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Die deutsche Textilindustrie in und nach dem Kriege.

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ZeitscMfbr angewmdte Chemie
-.
Band I, 8.1-8
I
Aufhatzteil
I
7. J a n w 1919
An die Leser der Zeitschrtft far angewandte Chemie.
Fur den A uf s a t z t e i 1 der Zeitschrift far angewandte Chemie bedtutet die Jahrewende elnen neuen
Abschnitt in seiner Entwicklung. Vicltrlei Hemmnisw, die rich wahrend der Kricgszcit storend bemtrkbar macltten,
fallen In Zukunft fort. Wir widen die dadurch entstandenen LUcken durch z a h 1 r e i c h e Mi t t c 1 I u n g e n a u 8
d e I P r a x 1 8 , die bishcr rurllck chahen werden nuBten, auafalien.
Die E r s e t z u n g des R e e r a t e n t e i l e s durch den t t c h n l s c h e n Tell d e s Chenischen Z e n t r a l b l 8 t t e s bedeutet ln Zukunft filr die deutschect Chemlhr die langersehnte Veteinheitlichung dee Refcrntenwesens und
f
wgteich eine erhebllche Erweiterang des Refetierstoffes auf dem Gcbiet der angewandten ond technischen ChrmIe.
Diejenlgeii Gebiete, die im technischen Zcntralblatt in Zukunft nlcht bcrttcksichtigt werden, sollen im Aufsatztell
durch F o r t s c h r f t t s b e r ic h te und zu s a m m e nf a s s e n d e A u f 8 tl t z e b o n d e r s geplfegt werden.
Wir werden uns eifrig bernlihen, die Zeitschrift so vielseltig und interessant wie nut mogllch zu gestalten.
f h u Crbltten wir die M i t a r b e 1 t a I1e r L e s e r. Jede Kritlk ist unr wiNommen, jedcr Beitrag wird gewisserlheft
geprClft und, wenn er irgend in den Rahmen der Zeitschrift pa&, aufgenornmen werden. Wit sind gewi8, d86
dadurch auch die Zeitschrift des Vereins deutschet Chcmiker zum Wiedcraufbao unsercr deutachen Wirtschaft und
tur Kraftigung des Stands der Chemiker wesentlich beitraffen wird.
Schriftteifmg &t Zpitsehrilfi flit angewandte Chemk
--
&man oder gar d h e n h e n , war a vbr allrm gabotan. die M e t b den der Wiedeqewinnung dar Wolle run gebraucbten Btdm eufa
~wrrgfiUtignteemzubilden Dlsr bt gooohohen, i d e m nicht nor din
AWlrlle und gebraochbn, d. h, rerbreuobteD Wdlwumn lowoh1
im Reere nJe im Zivillhn 80 v
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M
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.rriS dlglioh e r f e S b
WUR~M,
rondem mob iadem die Knnstwollfnbddon tu gr6Etsr
L&tut@&bfgkalt suassMldsf mrda D k F ~ e d e ~ o a g
iat n&bdich btas Sohnabe,. o h Ends", d w n bei jdem Rund.
gang p b t ein erbsblioher Antall verbran, indom or su h u b d Y l l t ,
der ebb nhbt mehr vearpben UBf. Es kt oahade, da6 m m nicht
nooh eineu BoMtt d t s r geht rtad eirr neuoe ptmthrtea Vezfahren
in q6OSre~1MsBetab bmutzt, xnitt.de daaen man agar ein dem
K.mmzug tliusobend Wbhm Material wiedsrgehnen hnn.
Anoh bh bbe vmucht. einen Emak ftir Wolla rn finden, iadem
ich dle rtrubf(km$p W o l l a u b m wider ma Ferern m vermbeitaa
hachtete. Leider hrbda ctie Vmuahe bis w e t kdn teahnlsoh g d .
buw Rgbbais gezaitigt, oud w ma6 dsr WolIetaob vorderhrnd
noab den Weg d1m Flsiddrcs gehen, d. h a dfant ala wngsmiftel
d iet mhlie8lioh ruah M von Nutzsn. denn die schdbkmhe Bbuem.
mgel an@: ,,&b md Heer dbgt dsben Jlhr."
E i n e u v o l l g t i l t i g a a W o l l e r m a t z g l b t ea n o c h
af e h t ; woh die Btapdfaa61, von dw opiitar gespracbn wid,
kann nkht ah ain wlaber angeeehen werdea Ee iot dahm wohl
der MOhe vsrt, rilles zu rsnwhen, 0%rwh nicbt doob tin Weg finden
$Bt, den Wollstanb zo h e r e m N u b su bringnn, odor nonetwie
etn Vorfakm LU finden, de4 e k n @en vollwertigen Wollemats
lief& Da8 die sahrttlloht bal UNI siob erheblioh rteigarn Lsam
wird, emheiat nioht eehr wahrncheintioh, volbnde jetHt,m die Land.
wirtrchaft intensive? ala je xa arbiton hat, aiihrend der exknoive
Wrieb fib die &Iufzu&t notwendig rrllre.
Eincln teUwsiSen Em& fiirWolle hat man in derbnwmdung
von H u n d e b a & r 8 a ffSr die Hemtenuug von Pilmn gefundea
Uneor Foruchongstn6tituc itand mit den militirivoben Ronde&Jbn
In Verbindung und hat dle Verwertung m die richtipn Bahnsn geW&t. Femer worden ~ e a e o b e n h o a r muwandat.
e
und zwar
lowohl die kurran MHnnehm d s db hngea FR~anhpe?~.
Ietztem
dhmten ftlr be&knrnfe rnilitdrirohe Zweake.
QmRe Hotfilangea anden ref die Znoht dea w e i h 9 e i d B n
h a a t k e n i n o b e n s gweht, sis heban aber leider durch dfe
Mhhgoehme der Tiers and h i WolIe Abbruab eriittea Dae
Msteriai e l p e t sich mr Eneuguag der kiartsn and woiahrten
Qeapinete uad knon d 6 eine Edcliaper snten hagem bueichnet
d n . Man btte eshattt, m e h m blillionsrr d h r 'phrs ziQhtan
KI
kllnnon, abar dio Bemohlognrhmc, hat dsll Lenten die Reuda
LIX der Gschs gemomman, 80 d.8 wobl jet=* our et&h 3--5ooO
Krminchan d i e m Art bei mi ~ e p f k @warden
Eina w e h e 8 p r r m a B n a h m e int db Wlcdergerrinnung
von Baumwolle, Flrcha, B t d und Jute am verbreuahten &offen.
I
Witbre~d.IrQher Jie bawaollenen unif leinenen Lumpen.stu Papierfabrikation.verWernd& wurden, wkd jetzt'der @6fe Teil wider
zum Spiuocn ~erwendet,wobei freilich in erhtihfem MaB mit dem
Umatand zu rechnen iat, da6 dieser Rundgang sioh nicht Uter ols
ein. biu hijohtens zweimsl wiederholen liiDt.
Mau eieht hieram, do0 neben dcr Spanurmkeit and neben der
WiedergeKinnung unbedingt d i e S o h a f f u n g n e u e n M a t e r i a l s i n g r o B e n M e n g e n einliergehen m a t e , wenn wir
nioht bald auf dein toten Punkt a q c l a n g t win mllen.
De gibt BB nun drei Wege, die man einsohlagen kann:
1. die vermehrte landwktmhaftliche Erzeugung, Iiindliche Sammlung und technische Geffinnung neuer und altbekannter Faae.mtoffe
und FHeerstoffm&rialien;
2. die t e c h n i 8 c h e Emuneuer Testaen nnd ab h e n
Mittelweg
3. doe S t r e o k e n dar erhiiltlichcn Fwrstoffe durch a k r h a n d
teohniaohe Mittol.
Alle drei Wege sind eingwhlagen worden.
Wir miiseen ja immer vor A w n behalten, daB die viclfaltigen
Erfordernisse der Textilinclustrie nicht mit e i n e r FRser, nicht
mit e i n e m AXittel befriedigt werden k6nnen. BetrFhfen wir
zuniichst den emten Weg, 80 wurde schon gesagt, da.U wir auf dem
Gebiet der vermehrten S c h a f z u c h t nicht sehr vie1 zu erwarten
hsben. Es wird da immerhitl schon manchee geleiatet. in Bayern
sollcn im Jahr 1917 200 t Wolle cneugt worden sein. Die Einsetzung
von Hiichstpreisen hatte aber zur Folge, did? fast alle Wolle hintexihelliDi gchandelt w i d e .
Die immer wieder nmpfohlenc Zucht der S e i d e n r n u p e ist
fur uneer Klima nicht gceignet. Ein kvlter Sammer. wie der heurige.
mtroht alle Batrebungen zii iiiclit,p.
Man munkelt davon, daU m in grwisen wanncn unrl geschutzten
T d m uneeres Lttndea p e w e n n:ikhte, dit. B a u m w o 1 1 1) f I tl n z R
zu ziehen, eber maxi s o h wlchm Kuxlstc4eirn recht dkeptisch
gegeniitwrstehen.
Vie1 auesichfsrcticher i a t fiir u n ~die Verniehiung des Anbnues
von F 1 a c h s unit H a n f , wofiir uns noch p B e hndgebiete zur
Ve'edilgung stehen. Dabei mul3 freilich bedacht merden, daB Liindereien, auf denen Lebensaiittel wachsen konnen, nicht hierfiir verwendct werden sollten. Wir diulen aber sagen, daB beim b i n der
k i n a m e n und somit daa Leinol ein eelir wichtiges Xebeupmlukt
ist, und daS der Had, der bei uns zwar meist nicht samenreif wird,
auch auf 3flloorMen gedeiht, und zwar beeondms gut, und dab
Ranf pine sehr gute Fmrausbcute liefert. kin und Hanf werden
in bedentend groaerem Mallstab g e h u t als bisher. Der Bau von
L e i i t ist in Deutachland vcn 18 OOO ha im Jabre 1013 a d SO OOO ha
im ,Tahre 1918 geeteigcrt worden. 1 ha gibt 5-600 kg FbcheQser,
wir haben also in diesem Jahr eine Ausbeute von mindestene 25 OOO t
Fhhdasar zii e r w a h n .
Dcr deutmhe Hanfbau war von 2 1 0 0 ha im Jahre 1878 auf
614 ba im Jrihr 1913 gcsunken, er Lt jetzt wieder a-af iibm 4000 ha geateigcrt wordel:. Da l ha 1000-1200 kg Hsnf gibt. 80 haben Wir
dim Jehr 4000 t H a d zu erwarten, Die weitcrc Steigorung des
Hard- und Flachsbaues wird energiach betriehcn. Dabei tritt als
bemerkenswort auf, da8 neuere tcchnische Erfolge, die an friihcr
Vsreucktee ankniipfen, rs inoglich machen, aus Fhchu *and H a d e k e
dsr Bauniwolle in epinntechnischer Betiehurig ebenbthtige Fascr hsrzustellen, die q m a n n t e kotonisierte Faser, die zum Flachv und Hanf
in einem lihdichen'Vorhiiltnis ateht, wie dic.Stapelfaeer zur Kunsbseide.
Auch die B r e n n e B fi e 1 ist j& schon vor langer Zeit bei uns
als Spinnfaser gowonnen und benutzt worden in Zeiten der h u m wolinot und Bsumwollteuemng. Sie m u l t e aber immer wieder vom
b k k t verschwinden, sobald &umwolltt billig zu hsbcn war. Jetzi
ist dies andere, wir konnen mit. Bestimmtheit darauf rechnen, daB
banmwolle a d Jahre hinaue eine,teure Faser win w i d , ja es ist
moglkh, daU unaere bisherigen Liefcrsnten von Uaumwolle, Amerika
iind Englend, nllas de:ansctzon werden, cne miiglichst we* Rohh e r eukommen zu laasen, sondern im beaten F d l e Garnc? und &wobe. 3ieaea Vorhahen wird vorausaiohtlich damit pbueibel gemacht
w d e n , daB maxi sryt, tw a-,ien jetzt HuBerhalb Deiitachhncls sovkle
Spinnereien und Webemien vorhanden, die man beechiiftigen miisue,
daS f i i t une naturgemHI niohta iibrig bleibt. Ea ist &her unbedhgl
not&. daS wir demgegenbber eigenc Trumpfe in der Hand haben! Und
daa hbnnen wir nur, wenn Kir mlbst Faacrn erzeugen, In diemm Sinne
oinci die grol5astigen und sehr koetapicligen Versuohe nnd Anlngen,
dit: mi: dem N d n b a u gemacht w i d e n , nufs wikmsta zu bgriiRsn.
1 ha Nemlland gibt. 250-2C-9 kg Faeern, danehen nher noch
vertvolle F'uttemtoffe fiir t i e Viehzucht. Ftrr nlchstes J d i r irit einc
bte von &we 'f000, L R'+dfnp=q t u e n y + m . U?d eelbat. Wo*.
rir ' epiiter wieder. bumwolle ohne Uemmung' h e r e i n h k o m ~ n ,
reden Arbeit und Aufwand nicht wrlokn' sein, denn die fllr die
?emel a d Niedemoorland hergeetellten &dtpren .wed.en spaterhin
lir andere Anpflanmirrgrii brauchbar sein. Es wird also d a m einnoh eine Frage des Preises win, o b man mit dcr N m d ireitermacht
der auf dem urbar gemachten Lend andere Kulturen anlqt. B n s
,her krum m m wohl jetzt schon sagen: die N e w 1 w i d w f jeden
pall befahigt sein. die ailehndieche R a m i o f a a e r zu creetzen,
lie fiir vieb technieohe Zwecke, insbesondere fur die Herstellnne;
ler Gaaglfihatriimpfe ein ausgezeiohnetes Material Ut. &tern b e
:ejpet man dem Einwurf: ,.Nossel ist doch d c h t a Neues, ich habe
chon h e r Neest.1 getragcn." Dae Lt ein Irrtum, 08 war entweder
bmje, aleo ausliSndj~cheFaaer, oder er, wBr Bsumwolle in dor so;enamten Neeeelbindung gewoben, die auoh Winenbindung genannt
vird, hi der sich dic Kctt- und Echufiffiiden regelmiiBip kreumn.
Us wichtiger Fortechritt ist zu buchen, daE ca neuerdings geliingen
st, r e h e Nceselfaser auf dem Baumwollspinnsystem im GroObetrieb
;uepinnen, wiihrcnd man frliher feinere Nummcrn nicht ohne Zusatz
ron Baamwolle epinncn konnte.
Schr in den Vodcrgrund tritt neucrdinge die T y p h a f 3 s t! r;
las ist die Faser, die in dam in Niederungsseen und flachen EuBiiufen massenhaft wrtcheenden Kolbenschilf enthalten ist. Wiihrcnct
non aiw lufttroskcneri Nesselstengeln ungefiihr S-8",0
spinnabare
?asern gewinnt, crhalt man RUB derr. Schiif 33%, aleo eine sehr hohe
luebeute. Diest, Faaef wurde biH vor einern halben J a h r noch hemich gcge~chtet~.
wed sic nicht ao fein, weich und weiB ist w k
Baiiiuwolle oder Newel. ,let,zt aber ist daa ancleix geworden; m a n
]at mit rantloscm Eifer nn rler Typha gearhitet. und heuta darf
nail sagen, dal) eie unswc wichtigatc Ereatzfnscr zu wcrden v w ipriclt. Warum Ewtzfawr? Weil sie dazu bestimmt schcint,
lie W o 1 1 e zu eineni gronen Ted zu cmelizex~ N Bdie %ha noch
CewirwermaBen in ihren Kindcrschuhex: steckte, hat man sie alleri'alls fur einen Jutecraatz gelkn lassen. Arirh d w ware schoxi wichtig
jenug. a.k!r nir miissen uns aagcn, wcnn die Jutc wirder einmal
L ~ I dcn uheraus I A l i g e D Preilten ZII unR kommt, wie wir sie iin Frieden
bus Rritisch-Indien bezogen h a h n , d a m durftc sich die Typhagewinnung kaum nichr lohnen. Gsnz anders steht die Sache, wmn
wir di.e Typha als Wollematz betrachtcn und vcrwenden; denn klbst
wonn din \Voile nur 2 M das Kilo kostet, kann die Typha noch mil.
ihr in Wettbowerb tretca Es ist zu hoffen, dn6 wir schou in dicsom
Jahr mehrere Tausend Tonnen Typhafaser emug.eii7 rind die A w lehnung der T g p h a k u l t i emcheint sehr hoff niinysreich.
Wartvolle Spinnfasern werden auoh a m dem T o r f gcwonnen,
und zwnr teils in sogeiibnnten L o c k e n , die RUB dern TnA kraiisee!aen werden und vom Wollgraa stammen, odcr a!a kiirmre Fa.wrn,
die auf naesem Weg durch Schlammen und Eiebeii hcrmqgcholt
wcrden. Die hngen Fasern dienen als Kanimgarr., dk kuncrcn
a h 8treichgarnersatz. also cbrnfalls in cler Wc!iindwtrie. Fneerhaltiger Torf ist aber rcrhiiltnisma0ig selten.
Wesentiche hlengen schoxw Fasem mprdeii femer aim dem
Q i n 9 t c r geworaeu und AUU d m StengeLi den I T o p f e n R.
Auch RUB L u p i n n li m d aus S t r c i? wvrdcn Fnscrn erschlosseii,
aber vorliiufig darf man wiih! ssgen. (LIB T y p L a und N e a R e 1
die grtiBte W e u t n n g haben. Man sol1 aber iibcr iharn die wcnigcr
massenhaft erhiiltlichen Fascrstoffe nicht. yering nchteii, wir m h e n
jetzt CIP den Grundsatz S e n b n : ,,Kleinvieh gibt uuch Xist!'' FB
m u 3 allw hermgezogen werden, waa irgeridvie von Nutzen asb
kann. damit die Cieeamtaurnme des blateriah rntiglichiit groB iet,
und dtmit wir Faserstoffe hahen, die fiir die rerechicdensten Verwendungzwnecke geeignct sind.
Deshalb ht auch daa Dreadener TestilforechungRinatitut imner
gem bereit, Anregungen aus induetriellen Kreiacn und bus dum
Laienpublihnm zu p r i e n und, wenn sie gut erscheinen, zu verfolgen.
Wir sind suf dieae Weise nohon auf mehrere faserhaltige Mlanzen
n u f m e r b n i gemacht worden, die der Beachtung wert sind. D a b 4
laufen freilich cluch macche pssierliohe I h g e niit untcr: so merden
immor wieder die LSsnienh,aare der Pappel, ddes Weidenriischens und
anderer Pflanzen empfohicn, die nun einmal nicht als Spiunmnterial
geeiqrwt sind, weil sie briichig Bind wie Glas. was n i t i h r m zellularen Bufbnu zmammenhiingt; feiner werden Algen cmpfohlen,
diese haben aber eine SC'schwnche Zellwand, d a B sie nicht in Brtracht
komluen konnen. Sokiro Fhtdecker werden mnnchmnl crnstlicli
k e , wenn man sic auf die vwhandene Literatur vcrwekt :ind ihnw
schreibt, t f ~eei nichts. .%ndwe g:rl,ensich auch damit awh niclit zufritdw. nbindern wnnden bic.11 411 hohere Tnstanzen, und dann kornnit
dip S a c h anf diewm wegc 11 v c h n>B 1 s zu uns! Ermnders h t i g
Alli.oktell.
8 2 J.hqal?g 1919.1
-
3
Brais: Die deutrche TextiIindustrie-in und rucb dan Kriege.
_c
wur folgender Fall : EDSpaziergiingerhattc in niner Tahnerwchonung Land rnehr-rrls 20 h l h i n e n ftir &dhdongarn adgeatdt, die bn
die jungen Tannen rnit einem elgenartigen Fusermaterial in grobr niichsten Jehr efne, 6--8000 t Glarn liefern wed- und dss iSt WON
Menge bedeckt @fundem Daa k0nnt.u niich seiner Ansioht nur der der bwte Beweb daftir, daIl die Textilinduetrie feat h b u g t iat,
Wind, das himmliche Kind: dorthiageweht baben Bci der Unter- dab die Papierstofftextilien auoh ftir kommeiide Zeiton ihren Pktz
suchung zeigta CR aich, doU es nooh nicht ganz fertig aufgeschlossener tinter den GroOhandehmm behaupten wcrden. Diem L s i c h e i t
Fbmf war, den offenbar ein Biiuerleiu dort auegebwitet hatte, u m laBt sicb auch insbosondere dnrans schiipfen. d d die &pierihn vollends fertig zu rijetcn, ohne dnU er durcb Liegen auf der, stafftextilien. also sowohl Papiergam- als Celldong&rnwmm im
ferichten Erde faulen konnte. Eir~Gliick, daB der Entdeoker mch P r e i 6 jedeneit auch den billigaten Fnaerprodukten foben k h e n
nicht gleich an die restlwe Guwinnung dienes ~'Bservorratage- und mmit konkummfiihig blcibeu werden.
Eine weitere Erstrtzftuwr, die in det letzten Zcit vie1 von sich redeii
macht hat!
Die Gewinnuhg der Fasern nus Brrnneslrel mid Tspha, am Qinster, ma&, iat die 6 t a p e 1 f ;r. 8 e r. Das Woit e r k k t eich &us.
Hopfcnthngeln und Lupipenatmh wid auf verschiedene Weiw da0 man die durchschnittlicho Liinge einer F m r mit s f 8 p B 1
bwerkatelligt; bei a%n diesen Pflanzen iat es notwendig, die Stoffe bezeichnct. Man mgt &o z. R. : die &gyptiache Baumwolle hat einen
zu entfernm. welchn die Eksern umhiillen. uber die Natur d i e r Sta@ von 35-39 r n n .Die St,apelfwr ist nichte anderea ale Ku~tStoffe ist man rioch iucht ganz im glsren, doch ist ea wieder ein- seide, die in beetimmter Wciec mecheniach verhdert bt. Uni
msl ein deutacher Foracher, der offsnbar deu richtigeii Weg zu ihmr am Kunstaeide Stapelfmer zu machen, werden die XUR endlosen
Erkennung gemicrllen hat - F n 1 i x E h r 1i c h in BreelauZ). Dann Fascrn beatehenden Striinge je lurch der gewtinschten Stapebhgu
werdeii auch die jetzigen Jlethodcn der AufschlicBung nwh ver- mrschuittan, alao fiir &um;vollstapel in 3-4 cm lange Faaem, ftir
feinert, und vorbmtert wenlen konnen. Schon die sehr groh Zahl Wollatapel (Kammgarn) 5-6 rm lnng. Dann geheri sie durch eiiie
von VerfcLhrcn, die teils in der J4itemt.ureinpfohlen, tails in Patenten Krempehiaschino, in der sie hauptsiicblich in der Lang~richtnng
haachriebn sind. tcils a k r auch geheim gchalten worden, beweist, gezogen imcl gezerrt werden. Dndurch veriindert sich der Habitun
itaS ~ R Sbeate Verfahren m u Aufsohliebu~noch iiicht gefunden
der Faser, sie kriiuselt sich, 1itld ihre vorher giatte Oberflliche wird
ist. fie& suchi r a n dumh Kochen mit Natmnlauge die Inkrusten
durch allerhand Einbucbtungen und Riegungen unsben, eo.da0 Sic?
zii entfernm
Ea die Natronlauge rber kein eigentliches Lhungs- statt des Glaaglanzes der KunsteRide einen matten, dem Augo
inittel fur dig Pektinetoffe ist., so L t auch dpren Entfernung nicht mgenchmeren Obnz erhiilt. der etwa dem von Mohsir d e r Alpakkrrvoi!stiindig, sonden: muB diirch allerhand weitere Beiisnndlungen wolle vergleichbm Lt. Durch diem j?ormveriindcrune;, die uutcr
vollendet rder dooh der Vollcndung njihergebrucht werden, ehc dem Mikroskop eehr deutlich erkennbar ist, hat die Frtser die Flihiguian spimbare Fassrn erhiilt. Dim ipt teaonders be; der N m e l keit gewonncn, sich zu festcn Fiiden verspinnen zu lassen, die mhr
iuit Schwisrigkerton verknGpft. Verrruche, die im himigen Textil- schilne Kleiderstatfe geben. E6 ccheint, &I3 die Viscoseseide sich
forachungshstitut aiigestellt wcrden, lasven hoffen, dnS ea gelingen hauptsiichlich fur dio Spinnerei auf Kammgarnaybtam, ;die Kupferw i d , mit HiUe von biologischen Vorgiingen auch be1 der Nessel
eeide mchr ftir das Baumwollspinnsptem eignet. Der Haup.tfeh!er
die .4ufechlieQung glatter. durchzufiihrrn. als dies rnit Natronlasge der Kunstaeido, niimlich dsU sie in nusem Zustand ihre ZemiDm6glich iat.
festigkeit sehr vermindert, so da8 man sie in einem M e e r zu Brei
Wiikrend die bis jetzt besprocherien Yflanzcnfctscrn einen Tril,
zerrciben kann, scheint. in der Stapeifaacr weniger .e h r k hemorund zwar eicher don edeluten Tei: unseres Fmerenatzes bilden, zutreten. Man darf also die daraua hergeatctlltcn Qewobe bmerhin
hatten sie doch bei weitem nicht gcntigt, urn rlaa ungeheuer p B e als gut tragbar bezeichnen. Doch sind hicrfiir nooh keine eahlenTertil bediirfnir; der IIwreeverwaltiiug wiihrcnc! des Kricges auch maBigen Angaben bekannt gewoden. tfbrigens sind iShnliche Cennt annahernd zu befriedken. Auch die dringendstan Bedbfnisse spinste und Uewebe schon seit Jahren vereinzelt hergeutallt worden,
drr Bevillkemg und der Indust,rie an Sibken, Schnuren, Stricken, und zwar auv den Abfiillen Ton Kunetaeide. Ee handelt einh a!so
Trcibnemen usw. hiitten ungcdeckt bleihen miissen, wenu nicht eigentlich nicht .uni e t u w pmdsiitzlich Neues. sondern um eine
daa P a p i e r g a r n als Rett& in der Xot aufgetretcn ware. Wir twhnisch se!u gliickliche uud wichtige ubertngnne, diuch dir der
konunen dainit eum cweiien Weg dcr Eraatzbeschaffuug, niimlich Kunrrtaeidc G~L' p i k a neuea Cebiet edffnet wird. Daneben wird
zur tmhnlscheu Enm~gungbsuer Textilim.
die ICunstaeidc den wichtigen Platz, den sie sich im Lauf der Jahre
Papiergnrne und -gewebe eind schon seit mehr als 20 Jahren in der Prmmentmrie und a d vielen anderen Gebieten erobert hat,
bei ims hergecctellt worden, und xwar hauptAiichlich in Sachaen, ungeschmiilert bcihohalten konnen.
iu den Adorfer Textiloaemerken. Doch hat sich eine eigentliohe
DaB nir vorliiufig noch keine grijikren M'engen von StepelfaserPspiergarnindmtrie erst i
m Kriege entwiokelt. Jetzt werden jahr- geweben zur Hand haben, i i q t daran, dd3 die Kunekideproduktion
lich etwa 40 OOO t Papiergarn bei uns eneugt, die zum groaten Tcil bisher ganz f*Lir den Heerestcdarf gebmricht wurde. Man hat nun
fin Heereszwecke verbraucht wurden. Wiihrend die Papiorgarn- gleich wieder behaupten woller,, rnit der Stapelfaaer sei die Kleidcm~t
eneugnkse zuerat vorwiogend zur t e c h n i R c h e n Verwenidung bemaltigt, man werdc Hunderte von Fubriken bauen unw. Wie ich
ksmen)laleo nicht eigontlich ala Bekleidungsstoffe und zum Haua- &chon Bagt8, e i n e Ehatzfaae: w i d den @men &darf nbmals
gehrauch dionhc, hat sich die Industrie mit emlriger A r b i t daran decken konncn, und die Stapeifaljer echon gar nicht. A h an der
gemacht, sie auch fiir den allgemeinen Cebrnuch geeignet zu maohen. richigen Stelle verwendet, wird sio ihre Diemte tun, und ea aind
Was da erreicht, wordcn ist., konnto man ja auf der Deutschen Fmr- Vorbereitungon im Gangr, i i w die Eneugung a d e h Hohe zu
~toff-rlusstellungin Leipzig an vielen Beispielen eeher, und ea war bringen, die f i i r unsere Bedirfniese und dariiber hinaus fur eine
bnltonders internusant. die groBen Fortschritte zu beohachtan, die zukiinftige Awfulir geniigonh Material 8ichert. Es wird angenomdiese Ausatellung im Verglcich mit der ein halbea Jahr vorher in men. daU wir im Jahr 1919 10000, irn J a h lYZ0 15OOO t 3tapclBerlin wrmstalteten aufwies. Auch jetzt rioch ist die Qmlitiita- faser erzeugen werden.
verbcaserung und die Ausdehnnng auf immcr weitere QobraucheIch kommc! nun zum d&on Weg des Erat~tma,dcr d-mh die
gebiete im Steigen begriffcn, bewnders .wit man Verfahren ge- , t e c h n i s c h e A u s a r b e i t u n g v o n S t r e o k m i t t e l n
funden hat, die Stoffe weich und geschmeidig zu machen und sio verschiedener Art eingwch1aq:sn w i d . Diaeer Weg bcruht a d der
voll~ti,~digdurchzufiirbep. Die Technik der Papiergmpinncrei techkchen Elfahrung, daB ~ v i r&em Cepinst von reiner Faacr.
.:chaint,demLaiensehr einfach zu sein. imd doch lint sie ihreSchwierig- also z. B. von Baumwolle oder Wolle, ohnc empfindlichen Schaden
keiten wie jcde andcre Technik. Einen neuen Weg schliigt daa 80eine gewiase Mengc kiinerw d e r aahwricherer oder wenigcr fciner
genwnutc C e l l u l o n g a r n v e r f e h r e n ein, indem es aus dem Fwern zuvetzen konnen. Wir koman z B. Jhurnwolle mit KunstPspierLrci direkt Biindchen formt, dime nitschclt und dann drillt.
baumwollrr, Wolle mit Kunstwolle atrecken, wir konnen auch k u n Eine wirtclchftliche .Verbeseerung d i m Verfahrens skllt eine fasrige KunstwoUc durch Vempinnen mit einem Zusate von hngModifikotion dar, durch diu daa Nitscheln erspart~wird. Ein ver- fayriger ICunstaeide oder Stnpelfneer zu brauchbarem Garn verwandtcs Verfahren eneugt die Btindchen durch eine Spritzvomch- spinneL Ja man iat noch weitcr gegangen, man hat mit Erfolg vertung auf tler Langsiobpapiennaschine. Die Cellolongerne M t z e n mooht, den gmz kunfaarjgPn Hollzellstoff. dtwen Gcbilde hiiohim Vergbith zum Papiergarn eine erhohte Featigkeit und Widcr- storm 2 4 mm hng und deshsih ftir sich d e i n nicht spinubar sind,
standsfiihigkeit g q e n he& Wiische. h e r die ZerreiBfostigkeits- mit Bslumwolle und Kunsthuvmaolle zmmmen a t veerepinnon, und
f r q e eind die Akten noch nicht ganz geachlmen, eber dic erhohte hot 80 Garno emugt. die :cn 30 bis zu 70% Zellstoff unthalten.
Kochechthei! i n t qirherlich vorhanden. Ea werden jetzt in Deutech- D a y Sind die s4genrrnntefi Xi. 1 Is t of f g a r g a t die nach vier qtwae
verachiedenen V e r f b n harg.atellt werden.. Gewebe und Wukwnren daraw haben eine iwht. gute Trkgfeetigkat und W h h r 2) Vgl. Chenl.-Ztg. 41, 197 [1917]; Angew. Chem. W, 11, 268
[1017].
beetand@eit ergeben und werdon in groBeu.Msllean, mbearmden:
1.
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