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Die chemische Constitution der wasserhaltigen Magnesia-Carbonate in Bezug auf polymere Isomorphie.

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376
111. Die chemische Conslitution der wasserhalligen
Magnesia- carbonate in Bezug auf polyrnere
Isomorphit!; von I'h. S c h e e r e r in Christianiu.
D i e verschicdcncn Verbindungen der Talkerdc init Kohlenssure uiid Wasser sind bekanntlich zeitlier in folgeiide
scchs Abtheilungen gebracht worden: 1) Dreifach g e w h
sertc Zweiclrittel - kohlensaure Talkerdc = MgS + 3 €#,
2) Vierfacli gewlsserte Dreivicrtel- kohlensaurc Talkerdc
=Mga C 3 +4h, 3 ) Fiinffach gewhsertc Vierfunftcl-kolrlensaurc Talkerclc =MgSCa +5k, 4 ) Dreifach geivlsscrtc
Einfach - kohlciisaure Talkerde =Mg C 3 f i , 5) Fiinffach
gewiisrcrtc Eiiifach - kolilcnsaurc Talkerdc = Mg C+5lj,
und 6 ) Magnesia alba, wclche man als cin Gcnieiige aus
mehreren der eben genannten Verbindungen, besonders aus
Mg4 C s + 4 n und MgC+3i4, betrachtcte. Seitdcin es
abcr bckannt ist, dafs das Wasscr in gewissen F2llcn die
Rollc eincr Basis spiclt, uiid zwar auf die Weisc, dafs
1 Atom M g <lurch 3 Atoine 8 ersctzt wird, inufs dic Frage
entstelicn , ob die clicniischc Constitution der sainnitlichcn
wasserlialtigen Magnesia - Carbonate, von diesem neuen Gesichtspunkte aus betrachtct, nicht eine wesentlich aiidere
Gestaltung erhilt? Bci cincr in diesem Sinne angestelltcn
Nachforscliung findet man, dafs die gedachten Verbindungen, aiistatt in obige sechs Klasscn zu zerfallen (von dcncn
die sechste Klasse tibcrdiefs iiocli Verbindungen eiithllt,
die sich uiiter keiiie gcmcinschaftliche Fonncl bringen lasscn),
h6chst einfach in zwci Griippeii gebracht werdcn k6nnen.
+
E r r t c Gruppc.
-
-
c
Drelfrch Itewilsserte Zweidrittel kohlensnilre
Talkerde, nncli B r i t x 8 c 11 e
32,67
Mngnesla alba, nnch K Ir w n n
34
Magnesia nlbn, nrch Klnproth
33
Mg
ir
47,23
45
20,IO
40
'27
21
3i7
c
4) Magnab rlba, arch B i i c h o l a
5 ) Dreifnch gewllsrerte Rinfnch kohlensrive
33
M g . h
33
35
Trlkerde, aacb B o a b e t r a n
6 ) Dieselbe Verbindung, arch B e r z e l i u s
7 ) Dieselbe Verbladung, nnch B n c b o l c
31,50
31,5
29,58
29,6
30
30
-
38,29
38,9
40
Die relativen Sauerstoffinengen in diesen Verbindungen
sind :
1 ) 23,73 : 18,28 : 17,87
2 ) 24,72 : 17,44 : 18,67
3 ) 23,99 : 15,48 : 25,03
4 ) 23,26 : 12,77 : 31,15
5 ) 22,90 : 11,45 : 34,60
6 ) 22,90 : 11,46 : 34,62
7 ) 2481 : 11,61 : 35,56.
Betrachtet man iiun sainlntliches in diesen Saheii entlialtene
Wasscr als basisches, SO dals also 1 Atom M g durch 3
Atoine
nequivalirt wird, SO vertindern sich die angefuhrten Sauerstoffverhaltnisse dergestalt, dals der Sauerstoff der
Talkerdc durcli deli dritteii Theil des Sauerstoffs des Wassers vennehrt wird, also:
c
(
liIs)
1 ) 23,73 : (18,28++.17,87)=24,24
2 ) 24,72 : ( 17,62 + 18,67 ) =23,63
3 ) 23,99 : (15,48-++.25,03)=23,49
4 ) 23,26 : (12,77+$.31,15)=22,82
5 ) 22,90 : (11,45++.34,60)=22,98
6 ) 22,90 : (11,46++.34,62)=23,C)O
7 ) 21,91 : (11,61+$.35,56)=23,46.
Als Mittel aus diesen 7 Sauerstoffverhaltnissen von C : (Mg)
ergiebt sich :
23,33 : 23,38.
Der Sauerstoffgehalt der SHure ist also genau gleich dem
dcr Base, und folglich konncn diese aiischeinend so verschieden zusaminengeSetzten Salze, deren Talkerdegehalt
zwischeii 47,23 und 30, und deren Wassergehalt zwischen
20,l und 40 scliwankt, untcr der gcmeinschaftlicheii Formel:
(Mg)ZC
+
begiffen, uiid init dein geiiieiiisauieii Naineii : Hal6 - kohlensaure Hydro - Magnesia bqzeichnct werden.
Iii Bezug auf
die Ursachen, welchc bcwirkt habeii, dafs chi- grhfserer oder
geringerer Theil vou Mg durch (h), d. h. durcli 3k ersetzt worden ist, verdiciit be~ncrkt zu werden, dafs das
ain lneistcii toasserreiclre jcncr Salze bei ciiier niederen Tetnperatur (etwa zwisclicn O" uiid 10'' C ) dargestellt, das
wasserannste dagegen , uiitcr Aiiwciiduug bcsoiidcrer Vorsichtsmafsrcgelii I ) , bei Siedlrifze gebildet wurde. Hicriii
liegt also ciii W i n k in 13ezug auf dic M8gliclrkcit, aucli andele Magnesia - Salzc mit vcriindcrlichcm Wnssergchalt c l x zustcllen.
-
Zwcitc Gruppc.
c
Mg
i.x
1) Vierhcli geivlsserte Dreiviertel- kohlensnnre
Tiilkcrde, oncli T r o l l e - W r c h t m e i s t c r 35,GG
2 ) Dieselbe Verbindung, orcli B o r n e l l u s
3) Dieselbe Verbindung, nncli v. K o b e l l
4 ) Mngoesh nlbn, onch Bcnelliis
5 ) Filnffacli cew%saerteVlerfiloftel-kolilensniire
Tiilkerd;, nncli B e r z e l l i i s
Dicsclbe Verbindung, niicli U e r x e l i i i s
Mngncslib nlhrr, nitch B c r x e l i i i s
Magoeslir nlbn, nsch B i i t i u i
h'1i11ffitc11 gewfisacrte Vierfilnftel- kolilcnsiiiire Tnlkcrde, nrcli F r i t x s c l i e
I U ) Mngncsla nlba, nnch B u c h o l z
J.?,39 18,95
33,iO 44.58 19,72
36,13 44,12 ID,75
36,17 43,lti 20,37
364
36,5
35,OO
43,2
12,s
J'l;L4
20,4
20,7
20,iG
21
36
43
36,22
35
42,lO 21,68
42
23
Diese von deli genamten Cheinikern gefundciieu Zusaminensetzungeu entsprechen folgeiidcii Sauerstoff -Proportionen:
1) 27,38 : 16,AO : 16,65
2) 23,92 : 17,26 : 1 7 , M
3) 2(i,27 : 17,08 : 17,56
4 ) 26,51 : 16,70 : 18,l:S
5 ) 26,J6 : 16,72 : 18,13
6 ) 26,53 : I(i,Fi7 : 18,42
7 ) 26,90 : 16,35 : 16,48
8 ) 26,17 : 16,64 : 18,67
9 ) 26,33 : l(i,29 : 19,311
10) 2.5,44 : 16,26 : 20,47
Iin Mittel 2G,39 : 16,67 : 1Y,35.
1 ) S. L. G m c I i 11's IIandlucli drr Cbcnrie, ricucstc I\uflogc, Bd. 2,
s.225.
379
Diefs nahert sich der Formel:
Mgq c
3
+4ir,
nach welcher das Sauerstoffverhaltnifss seyn sollte:
26,39 : 17,59 : 17,W.
Es sclieint also, dais clas Vl-asser in den Magiiesia - Carbonalcii voii dieser Zusanimciisetzung eiitweder gar nicht als
basisclicr Bcstaudtheil auftritt , odcr doch niir in gcriiiger
Mengc ; letzteres durfte . viellciclit in ciiiigcii clcr zuletzt angefuhrten jener zehn Salze der Fall seyn. So z. D. ist iii
tlein Salze No. 9 das Sauerstoffverhiltnifs :
26,33 : lG,29 : 19,30,
wiilircnd cs scyii solltc:
2 6 3 : 17,5G : 17,56.
Miigliclierweisc sind daher in dieser Verbindung 1,2i Mg
(iiiiinlich 1 7 , X + 16,29) durch 1,74 dr (n5mlich 19,30;17,56)
ersctzt, was gciiau in dcin erforderlichcn Verliiiltnisse steht.
- Frngt man, woher cs koinmc, dak in der vicrfacli gewsssscrtcn Drcivicrtcl- kohlcnsanrcn Talkcrdc wciiig oder
gar kciiie Talkerde durcli basisches Wasser ersctzt ist , so
kaiiu die Antwort sicli auf folgende zwci Uinstande stiitzcn:
1) wiirclcn die angcfihtcn zehn Salze siimintlicli bei Siedhitie clnrgcstcllt, uiicl 2 ) mufs cs (nus GrUiiden, wic sie,
in Bczug auf iilriiliclic Verliiiltriissc zwischcu Aspasiolitli
uiid Serpeutiii , in iiiciiicr vorhcrgchciidcn Abliandluiig angegcbeii wurden) offcnbar scliwcrer seyii, dafs sicli das Wasser in ein Dreiaiertel- Carbonat als in ein Halb-Carbonat
Eingang verschafft und eineii Theil der Talkerde daraus
verdrangt.
Aufser dcn im Ganzeii angcfuhrteii siebzehn wasserhaltigen Magnesia-Carbonaten, welche sich in die zwei gedachtcn Gruppeu bringen lassea, sind noch fiinf andere
analysirt worden, von'deneu jedocii das eine hier nicht in
Betracht kommeii kann, da es vor der Zcrleguiig (durch
D nl t o n ) bci 1000 C. getrocknet wurde. Die ubrigen vier
haben folgeiide Zusamincnsetzung:
380
a
Mg
1) ~iinffaclt cewiisrerte Einhch
Einhch kolrlensnore
Tnlkerde, nncli Bri taaclie
55,39 23,iO
2 ) Magnerfn rlbr, nnch B e r g m n n n
25
45
3 ) Mrgaesin nlbn, nrch B e r x e l i i i a
30,25 36,40
4 ) MagOeSiiI rlbn, nncli Foiircroy
48
40
-
-
P
50,91
30
33,35
12
Die entsprcclieuden Saucrstoff- Proportionen siiid:
Die wirkliche Existenz des zweiten und vicrtcii dicscr Snlzc
inufs wohl, bis sic durch genauere Untcrsuchuiigeu bcwicsen wird, clahingcstcllt bleiben. Mit hinrciclicndcr Sichcrlicit crgcbcn sicli also nur die beidcn Vcrbindu~igcii:
(Rig) .2 c + 2
Mg4 + 6 &
dcrcn Saucrstoffverblltnisse
c3
u
gcfundrn wurdm :
c
16,46
C
21,99
:
(Mg)
1A,d6 : 17,47
M
:
g
h
14,09 : 29,64
scyn rollten:
c
18,dG
lS,46
:
ld,G6
c
21,99
ri
(Mg)
:
:
19,4G
:
29,32.
Mg
a
Die Verbindung (Mg)? C+ 2 €€ wurde durch kalte Fsllung
von Bittersah vemittelst koblcnsauren Alkalis, bci Ueberschurs uon Bitterrala, erhalten; die Verbinduiig Mg* C a +8k
durcli Verdunstuiig eincr concentrirten Auflbung von kohlensaurer Talkerdc in wafsrigcr Kohlenssure bei einer dem
Gefrierpunkte nahc liegcndeli Tempcratur.
Als Hauyt-Resultat dicscr Uetrachtungen ergicbt sich
381
Folgendee. SBmmtliche bisher analysirte wasserhaltige Magnesia- Carbonate zerfallen, vom Gesichlspuiikte der polymercn Isoinorphie betrachtet, in zwei Gruppen, n:imlicli in
1 ) HuZb - kohlensauie Hydro - Magnesia und 2 ) Yierfuch gewasserte Dreiviertel- kohlensaure (Hydro -?) dlagnesia. Die
Salze der ersten Gruppe werden im Allgeinekicn bci kalter, und die dcr zwciten Gruppe bei heifser Fallung erhaltcn. Uiitcr ganz bcsondereii Umstanden, welche vorzugsweise durch eiiie niedrige Teinperatur bediiigt zu werden scheiiieii, verm8gcii die Verbindungen der ersten Gruppe
2 Atoine, und die der zweiten noch 4 Atome (iin Ganzcii
also 8 Atoine) Krystallisations- Wasser aufzunehmen.
IV. Benierkrrng u ber tlns Hydrat des kohlenstiwen
Kalkes; con Th. S c h e e r e r in Christiania.
z u Anfniig cliescs Frtihjahrs inachte mich Herr Professor
13 o c c k arif cine grorse Anzahl kleiner Krystalle aufinerkspin, welche sicli auf dem Gruiide eines Baclies abgesctzt
hatten. Durch niihcre Untersucliung ergab sich, dafs diese
Krystnlle, einige zufillige Veruureiuiglu~geu abgerechnct,
BUS kolilensaiircin Kalk uncl Wasscr bestanden.
Nachdcin
eiiie Quantitlt dersclbcn durcli Aiisprcsseu zwischcu Flierspapier ( durch Trocknen bei erliilliter Teinpcratur zersetzten sie sich eehr leicht) so vie1 als in6glich von adharirendcr Fcuclitigkeit befreit worden war, ivurde sie bis zuin
schwachen Glulieu erhitzt, und erlitt dabei einen Verlust
voii etwa 48 Procent. Das Ruckstandige war kohlensaiirer Kalk, gcschwant durch etwas Kohle, von beigemengter
organisclier Substaiiz herriihrend I). Der kohlensaure Kalk
enthielt, aufser jener kieinen Quaiititlt Kolile, 1,07 Procent
frcinde arganische Bestandtlieile, hauptsachlich Kieselerdc,
1) In dcm crwihnten Baclic lagm rielc liolzrtiickr, wcld~cganz mil jcnrn
Kryrtrllcn inkrustirt warm.
'
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