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Die Carbidindustrie und ihre Beziehungen zur technischen Chemie.

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XIV. Jehrgmg.
Heft 47.
4. Juli 19Ol.l
673
Sandmann: Die Csrbidindurtrie.
No. 8064 vom 15. August 1840 als zur
vorrat,he der beiget,retenen Mitglieder zu verkanfen unter Beibehaltung einer ganz inininialsn
Nenprotluction derjenigen Werke , welcho mit
Riicksicht tiuf bestehende Vertrage nicht in cler
Lage sind, ihre Eetriebe ganz einzustellen. Als
alleinige Verknufsstelle wurde die Deutsche
Gold- and Silberscheideanstalt in l h n k f n i t
a. M. bestimmt,. Steigt cler Consum, so werdcn
auch die stillzalegenden Yabriken eine nach der
andei-n wiecler ihren Betrieb anfnehmen , ohne
dass sie in der Zwischenzeit auf Betheiligung
am erzielten \‘erkaufsreingevinn verzichten
niiissen4).
\Vie verhaltnissmaxsig gering der
Consum von Carbid sich in den1 letzten Jahre
gehoben hat, zeigt die Statistik der Ein- uncl
husfuhr. Im Jahre 1899 belief sieh die erstere
auf 6374 t, letztere 6%,3 t, w&hrend in1 verflossenen Jahre die Einfuhr auf 76S0,7 t stieg,
die Ausfuhr aber auf 224,l t sank.
Zweifellos diirfte sich aber die augenbliclrlich schlechte Jdage der Carbidindust,rie mit
Die Carbidindustrie und ihre Besiehungen einem Ychlage bessern, wenn es geiingt, einc
brauclibare Tischlanipe zu construiren, denn nur
sur technischen Chemie.l)
dem Petroleum kann das hcetylen in WirkliehVon Dr. 0. Sandmann.
keit eine siegreiche Concurrenz machen, da sein
Selten wohl hat eineIndnstrie einensolclirapiLicht schijiier und billiger ist. Von welch’
enorm volkswirthschsftlicher Bedeutung diese
den Aufschwung erlebt wie die Carbidindustrie.
In der Hoffnung, dass das hcetylen den iibrigen
Erfindung ware, beweist die Thatsache, dass
Belenchtungsarten eine siegreiche Concurrenz
der Verbraach yon Petroleum sicli jahrlich auf
iibcr I 1 Mill. hl belauft, das fast ausschliesslich
m:dien liiinnte, wurden in schneller Folge zahlimportirt wird. Wollte man diese Menge Pereiche und grosse C:arBidfabriken gebant, sodass
troleum durch Carbid ersetzen, so bedarf man
auf dem Continent zur Zeit ca. 120 000 PS.
iiach einer Berecbnung5) nicht weniger als
fiir diese Production nutzbar geinacht sind, die
- rechuet man nian pro I 1’s. nnd Jahr 1 t
600 000 t Carbid. Du man in jiingster Zeit
Carbid - rund 120 000 t Carbid produciren
die Hochofengase fiir inotorische Zwccke mit
ltiinnen. Bald jedoch kniii der Ruckschlag.
Erfolg nutzbar zu machen sucht, so wiirdc man
Zahlreiche Explosionen, die fast ausnalinislos
also gesebenen Palls in Deutschland in der
auf mangelhafte Acetylenapparat,e znruckzufiihren
Lage sem, ejnen grossen Tllcil des uijthigen
sind, \Ton der Tagespresse jedoch dem an und
Carbids iin Lande selbst darzustellen. In richtigcr
fur sicli liarmlosen Acetylen z u r Last gelegt
Wurdigung der Bedeutung dieser Prage fiat der
Deutsche Acetylenverein einen Preis von
wurden, brachten Letzteres beim Pnblikum immer1000 11. fiir d i e Losung derselben tlurch Coninehr in Misskredit. Die Folge waren scharfe
Polizciverordnungen, die theilweise heminend auf
struction einer wirklieh brauehbaren Tischlanipe
die Acetylenbeleuchtunffen einwirkten. Wahrend
ansgesetzt, ohne jedoch irgend welche bestimnite
in den ersten dahren die Production den Consum
Anfordernngen an dieselbe zu stellen. Unbedingt miisste dieselbe aber folgencle Eigennicht decken konnte und infolgedessen der Preis
des Oarbids sich bis aaf 600 M. pro 1 t belief,
schaften hesitzen : eine mindest,ens sechsstundige
sank letzterer im verflossenen Herbst infolge
Brennclauer niit einer Leuchtkraft Tion mindestens
der entstnndenen
colossalen Uberproduction
20 NIi bei nicht z u grosser Dimension cler
Lampe, keine Nachent.wic1~lungbeiui Auslusclien,
auf 200 &I. uncl noch tiefer herab, - ein l’reis,
tier kaum die llerstellungskost,en deckte. Urn ferncr muss sie geruclilos arbeiten, weder
diesen unhaltbarcn Zustanclen , die uber kurz
schwierig zu bescliicken nocli en reiiiigen sein,
oder lang den Kuin der ganzen Carbidindustrie
ausserdeni muss sie mit einer Reinigung verherbeifiihren mussten, entgegenzuarbeiten und
sehen sein, da d i e Carbidsorten niehr oder
weniger mit PhosphorcaIcium verunreinigt siud
den Carbidmarkt zu smiren, schlossen sich Ende
und das daraus ent,wickelte hcetylen beim VerNoveniber
vorigen Jahres
fast samrntliche
breiinen Ncbel voii Phosphorsaure gielst. Die
deutsche, whweizer, dsterrcicliische, norwegische
Schwierigkeiten, d l e diese Mangcl zu vermeiden,
und schwedische Carbidwcrke - die zahlreichen
franzijsischen PalxiBen hn.ben ein Syndicat fiir sind jedoch so gross, dass der nasgcset,zte Preis
kaum jenials z u r Suszahlimg gelangen wird.
sich gebildet2) - zu einer Convention z ~ i ~ a m n i e n ~ )wohl
.
Dieselbe bezweckt in erster Linie, die CnrbidEs liegt auf der Hand, dass Iiei dieser
Lage des Carbidmarktes, bci der das Carbid
’) D.B.P. 118922; auch in1 iluslande goschiitzt.
4j Vergl. Anmerkung 2.
l ) Eingelaufen im Fehrnar 1901.
4, Zeitschrift fiir Calciunicarhiclfabrikatiun und
Acetylcn 1901, S.433.
2, Journal de 1’Electrolyse 1901, No. 110, S. 8.
7 Acetylen in Wissenschaft nnd Industrie 1899,
3, Acetylcn in Wissenschaft u. Industrie 1900,
Versilberimg mit benutzbar genannt, jedoch
h a b e ich keincn Hinweis auf die erwiihntenVorziige vor den bekannten Alkalisalzen gefisnden.
Die in1 Vorstehenden mitgetheilten Vcrl~esserungsvorsclilage sind in Deutschland
durch folgenden Patentanspruch geschiitzt ’) :
,,Verfaliren zur Versilberiing durch Eintanchcn oder Anreiben unter Anmendung
eiries Gemisclies, das neben den hclrannten
wirksamen B&andtheilen, dns i s t Chlorsilber
viler dessen Erzeuger, z. B. Sillsernitrat u n d
Kochsalz, zusitmmen mit den bekannten AllialisalzPn, noch gewisse reducirbare Metallchloride, wie z. B. Eisen-, Iiupfer- oder
%innchlorid4) entliiilt. “
s. 535.
Cb. 1901.
S. 301.
54
674
Zeitschrift tar
langewandte Chemie.
Sandmann: Dfe Carbidfadustrio.
nur zum Theil zii Beleuchtungszweclten verbrancht wird, ma,n bcsonders eifrig darauf bedacht ist, der Verwendung des Carbid und
heetylcn neue Bahnen zu iiffnon nnd sind
such bereits in der Chemie recht beachtenswerthe Erfolge i n dieser Hinsicht erziel t.
Bereits 18‘37 wies W a r r e n “ ) atif die reducirende Eigenschaft des Carbids hin. Er redncirte
mit ihrn die Oxyde des Blei, Zinn, Knpfer,
Eiseii, Mangan, Nickel, Molybdan und Wolfram,
die bei eineni cberschuss von Calciumcad~id
Calciunilegirnngen gebcn. Auch die R,eduction
der Chloride soll ihm gelungen sein. An Stelle
des Alumininms verwendete G o l d s c h n i i d t das
Carbid in seine111beltannten Reductionsverfnhren 7,
D.R.P. 112 037. Friihlicli versue1it.c cliese
Reaction fur die IvIetallurgie dienstbar zu inachen.
Nach seinen Angaben auf der HauptversninmIang
des Deutschen Acotylenvereins in Niirnberg 18!)9
will e r Metallverbindungen, mic sie ini Hiittenhetrieb durch hbrijsten und Auslangen der Erze
gewonnen wurden, mit Carbid mischen uiid
diirch geliudes Erwarmen reine Metalle resp.
deren Legirungen erhalten. Zur Gewinnung
t Carbid creiner Tonne &fetal1 soll 1/1,,-‘/4
forderlich sein. Wohl nieht mit, Unrecht bezeichnet Neitniann8) dieses Verfahren a k iechnisch werthlos, da es nur bei der Reduction
der Chloride oder Oxpde nnwendbar sei. Bei
Ersteren verursache jedoch die Ent~masserungz u
grossc Kosten, wkhrend als Letztere die abgeriisteten Erze angewendet werden mtissten, bei
denen jedoch gleichzcitig aueh alle verunreiniE’iir gegenden Erze mit redueirt wiirden.
wijlinlichc Mctalle halt er die lieduction niittols
Kolile fur bedeutend billiger, wahrend bei mcrthvollon die s a u h r e uiid elegant.ere G o l d s e h m i d t ’ s c h e Aluuiiiiium - Reductionsmethode,
die ausserdem kohlefreies Metall liefert, entEntgegon
tler
schieden
rorzuziehen sei.
Friihlich’sclien Alignbe conststirt er noch,
dass fur 1 t Kupfer 342 kg Carbid niithig seien.
N e n m a n n giebt fcmer an, dass sich Mischungori
von Metalloxyclen und Metallchloriden sehr leicht
mittels Carbid reducircn lassen nach der I?orinel
2M,*O
2 M‘C1 -t- Cn C, = 3M2’ CaCl,+ 2C0.
Eei der Reduction vorschiedener Metalloxyde nnd -chloride erhalt man Legirungen z. Y.
Bronce aus Knpferchloriir
Zinnoxyd oder
Zinnehloriir oder -chlorid, Messing
Kupferoxyd
aus Kupferoxyd f Zinkchiorid oder Kupferchloriir -t- Zinkoxyd etc. G c e l m n y d e n 9 ) reducirte such Sulfide mittels Carbid. NatiirIicher Eisenpyrit lasst. sich nach seinen Angaben
ZLI Eisen und Calciumsulfid zerlegen.
Ea lag der Gedanke nahe, deli Kohlenstoff
des Carbids fur die organische Chemie nutzbar
zu machen. I n dieser Richtung sind besonders
die Patente yon F r a n k &z C a r o fiir D:trst,ellung
von Cyanverbindungen (D.R.P. 85 $ 6 3 , 9 2 587,
!I5 060, 11F 087 u . 116 088), die an andoren
+
+
+
+
Chemical News 1898, LXXXV, 2.
fur Elektrochem. B. I V , S. 494
bis 498.
8) Chem. Zeitung 1900, S. 1013.
9) Conipt. rend. 130, 1026-1029.
6,
7 Zeitschrift,
jtcllcnlu) in dieser Zeit,selirift ausfiihrliclier bechriebcn sind , von besondereni Interesse. Sic
)eruhcn boltannt,lich auf der Eigenscliaft des
>arbids ? x i Rotbglnt in Gegenwart von Wasserlanipf Stickstoff aufzunehmen. Dus Vcrfahrcn
,011 t.eclinisch y o n der deutschen Gold- und
j;lberscheide-Aastalt, ausgeiiiit. merdcn. Wiihrentl
Lieser Process nach der Forniel
R2C2+N2=I&C2N2
Yerliiuft, soll unter gewissen Bedingungen sich
3 p n a m i d nach der Formcl
R,C, f Nz = R,N,C
C
d d e n (D.R.P. 108 !I7l)l1).
Ein andercs, ebenfalls in der Industric
Jci-cits ansgefibtes Verfahren ist die Gewinnung
von fein certheilt.em Kohlenstoff, BUSS,ails dem
icetylen. Diescs sogenannte ,,hcetylenscliTYarz”
hat vor :tndcren Russarleit den Vorzug, dass es
mi Busserst feiner Vertheilung frei von theerigen
Bestandl heilcn, voii rein tiefschwarzer Farbc untl
ruter Deckkrnff ist. Es wird mit Vortheil znr
Darstellang chinesischer Timhe und feinster
Das Anblnlie- nntl
~ u c h t l r n c k c r s c l i ~ ~ -benutzt.
~rze
K ~ m m e r ~ y s t e nist
i jedoch hei der Gcwinnung deh
[Cusses nicltt verwendbar, d n derselbe sich wcgen
seiner Leiehtigkeit. und Trockenhejt nicht ansetzt,
wntlern im Arbeitsraum umherwirl.~clt.
Nach tleni D.R.P. 103 81i2 zersetzt L. J . E.
1-111b o ula) in stalllornen Gcf&ssen, die eineii
llruclr von 200 Atm. aushnlten, das suf 2 his
5 htrn. coinprimirte Acetylen mittcls eines
olektrischen Funkens uder eiiies durch den
elekt.riscticnStrom weissgluhend gernachtenBletal1hidens. Uas Rcetylon zerfkllt moment.anl; wobei
der Druck auf 40 Atni. steigen kann, in amorphen Kohlenstoff und Wasscrstoff.
Frank13)
zersetzt tltcgcgen (D.R.P. 112 416) ein Gemiscfi
yon Acetylen mit Kohlendioxyd oder -oxyd iin
gluhcnden Bohr oder unter 1)ruclr mitt,els des
elektrischen Funkens, oder er leitet CO, o d e r
CO iilicr gliiliendes Carbid. Indcm die Re:ictioncn nach den Formeln :
C I H , i C O =H,O +3C:
2 C2Hz-+ CO, = 21-120 5 C
CaC,+CO = C a O
+3C
2 CaC, CO., = 2 CaO 5C
verl:rufen, wird also der Kolilonstoff ~ R SC02,
rcap. CO init gewoniicn und so die Ausbeute
vergriissert.
B e r gin :inn scheiclet durch 0ryd:tbionsinittcl unter Druclc aus dem Acetyleii den
Kohlenstoff als Graphit ab, wiihrend der Wasserstoff zu Wasser oxydirt wird. Hierzu rerwendet
ei. beispielsweise Wnssei-stoffsuperoxvd.
X r d m n n n erhielt ttuf andcrcm Wege Graphit ‘4). Er beobachtcte, dn,ss Kupfer bci ea.
4O0--5OOo C eine kntalytische Wirltung nuf
d:is Acetylen ausiibt, wobei letztercs in seine
Componenten zerfallt. Bei geeignet,er Tempcraturregulirung lrann die Zcrsetzuiig sclir lnngsaiii
+
+
+
+
‘0) Diese Zeitschrift 1896, S. 572. 1899, S. 45
ond 1900, S.1276.
11) Diese Zeitschrift 1900, S. 145.
l a ) Dies6 Zeitsckrift 1899, S. 770.
*3) Diese Zcitschrift 1900, S.723.
14) hcetylen in Wissenschaft
und Industric
1898, S.72.
1901d
XIV.
Heft
2,. Jahrgsng.
2. Ju,l
Wasserstoffsuperoxyd.
- Holzdastillation. - Sitzungsberichte.
erfolgen, sodass sich der Kohlenstoff i n krystallinischer Form abscheidet.
Die anfanglich gehcgteii Hoffnungen , das
Acetylen zur Gewinnung von Alkohol und B enzol,
ferner als Hohproduct fur Anilinfarbstoffe benutzen zu kijnnen, hat man jetzt fallen gclassen,
da dcr verhiltnissm%ssig hohe Preis des Acetylena eine Concurrenz mit den bisher snsgeiibten Verfahren unniiiglich machte.
Von
missenschaftlichem Interesse sind in dieser Richtung die Brbeiten E r d m a n n ' ~ ' ~ )iiber
,
Dnrstellung von Aldehyd und B e r t h e l o t ' s ' 6 ) , iibcr
Dnr~tcllung des Phenols aus Acetlylen zii nennen.
Naturlich fehlt cs anch niclit an absurden
Ideen, so wurde z. B. vorgeschlagen, das Cnrbid
als Rcinigungsmittel fur Zuckersafte nnd fette
01, zu verwenden u. s. w.
lm Grossen und Ganzen kann man bisher
wohl nur die Verwerthung des Carbids znr Gewinnung von Cyanideii ond von Ruas ats technisch werthvoll bezeichnen, jedoch ist ZLI hoffen,
dass bei dem regen Interesse, welclies dem Carbid und Acetylen entgegengebracht wird, sehr
bald neue Verwerthungen derselben gefunden
werden, was euch in Hillsiclit auf die hedeutende
Uberproduction sehr zu wiinschen i s t .
675
Die Grossenverhaltnisse des Kastens und des
Flaschchens wurden so gewahlt, dass unter Einhaltung der gegebenen Vorschrift, durch diese
Verdiinnung eine ca. 2-3-proc.
Losung von
Wasserstoffsuperoxyd entsteht , mit welcher dann
die Magenausspiilungen, ohne Veratzungen der
Schleimhaut befiirchten zu miissen, gefahrlos vorgenommen werden konnen.
Diese Einrichtung wurde der bequemeren
Handhabung wegen getroffen. - Es ist ausgeschlossen, dass b e i V e r w e n d i i n g d e s A n t i d o t k a s t e n s unter genauer Befolgung der Gebrauchsanweisung Jemand das 30-proc. Wasserstoffsuperoxyd als solchss anwenden wiirde. Es ware aber
die Moglichkeit nicht ausgeschlossen, dass einmal
ein Arzt oder Apotheker infolge der oben citirten
Angaben in einem dringenden Falle sich zur Anwendung dieses ziemlich stark atzenden Mittels
verleiten liesse. Dies zu verhiudero, ist der Zweck
E. Merck.
dieser Zeilen.
Neuerungen und Vorschlsge auf dem
Gebiete der Holzilestillation.
Unter dieser Uberschrift veroffentlicht F. A.
B i i h l e r , Ingenieur, einen Aufsatz in Heft 25
unseres Organs, der mich zu einer Klarstellung
veranlasst. So ziemlich der Hauptinhalt dieses
Artikels besteht aus einer etwas weiteren Ausfuhrung, nebst daran geknfipften Vorschlagen z u
praktischer Durchfiihrung von Ideen, die ich bereits in meiner Patentschrift No. 99 683 vom
10. Dec. 1897 und in der Abhandlung in Heft 8,
J ahrg. 1900 dieser Zeitschrift ausgesprocben habe.
Und zwar sind dieselben folgende:
1. die Trocknung der Holzabfalle zwecks
rationeller Verkohlung soll in einem besondcren,
und nicht im Verkohlungs-hpparate vorgenommen
werden;
2. die Trocknung mittels Dampf ist nicht
angangig ;
3. die Abgase der Feuerungen sind zum
kiiostlichen Trocknen der Abfalle heranzuziehen ;
4. dem Trockengute soll die Warme durch
directe Beriihrung mit der Warmequelle zugefiihrt
werden ;
5 . die Verwerthung der staubformigen Holzkohle nach Zumischung von Holzabfallon.
Es ist auffallig, dass B u h l e r mit keinem
Worte den Ursprung dieser 5 Satze erwahnt, zuma1 er meine Arbeit in Heft 8, Jahrg. 1900, laut
seiner Erwahnung an anderer Stelle, gelesen hat.
Wasserstoffsuperoxyd zu Magenausspiilungen bei Blausaure -Vergiftungen.
In No. 24 der ,,Zeitschrift fur angewandte
Chemie" 1901 Seite 586 ist i n dem Aufsatze
des Herrn 0 t t o H e r t i n g insofern ein Fehler
nnterlaufen, als derselbe angiebt, dass als Cyanantidot bei einer Blausaurevergiftung eine 30-proc.
Losung von Wasserstoffsuperoxyd znr Magenausspiilung verwendet werde. Um diesen Irrthum, der
unter Umstanden schlimme Folgen nach sich
ziehen konnte, zu berichtigen, mochte ich ganz
besonders darauf aufmerksam machen, dass die
30-proc. Losung nicht als solche, sondern erst
nach entsprechender Verdunnung verwendet werden
darf. Die starke Losung ist nur der Raumersparniss wegen beigegeben. Ubrigens heisst es in
der jedem Cyanantidotkasten beigefiigten Beschreibung und Gebrauchsanweisung wortlich:
,,Nachdem man die 3 Einsatze aus dem
Blechkasten genommen, spiilt man ihn aus und
fiillt ihn ca. zu drei Viertheilen mit reinem Bruunenwasser und entleert in dieses das 30-proc.
Wasserstoffsuperoxyd, nachdem man das Kolbchen
in der vorher angegebenen Weise geoffuet hat."
Dr. Hennann Pisscher.
Sitzungsberichte,
Sitming der Rossischen Physik. -chein. Gesellschrft zu St. PeterSburg vom 3./16. Mai 1901.
W. v. T i e s e n h o l t spricht iiber die Z u s e m m e n setzung
des Chlorkalks,
+
dessen Bildungs-
15) Acetylen
in Wissenschaft und lndustrie
1899,'s. 10, 71.
16) Compt. rend. 128, 1899.
reaction er durch die Gleichung
Ca (0 Cl), + Ca C1, . 2 H, 0
2 Ca (OH), 2 C1,
ausdriickt. Chlorkalk enthalt immer einen kleinen
Uberschuss von Wasser, welches die Abscheidung
der unterchlorigen Saure beim Erwarmen, die mit
Chlorcalcium unter Chlorentwickelung nach der
Gleichung 2 H C l O
CaCI, = 2 C1,
Ca (OH),
reagirt, erleichtert. Beim Zusatz von Chlorcalcium
54 *
1
+
+
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