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Die elektrolytische Wasserberfhrung und ihre Bedeutung fr die Theorie der wsserigen Lsungen. Von Heinrich Remy. Band 19 Heft 2 der ДFortschritte der Chemie Physik und physikal. ChemieФ. Verlag Gebr

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Neue Biicher
NEUE BUCHER
(Zu beliehen, soweit im Buchhandel erschienen, dureh
Verlag Chemie, G.m.b. H., Berlin W 10, Corneliusstr. 3.)
Allgemeine und Pbysikalische Chemie. Von Hugo K a u f f m a n n. 1. Teil. 4. Aufl. Sammlung Giischen. W. d e Gruyter
& Co., Berlin und Ixipzig.
Geb. 1,50 HM.
Diese kleine Einfiihrung habe ich bereits hier besprochen.
Die neue Auflage ist, bis auf geringfiigige Sachen, nicht gelndert
worden. Da das Buch nur Grundlagen geben will, ist das
weiter nicht erstaunlich; indessen - und ich sage das, gerade,
weil ich es schatze -, es w l r e zu erwlgen, ob in Zukunft nicht
doch ein drei- oder mehrblndiges Opus an die Stelle zu treten
habe. Die Anforderungen, d i e auf diesem Gebiete auch an den
technischen Chemiker treten, haben sich letzthin so erhiiht,
daB man solchen Studierenden diese kleine Schrift nicht mehr
ivie friiher als im Unifange ausreichend enipfehlen kann. Und
das ist bedauerlich, weil die Art der Darstellung ungemein
geschickt dem theoretisch wenig Geschulten angepaJ3t ist. So
kann es nur dem Nichtchemiker oder vielleicht den1 Organiker
ein hinreicheudes Wissen verniitteln. Aber fiir jeden, der
einen klaren Eberblick gewinnen oder Erlerntes in Kiirze iiberschlagen will, ist diese Darstellung aufs angelegentlichste zu
empfehlen.
Bennezoitz. [BB. 21.1
Materiewellen und Quantenmechanik. Von Arthur H a a s.
Akademische Verlagsgesellschaf t, Leipzig 1928.
Brosch. 6,sRM., geb. 7 , s RM.
Die Entwicklung der Erkenntnisse auf dem Gebiete der
Materie und des Athers hat ein so stiirmisches Tempo angenommen, dali selbst der Niiherstehende kaum zu folgen vermag, insbesondere deshalb, weil heute jede groBe Theorie ihre
eigene Matheniatik mitbringt. Es ware unmoglich, einen
ifberblick iiber diese Dinge zu gewinnen, wenn nicht erfreulicherweise Autoren existierten, die die seltene Gabe haben,
es ,,ihreni Kinde zu sagen". Wenn man das vorliegende
Bandchen durchliest - was in wenigen Stunden moglich ist -,
ist man erstaunt, dai3 ein an sich so schwieriger Inhalt mit
so einfachen Mitteln dargestellt werden kann. Und wenn die
Theorien d e R r o g l i e s , S c h r o d i n g e r s und H e i s e n b e r g s heute schon fast popullr geworden sind, so ist damn
diese kleine Schrift, trotzdem sie erst ein halbes Jahr alt ist,
zu eiiiem ganz erheblichen Teil schuld. Naturlich mu0 hin und
wieder ein Zauberstab walten, der iiber schwere Details hiniiberhext; aber das Grundlegende wird als etwas so Selbstrerstandliches dargestellt, dai3 man gar nicht ins Zweifeln
kommt. Wenn auch neuerdings das Greifbare dieser Dinge
wieder mehr zu verflattern scheint, wenn sich etwa die so verstandlichen Elektronenbahnen B o h r s als statistische Dinge entpuppen usw., so nimnit der Leser aus diesem Buch eine gewisse Gegenstlndlichkeit mit, die ihm - auch bei neuen Erschiitterungen unsercr Fundamente - einen gewissen Halt
gibt. Der Inhalt ist durch die obigen drei Namen scharf genug
unirissen.
Bennezcitz. [BB. 120.1
Die elektrolytische Wasaeriiberfuhrung und ihre Bedeutung fur
die Theorie der wlsserigen Liisungen. Von Heinrich R e m y .
Band 19, Heft 2' dpr ,,Fortschritte der Chemie, Physik und
physikal. Chernie". Vcrlag Gebr. Borntraeger, Berlin 1927.
5,60 RM.
Dies Sonderheft tragt auf 72 Seiten die Versuche zusammen, die angestellt sind zur Entscheidung der Frage, ob
die Ionen in wlsseriger Losung stochiometrisch definierte
Hydrate bilden oder nur nichtvalcnzmlflige Krlfte auf das umgebende Wasser ausiiben. Die Theorie der Elektrolyte, geftniipft a n die Namen A r r h e n i u s , B j e r r u m und D e b y e H ii c k e 1, ist durch die Erfolgc der letzteren Autoren wieder
aktuell geworden. Trotz mancher Klarung ist aber das Problem der Hydratation noch nicht eindeutig gelost; und gerade hier
lieBe sich zugunsten der neuen oder alten Theorie entscheiden.
Bei der Lektiire der Arbeit erkennt man die mancherlei
experinlentellen Schwierigkeiten dieses Gebietes, besonders
aber die Schwierigkeiten, die sich fur die Analyse dieser reichlich komplexen Erscheinungen ergeben. So gewinnt man trotz
der klaren Darstellung des Autors, der selber vie1 experimentelles Material beigetragen hat und sich iiberwiegend fiir die
Hydrattheorie ausspricht, nicht die Uberzeugung, daij das letzte
Wort iiber die Angelegenheit schon gesprochen ist. Fiir alle
Zeitschr. filr angew.
IChemie.-42.
J.-lQZQ
weiteren Bemiihungen gibt das Heft aber eine gute Grundlage.
Piir die Praxis ist das Hineinspielen elektroendosmotischer
Vorglnge von Bedeutung.
Bennezoitz. [BB.173.1
Anleitung zum Studium der Chemischen Beaktionen rind der
qualitativen Analyse. Von Dr. Fr. F i c h t c r , 0 . Professor
an der Universitlt Basel. Vierte, erglnzte Auflage rnit vier
Textabbildungen, XI1 und 126 Seiten. Verlag von Ferdinand
Enlie, Stuttgait. 1928.
Geh. 5,ZO RM., geb. 6,70 RM.
Die neue Auflage hat gegeniiber den friiherenl) keine
tiefer greifenden dnderungen erfahren. - Die neue Nomenklatur (nach S t o c k ) ist neben der alten eingefiihrt worden,
und es sind zwei weitere genetische Tafeln, durch welche der
Leser einen guten uberblick iiber die Beziehungen unter den
verschiedenen Verbindungen eines Elements erhalten kann,
aufgenommen worden. So wertvoll diese Anordnungen fiir
Fortgeschritteners sein mogen, es erscheint dem Ref. doch
recht fraglich, ob sie in einem Buche, das sich a n ganz junge
Semester wendet, a m richtigen Platze sind. Ferner erscheint
es dem Ref. wiinschenswert, wenn bei den wichtigeren Reaktionen etwas mehr Betonung auf die Hervorhebung der Umstiinde gelegt wiirde, die fur das Gelingen mai3gebend sind.
Es erscheint dies vielleicht ungerechtfertigt, weil der Verf.
im Vorworte sagt, dai3 die Ausbildung in der Analyse an der
Hand eines ausfiihrlicheren Buches zu erganzen sei. Docli
liegt bei der Ausfiihrlichkeil der Tabellen die Versuchung ziemlich nahe, dai3 es bei der Durcharbeitung dieses Buches sein
Bewenden hat, und dann wiirde allerdings diese Seite etwas
zu kurz kommen. Der ziemlich hohe Preis hangt vielleicht
damit zusammen, daf3 recht gutes Papier zur Verwendung
gekommen und dai3 das Uuch durchschossen ist.
W. Bottger. [BB. 146.1
Anorganisch-chemisches Praktikuni. Qualitative Analyse und
anorganische Praparate. Von Dr. E. H. R i e s e n f e 1 (1, a. 0 .
Professor an der Universitat Berlin. Siebente Auflage. Neu
bearbeitet vorn Verfasser unter Mitwirkung von Dr. R. K 1 e
m e n t , Assistent am chem. Institut der Universitat Frankfurt a. M. Mit 27 Abb. im Text, XVI und 371 S. Verlag
Preis geb. 8,- M.
S. Hirzel, Leipzig 1927.
Der Verfasser hat sich auch bei dieser Auflage unter Mitarbeit von Dr. R. K 1e m e n t bemiiht, ,,die vielen h d e r u n g e n
und Erganzungen, die durch den schnellen Fortschritt der
Wissenschaft notig wurden, einzufiigen, ohne den Umfang des
Buches zu vermehren". Es ist dies durch Fortlassen von entbehrlichen Textstellen erreichl worden, obwohl die Anzahl der
Prlparate eine Vergroi3erung erfahren hat und kleinere Versuche, durch welche die Eigenschaften der Stoffe und wichtige
technische Prozesse demonstriert werden, eingefiigt worden
sind. Was in dieser Hinsicht in den1 I3uche geboten wird, verdient uneingeschrankte Anerkennung. Es taucht in dem Zusamnienhange allerdings die Frage auf, oh d e r Leser, der in die
Sache tiefer eindringen, sich Rechenschaft geben will, ob
das auf engem Raum Gebotene zu Recht besteht, nicht zu kurz
kommt. In der Fiille des Inhalts liegt eine Versuchung, dai3 es
der Leser in dieser Beziehung nicht so genau nimmt, wie es zu
w b s c h e n ist, was bei der Art der Vorbildung der zum Studium
Kommenden zu einer ernst zu nehmenden Gefahr werden kann,
zumal auch die von Prof. S t o c k bei Besprechung der vierten
Auflage geltend gemachten Bedenkeii (vgl. 33, 11, S. 277 [1920])
W. Bottger. [BB. 290.1
volle Beachtung verdienen.
-
Binfuhrung in die hohere Mathematik fur Naturforseher und
Xrrte. Von J. S a 1 p e t e r. 3. Auflage, 387 Seiten. Verlag
Gustav Fischer, Jena 1926.
Geh. 16,-, geb. 18,- RM.
Diese Einfiihrung unterscheidet sich von vielen anderen
ihres Titels dadurch, daB sie nicht nur die Beherrschung der
Rechenoperationen lehren will, sondern tiefer in die Dinge
hineinleuchtet, die das eigentliche Wesen der Infinitesimalrechnung ausmachen. Uberall zeigt sich die Sorge des Autors,
die Begriffe des Grenzwertes, des Unendlichkleinen und 3er
Stetigkeit 80 scharf wie moglich zu umreiBen, ohne dabej die
zwar mathematisch exakten, aber den Anfanger reichlich ermiidenden &-Definitionen und -beweise zu benutzen. Trotz
dieses Venichtes scheint mir eine geniigende logische Geschlossenheit erreicht zu sein. Die Lekture des Buches er1) Die 2. Auflage ist in Ztschr. angew. Chem. 28, 93 [1915]
vom Ref. besprochen worden.
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