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Die Dielectricittsconstanten einiger organischen Flssigkeiten.

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S. Tereschin.
792
I n einer in diesen Annalen verbffentlichten Abhandlung I)
haben die Herren C o h n und A r o n s gezeigt, auf welche
Weise die S i l o w'sche Methode zur Messung der Dielectricitiitsconstan ten leitsnder Fliissigkeiten angewand t werden kann.
Es war dort als nhchste Aufgabe bezeiciinet: 1) Salzlbsungen
bis zu einer moglichst grossen Concentration zu untersuchen
und die Beziehungen zwischen derselben und der Dielectricitatsconstante festzulegen. 2) Die Messung auf einige liomologe Reihen auszudehnen, urn zu erforschen, ob den gesetzmassigen Structurunterschieden homologer Verbindungen auch
regelmiissige Aendorungen der Dielectricitatsconstanten entspfechen, wie es in Bezug auf andere physikalische Constanten der Fall ist.
Auf Veranlassung der genannten Herren und durch
ihren Rath unterstiitzt, habe icli zuniichst die zweite Aufgabe
in Angriff genommen.
B e o b a c h t uiig s v er fa h r e n u u d A p p ar ate.
Die von C o h n und A r o i i s angewandte Methode besteht
im wesentliclien darin, dass man die Ablenkungen eines
Quadrantelectrometers, das mit der Flussigkeit gefullt werden kann, zuerst in der Luft, dann in der zu untersuchenden
Flussigkeit bestimmt. Die entsprechenden Potentialdifferenzen zwischen Nadel und Quadranten werden gleichzeitig
an einem zweiten Electrometer abgelesen. Aus diesen Daten
lasst sich dann die Dielectricitatsconstante der Pliissigkeit
ber echn en.
Dieses Verfahren hat seincn Mange1 darin, dass man
oft zur BeobacMung sehr kleiner .Ausschlage genothigt ist.
Sind niimlich die Empfindlichkeiten der beiden Electrometer
so abgeglichen, dass die gleichzeitigen Ausschlage in Luft
ungtfahr gleich gross sind, so werden dieselben, sobald das
1)
Cohn u. A r o n s , Wied. Ann. 33.p. 14. 1888.
Dieleclricitatsconstcrnlen or,ganisclier. Iiliissigkeiten.
793
Fhssigkeitselectrometer gefiillt wird , sehr verschieden. Infdge dessen muss der Aussclilag des einen sehr ltlein genommen werden, damit der des anderen die messbare Grenze nioht
uherschreite. H a t man dagogen die Empfindlichkeiten der
Apparate so verandert, dass man gleich grosse Ausschliige
an den beiden nur nach der Fullung des Fliissigkeitselectrometers hat, so wird die Luftbeobachtung (in beiden Electrometern Luft) durch den grossen Unterschied der Ausschlage
gleiclnfalls erschwert. Sesonders macht dieser Umstand sich
bei den Versuchen m i t Wasser merkbar. I n diesem Falle
wird der Ausschlag nach der Fullung des Apparates im Verhiiltnisse I zu ca. 80 gesteigert.
Urn diese Unbequemlichkeit womoglich zu vermeiden,
bin ich bei diesen Messungen so verf'ahren, dass eine directe
Vergleichung mit Luft nur fur eine Pliissigkeit - Aethylalkohol von 98 Proc. - ausgeftihrt wurde. Mit demselben
wurden dann die anderen untersuchten Pliissigkeiten in Bezug auf ihre Dielectricitatsconstante verglichen. Demgemass
war meine Anordnung der Messung folgende.
Es wurden zwei ahnlich gebaute Fliissigkeitselectrometer
nebeneinander in den Stromkreis geschaltet. Der eine von
mir verwendete Apparat war dersclbe, dessen die Herren
G o h n und A r o n s sicli bei ihrer Untersuchung bedienten,
und der in der oben erwahnten Abhandlung beschrieben ist.
Das zweite Electrometer war in folgender Weise construirt.
Auf einem massiven Messingdreifusse ist eine starke Messingplatte c c (Fig. 3) bcfestigt, die die weiteren Theile des Instrumentes tragt. Durcli dieee Platte gehen zunachst isolirt
vier cylinderforinige verticale Kastenquadranten a a a , yon
der Form, wie es in der Fig. 4 in perspectivischer Ansicht
gezeigt ist. Die Quadranten tauchen in das glaserne, zur
Aufnahme der Flussigkeit bestimmte Reservoir d ffd , dlts
yon unten mittelst eines Messingringes und Bajonnettverschlusses leicht angesetzt werden kann. Das Reservoir
wurde in rnoglichst kleinen Dimensionen gebaut, damit auch
die Untersuchung einiger theurer Fliissigkeiten moglich dire.
Der Boden des Rerservoirs ist deshalb in der Mitte bisff
eingezogen. Der zur Aufkangung der Nadel dienende feine
Kupferdraht geht durch 'die in der Mitte der Platte c c be-
S. Tereschin.
Gndliche Oeffnung und ein iiber derselben befestiges Glasrobr gg zu der Suspensionsvorrichtung, die mit einem Torsionskopfe versehen ist. Der Aufhangedraht dient zugleich
als Zuleitung; sein Widerstand betragt etwa 2 S.-E. Die
Nadel n n besteht ebenfalls aus zwei verticalen, cylinderftirmigen Quadranten, die a n einem horizontalen Bugel befestigt
sind. Die Nadel wie auch alle in die Flussigkeit eintauchenden Theile sind rnit Platin uberzogen. Der ganze mit Flussigkeit gefullte Raum ist dicht gesehlossen, wodurch die Verdampfiing der Fliissigkeit wie auch jede Verunreinigung derseltten verhindert wird.
Die Construction des nnderen Apparates ist i n den
Hauptziigen dieselbe. N u r hesitzt e r anstatt der Kastenquadranten einwandige, cylinderformige Quadranten, die isolirt in radialen Schlilzen verschiebbar sind. Dadurch ist es
moglich , die Empfindlichkeit des Apparates im Verhaltniss
1 :10 zu variiren.
Die Nadel und ein Paar Quadranten jedes Electrometers waren dauernd zur Erde abgeleitet, wahrend die
tibrigen vier Quadranten miteinander durch eine Leitung von
geringem Widerstand verbunden waren und mittelst eines
Schlussels mit der Electricitatsquelle in Verbindung gesetzt
werden komten. Es hat sich geieigt, dass das von den
Herren C o h n und A r o n s als Electricitatsquelle benutzte
Inductorium sich mit Vortheil durch eine Bstterie von hccumulatoren, deren Strom mittelst eines rotirenden Commutators schnell gewechselt wird, ersetzen laisst. Die Gleichmiissigkeit der in dem Stromkreise verlaufenden Wechselst rome war genugend, um eine feste, dauernde Einstellung
der Nadel zu erreichen. Dies war von grosser Wichtigkeit,
d s ich allein die Ablesungen a n den beiden Eiectrometern
mrtchte.
Der Commutator wurde durch einen Wassermotor in
Gang gesetzt und gestattete, die Stromrichtung bis 38 ma1
per Secunde zu wechseln. Er bestand aus einem suf einer
verticalen Axe drehbaren Kautschukcylinder mit zwei aufgelegten u n l voneinander isolirten Halbcylindern aus Messing, auf welche vier Messingfedern driiclrten. Die letzteren
waren mit vier Klemnien metxllisch verbunclen. Z u zwei von
Diekctricitatsconstanren organischer Fliissigkeiteii.
795
diesen Klemmen gingen die Drahte von den Polen der Batterie; die dritte stand mit den Electrometern in Verbindung,
wahrend die vierte zur Erde abgeleitet war,
Die Dielectricitatsconstanten wurden durch folgende Operatio,nen ermittelt. Zunachst wurden die beiden Electrometer mit einer und derselben Fliissigkeit X gefiillt und,
nachdem die Nadeln sich beruhigt hatten, mit der Electricitiltsquelle in Verbindung gesetzt. E s wurden die gleichzeitigen Ausschliige abgelesen. Dann wurde z. B. das Electrometer I entleert, mehrmals mit Alkohol ahgespiilt, getrocknet und mit Fliissigkeit Y gefullt. l) Die Ausschlage
wurden wieder bestimmt. Die wegen der unvollstandigen
Symmetrie der Apparato nothwendigen Correctionen wurden
vorher durch Calibrirung der beiden Instrumente ermittelt
und dann jedesmal bei der Berechnung der Resultate berucksichtigt.
Bezeichnen wir die Potentialdifferenz zwischen Nadel
und Quadranten der beiden Electrometer bei der ersten
Operation rnit V,, bei der zweiten rnit Vb, seien A, und B,
die der ersten, resp. zweiten Operation entsprechenden corrigirtea Ausschlage des Electrometers I, A, und B, des Electrometers XI; seien K, und Kg die Dielectricitatsconstanten
der Flussigkeiten X und Y, so haben wii. die Gleichungen:
A,
_
B,
- K,
VA2
Ky Yo?’
A,-
B,
V,Z
=VB2
’
somit ist dann :
Ii
A, B,
- = -.-.
K,
A , B,
1st die Dielectricitatsconstante irgend einer Fliissigkeit
aus dem Vergleich rnit Luft bekannt, so lassen sich nach
dem obigen Vei fithren die Dielectricitatsconstanten anderer
Fliissigkeiten ermitteln.
F u r jede Fliissigkeit wurden mehrere Bestimmungen gemacht, und dabei variirten die Ausschlage von etwa 30 bis
600 Scalentheile. Aus den Verhaltnissen der gleichzeitigen
1) Ob das empfindliche oder weniger empfiiidliche Elcctrorneter mit
der zu untersuchenden Fliissigkeit gefullt wurde, hing von der Gr6sse der
zu erwartenden Dielectricitatsconstante ab.
S. Tereschin.
796
Ausschlage ( A , / A , und B, / B,) wurden Mittel berechnet,
welche in nachstehenden Tabellen unter M, und M eingefuhrt sind.
Bevor ich zu den Messungen gelangte, habe ich zur
Priifung der Apparate und des Verfahrens einige Controlversuche angestellt.
a) Es hat sich zunachst gezeigt, dass der Nullpunkt des
Electrometers nach seiner Fiillung stets um einige Scalentheile verlegt wurde; es war daher nothwendig, sich zu uberzeugen, dass die Empfindlichkeit des Apparates bei dem Einfiillen durch irgend welche mechanische Storungen nicht beeinflusst wurde. E s wurden die Empfindlichkeiten der Electrometer in Luft, Wasser und Alkohol verglichen. Wurde
die Nadel stets durch Drehen an dem oben angebrachten
Torsionskopfe zuriickgefiihrt, so gaben die drei Versuchsreihen
iibereinstimmende Resultate, wie aus folgender Tabelle zu ersehen ist. Hier bedeuten die unter V angegebenen Zahlen
die Verhaltnisse der gleichzeitigen Ausschlage.
El. I. I El. 11.
Ausschllge
*lkohol
613,O
633,7
466,7
266,8
255,s
207,6
199,4
t46,O
Y3,l
81,9
3,15
3,lS
3,19
3,17
3,12
212,O
145,O
401,O
94,5
n
67,O
47,O
130,O
30,O
3,18
3,15
3,07
3,12
11
1,
100.0
1
1 1
I
30.5
60;3
97,O
150,O
i480,O
::::
V
11 3.18
3103
3,18
3,20
Beim Eingiessen der verschiedenen Fliissigkeiten verlegte sich der Nullpunkt nur sehr wenig.
b) Es wurden Messungen an einer und derselben Pliissigkeit bei verschiedener Empfindlichkeit der Apparate angestellt,. Die letztere konnte auf doppelte Weise verandert werden: 1) durch Verschieben der Quadranten des
Electrometers 11; 2) durch Aenderung des Aufhaingedrahtes
in jedem Apparate. Die Uebereinstimmung der verschiedenen
Bestimmungen war stets eine ganz befriedigende. Hierfiir
liefert fast jede der unten folgenden Tabellen den Beweis.
Dielectricitatsconstanten oryunischer Flussigkeiteh.
797
c) Einige Versuche bei verschiedener Stromstarke und
verschiedener Anzahl Umdrehungen des Commutators, wobei
die Zahl der Stromwechsel zwischen 12 und 38 in der Secunde
variirte, mogen den Beweis daf'ur liefern, dass die an der
Nadel und an den Quadranten auftretende Polarisation, welche
durch alternirende Striime nur theilweise ausgeschlossen werden kann, auf das Resultat meiner Versuche keinen merklichen Einfluss hatte. Es ergab sich u. a.:
T a b e l l e 11.
(z - Zahl der
Stromunterbrechungen per Secunde.)
z = 12
El. I. I El. 11.
Ausschlage
1 1
Y
El.
Ausschlage
I n beiden Wnsser.
201 ,o
M i t t e l r
3,28
I m El. I. Aethylalkohol, im El. TI. Wasser.
426,O
217,O
108,O
1 1 ;$ 1 '::$ 1 'i:::1 :$:
402,O
208,O
100,O
1,OG
401,O
M i t t e l T
382,O
1,05
1,O6
R e s u l t a t e.
A19 Vergleichsflussigkeit wurde Aethylalkohol von 98 Proc.
gewatilt, weil diese Flussigkeit eine mittlere Dielectricitatsconstnnte besitzt. Sie ist ausserdem rein zu bekommen und
zeitlichen Aenderungen, wenn sie gut aufbewahrt wird, wenig
unterworfen.
Zur Bestimmung der Dielectricitatsconstante des Aethylalkohols wurde zuniichst das Electrometer I1 mit Aethylalkohol von 98 Proc. gefiillt, wahrend das andere Electrometer
Luft enthielt. Es wurde bei verschiedenen Potentialdifferenzen
der Ausschlag des Electrometers I1 beobachtet; der gleichzeitige Ausschlag des Electrometers I wurde aus funf Schwingungen bestimmt. Die Empfindlichkeiten der Apparate wurden vorher und nachher sorgfaltig verglichen , indem die
beiden Electrometer dieselbe Fliissigkeit enthielten.
S. Tereschin.
798
I n der nachstfolgenden Tabelle, wie auch in allen s p t
teren ist folgende Bezeichnung eingefuhrt:
n Zahl der Beobachtungen.
nil,= A , / A, Mittelaerth aus den VerhaItnissen der corrigirten Ausschlage des Electrometers I zu denjenigen des
Electrometers 11, wenn beide mit einer und derselben Flussigkeit gefullt sind.
M = B,/ B, Mittelwerth aus diesen Verhaltnissen, wenn
die Apparate verschiedene Flussigkeiten oder (in Tab. 111)
der eine Flussigkeit, der andere Luft enthalt.
A M , und A M die grossten Abweichungen einzelner
Werthe dieser VerJ a1tnisse von ihren Mittelwerthen M,,
resp. M.
K die Dlelectricitatsconstante der zu untersuchenden
Flussigkeit.
t o ihre Temperatur (Gels.).
Zwischen den Beobachtungen verschiedener Horizontalreihen, welche sich auf die gleiche Plussigkeit bcziehen, liegen
Aenderungen an dem einen oder anderen Electrometer, die
das Elnpfiiidlichkeitsverhiiltniss beeinflusst haben (vgl. oben
p. 796).
T a b e l l e 111.
M0: in beiden Electronctern Aethylalkohol,
M : in I Luft, iii I1 Aethylalkohol.
n
10
7
I
I
M
I
0,133
0,122
I
AM11
0,002
0,003
n
I
1 I
10
7
M,
3,55
3,32
I
I
AM,
005
0:04
lK=%I
I
26,s
27,2
I
2
14
14
Es ergibt sich also im Mittel fur den 98procentigen
Aethylalkohol die Dielectricitatsconstante K , = 27,O.
In der folgenden Tab 3lle sind die Dlelectricittitsconstanten
einer Reihc von Alkoholen und Estern, sowie verschiedenen
anderen Flussigkeiten angegeb :n. Bei den Messungen derselben waren zunachst beide Electrometer mit Aethyla.lkoho1
gefullt (&Io= A, / A 2 ) , sodann wurde das Electrometer I mit
der zu untersuchenden Flussigkeit gefullt ( M =B, / B J ; MIM,
gibt dann die Dielectricitatsconstante der untersuchten E'lus-
799
Dielectricitatsconstanten oryunischer Flussigkeiteh.
sigkeit , bezogen auf Aethylalkohol ; hieraus erhalten wir
diejenige nuf Luft bezogen als:
M
Mo
K = -*27,0.
Tabelle IV.
- - - - - ~
Substanz
2
57 {
MethylPrdiylArnyl-.
Methyl-
....
:. :. :. :.
....
....
Aethyl- . . . .
Isobutyl- . . .
Amy1 . . . . .
Methyl- . . . .
,! . . . .
Aethyl- . . . .
Propyl- . . . .
Isobutyl- . . .
Amy1 . . . . .
Methyl- . . . .
Aethyl- . . . .
Isobutyl- , . .
Amy1 . . . . .
7)
B
$
g
w
{
.
Aethylpropionat ,
Aethylbutyrat . .
Aethylvalcrat . .
Anilin
. ..
Kohlenstofftetrachlorid
Xylol . . . . . . . .
.
. . ..
......
.
-
10
5
5
11
8
5
10
10
10
5
10
10
8
10
10
6
~
M
n
~
~
~
AM
-
~
~
1,69
1,47
1,19
0,82
0,595
1,400
0,540
0,498
0,455
1,09
0,684
0,385
0,378
0,352
0,306
0,04
~
~
~
9,
9,
77
13,5
15,O
0,020
0,0 15
5
10
9
7
10
9
3,85
2,35
1,60
1,61
1,60
0,06
14,O
1,
17
77
6
3,20
3,56
1,77
3,34
3,20
0,Wi
0,04
0,05
13,O
13,5
14,O
7,
9,
0,OO 4
0,008
O,o 11
0,014
0,143
0,309
0,003
0,007
7,
t
A M,
9,
3
10
>,
~
9
5
9
9
?,
7
No
~
-
0,022
0,003
O,o 19
O,o I0
0,014
0,024
0,018
0,006
0,004
0,006
0,010
0,012
0,005
1,
~
1,41
1,23
1,41
1,40
1,60
3,85
1,60
0,03
0,03
0:02
0,852
0,96 1
0,395
0,638
0,708
0,627
0,585
0,320
1,
n
10
5
6
10
17
77
77
0,Ol
0,03
0,Ol
7,
0,06
0,03
79
7,
0,05
0,03
0,06
0,03
14,O
>
97
13,5
13,5
14,0
91
,,
1,
13,O
14,5
0,Ol
7,
0,07
14,O
?,
,?
?f
17
7,
Yl
9
1,16
0,03
,7
3
10
1,77
3,55
0,05
1,
1,
13,5
7,
r
Xylol wurde zur Controle in die Zahl der untersuchten
Fliissigkeiten aufgenommen. Die Dielectricitatsconstante desselben ist von C o h n und A r o n s nach drei verschiedenen
Methoden bestimmt worden; ihre Messungen ergaben 2,36;
2,36 und 2,37; der von mir erhaltene Werth 2,35 fallt mit
dersel ben zusammen.
Weitere Messungen galten der Restimmung der Dielectricitatsconstante des Wassers.
Bei diesen Versuchen enthielten zunachst wieder beide
Electrometer Aethylalkoliol ( M , = A, / A B ) sodann
,
wurde das
S. Teresch in.
800
Electrometer I1 mit Wasser gefullt ( M = B, / B 2 ) . Es ergiht
sich fiir die Dielectricitatsconstante des Wassers:
J<aq = J f o * 27,O.
T a b e l l e V.
6
21
5
I
1,13
1,25
I
0,06
0,03
1 I
n
kf
AM
Wasser.
11
3,51
3,91
9
n
I
Mo
0,03
0,W
I
AM,
83,1
84,5
~
K.4
I
13,O
13,5
Kaq
t
Kz
D a s Mittel ist i(aq = 83,6,in vblliger Uebereinstimniuug
mit dem oben erhaltenen Werthe. Schliesslich kam eine
Reihe yon Mischungen aus Wasser und Aethylalkohol(98 Proc.)
zur Untersuchung. Zunachst enthielten beide Electrometer
Aethylallrohol (M,= A, / A 2 ) , sodann wurde Electrometer I
miC dem Gemisch geflllt. IIn Folgenden b e z c i c h e t v, und
ua die zu den Mischungen verwendeten Volumentheile Wnsser
und Aethylalkohol (98 Proc.), wobei die Summe vto+ z+( = 1
gesetzt ist; auf die Contraction bei der Mischung wurde
keine Riicksicht genommen.
Die Dielectricitiitsconstante d e r Mischuag ergibt sich als:
-.M 27,o.
27,o.
KK ==-.M
MO
Mo
Dielectricitatsconstanten oryunischer Flussigkeiteh.
loo
Vd
10,2
29,9
39,7
49,6
69,5
82,2
80,O
56,3
92.6
80,O
86,7
-
T a b e l l e VII.
LOO
?Jw
P9,8
70,l
(;0,3
50,4
30.5
17,8
20,O
4Y,7
7,4
20,O
13,3
11
801
k ber.
ikf
77,9
663
3,19
2,75
2,63
2,33
2,04
1,47
1.58
2,16
1,42
1,76
1,58
61.2
5:4
44,4
37,l
38,4
51,8
H1,2
38,4
34,5
Es lie@ nahe, zu versuchen, ob sich die D. C. der Mischungen damtellen lassen durch eine Formel (a) R = v,'kw + v,'R,',
worin v,' und v,' der Gehnlt an Wasser und Alkohol, R, und
k,' die entsprechenden D. C. bedeuten. Sehen wir von rlec
Contraction hei der Pvlischung ab. so ergibt sich v1,1=2~w+0,0%u,
und v,'=0,98va iind (a) geht uher in (b) k=u,,,iL,+~,(0,02R,~
+ 0,98 k,'), Der Ausdruck in der Klxmmer ist, wenn unsere
Annahme sich hewiihren soll, die D. C. des 98 proc. Alkohols A,;
nach der hiernus folgenden Formel (c) k = v,R, + vaka sind die
in der letzten Columne ( K her.) enthaltenen Werthe berechnet.
Die Uebereinstimmung ist eine gute. Mithin durfpn
wir, extrapolirend, k,' = (k, - 0 02 kW)/0,9S= 25 8 als D. C. des
atisoluten Alkohol ansehen.
Aus dem niedergclegten Material Itissen sich folgende
Schliisse ziehen.
1) F u r die w n mir untersuchten homologen Verhindungen hat sich ergeben, dass die DielectricitiXtsconstanten
in jeder homologen Reihe mit dem wachsenden Moleculargewicht abnehmen - und xwar im Gegensatz zu den Dielectricitiitsconstanten der Reihe der aromatischen Kohlenwasserstoffe, fur welche Hr. T o m a s z e w s k i ein Wachsen der
Dielectricitatsconstante mit wachsender Moleculsrgrosse gefundea hat. l)
2) Die Dielectricitatsconstanten metamerer Verbindungen sind verschieden.
1) F. T o m a s a e w s k i , Wied. Ann.
Ann. d. Phyn. n. Chem. N. F. XXSV1.
33. p. 33.
1888.
51
S. Teresch in.
802
T a b e l l e XI.
W&P,
Aethylformiat - 9,5
Methylacetat - 7,s
C H,,O,
C,H,*O%
Isobutyfformiat - 8,4
Pro ylacetat
-- 6,3
Aet&lpropionat - 6,O
Amylformiat - 7,7
Isobntylacetat - 5,s
Aethylbutyrat - 5.3
c,HI4% 5.2
Amvlacetat
Aethylvalerat 4;9
3) Die DiEerenzen zwischen den Dielectricitatsconstanten der entsprechenden G lieder der Formiate nnd Acetate,
sowie der Formiate und Benzoate sind ungefahr gleich gross.
T a b e l l e XII.
Formiate
Acetate
Differenz
1 gI I
9,1
6,s
2,6
8,4
5,s
2,6
I I
7,7
5,2
2,5
Formistell 9,9
Benzoate 7,2
DifferenzII ‘47
I I
9,l
6,5
2,6
8,4
6,O
2,4
I
7,7
5,2
11 2,l I
I
I I
I
I
I 2,s
.4) Der Versucii, irgend eine Relation zwischen der
Dielectricitatsconstante und der Moleculargrosse oder anderen
Constanten zu finden, bat nicht zu Formeln gefuhrt, die
mehr als annaherungsweise die Beobnchtungen damtellen.’)
1) In der folgenden Tabelle gebe ich einige Berechnungen. Es bedeuten u M und n die Dichtigkeit, das Moleculargcwicht und den
Brechungsexponenten der Substanz. Die Formel K = 12% (1 + A . u / M )
jst mit Rucksicht darauf gewiihlt, dass sie fiir kleine u (bei Gasen) oder
far A = 0 zu der bekannten Beziehuug K = n2 fuhrt. Immerhin ist bemerkenswerth, dass sie eine cbenso gute Uebereinstimmung liefert, wie
die andere Formel K = a + h . u / M , obgleich bei dieser zwei, bei jener
niir eine Constante zur freien Verfiigung ist.
Methyl
Aethyl
Prop?]
Amy1
0,82
10.81
0;82
1483
I
I
32 0,0256 1,34 1,80
4610.01761 1,371 1.81)
60 0;0137 1;39 1,93
8810,009411,4212,02
32,7
25,s
22,s
16,O
Formiate.
Methyl 0,998 600,0166 ,, ,,
Aethl 0,936 74 0,0127 1,35 1,82
Isohutyl 0,885 102 0,0087 n n
Amy1 0,830 116 0,0072 1,41 2,OO
I
I
33,3
25.4
21;5
17,2
=6,12;
H,9
9,1
8,4
7,7
6=234,6
10.0
I
I
I
32 9
25i2
20,6
15,5
I
I
32,7
25,s
20;s
16,6
Dielectricitatsconstanten oryunischer Flussigkeiteh.
803
Betrachtet man aber die Oesarhmtheit der erhaltenen Zahlen
in Zusammenstellung mit anderen Constanten, so bemerkt
man immerhin, dass in den meisten Fallen die Dielectricitatsconstante, wenn man in einer Reihe fortschreitet, den
anderen Constanten analoge Aenderungen zeigt. So kann
man zum Beispiel auf den Gang des specifischen Gewichtes
und der Dielectricit~titaconstante bei Acetaten hinweisen, wo
die Dielectricitatsconstante der Methylverbindung ihrem
hohen Werthe nach dem hohen specifischen Gewichte derselben entspricht. Fur die folgenden Glieder iindern sich
die beiden Constanten nur langsam.
T a b e l l e XIII.
Sp. G .
K.
Acehte.
03906 0,905
0,956
0,907
7,s
6,5
6,3
5,s
0,886
5,2
In der Reihe der Alkohole nimmt der Methylalkohol,
sowohl nach seiner chemischen Structur, wie auch nach
seinem specifischen Gewichte und seinem Brechungsvermdgen,
eine besondere Stelle ein. Seine Dielectricitatsconstante
zeigt ebenfalls eine auffallend hohe Differenz gegen das
nachste Glied der Reihe. In den zwei folgenden Tsbellen
sind unter n die Brechungsexponenten fur die Linie H
angegeben.
Methyl 1,103 136 0,0061 l,54 2,4
Aethyl 1,066 150 0,0071 1,33 2,4
~7
Isobutyl 1,041 178 0,0058 11
:>
Amyl 1,004192 0,0052 11
7,2
6,5
6,O
5,2
804
D. Goldhammer.
Methylalkohol
Bethylalkohol
Prop lalkohol
Amyfalkohol
0,82
0,81
0,82
o,a3
Aethylformiat
Aethylacetat
Aethyl ropionat
Aethyliu tyrat
Aethylvalerat
1,336
1,370
1,386
1,417
1,3504
1,3807
1
1,4046
1,4058
32,5
25,8
22,8
16,O
971
695
670
5,3
4,9
IV. Ueber den BinfEuss der Magnetdsirung
auf d i e electrdsche Leltungsf~7tlgkeItder Metnlle;
von D . G o l d h a m m e r aus MoeJccru.
(Zweite Mittheilung.)
(Hiersu Taf. IX F i g . 3-14.)
In meinem ersten Aufsatze l) habe ich einige qualitative
Ergebnisse uber die Widerstandsanderungen, die beim Magnetisiren von Platten aus Wismuth, Antimon, Tellur, Nickel,
Eiaen und Cobalt auftreten, veroffentlicht. Es sei inir erlaubt, jetzt einige weitere Beobachtungen, von einem melr
quantitativen Charakter, Letreffs dersclben Erscheinung mitzutheilen.
Die Untersuchung wurde vom Mai bis October 1887 im
physikalischen Institut der Univer sitat Strassburg i. E. ausgefuhrt. Ich will hier die Gelegenheit benutzen, urn dem
1) D. Goldhammer, Wied. Ann. 31. p. 360. 1887.
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