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Die Destillate des Wollfetts.

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Hett 6n.
XXV. Jabrgang.
Dezember ,n2]
2577
Mam?UBBOn u. v. Bkopnik: Die Dostillate des WOllfettS.
Zeitschrift fur angewandte Chemie
und
Zentralblatt fur technische Chemie.
XXV. Jshrgang.
Heft 50.
Die Destillate des Wollfetts.
(Mitteilung aua dem K5nigl. MaterialprlUungsamt
Berlin-Licbterfelde.)
J. MARCUSSON
und
Dr. A. v. SKOPNIK.
Von Prof. Dr.
(Eingeg. 6.18. 1912)
Die Verarbeitung dea , rohen Wollfetts, daa
als Nebenprodukt beim Waschen der Schafwolle
gewonnen w i d , erfolgt hauptaiichlich nach zwei
verschiedenen Geaichtapunkten. Einerseita sucht
man die freien Fettaauren, welche in erster Linie
den iiblen Geruch bedingen, sowie Seifen und mechanische Verunreinigungen zu entfernen; man erhalt so ein neutralea Wollfett, daa fiir Schmierzwecke, sowie zur Herstellung von Lanolin Verwendung findet. Bei der zweiten Verarbeitungsweise geht man von dem entgegengesetzten Prinzip
am, man sucht nicht ein neutralea, sondern ein moglichst weit gespaltenea, fiir die Seifenfabrikation
und verwandte Industriezweige verwendbarea Fett
zu gewinnen. Dies wird erreicht durch eine Destillation, welcher unter Umstiinden Verseifung mit
trockenem Atznatron bei hoheren Wiirmegraden
und Zersetzung der zunachst gebildeten Seifen vorangeht. Die Destillation erfolgt mit iiberhitztem
Die Destillate erWasserdampf bei 300-350'.
heischen ihrer technischen Verwendbarkeit und
ihrer eigenartigen Zusammensetzung wegen besonderes Interease. Man unterscheidet in der
Technik fliissiges Wollfettdestillat oder Wollfettolein, salbenartigea Wollfettdestillat (Seifenfett)
und festes Wollfettdestillat oder Wollfettstearin.
Uber Wollfettolein ist von dem einen von uns bereita a n anderer Stelle berichtet worden'), die
Untersuchungen sind aber inzwischen in wesentlichen Punkten ergiinzt und, kurz zusammengefaBt,
im nachfolgenden, unter besonderer Beriicksichtigung der neueren Ergebnisse, den erst in letzter
Zeit ausgefiihrten Untersuchungen uber salbenartige
und feate Wollfettdestillate gegeniibergestellt.
W o 1 1 f e t t o 1 e i n e.
Wollfettoleine werden aus dem deatillierten
Wollfett dwch Abpressen der festen Beatandteile,
also in ahnlicher Weise, wie Deatillatoleine aus den
fiir die Kerzenfabrikation beatimmten Fettaiiuren
gewonnen. Die Wollfettoleine bestehen zu 40--80y0
BUS fliissiger Fettsaure, im iibrigen aus unverseifbaren Stoffen, welche iiuhrlich ganz daa Verhalten
leichter Mineralmaschinenole zeipen und infolgedessen schon haufig zu intiimlichen Analysen Anla13 gegeben haben. Die genannten unverseifbaren
Stoffe sind der charakteristischste Bestandteil der
1) M a r c u s s o n , Mitt. a. d. Kgl. Materialpriifungsamt 1904, 96.
.Ch. 1912
13. Dezember 1918.
Wollfettoleine, sie sind daher etwaa eingehender
untersucht worden.
D i eun ver s e i f b are n B e s t a n d t e i le
d e r W o l l f e t t o l e i n e . Rohea Wollfett enthalt 43-52y0 unverseifbare Anteile. Diese zeigen
bei Zimmerwarme dicksalbige Beacliaffenheit und
beatehen am hoheren Alkoholen (Choleaterin, Isocholesterin, Cerylalkohol mw.). Bei der Deatillation
mit iiberhitztem Wasserdampf tritt tiefgreifende
Zersetzung ein. Die im Wollfettolein sich findenden
unverseifbaren Stoffe sind nicht mehr dicksalbig,
sondern olig (Fliissigkeitagd [nach E n g 1 e r] 15
bis 20 bei 20°), sie bestehen nicht mehr aus hoheren
Alkoholen, sondern im wesentlichen aus Kohlenwaasewtoffen. Die Kohlenwaaserstoffe sind zum
groBen Teil ungesattigt. Ihre Jodzahl (nach W a 1
1 e r) betrligt 51-79, daa spez. Gew. bei 15" 0,900
bis 0,917.Neben Olefinenz) sind Grenzkohlenwaaserstoffe zugegen. So konnten aus den unverseifbaren
Anteilen einea deutachen Wollfettoleins 9% festes
Paraffin abgeschieden werden.
Infolge teilweiser Entatehung aus Cholesterin
und Isocholesterin geben die Kohlenwaaserstoffe
scharf die L i e b e r m a n n sche Choleatolreaktion,
sowie die H a g e r - S a l k o w s k i s c h e Reaktion
und zeigen starkea optischea Drehungsvermogen
(a, = +I8 bis 28' in 4yoiger Benzollosung). I m
doppelten Raumteile siedenden Essigsaureanhydrids
sind die Kohlenwaaserstoffe im Gegensatz zu gleich
zahen Mineralolen leicht loslich, scheiden sich:aber
beim Erkalten faat vollig wieder am.
I m luftverdiinnten Raume sind sie unzersetzt
destillierbar. Die Deatillate zeigen mit steigendem
Siedepunkte erhohtea Drehungsvermogen, wiihrend
die Jodzahl sich nicht weaentlich iindert, wieLausder
Tabelle 1 hervorgeht.
-
T a b e l l e 1.
Vakuumdeatillation von 22 g unverseifbarer Anteile am franzijsischem Wollfettolein bei 0,l bie
0,2 mm Druck.
Fraktion
I
I1
111
IV
V
Des tillationsriickstand
Siedegrenzen
g
Drehungsvermbgen
bei etwa
20 0
Jodzabl
wFk,
1S190'
190-210"
210-230'
230-250'
260-275'
2,6
1,6
2,3
3,3
3,7
+ 5,9"
-
+12,3'
+21,9O
+29,9"
+37,4"
66,4
56,5
-
10,O
+32,0°
48,l
58.1
59.5
Bemerkenswert ist, daB keinea der Destillate
eine auf unveriindertes Choleaterin hindeutende
Linksdrehung zeigta. DaB die unverseifbaren Anbile frei von Cholesterin sind, geht auch am ihrem
2)
Vgl. G i 1 1 , Diese Z. R4, 1388 (1911).
828
Verhalten beim Koohen mit dern doppelten Raum
teil Essigsiiureanhydrid hervor. Die in Essigsiiure
anhydrid lijslichen Anbile, in denen sich etwa vor
hendenea Cholenterin hatte anreichern mussen
zeigten etwa gleich starke Rechtadrehung, wie dic
nicht mit Easigsaureanhydrid behandelten unver
seifbaren Stoffe.
In dunner Schicht auf Glasplatten ausgebreitet
zeigen die Kohlenwasserstoffe der Wollfettoleinc
statism an Harzole erinnerndes Eintrocknungsver
mogen und nehmen leicht Sauerstoff aus der Luf
auf. Beim Einleiten von Luft unter gleichzeitigei
Erwarmung auf 120° tritt Polymerisation und Oxy
dation ein, dabei entstehen sehr dickfliissige wit
Dampfzylinderole 'aussehende Produkte.
Die v e k s e i f b a r e n B e s t a n d t e i l f
d e r W o 11 f e t t o 1 e i n e. Im rohen Wollfeti
kommen hochmolekulare, teilweise noch wenig be.
kannte Wachssauren und Oxysauren vor, z. B. Ce.
rotinsaure, Carnaubasaure, Lanocerinsiiure und La.
nopalminslure. Die Sauren bilden zum Teil ir
Benzin losliche Kalisalze. Infolgedessen ist es nicht
moglich, die Wollfettsauren von den unverseifbaren
Bestandteilen nach dem sonst allgemein iiblichen,
auf einer Ausschuttlung des Unverseifbaren mit
Benzin beruhenden Verfahren von S p i t z und
H-o n i g zu trennen. Man ist vielmehr genotigt,
den Umweg iiber die Kalksalze einzuschlagen und
mit Aceton zu extrahieren. Bei der Wasserdampfdestillation erleiden nun auJ3er den hoheren Alkoholen zum Teil auch die Sauren des Wollfettes eine
Spaltung. Infolgedessen sind die im Wollfettolein
(und den iibrigen weiter unten behandelten Wollfettdestillaten) enthaltenen Sauren nach S p i t z
und H o n i g leicht vom Unverseifbaren zu scheiden. Aux einem franzosischen Wollfettolein sind
hier die Sauren abgetrennt und etwas naher untersucht. Sie waren rotbraun, fliissig und enthielten
nur wenige Prozrnte nach dem V a r r e n t r a p p schen Verfahren abscheidbarer fester Sauren. l h r
spez. ( k w . hetrug bei 15" 0,913, die Jodzahl wurde
zu 52,7, die Verseifungszahl zu 208,5 ermittelt. Aus
letzterem Werte herechnet sich das mittlere Molekulargewicht zu 260,l.
In leichtsiedendem Benzin waren die Slluren
bis auf Spuren Ioslich. Aus der niedrigen Jodzahl
scheint in Verbindung mit dern niedrigen Molekulargewicht hervorzugehen, daf3 neben Olsaure (Jodzahl 90, Nolekulargewicht 282) noch fliissige gesittigte Sauren von niedrigem Molekulargewicht zugegeri sind, was bei dem bekannten Vorkommen
solcher Siuren im rohen Wollfett ja auch erklarlich ist.
Prufung der IVollfettoleine auf
M i n e r a l o l , H a r z o l u n d H a r z . Wollfettoleine finden hauptsaclilich als \Yollspickole, zurn
Rinfetten der \Voile vor dem Verspinnen. Verwendung. Von W'ollspickolen verlangt man, daB sie frei
von Mineralol. Harzol und Harz sind, weil siclt diese
Stoffe aus der Wulle spater nur schwierig auswasclien
lassen und AnlaU zur Fleckenbildung geben konnen.
Verdacht auf Gegenwart von Mineralol in einem
Wollfettolein liegt vor, wenn die unverseifbaren Anteile ein optisches Drehungsvermogen betrachtlich
unter +18" und gleichzeitig eine Jodzahl unter 51
aufweisen. (Mineralole haben ein Drehungsvermogen unter +3" und eine .Jodzahl unter 15).
Hiiufig wird sioh aber Abscheidung und Untersuchung des Unveraeifbaren erubrigen; d a sich
schon ilumh eine einfache Vorprobe (Wlichkeita.
probe) wichtige Anhalltspunkte fiir die Reinheit
eines Wollfettdeins gewinnen lassen. Schuttelt
man 5 ccm des Oieins mit 5 ccm eines Gemisches
von Athyl- und Methylalkohol (im Verhaltnis 9 : 1)
bei 20" durch, so liken sich die meisten mineralol.
freien Wollfettoleine klar oder mit nur schwacher
Triibung auf. Schon 10% Mineralolzusatz bedingt
milchige Beachaffenheit der Fliissigkeit und, nach
einigem Stehen, Abscheidung von Oltropfchens).
Bleibt bei der Lijslichkeitsprobe die Lijsung nahezu
klar, so kann im allgemeinen auf Fehlen yon Mineralol geschlossen werden, bei eintretender Trii bung
wird sich eingehendere Priifung nach den oben bereita angegebenen Gesichtapunkten (Priifung dea
Unverseifbaren) empfehlen. MitteIs der MethylAthylalkoholprobe Iassen sich auch Harzolzusatze
erkennen, wenn auch' die Empfindlichkeit der
Probe in diesen Fallen geringer ist als bei Gegenwart von Mineralol. Immerhin haben sich bislang
20% Harzol noch in jedem Falle nachweisen lassen.
Zur weiteren Stiitze des Ergebnisses kann man wiederum die aus den Proben abscheidbaren unverseifbaren Bestandteile naher priifen. Diese zeigen bei
Fehlen von Harzol den Brechungsexponenten 1,49
bis 1,51, verhalten sich also in diesem Punkte ebenso wie Mineralole. Bei Gegenwart von Harzol liegt
der Brechungsexponent hoher (Harzole 1,535bis
1,550). Durcli Behandeln mit Alkohol kann das
Harzol in den loslichen Anteilen angereichert
werden.
Harz ist niclit in iiblicher Weise durcli die
M o r a w s k i sche Reaktion nachweisbar, weil die
unverseifbaren Anteile des Wollfettoleins Hhnliche
Farbungen wie Harz geben. Zur Erkennung einer
Beimischung t.rennt man die unverseifbaren Stoffe
nach S p i t z und H o n i g ab und priift die aus der
Seifenlosung abscheidbaren Sauren. Diese geben
nur bci Gegenwart von Harz die charakteristische
Blauviolettfar bung. Quantitative Bestimmung von
Harz kann nach dem T w i t c h e 1 1 schen Verfahren erfolgen.
W o 1 1 f e t t d e s t i 11a t .
Das salbenartige Wollfettdestillat (Graisse
blanche de suint) wird erhalten, indem man die bei
ler Wasserdampfdestillation zwischen 300 und 310"
ibergehenden Anteile krystallisieren und die fliisiigen Bestandteile, das Olein, ablaufen laf3t. Man
zewinnt so eine weil3e bis hellgelb gefarbtc Masse,
ieren Erstarrungspunkt unter 45" liegt.
Das salbenartige Wollfettdestillat besteht zu
16-33y0 aus unverseifbaren Stoffen, im iibrigen
LUS freien Wttsauren. Das Unverseifbare kommt
n seinem Verhalten den unverseifbaren Anteilen
ler Wollfettoleine nahe, zeigt aber zum Teil gerin.
;erm optisches Drehungsvermogen (aD geht von
t 2 0 " bis auf
12,5" herunter) und etwas hoheren
3araffingehalt. Die Jodzahl schwankt von 60-74.
Die im salbenartigen Wollfettdestillat enthalenen freien Fettsauren sind a n zwei Proben fran;osischen Ursprungs und einer englischen Probe etS a1 b e n a r t i g e s
+
3) Vgl. W i n t e r f e l d u. M e c k l e n b u r g ,
bitt. a. d. Kgl. Materialpriifungsamt 1911, S. 471.
W M n i i h untarsnaht worden. h e Zwmmenetallung der featgeotellten Eigellschaftan gibt Tabelle 2. in der die Eigenachaften von Wollfettoleinen
zum Vergleich Bngefiihrt eind.
Aue der Z w m m e m t e l l u n g geht hervor, dac
unter den Fetteiiuren die featen weitaus iiberwiegen.
(41 bia 69.7% gegeniiber 18.6 bin %,4% ffkigen
Siiuren). Der Schmelzpunkt der feeten (nach V a r r e n t r a p p a b p h i e d e n e n ) Siiuren hegt zwiechen
44 und 47", das Molekulargewicht zwischen 268 und
267. Den feeten Siiuren haften ungeeiittigte Eliiuren
an, wie am der Jodurhl (9,9-16,1)
Iiervorgeht.
Tabelle 2.
Unkrencbmng von ecrlbcnartlgen Wollfettdmtlllaten franrllscben nnd engllscben Ursprunpn.
II
--
Herkunft
-
Lftl.
I--
_-
IJnveneifbares
I
optiachea
Drehiiugs.
F e d e Fettsauren
'
.
Flilssige
Fettsiiurcii
YIIIULIIIRI..
Gdwicht,
Mo~Q.
kiilnrtit.
wicht
302
Frankreich
"4
-
*)
An vinnr Probe frniirliuischeir Ur*.priritKs f ~ * t ~ e ~ t ~ l l t .
I)ie fliivHigen Siiuren Iialwn die Jodz~lil43 Itis
c l a s mittlere Molekulargewicht 2 7 s 302.
\'rrwendct wird das sallienurtigr 5 \Vollfettdestillat Irarilitnii~liliclinls ZIrsutzfrt t in d w Srifenindustrie. AuUcrderii win1 es in drr Fnbrikation
von konsistrnten Fctten i i n c l sonstigen P r d i i k t e n
verwentlct, zii (lrren Hrrstdliing rin Gclialt nn Kohlrnwnsscwtoffcn nrt)en A.1 t siiiirrn ziiliissip odrr
geradezu erwiinsclit int. Ibis Dcstillat ist iini so
wertvolli.r, je geringer c k r (klialt a n ('nvcwc*ifbarrni i t .
Verfiilvclite \\"ollfct tcli*stillate von snllrnurtiger
Bcscliuffrnlieit sind Iiirr 1)isliing nirlit lrcotrnchtet
wonirn. Ik-r Sactiv (six v o n 3lincruliil. H a r d cider
Harz u-iire gegelicnc*rifd~sin iilirllichc~ \\.cis(, \vie
Iwim \\'iillfrttiilrin (sivhr ~ i l w n )zii rrI)ringrn. I)al~ci
wiire ciiicr zu Iicrii~ksicIitiF.cri.clnU dns 1)rrliiingrrvrrmugen drr iinverrrcifI)~ircwAnteile, \vie ol)en bereits auxpefiilirt. his uitf -i 12" Iierab gehcn knnn.
infolge
und daU die I'robc mit 3let~1y~-Atliylalkohol
drr (kgvnwart frstcr, (lie Lcisliclikeit hernhnetzcndcr Frtlsiiuren nirlit o l i n v writeres anwendliur ist.
-18
iind
I ' e n t e s \ \ ' < ) l l f r tt d r s t i l l n t ( \ l ' o l l f r t t s t (* II r i n).
l\'iillfettnterrrin
I(;riiisse jaune de suint)
wird erlinltrn, indcni inan tlw Irri drr \\asserdampfdcvt illution obcrliaIIi 310' iilrergeliende Produk t fiir sich auffiingt, in \Vannen zum langmrnen
h t n r r m alikiihlt i d drtnn in liydraulivclien Pmneen liei etwa 200 -4tni. I h c k 8hpreUt. l h in den
Tiicliern ziiruckbleibende L'reUgut wird urngesclrmolzrii lint1 in Formen gegowen. I.:Estellt eine dunkelgeltit. iiher 45" sclimelzrnde Masvo von wollfrttortigem (;eruch dar. &standteile sind wecliselnde
Jfrngen oliger, mit ~)araffintirtigen.4ussctieidungrn
durctivctzter unvcrueifbarcr Antrilv iind Yetttiiiiren,
unter denen die festen weitaus iilierwivgen. I n Tahello 3 Bind die Ergebnimc der Unternuchung von
franziisiechen und englischen \\'ollftsttstenrinrii zusamrnengestell t.
-4us der Zusnmmenetellung gelit lirrvor, (la13
dio Jodzalrl dcr unvcrseifbaren Anteile von \Vcillfcttstearinen etwna niedriger liegt als liei \Vollfettoleincn und BfllbCnurtigem \\'ollfettdestillnt (47 pegcnuber' G1 und darulwr). AndrrernCitH i s t day
lhliungsvcrniiigcn reclit Irocli, CN nrhwanktr von
-L23,6 I)is -1 30,s". Letztercn l'crliolten ist rrkliirlicli, wenn man Ireriirksiclitiyt, daU im Wollfettntmrin tlir liijclirtsicdenclen Antrile (lev \\ollfettdestilluts rntlinltcn nind, irnd d a b gerniiU Tel)elle 1
d w I)rrliiin~svcrniiigen der unvemeifbaren Anteilc niit vteigendcm Siedepunkt zunimmt.
Die Iicttsiiuren der \Vollfettsteorine Bind diirch
holicn Sclimelzpunkt (60-67") ausgczeiclinrt ; ilire
Jodzald liegt nalir l e i 10, d. 11.. nin enthaltcn nur
nocli wenig ungcsiittigte Siiuren, das Molekulargewiclit scliwankt zwisclien 320 und 380, so daO
auf Siiiirrn mit 20-26
Kohlenstoffatomen zu
rrclilit?Ucn ist.
Remrrkt sei noch, daU in den unverseif1)aren
Anteilen tier \Vollfettatearine durcli die \+'i n d a11s vclie Digitoninprobe kein Cholesterin nachwcinlmr wnr. L)asselbe gilt fiir die olien aufgefiihrten
fliissipen und mlbenartigen M'ollfettdestillate. 1)ie
DigitoninIirolir ist so wliarf. daU y i c h nell)st 1%
Cliolrstrrin in cbinrm Minerttliil ntrchweisen I i v L EE
niiiU soniit ~ r ~ c l i l o s s ewertlen.
n
tlaU I)ei der in der
Tevlinik iililichen I)cstillationnart dnv im rolicn \Vi)Ilfet t viirlrandrnv (Iliolcsterin vijllig veriindert wird.
Die Ikwictiniing ,.\\'c~llfrttatrarin" heit vielfueli zii t1t.r irriprn Annulinw gt-fiilirt, daU jwen Er828.
Schmelzpunkt im
Capillarrohr
YolekulrtrGewicht,
LUR der
VWseifungs-
Jod.
zahl
7:ihl
berachnet
I
60-62
10,21
I
318
*) Nrtch Untersuchung einer Probe.
zeugnia ebenso wie Stearin als Kerzenstoff verwendbar sei, und es sind auch mehrfach entsprechende Angaben in die Fachliteratur iibergegangen.
Tatskchlich kommt Wollfettstearin fur die Kerzenindustrie nicht einmal als Zusatzstoff in Betracht,
d a mit demselben hergestellte Kerzen infolge des
betrachtlichen Gehaltes an oligen ungesattigten
Kohlenwasserstoffen beim Brennen stark- blaken,
riechen und auseinander l a d e n wiirden.
Das Wollfettstearin findet Verwendung als
Einfettungsmittel in der Leder- und Treibriemenfabrikation, zum Impriignieren von wasserdichten
Stoffen und Packpapier, zur Herstellung von
Schlichtmassen fur Webereizwecke, in der Sprengstoffabrikation zum Einfetten der Hiilsen usw.
Von dem eigentlichen ,,Stearin" ist es leicht durch
des Fehlen krystallinischer Struktur, sowie durch
daa Eintreten der L i e b e r m a n n schen und
H a g e r S a 1 k o w s k i schen Reaktion zu unterscheiden.
LA. 168.11
-
Fortschritte
auf dem Oebiete der ltherischen Ole
und Riechstoffe
(Juli 1911bis August 1912).
Von A. RECLAIRE.
(Eingeg. 2143. 1912.)
A 11 g e m e i n e 8.'
Wie daa Jahr 1910 war auch 1911 fiir die Entwicklung der deubchen chemischen Industrio recht
giinstig. Es wurden vielfach hohere Gewinne erzielt a18 1910. Auch die Industrie der atherischen
ole und Riechstoffe hat gute Resultate zu verzeichnen, abgleich hieriiber kein Zahlenmaterial vorlie@ Nur eine Firma (H e i n e & &.) hat sich
vor einiger Zeit in eine Aktiengesellschaft amgewandelt. Sie verteilte fur das vergangene Jahr
12% Dividende. Einen Beweis fiir die giinstige Entwicklung der Industrie der atherischen 61c und
Riechstoffe liefert die S. 2381 wiedergegebene Tabellr.
Sie enthalt statistische Angaben iiber den auswiirtigen Handel in Riechstoffen und Erzeugnissen der
Riechstoffindustrie wiilirend der Jahre 1910 und
1911, sowie der ersten Halfte des Jahres 1912. Auffallig ist wiederum die Steigerung der Ausfuhr an
Eau de Cologne, die beinahe das Doppelte von der.
des vorigen Jahres betragt.
Von zollpolitischen MaBnahmen und Tarifanderungen der verschiedenen Lander sind folgende
fiir die Industrie der atherischen Ole von Bedeu.
tung:
Z o 1 1 p o 1 i t i s c h e s.
D e u t s c h 1 a n d. Zolltari'fentscheidung. Linaloeholz T.-Nr. 74/75 L., das zur Gewinnung von
atherischen Olen dient, ist wegen seines festen Gefiiges und seiner hohen Dichte als hartes Nutzholz
anzusehen. Es wird nach T.-Nr. 75 mit 0,50 M, v.
0,24M fiir l d z oder 4M,v. 1,92 fur lfmverzollt').
Kienolhaltiges Terpentinol (T.-Nr. 353) ist
zollfrei. Es wird in den Vereinigten Staaten von
Nordamerika aus Baumstiimpfen gewonnen und
findet bei der Herstellung von Lacken und Farben
Verwendung2).
Die handelsiiblich als Pate de thrkbenthine bezeichnete Ware ist von dickfhsiger Beschaffenheit und weiBlichgrauer Farbe. Der Geruch ist
harzig. Nach einem Gutachten der Kaiserl. Technischen Priifungsstelle kennzeichnet sich die Ware
als ein mit Harzol versetzter Terpentin. (W. V.
Stichwort ,,Lacke", Ziffer 1.) Verwendungszweck:
1)
2)
Chem.-Ztg. 36, 860 (1912).
(%em.-Ztg. 36, 912 (1912).
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