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Die Bewegung der Gase in Schwefelsurekammern.

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'LOO
Beakow: Die Bewegang der Gwe in Bohwsfeldarekammern.
den zuerst von den Englandern eingefiihrt, und im
afrikanischen Feldzuge beluden sie je ein Kame1
mit zwei Flaschen von je 4 cbm Inhalt. Zur Fullung ihres 400 cbm-Ballons hatten sie also einen
Train von 60 Tieren notig. Die Fiillung erfolgts
zwar sehr rasch und unabhangig von etwa vorhandenem Wasser, was fur afrikanische Verhiiltnisrre
bosonders wesentlich ist, aber das hohe Gewicht
der Flaschen hatte doch grode Unbequemlichkeiten
im Gefolge.
Eine andere Metliode der Gaserzeugung fand
im Jahre 1904 im russisch-japanischen Kriege bei
dcm russischen Heere Anwendung. I n dem gebirgigen Terrain mit seinen schlechten Wegverhaltnissen und der weiten Entfernung bis zur niichsten
Bahnstation konnte man nicht an die Mitnahme
von komprimiertem Gas denken. Es wurde deshalb
von den Russen die Einwirkung von Natronlauge
auf Aluminium zur Gasgewinnung verwendet, eine
Methodc, dio zwar sclion lange %it bekannt war,
wegen des hohen Preises des Gases aber keine Verbreitung gefunden hatte. Die Gasentwicklung verlauft hierbei sehr rasch und unter starker Fxwiirmung, es mull &her fur ausreichende Kiihlung gesorgt werden. Zur Eneugung von l cbm W w e r stoff sind 5,6 kg Material (theoretisch nur 4,3 kg)
erforderlich. Das ostaibirische Feldluftachifferbataillon war mit zwei verschiedenen Apparaten
ausgeriistet, einem groderen fiir die Ebene, der auf
zweiriiderigen Karren montiert war, und einem kleineren fiir das Gebirge,'der so leicht war, dad zwei
solcher Apparate von einem Pferde getragen werden
konnten. Die Gaserzeugung mit diesem Apparat
geht in Gegenden, wo vie1 Wasser vorhanden ist,
gut vonstatten, das Gas ist aber recht teuer.
Das neuesto kerfahren fiir militllrische Zwecke
i a t - v o n der E l e k t r i z i t i i t s - A . - G . vorm.
Sp h u c k e r t & C 0. auagearbeitet worden und
dem soeben besprochenen ziemlich iihnlich. Als
Ausgangsmateriahen finden hier Silicium und Natronlauge Anwendung, die sehr lebhaft miteinander
reagieren: H 2 0 Si 2Pl'aOH = N%Si03 2H2.
Hierbei sind zur Eneugung von 1 cbm Wwerstoff
nur 2,O kg Material erforderlich, also vie1 weniger
81s bei Anwendung von Aluminium. Es wurden
bisher stationare Anlagen fiir eine stundliche Leistung von 300 cbm gebaut und fahrbare fiir eine
stundliche Leistung von 60 und von 120 cbm. Bei
jenen sind der Gaserzeuger, der Wascher und eine
Pumpe auf einem Wagen, h i diesen ist der Wiischer
8 U f einem beaonderen Wagen montiert. Die g r o h r e
dieser Typen wurde von den Spaniern im Marokkofeldzug mit Erfolg verwendet; die Apparat.43 haben
inzwischen h i fast allen Armeen und in vielen
Featungen Anwendung gefunden. Die Kosten fiir
1 cbm Gas betragen hier etwa 76 F'f.
Wir miissen a n dieser Stelle noch eine weitere
chemische Verbindung nennen, die ebenfalls fur
die militkische Gasgewinnung Bedeutung erlangen
diirfte. Es ist dies das C a l c i u m h y d r i d ,
eine Verbindung von Calcium mit Wasserstoff, eine
graue Maase, die durch Einleiten von Wasserstoff
in geschmolzenes Calcium dargeatellt wird. Das
Calciumhydrid ist gewissermal3en ein Wasserstoffakkumulator, denn Calcium nimmt den bei irgend
einem chemischen ProzeB, wie etwa bei der Elektrolyse der Chloralkalien, auftretenden Waserstoff
+ +
+
[ t w ~ ~ a ~ d e .
Ieicht auf, und daa Hydrid gibt ihn ebeneo leiclit
wieder ab, wenn man ea mit Wasser zusammenbringt. Die Reaktion verlauft folgendermaden:
CaHz
+ 2H20 = Ca(OH), + 2H2.
Es werden also h i ,&eaer Reaktion 2 Mol. Wasserstoff aus 1 Mol. Hydrid erhalten. Infolgedessen
sind auch die Gewichtsverhiiltnisse in dieaem Falle
sehr giinstig, denn zur Darstellung von 1 cbm Wasserstoff ist nur etwa 1 kg Calciumhydrid erforderlich. Das Verfahren, das bisher nur zur Fullung von
kleinen Pilotballons Anwendung gefunden hat,
diirfto aber auch fiir militiirische Zwecke brauchbar sein.
Ich bin mit meinem Bericht zu Ende. Auf
Vollstandigkeit kann er keinen Anspruch machen.
denn sonst miidte ich Ihncn noch iiber die selir
interessanten Versuche, die der erst vor einigen
Monaten verstorbene Prof. H u g o E r d m a n n
mit fliissigem Wasserstoff anstellte, berichten und
ferner iiber eine'ganze Reihe neuer Verfahren, die
in den letzkn Monaten erst patentiert wurden. Ich
habe mich jedoch nur auf diejenigen Methoden beBohrankt, die bisher praktische Anwendung fanden
und die sich in der Praxis auch bewiihrt haben.
Wenn man nun auch heute noch nicht sagen kann,
welch- der genannten Verfahren daa beste-und aussichtsreichste ist, so konnen wir die Frage der Gasbeachaffung fiir die Luftachiffahrt dennoch als gelast betrachten. Der scharfe Wettbewerb unter den
einzelnen Verfahren wird uns in-der niichsten Zeit
zweifellos weitere Verbwerungen' bringen, SO daD
wir bald ein oder gar mehrere Verfahren zur W w e r stoffgewinnung b i t z e n werden, die den h k h s t e n
Anforderungen entsprechen.
[A. 263.1
Die Bewegung der (lase in Schwefelslurekammern.
V o n K. J. BESKOW,
Helsingborg.
(Autoreferat von einem Vortrage auf dem 111. achwedischen Chemikerkongrefi zu Helsingborg, Juni 1910.)
(Eiugog. 17./12. 1910.)
Vor zwei Jahren veroffentlichte ich eine Untersuchung iiber die Bewegung der Gme in Tangentialkammern1), welche in der Schwefelsaurefabrik zu
Limhamn ausgefiihrt war. Die beschriebene Methode, welche darin h t e h t , Glwhiffchen mit
Spirale in der Bleikammer in verschiedenen Richtungen aufzuhangen und das in der Zeiteinheit in den
denselben kondensierte Schwefelsaurequantum vergleichsweise zu bestimmen, bewiihrte sich fiir diesen
Zweck vollkommen und zeigte in zylindrischen
T a n g e n t i a 1 kammern von 9,6 m Durchmesser
bis a n die zentrale Zone von etwa 1 m Durchmesser
heran eine deutlich erkennbare Spiralbewegung,
wiihrend in gleich groI3en Zylinderkammern mit
a x i a l e r G a s e i n l e i t u n g keine bestimmte Bewegungsrichtung nachweisbar war.
Auf Kammern von anderer Form, speziell auf Oblongkammern, erstreckte sich meine damalige Unkr3uchung nicht. Die R a g e der Bewegungsweise
I)
Dime Z. $1, 2312 (1908).
der Gme in eolchen Kammern hatte aber inzwischen
auch waehsende Bedeutung .gewonnen. u. a. dz+
durch, daB von eeiten der friiheren Ingenieurfirma
Hartmenn & Benker die Oblongkammern beaonders hoch und schmal gebaut d e n , mit der Begriindung, daU dadurch e k e der A h r a h a m schen
Theorie entaprechende vorteilhafte Gasbewegung
erzielt und tote Raume in der Kammer vermieden
wiirden. Erne regeDiskuesion in derPresee2) wurde
zwischen M e y e r und H a r t m a n n in betreff
der Vorteile ihrer respektiven Kammertypen gehalten, und speziell hat man dariiber gestritten,
ob eine lebhaftere Gasbewegung nach den A b r a
h a m schen Linien vorkommt. M e y e r behauptet,
daU dies nicht der Fall ist, und beruft sich u. a. darauf, daU P o r t e r bei Versuchen, Rauch in eine
Kammer aus Glaa einzublasen, keine besonders bemerkenswerte derartige Stromung, sondern eher
ganz beliebige Gasbewegungen hat konstatieren
konnen.
Aus Interesae fur die Sache habe ich Versuche
geinacht, mit Anwendung meiner friiher beschrie-
-
inhaltea nwh den Linien A b r a h a m s bewirkt.
A d dieee Sdee babe ich ein schwediechea Patent
Nr. 28 332 vom Oktober 1908 erhalten, dae hier in
Helsingborg im Februar 1909 in der durch Fig. 1
dargeatellten Weiae ausgefiihrt worden ist.
Die Liinge der Kammer ist ca. 20 m, ihre Hohe
ca. 8 m und die Breite ca. 8 m. Daa Eintritterohr-l
der Kammer wird im Ventilschrank A in 10 kleinere
Rohre, je von ca. 16 cm Durchmesser, verteilt.
Durch dieae Rohre werden die Gase eingeblasen,
durch 2-6 gleich vorn in die Kammer in derselben
Quersektion, durch 7-11 in einer Quersektion in
der Mitte der Kammer. Die Rohre 2, 3, 7 und 8
werden am Boden der Kammer eingeleitet, so gerichtet, daO die hindurch passierenden Gase einen
Bewegungsimpuls gegen die Mitte der Kammer erhalten. 4, 5, 9 und 10 werden durch die Kammerdecke in der Nalie der Langswande der Kammer eingeleitet, so daU die Gase durch sie in der Richtung
nach unten langs der AuUenwande eintreten. Die
Rohre 6 und 11, die durch die Kammerdecke in der
Mittellie der Kammer eingeleitet werden, werden
3; I
db79
I
a
Fig. 1.
benen Methode zu konstatieren, ob eine Gasbewegung nach A b r a h a m s Linien wirklich vorkommt.
Man mu13 annehmen, daB, wenn diese Gaebewegung
existiert, irgendwo oben in der Kammer unter
der Decke horizontale oder vorzugsweise vom Zentrum gegen die Wande gerichtete Gaastrome und
wiederum irgendwo unten in der Kammer am Boden
von den Wanden gegen daa Zentrum gerichtete
Gwtrome vorkommen. Ich habe daher in einer
h e r in Helsingborg befindlichen parallelepipedischen Kammer Versuche, den in Limhamn vorgenommenen ahnlich, gemacht, hebe aber nirgende
in der Kammer solche horizontalen Stromungen,
die auf eine Gaabewegung nach den Linien A b r a
h a m s hindeuten, finden konnen.
Mit dieaem Versuche beachaftigt, bin ich auf
den Gedanken gekommen, daB man, wenn keine
besondere Gaabewegung nach den Linien A b r a h a m s existiert, eine solche dadurch hervormfen
konnte, daU man die Gase durch mehrere R o b
von solcher Richtung einleitet, daB die lebendige
Kmft der Gase eine Bewegung dea ganzea Kammer-
-
4)
Dime 2. 16,861 (1903); I?, 554 u. 926 (1904).
C b 1811.
beide iuunittelbar unter der Deoke je in zwei Rohre
geteilt, 80 daO die durch sie eintretenden Gaee von
der Mittellime der Kammer langs der Decke gegen
die Liingswimde gerichtet werden.
Ehe ich zur Beschreibung meiner Experimente
mit den Gasbewegungen in dieaer Kammer iibergehe, bemerke ich, daB der erwartete Effekt in Bezug auf intensivere F’roduktion und groUere Salpeteraiiweersparuis ausgebljeben ist. Es sind Versuche gemacht worden, um die Produktion in der
Versuchskammer der F’roduktion in den anderen
Kammern deeeelben Syetems gegenuber eu m m u ,
sowohl wenn die Kammer nach meinem Vorscblage,
ala wenn sie ohne solche Anordnung zugekoppelt
war. Ein Unterschied in der F’roduktion hat nicht
konstatiert werden konnen. Ausgeachlossen L t ja
aber nicht, daB i r g e n d w e 1 c h e Verbeasemug
z. B. in Salpetererspamis, dargetsq werden kbnnte,
denn die Kammer, die mit der bier in Rage kommenden Gaseinleitung versehen ist, macht nur ein
Viertel vom System am; moglicherweiee wiirde ein
Unterachied antetaben, wenn dee gauze System
umgekoppelt wiirde.
In der mit dieser Gaaeinleitung versehenen
a3
Kammer wurden dann Untersuchungen uber die
Richtung der Gasbewegung mit dem in Limhamn
benutzten 600 mm langen Glasrohr gemacht. Am
Anfang wurde eine Quersektion A-A der Kammer,
4 m von der Stelle, wo die Gasrohre eingeleitet
waren, gewahlt, in der Annahme, daB hier eine Gasbewegung konqtatiert werden konnte, iibereinstimmend mit derjenigcn, die da, wo die Verteilungsrohre eingeleitet waren, vorgefunden werden muBte.
Zu meiner Uberraschung konnte ich rnit dieser
meiner Methode eine solche Gasbewegung nicht
konstatieren, im Gegenteil, cs konnte gar keine
deutliche horizontale Gasstromung bemerkt werden. Es wurde daher ein Versuch bei einer Quersektion B-B '/z m von der Eintrittsstelle der Verteilungsrohre 7-11 gemacht, aber rnit demselben
Fiir eine solche Untersuchung e r w i w n sich eber
die voher benutzten 600 mm langen Glasrohre ah
weniger pasaend. Man kann sich niimlich denken,
daI3 der Gaastrom, der aus dem nur 16 cm groI3en
Eintrittarohr ausgeht, mit nur dieaem Durchmesser
weit in die Kammer fortschreitet.
Ich habe &her einige kleinere Rolire von
170 mm Liinge, mit einem Durchmeaser von 16 mm
an der Mittelpartie (dem Schiffe) und von 9 mm
an den Eintrittsoffnungen herstellen lassen (vgl.
Fig. 2). Die Rohre sind moglichst genau gleich,
und beaonden hat man darauf acht gegeben, daB
die Eintrittsoffnungen moglichst gleich groB sind.
Um glcich groae Kondensationsoberflihen zu erhelten, erachte ich es am kliigsten, kein Fiillungsmittel in Form von Spiralen oder dgl. in die Rohre'
.
und auch daB die Gase ungern den A b r a h a m schen Linien folgcn wollten.
I n Ermanglung von Zeit publiziertc ich. diem
Resultate nicht. lndessen fand ich eines Tnges zu
meinem Erstaunen im Heft 1, 13, dieser Z. (1910)
eine Reschreibung des bckannten Sametechnikers
Dr. R a b e , Berlin, wonach er eine Methode, die
Gase einzuleiten, erfunden hattc, welche ganz rnit
der von niir ersonnenen iibereinstimmtes). Wie
man aus den Gkizzen, die R a b e gibt, ersicht,
glaubt cr, bcwirken zu konnen, daD die Gase eine
Schraubenlinie mit sehr geringer Stcigung beschreiben; er erwartet also, daD die Gase vide W@dungen
innerhalb der Kammer niachen sollen. ,Ft a b e behauptet auch, daB scin Verfahren in d ? Praxis
~
giinstige Resultate erreicht hat, woriiber or sich vorbehalt, spiiter Auskunft zu geben.
Infolgedessen sehc ich mich veranlaBt, zu veroffentlichen, erstcns, daB dime Methode schon von
mir ersonnen war, zweitens, deB sie meincn Erwartungen im praktischen Betriebe nioht entsprochen
hat, drittens, daB ich mit meiner Methode fiir die
Untersuchung horizontaler Gaastrome keine Gaawegung in bezweckter Richtung habe konstatieren
konnen.
Ehe ich dieses bekannt machte, wollte ich
mich indesaen iiberzeugen, wohin der horizontale
Gaastrom ging, der durch die horizontalen Eintrittarohre in der Mitte der Kammer ausgeblasen wurde.
-3)
Hier und im folgenden nehme ich ausschlieb
lich auf die Weise R a b e E , die Gase einzuleiten,
Bezug und nehme keine Riicksicht zu dem Vorschlag R a b e s , die Gasbewegung durch Einspritzung von Siiuren resp. Wasser zu verstarken.
Richtung eintretenden Gaarohre 11 einige Siiureverschliisse 1-20 (vgl. Fig. 3) eingerichtet, alle
in der Richtung liegend, wohin der Gasstrom gerichtet war. D e r Mittelpunkt des Siureverschluasea
6 kt dem Gaseintrittarohr gerade gegeniiber, in einer
Entfernung von dieaem von y2 m, pleziert. Andere
Samvemhliisse sind, mit dieaem VerschluB als
Ausgangspunkt, in Reihen gruppiert, die 1/2 m voneinander entfernt liegen, sowohl in der Litngsrichtung der Kammer als in deren Querrichtung.
Bei dem ersten Versuch wurden dann durch diese
Sjiureverschliisse, gleichzeitig in jedem von ihnen,
eine Zusammenstellung von vier Rohren hineb
geaenkt, und man hatte darauf acht, t e i 1 s , daB
dieae Stellung in derselben Hohenlege wie daa Gaaeintrittsrohr zu
liegen kam, also 13-19 cm unter
der Decke, t e i 1 s , daB dieae Glaarohre vollstandig horizontal zu liegen
kamen, t e i 1s endlich, daB einea von
den Rohren exakt in der Liingsrichtung der Kammer zu liegen kam,
wodurch von den iibrigen also einea
in einer Quersektion und die zwei
restierenden in 45" Winkel zu den
vorhergenannten zu liegen kamen
(vgl. Fig. 3). Bei diesem Versuche
konnten alle 76 Rohre (19 Stellungen)
in einer Viertelstunde hinabgesenkt
werden, wonach die Rohre innen in
der Kammer 2 Stunden lagen. Bei
dern Heraufheben. welches dieselbe
Zeit wie die Hinabsenkung in Anspruch nahm, hatte man acht, daB
die Rohre in derselben Ordnung wie
bei der Hinabsenkung heraufgehoben
wurden, wodurch alle Rohre in gleich
langer Zeit innerhalb der Kammer
gehalten wurden.
In Fig. 4 zeigt die graphische
Tabelle A das Resultat dieses Versuches.
Die verschiedenen Beobachtungspunkte sind an der Abszisse abgeteilt worden. Die Ordinaten bezeichnen Gramme Schwefelsiiuremonohydrat, die in den verschiedenen Glasrohren kondensiert
wurden. Die Punkte, die die Sauremengen in denjenigen Glasrohren,
welche in der Querrichtung in der
Kammer gehalten wurden, bezeichnen, sind mittels dicker ausgezogener Linien verbunden. Die entsprechenden Punkte fiir Rohre, die
in der Langsrichtung der Kammer
gehalten wurden, sind mittels dicker
punktierter Linien verbunden. Die
Punkte fiir die iibrigen Rohre sind
teils mit punktierten, teils mit ausgezogenen feinen Linien verbunden;
und Fig. 3 gibt naher a n , welche
Linie einer gewissen Lage der Glaarohre entspricht. Wenn wir jetzt
Fig. 4 Tabelle A niiher betrachten,
finden wir, da13 bei allen Punkten,
mit Ausnahme von 6 und 15, mehr
Saure in dem in der Liingsrichtung
der Ktlmmer liegenden Rohr kondensiert worden ist als in dem
Rohre, daa in der Querrichtung der
Karnmer gelegen hat (parallel mit
dem horizontalen Gaseintrittsrohr).
Nur bei P u n k t 6, der sich unmittelbar vor dem Gaaeintrittsrohre befindet, ist der Fall gerade der entgegengesetzte. In den Glasrohren,
welche zwischen den Iangsgerichteten und den quergerichteten Glasrohren gelagert sind, liegen die
Sauremengen zwischen den Siiuremengen dieser Rohre. Alles deutet
'%4
4
also damuf bin, daD
bei dieser Hohenlage in der Kammer
der quergerichtete
Gasstrom sich nicht
beaondera weit geltend macht, sondern,
daB demlbe von
einer horizontalen
Gasbewegung , die
ungefiihr in der
, Langsrichtung in der
Kammer geht, iiberwiiltigt wird, so, daB
er darin aufgeht.
Moglich ist natiirlich, daD der Gasstrom sich vom horizontalen Gaaeintrittarohr behahe unmittelbar etwas hinabsenkt, und daB
man ihn daher weiter
unten wiederfinden
kann. Infolgedessen
wurde ein neuer Versuch gemacht, wobei
die Glasrohre bia 1/2
munterderKammerdecke herabgeaenkt
wurden. Daa Resultat diesea Versuchea
iet in Fig. 4, Tab. B,
wo die Bezeichnungen dieselben sind,
wie in der vorher beschriebenen Tab. A,
veranschaulicht. GewissermaBen wird die
oben gemachte Annahme bestiitigt, da
ein
quergehender
Qasstrom (mit dem
horizontalen Gaseintrittarohr 11 parallel)
bei den Punkten 3,
4 und 5 deutlich
konstatiert werden
kann. An allen iibrigen Punkten in dieser
Hohenlage
macht
sich der erwartete
quergerichtetastrom
aua dem Gaseintrittsrohr nicht geltend,
sondern im Gegenteil
scheint Tendenz zu
einer liingegehenden
Gasstromung vopzuliegen. Urn die Seche
weiter unten in der
Kammer zu untersuohen, wurde ferner
ein Versuch 1% m
unter der Decke ga
maaht. Wie am Fig.
4,sTab. C, worin die
Resultate dieses Versuches zusammengestellt sind,
hervorgeht, kann hier keine entschieden horizontale
Gasbewegung in einer oder der anderen,Richtung
mit meiner Methode dargetan werden.
A u s der ganzen Venuchsserie geht I
also hervor, daB der Gasstromc,vom
horizontalen gegen die Langsrichtung '
der Kaminer winkelrecht gerichteten
Eintrittsrohr 11 gewiB auf einem unbedeutenden Gebicte vor diesem Ein- I
trittsrohr in derselbcn Richtung ii
gehend vermerkt werden kann. Da- 1
gegen kann dieser Gasstroin nie etwa:I
igen groBeren Teil des Kammerinhaltes,
in seine Bewegung mit hineinziehen.
Dies bedeutet mit anderen Worten,!
daB man dwch Einleitung der Gasel
in die Kanimer in der in Helsingborg;
benutzten Weise keine regere Gaa-'!
bewegung nach den A b r a h a m -"
schen Linien hervorrufen kann.
Bei der vorhergenannten
suchsseric waren alle 10 Gaseintritts-']
Verrohre der Kammer offen gewesen. Um 4'
einen kraftigeren horizontalen Gas-,.
strorn aus dem Eintrittsrohr 11 zu be-'!
wirken, verschlon man alle Eintritts- 'I
rohre mit Ausnahme der beiden in der ,j
Mittellinie der Decke befindlichen 6 1
und 11. In der Fig. 5 werden die Re- '1
sultnte der Versuche, die unter diesen'l
Urnstanden niit den Glasrohren a m gefiihrt wurden, veranschaulicht. In
der graphischen Tabelle A werden die
Resultate eines Versuchcs niit den
Glasrohren in selber Hohe in der
Kammer wie das horizontale Eintrittsrohr 11 gezeigt. Bus diesem Versuche,
welcher in exakt derselben Weise wie
die oben beschriebenen ausgefiihrt
wurde, geht hervor, daB an den
Punkten 3, 4 und 5 und B eine Gasbewegung in der Querrichtung der
Kammer existiert, die erheblich starker ist als die bei den vorhergehenden
Vorsuchen an entsprechenden Stellen
konstatierte. Dagegen existiert-diese
Gasbewegung in der Querrichtung a n
keinem der samtlichen iibrigen Punkte.
An diesen funkten hat das kraftigere
Einblasen der Gase durch das Rohr 11
nur ein R'eutralisieren derjenigen Gasbewegung in dcr Langsrichtung der
Kammer, welche bei den entsprechenden Versuchen der vorhergehenden
Serie deutlich vermerkt wurde, bewirkt. Aus der Tabelle B wird konstatiert, ditB auch '/i ni unter der
Decke die Gasbewegung in der Querrichtung sicli nicht weit auBerhalb
der dem Eintrittsrohre gegeniiber befindlichen Punkte hat bemerkbar machen konnen.
Tabelle C zeigt, daB 1 ?,$ m unter der Decke keine
bestimmte Gasbewegung an irgend einem Punkte
konstatiert werden kann.
Gegen die von mir benutzte Methode kann angefiihrt werden, daB deren- Empfindlichkeitsgrad
nicht gepriift werden kann, und daB ea also moglich ist, daf3 trotzdem die kondensierten SLwemengen in zwei in verschiedenen Richtungen liegenden Rohren beinahe-gleich sind, jedoch ein ganz
'
starker Gasstrom parallel mit dem einen Glasrohr
und winkelrecht gegen das andere passieren kann.
Es lag daher nahe, sich verglcichbares Material
durch Anwendung derselben Glasrohre unter den8elben Versuchsbedingungen in einer Tangentialkammer zu verschaffen.
Eine Tangentialkammer in Limhamn wurde
daher fur einen Versuch gewahlt, welcher mit denjenigen Rohren, die fruher in Helsingborg benutzt
waren, und auf vollstandig dieselbe Weise wie die
oben beschriebenen Versuche ausgefiihrt wurde.
Als Ausgangspunkte fiir die Beobachtungen d e n
10 Stuck Siiureverschlusse in der Kammerdecke in
verschiedener Entfernung vom Eintrittarohre fiir die
und in verschiedener Entfernung von der Kammerwand angeordnet. Dic Lage dieaer Siiureverschliisse
geht aus demBildc inderoberenlinkenEckederFig. 6
hervor. In der erstenversuchsserie wurden die Glasrohre ?/2 m unter der Decke gehalten, und aus der
graphischen Tabelle A geht hervor, daB an den
Punkten 1, 2, 3, 4, 9 und 10, die alle in der h'ahe
der Eintrittsrohre fur die Gase liegen, eine tangcntiale Gasbewegung dargetan werden kann. An den
Punkten 5, 6, 7 und 8 dagegen, die weiter weg von
diesem Rohre liegen, ist ea nicht moglich, eine
solche Gasbewegung zu konstatieren. In der anderen Versuchsserie wurden die Glaarohre 1 m
unter der Decke gehalten, und hier ist die tangentiale Gasbewegung etwes Iniftiger, indem dieselbe
such am Punkte 6 deutlich ist, was aus Tabelle B
hervorgeht. Der dritte Versuch wurde mit den
Glasrohren 2 m unter der Decke gemacht, und hier
findet man, daB die tangentiale Gasbewegung (vgl.
Tabelle C) an allen Punkten deutlich ist. Dasselbe
ist der Fall 5 m unter der Decke (vgl. Tabelle D).
Irgendwelche Abschwachung der tangentialen Bewegung kann bis unten in dieser Tiefe der Kammer
(Halfte der Kammerhohe) nicht vermerkt werden.
Aus dieaen Versuchen geht unzweideutig hervor,
daB man rnit der von mir benutzten Methode und
rnit den kleinen Glesrohren mit Leichtigkeit Gasbewegung von solcher Stiirke wie bei der tangentialen
Gasbewegung in Tangentialkammern dartun kann.
Auf Grund der von mir angefuhrten Versuche
halts ich michfiirberechtigt, beatimmtzubehaupten,
daD, wenn man auch die Gsse in der von mir und
R a b e vorgeachlagenen Weise einleitet, keine Gasbewegung nach den A b r a h a m schen Linien hervorgerufen werden kann, welche in Stiirke mit der
Gasbewegung in einer Tangentialkammer vergleichbar ware.
Es scheint mir, daB, wenn eine Tendenz zur
Gasbewegung nach der Theorie A b r a h a m s existiert, diese so unwesentlich ist, da13 sie keinen Einflu0 auf den SchwefelsiiureprozeB haben kann.
Es seheint mir auch wahrscheinlich, daB alle
Versuche, eine gewisse Gasbewegung durch Einblasen der Gase in irgendwelcher Weise in einer Bleikammer hervorzurufen. ohne Effekt bleiben mussen,
wenn nicht auf Grund der Form der Kammer eine
Geneigtheit zu einer gewissen Gasbewegung schon
vorliegt, wie z. B. in der Tangentialkammer.
[A. 266.1
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