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Die Feinstruktur von Xenon- und Kryptonlinien.

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5. D i e Ze4nstruktur vom Xenon- und
Erypton Unien;
vott E. G e h r c k e und L. Janick.2
(Mitteilang aus der Physikaliach-Technisehen Reichsanstalt)
Uber die Feinstruktur ’der Xenonlinien ist bisher nichts
bekannt; uber die der Kryptonlinien hat PBrard’) einige
Angaben veroffentlicht. Es sol1 hiernach die grthe und gelbe
Kryptonlinie je zwei Trabanten besitzen.
Wir waren in der Lage, zwei von der Osram A.-G. hergestellte Bogenlampen mit Alkalikathoden und Edelgasfilllung
zur Untersuchung der Feinstruktur der Xenon- und Kryptonlinien benutzen zu kannen. Die Lampen wurden bei 200 Volt
mit 0,5 bis 0,7 Ampere gebrannt; geziindet wurde durch InduktionsstoI3. Die eine Lampe zeigte das Xenonspektrum und
daneben lichtschwach wenige Kryptonlinien, die andere Lampe
zeigte lichtstark die Kryptonlinien neben einigen Xenonlinien.
Ferner benutzen wir selbsthergestellte Geisslerrohren mit
Kapillaren von 1 mm bzw. 3 bis 4 mm, die mit reinem Xenon
bzw. Krypton gefiillt und durch einen kleinen Induktor betrieben wurden. Diese Qase hat uns die Linde k-G.-Miinchen
in dankenswerter Weise zur Verfdgung gestellt. a)
Die Spektra wurden mit einem Spektrographen (Glasoptik)
aufgenommen und die Wellenrangen bestimmt; ferner wurde
in bekannter Weise der Spektrograph mit einem Interferenzspektroskop von L u m m e r - G e h r c k e kombiniert. Hierbei befand sich die Lichtquelle in etwa 30 cm Entfernung von der
planparallelen Platte; das durch diese tretende Licht durchsetzte eine korrigierte Lime von 41 cm Brennweite, go da6
1) A. PBrard, Comptes Rendus 176. S. 1060. 1923.
2) Der Linde A.-G., Hallriegelskreuth bei Miinchen, ebenso der
Osram A.-G., Berlin, und inabesondere den Herren Dr. Skanpy und
Dr. Eweat machten wir ouch an dieser Stelle unseren besten Dank fiir
ihre eehr wertvolle Unteratilteuog aussprechen.
Die FdnshwRtur von Xenon- und Kryptonlinien
315
auf dem Spalt des Spektrographen die Interferenzen erzeugt
wurden, die nun in der Kassettc des Spektrographen, zu einem
Spektrum ausgebreitet, photographiert werden konnten. Durch
Diaphragmen, die zwischen die planparallele Platte und die
Lampe gesetzt waren, wurden Temperatureinfliissevom optischen
Apparat praktisch ferngehalten. - Die Expositionszeiten betrugen fiir die starken Linien 30 Minuten und wurden bis zu
24 Stunden ausgedehnt, urn auch die schwiichsten Linien zu
erhalten. - An planparallelen Platten benutzen wir zwei,
schon seit Jahren im Besitz der P. T. R befindliche und zu
den verschiedensten Untersuchungen verwendete, von der Firma
A. Hilger, London; die Dicken betrugen 4,6247 bzw.
9,7007 mm.
1. Xenon
Es wurden folgende Xenonlinien auf Feinstruktur untersucht I) :
6768
6727,90
6504,l
6498,7
6487,74
6472,82
6469,70
6318,06
6198,30
6182,44
6179,6
5895,Ol
5875,02
5823,98
5028,42
4923,28
4916,63
41343~44
4829,87
4807,lS
4792,77
4734,30
4376,ll 9,
4358,51
4203,87
4193,70
4193,19
4135,27
4116,25
4109,84
4078,94
4697,17
4691,13
4683,133
4668,32
4658,94
4612,06
4582,139
4524,83
4501,13
4385,97
4384,12
Unter obigen
beiden Trabanten :
- Linien hatten folgende
Intensitiit
(Hauptlinie = 1)
1 4734,30
1 4601,13
{
'ho
Dunne Platte I
Dicke Platte
/LngstrGm-Einheiten
- 0,0249
'la0
+ 0,0177
- 0,043
'Is
- 0,0225
'IS
'I6
+ 0,0306
- 0,0258
+
{
0,0174
lherlagernng mit
+ 0,0306
0,0225
Oberlagerung mit
- 0,043
1
-
1) Die Wellenlingen des X und Kr sind zum Teil den Massungen
von PBrard a. a. O., zum Teil denen von Merrill, Scientific Papers of
the Bureau of Standards Nr. 345. S. 251. 1919 und von Balp, Philosophical Transactions A 202. S. 183. 1904 entnommen.
2) Dime Linie gehGrt mtjglicherweise dem Krypton, nicht dem
Xenon an.
E.Gehrcke u. J .Janicki. Feinstruktur v. Xenon- u. Byptonlinien
316
Alle ubrigen Linien, mit Ausnahme dieser beiden, erschienen im Interferenzspektroskop einfach und symmetrisch. Diese Ergebnisse waren vollkommen gleichartig fiir die OsramBogenlampe wie fur die GeisslerrShren.
2. Krypton
Es wurden folgende Kryptonlinien auf Feinstruktur untersucht:
~~~~~~~~
5562,22
4829,90')
I
I
4671,40
4624,48
4502,39
4463,71
1
4453,95
4400,ll
4376,11*)
4362,83
4351,48
4319,57
4318,67
4273,96
Alle diese Linien erschienen in beiden Planparallelplatten
einfach und symmetrisch. Insbesondere gilt dies auch fur die
starken Linien 5871 und 5570.
Die griine Linie 5570 wurde noch besonders eingehend
mit Fabry-Perrot-Etalons von 1, 2 und 5 cm Plattenabstand
untersucht ; auch hierbei zeigten aber die Photographien weder
Trabanten noch eine Unsymmetrie der Struktur, auch nicht
bei Registrierung der Photogramme mit K o c h- G oo s schem
Registrierphotometer. Dasselbe Ergebnis zeigten Interferenzpunkte, die durch Kreuzen eines Fabry-Perrot-Etalons von
2 cm Dicke mit der obengenannten 9-mm Platte von H i l g e r
erzeugt waren. Auch bei starker Uberexposition zeigten sich
die von P B r a r d angegebenen Trabanten nicht, die Iibrigens
urn mehrere h.-E. von der Hanptlinie entfernt sein sollen und
daher schon mit Prismen oder Gittern nachweisbar sein
muibten. Die Linie 5562,22, welche lichtschwach ist und von
P B r a r d als Trabant angesprochen wird, war in unseren Versuchen prismatisch von der Hauptlinie getrennt.
C h a r l o t t e n b u r g , Physikalisch-Technische Reichsanst,alt,
30. Juli 1926.
1) Diese Linie gehiirt miiglicherweiee dem Xenon, nicht dem
Krypton an.
(Eingegangen 2. Auguet 1926)
Druck von Metzger & Wittig in Leipzig
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