphmiges
System') von K d e n s a t und Gas Mlden. D i m Temperaturbereiche uberlagern sich bei den verschiedeaen
&sen teilnaise, und zwar a m so Imehr, je flacher die
hmpfdruckkurven verlaufen, was imbesondere bei
den hijheren and ungesattigten Kohlenwasserstotfen der
Fall ist. Die T.emperaturen fur die Anfteilvng des KonI) Dabei ist es gleichgultig, ob da6 Kondensat fliissig oder
fest oder beides ist.
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