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Die Entwicklung der chemischen Technik bis zu den Anfngen der Groindustrie. Ein technologisch-historischer Versuch. Von Prof. Dr. phil. Gustav Festser. 225 S. Berlin 1923. J

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Neue Biicher
56. Jahrgang 1928]
Fiirberei u n d Druckerei arbeiten rnit dispersen Systenien. 1)ie Kautwie die Brauerei,
schukindustrie und die Nahrungsniittelfabril~~ili(~n,
Milchkonservierung usw. arbeiten init kolloiden Itohstoffen. Auf den1
den1 Vortr. besonders nalieliegenden Gebiete der Erdolindustrie sind
kolloidchemische Rlethoden besonders gliicklich angewendet worden;
die Adsorption beherrscht die Veredelung der Halbfabrikate, auf die
es in Deutschland mangels cigener Petroleiiiiiqiiellen besonders ankoinmt. Auch die zahlreichen MineralBlfabrikate, wie konsistente
Masch inenfette, wasserltisliche Ole, Graphitschniiermittel usw., werden
narh Iiolloitlclieinischen Gesiclitspunkten hergestellt. Durch Anwendung
elektrischer Energie in I:olloidchemischen Prozessen, wie der Elektrophoresc und Elektrosmose, komiiien wir dem Ideale, cheniische Reaktionen im GroSbetrieb restlos zu verwerten, iinnrer niiher, und viele
I'rozessc tler Techuik erscheinen so in ganz neuem Licbte.
1)r. F. V. v. Ha h n : , , h e r die Kolloidchemie irn allgemeinen Welthild". Trotz der immeiisen Fortscliritte, die die Cheniie in den letzten
Jahrzelinten erzielt hat, ist die Erkenntnis tler Lebensvorgange ala
solchc noch in den Anfiingsstadien; das liegt wohl darin begrundct,
da5 die Forschnng bis vor wenigen .Jahren nocli fast ausscltlicSlirh anf
kristallisierte Stolfe gerichtet war. Am Heispiel tler VJi I l s t f i t t e r schen Forschuiig uber das Chlorophyll liiBt sich zeigeii, deS niit d e r
Reintliirstellung des Stoffes nicht immer eine biologische und pliysiologkche LDsang der Problenie erreicht werdeii kann: das Iiristallisierte
Chloropl~yllzeigt nicht die optischen Eigensclinften griincr Blltter und
vern),ag nicht die Assimilation der Kolilensiiure zu liiitalysieren; tlurch
die IJberfiihrung des gleichen Stoffes in den kolloiden Zustond erreicht
ninn z. 1'. beide Eigenscliaften des natiirlicli vorkominenden Hlattgriins.
R e n n die ,,vernachliissigte Dimension" von so maUgebendem EinfluB
;iuf tleii Ablaut von Reaktionen ist, dai3 die Vcrtreter dieses Wisseiisgebietes Anspruch erheben, eine eigene Wissensc1i:iEt zu vertreten, tler
aucb YO:I einigen Hochscliulen bereits Lehrstiihle eiiigcrichtet worden
sind, so miiS sie besondere Vorteile nuch dcn anderen Disziplinen
bringen. Vortr. wies nach, wie z. B. die OberfIiiclieneiitwicl~lungfur
nstroiiomisclie wie erdgeschichtliclie Ersclieinungen, fur biologisc4ie
wie niincrnlogische Vorgange niafigebend ist oiid schloB niit deni
Wiinsehc. daW trotz aller Widerstande ein ersprieliliches Zusaminenarheiten die Mitglieder der Ortsgruppe in1 Winterseniester vereinen
miklite.
I
Neue Biicher.
I
Festschrift zum fiinfzigjlhrigen J u b i l h m der Hbheren Staatlichen
Leliranstalt fiir Wein-, Obst- und Gartenbau zu Geisenheim am
Rhein. Herausgegeben vom Lehrkiirper. Verlag der ,,Deutscheu
Weinzei1ung"und der Monatshcfte ,,Wein und Rebe", Mainz. 734Seiten.
Die Jubiliiumsfestsclirift der Geisenheimer Lehranslalt enthiilt
neben einein ausfiihrliclicn, von dem Direktor der Anstalt, Prof.
r)r. M u t 11, gegebenen ifberblick uber ihre Gescliiclite und Organisation
eine Reibe von Originalabliandlungen, die fast alle Arbeitsgebiete der
Anstalt umfassen und ein klares Hild von ihrem Streben und Forschen
geben.
Fiir den Chemiker, insbesondere Nahrungsmittelchemiker, sind
von besonderein liiteresse die Beitrage der weinchemischen Versuchsstation. Hier berichtet Prof. Dr. C. v o n d e r H e i d e iiber die
mit dem Namen der Anstalt aufs *engste verhniipften Fortschritte der
Kellereiwirtschaft wiihrend der letzten Jahrzehnte und ver6ffentlicht
die Ergebnisse seiner wissenschnftlichen Forschungen iiber die Analyse
i i n c i Hilanzierung der Wein- und Mostasche sowie iiber den Nachweis
der Xitronens3ure iin Tranbenmost und Wein. Die erwiihnten Beitrage
inwhen 'iber niir einen kleinen Teil des umfangreichen Biiches aus;
neben der weinchemischen Versuchsstation treten die pflanzenpathologischc (Prof. Dr. G. Liist n er) und pfliinzenphysiologische (Prof.
Dr. K. K r o e m e r ) Versuclisstation sowie die pritktischen Detriebe
untl Abteilungen der Anstalt mit nicht minder wertvollen Abhandlungen hervor.
Der lnhalt des mit zahlreichen Abbildungen iiusgestatteten h c h e s ,
in welchein Theorie und Praxis im Wein-, Obst- und Gnrtenbau glcichberechtigt zur Geltung kommen, diirfte der Anstalt iiher den Kreis
ihrer Friihereii und jelzigen Angehorigen hinnus znhlreiche Freunde
gewinnen. Hesonders hervorzuheben ist noch der Umst;ind, daS deni
Ruche ein Generalregister zu den Geisenheitner .Jahresberichten von
1YS1--1919 beigepeben ist. Es zeugt a u f s trefflictiste von der 8edeiitunz
der LehranstaG ;nd ihrer erfolgrzichen fiinfzigjiihrigen Tltigkeit.
H. Bofielniann. [BB. 276.1
Bericht der Hoheren Staatliclien Lehranstalt fiir Wein-, Obst- und
Gartcnbau zu Geisenheim am Rhein fur die Rechnungsjahre 1920
und 1922. Erstattet voii dein Direktor Prof. Dr. M u t h . Berlin, 1922,
L'erl:igsbuchhandlung Paul Parey. 8 Abbildungen, 107 Seiten.
[BB. 223.1
Mitteilungen a u s dem Kaiser-Wilhelm-Institut fiir EisenIorschiing zu
Diisseldorf. Von F r i t z Wiist. Band 111, Heft 2, 98 Seiten. Verlag
Stahleisen. Dusseldorf, 1922.
Grundpreis M 5
Das vorliegende Heft der Mitteilungen des Eisenforschungsinstitutes bringt wieder sechs Arbeiten: damit hat das junge Institut in verhaltnismiiliig kurzer Zeit 20 gr6lStenteils recht wertvolle Arbeiten heraus. gebracbt. Das Eisenforschungsinstitut ist unzweifelhaft eins der ruhrig
sten Kaiser-Wilhelm-Institute. Die Mannigfaltigkeit der behandelten
.'
556
3egenstande zeigt auch, daB die Grenzen des Forschungsgebietes recht
veit gesteckt sind.
Das vorliegende Heft enthat einige Arbeiten, die auch fur den
Jhemiker von Interesse sind, wie nachstehende Inhaltsubersicht ertibt: V e r f e s t i g u n g u n d Z u g f e s t i g u n g von K t i r b e r ; E i n f a c l i e
S t a b f o r m fiir d i e B e s t i m m u n g d e r m a g n e t i s c h e n E i g e n i c h a f t e n von M a u r e r und M e i S n e r ; D i e A t o n i a n o r d n u n g d e s
n a g n e t i s c h e n u n d u n m a g n e t i s c h e n N i c k e l s von W e v e r . Der
Verfiisser weist nach, daS das Nickel nicht, wie H u l l annahin, zwei
rerschiedene Kristallformen mit verschiedenen Raumgittern haben
;;inn ; die Atomanordnung ist eindeutig ein kubisch-flachenzentrisches
sitter. Die Atomanordnung des ,$-Nickels ist init der des a-Nickelk
identisch, ,]-Nickel kann also ebensowenig wie ,?-Eisen a19 allotrope
Form angesehen werden. V e r g l e i c h e d e r U n t e r s u c h u n g e n a n
;a u r e m u n d b a s i s c h e m S t a h 1 g l e i c h e r c h e m i s c h er Z u saiii in en;e t z u n g von W ii s t. Der Verfasser widerlegt durch eingehendc,
thermische, magnetische Untersuchungen und durch Restininiungeii
ier Festigkeitswerte usw., dat3 die Annahme, daS saurer Stahl den1
basischen iiberlegen sei, ein Irrtuni ist ; die Werkstoffeigenscliaf ten
Iiissen keinen Unterschied zwischen FluBeisen saurer und basischer
Herkunft erkennen. U b e r d i e c h e m i s c h e u n d t h e r m i s c h e Verinderiing d e r Herdofenheizgase beim *lorwarmen, i n s b e s o n d e r e b e i G e g e n w a r t v o n T e e r d a n i p f e n von M a u r e r und
5 c h 1e i c h e r. Die Verfasser untersuchen eingehend die chemischen
tind thermischen Veranderungen teerhaltiger Braunkohlenbrikettgase
und teerfreier Hochofen- iind Koksofengase und stellen die Ursachen
der Verniindeiung des Heizwertes fest. Diese Untersuchung ist fiir
alle Feuerungstechniker von erheblichem Interesse. Zuni Sshlusse
zeigt V o g l , dnS der Elektroofen zur H e r s t e l l u n g v o n S t a h l w e r k s l t o k i l l e n und T e m p e r g u S , also hochwertlgem GrauguB, sich vorsuglich eignet.
Die von dern Eisenforschungsinstitut veriiffentlichten Arbeiten
kommen alle mehr oder weniger der Eisenindustrie direkt praktisch
ziigute, man kann deshalb nur wiinschen, daS die Arbeitsfreudiglieit
des Institutes s o anhiilt.
B. Neumann. [BU. 282.1
Die Entwicklung der chemischen Technik bis zu den Anfiingen der
Grollindustrie. Ein technologiscli-historischer Versuch. Von I'rcl.
Ilr. phil. G u s t a v P e s t s e r . 225 S. Berlin, 1923. J. Springer.
Grundzahl M 7,5, gebunden M !I
Das vorliegende Werk ist nus Vorlesungen hervorgeganEen, die
Verfasser an der Frankfurter Universitat hielt, und er bezeichnet es
als einen ,technologisch-historischen Versuch". Dies geschielit insofern mit Recht, als tatsachlich, wie die Vorrede besagt, ,,ein Versiivh
der gleichen allgeineinen Richtung bisher kaum vorliegt" ; doch darI
man sich nicht ohne weiteres an das Wort ,,Versuch" halten, denn
iiber den Rahmen eines solchen geht die Leistung weit hinaus, indern
sie das zuniichst gesteckte Ziel nicht nur sucht uod anstrebt, sondern
auch tatsachlich erreicht. Selbstverstandlich konnte auf 22.5 Seiten
nicht Ausfiihrliclies iiber a l l e s gesagt werden, das ist aber auch niclit
der Zweck der Schrift, die sich vielmehr auf das Wichtigste zu beschranken und nur die groSen Zusammenh!in,oe darzulegen hattc. Sie
schildert demgemaB die drei Hauptphasen der chemischcn Technik:
1. Alterturn und fruhes Mittelalter (Xgypten, Orient, Griechenlnnd und
Kom, ostromisches Reich und Arabien, siidliches Europa); 2. sp:'teres
Mittelalter bis gegen 1600 (Wirtsehaft, Wissenschaft und Technilr;
Hiittenwesen; anorganisches Gewerbe; Glasindustrie und Keramik;
organisches Gewerbe); 3. Zeit von 1600 bis urn 1800 (Allgemeines und
weitere Einteilung wie vorher). Auf die Einzelheiten einzugehen,
ist an dieser Stelle ausgeschlossen, vielmehr muB die Feststellung
geniigen, daB Verfasser iiberall mit Umsicht die wesentlichen Riclitlinien zog und in knappster Fassuna eine Fulle des Wissenswerten
bietet, aus der die weitaus gr6Bte Menge der Leser sicherlich uberraschende Belehrung auf Schritt und Tritt schtipfen wird. DaS einige
Fehler oder Versehen niit unterliefen, ist bei seinem schwierigen und
neuartigen Unternehmen nnvermeidlicli, sie sind aber oline jeden Betang '). Die benutzten Quellen (unter denen Verfasser einigen weniger
Zuve~liissigenallzusehr vertraute) sind allerorten angegeben, jedoc-11
in vieleii Flllcn nicht genau genug (es fehlen die Zahlen der BIindc
I ) Die ZerstGrung der alexandrinischen Ribliolhek durch die Araber (S. 36)
ist eine llngst widerlegte Fabel. - Die Theoiie, daB alle Metalle aus Schwefel
und Quecksilber bestehen (S. 38), ist schon spatgriechisch. - Salpeter war
gegen 700 noch uubekaunt. Diels hat sich durch Berthelot irrefiihren
lassen (S. 41). - S. 59 und spater mu8 es Mariegola und Plichto heiljen:
,,Apothecarii" in deli ganz friihen Gildenlisten sind meist nur Gcwiirzkrliner
u. dgl. (S. 59). - S. 62: richtig ,,exstant". - Zinksulfat in KBrntlien uls
Haidelsgegenstand iin 11. Jahrhundert ist noch sehr L+,wiirdig (S. 71, 88). Die Destillation des Quecksilbers zur Zeit der Inkas (S. 72) ist eine Fahol. S. 76: richtig ,,per campanam". - S. 82: richtig ,,Anklitzen"; die Pulverfabrik von 1340 in Augsburg ist nicht uachweisbar (S. 82). - .,Ahme tli
Rocca" ist zweifellos Alauo aus Rocca in Kleinasien (S. 84). - Der (icgensatz Araber und Mauren ist unklar (S. 97); die Berbern kommen doch nicht
in Betrncht? - S. 102: richtig ,,Megenberg". - Bleiessig (S. li0) stellteii
schon die alexandrinischen Chemiker aus BleiweiB und Essiasaure dnr. Poizellan war, wie die Funde beweisen, am Hole der Kalifen schon bald
nach 800 wohlbekannt (S. 178). - Milchzuckerlosung dnrch Atzkalk zu filtrieren (S. 198) ware nnmoglich, ohne vollige Zersetzung und BrBunung m
bewirken.
666
Personalnac,hric.liteii
-
und Seiten, oft auch die Titel!), und in dieser Hinsicht wurde bei
einer Neuauflage, a n der es sicher nicht fehlen wird, noch erheblicli
griindlicher vorzusorgen sein ; neben dem Namen- und Sachverzeichnis
ist noch ein ausfiihrliches Literaturverzeichnis vorhanden, das eine
fur den minder Bewnderten s e h r scbiitzenswertc Zugabe darstellt.
Dns Werk ist jedenfalls als ein hirchst erfreuliches und zeitgemases
zu bcgriiBen und allen Chemikern und Technikern dringend zur Anschaffung zu empfehlen. Druck und Ausstattung sind vortrefflich,
und dem Verlage gebuhrt zudem aufrichtiger Dank fur die Herausgabe eines solchen ,,niclit nnrnittelbar praktiacheii Zwecken dienlicben
Prof. Dr. Edmund 0. von Lippmann. [BE. 90.1
Liwhes" !
Berichtigungen zu dem Herbstversammlungsheft.
In dem Vortrag Prof. H e s s : ,uber Cellulose" (S. 532) ist eine
falsche Formulierung fur den Masseiimirkungsansatz nngegeben:
V
a
m
I'r inuB richtig heillen: (, - m a k,)
(~bix -nnk)l': a k = . I <
Die Gleicbgewichtskoiizentration der Cellulose-Kupferverbindung
ist n . Ir, die Gleichgewichtskonzentration ,von Kupfer und Cellulose
a
b/x
- nnk. Mit d i e s e ni Ansatz sind die dort wieder- m (c Ir bzw.
-
-
~
V
gegebenen Rerechnungen durchgefuhrt.
Diskussion Prof. B r a B zu Vortrag Prof. S c h m i d l t (S. 511) lies
statt Phenylhydroxylhydroxylamin - Phenylhytlroxylamin, Aminochinole - Iminochinole.
Personal- und Hochschulnachrichten.
X I i t k o l l e g i n l e i i (iriiI3rti
I hres ergebeiien
(:. D u i u b e r g .
I
Dr. A. L e c c o habilitierte sich a n der technischeo Fakultiit der
Universitiit Belgrad und orhielt einen Lehrauftrag fiir anorganische
11. organische Cbemie in der Abteilung fur Maschineningenieure.
Dr. C. M o n t f o r t , Bonn, hat einen Rnf an dieUniversit3t Halle a. S.
als personl. Ordinarius und Kustos ani botanischen Institut iin Stelle
des nach Munchen ubergesiedelten Prof. H. Sierp erhalten.
Prof. W. H. P e r k i n wurde als Leiter des Forschungslaboratoriums
der British Dyestuffs Corporation, Ltd., berufen an Stelle des ausscheidenden Prof. A. G. Green.
Dr. K. S c h i r m a c h e r , Hochst a. M., hat die Leitung des Zentrallaboratoriums der Farbwerke vorm. Meister Lucins & Briining,
HBchst a. M., an Stelle des verstorbenen Prof. Dr. W. Roser iibernommen.
E r n a n i i t w u r d e n : Dr. F. W. A s t o n , Cambridge und Dr. W.
D. I l a n c r o f t , Prof. der Cheinie a n der Comell Universitiit, zum Dr.
phil. h. c. der Universitat Cambridge; Dr. F. F a l t i s , a. 0. Prof. der
Chemie an der UniversitBt Craz, zum a. 0.Prof. der pharmazeutischen
Cbemie; Prof. N. P a r r a v a n o , zuni Direktor des Cheniischen Instituts der Universitat Rorn; Prof. Dr. H. K 6 B l e r zum Direktor der
Hessischen Landwirtscliaftlichen Versuchsstation Darmstadt; der bisherige Vorstand, Prof. Dr. P. Wng:ner ist am 1. 10. 1923 in den Ruhestand getreten.
G e s t o r b e n s i n d : Apothekenbesitzer Dr. L. B e r n e g a u , BerlinWilniersdorf. - Geh. Reg.-Rat Dr. L. G r n m n a c h , Prof. der Experinientalphysilr an der Technischen Hochschule 13erlin, ini Alter von
7'2 Jahren. - D. H. J o r d a n - M a l l i n c k r o d t , Grunder upd Leiter der
,,Vereinigte Glanzstoffabriken A.-G.", Elberfeld, der .Kronprinz A.-G.
fiir Metallindnstrie" u. a. in. im Alter von 75 Jahren am 10. 10. in
Elberfeld. - A. K a z a y , ein nngarischer Chemilier und Pharmazeut,
im Alter von 47 Jahren, Anfang September. - Dr. B. L a c h , techn.
Konsulent auf dem Gebiete der 01- und Fettindustrie, Wien, am 13. 10.
im 64. Lebensjahre. - Dr. A. P f a n u e n s t i e l , Regenstauf, im 73. Lebensiahre am 15. 10. - A. E. H i c e , Prasident der Pennsylvania Salt Manufacturing Co., Philadelphia, 53 Jahre alt, a m 26. 8. - 1ng.-Cheni.
0. A. K o s e n t h a l am 1. 9. in GBteborg. - Dr. A. W e r n e r , friiherer
Besitzer der Zuckerfabrik Radotin, a m 17. 9.
I Verein deutscher Chemiker. I
~
~~~
Nachklang zu C. Duisbergs 40 jahrigem Dienstjubilaum.
An den Vorstand und die Geschaftstiihrung
des Vereins deutscher Chemiker
H a n n o v e r - L e i p z i g.
Sehr verehrte Herren !
I lie Iiostlichen Festtage iius Anlnfi nieines 40 jiillrigen ( iesrhiftsjubiliiuins siud voriiber.
-
Zeitachritt fur
naaewandte Chemie
Soch inirncr stelie irli unler dent Eiiidruclr der niir voii n;ih l i r i i l
fern ziigest~onitengrolkn Lih1 \on (iliickwiiiischeii, Hlu~~ie~is~ieiiden,
!;csclienlien u i i t l Elirungeii idler Art.
Uiilrr diesen die \\uiitlei volle Degriiiiung des Vereins deutscher
Chenlilier, a n tlcn midi ;ille Fascrii des flerzens knupfen, bei nieiiieni
gr6lJteii 1:hrent;ige nirht zu verriiissen, w i r niir eine ganz besontlerr
Freude. \"v'ie i n eineni historisdien Liurh rollt sie die Gest*hehnisse
von 4 I)ezennien i n priign:inttbr Kiirzc nuf, dnbei nber fur den Eingwwihten i n iiulkrst unifiissentler untl iiilialtsvoller Weise, dnS die
rinzelnen Lebensabrinsc g l e i c h s ~ i i von Streiflichtern umgrenzt ersrheiiicn untl Episodeti IieiiSen Strebens, Schaffens uiid Ringens
I reffentl bcleut*hten. Eincni l'iibleiiu von Erinnerungen folgend erlebte
id1 wietleruni tlie gliiclilii~herenZeiten tles Ihseins, als sie uns lieute
tinter tlrni Jodi tlcr I<nechtscliiilt beschieden sind.
I!ri dieseni Iliirliblirli linllii i t a h tler znlilreirhen, zuni Teil sclion
;iLi'urruTenrii lieben Iiollegcn u u t l \'ereiiisslreiter nicht vergessen, tlic
mir i n tlen IiiIljietI J;ihren, nls icli tlns Vereinsschiff zu steuertl tlie
Freude halte, in treuer, ziilier Alitarbeit hnlfen, uiisereni Verrin
tlculsrlier Chciiiiker die festere (iruntlliige zu der stolze~i Ilohe zit
~;clinWen,:iuf tler er heute wiindelt.
'I'icfetlll)Tutitleiicll untl nurrirlitigen 1)iink lhnen allen fiir (lie niir
zu11i 29. Seplrniber iiberniiltellen herzlkheli Worte der Freundschafl
uitd Liebe, die bei ntir, Ilireni Altvorsitzeiltleli uiitl Ehreiiinitglietl,
grolk Freude, iiber aurh Ikfriedigung dariiber ausliisen mufiten, rliili
Sie niir ein trcues (ic~tlenltellbe\\:ithrten.
Sricw Sie vrrsichert, t1nl.i irh nach wie vor Ihre Hestrebungeo
u ~ i t lZicle init griifilent Inlrresse vcrfolge, wenn mir nuch seit eitier
R e i h von Jnllren tkis Schirksnl einen antleren Wirkungskreis zufiihrte, (lei- l i r i i t c . i i n wsentlichen nut' dem (iebiete der Wirlschaft
untl deni \Victleriiufb:tu unseres Vnterlitncles liegt, und niir jeglit-he
Zrit nimint, h i II11't>ii \:erriiisiiiil~~ibeiimitzuriiten und -tntwi.
In dem Vortrag Prof. R 0 t h : ,ober Neuerungen an Calorimeterbomben" ( S . 519) mnB es nach Zeile 32 heiBen: daB man mit 30-60
Milligranim auskommt ; die Bombe wird in ein Uunsensches Eisenlialorimeter versenkt.
I
[
Verein deiitsrher Cheniilter
Verlag Chemie U. m. b. 11. Leiprig. - Verilnlwortlinhrr Rcliriflleitr~Pro
Wichtige Wirtschaftszahlen
unseres Vereinshaushaltes.
Die Vorkriegspreise gleicli 1 gesetzt betragen
in Millione.1
am 25.10. 1. 11.
die Kosten der Lebenshaltung (Reichsteuerungsindex)
3045 1367 1
die Preise fur Biicher (Schlusselzahl des Buchbandels) 16000 18000
die Druckpreise . . . . . . . . . . . . . . . 18344 23548
die Huchbinderpreise . . . . . . . . . . . . . 20218 25854
die Papierpreise . . . . . . . . . . . . . . . 15000 17300
der Mitgliedsbeitrag nur. . . . . . . . . . . .
2371 1062
bzw. bei Verzicht auf ,,Chem. Ind." . . . . . . . 1826
819
Wegen des VOIII 1.-7. 11. geltenden Mitgliedsbeitrages siehe
aiii Kopfe der ersten Umschlagseite!
Aus der vorstehenden Zusamnienstellung ergibt sich klar die Notwendigkeit, die fiir die Beitragszablung gesetzten Fristen unbedingt innezuhalteo, da sonst die einzehenden Beitr%ge in ein allzu krasses Millverhiiltnis zu der t2glich
Fortschreitenden Cfeldentwertnng geraten.
lr. A. R i n z . Berlin. - Driick von J. R Ifrsehfeld (A. Pries) in 1,eipzig.
-
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