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Die Fettanalyse und die Fettchemie im Jahre 1910.

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Zeitschrift fur angewandteChelnie
und
Zentralblatt fiir technische Chemie.
XXIV. Jahr&ang.
Heft 6.
Die Fettanalyse und die Fettchemie
irn Jahre 1910.
Von
Dr. W. FAHRIOX.
(Eingeg, 17.11. 1911)
Die Signatur des verflossenen Jahres ' ist eine
noch nie dagewesene Teuerung auf dem Fettmarkt.
Das krasseste Beispiel ist daq Leinol, welches von
64 M zu Anfang des Jahres auf 94 M (im Sovember)
stieg. Die Ursache der andauernden Fettknappheit
ist nicht nur in nchlechten Ernten zu suchen, auch
Spekulation erscheint ausgeschlossen, man muD vielmehr als weiteren Grund aiinelimen, daB die Produktion mit dexn standig steigenden Bedarf nicht Schritt
halt. Die fur den Fettcheniiker wichtigste Folge
ist eine ofters geringe Qualitat auch der reinen
Fette und eine betrlchtliche Ziinahme der Verschnitte und Verfalschungen.
L i t e r a t u r.
Von dem Werk von H e f t e r ist der dritte
Bandl), von demjenigen \on U b b e 1 o h d e die
erste Halfte des dritten Bandes2) erschienen. In
Frankreich erschien der Schlul3band des Werkes
von L e w k o w i t s c l i - B o n t o u x x ) , in England der die Fettanalyse behandelnde zweite Band
der vierten -4uflage von A 11 e n s Commercial
Organic Analysis4). H e i d u s c 11 k a und P f i z e n m a i e r haben ,,Beitrage zur Chemie und Analyse
der Fette"5) veroffentliclrt. Der Verband der
Seifenfabrikanten Deutschlands hat ,,Einheitsmethoden zur Untersuchung von Fetten, &en,
Seifen und Glpcerinen, sowie sonstigen Materialien
der 8eifenindustrie"G) herausgegeben. Endlich ist
ein Handbucli der Lack- und Firnisindustrie von
S e e 1 i g m a n n und Z i e k e 7 ) erschienen.
Auf dem 11. Internationalen KaltekongreB in
Wien hielt F. B a r t h 8) einen Vortrag iiber die
Anwendung der Kiilte in der Margarinefabrikation,
E. B o n t o u x9) einen solchen iiber die Anwendung der Kalte in der Fettwarenfabrikation.
10. Februar 1911.
kann, zeigt T. S a i k i 11). Zum Trocknen feuchten
Athers eignet sich gegliihter Carnallit oder bei
250" ent~h.iissertesMagnesiumsulfatbeaser als waaserfreies Natriumsulfat12). Bei der Fettbeatimmung
in Textilstoffen ist zu beriicksichtigen, daS Chlorzink in Athcr und Petrolather, ferner Aluminium-,
Eisen- und Zinnchlorid in Ather lhlich sind. Die
Gewebe sind daher zuerst mit Wasser auezuziehen13). Bei der Extraktion des Eigelbfettes ist
der Petrolather (Kp. 74-76') allen anderen Liisungsmitteln vorzuziehen, Chloroform und Tetrachlorkohlenstoff nehmen begierig Waaser auf und h e n
dann Seife14). Bei der Fettbestimmung im Kakao
findet A. P r o c h n o w 16) alle Schnellmethoden
ungenau und den Soxhlet immer noch unerreicht.
Dagegen empfiehlt E. P o 1 e n s k e 16) zwei Schnellmethoden zur Fettbestimmung in tierischen und
pflanzlichen Xahnmgsmitteln. Das Prinzip iihnelt
denijenigen der Methode C: o t t 1 i e b - R. o s e zur
Fettbestimmung in der Milch. Diese letztere Methode wurde neuerdings von E i c h l o f f und
G r i m m e r 17) modifiziert. Anstatt eines aliquoten Teils wie bei der Originalmethode isolieren
sie das gesamte Milchfett. Beziiglich dieser Abanderung beansprucht A. H e s s e 18) die Prioritat
gegeniiber W. F a h r i o n IS), welcher den ganzen
Proze4.3 in den Scheidetrichter verlegt. Da letzteres
Verfahren keinen besonderen Apparat und kein
Abhebern erfordert, so ware eine Nachpriifung von
berufener Seite wiinschenswert. M. S i e g f e 1 d20)
hat die Methode G o t t 1 i e b - R 6 s e fiir die Fettbestimmung im Kiise modifiziert, zum AufschlieBen
des Caseins zieht er aber dem Ammoniak Salzsaure vor. Die Konzentration der letzteren spielt
dabei keine Rollenl). Bei der Acidbutyrometrie
wird vorgeschlagen, das Fett behufs leichterer Ablesung zu farben22). G . D i e 13 e 1 h o r s t 28) findet
im Widerspruch mit anderen Angaben, daI3 bei der
Fettbestimmung im Fleisch nach D o r m e y e r
(AufschlieBen mit Pepsinsalzsaure) zu hohe Resultate erhalten werden, indem lltherlosliche SubChem. Zentralbl. 1910, I, 860.
E. v. S i e b e n r o c k , Chem. Zentralbl.
1910, I, 1228; diese Z. 23, 1091 (1910).
13) H. P. P e a r s o n , Ref. diese Z. 23, 718
(1910).
14) P a r k e r und P a u 1 , Collegium 1910, 53;
diese Z. 23, 1103 (1910).
15) Chem. Zentralbl. 1910, I, 1647; diese Z. 23,
1044 (1910).
Ref. diese Z. 23, 1043 (1910).
1 7 ) Chem. Zentralbl. 1910, I, 1457.
I S ) Chem.-Ztg. 34, 762 (1910).
1 9 ) Chem.-Ztg. 34, 648, 802 (1910).
* O ) Chem. Zentralbl. 1910, 11, 842.
21) H. H 6 f t , Chem.-Ztg. 34, 1343 (1910).
2 2 ) E. M. H o y b e r g , Chem.-Zentralbl. 1910,
11, 1726; T. M. B e r g e n d a h 1, Chem.-Ztg. Rep.
1910, 586.
*3) Chem. Zentralbl. 1910, 11, 1329.
11)
F e t t e x t r a k t i o n , F e t t b e s t i m m u ng,
Eine von A. P r a g e r 10) angegebene Mcdifikation des Soxhletapparates erscheint der Erwahnung wert. Wie der gewohnliche Soxhlet auch
zur Extraktion von Fliissigkeiten benutzt werden
Diese Z. 23, .1473, (1910).
Diese Z. 23, 2176 (1910).
3) Diese Z. 23, 1079 (1910).
4) Diese Z. 24, 21 (1911).
5) Diese Z. $3, 990 (1910).
6 ) Diese Z. 23, 2264 (1910).
7) Diese Z. 23, 2319 (1910).
8) Diese Z. 23, 2270 (1910).
9) Diese Z. 23, 2272 (1910).
lo) Chem. Zentralbl. 1910, I, 133; diese Z. 23,
83'(1910)..
1)
2)
Ch. 1911.
12)
81
24 2
Fahrion: Die Fettanalyse und die Fettohernie im Jahre 1010, [
stanzen neu entstehen. Ein von V. H. M o t t
r a m 24) zur k'et.tbestimniung in der I,ehr angc
wendetes Verfaliren bring!. nichta wesentlicli N e w
d ~ c hist die Kombination dcr Reinigungsmethode
benierkenswert. M. R i e g e 1 26) trennt Fet.t un
Lecithin durch koclienden Mcthylalkohol.
Bei tler technisclien Fettextraktion nehme
nach M'. M. 13 o o 1.1126) I3enzin, Benzol. Schwcfe
kohlenstoff und Tetrachlorkolilenstoff iibereir
stiniinend 30-35?cl ihres Gewiclites an Fett a u
Ed61 nimnit 449b auf, hat aber eine zii hohe Siedc
teniperatur. L a g y e und V ~tn d a 1. t e 2 7 ) wollc
h i m Rntfettcn der iVolle den elektrisclien Stror
zn Ililfc nelinirn.
S a c h w e i s untl H e s t i n i n i u n g v o n
S i c 11 t f c t t e n.
Gegen die direkte Wamserbestininiung in de
Butter wendet 11'. 13 c 11 g e n 28) cin, da13 mit den
Wasser aucli ;mdrrc! fliiclitige Substtmzcm weg
gehen. 1)eni grgeniibcr betorit hl. S i e g f e 1 ci 29)
da13 das Butterfett Anieisen- und 1Sssigsiiure iiber
haupt niclit, Tribntyrin nur sehr w.enig enthiilt
la13 daher die ~~asserbestinitriung
dureh direkte:
Wegkochen sicliercrc Resultate liefert. als diejenigc
aus' cler Differem.
f+bcrclcii S:wh\vcis von Borsiiure in dcr 13uttei
hat E. C; ilII v r y"'), iiber denjenigen von Auramil
in Speisiilen 17 I' c s e 31) gearbeitet.
Die ,,Sichtfettr" ini soap stock (1009)erkannk
W. 1; a Ii r i o n :lz) als Oxylinolriiureri.
P 11 y s i k a 1 i s c Ii e K e n n z a h I e n 33).
S JJ e z i f i s c 11 e s 0 e w i c h t. Krwiihnens.
u-ert ist das I'yknoineter von A. U e s s o n 34), sowie die Metliotle von A. 1, i s s n C r 35): Kugelcheu
von festeiii Bett oder Waclis werden in eine AlkohulWassermischung gebracht und unter Urnschiitteln
so viel Allioliol zugrfiigt, da0 die Kiigelclien eben
zu Botlen sinken, !iierauf SO viel Wasser, daIJ sic
eben w-ieder an d i e Oberfliic!ie steigen. Von beiden
Gemisthen wird durch Spindeln dlts spez. Gew.
ermittclt, das Mittel t~ciderist das spez. Gevi. der
Substanz. . Sach tlen Krfalirungen des Ref. ist die
Methcde auch fiir Mineral61 verNcndbar, von dern
man nur geringe Xengen zur Verfiigung hat.
S c 11 m c 1 z 1) u II k t. A. H a 1 1 a 36) beliauptet, da13 die 1'0 h 1 sche Nethode gntc Resultate
gebe, wenn das QuecksilkrgefiiU des 'I'hernio-
-_
Chem. %cntralbl. 1!)10? It, 1118.
Chcin.-Ztg. Rep,. 1910, 3%.
2 6 j Ref. dies:
Z. ;is, 617 .(1910).
27) 1). K. P. 218 666.
28) Chem.-Ztg. 34, 14!); diese %. 23, 666 (1910).
2 8 ) Cheni.-Ztg. 34, 330; diese Z. 23, 1013 (1910).
30) Ref. dieso %. 23, 853 (1910).
31) Chen-Ztg. Rep. 1910, 422.
3 2 ) Seifensiederztg. 31, 696 (1910).
33) I)er Ausdruck ,,Kcnnzahlen" ist im letzten
Jahre wiederholt aufgetaucht. Ich hake ilin fur
oinc gute Verdeutschung des Ausdrucks ,,Konstanten", um so mehr, als die betrcffendcn Zahlen
j a nur f u r das Fettindividuum, nicht fur die Fettart komtnnt sind. I). lief.
3 4 ) Chem.-Ztn. 34. 824 119101.
35) Cliem-Ztg. 34, 657 (19lO);'diose Z. r4,1742
(1910).
3 6 ) Chein. Zentralhl. 1910, I, 894; diese Z. 23,
955 ( 1 9 1 0 ) .
2.4)
25)
<
I
a
n
~
~
~
~
meters Kugelfonn hat.. K. b1 a t t o n 37) empfiehlt
einen neucn llpparat zur Schi~~elzpunktbesti~nrnung, der lieine Schwefelsiiuredanipfe in die Luft
gelangen 1LBt. T h . Weyl3*) ersetzt die Gummiringc Zuni I~esthalt.en der Riihrclicn durch eine
Hulse init (ism. C a r 1 i n f a n t i iind L e v i &I a 1 v a n o 39) haben die Sclimrlz- unrl Erstarrungspunkte yon Geinischen der Stearin-, l'almitinund Olsiiurc gcn:iu festgestrllt und wollen dieselben,
zrisamnien niit tler Jodzalil. ZII quant,itativen lkstirnniungen Iwnut zen.
1' i s c o s i t a t. l)as 0 s t, \v a I d sche Viscosinieter sol1 ziini Sachweis \'on Jlargarine in dcr
lhitter (bis ZII IOOi,) geeignet sein40).
IAiclitl.)recliiing. P o d a 41) empfiehlt fiir refraktonietrisclic 13estinimungen einen besondercn
M'assertl~ermostaten, koinbinicrt mit einer Zentrifugalpumpe. 1)u 111 i t r e s c u unrl 1'0 p e s c u42)
wollen die Refraktion der nichtfluchtipen Fett.siiuren zuni Sachweis ron (!oco~fett,Schweiliefett
und Rindstaly in der Butter bcnritzen.
I)RSA1)sorptionsspektruni der Ole u ird uach
R. 3i a r c i I 1 e 43) fast ausscliliel3licli drtrc1.i den
Chlorophyllgchalt verursacht und kann. da das
Olirenol mehr Chlorophyll eritliiilt d s die iibrigen
Spciseiilc, zu dcsscn Kacliweis diencn.
Die k r i t i s c 11 e IAiis 11 n g s t c ni 1) e I' a t u r
zur Unterscheidung der Spciredc zu rerivendcn,
wurde von verscliiedenen Seiten44) vorgeschlagen.
Als L6sunpiiittel clienen Alkoliol, Aceton, Eis.
essig.
Der Au~dehnangskoeffizieiit des Glycerins
weicht von denijenigen dcr Fettc nur wenig ah45).
Uber die Glycerinbestiinrnung ist. iin letzten Jalire
vie1 gearbeitet wordcn, und cs ist. zu Iioffen, claU
fie vielfttch ~useinander#elienden Ansicliten iiber
ien Wert der eineelnen Methoden sirh allmalilich
iliiren. I n Ainerika sind Bestrebungen zur Austrbeitung einer Standardmethode im Gange, wolei die Jlethode 1 i e h n e r die nieiskn Aiwichten
1at46). W. S t e i n f e 1 s 4 7 ) schlagt vor, den Chrom;iiureiiberschull jotIometrisc11 zu bestiinnicn. Sacli
5. I) i v i n e 4 s ) liegt das Optiinuln der Iteaktion
lei 45 3linuten langem Erhitzen itn siedenden
NaYserbad, 30% tfberschuB an Bichroinat und
15 Val.-% Schwefelsiiure.
Auller der H c I1 n e r when wird in Amerika
lie Acetonnicthodc vielfacli zu Kontrollebestininungen benutzt4~). In Dcutschland und Outer_ - _ 3 7 ) Diesc Z. 23, 557 (1910).
3 8 ) (>hem.-Ztg. 34,488: diese Z. 23. 1581 (1910).
.
.
39j CIiem. ~ i i t r a i b ~
iwo,
.
I, 421:
40) H u f f o und F (J r e s t i , Chein. Zeiitra1l)l.
910, 1, 690.
41) Che!i~.-Ztg. 34, 1382 (1910).
42) cht?ni.-Ztg.34, 196 (1910).
43) Cheni. Zentralbl. 1910, 11, 1770.
44) E. I, o u i Y e , Chcm.-Ztg. R,ep 1910, 130;
H o t o n , Chem. Zentralbl. 1910, I, 1388; 'I' o r e 11 i und F o r t i n i , Chem-Ztg. 34, 690; diese
. 23, 2333 (1910).
4 5 ) C o m e v und B a c k u 8 . Chcrn. Zontralbl.
910, 11, 16; dic"se Z.23, 957 (li10).
46) Seifensicderztg. 31, 697 (1910).
47) Srifensiederztg. 31, 750, 793; diese %. X3,
1743 (1910).
5 8 ) lief. Seifensicderztg. 31, 1068 (1910).
~
a
Rucktitration schwierig. F. M a y e r 68) will diasem
Ubelstand abhelfen, operiert sber dabei mit so vie1
Weseer, daD infolge Dissoziation der Seife die Res$tate unrichtig werden mussen. 0. S c h ii t t @a)
beaeitigt &a dunkle 61 durch Chloroform und verwendet Alkaliblau als Indicator.
D. H o 1 d e 6 0 ) hat nunmehr eiuwandsfrei bewiesen, daD eine neutrale, wasserig-alkoholische
Seifenlosung, auch wenn sie 40 und niehr Prozent
Alkohol entl~llk,beim Schiitteln mit Renzin eke
geringe Menge freier Fettaaure abspa1,tet. Daa Molekulargswicht der abgespdtenen blsaure wurde
allerdings zu niedrig gefunden, sollte sie nicht im
stat.us nascens teilweise verestert werden ?
P e n n i n g t o n und H e p b u r n e l ) wollen
aus der Saurezahl des Fettes einen RiickschluD
Gesamtfettsauren, freie Fettauf das Alter des Fleisches (z. B. von Gefliigel)
sauren.
ziehen. Dieser Riickschlul3 diirfte aber unsicher
Noch immer erscheinen Publi kationen iibel
sein. Beim Wurstfett meint zwar L o o c k 62), daD
&e beste Herstellung einer haltbaren, alkoholischer
ein hoher Sanregehalt imrner verdichtig aei, von
Kalilauge und iiber die Uwachen der Gelbfarb~ng6~). anderer Seitees) wird aber betont, daD auch bei
Die zahlreichen Apparate zur Bestimmung del
unverdorbener Wurst die Silurezahl des Fettes
Hehnemahl von Fetten und des Fett~gehaltesvou
innerhalb weiter Grenzen schwanken kann.
Seifen hat A. R o h r i gb4) um einen vermehrt,
F 1 ii c h t i g e F e t t s a u r e n.
indem er an der H u g g e n b e r g s c h e n Biireth
H e i d u s c h k a und P f i z e n m a y e r b )
einen seitlicben Hahn anbrachte. Zum Ausschutteln
schlagen auf Grund blinder Versuche vor, R e i
der Fettsauren benutzt er ein Gemisch von Ather
c 11 e r t - M e i I3 1 - Zahlen unter 0,7 und Polenskeund leichtsiedendem Petrolather (bis 3.5'). Das
Zahlcn unter 0,2 unberiicksichtigt zu lassen.
Liiaungsmittel wird auf dem Wasserbad verdunstet,
E. E w e r s 6 4 ) benutzt zur lsolierung der fliichder Riickstand 10 Minuten auf den Trockenschrallk
tigen Fettsauren die Waaserloslichkeit ihrer Maggestellt (Temperatur 42-62').
So sollen auch bei
nesiumsalze (vgl. B e 1 1 i e r 1906, 1907), zu ihrer
den Fettsiiuren des Cocos- und Palmkemfettes VerDifferenzierung ihre verschiedene Laslichkeit in
lush vermieden werden. (Der einfachste Apparat
Petrolather und ihre verschiedene Fliichtigkeit.
fiir derartige Schnellmethoden bleibt m. E. immer
daa ron H o n ig und S p i t z 6 6 ) angegebene Kolb- AuUer der ,,Petroltither-Magnesiurnzahl" und der
,,Destillat-Magnesiumzahl" wird noch die Verchen, daa anscheinend nicht allgemein bekannt
seifungszahl beatimmt, und mit Hilfe dieser drei
geworden ist. H. und S p. empfahlen es nur ZUI
Kennzahlen sollen im Butterfett noch 10, im
Bestimmung dea Unverseif baren, es kann aber
Schweinefett noch 5o/b Palmfett sicher nachgenatiirlicb ebensogut zur Bestimmung der Hehnerwiesen werden konnen. Die Methode erhielt, zuzahl von Fetten und dea Fettgehaltes von Seifeo
dienen. D. Ref.) Nachdem in der Seifenfabrikation lammen mit derjenigen von G. F e n d 1 e r , wel:her auDer der R e i c h e r t - M e i U l - Zahl noch
heute vielfach auch minderwertige Fette Verwen3ie ,,Lij,lichkeitszahl" (Alkohol von 60 Val.-%.
dung finden, macht 0. H e 1 1 e r 661 darauf a&1908) bestimmt, den Preis eines im Jahre 1904 ermerksam, dal3 man beim Ausschiitteln der FettZangenen Ausschreibens.
siiuren verschiedene Resultate erhalten kann, j e
nachdem man mit Ather oder Petrolather aus:d Die Methode K i r s c h n e r (1905) wurdde von
3. H. B I i c h f e l d 6 6 ) , d i e M e t h o d e P o l e n s k a
whiittelt, weil im letzteren Falle die Oxysauren
'1905)von C a s s a 1 und C e r r a n s 6 6 ) , die Menicht gelijst werden.
:hode H a n u s . S t e k 1 (1908) von H a n u s und
P. M a r x 6 7 ) will die Saure- und VerseifungsP e t r i k 0 7 ) abgeandert.
zahl dunkler Fette unter Zuhilfenahnie von Benzol
durch Titriereo in groUen Sclialen ermitteln. Es
A n d e r e T r e n n u n g s ni e t h o d e n.
fehlen aber Belege dafiir, daU die Methode auch
Zur Isolierung der Erucaskure und damit zum
bei hellen Fetten dieselben Rcsultate liefert wie die
t'achweis von RiiboI im Oli\rnul benutzen 'I? (I r
gewohnliche. Dicke Scfirnierljle (Cylinderdle) ent, e l l i und F o r t i n i 6 8 ) die V a r r e n t r a p p halten oft Talg, dessen Nenge aus der Verseifungsche Methode und prufen die aus den atherunloszahl ermittelt acrden kann. Die Seifenlosung ist
aber
_ ~in_der
_ Regel
_ dunkel gefiirbt und daher die
5 8 ) Chcni.-Ztg. 34, 238; dicse Z.23, 1144 (1910).
49) Seifensiederztg. 37, Gd7 (1910).
6 9 ) Cliern-Ztg. 34, 351; diese Z. 23, 1117 (1910).
G o ) D. R. 1'. 217 689; dicw 2. 23, 330, 617, 618
6") Z. f. Klcktrocheni. 16, 436 (1910).
(1910).
ti1) Chem. Zentralbl. 1910, I, 1755; diese Z.23,
81) Seifensiederztg. 37, 198 (-1910).
236 (1910).
62) J). H . 1'. 224 394: diese 2. 23, 2011 (1910).
6 2 ) Chem.-Ztg. Rep. L910, 525.
5 3 ) Uiesc %. 53, 464,1047, 2327; Seifonsiederztg.
63) Chem.-Ztg. Rep. 1910, 380.
47, 799 (1910).
6 4 ) Ref. diest Z. 23, 1236 (1910).
.j*) Ijiese %. 23, 2161 (1910).
6 6 ) Chel11:Zts.
34, 651 (1910).
5 5 ) Uiese %. 4, 567 (1891).
6 6 ) Cheln. Zcritralbl. 1910, I, 1506.
56) lief. Chrin. Rcvuc I f , 275 (1910).
e 7 ) Chcni.-Ztg. 34, 736 (1910).
5 7 ) Chent.-Ztg. 34, 124; tlivse 2. 23. !I57 (1910).
Cheni.-Ztg. 34, 689; dirsc Z. 23, 2333 (1910).
reich aind such die ubrigen Methoden noch in
Gebrsuch, so empfiehlt H. D u b o v i t z 4 9 ) f i i
die GlycerinwiLaser der Autoklavenspaltung dic
Methode M a n g o l d - H e r b i g (Oxydation t
slkalischer Liisung durch Waasemtoffsuproxyd
Natriumsuperoxyd oder Natriumperborat, "itrierer
der Oxalsaure~mitChamaleon).
Die technische Glyceringewinnung, speziell dic
Destillation, h at verschiedene Fortschritte zu ver
zeichnen60). I m iibrigen wird, trotz des andauernc
steigenden Bedarfs, vor der Errichtung neuer An
lagen in Deutschland gewamt, weil Belgien unc
Holland billiger fabrizieren konnenbl). Decrolir
(1907) eignet sich auch zum Bleichen von Clpce
rin62).
-
-
z
31.
244
Fshrion: Die Fettanalpse and die Fettchemie im Jshre 1910.
c
lichen Bleisalzcn abgeachiedenen Fethiiurefi auf
Jodzcthl und kritische Liiaungstemperatur (in absolutem Alkohol). Anderemeits stellten H o I d e
und M a r c u s s o n 69) feat, daB erucaaaures Blei
zwar fiir sich allein in Ather schwer I&lich ist,
daB es sich aber allmahlich darin liist., wenn noch
andere ungesattigte BIeisalze zugegen. sind. Dagegen laasen sich durch Behandlung des Pettsauregemisches zuerst niit 95%igem, dann mit 75%igem
Alkohol unter starker Abkiihlung die geslttigten
Fettaauren und nachhcr die Erucasiiure abscheiden.
Demit ist einc allgemeine Methode zum Xachweis
von Ckuciferenolen (speziell Riibol) in Olgemischen
gegeben.
F a c h i n i und D o r t a 7 0 ) bcnutzen Petrolather zur Trennnng der fliissigen und featen Fett&wen. Ersterc sind darin bei jeder Tcmperatur
und in jedeni Verhaltnis Iblich, letztere bei 4
bis - 4 5 O nur spurenweise. Bei den E'cttsLuren des
ErdnuDols genugt sclion eine Ablriiltlung auf -20'
zur Abscheidung der gesamten Arachin- und Lignocerinsiiurc. L) i e s c I b c n 71) fanden uuch das
Aceton zur Trennung der Fett.sauren gecignet. Sie
losen die Fettsauren a m 20 g Fett in 150 CCIII
Aceton untcr gclindem Erwiirmen, setzen dann
tropfenwcise Wasscr zu bia zuin Eintrit,t einer Trubung und kiililen liierauf ab. Bei Gegcnwxrt von
Erdnu Wiil beginnt sclion bei 28-29" dic Auusclieidung der Aracliinsaure. D a v i d 7 2 ) will die flussigen und fcsten Fettsiiurcn trcnnen durch die Unloslichkeit der letzteren in scliwach alkoholischem
(vg1. C, a r c l l i und
Amnioniak bei 14-15'
d e P a o l i . 1909).
nei dcr bekannten Methode T w i t c h e 11 znr
Trennung der Fettsauren von der Abietinsaure ist
das Einleiten gwformiger Salzsaure und die Abkiihlung liistig. H. W o I f f 7 3 ) hat nun gefunden,
daB mit Hilfe alkoholischcr Schwefclsaurc die Veresterung dcr FcttsHurcn aiich bci gewiihnlicher
Temperatur pclingt.
U n g e s R t t i g t e F e t t s ii ii r e n.
Zuni tnikroskopkchen Sachweis von Fctten in
Gem-cben benutzt man die Schwarxflrbung niit
Oamiumsaurr. L. G o 1 0 d e t z 7 * ) weist nun nach,
d;rD St carin- uiid Palmitinsilure die Rcaktion nicht
gcben. sontlern nur olsaurc uiid ihr Glycerid.
(Deninacli ist zu vermuten, dall Linol- und Linolcnskure die Reaktion in noclr stirkerem RlaDe gcbcn.
D. Ref.)
Fur die H u b 1 sche Originalmcthode ist eine
Arbeit von I'. C o u r t o t 75) iiber die Veranderung
der Jodtinktur von Interease. Demnach spielen
sich heim Stehen einer alkoholischen Jodlosung
folgende Reaktionen a b
C ~ I & O € l - {25
- = 2HJ CH3 . CHO
CH3. CHO $- 25 t HZO = CH3. COOH 4-2HJ
Die Essigsiure wird schon im Entatchen durch
den Alkohol verestert. Kach 7-8 Monaten ist ein
+
-
Diesc Z. as, 1260 (1910).
7 O ) Qieni. Zentralbl. 1910, 11, 597; dime Z. 23,
1388 (1910).
7 1 ) Chcm-Ztg. 34, 994 (1910).
72) C%em.-Ztg. 34,. 1238 (1910).
73) Parben-Ztg. 16, 323 (1910).
74) Cheni. Revue 17, 72: diese Z. 23, 1136 (1910)
76) Chrni. Zont,ralbl. 1910, I, 1847.
69)
[,nm%
Gleichgewichtszustand erreicht, von (n,5 g Jod
waren noch 54,Ol g vorhanden, dagegen weren entstanden 12,799 g H J , 0,195 g Aldehyd, 1,936.g
Essigester.
Wiilirend bei Tranen und andercn &en die
Methode W i j s hohere Jodzahlen ergibt als die
Methode H u b 1 ,findet M e i s t e r 76) beim Perilla61 nach beiden Methoden iibcreinstimmende Werte.
I)ie Jodzahl durch die Bromzahl zu ersetzen,
wird neucrdings von verschiedenen Seiten empfohlen. In daa ungarisclie Arzneibuch wurde ein
Verfahren von W. W i n k 1 e r 7 7 ) aufgenommen,
wclclicr das Fett in Tetraclilorkoltlrnstoff lost und
dicse Losung wiedcrholt mit einer wbscrigen Ikisung
von hronisaureni Kaliuni, gcpulvcrtcm Brornkaliuin und verdiinnter Salzsaure schiittclt. Nach
y2 Stunde wird Jodkalium zugegebcn, mit Thiosulfat titriert. iind das Resultat auf Jod nmgerechnet. Eine Lhnlichc Methode henutzt W.V a u bel'e),
der aber sclion nach 1 Minute titriert und das Resultat auf Broni bcrechnet. Die erlialtcncn Bromzalilen stirnrnen rnit den hekannten Jodzahlen gut
ubcrein. \Yird die Hromatliisung nicht im Uberschul3 verwendet, sondern die Eisrssiglosung dea
Fet.tcs nach %usat,z voii 13ronikaliuni uiitl Salxsaurc direkt init I3ronmtliisung titriert, so bleibt
eine Doppelbindunp zum grijWercn Tril intakt.
(Die &refhodc v a u b c I hat den \'orfeil, daW eine
griillere Fettnieiige in Arbeit gcnun~mcn wcrdcn
kann, aber den Saclrteil des inhontugenen Mediutns.
M c 11 h i n e y ver~vcndet bckanntlich auch das
Bruin in CC'I,-Liisung. I). Ref.) Fiir Jlassenbestimmungcn empfichlt A. H e i d ti s c 11 k a 79)
anstatt der Jodzalil die Bestimmimg der Bran]ierungswiirmc.
B u 1 I und S a 1, t 11 e r 8 0 ) Iieschreihen einen
cinfachen Apparat. z i u Bromierung der Fettsiiuren
hehufs 13estirnmung dcr sogcn. Hcxabroriiidzahl.
Letztere bemitzen sic zuin Sachn cis von t,ierisehen
und pflanzliclien olen, speziell voii Spottcniil und
Ba~imwollsnmeniil in] Oliveniil deI Sardinenbiichscn. Uei Gcmischen sinkt xber die 1Icxabromidza.hl bettichtlicli unter die l,t~ccl~nete.
Auch
E i s e n s c h i in 1 und ( ' o p 11 t o r t i t? 81) verwenden die Hcxabromidprobc ztirn Sach wcis von
Trancn in Pflanzenolen. (Vgl. L e w k o w i t a c h ,
1909.) Sic finden, dall airch reinc Pflanzeniile beim
Broinicren in Chloroforiii-Eiscssigliisung zuweilen
einen Siederschlag geben, der aicli aber bei Waaserbadtcruperatur wirder auflost. Dagegen geben
Tranc, welclie auf 200" und hoher erhitzt wurdcn,
die Reaktion nicht mchr, wic dies L e w k o w i t s c h
auch bei dick gckochten Leiniilen konstatiert hat.
Im ubrigen niiillte man bei d6n Trancn cigentlich von
einer Oktobroniidprobe sprcchen. H c'i d u s c h k a
und K 11 e i t i b e r g e r 8 2 ) haben analoge Vcrbindungen aus der Chloroformlosung der Lebertranfettsiluren isoliert, indem sic diesclbc das eine Ma1
76)
77)
79)
8")
Parben-Ztg. 16, 206 (1910).
Ref. Sr4fcnsiderztg. 37, 167 (1910).
I)irsr Z. 23, 2077, 2078 (1910).
1)icse Z. 23, 992 (1910).
Cliem.-Ztg. 31, 649, 733; diese %. 23, 1909
(1910).
81) Cheru. Zentralbl. 1910, 11. 41; diesc %. 23,
957 (1910).
82) Chem. Zentrltlbl. 1910, I. 1538.
Hef;F':,
~ ~ ~ ~ ~ Fahrion:
~ ~ i Die
9 Fettannlyse
1 1 ]
und die Fettchemie im Jahre 1910.
niit H ii b 1 - Losring, das andere Ma1 mit ('lilor
behandelten. I n i crsten Falle scliied sicli die Tetrachlortetrajodtcrapinsii~ire, ('17H26C)2( Jc'l),. als
weil3er Siederschlag. ini zlvciten die Oktochlorterapinsaure, ( I 1 7H2,i02(7x, in fttrblosen Krystallen
vwn F. 62" aus. (Hierzu ist zu bemerken, dall die
Forrnel C17H2BO0 fiir die ,,Trrapinsiiiire" noch
niclit vollig sicliergestellt, ist (vgl. 'I s 11 j i i n o t o
1906. 1909. n. lief.)
L ti v c r s e i f I)
r e s.
Die pliilosopliischc Icaliult ilt der Universitat,
Miincheri hat als 1'reisnufgaI)e fiir 1910 eirie haclipriifuna der I'li~tosterinacrtatprobe und der gegen
diese hlethode vorgebracliten 1':inwande gestellt*s).
Die Feststellung H o 1 tl e s Ma), dal3 wasserig-alkoholische Seifrnlosnngen I)eini Schiittrln init Pet.rolather tlissoziiert werden, kotntnt fiir die Methode
H ii n i g - S 1) i t z dann in Bctracht,, wenn neben
Kolilen\rasserstoffrn und Alkoholen aucli Ester,
Anhydride odcr Lactone zii I~estiinnien sind, und
aus diweni Grunde neutrale Srifenlosiingen ausgeschiit telt tvrrden. Der olinehin peringc Fehler
l a U t sicli aber durcli Anwendung eines starkeren
Alkoliols nocli verniiiitlern, aul3erclrni niiissen eben
die o1)gcscliiedenrn Srutralltiirper regeliniil3ig auf
freie IPettsiiuren groriift nerclen.
('holesteriii und Isocholesterin lassen sicli 1x5qurin in Forin der Benzoate trennens4), freies Cholesterin untl ('holesterinester durch eine Iieil3e Iohige
Lijsung von Digitonin in '30"&em Alkoliol. Die
Clioleateriric,ster bleiben in Liisnng. das frcie ('holesterin fiillt in Voriii einer Kotnplexvcrbiiitlung
a
a1tsRS).
'1'. K 1 o b I) 86) hat die gesanitc Litcratur iiber
die pflanzliclien I'liytosterine ziisatntnenpestellt. Er
glauht, clan sie alle clieselhe Koristitution lmhen
wir dos ('liolcsteriri. A. P r o c I i 11 o \v 1 5 ) nieint,,
das K;tl;aofett enthalte aiilkr I'liytosterin aiich
('liolcsterin. I)as Unverseifbart des J n p n t a l g s enthalt nebm eincm l'hytosterin votn F. lJOo Jlyricylalkoliol, (:erylalkohol. &en Alkoliol
gH,oO von1
1'. 65' iind nocli ritic Anznlrl fliissiger, saurrstoffIialtiger. ungesiittigtrr Sul)stanzc~n~7).
SurJiil enthiilt dasselt)e I'liytosterin \ v i r Hartm\vollsanietiii188).
Jlinrraliil iind Harziil Iaxsen sicli in den \Vollfcttoleincti ( 1'304) bis liernlj Z I I 10-5";
nacliweisen
durcli die verscliiedcnc Iiisliclikeit in '30°/,igetn
Alkohol, nocli scliiirftr diircli ein Geniiscli von
90 Vol. Jlethyi- untl 10 Vol. ~~tliylalkoliol.huflerdeiii ist tlas Oreliungs- untl l(rccliungsrertiio,eti zu
bestimtiicm89). .4uf Grunt1 clieser Uritersclieiclbarkeit wurde tier Einganqszoll auf \Vollfcttoleine
heralgesetzt90). llire Kolilenwasserstoffe (1'304) gea:%)
84)
I ) i c w %. 23, 1315 (l!)lO).
A. JI o r 1%< c 11 i , ('heni. %etitr;tlbl. 1910,
11, 8 i 2 .
8 5 ) A. \V i 11 t i ii 11 s . ( ' l i ( ~ t i i . %cwtr;ill)l. 1910, I ,
1732; diese Z. 23. 1133 ( 1 9 1 0 ) .
8 0 ) C'hrm. %cmtr;iIl)l. i 9 1 0 , 11, : 3 3 .
8 7 ) .\I a. t t 11 c s untl H
i t i z , C h ~ ~ nZcntriilbl.
i.
1910. I , !X;dicsc %. 23, (i17 (1910).
88) 11 c n o z z i
untl .\I o r c s c 11 i , Chcni.
Zeiitralbl. 1910. 1. 1777.
8 9 ) J. J1 a r c ii s s o n , \\' i ti t
r f c I d und
&I e c k I e 11 b u r g C:. \V i 11 t I f e 1 d , Cheni.
Zrntral1)l. 1910, 11. 1953.
9 0 ) C'llelrl.-%tg. 34, 51 (1910).
(2
.
IS
(x
245
-
hiiren nacli C; i 1 1 untl F o r e s t 91) zii den Olefinen
mit rinrr 1)opprlhindung. die Zusatiiinrnsetzuiig
untl (':loH6,,.
variiert zwisclien
A. K ii n k I e I' 9.) rrliielt tlurcli I'rliitzen tinter
ai~~a~eti
gewiihnlichetii Drnck - ' T e t i ~ ~ ~ t ~ r ~ ~ t i i rfelllen - aus Olein und Stearin nahezu neutrale
Korper (Verseifungszalil 4 und 6 ) , itn rrstrn Fnll
mineraliil-, itn zweiten paraffiniihnlicli. Koks entstelit niclit (vgl. K ii n k 1 e r und S c 11 \v e d 11 e 1 i n ,
1908).
t'ber die ikstitiiniiing yon Benzin itii 'I'erpent i n 4 Iierrscht norh keine Einigkeit93). Das Verfahren von H e r z f e j tl (1909) \vurde dnrch E i b n e r und H I I c in einigen I'unkten abgeiindert94).
17 i t r I) r e a. k t i o 11 e t i .
H a 1 1) 11 e n - K e a k t i o n. I k r Vorsclil;tg
von R u 1) p (1!)07).die Kraktion im gesclilossenen
Rolir auszufiihren. sclieint Anklang zu finden.
R. JI i t r c i 1 1 r 92) rnipfiehlt, frisclie Oliveniile
1 Stunde, altr li Stunden in1 iilhad auf 120' zu
noch
erhitzen, dann sol1 10; l~a~iiti~-o11sanietiol
eine Farbung g e l ~ n . I k r .4ni,vlalkoliol IiiUt Rich
nacli L. I t o s e 11 t 11 n I e r 9 6 ) tlurch vrrschiedene
andere einwertigc Allioliole ersrtzen, dagrgen sind
Scli\~efelkolilenstoff und Scliivefel nirlit durch
andere scliwefelhaltigr Kiirper crsetzbnr. Das wirksanie Prinzip ist niclit naseirrender Scli\wfelwasserstoff.
B a I I ti o I I i II - I{ e a li t i 0 11. 1,. D e r 1 i n97)
nieint. es sollte keinr stark? Rotfiirbung verlangt,
sondern nur gesagt werden, clan bei Abnesrnheit
von Sesatnd iibcrliaiipt keinr F i i r h n g rititreten
darf. In khdnuUolen des Handels \vurdeii 1--8"/0
Sesaniol, aus den I'ressen staninirnd, gefuriden.
Die Beliauptnng der Olfabrikanten, tlaU eiti drrartiger, geringer Gehalt an Sesamol in andelen
Olen niclit zu verineiden sei, bestreitet H. S c h 1 (. g e 198). J . K o y c r 99) erhielt niit \varin geprefiten
3lohnijlen so\volil die Ptxfurol- iils die Bellirrreaktion, niit kalt ge1,reUten niclit. R. JI a r c i 1 1 e 99) erhiclt init reinen Olivenijlen niemals die
Bellier-. \volil aber zu\veilen tliv Purfurolrenktiotl.
Die Piirbutig verschulndet aber beini \Vasehen niit
alkalischern \Vasser. Das Furfrirol IiilJt sicli durch
Anis- nnd Ziintaldeliyd ersrtzen100). aogar tlurch
Benzaltleliyd101), doch fallen danii die Farbungen
etwas anders nus (vgl a. 1!)07).
Die S e s a in ii 1 r e it k t i o II t t i i t Scli\\-efelsiiure untl \\'asserstoffsuperosytl (Kreis 1903) w r sagt bei JIengen von 1--50,((. dagrgen liillt sich in
solchen Piillen nach R ii 111 e I' (IW!)) tlas Sesaniin
246
Fshrion: Die Fettsnalyse und die Fettohemie im Jahre 1810.
En d b cbemls..
abscheiden und durch Schwefelsaure und Essigsiiureanhydrid identifizierenl02).
Zum Sachweis von Pfirsich- und Aprikosenkernen in Marzipan zichen F e n d 1 e r , F r a n k
und 8 t i i b e r 1 0 3 ) das E'et,t a w und priifen es
nach €3 i e b e r (vgl. I, e w k o w i t s c h , 1904).
Die K r c i s sclie Phloroglucinreaktion (vgl. C! h w o I
1 e a , 1903) ist unzuverl&sig.
Hiilt man Schwcinespeck, Schnialz, SiiDrahmoder C'ocosbuttrr in eine Bunsenflammc, so verspritzm sie nacli allen Seiten griinblau gefkrhte
Kiigclclicn. I)cr Meiniing W. V a u b c 1 s lea), diese
Erscheinung kGnne Kupfcr vortiiuschen, widersprirlit J. F. S a. c h e r 105), indeni er sie suf
Kohlenoxyd. entstanden durch unvollstiindige Verbrennung, zuriickfiihrt.
Z i i m Saclirr-cis von Sai)litliensaurc in Fettsiiuren liist, ninii nxcli K. C' 11 a r i t. s c h k o f f 106)
in I3rnzin odcr I3enzol und scliuttelt niit einer neutralcn otler xIi\mcIi snuren Kobaltlosmig. Es t.ritt
cine rosenrote Fiirbung cin.
Ziir Unterschcidung von Terpcntiniil, Kienol
u i ~ dHarzessenz liist ('. C: r i i n a I d i 107) I Tropfen
01 in 2 CCIII I [ a 1 1) 11 c n - Iicagcns i l TI. krystallisiertc t.~arliolsiiiirc in 2 Tln. 'Tetraclil~~rkolilcri~toff)
untl sctzt cliwc lijsiing niit IIilfc cines bcsonrleren
klrincn i\plinratcs der Kin\\ irkung von Bronidiinipfen aus. 'I'crpcntiniil gibt gar keine oder
liiiclisteris einr ycIblic\irotc, Kim61 cine carnioisinrote i d Hiirzcsmiz cine iuiilachitgriine Plrhung.
-
.
n z i g I< c i t . F c t t o x y tl a t i o n
I ' i r n i s c 11 c n i i c.
Voii Intcbressc ist die Untcrsuchung cines
Oli\.enijls, rvclclic~siiber 200 .Iahrc in einerii irtlcncn
GefiiDc gestantlen Iiattc, (lurch :I. A g r e s t i n ilox).
I)as 01 stellte cine dickc, fliiorescierendc, ranzige
Rlnssc dnr. niit ~iissclieidiiiipcii cines festen, \veiDliclien Fettes. \'on den Kennzahlen des fliksigen
Antcils seien folgende a.iigefiihrt: Sliirezahl 1 l9,6,
T'erseifunpzalil 252,5, Jodzalil 51.2, R e i c 11 A r t A1 e i 13 1 - Znhl I ,!J5, ~~ctroliiflirrutili~slicl~c
Oxysiiiiren 31,4",,.
;\ng:cLsic:lits der nicdrigen I t c i c 11 r t - 31 i D 1 - Znlil 1;~niitlie betriiclitliche ISrhtiliung der Vrrarifung~zahl nicht von fliiclitigen
Fc.ttsiiiircn, sie iiiiiW viclniclir, wic Hef. schon
wietlcrliolt I)ctontc, von tlcn OsysIiurcn herriiliren,
welclic :iiiBor dcr ('arl~osylgriip~,e
noali andere, nur
scliwacli saiirc C~ruppeii cntlinltcn. E. v it II
A 11 b e I l ( J 9 ) liell das Iiclit eiuw Quecksilbcrdampf- Qiiarzlani),o aul' Olivciiiil cinwirkcii und konstatierte tlie I%ildungvon Ozon. G e 11 t h e (1906)
h a t bci analogcr Ikhn.ntlIiiiig des lAeinolskein Ozon
gefunden.
.L\nscsiclit s dvr eiiorinen Verteuerung dea Lcinols wurtle deasen Yriifung i i u f lieinheit von erIililiter Retleiituiig. Leitlrr scliwanken die Kennzahlen stark, so nalini nian seither als untere
Grenzc fiir die Jodzalil den Wert 170 an, indessen
It
ii
(a
(b
-
. .-
102)
1°3)
lo*)
1O5)
I0G)
107)
108)
1°R)
H. K r c' i s , Cliein.-Ztg. 34, 1040 (lO10).
Ref. dime %. 23, 1044 (1910).
Cliein.-Ztg. 34, 686; dicse Z.43 2393(1910).
Chem-Ztg. 34,823; diese Z.43,2393 (l!)lO).
Clieni.-Ztg. 31, 50; diese Z. 25, 1378 (1910).
(~heni.-%tg.
34, 721: diese Z.23,2010 (1910)
I<(+. Scifensictlerztg. 97, 1254 (1910).
Cheni.-Ztp. 34, 107 (1910).
.c I r .
C I I . ( c H ~ ; ,. c1o 2 0 .
/
0
Hefffi412
$ ~ ~ ~ ~ , $ 9 Fehrion:
, , ]
Die Fettanalyse und die Fettchcmie im Jahre 1010.
(Leider kennc icli bis jetzt die ruseischc Originalarbeit nicht. Aus den Fornieln folgt zuniichst, daB
0 r 1 o w lwini 'I'rockenprozrlJ auch einc Wasscrabspnltiing annimmt. was sicher riclitig ist. Dagegen trifft die wcitere Annahme, daB auBer molekularcni auch atoniarer Sauerstoff aufgenommen
wird. liir den primaren 1'rozeB sicher nicht zn.
Scl!lirl3lich niuu auffallen, daB das flussige Oxydationsprodukt anschrinrnd ein Derivat der Linolensaurr, das Linosyn srlbst dagcgen cin solchcs der
Linolsiiuw sein soll, woeii nocli koinnit, daB die
ziigriinde gclegtcn Fornirln der Linol- und Linolensaure nicht riclitig sintl. I). Ref.) A1 e i s t e r 118)
findct fiir voll lioiiinieri rinpc-trocknet en Leinijlfirnis
die .Joclzalil 26.9 und 29,l. Derselbellg) hat interessante \.ersiiclic- iilwr den TrockenprozeU der Trane
angmtellt. Er setzt vicl rasclier rin als Ijcini Leinol
uiitl ist in dcr J ? e y l srlion in 24 Stunden beendigt.
IXc Kiirvr der S;iiirrstciffzaliIcn ist niclit S-forinig,
suiidcrn steigt \-om erstcn Augenbliek an gleicliIiiiifiig. Sacli I:rreicliung des Gewichtsinasimcitiis
findet 2 'J'age lang aliiverlisclnd (:en.iclitsabnalime
untl -zuiiaIinic statt, dann gleichmPUig A h a h m e .
Das J l a s i i i i u i n fiillt, wic beim Leinol, annahernd
niit Clem Troclicnscin zusaninien, die Hiiutclien
sind alwr nocli inelirere Woclien lang klebrig, uin
alsdann vollstSnclig zit vrrliarzen. r\ber auch dann
noch sind sic, ini Gegcmatz Z u n i Linoxyn, in C'hloroform r i d Kt Iicr Ieiclit lijslicli. Sililatit-c hesclileunigen tlcn 'TrockenlirozelJ vie1 weniger als beim
Leirid. tlagcgcn liegcn tlie Sauerstoffzalilen der
Eiriiisse liijher als dic tlcr reinen 'l'rtinr. .\I o 1 i n a r i
und S c a n s e t t i 120) wollen ziim Stiidiuni des
Trocltenprozesses tlir Ozonzalil (1905, 1906) Iieranziclien. 11. K u 11 1 1 2 1 ) nic.int, daB dic Pirnisbildung
des Leiniils - penieint ist \volil tler 'I'rockmprozcB eine Aiitosydation dimtcllc und durcfi l'erosyde
besohlciinigt \verde. (Let ztcrrs wircl von vrrschicdenen Sciten lwstrittrn. D. Ref.)
Suc,li 11'. 1.' I' i t z 122) ist dcr Linolcunizemcnt,
d. 11. ein C4cniiscli von Lirioxyn, Koloplionium,
KopaI otler liicinusol mit Kork- oder Holzmelil
hc!r tc H aidrlsart i kcsl gc\vorden, den tlie Linkrus tafabrilien von den Linolciimfsl~riken bezielien. Der
nert vollste U3estnndtcil ist natiirlicli d:is Linoxyn.
Zri seiner quantitativen Ucstiiiiniung war vorgeselilagcn
orclrn, den Zeinent unter Druck mit
Benzol niisziizielicn, Vf. erhiclt aber nach dieser
hlctliotlt~ zir nicdrige I<cwiltate. (Nan wird niit
alkoliolisclier Laripe aul.icliliellcn miisst.n. I>. Ref.)
Xavh I) c n i s c 1 1) e n 12:') kann Linolcuni durch
Zusatz yon Siitriiini I)iciul)oii;rt feurrsicher geinacht
urrdcn. J . H e I' t I< 1 1 r 11 124) tcilt mit, daU das
r i h c Lriliiil \ o r d('ni I%lasen (zum Zweck der
Linol(,iiiiiIJri.c.itiiii~) z\\eckiiiiiliig liingcre Zeit auf
150--2fjU" erhitzt tvird. Dabei sclit.idi:n sicli, bes o n c l w x i i i i s unrcincn Glen , gcwiasc I'oIymerisationsj)rociiikte in C ~ r n is o n IiIadcn wid OilIiiiiiten
ab.
Mcse Absclicitiiirigen sind zu bcseitigen,
weil sic U r l n d e untl Explosionen veraiilassen kon__
._
.
1 1 s ) Clirni. Ilevur 17, 260 (191U).
119) Farbcll-Ztg. 15, "1";
16, "I (1910).
12") Kef. C'htbm-Ztg. 31, 1345 (1910).
121) ~ ~ l l e mZcntrnlbl.
.
1910, I, 1x1.
1 2 2 ) C'l1en1. Revue 17, 126 (1910).
123) C'llenl. lic~vllr I Y , 187 (1,910).
124) C'lieni.-%tg.31,4Ci"; tlicse L. 23, 1:3$2 (1!)10).
~
247
nen. Sie sind aber niclit wrtlon, sondern zii 01Iacken ver\rendbar. Wenn a h brim Erhitzen von
Leinol auf 2GO" eine richtigc Crlatinierung eintritt,
die bei 280" wicder verscli\vindet125), so ist eine
Falschung mit Holzol walirsclieinlich.
Sacli Ersatzniittcln fur das tcure Leinol wurde
naturgemaB mit Eifer gesucht. In erster Linic ist
natiirlich an die iibrigen trocknenden 8le zu denken.
H a n f o 1 sol1 ncuerdinps in grijl3eren Ilcngen euf
den Markt komrncn. Die griinc Parbc stiirt nicht
und ist auBerdcm durcli Fullererde leicht zu bescitigen. Die beini Trockncn entstcliende Haut sol1
diejenige dcs Lcinols durcli griiUere J'estigkeit u n d
Klebfrcihcit sogar nocli iihertreffen126). Das
1' e r i 1 1 a ij 1 (1!)03)wurdr von ,\I e i s t e r 7 6 ) auf
seine Trockcnfiliigkeit untersuclit. ICs hat. wie
sclion W e g c r konstatiertc, d r n Sachteil. daD
diinne Schichtcn zu Tropfen zusamnienlaufen.
Durch Erliitzcn auf 250" I l D t sieh aber dieser S ach teil beseitigen. Durch Floridarrdc ist cs leicht zu
blciclicn, die Firnissc trocknen noeh raseher als
Lriniilfirnisse. aucli die Dickijle s i ~ i dgut. Aber day
81 steht nicht in genugeaden JIengen zur Verfiigung iinti daher im I'reise noch lioher nls dm
Leiniil. \'on den 1iall)trockncnden Glen ist an ctrster
Stellc diis S o j a b o 11 n e n o 1 zii nennen (sieho
spiiter), das ebenfalls von >I e i s t e r 1 2 7 ) nuf seine
Trockcnfiiliigkeit gepriift wurdr. Jodzahl 133,
Sauerstoffzalil 17, Troekmzc.it 6 'rage, bei Firnisscn
12 Stunden. -\her die lcirnissr zcigen die ISigenscliaft drs .,Kriccliens" irntl tlas Hiutclieii ist sehr
weich. I)as OI ist IiiicIistrns aIs Zrisatz zum LeinoI
- bis 35:& - zii enipfehlrn. Srin Sacliweis ist
schwicrig, es gibt auch eine grringr Hrsabromidzalil. Sacli einer anderrn Aiisiclit1") kann man
fur Lacke dcin LrinoI l)is zii 500{) 13olineniil ziisetzen, irnd letzteres giht Tiir sicli nllcin rin gutes
IXckiil. IAeitlersticg infolgr der verniclirten Saclifrage aucli der l'rcis des J3olincnols rasch. Das
B i g e r 6 1 (aus den Saiiicn finer indischen Kompositc) stelit, trotz anniilicwid glriclicr Jodzalil,
dem Bolinend :in Trockenkraft betrIichtlic21 nach,
mit Sikkativen fiirbt rs sicli tlunkrl, iind dic Hiiutchen bleiben lange klcbrigl29). A4uclian das T a b a ks a m c n ij I als Lcinijlersatz \viir.de pdacht130), das
untcr Unistiinden in griilierrn Jlengen crliiiltlicli
wiirc. Was clic 'J? r a n e betrifft, so trocknen nach
$1 e i s t e r 1 1 9 ) die Waltr;ine sc~lir sclilectit, die
Lebcriilc etu as besscr, a i i i Iwsteii tlie sogcn. Piscliole, sotvie Hrrings-, Sardinen- wid liauptsiiclilicli
Jlenhadcntran. S i i r dic letztercn licfrrn cine \Venn
aucli klcbrige Firnishaut inid, in einrr Mcnge von
2 5 4 0 % den1 Lcinol eugcsrtzt. init 6% Iiarzsaurem Bleiinangan brauchbarc Pirnisse. Der Sacliweis der Tranc ist scliwierig, dir Hesabromidprobe
nach L e w k o w i t s c h (1909) Iiilit noch 1504 crkennen. Als Leinolersatzriiitte1 \vurde sclilieBlich
noch cin bei dcr Tecrdcstillation abfallcndes Produkt, das ,,L e i n i n" empfohleri1"). Es trocknct
- ..~
- .-
C'lieni.-%tg. Rc11. 1910, 1G7.
Farben-Ztg. 16, fi32 (1910).
1 2 7 ) Parlwn-%tg. 15, 1486 (1910).
l f 8 ) Chern-Ztg. Kep. 1910, 312.
1 2 9 ) M c i s t e r , Purben-Ztg. I6,20; C'.
ni a n n , Farbcn-iStg. 16, 55 (11J10).
l a o ) Scifensiederztg. 37, 1400 (1910).
1 3 1 ) Iq'arben-Ztg. 19, 2120 (1910).
lZ5)
12(j)
N i e p t:-
erst in drei Wochen, durch Oxydation mit Salzsiiure und Bichromat soll es verbessert werden.
DaB daa Mineral61 fiir Firniszwecke durchaus zu
venverfen ist, hat W. L i p p e r t 132) erneut gezeigt.
Sikkative und Firnisse. Coste
und A n d r e w s 133) finden Handclssikkative stark
verfalscht mit Bariunisulfat und Calciumcarbonat,,
an Stelle von Blei- und Manganoxyden wird heute
vielfmh au'ch Kobaltoxyd benutzt.. Harzsaures
Chrom und harzsaures Nickel sind als Sikkative
nicht geeignctl34). Fliissige Sikkative e n t h a h n ,
wie B. B 1 a. c k 1 e r 1:15) findet, oft vicl harzaauren
Kalk, der fur den eigcntlichen TrockenprozeB fast
wertlos ist. Gutc E'irnisse sollten nicht mehr als
1,604 P h oder 0,15:(, Mn oder 0,23% 1% $- 0,04676
Mn enthalten. ini Sornmer kann der Gehalt noch
niedriger sein. Fiir .%uuBenanstrichcsind bei trockeneni Wetter mine Jlanganfirnissc zu empfehlcn,
welche aber das Mangan nicht als Resinat enthalten diirfen, hci feuchtem Wetter Bleimanganfirnissc. Ubcr den zulbsigcn Harzgehalt der
Resinatfirnissc iiullerte sich H. W o 1f f 136). 3 bis
4'7" genugen, aber a m h sonst rdine E'irnisse enthalten bis zu 69". Wcnn die Saurezahl iiber 12,
das spcz. Gew. hoch oder die Refraktionszahl (bei
15" mit Satriunilicht) iiber 92 ist, sollte das Ham
quantit.ativ bestiinmt wcrdcn73). Ein Handelsfirnis war niit 4yh Leichtbenxin, ein anderer niit
404, Harzsauren aus eincm billigen Manilakopal
verfalscht. Die Fragc, ob Leinol oder Leinolsaui-e
Schwefelzink last, ist fur die Haltbarkeit der
Lithophoneanstriche von einiger W e u t u n g . Nach
M. R a g g 137) trifft obiges nur fur die Leinolsiiure
und erst bci Wasserbadtemperatur zu, dagegen
konnte hl e i s 1.o r 138) in einem Schwefelzink enthaltenden Firnish5utchcn nach drei Wochen gcliistes Zink nachweisen. 6lbleiweil3, das durch
SchwefelwRsserritoff gesehwiirzt ist, wird am Licht
wieder weiD. E. 'r a u b e r 130) glaubt, daB die
Peroxydc des 01s das Scliwefclblei zu IHeisulfit
oder Bleisulfat osydieren. Ein 6 Jahre alter Ansbricli von 6lblciweil( wurde einer Schwefelwas~ierstoffatrnosphilre ausgesetzt. und dann an einigen
Stellen mit Mohnol ubcrzogen. An diesen Stellen
war schon nach einigcn Tagen einc Ausbleichung
zu erkenncn. Uci frischen Anstrichen erfolgt die
Bleichung sogar, wenn auch nur langsam, im
Dunkeln .
A. K r e i k e n b a u m 140) hat die Kennzahlcn
des chinesischen H o 1 z o I 8 beatimmt (Jodzahl
170,4) und meint, daB diejenigcn des japanischen
Holzols bis jctzt noeh gar nicht hckannt seicn.
A. W c i n s c h e n k141) crhitzt daa Holzol niit
Zinkstaub auf !30---200", wodurch es die Eigenachsft
des
-.
.- Gerinnens verlieren soll. Auch die
1 3 2 ) Chcni. Ht.vuc 17, 215; dicsc Z. 23, 2392
(1910).
133) Ref. dirso %. YY, 1633 (1910).
134) Farbwi-Ztg. 16, ($52 (1910).
135) Ref. Farben-Ztp. 15, 1698 (1910).
130) Farbcn-Ztg. 16, 267, 324 (1910).
137) Farben-%t,g.15, 1908 (1910).
138) Farben-Ztg. 15, 8274 (1910).
lao) Chern.-Ztg. 34, 1126 (1910).
lao) Chem. Zontralbl. 1910, 11, 1321; diiesc Z.
a3, 1740 (1910).
'41) I). H. 1'. 219 71.5; dicse Z. 24, 767 (1910).
Trockenkraft leidet dabei, la& sich aber durch
Sikkative wieder wecken. M e i s t e r 142) konstatierte, daB beim Erhitzen des Holzols scine
Saurezahl sinkt, a19 U m c h e vermutet er Anhydridbildung am den freien Fettsiiuren. h i m Gelatinieren sinkt die Veraeifungszahl. Der TrockenprozeB vcrlauft wesentlich anders als beim Leinol,
sehon h i einer Sauerstoffaufnahme von 4-60,b ist
daa 61 trocken, nimmt aber nachhcr noch betrachtlich an Gewicht zu, die durchschnittlichc Sauerstoffzahl ist 14. Dickgeblaaenc und dickgekoehte
Holzole nehmen, wiederum im Unterschied zum
IAnol, nicht. vicl wenigcr Sauerst,off auf ah unbehandelte. Wahrscheinlich beruht das matte Antrocknen vorwiegend auf Polymerisation. K r tl. y c r 143)
betont, dall daa Holzol fur sich allein immer eisblumen- cder netzartig trocknel, daB aber dimem
cbclstand durch Zusatz von Kolophonium abgcholfcn werden kann. Wiihrend beim Erhitzen \-on
TAn6l odcr Standol niit Koloplioniuni die freicn
Fcttsiluren zunehnien, ist cs heini Holzol nmgekelirt, was bci der F a b r i k h o n von Hltrzlacken
eincn Vorteil bedcutet.
L a c k e . Aucli daa T e r p e n t i n 6 1 ist im
Laufe des letxten Jahres noch weitcr ini Preise
gestiegcn und wird dahcr viclfach verfalncht. Xeu
ist einc von W. V a u b c 1 144) beobachtcte Verfiilschung mit Kopalol. Mehr und mehr wird ahcr
das Terpentinal durcli anderc Produktc, in erstcr
Linie durch I'etroleuindestillate, ersetzt. Dcr Verband deutscher Lackfahrikanten hat beschlo~enl4~),
daO Lacke, die nicht a h reine Terpentiniillacke bezeichnet werden, mit Hilfe von Terpentinolersatzmitteln hergestellt werden diirfen. An die letzt wen
sind folgende Anforderungen zu stellen: Plammpunkt iiber 21", Sicdcgrenzc 140-180". Gcruch
mild, kcinc Fluorcscenz, hohes Iikmngsrerrnijgen.
Sach W. E. F. 1' o w n e y 140) bcschleunigcn wedcr
Terpentinol, noch seine Ersatzmittel den l'rockcnprozeB wescntlich, sic kiinnen hixhstcns in dcr
Weise giimtig wirkcn, dnll infolge ilirer Verdunstung immer neuc Anteilc des Lacks niit dcr
Luft in Berulirung kommen. 15. S c h L f c I 147)
mochte Benzin, Bcnzol, Tcrpcntinol m w . w p e n
ihrcr gesundlieitsschidliclien Wirkung fiir die Lackfabrikation ganz verboten und durch Schwcrbenzine ersctxt schen. Bei dcr Kopalschnic~lzcsind
zwar die freien Fettsiiuren des IAnBls von lkdeutung, weil sie die Lusungsteniperat~zrdes Xopals
herabsetzen, aber reine Leiniilsaure gibt keincn
brauchbaren Kopallack. Bei Gcgenwart von et was
Wasser konnen ungescliniolzene Kopale untcr Druck
direkt im Lcinol gelost werden, weiI sich infoIge
partieller Hgdrolyse freie TJeinolsaurc bildet. \V a 1 k e r und L e w i s 148) haben vcrzinntc Konservenbiichsen niit Kopallack iihrzogcn, un1 sic gcgen
same Safte widcrstandsfiihiger zu machcn. Aber
die Korrosion des Metalls wurdc dadurch sogar
beschleunigt, vermutlich weil die ungesiitt igten Vcr-
_ __ _
Chem. Revue 17, 150 (1910).
Farben-%tg. 16, 73 (1910).
Diesc Z. 23, 1165 (1910).
146) Chem.-Ztg. 34, 695 (1910).
146) Chcm. Zent,ralbl. 19lO,II, 116; dicw %. R3,
2009 (1910).
147) Farben-Ztg. 15, 2334 (1910).
148) Chem. Zentralbl. 1910, I, 1764.
las)
143)
144)
HeftXGXIE" , { ~ ~ ~ ~ i S l l , ]
Fahrion: Die Fettanalyse und die Fettchemie
-~
bindungen des Lncks den aus Metall und Saure entstehcnden Wasserstoff in statu nascendi absorbieren.
1: e t t s p a 1 t u n g.
Bei richtiger A u t o k 1 a v e n s p a 1 t u n g
gut vorgereinigter Fette sind Bleichmittel iiberfliissig149). B u d d e und R o b e r t s o n 150) wollen
die Fette direkt mit schwcfliger Skure unter Druck
spalten. J. G i o t 11 151) empfiehlt wiederholt die
Methode K r e b i t z als fur Seifenfabriken am
besten geeignet. Bei der T w i t c h e 1 1 - S p a 1
t u n g von Cocosfett gehcn nur 0,27% fliichtige
Fettsauren weg, und auch diese konnen durch Kondensation der Dampfe wiedergewonnen werden162).
Die Vereinigten Chxnischen Werke, A.-G., in Cliarlottenburg wollen das T w i t c h e I 1 - Reagens
durch sulfuriertcs FVollfett ersetzenl63).
Die It i c i n ti s 1 i p a s e braucht eine gewisse
Menge Sllure nur zu ihrer Freimachung aus deni
Zyniogen. Die einmal freigeniachte Lipase wirkt
am besten in neutraler Lijsung, gegen Alkalien ist
sie empfindlicher als das Zymogen, in alkoliolischer
Losung ist sie unwirksani154).
Fur die Fettspaltimg durch P a n k r e a s ist
das 'fcmperaturoptimum 40". Die Spaltung wird
durch Alkali begiinstigt, abcr nur in Konzentrationen bis 1/150-n. Auch Keutralsalzc wirken in
verdiinnter Losung giinstig, in konzentrierter hemmend. Die Zwischenprodukte der Spaltung, Diund Monoglyceride, veriindern die Keaktionsgeschwindigkeit niclit, Glycerin beschleunigt, Seifen
und freic Fettsiiuren vcrlangsanien siel55). Auch
Elefantenpankreas a i r k t fettspaltend156).
~
8 e i f c ii.
bl c B a i n und T a y 1 o r
157) koninicn durcli
Leitfliliigkeitsriiessungen niit Satriumpalmitat zu
dern Selilusse, dall - entgegen der Ansicht
K r il f f t s - die nornialcn Scifen in konzentrierter
rriger Losung keine Kolloide sintl. IJnigekehrt
schlieUen B o t :L z z i untl V i c t o r o w 1 5 8 ) am
Dialysierversuclicn mit einrr konzcntricrten Losung
von Marseiller Seife, dnB dirse Losung kolloidal sei.
Eine interessante Abhandlung von J. I, e i m .
d 6 r f e r 159) iiber die Kolloidchemie der Seife bezweckt, die bis heute enlpirisclle Kunst des Scifen,
sicdens in cin \\.issenscliaftliclies System zu bringen,
Es seien liier n u r zwei SItze angefiihrt. Die Zu.
saniniensetzung einer Seife ist nicht nur dureli dic
Teniperatur, den Druck, die Art der fettsaurer
Salze, sowie durch die Art der anwesendcn Elektro
lyte bedingt, sondern sie liangt aullerdeni von dei
-~
_149) ,\I a n n i g , Scifrnsirderztg. 31, 92 (1910)
1.50) Engl. I'at. 5 i l 5 ; Seifcnsiedcrztg. 31, 70f
(1910).
151) Seifensicderzt,g. 37, 290 (1910).
1 6 2 ) 0. S t e i n c r , ('IlcIn. Rcvue 17, 10; dies
Z. 23, 428 (1910).
153) Diese Z. 23, P237 (1910).
164) I
'.T a 11 a k a , C!hem. Zentralbl. 1910, 11
163s.
165) E. F. T c r r o i n e , Clieni. Zentralbl. 1910
J, 1155.
1 5 6 ) E. F c r n a n d c z , C1icm.-Ztp. 34, 331
(1'310).
1 5 7 ) Bed. Bcrichte 43, 321 (1910).
168) Ref. Seifensiedcrztg. 31, 1170 (1910).
159) Seifensiedcrztg. 31, 695 (1910).
(:h. 1911.
im
24 9
Jahre 1010.
teihenfolge ab, in welcher die Elektrolyte zugesetzt
turden. Schutzwirkungen in Seifenlosungen beleuten die Erhohung der Stabilitat der fettsauren
jalze und gewiihnlicli eine Erhohung der Adorptionsfiihigkeit. Uber die reinigende Wirkung
ler Seife hat W. S p r i n g 160) (1909) neue Veruche angestellt. Sie beruht auf der Bildung betandiger Adsorptionsverbindungen, welche unter
Vasser kein Adhasionsvermogen mehr gegeniiber
Lnderen Korpern zeigen. Kach D o n n a n und
o t t s 161) beruht die Emulgierung von Kohlenvasserstoffen durch wasserige Seifenlosungen auf
iner Verminderung der Oberflachenspannung 01Nasser durch die Seife. Dieser Wirkung wirkt aber
lie koagulierende (aussalzende) Wirkung der Nariumionen entgegen. lnfolgedessen liegt bei lauriniaureni und myristinsaurem Satrium das Optimum
ler Emulsion bei einer Konzentration von 1/300-n.r
:rst bei den hohermolekularen Fettsauren gewinnt
lie erste Art der Q'irkung die Oberliand. F r. E p e n d a 11 1 162) bespricht samtliche Vorschriften
cur Priifung gefirbter Baumwollgewebe auf Kochm d \Vascliechtheit, um schlieBlich eine Losung von
5 g Marseiller Seife und 3 g calcinierter Soda in
1 1 Wasser vorznsclilagen. Die Bestimmung der
Waschechtheit wird bei 30-55" vorgenommen, zur
Bestininlung der Kocheclitheit wird 1 Stunde niit
obiger Losung gekocht.
G . H a u s e r 1 6 3 ) gibt zu, dal3 die Seifen aus
Keutralfetten in Qualitlt denjenigen aus Fettsauren iiberlegen sind. Der Grund ist ausschliel3lich der Glyccringehalt, es rmpfiehlt sich daher,
aucli bci dcr Carbonatverseifung etwas Xeutralfett
init zu vcrarbeiten. R. G.164) macht darauf aufmerksani, dall die englischen Kernseifen stets vollstandig neutral. seien, wahrend die deutschen oft
bis zu O,So/, freies Satron enthalten. Er empfiehlt
naclitragliche Scutralisierung des letzteren durch
Fettslure. Zur Bestimniung des freien Alkalis empfiehlt V. H o t t e n r o t h 165) Entfernung der Seife
durch Aussalzen, der Carbonate durch Clilorbarium
und Titrierung des Filtrates. Ein blinder Versuch
ist notwendig. Die Vorschlage von L u k s c h (1909)
beziiglich Vereinfachung der Carbonatverseifung
sind nach 1'. K r c b i t i 166) nicht neu, mit Ausnahnie der trockenen Verseifung. 0 b letzterc einen
Vorteil bringt, ist fraglich. E. L u k s c h 187) hat
bereits wieder eine neue Idee, er will die Seife
vom Seifenleim ohnc Aussalzen durch die Zentrifuge trennen, cbenso die Autoklavenmasse. Auf
folgende Artikel kann nur verwiesen werden. Uber
den Marseiller SiedeprozeD168). Das Schwitzen und
Beschlagen bei Kernseifen169). Teclmik der Toiletteseifenfabrikation170). Anfertigung von Esch-
'
__-
160) Cheni. Zentralbl. 1910, I, 391, 695, 6!W;
diesc Z. 23, 128 (1910).
161) Ref. Chcm. Revue I?, 272 (1910).
1 G 2 ) Ref. Seifensicderztg. 31, 1322 (1910).
1'3) Seifcnsicderztg. 31, 280, 329 (1910).
164) Seifensiederztg. 31, 796 (1910).
165) Seifensiederztg. 31, 601 (1910).
166) Seifensiederztg. 31, 28 (1910).
1 6 7 ) Seifensiederzt.g. 31, 1421 (1910).
1G8) F. G o 1 d s c h m i d t , Seifensiederztg. 31.
487 (1910).
l e g ) Seifensiedcrztg. 31, 48 (1910).
1 7 O ) G . H a ni e r , Seifensiederztg. 3'1. 601 ;
diese Z. 23. 1389 (1910).
32
260
Fnhrion: Die Fettanalgse und die Fettohemio im Jahre 1910.
wegeraeife unter analytischer Kontrolle171).' Rheinische Schmierseifenl7*) . Transparente Glycerinseifenl'a). Bei den Textilseifen ist nach R. A.
C 1 o g h e r 174) die Stearinsaurc das walkende oder
filzende, die b i u r e daa waschende oder reinigende
Prinzip. Auf die Zusammensetzung dea Wassers ist
Rucksicht zu nehmen. A. W a 1 t e 1-176) will Scifen
mit Fcttlosungsmitteln in der Weise herstellen, daB
daa in Ather, Accton, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff usw. gelostt? Fctt mit starker Kalilauge
behandelt und erst wiihrend dcs Vcrseifungsprozesses Wasser zugefugt wird. Zu mechanisch
wirkenden Scifen verwendet It. It c i I3 176) anstatt
Marmorpulvcr usw. die sogen. ,,licscrvecellulose".
L. Blumerli7)willanstattausRicinusol(s. Monopolseife) aus sulfuricrtcr Kicinolsaure cin kernseifeniihnliches Produkt herstellen. S c h r a u t 11 und
S c h o I 1 e r 178) hnben auf die Darstcllung quecksilberhaltiger, drainfiziercnder Seifcn ein I'atcnt
erhalten. Der wirksame Bestandtcil ist das S a triumsalz der Osyquecksilber-o-toluylsiiure
C6H,(HgOH) (CH,) (COONa) .
Von den arornatisclicn Dcsinfektionsmitteln sind
nach W. S c h r a u t h 1 7 9 ) hauptsachlich Di- und
r.
lribromnaphthol, sowie Tetrabrom-o-krcsol fast
ungiftig und seifcnfest (1909). I3ei den konsistcnt.cn
Mascliinenfetten, welche bckanntlicli a18 wesentlichen Bestandtcil eine Kalkscife entlialten, macht
F. K r a j c n s k i l a o ) auf die eigentunilichc Rolle
des Wassergehaltcs aufmerksam. Er betrachtct das
Wasser als chcmisch gebundcn, wcil bei volligcm
Fehlen dcssclben das Fctt gar keine Konsisknz hat
und schon bci gewiihnlichcr Tcnipcratur glatt aus
dem Lager gcdruckt wird. Die Eisenseifen dcr
gcsPttigten Fcttsliuren sind, wie F e i s t und
A 11 e r n h a m m e r 181) finden, in den Fcttcn nur
in der Wlirnie liislicli, beim Erkaltcn sclieidcn sic
sich wieder ab.
F. G r u n c r 182) hat scinc Mischungcn von
Xatriumsuperoxyd rind Tetrachlorkohlcnstoff (1909)
nunmchr patentiert crhalten. E. S c h c i t 1 i n 183)
will die Alkalisuperoxyde durch Vermischen rnit
Kolophonium in handlichc Form bringen. Die Behauptung, daW Satriumperborat bei seiner Vcrwendung als Bleichmittel das gcfiihrliche Katriumsuperoxyd liefern konne, wird bcstrittcn184). I n
rcinem Zustand ist cs kryst.allisiert und cntspricht
der Formcl S a H 4 0 3 4 H 2 0 . Xcucrdings wird
1 0 H 2 0 , angeboten, er
auch Ycrborax, Sa2S,0g
enthalt aber wcnigcr aktiven Sauemtoff und ist
leichter zersctzlich. Einc gute saucrstoffhaltigc
'
+
+
-
E. H e l3, Scifensiederzt.g. 3Y. 110 (1910).
Seifensicdrrztg. 37, 191 (1910).
173)
H. A
171)
II
to
II
y , Seifcnsicdcrzt.g. 31, 569
(1910).
174)
176)
Ref. diesc %. 23, 2394 (1910).
Franz. Pat. 405 172; Chem.-Ztg. Rep. 1910,
196.
17'3)
177)
178)
179)
181)
182)
183)
184)
D. R. P. 272 891; diese Z. 23, 1743 (1910).
D. R. 1'. 227 993; diese Z. 23, 2394 (1910).
D. R. 1'. 216 828; diese %. 23, 140 (1910).
Ref. diesc %. 23, 1733 (1910).
Seifensiderztg. 37, 1288 (1910).
Chcm. Zentralbl. 1910, IT, 1681.
D. It. P. 216 898, 219 042.
D. R. I?. 228 081.
Seifensiedcrztg. 37, 278 (1910).
a
w
~
~
~
-~
Seife existiert noch nicht. B o B h a r d t und
Z w i c k y 186) finden die von F u h r m a n n (1909)
angegebenen Methoden zur Bestimmung des aktiven
Sauerstoffs in Weschmitteln ungenau, am beaten
wird der durch Zersctzung rnit Schwefelsiiure und
Braunstein
entwickelte Sauerstoff gemessen.
P. H e c r m a n n 188) erhielt bei dcr Priifung sauerstoffhaltiger Waschmittel mit dem kalkhaltigen
Lcitungswasser besserc Resultate als mit destilliertcm Wasser.
l m iibrigen kommt auch
G. B c n z 187) auf Grund praktischer Versuche
wiederum zu dem Resultat, dal3 das beste Waschmittel cine gute Kernseife, das beate Bleichmittel
eine Kombinat'on von Luft, Licht und Wasser sci,
und daB das Waschen und Bleichen am besten
getrennt ausgefuhrt werdcn. Auch A. S k i t a 18s)
halt einc p t e Kernscife, konibiniert niit. Soda und
cincm weichen Wasser, noch heute fiir das beste
und billigste Waschmittel.
Angrsicht s dcr steigenden Fettprcise, welchen
infolge der Konkurrcnz die Scifcnpreise nicht folgen,
miissen besonders die kleinen Scifensieder auf die
billigsten Itohmaterialicn eifrig hcdacht scin.
C o c o s - und I' a 1 m k c r n f e t t sind heute unerschwinglich, nur noch die Abfiille gelangen in
die Seifenfabrikenl89). C 11 i n a t a 1 g (auch Pflanzentalg, Malabartalg, Illipcfctt, Stillingiaol genannt)
ist., bci entsprechenden Prcisen, ein guter Ersatz
fur Kerniil. Auch die K a r i t e b u t t e r wird fur
die Scifcnfabrikation in Aussicht genoninien190). Seit
zwei Jahrcn ist cs gclungen, dns I< c n z i n k n o c h c n f e t t (hauptsiichlich durch Rlcichimg)
so zu vcredcln, daI3 cs dirckt fur Haushaltseifen
verwendbar ist., an Stelle dcs tcurrn Rindstalgs191).
Auch fiir das tcure Leiniil, das Hauptinatcrial fur
Schniicrseifen, fand man ciricn Ersatz in] 8 o j a b o ti n e n 6 1 192). Die Sunliglit Soap Co. sol1 sich
um den Anbau der Sojaboline in Cj.'d,,
u afrika bcmuhcn193). 1Sinstwcilcn ist auch dicscs 01 fur den
Seifcnsieder zu teucr gcworden. Es wurdcn dahcr
Versuchc mit It ii b o 1 gcniacht. Ks kann aber dem
IRiniil hiichstcns in einer Mcngc von 30yh beigemisclit werden, und auch dann ist noch grol3c
Vorsicht notig194). Sacli ciner anderen Ansicht
kann es im Sommer mit 20% Harz dirckt verwcndct. werdenl96). Mit W. F a h r i o nsz) ist auch
G. K n i g g e 196) dcr Ansicht, daI3 die S t i c p c 1 schc Veresterungsnicthode zur Fett.bestimmung im
S o a 1) s t o c k (1909) zu nicdrigc Resultate liefert.
C. S t i e p c 1 1 9 7 ) bestrritet dies und gibt an, daB
-
Diese %. 20. 1153 (1910).
Clirm. Zentralbl. 1910, 1, 385; tlicw %. 23,
141 (1910).
187) Ref. diesc %. 23, 1583 (1910).
188) Cliem. Zentralbl. 1910, 11, 1786.
1 x 9 ) Seifcnsictferztg. 31, 427 (1910).
190) Seifcnsidcrztg. 3Y, 354; diesc Z. 23, 1743
(1 910).
191) Seifensiederztg. 3Y, 899; dicse %. Z3, 2393
(1910).
192) Seifensiedcrztg. 3Y, 698; dicsc Z. 23, 1743
(1910).
193) Scifensiederztg. 3Y, 1166 (1910)..
194) Seifensiederztg. 37, 1275 (1910).
196) Seifcnsicdcrztg. 31, 898 (1910).
19'3) Ref. diese Z. 23, 1582, 23!14 (1910).
197) Seifensiederztg. 37, 800; diesc %. 23. 427,
428, 2394 (1910).
1x5)
181;)
172)
[
d
e
e
d& amerikanieche Soapstock, weil vie1 reiner el8
der englisohe und deuteche, direkt auf Seife verarbeitet werden kann. (Wenn dies durch Amsalzen geschieht, MI bleiben eben die Oxysauren in
der Hauptikche in der Unterlauge. D. Ref.) Wenn
dagegen ein Fettansatz nur 1-2% Oxysauren am
europiiischem Soapatock enthalt , so farben die
entaprechenden Seifen weiBe Garne dauernd. Als
Seifenersatz bzw. -verbilligungsmittel wird eine
Kompohition empfohlen, welche aus Wasserglas,
Atznatron und Tonerde durch Kochen mit Wasser,
oder aus natiirlichen Silicaten durch Zusammenschmelzen mit Alkalien oder Aschen gewonnen
werden und die ungefahre Zusammensetzung
A1,Si,hTa80, haben ~011198). Der wesentliche Bestandteil scheint Natriumaluminat zu sein199).
,
E i n z e l n e F e t t e u n d ole.
B u t t e r , M a r g a r i n e. Kach den Untersuchungen von M. S i e g f e 1 d 2 0 0 ) besteht das
Butterfett in der Hauptsache aus gemjschten
Glyceriden. Auf ein abgekiirztes Verfahren von
E. G 1 i m m 201) zur Untersuchung von Butter und
Margarine sei verwiesen. I n derselben Portion werden bestimmt: Wasser, Fett, Casein, Kochsalz,
Milchzucker. Einen interessanten Fall von Butterbeanstandung erwahnt A. R 6 h r i g 202). Eine ungesalzene Butter enthielt knapp 18% Wasser, war
also einwandsfrei. Sie erhielt einen Zusatz von
lo/0 Kochsalz, wodurch der Wassergehalt auf 17,8y0
sank. Da aber der maximale Wassergehalt gesalzener Butter 17% betragt, war die Butter nunmehr zu beanstanden. Seit das Cocosfett mehr und
mehr zur Bereitung der Margarine verwendet wird,
ist deren Nachweis schwieriger geworden und beschrankt sich oft lediglich auf die Sesamolreaktion203). Auch der Nachweis von Butterfett in der
Margarine ist unmoglich geworden204). Das Talgigwerden der Butter kann durch Aufbewahren unter
LiiftabschluB vermieden werden206). Die Ursache
des oligwerdens kann auBer unreiner Rahmsauerung
auch zu starkes Bearbeiten und Pasteurisieren
sein206). Zur Auffrischung verdorbener Butter wird
neuerdings ein aus Magnesiumoxyd, -carbonat und
-silicat bestehendes ,,Neutroxyd" angeboten. Nach
Versuchen von F i s c h e r und A 1 p e r s 207) bewiihrt es sich bei Butter und Margarine, nicht aber
bei Talg und Schmalz. Aus einem Artikel von
A. Z o f f m a n n 208) sei erwahnt, daB der Verbrauch an Margarine im Jahre 1908 12% kg auf
den Kopf der Bevolkerung betrug. G. H e f t e r zoo)
wendet sich gegen die neuerdings, hauptsachlich in
198)
(1910).
199)
A. K a y s e r , Seifensiederztg. 37, 1324
G. H a u s e r , Seifensiederztg. 37, 1375
(1910).
Chem. Zentralbl. 1910, I , 1374.
2O1) Ref. diese Z. 23, 1527 (1910).
2O2) Chem.-Ztg. 34, 905 (1910).
to%)
A. R e i n s c h ,Chem.-Ztg. 34, 332 (1910).
204) L ii h r i g und S a r t o r i , Chem.-Ztg. 34,
28 (1910).
2 0 6 ) H. K r e i s , Ref. diese 2. 23, 1579 (1910).
2 0 6 ) 0. L i n d e m a n n , Chem.
Zentralbl.
1910, 11, 824.
2O7) Ref. diese Z. 23, 1527 (1910).
208) Chem. Revue 17, 45 (1910).
Zoo) Seifensiederztg. 37, 1270 (1910).
200)
vegetarischen Blattem, auftauchende Behauptung,
daB die Pflanzenbutter Verdeuungsatijrungen veranlessen k6nne. In der Tat w i d dime Behauptung
auch durch die in jiingster &it vorgekommenen
,,Vergiftungsf&lle" nioht bewieeen, denn die Verwendung des noch gar nicht niiher bekannten
,,Cardamomfettes" war ein Leichtsinn, der fiir die
betreffende Firma schwere Folgen nach sioh ziehen
wird.
C o c o s f e t t. Der eigentiimliche Geruch
riihre nach H a l l e r und L a s s i e u r 2 1 0 ) von
Methylheptyl- und Methylnonylketon her, bei der
Reinigung mit iiberhitztem Wasserdampf gehen die
Ketone zum groBten Teil in die sogen. ,,Cocosolessenz" iiber. Dem Cocosfett ahnlich ist daa
A p e i b a o l , rnit der R e i c h e r t - M e i , B l Zahl 7,7, aber der Jodzahl 77,9211).
K a k a o f e t t. F. T s c h a p 1 o w i t ,212)
m k h t e den Fettgehalt des Kakaopulvers deklariert
wissen. 0. H ii b n e r 213) schlagt 3 Type? vor:
Uber 30% = fettreich, 20-30% = schwach entolt, unter 20% = schiirfer entolt. A. P r o c h n o w 16) hat iiber den Nachweis von Hammel- oder
Rindertalg im Kakaofett gearbeitet.
P a 1 m 8 1. Infolge der primitiven Gewinnungsmethoden der Eingeborenen gehen Jahr fiir Jahr
enorme Werte verloren. Urn hier Besserung zu
schaffen, schrieb das Deutsche Kolonialwirtschaftliche Komitee einen Wettbewerb fur entsprechende
Maschinen aus. Den Preis erhielt F r. H a a k e 214),
welcher auf nassem Wege arbeitet. Neuerdings soll
aber der franzosische Chemiker P a u 1 m y r ein
noch besseres, trockenes, der Olivenolgewinnung
ahnliches Verfahren ausgearbeitet haben216). Auf
eiRen Artikel von E. L u k s c h216) iiber Gewinnung! Reinigung und Bleichung des Palmols sei
verwiesen. Seine hohe Saurezahl riihrt nach
E. F i c k e n d e y 217) von einem fettspaltenden
Ferment und von Bakterien her. Wenn frische
Friichte mit Wasser gekocht und dann gepreBt
werden. so erhalt man ein auch fur Speisezwecke
geeignetea Fett.
Am Kamerun sollen 1908 schon 183 OOO kg
D j a v e - o d e r A d j a b b u t t e r ausgefiihrt
worden sein. Sie stammt von den braunen Niissen
eines Baumes, Mimusops Djave, die Eingeborenen
gewinnen sie in primitiver Weise durch Auskochen
der zerkleinerten Niisse mit Wasser. Die Riickstande enthalten ein giftiges Saponin und sind daher als Viehfutter ungeeignet. Das Fett selbst
ahnelt der Sheabutter, es ist in der Kalte fest und
von angenehmem Geschmack, auch zur Seifen- und
Stearinfabrikation geeignet218).
0 1 i v e n o 1. In Frankreich soll die Olivenkultur neuerdings durch ein Priimiensystem wieder
210) Chem. Zentralbl. 1910. 11. 28: dime Z. 23.
1344 (1910).
Ref. Seifensieder211) J. L e w k o w i t s c h
ztg. 37,' 1325 (1910).
212) Ref. diese 2. 23, 855 (1910).
213) Ref. diese 2. 23, 2333 (1910).
2 l 4 ) Chem. Revue 17, 53 (1910).
216) G. H e f t e r , Seifensiederztg. 37, 1064
(1910).
216) Seifensiederztg. 37, 1251 (1910).
217) Ref. Chem. Revue 17, 301 (1910).
218) E. F i c k e n d e y , Ref. diese 2. 23, 2167;
H. R e i m e r , Chem. Revue 17, 168 (1910).
,
,
I
.
82.
gehoben werden. H. K r e i s 206) miichta den zuliissigen Siiuregrad dea Olivenols von 15 auf 10 herabgedetzt sehen.
GroDea Intereeseerregtedae S o j a b o h n e n 6 1218) (1909). Es stammt von einer strauchartigen,
haupisiichlich in der Mandechurei angebauten
Pflanze, die wilde Stammpflanze ist nicht bekannt.
Im Jahre 1908 betrug die Bohnenernte in der R'ordmandschurei 900 000 t, von welchen nur 35 au8gefiihrt wurden. Im Jahre 1909 importierte England schon iiber 4OOOOO t, und nach dem der Eingangszoll in Deutschland aufgehoben worden war,
fiihrte auch Deutschland bis 1. Oktober 1910 schon
uber 28 OOO t Bohnen ein. Ihr Fettgehalt betragt
l t t 1 7 % , aber die PreBkuchen stehen an Wert
den ,hinkuchen hetrachtlich nach. Infolge dirses
MiBstandes und der starken Nachfrage stieg der
Preis des Oles rasch. In seinen Eigenschaften liegt
es zwischcn den1 Baumwollsamen- und Maisol. In
Frankreich und Ungarn sollen Anbauversuclie im
Gange Rein.
P. J u i 11 a r d 220) hat R i c i n u s 6 1 mit
Yetrolather ausgezogen und so ein dickes, farbloses,
in Mcthylalkohol loslichcs, in 95Xigem Athylalkohol unlijsliches 01 mit wenig gciindertcr Verseifungszahl crhalten. Zur Geschmack4verbcsseriing
sol1 die IIydroxylgruppe des Kicinnsiils vcrestert
werden221).
Im fctten Ol der K a f f c c b o h n o n finden
M e y e r und E c k e r t 222) aul3er Palmitin- und
Linol- auch Karnaubasaure.
Ebcr die Gcwinnung von D o g 1 i n g s t r a n
und Walrat nus den1 Speck des Doglingwals (bottle
nose) berichtct J. L u n d223). 1)er Tran enthilt
kein Glycerin und wird dahcr nicht ranzig. 8pez.
Gew. 0,88, Verseifungszahl 122-133.
Uberdas W a c h s d e r PI o r a b ii s t c wurde
vicl gestrittenz"), endgultig geklart ist die E'rage
noch nicht. Afrikanische Bienenwachse konncn
nach G. B u c h n c r 225) rein scin und trotzdem
in ihren Kennzahlen stark von den europaischen
ahweichen. Von dcr j8hrlichen Produktion von
K a r n a u b a w a c 11 s mit 915 000 kg verbraucht
1)eutschlantl die Hiilfte. Tcilwcisc ist es durch das
Jlontanwschs vcrdringt wordcn22G). Das C a n d e 1 1 i I a w a o h s , der Uberzug des Stammes und
der Zwcige cincr in Mexiko wild wachsenden
Pflanze, ist im rolien Zustand dunkclbraun, im gereinigten graugclb und steht in seinen Eigenschaften
zwisclicn dem Biencn- und Karnaubawachs227). Ein
n e u e s Y f l a n z e n w a c h s , aus den Friichten
- -. - .
219) Vgl. Farbenztg. 16, 597; Seifensiederztg.
31, 1397 (1910) (J. L e w k o w i t s c h).
220) Chem.-Ztg. 34, 700 (1910).
221) I). R. 1'. 226 111; diesc Z. 23, 2231 (1910).
822) Chcni.-Ztg. 34, 1160 (1910).
223) Seifensiederztg. 3T, 194 (1910).
224) G. P i n k u s , Chcm.-Ztg. 34, 277, 353,
577; F. R a t h g c n ,Chcm.-Ztg. 34,305; F:. Raehlm a n n , Chem.-Ztg. 34, 316; R. K i s s l i n g ,
C1iem.-Ztg. 34, 493, 677; R. B c r g , Chcm.-Ztg. 34,
622 (1910).
226) Ref. dicsc Z. 23, 1388 (1910).
226) C. L u d e c k e , Seifensiedcrztg. 3'1, 291
(1910).
227) H a r e und B j e r r c g a s r d , Chem.
Zentralbl. 1910, 11, 1170; 0 1 s s o n - S e f f e r ,
Chnrn.-Ztg. Rep. 1910, 567.
von Myrica jalapensis in Mexiko gewonnen, sol1
fiir die Seifen- und Kerzenfebrikation 'geeignet
sein22*).
Synthese und Resorption.
Ad. G r u n 229) hat die bis jetzt nicht bekannten
symmetrischen Monoglyceride
CH,OH CH(OCOR) CH,OH
dargestellt, z. B. P-Monolaurin, F. 61", P-Monopalmitin, F. 74".
G. W e s e n b e r g 230) hat in eincm Vortrag
allea zusammengefabt, was vom Ubergang des Nahrungsfettes in daa Milch- und Korperfett bekannt
ist. Durch Fiitterungsversuehe mit Schweinen
wurde von verschiedcnen Sciten231) der starke Einflu13 dea h'ahrungsfcttes auf daa Korperfett erneut
nachgcwicsen. Indessen finden A b d e r h a 1 d e n
und B r a 11 m 232), daU dieser EinfluD nur bci den
Fettzellen gilt, das Fett der Korperzellen ist in
seiner Zusammensct.zung von Nahrunpsfett unabhangig. J. L i f s c 11 u t z 233) behauptef, daB die
Resorbierbarkeit dcr Fette durch Cholesterin und
hauptsiclilicli durch dessen Oxydationsprodukte
stark erlioht wird. Er will daher die unvcrseifbaren iinteile des Wollfetts anderen Fetten zur
Erhijliung dcr Vertliluliclikeit beiinischen. Ubrigens
vcrliilJt nacli J. H I' o w i n s k i 234) das Cliolesterin den Organismus unveriindert. V s u k i Zn5)
findet, daB Lecithin die Fcthverdaliung im Magen
und Diinndarrn stark beschleunigt, indem es die
Lipase aktivicrt.
G . B 11 c h n c r 226) hiilt es fur sicher, daD das
Waclis in1 Kijrper der Bienen aus Kolileliydraten
erzeugt wird, wenn es aucli fast imnier Spuren von
Glyceridcn rntlriilt.
.
.
T 11 e o r e t i s c 11 c *.
S. F o k i n
2:$G) konstatiert, daU die E 1 a i d i 11r e a k t i o n nuDer durch salpetrige und schwefligc:
auch durch phosphorigc Siiure hervorgerufen w i d ,
also durcliweg durch Substanzen, welche ihrerseits
auch in zwei vcrscliiedenen Modifikationcn existieren. 1)urch 3 0 4 0 Stunden langes Erwiirmen niit
phosplioriger SLure auf 180" geht die Elaidinslure
in eine fliissigo Fetts8urc uber, welclie die Elaidinreaktion niclit mehr gibt und dal!er von F o k i 11
als einc dritte Modifikation dcr 0 1 s ii u r e angesprochen wird. G . G o l d s o b c l 237) hat aucli
auf optischem Wege die Formcl
CH, (CH2)4.CII : CH . CH2. CH : C l i . (CH,),
.COOH
fur dic L i n o I s a u r e bcstiitigt gefunden. E r d m a n n und B e d f o r d 238) halten gegeniiber
____
2 2 8 ) 0 1 s s o n - S e f f c r , Cliem.-Ztg. 34, 567
(1910).
"29)
Bed. I3erichtc 43, 1288; dicse Z.23, 1787
(1910).
230) Diesc Z. 23, 977 (1910).
231) C. I,. H i l r r , Cliern. Zcntralbl. 1910, 1,
1496; G i b b s und A g c o i 1 i , Cheni. Zentralbl.
1910, 11, 492.
232) Ref. dicse Z. 23, 1431 (1910).
233) D. R. I?. 225 644.
234) Chem. Zentralbl. 1910, 11, 1072.
236) Chem. Zentralbl. 1910, 11, 1766.
236) Chem. Zentralbl. 1910, 11, 1747.
237) Chem. Zentralbl. 1910, I, 1231.
235) Chem. Zentralbl. 1910, 11, 1804.
.
Heffz's:
i!~~~~~i91,]
Fahrion: Die Fettanalyae und die Fettchemie irn Jahre 1010.
-
A . R o I I e t t (1909) ihre Angabe, daB die L i n o 1 i n s L u r e in zwei vcrschiedenen Modifikationen
existiert, und daB das Leinijl von derselben nicht
melir als 20--25y0 enthalt, aufrecht. Wertvolle
Untersuchungen iiber die hochmolekularen Fettsaurcn liaben A r n a u d nnd P o s t e r n a k 239)
geliefert. U. a. wurden zwei neue S t e a r o l s u r e n dargestellt, die 8,9-Stearolsaure, F. 47,5",
und die lO,ll-Stearolsiiure, F. 47'. Bei der Einwirkung von Jodwasserstoffsaure auf Olsaure tritt
cine Verschiebung der Doppcl bindung in verschiedenem Sinne ein, und es entstehen eine ganze Anzahl isonierer Monojodstearinsauren. Durch Behandlung des Gemisches niit alkoholischern Kali
konnten bis jetzt erhalten werden norrnale (9.10)
0 1 - und Elaidinsaure, ferner S,S-ElaidinsQure,
F. 53', und Oxystearinsaure CIRH3,,03, F. 8 ;-843.
A h d e r h a 1 d e n und F u n k 240) haben
Stearin- und Palrnitinsiiurc mit Aniinosauren (Gly
kokoll. Alanin, Tyrosin) kondensiert. Den Ausdruck
L i p o p r o t e i d e ( D o n d i 1909) oder L i p o p e p t. i d e fur derartige Produkte verwerfen sie,
weil keine freie Aminogruppr mehr vorhanden ist.
H. D. D a k i n 241) hat Laurin-, Myristin-,
l'alniitin- und Stearinsaure in Form neutraler
wilsseriger Seifenlosungen iiiit Wasserstoffsuperosyd beliandelt und in einer Ausbeute von 5 bis
looh K e t o n e erhalten, gemiiB der Gleichung
I< . CH2. CH2. COOH 2H202 = R . CO . CH3
f Cop
3H2O.
C. H a r r i e s 242) gibt dem Olsaureozonid auf
Grund optischrr Untersuchungen nunmehr die
Formel
+
+
CH,
. (CH&
. CH . C€I . (GH2)7 . COOH
I
0 --
I
0
\/
0
H a1 1 e r und B r o c h e t 243) liaben den Ricinolsilurcmethylester in Gegenaart von Wasser rnit
Ozon behandclt. Das entstandcne Ozonid zerfallt
bri Einwirkung von kohlensaureni und schwefligsaurc:m Natron in aktive P-Oxypelargonsaure
CH3 . (CH,), . CHOH . COOH ,
.Jzel:iinsaure und deren Halbaldehyd, Azelainsauremethylester und dessen Halbaldehyd. Dadurch ist
die Konstitution der R i c i 11 o 1 s a u r e als
CH, . (CH,), . ('HOH . CH,.CH : CH.(CH2),.COOH
erneut bewiescn.
Bei der Reduktion ungesilttigter Pettsiiuren
entstehen nacli S. P o k i n 244) (1909) koniplexe
Verbindungen zwischen den Sauren und Aletallhydroxyden, zuniichst in Form von Solen, welche
abcr beim Durchleiten von IVasserstoff in Losung
gelien. Die Komplexverbindangen scheinen bei der
Reduktion beteiligt zu sein, indem sie den akti.
virrten Wasserstoff iibertragen. (W. T r a u b e 245)
.
Chem. Zentralbl. 1910, 11, 73, 193.
Chern. Zentralbl. 1910, I, 1355; diese Z.
23. 1140 (1910).
241) Cheni. Xentralbl. 1910, 11, 553.
242) Chem. Zentralbl. 1910, 11, 1197.
243) Chem. Zentralbl. 1910, I, 1425.
244) Chem. Zentralbl. 1910, 11, 1743.
245) Bed. Berichte 43, 769 (1910).
239)
240)
2-53
hat gezeigt, daJ3 bei der Oxydation von Sminoverbindungen in Gegenwart von Kupfer zuerst
Komplexverbindungen entstehen, und Ref. kam
durch seine Versuche iiber die Samischgerbung246)
ebenfalls zu der Annahme, daB bei der Autoxydation ungeaattigter Fettsauren in Gegenwart von
Aminoverbindungen Komplexbildung eintritt.)
C h a r i t s c h k o f f 247) hat N a p h t h e n s a u r e n synthetisch dargestellt, sie waren aber
mit denjenigen des Erdols nicht identisch. D e r s e 1 b e 248) erhielt bei der Oxydation der Erdolfraktion 183-184" eine in Renzin losliche, der 01saure ahnliche Siiure. Kach A. S k i t a 249) sind
die Iiaphthensauren echtc Carbonsauren. Durch
Reduktion eyclischer Ketone nach S a b a t i P. r S e n d e r e n s lassen sich Naphthene gewinnen,
welche mit denjenigen des kaukasischen Erdols
identisch sind
T e c h n i s c h e s.
Eine nachtragliclie Triibung raffinierter Ole
riihrt zumeist von Spuren von Wasser260),manchma1 auch von Spuren von Soda261) her. A. G e n t 11 e 2 6 2 ) will nunmehr ganz allgemein Ole, Fette,
Wachse, Harze oder deren Losungen durch gleichzeitige Einwirkung von Uviollicht und Luftsauerstoff bleichen. H. V o I 1 a n d 263) bleicht Extraktionsknochenfett niit Bariunisuperoxyd. c'. S t i e p e 1 2 5 4 ) reinigt Schniutzofe dorcli Behandlung der
filtrierten BenzinlGsung mit Oxydationsrnitteln.
H. L o e s c h i g k 256) oxydiert den Soapstock in
alkalischer Losung mit Wasserstoffsuperoxyd,
sauert mit Salzsiiure an und extrahiert das Fett.
Der arnorphe Riickstand sol1 als Schellacksurrogat
Verwendung finden. C. D r e y m a n n 256) will
dunkle Fette zuerst pressen und dann erst destilli ren, wodurch ein lielles Olein erzielt werden sdl.
H. D u b o v i t z 257) berichtet eirigehend iiber
die chemische Betriebskontrolle der Stearinfabriken
(vgl. B a u e r 1909). D e r s e 1 b e 258) begriindete
ein Verfahren zur Isolierung der Isoolsaure auf
deren - gegeniiber der Stearin- und Palmitinsaure - leichtcre Loslichkeit in Olein und Xlkoliol.
E. E r d m a n , 2 6 9 ) hat die Methode zur
Hydrierunp ungesattigter Fettsauren (1909) dadurch verbessert, daB er die Reduktionsprodukte
durch Vakuumdestillation aus dem Apparat entfernt. F. B e d f o r d 2 6 0 ) hat auf seine Methode
auch ein amerikanisclies Patent erhalten.
Die H o c h s t e r F a r b w e r k e 2 6 1 ) kon136)
247)
248)
249)
26O)
(1910).
Diese Z. 22, 2083 (1909).
Ref. diesc Z. 23, 475 (1910).
Chem. Zentralbl. 1910, I, 1199.
Ref. Seifensiederztg. 31, 380 (1910).
L. H o f f m a n n , Seifensiederztg. 37, 28
W c 1w a r t , Seifensiederztg. 37, 52 (1910).
D. R. P. 223 419; diese Z. 23, 2011 (1910).
D. R. P. 222 669; dicse Z. 23, 1741 (1910).
264) D. R. P. 219 716; diese Z. 23, 767 (1910).
255) D. R. P. 220 582; diese Z. 23, 957 (1910).
266) Diese Z. 23, 1388 (1910).
267) Seifensiederztg. 31, 285; diese Z. 13, 1742
(1910).
268) Seifensiederztg. 37, 1063 (1910).
2b9) D. R. P. 221 890; diese Z. 23, 2378 (1910).
2 6 0 ) Amer. Pat. 949 954; Chem.-Ztg. Rep. 1910,
.47.
261) D. R. P. 226 222.
*bl)
262)
263)
densieren ungeeiittigte Fetteiiuren (RicinoIsiiure,
Olsiiure) oder deren Glyceride (Ricinusol, Baumwolleamenol) mit Aldehyden (Formaldehyd, UIuc se) oder Ketonen (Aceton). Die Produkta finden
beim Alizarindruck an Stelle dea T i i r k i s c h r o t o 1s Verwendung.
Eine Reihe von Aufsiitzen in der Seifensiedereeitung262) belehren iiber die Herstellung von
Br e n n o 1e n , Wagen f e t t e n, Hu f fetten,
wasserloslichen Fetten, Bohnerm a s s en.
U ber die Refraktions ko nstanten bei
vegetabilischen Olen.
VOIII)r. d.
KLIXONT.
(Eingeg. 2.11. 1911.)
Gelegentlicli eincr Untersuchung ii bcr die Maglichkeit, Doppelbindungen bei technischen Produkten analytiscli zu bestimmen, faate icli auch die
Molckularrefraktion ins Auge. Da die fliissigen
vcgetabilischcn Ole durchwcgs Glyceride ungesattigter E’ettsiiuren darstellen, waren sie niir als
Vcrsuchsobjekte umso willkommener, RIS
sich durcli
die Verseifungszahl leicht deren m i t t 1 c r e s
Molekulargewicht erinitteln Iii8t. Wenngleicli der
eigcntliche Zncek nicht crreiclit werden konnte,
halte ich cs nicht fur uberfliissig, das gesammclte
Material zu veroffentlichcn, insbesondcre da bisher
in der Literatur ubcr derartigc Untersuchungen
nichts bekannt gcwordcn ist.
1’ r o c t e rl) dessen Arbeiten inir im Originale
nicht zugiinglich waren, hat zwar nicht die Molekularrefraktion, aber an einer Reihe von Olen die
s p e z i f i s c h r R e f r a k t i o n bestimmt. Welche
Rcgeln diese beherrschen, ist aus der vorliegendcn
Arbeit. crsichtlicli. Sic muntern nicht zu weitgehcndcn Schliissen auf, deren eine Reihe P r o c t e r
gezogen hat.
Immerhin w2te es, wie zum Schlusse dieser
Arbeit dargctan ist., wunschenswert, wenn bci Fettuntersuchungen, Rrechungsesponent und Dichte
bei zicmlicli gleicher Tcmperatur bestimmt werden
wiirden. Die sprzifische Refraktion wird ausgedriickt
durch die Fnrmeln
n-I
n*-1
1
oder - -- d
n2+2 d ’
D a r k bcdeutet n den Brechungsindex bei eincr
bestimmten Teniperatur, d die Dichte bei derselben
Temperatur. 1)enientspreeliend wiirde die m i t t 1 e r c M o 1 e k u 1 a r r e f r a k t i o n , welcher ein
m i t t l e r e s M o l e k u l a r g e w i c h t .V zup m d e licgt, ausgedriickt aerden durch die Formcln
.\I
112 - I
Motler - - f n - 1)
112 + 2
d ’
Fur Fette, welche der Xatur dcr Sachc nach
keine chemischen Individuen, Bondern Gemenge
darstellcn, kann nnr das sogenannte mittlerc Molekulargewiclit eingesetzt werden. Es la8t sich bei
den total hydrolysierbaren Fetten BUS der K 6 t t s 262)
1)
S. 359,
1071, 1833, 1429.
Chern. Zentralbl. 1889, IT.
t o r f e r schen Zahl V berechnen, d e MV = 168 OOO.
Die zweite Formel bietet gegeniiber der ersten Formel
bei aliphatischen Verbindimgen keine VorteiIe, daher
kann letztere, welcho einfacher ist, der m i t t l e r e n M o l e k u l a r r e f r a k t i o n R zugrunde
gelegt werden, welche sich sonach den obigen Darlegungen gemaB durch die folgende Gleichung ausdriicken 1iiDt:
In dieser Formel sind 3 Zahlen, welche bei
der Fet.tanalyse benutxt werdcn mussen, enthalten,
narnlich dio Dichte, die Verseifungszahl und der
Brechungsexponent.
Irnplizit,e solltc sich dnrin auch die dcr Jodzalil cntsprechende Konstante befinden, da der
Brechungsexponent bis zu einem gewivsen Grade
mit der Jodzahl korrespondicrt. Brechungsexponent nnd Dichte sind mit dcr Temperatur variabel,
die Verseifungszahl ist konstant.
Es wurde an ciner Keilie von rcinen fliissigen
Olen untemucht, ob die mittlere Moleknlarrcfraktion eine %a111repriisenticrt, deren Konstanz zuver1iissi.g ist, und ob sie uberliaupt cine spezifischc
Zahl darstellt. Dies ist nur bcdingt der Pall. Wie
ans der nachfolgendcn ‘J‘abclle ersichtlich ist, lassen
sich folgcnde Werte fcststellen:
-----
Mitt lere Molrkularrefraktion
Pet1
.
.
Grenzen
Leinijl . .
. 446-449
Riibbrenniil . . 491-502
Oliveniil
. . . 44-49
Sojnbohnenol. . 4 4 7 4 5 0
Sesanid . . . . 4 4 7 - 4 5 7
.
Mittel ILLIS Uestimmuiijien
447
497
447
450
461
6
1
5
8
6
Mit Ausnahine des Riiboles liegen die Zahlen
dcr Inittlerm ~lolekularrcfraktion sehr nahc aneinandcr, und m a r sowohl waa das Mittel, als auch
was die Grcnzen betrifft. I)aB die %ill11 bei Riibol
abwcicht, ist nicht wunderlich, da die Ole aus den
Bravsicaarten durch eine niedrige Verseifungsxalil
und mithin durch ein hohcs mittkres Xlolckulargewiclit ausgemichnet, sind. Weit sonderbarer ist
es, dal3 Leinol und Olivenol, zwei Ole, welche durch
Jodzahl und Brechungsexponent die differentesten
Ole sind, sich in der Molekularrefraktion nicht
unterschciden; auch die anderen 610 rcihen sich
trotz verschiedencr Jodzahl dieser Kefraktionszahl an, sofcrn die Verseifungszahlen nicht stark
verschieden sind.
. 1,4705--1.4810
. . 1,4(i70-1,4671
. 1,4710--1,4730
Leinijl . .
Olivenol.
Cottonol .
Scsamol .
Bohnenol .
ErdnuBol .
Mais61 .
.
. 1,4725-1,4730
. 1,4731--1,4745
. 1,4700-1,47jo
1,4745
.
447
447
435
461
450
448
448
193,7
191,fi
197,8
188-193
191,s
192,3
192,6
Es ist ohne aeiteres ersichtlich, da8 trotz l e v schicdener Brechungsindicw n u - das Cottonol differiert; aber auch hier ist der ausschlaggebende
Faktor wie beim Riibol die abweichende Verseifungszahl, wclche einem geringeren mittleren
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