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Die Fettanalyse und die Fettchemie im Jahre 1911.

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zichtrn daher, k o n d e r n in d e r amtlichen Priifungsteclinik auf allr Rt~ngensglaaversuche und versuchrn. ausnchlirl31idi ini T i e r v r r H u c Ii eine
Eiitschridung u h r die antiinirktione Wirkmnikcit
c.iiics &runiR zii fiilltm, (In hirr alle Faktoren,
welclie dir Rtiktwicm lrkiimpfrn und rernicliten.
in Akt.ion trc-trn rind plriclizritig zur ,Wirkung geIflngrn. wklirrnd 1x4 dcn Rcapc.nHRlnRrcrsllchrn cine
twntininite. viellc.iclit grrtdr widitige (Juotr unpc’nimscbn b l ( h b n ktrnn. I)ndurrh, dttU wir aber
allrin nuf d r n Ticrvcwucli nngewiesrn Rind, entstc*lit rinr Rrihcb I’riifunpntrclinincli(,r Schwierigkciten, nirf tlir nii1ic.r rinzugclic-n liirr zu writ fiilircn
wiirdv. Irli niiiclitc- nur folgendc-s rrwiihnen: Wahrcwl wir twi den ttntitoxinchrn &ris den Ticrkiirpcr nur dnzu lxwutzc-n. i i n i uns durcli sein VerIitiltcm v(in c.inc.r vorlirr im RetLgimHRhR csrfolgten
nic4ir txlw niindcr gvlungrnrn .ilmiittigung cinrs
Toxins tlurrli nrin Antitoxin GrwiUlieit zu vwsrlinffen, m u l der TicrkBrper bci d r r I’riifung der
nntilmktc-rirllcn ++rn tliesrn zu ihrer Wirksamkrit
utrrliaupt rrnt vrrtirlfrn, indem er gcwisnr spczifisrhc Subntnnzcn. dir aog. A i n k c p t o r e n drs Inin~iinscru~tin
durch vinen in neincni J h t s e r u n i vorhtindenrn wirkmnicm Kiirprr, d m nag. Koniplrnirnt, wir wir sngrn. komplettiert und dadurch dir
bakterirnfeindlichrri Kriiftc d r s Scrunis nunlost.
I h a b b r nun nirht jrdes Imniunsrruni durch dns
Koniplrnirnt c-in1-R Ln:lirbigrn Tieres koniplettirrt
nird. so cwvaclist fiir dir Priifunptechnik zunachst
Iiirrtius d i r Aufgahr, greignetes Tirrmaterial zu
findrn, wclclirs dns in der Regel von Pferden gcnonnrnr &ruin, ~ I I Hin der Praxis bei irgendeiner
andrren Tiernrt verwrndet werden SOH, geniigend
gleichmalig koniplrttirrt., wic dirs z. H. die Maus
h i m Rotlnufseruni tut. nienrs Serum wird bektrnntlich von Pfrrden gewonnen, a n der Mnus grpriift und bcini Bhwrin angewandt. Eine weitere
khwierigkeit bei d r r Priifung der antibaktoriellen
&wt besteht dnrin, die zur Vrrwendung gelangend m Raktcrirnkulturcn in k o n s t a n t e r V i r u 1 o n z zu rrhaltcn, wtw jedcm, d r r sich einmal bakteriologisch beschiiftigt hnt, noch in beater Erinnerung sein diirfte. I h n e Schwierigkeiten umgehen
wirdurch V e r w r n d 11 n g e i n e s S t a n d a r d H r r u in 8 von Iwknnntem Titer a18 MaBetab fur
die Kultur. A h W i ~ t p r h a l tder baktcririden Sera
Ixstinimrn wir nur ihren S c 11 u t z g e h a 1 t , d a
bvi fast. nllen eine cigentliche kurativc Wirkung expwimentcll sich kttum feststellen la&. Auch hier
driicken wir d r n Wirkungswert nnch I.-E. aus,
und zwar hat sich in der staatlichen Kontrolle der
Z‘aus cingrbiirgrrt, ein &rum, das in der Dosis
ron
ccni grgen die nachfolgende tijdliche Don k lchrnder Haktrricn schiitzt, k u n als hundertfacli ZII Ix~scichnrn. Als P r u f u n g s t i c r e par
cxcellencr fur die irntibnkterirllen Sera haben sich
d i r wrilkm M i i i i ~ . gezrigt. Alle der staatlichen
I’riifung unterliegrnden antibakteriellen Sera, wie
dtrs Antistrrptokokkrnserum, daa Rotlaufaerum.
dns Grflugelcholcrtt- und daa Schweineseucheserum
wrrden an ihnen pepriift. Stets wird zuerat eine
Vernuchsrrihe niit unscreni Standardserum in fallenden Ncngen gegen cine s t e b gleichbleibende Kulturdosis angelegt und zweitens cin Parallelversuch
niit dcni zu priifendm Serum. Aus dem Vergleich
d1-r Resultate britler Versuchsreihcn ergibt sich
ohne weitcres, ob daa zu prufende Serum die Wirksamkeit d r s Standardserums errricht und damit
vollwertig ist oder aber in seiner Wirknnnikrit sich
als schwachcr und damit mindrrwrrtig mi@. Da
wir, wir twreita geengt, nur d r n Schutzwcrt feststrllen, HO wird zurrst dns Serum und cmt cine
Weilr. nicist einr Stunde xpiitrr, bcini Rotlaufwrum sognr rrst 24 Stundcn spatrr dir Kulturdosis
tlcn Vrmiicli~titwn rinverleibt.
Dir Kontollr all dirser antibakti~it~llrnSera
ist, wir clan BUR ihrer zurzcbit noch vicl unistrittenon wirklichrn Wrrtigkcit, ohnrliin rrsultirrt. fiir
dic Ftibrikantcn bis nuf wc*itcrc*nkeine obligntorisclir.
sondrrn rorliiufig einv fnkultativc, mit dtwi Endzweck. dtsn h t c n h i dirnen Zuni Teil ncwh in dcr
Erprobung bgriffenrn Srris wenigstens vollip unschadlichc und miiglichst ylrichniaUipr I’riiptiratc.
in dir Hand zu g e h n .
Dnniit niit meinen Aunfiilirungrn xu Endr,
konnrn diwc bei d r r Kiirzr der zur \’c.rfugung
stchendrn &it nntiirlich nicht Bnsprurli mnrhrii
nuf rinc rrschopfrnde I h r s t e h n g , s o n d t ~ n skb
sollten nur cine allgcniein orientirrcndi. l‘lxwirht
bedeutcn fur den Nichtftlchmnnn iiber vin frrmderrs
Wissrnsgcbirt. Wcnn dabei nuch Einxc-lheitrn biuweilrn nicht verniieden sind, so gcschtih dicli in d r r
Absicht, rinen Regriff zu gebw von d r n Schwierjgkeitcn, wie Hie gerndc nuf priifungstrcliniarlieni Grbiete in der t‘berwindung nnsclirinrnd Iwlunglowr,
in praxi n k r selir zu IxriicksichtigeridiAr Kleinip[A. 25.1
keiten nich oft haiifrn.
Die Fettanalyse und die Fettchemie
irn Jahre 1911’).
Von Dr. W. F A H ~ I O N .
(Elngeg. 17.12 1912.)
Die allgemeine Frttknappheit hat zwar ini
1,aufe dcR letztrm Jahres nachgelaasen. normalc
Vrrhaltnisse Hind a b r noch nicht zuriickgekchrt,
und fur die nieisten Zweige der Fettinduatrir bildct
die unsicherc Lnge dcs Fettmarktes rinc stiindige
Quelle dcr Heunruhigung. Die Veriuehrung d e r
Fachliteratur hat im Jahre 1911 weitere Fortacliritte
gemacht, wogegen es auf dem Gebietc der cxperimentell-wissenschaftlichen Arbeiten ziemlich ruhip
war.
Ein Spczialkomitee der American Cheniical Society hat Vorschlagc fur die c i n h e i t l i c h (.
U n t o r s u c h u n g d e r Fette undC)leprmacht’), gegen dio sich aber verschiedencn cinwenden liilt. Dagegen bedeutet es einen erfrrulichen
Fortscliritt, daB amerikanischr, englische, franzosischr und deuteche Chemiker eine i n t e r n a t i o .
nalu Methode zur Analyse dcs Rohg I y c e r i n s in allen Einzelheiten festplegt hoben
(8. spater).
J. K 1 i m o n t 9) betont mit Recht, daU aucli
_-___
1) Einr eingeklammerte Jahreszahl im Text
bedrutet dvn betreffenden Jnhresbericht ; wrnn in
den FuBnoten keinr Jahreszahl genannt int, int
1911 gemeint.
2 ) Cheni.-Ztg. 35, 26.5.
3) Diem Z. X I , 255.
iw.d Pahrion: Me Fett.lulyre und die Fettahemte im J.hrs 1811.
HeitXXV. Jrbrllrng
ri
871
_i
dacl Verhiiltnis zwischcn den einzelnen Kennzehlen
ratur dient ihm nicht nur zum Extrahieren. soneines Fettindividuums fur die betreffende Fettepe- dern auch zum Abdampfen des Liisungsmittels. Daegenarbeiteteinevom V o r b a n d d e u t s c h e r
zies konstant ist, und daB hierauf in den Lehr1 ni u'. h 1 e n 16) anpegebenc Normalmethode nach
bucliern mehr Rucksicht genommcn wcrden sollte.
K o B 1 e r und 51 a t h i n s o n 4 ) teilen die Metho- den alten Prinzipien, und niit Rccht wendet W.
H o p f n c r 1 7 ) grpen sie ein, daB daa schlieDliche
den der Fettanalysr cin in:
1. .Methoden. welrlic. nuf der Trennung der ein- Trocknen des Fvttrs
106-106" Verllulte verz e h n Rentandteile nln nolche ndrr in Form von De- ursachrn kann.
rivaten Iwruhcm.
2. Qualitntivc Idrntifikationsmethtden, z. 13.
P h y R i k a I i R c 11 t. K c n n z n h 1 e n .
Farbrea k t h e n .
L. v. K r e y b i g 18) empfiehlt cin besondcres
3. Intcrpoltrtion~iiicthwlen, welche aus den P y k n o ni c t 1' r fur zahflussipe Ole. Zur IkstimKtmnulhlrn win Cciiii~clic~n
auf dic Menpr d r r Re- mung d r s sprz. Gew. nach der sop. S c ti 1s e h e stantiteile schlickn. Indeusen wurde konstatiert,
ni c t h o d c wcrdcn von vrrRchiedenrn Seiten deda8 im 1etzterc.n Falle dit. gefundenen Werte haufig
taillierte Vorschriften grgcln*n1@).
von den 1wrrchnetc.n tibwciclirn. ( I n welche Klasse
I,. v. I, i r b r r m a n n 20) schliigt einrn Apgehort z. R. die JodzahlbrRtimmunp? Sie ist keine parnt zur l % e s t i m m u n p d e s S c h i i i c l z qualitative Methode, ,,gctrrnnt" wird aber dabei
p u n k t I' R von Fetten vor. Einc durch daa geauch niclitn. D. Fkf.)
schmolzenr Fett hindurchsinkende Quecksilberschicht schlieDt einen Stronikreis. worauf eine elekI, i t r r n t u r.
trische Klingcl ertont.
H. W i r h c 1 h a ti R. Sulfurieren, AlkaliC. N i e g c m a n n 21) untersuchte vrrschicsclimelze der Sulfosiiuron. Esterifizieren6). Daa
dene Firnisse und Sikkativr, hi welchen daa Z e i B Bucli bictet insofern Intrreune, als es auch die Ge- schr I3 u t t e r r e f r a k t o m e t e r zur Ikstimwinnunp d c s Tiirkischrotiiles und die Siiurespaltung mung des Brrchunpkocffizirntn nicht mehr ausder Fette bchandrlt. J. 31 t i r c u s s o n. Labora- reichte. E r empfiehlt fur solche Fiille daa Refraktometer von P u I f r i c h , dagegen H. W o 1 f f *2)
toriumsbuch fur die Industrir der Ole und Fettea).
W. F a h r i o n. nir Chtmie der trocknenden Olef). Verdunnen der Firnisse mit Ather, Chloroforin, BenU b b e 1 o 11 d e - C: o 1 ti s r ti m i d t. Handbuch
zol oder Benzin. J. K 1 i ni o n t 29) bercchnete die
d e r Chcniie und Technologie der Ole und Fette.
s p e z i f i s c h e R e f r a k t i o n und die h l o l e 111. Htmd, 2. Abteilunps). J. L e i m d o r f e r. k u 1 a r r e f r n k t i o n einer Rcihe von fetten
Beitriige zur Technologir der Seife auf kolloidche- Olrn. Erstere lag in allen Fallen nahe a n 0.51,
Ietzterc zwischtm 434 und 503.
mischer Grundlagre). F. E r b a n lo) hielt in Turin
Nach A. E. 0 u t e r b r i d g e *4) la& sich die
einen interessanten Vortrag uber die Beziehungen
F 1 u o r e s c e n z von Mineralolen mit Hilfe einee
zwischen der Textil- und der Fettindustrir.
elektrischen Lichtbogens so verstiirken, d a 8 noch
F e t t c x t r a k t i o n , F e t t b e s t i m m u n g.
0,lx dersclben in fetten &en nachweisbar sind.
Auch entecheinte Ole fluorescieren unter dem Lichth i m Ausechiitteln wiieseriger Liieungen mit
bogrn noch.
Fettlosiingsmitteh sol1 Emulsionsbildung dadurch
E. L o u i s e 26) will die Methode der k r i t i vermeidbar sein, da8 man in einem partiellen Vakuum crrbeitetll). Einen Apparat, der besondcrs s c h e n L o s u n g s t e m p e r a t u r in folgender
zum Ausiithern grol3er Flussigkeitsmengen geeignet Weise erweitern. 10 g Fett werden in 10 ccm einer
besonderen Type Petroleum gelijst, zu dieeer h u n g
ist, bcnchreibt F. F r i e d r i c h 8 1 2 ) . Von den
neueren Fettlosungemitteln scheint sich besonders werden steigende Mengen Anilin zugefugt und jedae T r i c h 1o'r ii t h y 1 e n in der Fettanalyse ein- weils die Tcmperatur der Mischbarbeit feetgeetellt.
zubiirgern. J. F. S a c h e r 1 3 ) empfiehlt es zur Be- Die Einzeldaten ergeben eine charaktsristische
Kurve, wclche z. B. bei Naturbutter 8Ohoher liegen
etimmunp dca Oles in Olfnrben, R. N e u m a n n
zor Fettbestimmung in Futtermitteln. Anstatt sol1 als bei Margarine.
letztere im Soxhlct auszuziehen, schiittelt N. 6 g
G 1 y c e r i n.
Substanz mit 100 ccni CpHCI, eine Stunde lang im
Schuttelapparat und dampft einen aliquoten Teil
L. M'. H o R R r t jr.26) empfiehlt ein besonderea
des Filtrates ein. Auch F. V o 1 1 r a t h 16) ver- P y k n o m e t F r fur Glycerin.
wendet Trichloriithylen. Kine und dieselbe A p p Zum q u a l i t a t i v e n N a c h w e i s v o n
G 1 y c e r i n bzw. Frtt in BienenwachR, Paraffin
4 ) Diese Z. X I , 1388.
16) Diese Z. 24, 1887, 'E27.
6 ) Diesc Z. X I , 2019.
17) Chen:.-Ztg. 35, 872.
6) Diesc Z. X I , 2389.
* a ) Chem.-Ztg. 35, 1120.
7 ) Diese is. 24. 2367.
1 9 ) H. W o l f f ,
Farben-Ztg. 16. 1270; E.
8 ) Diese Z. X5, 309 (lVl2).
€3 c 1 1 m e r , Chem.-Ztg. 35, 997; diese Z. 24, 2227;
0) Diem Z. X5, 308 (1912).
J. E'. S a c h e r , Farbcn-Ztg. 17. 458.
10) ('hr~ii.-Ztg.35, 701, 713; diese Z. 24, 2229.
20) Chem. Zentralbl. 1911. 11. 1402.
1 1 ) M. E:. 1'0 z z i - I.: R c o t
Chem. Zentalbl.
2 1 ) Farben-Ztp. 16. 1155.
1911. ir. I&%.
22) Farhrn-Ztp. 16, 1270.
12) (%em. Zentralbl. 1911. 11. 1893.
23) Dieec Z. X I . 2'54.
1 3 j Farben-Ztg. 16, 2683.
24) Chem. Revue IS, 305.
14) Chem.-Ztg. 35, 1025: diese Z. 24. 2271; vgl.
2 6 ) Chem. Zentralbl. 1911, 11, 1272.
a. M. hl o n h a u p t , C:hem.-Ztg. 35, 1306.
26) Chem. Zentalbl. 1911. 11, 1401.
16) Seifenniedrrztg. 38, 814; diese Z. X I , 2033.
8
.
872
F.Mon: Die Bett.nrJme und die Pettohernia im J.hrcl l9lL
usw. kocht M. W a g e n 8 8 r 37) mit alkoholischer
Kalilauge. siiuert an, filtriert, macht dee Filtrat
8lk8hSCh, setzt CuSo4 zu und kocht eine Minute.
Wenn das nunmehrige Filtrat blau ist, ist Glycerin
zugegen. Die h a k t i o n sol1 eogar zur quantitativen
Qlycerinbestimmung auf jodometriachem Wege geeignet =in.
Die i n t e r n a t i o n a 1 e S t a n d a r d m e t h o d e zur quantitativen Glycerinbestimmung
hat W. G r ii n e w a 1 d 28) einpehend beschrieben.
In erster Linie wurde dae Ac e t i n v e r f a h r e n ,
alsKontrollmethodedae B i c h r o m a t v e r f a h
r e n gewiihlt. Die Mfferenz licgt tei reinen Glycerinen unterhalb 1%. ist eie hoher, so iat Trimethylenglykol zugegen. Auch die deutache Glycerinkonvention hat die Methode anpenommen*@),dercn
Beschreibung von dcr Redaktion dieser Z. zu beziehen ist.
E. P r o b e c kao) findet, daB die Resultate
der A c e t i n m e t h o d e immer um 0,2-0,5~0
zu niedrig sind, und zieht daher die R i c h r o m a t m e t h o d e vor, bei welcher allerdings fluchtige
Aldehyde, wie Acrolcin, vorher zu entfernen sind.
A. B e y t h i e n untl K o n s o r t e n a l ) kommen
wieder auf die M e t h o d e B e n e d i k t - Z s i g m o n d y zuruck und behaupten. daB die A 1 1 e n
s c h e M o d i f i k a t i o n dereelben bei Fetten
und Seifen die genauesten Resultate gibt. (Bei
Tranen sind die Resultate zu hoch. D. Ref.)
F a o c h i n i und D o r t a s * ) haben die M e t h o
d e S h u k o f f - S c h e s t a k o f f (1905) zur gewichhnalytischen Bestimmung dea Glycerins in
einigen Punkten abgeiindert.
-
-
-
G e s 8 m t f e t t s ii u r e n , f r e i e Fe t t s i i u r e n .
Zur Darstellung reiner Kalilauge verreibt H.
M a 1 f a t t i 83) das KOH mit etwae mehr ale der
gleichen Menge Kalk und wenig Alkohol und zieht
den Brei mit Alkohol am. Die Qelbfarbung fiihrt
er auf kolloidal geloste Metalle m u c k . ( ? D. Ref.)
M e y e r und E c k e r t w) verwenden anstatt KOH
und NaOH L i t h i o n l a u g e . Sie bringt den
Vorteil. dal) die Seifenlosungen nicht gehtinieren
und daher leicht filtrierbar sind. L. W. W i n k 1 e r ") ersetzt bei Bestimmung der Sure- und Verlleifungszahl den ikhyhdkohol duroh gereinigten
P r o p y l a 1 k o h o 1, v a n Z o u 186)duroh G 1 y c e r i n. Letzteres verwirft H. M i e I k 87). weil es
eine geringe Oxydation der ungeaiittigten FettGwen veranlaese. DaB ffihwmh alkalisohe, durch
P h e n o 1 p h t h a 1 e i n rot gefiirbte Liieungen
nich beim Stehen entfarben, hat naoh K Ob e r
und M a r e h a l l = ) folgende Ursache. Dee gefiirbte 9slz ist zweibesisch, es verbindet sioh mit
1 Mol. KOH zu dem Trikaliumscr~zder dreibaekhen
37)
Chem. Zentralbl. 1911, 1, 1766; 11, 103.
**) Dime Z. 14, 885.
20) Diese Z. 14, 2364.
Diem Z. 24, 2268.
81) Diese Z. M , 1490.
32) Chem. Revue 18, 116.
5 8 ) Chem. Zentralbl. 1911, I,
M) Chem. Zentralbl. 1911, I,
36) D i m Z. 24. 030.
3'3) Die- Z. 24, 2033.
37) Chem.-Ltg. 33. 668; d i w
38) Chem. Zentrnlbl. 1911, I,
SO)
1482.
742.
Z. M , 1668.
849.
[
Phenolphthaleiiure, und d i m dreibaeische Salz ist
farblos. Durch WaRBer wird ea diseoziiert und wieder in dae zweibeeische Salz zuruckverwandelt.
Zur Bestimmung der S i i u r e z a h l lost H.
L o e b e 1 1 39) in einem Gemisch von 1 Vol. 96prozentigem Alkohol und 2 Vol. Benzol, als Indicator
verwendet er Alkaliblau, Phenolphthalein nur beim
Titrieren mit I/,,,-n. Rarytliisung. Dagegen wendet
E. B o e d t k e r40) ein, daB daa Benzol ein assoziierendes Liisunpmittel, und dahcr in ibm einc Reaktion zwischen Elektrolytcn eigentlich nicht mehr
moglich sei. Er titriert daher in wiirwrig-alkoholischer Liisung mit Phenolphthalein und l/lo-n.
h u g e auf Rot und dann mit lIlo-n. HCI auf Farb10s zuruck. (Da aber die Liisungen weniger ale
40% Alkohol enthalten, so wird eine IXsRoziation
der Seifen eintreten. D. Ref.) Wi bstimmung
der f r e i e n F e t t s i i u r e n i m C o c o R f c t t
wird der Befund nicht, wie ublich. auf Olsiiure, sondern auf Cocoaolfettsiiure umgerechnet. deren Mo1.Gewicht aber verschieden, von 200 bie 220, angenommen wird. L. A l l e n 41) regt an, hieriiber eine
Vereinbarung zu trcffen. Eine von M a r c u s s o n
(1904) angegebene Methode zur Bestimmung der
freien Fettsiiuren in konsistenten Fetten wurde von
H o l d e und M a r c u s s o n ~ 2 )fur einen speziellen Fall (Kelypsolfette, hoohechmelzend, mit
vie1 Alkali- und daneben Erdalkalieeifen) ctwas abgeiindert.
Zur Bestimmung der V e r s e i f u n g s z a h l
dunkler Fette und Ruckstiinde empfiehlt J. M a r
c u 8 s o n 4s) 81s Indicator ein Gemisch von 3 ccm
lyoiger Phenolphthalein- und 3 ccm 3yoiger alkoholischer Akaliblaulbung.
Die von S. Z i p s e r u)berechneten Formeln
uber die Beziehungen zwischen Neutralfett, Glyoerin, freien und Geamtfetteiiuren in partiell geepaltenen Fetten bringen nichta Neues.
-
F 1 i i c h t i g e F e t t siiu r e n.
Die Verseifung des Butterfettea zum Zweck der
Beatimmung der Reichert-MeiBhhl wird jetzt fast
eueechlieBlich mit Glycerin anstatt dthylalkohol
vorgenommen. H. K r e i s a ) verwendet auf 5 g Fett
2 ccm Kalilauge (1 : 1. vgl. S i e g f e 1d 1908) und
nur 4 ccm Glycerin. Auch S i e g f e 1 d ") findet
dieme Quantum fur geniigend. Nech T a r u g i
und V e r n e n g o 47) wird tateiichlich Butter n i t
T r i a c e t i n gefiilscht (vgl. F i n c k e 1909).
Eine von S h r e w s b u r y und K n a p p a )
vorgemhlagene Methode zum N e c h w e i s v o n
Cocosfett in Butter und Margarine
h e l t im Prinzip derjenigen von F e n d 1 e r (1908).
nur wird anstatt dthyl- Methylalkohol verwendet.
Im ubrigen wird mehr und mehr die M e t h o d e
P o 1 e n s k e (1906) ah die sicherste aller derartigen
10) Chem.-Ztg. 35, 276; diem Z. M, 1643.
a)Chem.-Ztg. 35, 648: diese Z. M , 1658.
41) Chem. Revue 18, 112.
4*) Dieae z. 24, 1945.
4 9 Diese Z. t 4 , 1287.
44) Chem.-Ztg. $5,1338; diem 2.25.601 (1912).
46) Chern.-Ztg.35.1053; diem Z. 25,181 (1912).
u )Chern.-Ztg. 35, 1292; diem Z. 25,801 (1912).
47) Chem.-Ztg. 35. 1068.
") Diese z. M, 749, 2260.
Methoden anerkanntdg). W. A r n o 1 d 6 0 ) empfiehlt wiederholt mine kombinierte Methode (1908)
und legt den groDten Wert auf dae Verhaltnis zwiachen Polenske- und Reichert-MeiBlzahl. Auf der
nndercn Seite glauben H a n u E und T h i a u 61) dea
ersteren Methode zur Bestimmung der A t h y 1 e s t e r z a h l (vgl. H n n u e und S t e k l , 1910)
nunmehr so vervollkommnet zu haben, da13 noch
204 ('ocosfett in] Schweincfett nachweisbar sind.
-4 n d c r r T r t. n n u n g s m r t h o d e n.
1'. F a I c i I) I a 5 2 ) will, wir D a v i d (1910).die
festrn und fliissigen Fvttniiuren in Form der A m m o n i u In s a 1 z c trt-nnrn. nir athrrische L6eung der Fcttsiiurtm wird init Animoniakgas behundelt, drr Ather fnnt vollstiindig verdunstet, und
d e r Riickstand bei Oo riiit cler vierfachen Menge 81koliolischen Amnionink8 hhandelt, nur die Salze
d e r fliisnigrn Fettsaurcn gchen in Idsung. (Die Methode durfte kaum genau sein, denn der Vf. h a t
selbst gezeigt, daD sttarin- und palmitinsnures Ammonium in kaltem Alkoliol nicht unloslich sind.
n. Rcf.)
E. E r d m a n n 63) trcnnt die festen von den
flussigen Fettsaurcn durcli Abkiihlen der Petrolitherlosung (vgl. F a c h i n i und D o r t n , 1910)
auf -18' und Filtriercn untcr I h c k in eincr Kiihlkammer. Zur T r e n n u n g drr 01-, L i n o l u n d 1, i n o l c n a u r (* wcrden die Z i n k n a 1 z e
aus Alkohol frnktioniert krystallisiert, das olsaure
Salz ist schwer, das linolsaure leichter und das
linolensaurr noch 1eiclitc.r loslich.
E. 13. H o 1 1 a n d 64) cmpfiehlt zur Trennung
d e r FettHiiurcn die V n k u u m d e a t i 1 1 a t i o n
d e r 1.i t h y 1 c s t e r , wrlclie er durch halbstiindigee Kochen von 100ccni Fett&ure mit 100ccm
Alkohol und 10 ccm konz. HCI dnrstellt. Zersetzt
werdrn sie durch Glycc.riiilauge. h i m Auflosen
und Krystalliniercn der Fettnaurrn nun Alkohol ist
Vorsiclit notig, weil nclir I(*icht V c r e s t c r u n g
eintritt. Dasselbe konatiitieren M e y e r und
E c k c r t &a), welche zur Trcnnung der Fettaauren
ebenfalln die dthylestrr im Vakuum dcatillicren.
Zur R e i n i p n g der freicn Fcttsaurcn fiihren sie dieselben mittels Thionylclilorid in d i r Chloride iiber.
W. F a ti r i o n 6 6 ) hnt eine neiie Modifikation
der Metliode Twitchell ziir T r e n n u n g v o n
F e t ' t - u n d H n r z ~ i i u r e nangegeben.
U n g e s a t t i g t r F e t t a iiu r e n.
Man kann ruhig snpcn, daD wcitaus die meisten
Litmafurangaben iiberdie J o d z a h I v o n F e t t s a u r o n zu niedrip tiind. und zwar aus dem
Grunde, weil die letztcren zum Zwcck ihrer Isolie.- ...
. .
.
A in b r r g c r , dime Z. 24, 1438; E.
N o c k e in u n n , diem Z. 24, 1608; A. H e p n c r ,
49)
C'.
diese %. 24, 1608;C r i 11 b und R i c 11 n r d s , diese
Z.24, 2271; R e v i s und I$ o 1 t o n , diese Z. 24,
9271; H. T. C r n n f i r l d , Chem. Ztg. Rep. 35,
578; E:. I ' o l r n s k e . dicsr Z. 25, 437 (1912).
6 0 ) Diese Z. 24, 1438.
6 1 ) 1)iesc 2. 24, 314.
62) (hcm. Zrntrnlbl. 1911, I, 382.
6s) C'hrm. Zcntralbl. 1911, 11, 1677.
64) 1)iese Z. 24, 1054.
66) ('hem. Zentralbl. 1911, I, 742.
66) Chcm. Revue 18,239;
diese Z. 25,180(1912).
Ch. 1912
rung erhitzt werden miieeen, und weil hierbei die
Jodzahl sinkt. Einen neuen Beweis hierfur bilden
die Angaben von U t z b ' ) iiber die Kennzahlen
zweier Nigerole. Er fand
I1
I
..
. . . . . 94,O
. . . . . . . . . . . 126,8
Hehnerzahl. .
. .
Jodzahl
.
Jodzahl der Fetteiiuren
.
. .
. .
gZ,O
114,O
102.3
113.9
Nun I a D t sich die Jodzahl der Fettaauren aua
derjenigen dee C)lcs und aus der Hehnerzahl aehr
100
leicht berechnen: JZ(Fetteiiuren)= J Z ( F e t t ) x H Z *
Diese Rechnung ergibt aber fur die Fettaauren der
bciden h'igcrolr die Wrrte 134.9 bzw. 123,9.
R. M a r c i 1 1 e 6 8 ) findet nach der M r t h o d e
W i j a Jodxnlilcn. welchr durchschnittlich um
6 Einheiten hiihrr licgcn crh die Hublzahlen. H.
I n g 1 e 69) halt hartniickig a n seiner Modifikation
der Hiiblmetliode (water firat. 1904. 1908), fent, hei
18stundiger Versuchsdaucr a011 sie dieeclben Reeultate geben wie die Wijsmethtde. In1 Gegensatz
zii W i j s findet er, daD beim Lhol die JodznhI
nicht immer dem spez. Gew. proportional ist. Auch
J. K 1 i n~o n t 6 0 ) wendet sich gegen diem Beliauptung von W i j s. Auffallend klingt einc Angabe
von M u t t h c s und D a h 1 e a l ) , laut welcher bei
der Einwirkung von trockenem und feuchtem Sauerstoff auf Sojabohnenol desaen Jodzahl nicht sinken
soll, wohl aber bei der Einwirkung feuchter Luft.
C. S t i c p c 1 6 2 ) tritt nunmehr ebenfalls fur
die Hestimniung dcr R r o m i e r u n g s w a r ni e
ein (vgl. H e i d u Y c Ii k a , 1910). Er nennt die
betreffende Kennzalil 1%r o ni t h e r m u. 1 z a h 1
und hat eincn !inndlichen Appnrat zu ihrer &stimniung konst ruirrt .
C. S i c g u ni II n n 83) enipfiuhlt einen kleinen
Apparat zur Bestiinlnung der H e x a b r o m i d z a h I (vpl. H u l l und S a e t h e r . 1910). H.
I n g 1 e a) bestiitigt, daB dan Olsiiuredi- und dna
Linolsiiuretctrclbroniid auf das L i n o 1 e n a a u r E h c x a b r o m i d losend einwirken, und daB beim
Erhitzen dra Ixiniils seine Hexabromidzahl ganz
betriichtlich ainkt. 31 a r c u s e o n und v. H u b c r " ) haben zum K a c l i w e i s v o n T r a n
i n S c i f e n das von L e w k o w i t s c h (1909)
angegobene Verfahren vereinfacht. Eine Beseitigung der gesiittigten Fetteiiuren iEt nicht notwendig,
zum Hromieren der Gcsamtfetteiiuren verwendet
man zweckrnaIlig die von H n 1 p h e n vorgeschlageno Liisuny (1 Vol. Brom, 28 Vol. Eiseseig, 4 Vol.
Nitrobenzol). Zur Trennung d e r H e x u. u n d
0 k t o b r o m i d e wird der Niederschlag mit
Benzol ausgekocht, die letzbren sind unliislich. Ferner scliwiirzen sich die Oktobromide bei 200",ohne
zu schmelzen. 10% Tran sind noch sicher nachwcisbar.
~
.
.-
57)
68)
69)
Cheni. Rc-vur 18, 106.
Cheni.-Ztg. Rep. 35. 23.
Chcm. Zbtralbl. 1911,I, 1448; Seifcmsiedvr-
ztg. 38, 721, 746.
6 0 ) Dieac Z. 24, 254.
61) CXcrn. Zcntralbl. 1911, 11, 1260.
6 2 ) Dirnc z. 24, 1669.
63) Chrm.-Ztg. 35, 1131 ;diese z. 25.601 (1912).
64) Cheni. Zrntrnlbl. 1911, I. 1448.
6 6 ) Seifensiederztg. 311, 249.
110
E. E r d m a n n 6 6 ) h a t ein Patent erhalten
anf die Darstellung von Tr i j o d t r i b r o rn s t e a r i n s a u r e aus Linolensiiure bzw. auf die Chlorjodderivate der geeamten Leinolfettsiiuren (vgl.
auch untm ,,Theoretischcs"). Wegen ihres hohen
Jodgehaltes sollen sic fur sich oder in Form ihrer
Salze in der Medizin Verwendung finden. H e i d u H c h k a und R h c i n b e f g e r 67) haben die
T r i c h 1 o r t r i j o d 1 i n o I e n s ii u r c rein dargestellt: weiBe K r y ~ t a l l evom F. 95'. Dic T e t r n c 11 l o r t e t r n j o d t e r a p i n s iiurc (19lO)sucliten Rie zu CnthaiogeniRieren, das olige Produkt ergab abcr nur die Jodz~hl2f34,.5,sic vermutm dnher,
daU sich bci dcr Reduktion auch H nngrlngcrt
habe. Allein man dnrf, wit. E. E r d m n n n 6 8 ) mit
Recht betont, aus dcn Jtdzahlen stark ungesattigtcr
FettRiiuren keine RO weitgeliendcn Schlusec ziehen.
H e i d u a c h k a und R h e i n b e r g e r hnben
schlieDlich ntxh die T r t r LI c h l o r t c t r nl) r o m t. e r a p i n H ii u r c , (!17HS60Y(CIHr)I, dnr~cntellt:
briiunlicligrlbe Kryetnllr vom P. 1.50".
C n v r r s c i f b a r c 9.
J. R. I' a r t i n g t o n 89) crliiclt beim Zusaninienschmelzrn von C 11 o 1 e e t L' r i n und Fcttsiiuren kcincrlci lht4.r. E. 8 n 1 k ( I w E k i 70) eriuncrt daran, daU ('r aIn i.rntcr dns P h y t n s t r r i n
in Pflanzenfcttcn rntdvckt und zurl'n t c r H c I 1 c i d u n p t i e I' i I c 11 (* r u n c l p f 1 n n z I i c 11 e r
F e t t c bcniltzt lint. IGnvr interrssnntcn und niiihcvollcn Arbrit hat aic-li 1'. \Y c r n c r 7 1 ) untcrzogcn,
indeni cr vernuclitc., tlic- rwuerw Arbcitrn ubcr Cholceterin und I'hytontc*rin f i i r tlcn i~nnlyti~chcn
Xachwcis gcrinper M c ~ i g ~V I~I I Ii t ic~iac1it.nin pflanzlicllen
Fatten nutzbar zu iiiriclwn. I A d r r wtrrcn die Res i i l t a t ~irir allgenreint~n wgntiv, Iiindc~nd wirkcn
die gcringen Mnt4~i11lnicmpcnund die pc-ringen AURh u t c n h i dcr I ) t ~ r n t ~ 4 utlcr
n ~ Lkrivutc..
1111 L?nverseifbnrc*n d e 8 0 1 i v e n ii 1 s ncheint
I'hytonkrin nur in gcbringcn JIcngcn vorhandcn zu
scin. 1,. A r c h 1) u t t 7 2 ) schied nu8 einrin rcincn
Malnpnolivc~~iil1,3":, L7nwrwifI)nr(~snb. Kq zeigtc
.
' und t l i v l i ( J h V Jtdzirl~l2.59. I n HO
den .'F 41 . 4
0 1 i v e n t r n t r ii 1 c n , wt-lclic. uucli tlns
dcr Olivrnkernc cmthiiltcn, frrnd cr I i l r zu 3,3q/, Unvrrsiifbnrcv in Pcirni vinc-n h r l l g ~ 4 b nWachses, F.
bis M0.Jodzalil bin 158,9. Einen hohon Gchnlt a n
I'nvc.rac~ifI)irrrtii, niinilieli 4,fV;,,, findet Ji. T s u j i ni o t o 73) irn Rc.isiil. h u n ..\lkohol wiedcrliolt
krystallieit~t. liefrrt es I'liytonterin voni F. 136 bis
197'. Im S o j H b o 11 II II ii I skllten N n t t Ii e s
und D n 11 I 1%74) 0,7~,10UnverRrifburrR fest, darin
45:4 fliissigc. und 557;) fwte Antcile. Yon letzteren
sind 3,4'j;, S t i p m 11 n t e r i n , F. 16!)n, und
I'liytcwtcrin (mit zwci h p p l b i n d u n g e n ,
F. 139'). Dcr fliinwigv Anteil he~telitRUB saucratoffhaltigen Verbindunpcn clcrwelkn ZuRaniniensctzung wie dLI8 ['Iiytontcrin. Anderi.rclcit f m d
8i
(b
c b
S. K e i m a t s u76) im Bohnenol nur 0,2O4 Phytosterin, in dem er kein Stigmaaterin nachwcisen
konntc.
G. H u c h n e r 76) empfiehlt Vorsicht h i m
NachwoiR von Paraffin im Rienenw n c h 8. Auch reine Wachsc konnen paraffinartige
Ausscheidungen geben. Sie bestehen wahrscheinlich
aus Cerylacetat und sind in h e i C m &sigsiiurrnnhydrid vollstiindig loslich.
G r i m n l d i 7 7 ) will Te r p t. n t i n o 1 , K i e n ii 1 und T c r p c! n t i n r e H t- n z durch Quecksilberacetnt untrrncliridcn. V c i t H c 11 und 1) o n k 78)
habcn im Buftrag den Ackerbtludrparteitic.nt~der
Vercinigtcn Staattn cine Rrowhure ubcr die H a n d c 1 s t c r p e n t i n 8 I e und drrcn I!ntc~rsucIiung
hcrauspcpebcn.
Farbrcaktioncn.
H. S c r p e r 79) hat in dankcnswcrttr Wcier
den heutigen Stand der Fnrbrcaktionen in ihrer
Anwendung zur Ekwertung dcr Speiscfette und -61e
zusainrnenfasaend dargestellt. Er selbst lint dio
Methode W c 1 m a n s modifizirrt und halt sie
hauptaachlich zuni Nnchwc.in v o n E r d n 11 B 8 I
fiir gecignc-t.
E. CI n H t n 1d i 8 0 ) nicint, daB hi clrr H n 1 p h o n r n k t i o n d r r .41ny1~lk111io1nur durcli
seine Vcrunroinigungc.n, bmonders I' y r i (1 i n ,
nirksani wi und dnlic-r zwrckniiiUig dilrc,li linen
Tropfcn Pyridin crsctzt wibrdta. J. S a n 11 r (* 11 H
findet txwtatipt, daU dan Fett von Kiilicm und
Schwcincn, wdrhe mit Ikiurtint~ll~atnic.hl
pc-fiittert wurden, oinc drutliclic~Halplienrc~aktio~r
gibt.
Auch d i r S i 1 1) (. r n i t r n t r r I L k t i o n fiillt b i n i
Fett positiv. lwi den A-ttniiurrn dngepen ncgativ
cx
ILUS.
Die von C: u a r n I' r i (1909) vorpeschlngcne
Atrbrccrktion rirrf Sc~nnmiil ist nricli U t z 82) niclit
zu einpfclilcn.
Nach E. -4.S rr n n c* r n t. 11 8 3 ) gibt rniircikknnisclien Olivrnol, niit H NO3( 1.4) geschiittcblt, cine
prachtigr. rnrnrinrote Piirbunp.
Ein nruw Pnrbrrapc.nH, rinr l'j&c liisung von
Agnr in H S 0 3 (1,4) will S. (; r i ni n I t 1 i u)zum
Nrrchwein den OIc-n von C o r n u n n n n g u i n n i n i o I i v e n ii I Inmutzcn. 5 ccm OI
wcrdrn niit 1 ccni Reapens cainipe 3linuten c-rwiirrnt,
nach dcm Erktrltpn ist bei Gcgenwart dvs frcmdrn
Olcs die Ohchicht gelbrot, die Siureschiclit ntroliRelb.
H. R. J c n s e n 8 6 ) findct, dnB aurh mirncho
reincn Lciniile die 8 t o r c 11 s c 11 e H a r z r t- a k .
t i o n gebrn, urn so starker, je mehr Unveracifbarcs
3ie cnthnltcn.
I n Anierika wird der D o r H c h 1 e b (' r t r a n
hiiufig mit M e n h a d c n t r n n gefiilsrht. A. W.
(&
.-
68)
76)
78)
77)
67)
78)
D. K. 1'. 233 893; dicm X. X I . 940.
(;hem. fintrirlbl. 1011, 11, 772.
8 8 ) ( ' l i ~ ~ n i Z+mtrirlbl.
.
1911, 11, 1677.
69) ('heni.-%tg. 35, 231.
7 0 ) ('hem. %c.ntriilbl. 1911, I , 3"!).
7 1 ) I)isncrtation, I k ~ l i n191 1.
7 2 ) Svifcnsicdwztp. 313, -253.
73) ('licm. Rcviic. 113, 111.
7 4 ) ('hem. Rrvuv IN, 258; diest. %. 25, 179 (1!)12).
79)
8')
81)
82)
83)
84)
86)
Chcm.-Ztg. 35, 839; die% Z. 24, 2034.
Chcm. Zentralbl. 1911, 11, 729.
Chem.-Ztg. 35, 52; dicse Z. M. 572, 759.
Farben-Ztg. 17, 680.
Chem.-Ztg. 15, 681; dielre Z. 21. lMi08.
Chc~~i.-Ztg.
35, 688.
Chcm. Zentralbl. 1911, I, 13%.
Clicm. Revue 18, 290.
Clieni. Zentralbl. 1911, I, 583.
Clirni. Zentralbl. 1!)11, 11, 397.
Chern. Zcmtrdbl. 1911, 1, 797.
F a i o n : Die Fett.ndyre und dIe Fettahemie im Jahre 1911.
HeFz
J:b#3s,,]
H o 1) 1' r n H t r tl t 8 6 ) litit fiir lctztercn cine clierakterixtiwchr Fnrbrrnktion prfundrn. I)ie Acetonlosunp wird niit konz. HCI iind dnnn niit I'rtroliitlirr
pcnchiittrlt, nnch Trcmniing der Srhichtrn ist die
untrrc. bltiugrun. Dir R(wktion wrsngt ltbrr hi
rtinziprn Trnncm. und \vcwig(.r 111s 20";) sind tiuch in
frisclirn nicht nncliw~islmr.
H. \V o 1 f f 8 7 ) hrit cinr c~nipfindlichr Fnrbrcvtktion zurn ,?;n c 11 w r i s v o n K i r n 61 i rn
T 1%r 1' c n t i n o I yc*funtlcii. 2-10 Tropfcn 01
wrrdcm niit 4 cciii E:iwncIiloridliisunp (1 : 2500)
untl 4 ccm Frrric~tinkuliuiiilii~ung (1 : 5W) gcschiittclt. Rri 1 0 und ziiriic.iat auch nocli h i 5%
Kicmiil t ritt sofort vine (iriinfiirbunp und ncicli wenigcn S-kundcw (.in Sirdc~rrclil~ig
von Ikrlinerblau
(,in. Rrincbx Tvrpntiniil ldvibt zuniichst p~iiizunvcriindrrt, erst nach 1iinK:crc.r Zrit tritt die (;runfiirbung (-in. Von den xi-itlicr brknnntrn E'nrhrrnktioncw zuni Nucliwch d4.s Kirniils hiilt c r die
H 1' r z f v I d srhc (Griinfiirlning riiit SO,) fiir die
lwstc-.
S i c 11 t f e t t c.
Aus Anla0 der h1nryltriiic.vc.rKifturlpc.n wurden
tiucli die Sichtfette tiuf eiiio t * t wttipe piftipc Wirkung
unterxueht. I n k t r n c l i t koninicm nacli 6.1% o n t o 11 x 8 8 ) in den tierisrhvn Fottcn Ptointiinc. odrr
I,t.ukorii;tinc-. in den pfl~iiizlic*Iic~n
Clucwaitlc-, Alknloiclc, Hnrz.c., Feriiic*ntcboiler LSnzynic., l i i ~ l i c hAlbu~~
ininch tdcr Globulinc, Aiiiinc., Aniinosiiurcn. Durcli
I'rrsxm und Riiffinicrcii wvrtlen dicw K i i r p r niclit
iiiiiuer vollRtiinclig rntfcrnt. Kncli Vcrwuclicm von
'I' 11. R o k o r n y 09) kiinncm gewisse %c.rwtzunpsproduktc: drr Fvttc, Ixsondcry Aldehyde und niedripiiiolckulttri* frcic Fvt tsiiurcm Iwi (:c-gcnwurt \-on
\Vtissc-r Kiftig wirktm.
A. A. 13 n s o n 90) fnnd in S u I f u r o I i v c nii I e II Substnnzrn, wolclic* nirlit nur bei dcr Rcnkt ion Storcli-.\lortiw~ki,s ~ ~ i t l tiucli
~ r ~ ki * ider Jlctliode
'L'witcldl Htrrz vortiiusclicm kiinnm. (Es diirfte
xicli uiii Oxysiiurrn htiiitlvln, vgl. C; r o s x c. r ,
1'306. I). H(.f)
Rtrrizipkcit,
Fc.ttoxydtrtion, Firn i H e 11 (* ni i e.
J . H e r t k o r n 9 1 ) iiuI3rrt Hicli ttuafiihrlicli
iiln-r die \'c+indc.rungcn, \vc~lched i r A - t t c - u n t w der
Einwirkiinp \-on I k h t r i n d L i f t crlcidcm, Iinuptniichlich ini Hinblick nuf die Hildunp giftiger Subxtan7,m. Seinrn Andinuungcn frhlt nbrr die experirnentrllr Rrgrundung. I). L n 11 ni n n n 92) lint
Versuchr iilwr d t i s
I ti x c n t l t * x K ii b ii I H tinprstellt und die bekanntc Tntanclic. beetiitigt gefunden, daU bri hiiherrr Tcmpcrntur g r l h s c n
werden riiuU, wcnn rine ricnncmswerte Vrrdickung
erzielt wcrden soll. J. 31 t i r c u s R o n 93) lint die
Analysr geblasener Ole tltidurch vrroinfnclit, dnU r r
nur inrhr d i r ~ t r o l i i t I i r r l i i ~ I i c h e nSiiriren nnch
v a r r c n t r a p 1) In~hruidrlt. 1k.i Keb~ast*nrni
876
RubGI sind die Blriaalzc- in wtirnieni Xtlicr vollkoinmen lostich, bri goblaxrnc1n f3auniwollsarnenol
nicht. Fcwwr zirlit r r nocli die Jlethoclc von
S 11 r r ni a n und F u I k (1905) hrrnn, h u t wclcher
nus dcr Jodznlil und drrn HIX'Z. Cew. d m geblmenen
Olcs Schlusac nuf die Jodznhl dcw Auspnnpnititc-rinls
pezogrn wrrden kiinnrn.
L e i n o I u n d s r i n v S u r r o g a t e . H.
I n g 1 c 94) koniiiit nuf Crund von nielircrrn tnriscnd
Lciniilnnnlysrn zii fo1pendc.n Grenzwcrtcn fur die
J o d z n 11 1 : I3nltinch~w 1!W204, indinclws 180
bis 189, IA I'liitn 17L18ti. Scli\vnrznicv 176 bis
182, Sordniiirrikti 17i- IHR, Mnrokko. Hollnnd.
Tiirkci 1A.%l92 (vpl. dtiprgtm >I r i x t 1. r , \V o 1 f f
1910). Das 8 p c z . C; w. scliwnnkte zaixchcn
0,9316 und 0,9357,als Jfaxiniuiii der H r s n b r o
ni i d z n 11 I wtirde 48,l grfunden, dcr Schnic~l
piin kt der Hc-xnl)roiiiiclr ltip rrprlniiiDig zwirrrhen
140 iind 145'. Ihtroli 43xtiindipcs Erwiirriirn cincs
Lciniils nuf 19;i-L?)" xtink tlic- Hcxnbroriiidzillil
von 35,3 nuf 0,9. H. H. .T c II s v n 96) fand 449
nla hlaxirnurn dcr Hexabroiiiidznhl, bci den Leinolfettaiiurrn Ing d i r Znhl rc~pdniiil3ig nirdripcr nls
beini Rciniil aelbst. Zuni S it c 11 w e i s v o n K o I o p 11 o n i u 111 ist dic Rcuktion Storcli-blornwski
niclit gc.rignct (s. u n t r r Ftirbrcnktionen).
Dir tibnoriii liohtm Iiiniilprcinc sind xwnr ini
h u f c - drs IchtztcmJtlhrcv btriielitiich ziiriickgt~gnnpen, doch diirftrn dic friilivren nicdrigcn P i c k in
nbachbrrrc~r%eit kttuin iiidir zii crwnrtcm win, untl
d n l i c ~niicli tlir ISrstitziilc~xicli dtirit-rnd in tier Firnisindustrio hultcn. In c5rxtc.r 1,inic- i H t hic-r dtis S o j t i 1) o 11 n r n ii 1 zii nrnncw, c l c w c m Vc~rbrnucli nndtiurrnd stcigt. In Stcttin wurth. ibinc. ntw. (tlritte)
Fnbrik zur Vrrwcrtring dtbr Sojnbolincn gcgriindet.
Anbnuvcrsuchr in Dcutsclilnntl uncl Ungnrn bracliten cin nrgntivcas Krgebnis, dugc~gen~ 0 1 der
1
Anbau
in %%.rhirnE r f d g vrrsprrclirn, tius driii Kttukasun
sollrn aclion 500 t Ivtztjiilirigcr Erntc- n w h Hamburg vcrktiuft wortlcn. und uucli in UritiHcli-Wcstafriku sollcn giinstigc Eriitcn crzic-lt wordcm win.
Auf e i n m znsanimcnfnsscndcn -4rtikrl: Dich Industrie drs Sojnbohntmiils von ,J. L r w k o w i t H c h96)
nci vcrwiesrn. .\lit dvr clic*itiisclirn Untrrsircliung
dcs 0Its I i u h n Rich o (. t t i n p r r und B u c 11 t n 9 7 )
M n t t h e 8 untl 1) n 11 I r en), S. K c i ni a t s u Be),
C. 9 i c g r I I I n II n 1 0 0 ) iwfiiUt, lctztcrer lint trukrdcni nllc bis jetzt Iwknnnt pcuordrnen Kcnnznlilrn
zuuani~iic~ngc~atellt.
Nncli ,?;. C 11 11 r c 11 e f f s k y10')
wnr chin utis Englrind nucli RuDland eingrfiilirtes
Sojtibolinenol in Wirklichkcbit gereiniKtes Riibiil.
h i i n l'e r i I I t i iiI (1910) verhindrrn der hohr
Prris und d u s gvringv Anp(sbot cine allge~iicincre
Anwcndunnf. Jk*iin ?i i g v r ii 1 (1910)sclieint die
l'rockenkruft dt~clizu prrinp zu sein102). Dtrgegen
3 0 1 1 neurrdinpn .\I t i i n v 1 in KriiUeren Mengcn fur
Firniszwcckc Vc.rnc-ntlunp findrn. Glcichc llcngcn
15
~
e4) Clicin. %c.ntaIbl. 1!)11, 1, 1.148; Seifensiederrtp. 30, 721. i4A; diem Z. 25, 601 (1912).
96) (*hem. Zrntralbl. 1!111, 11, 797.
9 6 ) (:him. Zcntrnlbl. I!Jll, I, 47.
y 7 ) 1 ) i c . w Z. 24. 828.
(*him.Revue 18, 257;diew%.25, 179(11~12).
0 9 ) ('Iicvm-Ztg. 35, 839.
100) Fnrbrn-Ztg. 16, 2470.
( ' h t ~ i i i . Zcwtrnlbl. 1911. 11, 1544.
Io2)
U t z , Clicni. Revuc. I S , loti.
I lo.
M8iS- und Leino1 liefern nach W.F 18 t t 108) mif
Kobalttrocknern gute. nicht nachklebende Firnieee
C. G r i m m e 101) hat eine grobre Anzahl fettei
C o n i f e r e n 6 1 e (Kiefer, Tanne, Fichte usw.]
untenrucht. Die Ole zeigen Jodzahlen von 120 bir
156 und sollen ausgezeichnet trocknen. In Italien
eoll die industride Gewinnung des T r a u b e n .
k e r n o l c s zu neuem Leben erwacht seinlob).
Seiner Jodzalil nach (130-140) diirfte es in dcr
Trockenkraft dein Bohnenol nahe stehen. Von
England aus werden g e b I a s e n e T r a n e ale
Leinolsurrogat angcbotcn.
F i r n i n n e , S i k k a t i v e . Angesichta dcr
Leinolsurrogate wird daruber gestritten, ob unter
.,F i r n i a" nussclilirBlich ,,L c i n o I f i r n i s" zu
vemtelicn nei. I k r Anniclit, daI3 ein Kiiufer, der
,,Leiniilfirnis" Iwstrllt, Annpruch auf einc lediglicli
BUS Leinol und Sikkativ liergeatelltc Ware hat, daB
aber andcrerseita einem teilneine oder ganz aus
anderen Pflanzenolen liergentelltcn l'rodukt die
Bezeiclinung ,,Firnin" niclit abgcsproclien werden
kann, wird inan beipflicliten niiiien. Angesichta
diem, veriinderten Sachlage scliliigt A n d 6 s 106)
folgende Definition vor: ,,Firnis oder Olfirnis ist ein
durch Einverleibung von Schwermetallverbindungen mit erliolitrm Trockenvermogen ausgerii~tetes
reines Pflanzcniil, das, in dunnen Scliichten auf
niclit saugendc Cnterlagen Restrichen, innerhalb
6-24 Strinden xu eineni festen, claatischen Hautchen austrocknet ." Es kommen auch Firnieersatzmittel in den Handel, welche obiger Definition
niclit entnpreclicn, nondcrn eigentlicli als verd.
Lackc anzusprcclicn sind, indem sie a u h r verschiedenartig praparicrtem Leinol, Holzol usw. auch
H a n und fluchtiges 01 enthalten.
\Van den Cibhalt der Firnieae an S i k k a t i v e n betrifft, so hat dcr Deutachc Schutzverein fur
dic Luck- und Farbenindustrie iinterm 20./4. 1911
besclilowen, daI3 ein reiner Leinolfirnis nicht mehr
81s 2% Trockenstoff und bei Verwendung von H a n sikkativen niclit mehr als 5% Hsmiiuren enthalten
soll. H. A. G a r d n e r 107) kam durch einc Reihe
von Vemuclien zu der Ansicht, daB cin I~inolfirnis
init folgenden Mctallgehalten ein Optimum an
Trockenfahigkeit aitfweisc : 0,5% P b oder 0,05y0
Mn oder 0,5% I'b 1-0,029&hh. A u k den Bleiund Mangansikkntiven erfrcuen sich neuerdings die
K o b a I t s i k k a t i v e grokr Beliebtheit. Die
K o b a 1 t f i r n i B Y e ubertreffen die Blei- und
Manganfirnisse manchmal an "rockenkraft und
haben den Vorteil, daB sie nicht nachgilben und
-roten, sowie daI3 wesentlich geringere Sikkativmengen erforderlich sind. Dieaen Vorteilen scheinen
8ber such Nacliteile gegenuber zu stehen. Kach
M e i s t e r Ion) sind die geschniolzenen Kobaltsikkative schwieriger hcrzustellen 81s die entaprechenden
Blei- und Manganpriiparate, und die Kobaltfirnisae
trocknen bei feuclitem Wetter erheblich schleclitcr
als bei normalein. Von anderer SeitelOD) wird den
_ _ _
Farben-Ztg. IC, 2628.
Chcm.-Ztg. 35, 925; diesc Z. X I , 2227.
Vgl. F. M a r r e , Diem Z. 24. 2033.
loo) Farben-Ztp. 16, 1042.
107) Cheni. Zentralbl. 1911,I, 850.;dime Z. X I ,
Kobaltfirniseen nechgeeagt, &I3 sie zwar raach
trocknen, aber nachkleben. btzterea beatreitat
F I a t t 110), er fiihrt aber an, d8B die Kobaltsikkative keine g d e Hitze ertragen und dahcr bei
moglichat niedriger Temperatur im 01zu IGen sind.
U l z e r und D e i s e n h a m m e r l l l ) haben die
eeltenen Erden auf ihre Brauchbarkeit als Sikkative
gepruft. S u r das C e r kommt dem Blei nahe, alle
anderen ergaben nur eine geringe Wirkung. Als
Xeulieit kommen Sikkative in den Handel, in welclien die Metalle an die I' e r i l l a o 1 f c t t n ii u r e n gcbunden Hind. M e i n t e r 112) kann Iiicrin
krincn Portchritt erblickcn, weil die obigen ntark
ungesiitt.igtcn Pettsiiuren Rich on der Luft Ivirlit
oxydieren und dadurcli die Pirnisse dunkcl f n r h n .
In einern interessanten Artikel der Firma F. \I: i I h e 1 m i 113) wird auseinandergcnetzt, wic fur cincn
bediminten Fall aricli rin bestininiten Sikkativ zu
empfclilen int, und ac1clie.u die Vor- untl Snc~hteilt~
der einzelncn Trockcnntoffc a i d . Sncli (:. S i e p c m a n n 114) enthalten die fluwigen Sikkative iifters
hlineralol. Fur wino LeinolfirnitJse scliliigt cr folgende Grenzzalilen vor: Siiuwzahl nieht iibw 8,
Verseifungszalil niclit unter 170, Jodzahl nicht,
unter 145, Rrechungsindex bei 60" liiirhntenn
1,4630 (8. unter: I'liy~ikalinche Kcnnzalilcn). Bri
Resinat firnissen sol1 BUS der Sattigungszahl der
Auclic die gebundcne Harzuaure berechnrt werden.
(Dies diirfte seine Schnieripkeiteii haben. I). Ref.)
M e i s t e r 116) narnt vor ciner uberladiing der
B o 11 n e n ii 1 f i r n i R n c niit Sikkativ. .4ni h t e n
verwndct man auf 2 Teile LeinoI 1 Teil Bolincnol.
Beidc Olc m i h e n fiir nich zii Firnis pckoclit rind
dann erst gcmischt nerden. Von anderer Scite
wird bcliauptet, daU nicli auch nus rcineni Bohncn61
ein guter Pirnis darstcllen lasuc, wrnn inan cs zrrerst blaqc und dann niit einer konz. Liiyunp voii gvfallteni Bleimanganrceinat in Bohnenol verniiachc.
Als billige Ernatzniit.tel fiir Leinolfirnirwc, linuptsiichlicli als Grundicrniittrl auf Stein und HoIz,
werden neit einigen zclin Jalimn die WK. E 111 i i I Ah l<oliitiatcrittl
B i o n H f i r n i N 5 e verncndet.
dienen die bekannten trocknenden Ole iind ihn. 14ksatzmittcl. Mit Hilfr von Gutnnii oder Hoggenrnelilklcister werden nie niit \\'awer cmiilgiert, ziir VerIiinderung der Faulnis erhiilt die Emulniori rinen
Zusatz von Zink- oder k~isensalzcn. Gutr l'rodukte
sollen rein weill sein, in 4-5 Stundcn trocknen und
nacli 10-15 Stundcn sicli niclit nielir abrciben
larsen.
1 f a r b e n. A. H. C: a r d 11 c r 116) hat cingcliende Versuche uber die Eipnung der verscliiedencn Ole zu Olfarben angestellt, oline wesentlich
Neuea beizubringen. M e i s t e r 1 1 7 ) konntc in,
Gegensatz zu W o I f f bci Verwendung von Leinolen niit abnorm niedriger Jodzahl(1910) eine V e r .
d i c k u n g d e r F a r b e n nicht beobacht.cn. Er
betont, daO bei Olfarben verscluedcne Arten der
Verdickung zu unterscheidcn sind. Day A b n c t .
w.
1O3)
110)
101)
lo6)
111)
112)
113)
114)
1497.
108) Farben-Ztg.
l o @ )FtLrben-Ztg.
116)
IC. 2617.
IC, 2525.
116)
117)
Farben-Ztg. IC, 2628.
Chem.-Ztg. Rep. 35, 532.
Farben-Ztg. 16, 2517.
C1iem.-Ztg. 35, 28.
Farben-Ztg. 16, 1155, 1211. 1392.
Farben-Ztg. 16, 2797.
Chern. Zentralbl. 1911, I, 850.
Farben-Ztg. 16, 711.
,*. , xiy9,2]
XXO. Jahr
Hen
n
Fahrion: Die Fettannlyse und dle Frttchemie i m Jahre 1811.
a77
-
z e n ist auf achlrchtrs Vrrreiben zuriickzufiihrei
iind kann diirrli norhmnlipes Misrlien in der Rrge
besritigt nrrden. I h n S t n c k r n komnit be.9on
derw bci Bleifarben vor. r n M d r n nich in der F a r b
masse kleine Kliimprlirn, die nirlir oder cvrnige
rasch zunelitnen und nrlilirUlich d i r ganze Farbe i i
eine linrte Mnnne vrrwandrln. Eki dem rip;mtliche~
V e r d i c k e n wird dir Fiirbe in ihrer ganzrt
Mavsc plriclittiiiUig st rimprr. pvtosrr iind pib
sclilieUlicli einr elnst inclir, mit deru Mrsscr sclineid
hare 3lm.w. 1)irnc.q Vrrtlirkrn koinnit oftrrs bein
BlriwriU und norli iiftrr I)riiii ZinkwriU vor. und dic
ITmnrhr int in Iwidrn Fillrn rim Vrrnrifiinp den Ole1
ditrrli clan Oxyd. Von d r n Sikkativen kiinnen dic
grfiilltrn nirmals cine Verdickunp herbeifuliren
nondrrn niir proUr Jirngrn gencliniolzener, stark
naurrr Reninntr. Dngrycm kiinnrn grringc Menger
ron \Viwnrr unpiinstig nirkrn. fcrnc.r rt wa vorhnn
d r n r s Trrpentiniil und iintrr Uttintiindrn niirli dic
Fnrtw srhnt. 1k.i AuUc.nanntricIirn init 6Ifarber
wird ntwrrdinys drm Irtzten h s t r i c l i rtwav P a
r a f f i n a m bestcn tiiit rincni 1,iiniingnniittel. zii.
grsetzt, utii den Glnnz zii niildrrti und d i r Halt.
barkrit zii erliiilien. H.118) nieint, drr Ziisatz Iiabr
n u r lwi Iinrzlialtigcn Sitrroputrn rinrn %\vrck, in.
dem rr clir RiUbildung vrrliititlrrr. ,I. F.S i i c 11 e r118'
itincIitr ;\npnIirn ii1)c.r dir .InaIysr dcr OIfnrben.
(j 1 I $1 c k c . Grit dir K (J p 11 I n c 11 111 r I z E
zii uitipt*Iic.~i.will I,. 13 I ti iii r r 1 2 0 ) Alkyl- iind Aryl.
entrr drr I'IitlinIsiiiirr nls liixiinpsniittrl fiir Koliale
ver\ventlrn. H. 'I'v r I' i s s r 1 2 1 ) rrliitzt dir Kopnle
niit Hnlziil iind S i r ~ ) J i t l l ~ i l i titntrr
i
Ikiick aiif 215
bin 26.5'. tlrat illicrt rilstliinn tltw Yliiclitipe ab und
tiiiuclit tlrn Hrst lwi Zfi--L'XOo t i i i t Ltinijl. E. H.
S t r i i n p (. 1 2 2 ) rrliitzt die Iiopiilr itntrr 1)riirk niit
l'etrolririiidcstilletrti, vcdiinstct dew Liixiingsriiittcl
teil\vrisc* iind niischt tltm I<iic.kntand t i i i t 'I'rrprntiniil. J. B c r 1 a i 111 o II t 1 2 3 ) will Iiinitnpcn von
L i n o s p t i in Aniylalkoliol. S . C 11 c r c Ii r f f n k y 124)
n n 1) 11 t 11 r n s e II r t s
C 1 y c r r i n zii I s c k r n
vernrndrn. H. H r I) s 1 2 5 ) rni1)firlilt u l n billigen
Ho1)tiintt~i;ilc l i w 1' n I t t i (* n 11 n r z du.q nllrrdingn
in l'erlwtititiiil niclit viillig liislicli ist. t:l)er Hnmburg wird neiirrclinps rin fluntiigeu bzw. Iinlbfliinniprs Hard t*ingvfiiIirt, dns in Schwrden 111s Srlwnprodu k t dcr ('c.lliilonrfiibriknt ion gruoiinrti wird
iintl votn Hcf. sclio~iv o r citiipm .Jalircn nla T n I I 6 1 126) brxclirit.ben witrdr. 14:s wurdc diimaln festgestellt, dnU ra zii unpc.fiilir rincni Drittrl uiis
frsteni Kolo~~lioniitiii
I)cbstc4it.
Drr fliixnigr Anteil
wiirclc nicht niihcr iinterxiiclit und in t'lwcrrinstiiiiI I I I I I I ~tnit I, u r n o n i i h eiiic- Hurzqiiiirc nnprnrlicn.
Sirr lint nLrr H. 1%
c r g s t r ii 111 1 2 7 ) 1'aImitinniiore,
Olsiiurc.. LinoIxiiiire iintl I'Iiytostrrin dnrin n n c ~ i gewirsi*ii, YO dnU d i r \Vnrc- i i l n o 111s rin Ckiitincli
r o n Fett - iind Hnrz*iiiirrn nitfzufnssrn ist. In den
.
.
Mitteilungen von .If. B o t t I e r 1 2 8 ) iibrr dir Hrrstellung von Hnrtharzen und h c k c n t r r n i i i i 1 0 die
antiquirrte &.hauptiing aiiffallen, daU d ~ qKoloplioniiini ziim RroUtrn Tcil am deni Anhydrid der
Abictinniiiirr kstclir. \ \ ' o h koninit denn d a n n
seine Siiurezalil? \ V i r dm lainol rntionrll zu
S t n n d o I grkorlit wird. rriirtrrt rin Unpcnnnnterl29). Auw Hohneniil allvin IiiUt tiirh nncli 31 e i a t e r 130) ein giitrn Stnndiil nirlit erzirlen. Aiicli
bri liinprrrni I*Xiitzen niif 340" wird ex nicht no
diclit und ziigig nir IAniilntnndiil und dnbri dunkIrr. DrrE r Y n t z d e n l ' c r I ) r ii t i n i i l a d i i r e h
P r t r o I c 11 n i tl r n t i 1 1 a t r tiinclit andniiernd
Fortschritte, es a i r d aber norli doriiber pestritten.
o b das Terprntiniil iibrrliaiipt vollkomnien r w t z - .
bar ist. \'on Intcrrnw ist rin Gutachtrn d r r Ekrliner Hnndelskntiitiirr: T r r 1) r n t i n ii I -- d i n e
erliiuterndrn Zitnatz - int. rin lkntillnt, welrlirn in
Aitierika, Frankrricli. Sl)nnirn iind Grieclienlend
herprntellt wird. K i r n ii 1 int ein runnichrn, nibirisclirs oder polnixchrn I'rtdiikt. Kirniil untl Saplitliaprodukte diirfen niclit nln Trrpentinol Iirzcirlinet werdrn (vpl. ouch iintrr ,,UnverJeifbarrs").
Oh beitn Luckkochrn cltritiisclie Reaktionen
zwinchrn Harz itnd 01 rintretrn. iat niclit niit
Sichcrlirit beknnnt.
Xi. 131) mrint , die nllprinrinc Anscliiiiiiinp sri hrittc., dnD rs sirli iitn
kolloidalr Libitnprn drr Hnrze in den 6 l r n lmndrlt.
Vielleiclit n r i r n fiir dernrtiyr IBsungen notwendip.
daU die .\iolrltrilnrprwic.)ltc dcr Iwidcn Koniponcntrn
niclit allzit vc.rxrliicdrn sincl. daU dalirr durch die
Kctpnlnrlimrlzt~ dnr ~lolrkiilarpr\viclitdes Kopiils
crnirtlript. ditrcli dtu 1)irkkoclien dsxjenigc dcs 6lrs
rrliiiht wird. Freir Frt tniiiiren rind Oxysiiurrn,
erntrre in nicht zit groUrm t'i~rnchufl.nclieinrn gund i g zii wirkrn. Dir bhr1)rinitnp d r s A n I n I I f r n Y
zrigrn nnrli \V. 1 4 ' 1 n t. t 1 3 p ) nitr alknlinclic iind
naurr 1,nckr. nrittrtllv Hind iiiinirr Iiniirlifcrri. ]Vie
die % a p o II I n r k r \vrlrhr nls ch~rnktcristisclren
Beatnndtril Nitro- tdrr ,\crtylcellulonr rntlialtm.
zit nnnlywirrrn Hind, lint H. \V o I f f 133) przript.
T r n c k r t i 1) r o z c U. H. S n b i n 134) (1!)06)
lint niti~nirlir von nt.kitndiiren AutoxSdationn1)rotliiktrn des 1,einijla Kohlensiiurr, Anirisensiiure und
Yorniiildrliyd grfiindrn. Snch drni Tnfrlverfaliren
r d i i r l t rr. in t'Iwreinstimniitnp tnit \V c g r r ,
S n II r r H t o f f z i i 11 I c n ron I(;- 18. Sac11 eclit
Motititen k t r i i g die Uraielit~ziitinIiiiir itiimer norh
to,,. Wan d r n (; 11 P m i n in II ti d r n 'I' r o c k t. n 1) r o z r x s (. R hrtrifft. so n t r l l t sir11 K o v h 136)
i u f Sritrn Y o k i n ?I (1909). Kr tiitnitit. an. dnU
brim Trockrn1)rozrU zwri ziviinpnliiiifig ntli.lic.intndcr vrrlaufendt. Yliiism zii iintcrscliridrn srirn.
In drr rrntcw cmtstc4ic.n Inlrilc, l'eroxydr, i n tlrr
cwritrn n t i i l d r ,\lonoxydca, (lit. nicli zii KriiUrrrn
Koniplrxrn nnrinnndcr Inprrn. M d r l'linxrn kiinien durch prripnrtr Knt.nlynntoren benclilcwnigt
verdrn. Das sitid t Iirowt.iaclir Slwkiilationen, dio
.
__._
-.
I < c ~ u rIn. 11; Fiirlwn-Ztg. 16, 2.W);
liear %. 24, 571. 1101, 2032.
IPB) Pnrbrn-Ztp. IS, 2075.
l u e ) Fnrtxm-Ztp. 16, 6797.
I:!') Fiirhm-Ztp. 16, 2758.
l 3 2 ) Pnrlwn-Ztg. 16, I105.
133) Fnrlwn-Ztp. 16, 2(p6.
134) 1)irnr Z. X O , 1335.
135) I)it*sc %. 24, 80.
128) ( ' I i c t i i .
am
Fahrion: Die Fettsnalyre und die Fettohrmie im Jahre 1911.
allrrdinpn in ilirc.iii crntmi Teil ini Xinklang stehen
rnit d r n rslicrinirntrll brgriindrtcn Ansicliten von
H. S t ti II (1 i n g v r I:’“), \vrlrhrr d i r Arbritrn E n g I r r s fortsrtzt. I)c~inntirIi pilk rin nyniinrtriscliea
Prroxytl tlrr Fornicl
-~~H--CII--
I
I
0
0
i i l ~ r h n i t p tnirrnnln atoniarc*nSaiirrntoff ab. S t a u d i n g 1’ r niriinit cltilictr an. d1iU I i r i drr Aiituxydation unpmiittigtr \’cd)intlunprn pritniir rin I’eroxyd
d r r Yornirl
- ( > } I --C,‘H-0
II
0.
entatelit. irnd dtib clirsrs p r i n i i i ~Pcroxyd
~
mtwrdrr
in Monosyd iintl ntoninrrn Snurrstoff xrrfiillt, oder
diiU en nich m n i nynimetrisclirn I’rroxyd rnit deni
17irrrrrinp (n. o.) iimlnqrrt, rind tlnU lrtztcrrx rv.
writer pc.npnlten \vir(l. indrm zwri Krtongriiplwn
- (.*
-
0
II
cnt ntchcn.
11 ii 11 I t’ 13;) pitir111t riiclit, daU day Tcrpentin61 tlrn ‘rrorkrnprozrU drr Lnckr I~sclilriinipt. Srine
\~rrdiinxtiriigxg!c~n~~li\\intligkrit
w i virl griiBer n l x
w i n r 0xydt~tions~c~schu.indi~krit.
und nur d r r ini
Anwt rich zrtriic-kbl(.itwndr Tcrprnt iniilrcst kiinnc.
untcr Cinntiindm Stiurwtoff iilwrtraprn, vcrl)rnrtchr
denxrllwn n l m griiUtcntrils x u srinrr cigencn innrrrn Oxydntion. tl. 11. m r Vrrhnrzung. Anderewrits
fintlet 1’. K I n x o II 138). dnO d ir Prroxyde drn Trrpcntinnln teilnriw fliiclitig nind. Er nimnit (init
k\’ a I I IL r 11) an, daU die priiniiren l’eroxygruppn
sicli zu Ketongriiplwn urnlagrm, woraiif dic Ketone
Rich infolgr innrrcr Kondrnsation vcrdicken. Ini
einrn Fallr vrrlnnfe clrr ArttoxydntionnlirozeB, ini
andrren der VrrdickunSsprozcO rturclier, rind schliellicli tretr zwinclirn Iwidrn Prozcwen ein Gleichgrwiclitnzirxtnnd rin. K I n s o n nirint, dnher, ein Terprntiniil sri fiir die 1,nckfnl)riktrtion urn so w r t vollrr, jc nirlir nkt i v m Snuerstoff es mthnltr.
l k i e Ansiclit w t z t u l m voraus, dnB z. B. Ikiniil
priniiir atoniaren Snircmtoff aufnininlt, wm nach
Vrwirchrn d m Ref. niclit ziltrifft. S. P r i 1 e s 11 n
j r f f 139) hat rrnciit nacligeivirscn, d d d ir Doppell)intlung niit nkt.ivrni Saitrrntoff rinr Monoxydgriiplw
-
-c-c\
’:
0 .
liefrrt. E:.c lint noiiiit keinen Zwrck, d r n TrockenprcizrU d!ircIi l’erosy-tlc~.wir z. B. Iknzoylxuperoxyd,
Iwsclilntniprn ZII \vi~Ilcw. Die Ansiclit, daB dau Holziil ravclirr trocknr als dan Leinol, ist nach Ver~ r i ( ~ l i rvon
n 31 r i R t. r r 140) niclit riclitig. Es bildet
zwnr rnnrhrr rinr Hnrit. d i r n l m zunaclist noch
wcicli irnd irnrlantincli ist. I k r prolkrr Teil des
Snrirrntoffx wird rrxt nncli dcr Hautbildung aufgenoniriicn, und rmt, w n n dnn Mnxiniuni erreicht ist,
136)
137)
138)
139)
14”)
1)icncr Z. X I , 1915.
PtrrLK.n-Ztg. 16, 10!)8.
CIirm.-%tp. 35, 537; d i ( w Z. 24, 1545.
( ’ I i ~ ~ i i i %c~iitrnlbl.
.
]!)I 1, I, 1271.
(’heni. H ~ v i t cIN,
~ 1; d i w r %. 21, 571.
(n n ~ ~ ~ & ! ~ f ~ ~ m l , , .
itit die H au t hart und deni 1,inoxyn alinlicli. Ilieser
Monrmt. trit.t a l e r durclisclinittlirh xpiitrr rin a h
b e i i i i h i n d , niirnlirli nnch 125-145.
grprniilm
80-120 Stunden. M r i H t r r sclilirUt nus drrn
,,Voninneiilirraustrocknen“ dcn Holziilrs. dnll die
Hautbildung niclit nuf Oxydation, sondrrn arif deni
GelntinirriinRaprozeB herulie. Letztewn I ~ ~ t r acl i t et .
niclit aln Polyinrrisaer niit 51 IL q I I r n n P (1W2)
tion. stindrrn nln niolrkulnn. Unilngrrunp.
Surli \V o. und \\’ t i . 0 s t \v ti I tl 1 4 1 ) IiiUt nicli
h i Firniawn irnd 1,nrkrn d r r ‘I’rockrnlirc~xrU verziigrrii rind die RiUt~ildiingvrrrnridrn durcli Zustrtz
stickntoffliultigrr Kiirlrr. w i r I’ y r i d i n ( ’ 11 i n o1 i n , A n i 1 i n iitiw.
I, i n o x y n , L i n o I c u in. Fur dm rlastisrhr
Hiiutc~lirn, (Ins bcini Trocknrn von Firnianrn oder
von fcrtigrn Anst.riclirn ziiriickblribt. nrIir.int sicli
der Airndruck ,,lJ i I in‘’ cinzubiirgrrn. .A ndi.nll?)
gibt vrrscliidcnr \Vege un. wic derurt ipc Filnis
zuni %wck+d r r Priifung niif \\‘aqnerditrcliliinxi~lieit.
Ridcrnttintlnfiilii~krit.unw. zir rrlinltrn sintl. Er
nirint n b r . xirlirr niit Rrcht, dnU drrnrt igc. l’riifunp:nnictlioden wrnig \ V w t haben, w h i l rlwn in tier
Praxis nndrre \‘erliiiltnianr Iicrr*clien. Einr w r t volle Ik~reichrriingder teclinologisclirn Litrratiir
bildet einr ttrilir von Auftiiit.zcn von P. F r i t z
iibcr Einzc~lliritrn von L i n o I r ii n i f IL I) r i k n t i o n , \vir ‘Tcrlininclie Hrrnt,ellung dcs I,inosyns
rind dra Liiiolcunizrnirntn. Keifrn dcs I.inolcitriizeiiirntn, \\’irkunp von (h0,JlpO. ZnO ini I , i n o I r ~ ~ n i ~
stoff, Lino1riiinfrrl)rikation untl Fcurrwgcfttlir. Snrli
A. C: c n t Ii o 144) liefrrt d m \I’ a I t o n - t d r r
S r r i ni v r f n 11 r c n nur h i langnnnier Osytlation d w Leiniilx gutt’ Heaultate. I*:n sol1 duxlurch vcrIJrsnrrt werdcn, daU dw Leiniil rtwcli oxydiert irnd
dav Fentgcwordrnr in rohrrn Irinol prliist wird.
K. . J . 1’0 I o n y 146) \vill ini Linolciini t l r n h i r k
durcli rntliiirntc 3lainkolh-n cwrt,zcn.
.
(8
E’e t t
H ii
,I. 1, c i i n d ij r f
or
u I t u n g.
besclirribt. cine Appartitirr, \ v ( k l i c fiir klrinrir Betrielw olinr I ) t i i i i l ~ f kcnsrl dicb Frttnl)altrtnp nucli T w i t c 11 r I I mil tlir r k t w Fcwwitng rrrniiplic~lit. \\‘. H. I, II \v 1‘:) lint.
eine Foriiic~liilm- tlrn Vrrlnrif drr obipcm t.il~nltiing
aufgrstrllt.
Snrh A. \V r I I.c r 14”) ivrrden jiilirlicli 3) Mill.
Kilo Fct.tc rind Ole f (* r ni e n t. n t i v p’nlinltc‘ri.
M. K r 11u s z 149) findet, dull Olivcniil sivli in
48 Stundrn zii !)4,(Pb xpalten IiiUt. \Vrnn iiln.ctlnnn
das Glycerin durcli \Vaachrn niit R a w r r rntfrrnt
und der Krst nochmals wit vcrd. Ensigsiiurr rind
Ferment aiigactzt w i d , peht die Sl~altitnpnucli
weitercn 15 Stunden nuf Q 9 , 6 ~ , ~Y.. W. .I n I a n d c r 160) hat einpelirndr Vemirche iiber die Vvr.
148)
.
I). K. 1’. 230289; d i r w %. 24, 22%.
Fnrtwn-Ztg. 16, 24dH.
143) Zurncitit cmcliirnrn in drr nmen %(sit sclirift: Kunstntoffe; vpl. t i . d i i w Z. 24. 1336: ( , % ~ ~ I I I .
ttc.vuc. IS, 247.
l+J)
I). K. 1’. 2%) 424; ciirsr Z. 21, 1Mi.
146) I). H. 1’. 235 258; d i r w %. 24, 1 3 X .
1 1 0 ) bSeifrnnicdimtg. 38, PLG; diew %. 24, 1543.
147) (‘hrin. Zrntralbl. 1911, 11, l ! ) i l : die*?
%. 25. 1x0 (1912).
14s) Dicw Z. 24, 385.
14’3) Dirse %. 21, H39.
150) ~ ‘ I i ( ~ i nZmtrnllL
.
1!)1 I , I I , I M i H .
141)
142)
HeR
XXV.
,8. Jahrgang.
,g,2]
Fahrion: Die Fettanaly~eund die Fettahemie im J a k e 1911.
seifung mittels R i c i n u s I i p a s e angestellt.
Die Sailre sclieint eine aktive Rollc zu npielen. Die
optiniale Spaltwirkunp liegt twi einem Verhaltnis
von 3-5 Teilen Enzyni tiuf loo0 Teile Substrat.
Dir grrrinipte und grtrocknetc Lipme i n t lange haltbar. S. S c 11 i ni ti n x k i 161) will die fermentative
Frttxpnltr~npin der \\.'rise nuxdelinen, daB Pflanzenfa..rem durcli dir Einwirkung gewisxer Enzyme
gli~ichzritiprntfettrt iind prbleicht werdrn. F e t t s 1) a I t r n d e E n d y ni r wurdcn gefunden in den
siiUen Mnndrln Xed), ini Hliit und im Rlutserum~63),
in I'ankrt~.r. Siere, Lelwr. Darin~clileiniItaut~6~),
in
dw ~lagrnnclilein~lia~~t
165).
Daa b'~uc1itfleisch der
Friirlitv der C)11'~liiie rnthiilt rinr fet.tnpnltende
Lipasr. die nlwr nnr tlns I'tilniol zu npaltrn vrrmag.
Snch R e r t a i n 1- I, a u d 166) wiirlist der
S c 11 i in ni e 1 p i I z ini ~)livenol,aucli wenn nur
ganz prrinpe ivlenpen \\.'mxer und organindie Substanzrn vorhanden nind, der Siiuregelialt ntieg in
eineni Virrtrljnlirr ron 0.3 a u f 0,7OJ,r r Mieb aber
in demelbrn Zrit konstnnt. nachdern d w h u c h t wtt.wi<r i i s w . durcli Filt rirrrn vollntiindig entfernt
wtw. K . 0 11 t i i 167) Iirxtiitigt. tlaD die Scliinimelpilzr Frtt vrrzrlirrn, I i r i der Fiiulnin einrn Leberbrrirn nittinit zwar dir Jlengr dex I'rtroliitlierextrnktrn zu. dirjrnigr d r b x Izrttcn t t h r ab. Snch S .
L. s ii 11 n g r n 168) pdit dir hkterirlk E'ct.tzemetzung ininirr so vor xirli, d n U die Haktrrirn znniichst
Lipawn nunscheidcn. erst tlnnn wrrden dar Glycerin
und dir Frtbiiuren nocli writrr zrmrtzt. Manche
Bnktcrirn vcritiGprn zwri vemchiedene Lipasen zu
bildrn. rinr a-Lipnnr, wrldie sowoh1 in nauren, ah
auch in alkaliuchrn Irlrdirn spaltet, und eine p-Lipane, welclir in Hauren lledien wolil entstrlit, aber
erst nncli Srritralisicrung der Siiiirr Fett npaltet.
Srifen.
Selir Iwenswert sintl zwei grokre Aufsiitm:
P. K r e b i t z , u h r den Seifenvrrbrauch der
gro&.ren K u l t u r s t a a t r n ~ ~ gund
)
R. R i e m e r
s c h ni i d , Einiges iiber Port Sunlight, seine techninclic und wirtschaftliclie OrpnniRation160).
E:. ('. V. ('0 r n i n I t 161) weint darauf Itin, dsD
Srifenliiniinprn ein nirdriprrea ~ p e z . Gew. Iiaben
ah M'aAser, z. B. fnnd rr l).';' fur reinen \\.'wRer zu
0,9663. fur cine Iinlbnormnlc Iiiritng von Xatrimnpalmitat zit 0,9638, von Satriuntatrarat zu 0,9599.
R . C. I3 o 11 d e n 161) koninit durcli Iritfiiliigkeitsvemuclie mit Satriurnstenratlosun~rn zit den1 Resultat, dnO Iioclistcns snitre Srifen nls Kolloide anzuxprcclirn xind. (Vpl. M r B a i n und T a y I o r ,
1910.) Sacli Vemuclien von I,o n n a n und
R 11 i t e 162) rnit drni System I'alniitinxiiure-psl-
-
161)
162)
I, 332.
Cheni.-Ztp. 35. 1376.
M. T o n c p u t t i ( ' l i r n i . Zcntriilbl. 1911,
.
1 6 3 ) R o n a und .\I i r I1 i i r I i R , ('htani. 7Rntrnlbl. 1911, I, 1221.
IM) 1'. R I ) n n , C'licnt. Zentritlbl. 1911, 11, 295.
1 6 6 ) S t. v. 1' r w t 11 y , (,h*tn. Zcntrnlbl. 1911.
11, 705.
1 6 6 ) Scifrnsirdcrzty. 38, 445.
1 6 7 ) Clicni. ;rRntrnlhl. 1911, I, 1226.
1 6 8 ) Chc~m.Z c n t r ~ I t L 1911, 1, 248.
169) Srifensicdrrztp. 3A, 597.
1E0) Sc-ifensirdcrztp. 38, 1005.
161) ('lit-m. 2htrtilbl. 1911, I, 1461.
162) C1ic.m. Zrntriilk~l. 1911, 11. 1854.
879
mitinsaures Natriuni rxistierrn aber iiberhaupt
keine sauren Salze der Palmitin~iiure.
S 11 u k o f f und S c Ii e x t a k o f f 193) finden,
daB die A u f l o s u n g R g e a c l i w i n d i g k e i t
der Seifen ausschlieDlich voni Fettannatz abhangt,
der Wawergelialt apielt nur eine gerinpr Rolle.
Auffallend rascli liisen sich die hcliwegrr Srifen.
F. C: o I d a c Ii In i d t lu) schrieb iiber kolloidclirmiache I'roblrnie der Schmirrseifenindustrie, sow-ie
uher Adaorptionnersclieinitnuen bei Kernseifen. Ein
abnornien Vrrlielten zeigen KernReifen aun Sulfurolivenolen. H. 0 k a d a 106) nnalysierte die briden
Seifen~chichtrn. welclir nich bei Hentellung der
Kernxeifen ini G r o k n bildcn. In der Ziinamrnmnetzunp drr Frttniiitrrn fnnd er krinen Unterschied,
dngegen rnthirlt. die itnkre Scliicht, nie bekannt,
vie1 Inelir \Vawrr und freiw Alkali.
Ea wird propliezcit, daD der Konsum an Seife
fitandig zuriickgrhen werde, indeni letzterr lanpxnni
aher siclier ditrrh dir H n ti r r x t o f f h a I t. i g r n
S e i f e n p u 1 v r r vcrdriinpt. werde. Ein Artikel:
Daa Seifenpulvrr, wine Fnbrikation iind Verwendring*ee), wendet ~ i c l igrgcw vcwcliiedene .AngaImn
I, r i m d ii r f r r n (1908). UnU der Waxeli- und
BleirlipozrO zit trennrn seirn. Rri tlieoretiscli riclitig. aber die Haunfriiurn wollcn rs nicht. Wasserg l s ~wirkr unter allcn Unintiinden wcliiidliclt. daa
freie Alkali greife dir Fwrr an. die Kirxrlniiure
niaclic nic hart und briirhip. Aiicli die f I ii x x i g e n
S e i f e n sclirinen ~ i c hnllniiihlicli einzul~iirgern,
iiber ihre Herntellung belrlirt cin Aiifsatzle7). In
rinem Artikel: Einipen iilwr K t i 11 I e n w n x x e r s o f f r e n t l i a l t e n d r S r i f e n 1 6 8 ) wird wieder einmal rinigen Erfintlrrn dir nlte Wnhrlirit zu
Geniiite grfiilirt, dnD einr rirhtige Vemeifitng von
Erdolkohlenwnxsemtoffen Ulwrliaiipt nicht nioglich
ist. daU nir in der Seifr nur frin vertpilt nind, und
daD ilire Menge nic nirlir a h 1076 bet.rapen xolltc..
Rine Methode zur B e s t i m m u n g d e r
W a N c I1 k r a f t d c r S e i f n Iiaben S 11 II k o f f
itnd S c 11 e H t a k o f f 169) nngegebrn. Rniimwollgut wird, iinnier in denellwn IVrine. rnit riner
LampenruU ent,haltenden I h u n y von Lanolin in
Brnzin I)rnchniutzt. Diese kiin8tlicli hc~geatellte
ncliniutzige \Vhche wird in rinrr Wmchmaqrhinr,
Rtetn unter den gleichen Bedingungen, init perscliirdenen Seifen gewamhen. Die Waschkraft
niriinit nncli folgender Rrihe ab: Talgseifen, Seifen
aun fliiwigen Pflanzenolen imd Olein, Cocos- und
Palrnkernolseifcn. Hameifen. Von EinfluD ist die
Konzentration der Seifenlonitnp, dan Optinium lirgt
bei 0,24,4qb.
%u d r n Seifen gelriiren auch die aog. k o n s i n t e n t t n F e t t R und die A 1) 1' r e t i t r 6 1 e.
u b r r Hcrntellilng und Analvne der emteren wurde
Vcmchiedenex pu bliziert 170). I ' k r die Untomutb
Seifrnsirdtmtp. 38, 98'2: dirse Z. 24. 2228.
Dirne %. 24. 757. 119%
166) Cliern.-Ztg. 35. 230; d i t w Z. 24. 1198.
186) Scifenuicdrrztg. 38, 921; dicse Z. 24, 2227.
167) Seifennirdrrztg. 38, 9L5;die= Z. R4, '2228.
168) Scifensit>drrztg. 3N, 813.
169) ('lirni.-Ztp. 35,1027;diese Z. 15,182, (1912).
Seifenaiedcrztp. 38, 929; diem Z. 24, 2227.
H o l d e und M a r c u s s o n , diem Z. 14, 1945;
W. B o c k e r 111 n n n , Chrtii.-%tK. 35. 1060; diem
Z. 25, 180 (1912).
163)
104)
chung der Appreturole beriohtsn W i t t e 1 I uo(
W 9 1 w a r t 171). Man hat zu untemheiden zwi
eohen solchen. welche gegen hartea Waaser emp
findlicher sind, wie die gewohnlichen T ii r k i s o h
r o t o I e , und solchen, welche unempfindlioh sind
wie T i i r k o n o l , M o n o p o l s e i f e usw. Dic
letzteren enthalten mehr organisch gebundenc
Schwefelsiiure und mehr Alkali. Sie sind auch geger
Siiuren wenig empfindlich, auch werden ihre Lij
sungen durch MgCI, und MgS04 nicht gefiillt. Fer
ner haben sie ein g r o k Lasungsvermogen fur Koh.
lenwaeserstoffe. Oft cnthalten sie Mineralol. dit
Lijsliclikeit in W m e r iRt kein Beweis dagegen.
-
W. F a h r i o n 178) hat elf R i n d e r k 1 a u e n
o 1 e und funf K n o c h e n o I e analyeiert. Von
letzteren waren hie jetzt keine Kenneehlen bekannt.
Vermutlicli werden sie und die Klauenole often,
mit Pflanzenolen gefalscht.
Der M u t t o n b i r d , eine Art Sturmvogel,
scheidet aus seinen Kasenlijchern ein 01 ab, mit
dern er vermutlich seine Junpen im Nest fiittert. Die
Analyse ergnb 36.9% Unvemeifbam und kein Glycerin, ee handelt Rich also um ein fliiasiges 1Vnclisl7~).
Syntlicue und Resorption.
Alle bis jetzt uyntlietiscli dargeRtellten M o n o
g I y c e r i d e waren cl-Derivate. Nunmehr hat H.
Einzelne F e t t e und ole.
W e y r a u c 11 180) die
- Mono g1y cerid e
B u t t e r , M a r g n r i n e . NachF. Marre175: der L n u r i n - , M y r i s t i n - u n d P a l m i t i n s a u r e auf syntliet iucheni Wege gowonncn.
bleibt beim Buttern daa geaamte L e c i t 11 i n in
Sach B e 1 1 u c c i und M a n z e t t i 181) erlialt
der Buttermilch, beim Paateurisieren wird BR zer.
man 95-98% der tlieoretisclicn Ausbeute an T r i
ntort. Ober die K r a n k h e i t e n d e r M a r .
g a r i n e schrieb A. Z o f f m a n n 171). Die V e r . o I e i n , wenn man bcreclinete Mengen c)IHiiure
g i f t u n g s f a I I e d u r c h M a r g a r i n e (1910) und Glycerin ini Vakuum auf 180-280" erliitzt.
Ea ist leiclit zu reinigen, Acrolein entstelit nicht
haben eine groUere Anzahl von Arbeiten uber die
Die Syntheae gelingt auch unter gewolinlicliem
Ursachen dieaer Eruclieinung gezeitigtl'r). uberDruck bei 200-250', wenn man daa entstehende
einstimmend wurde Refunden, daU deR sop. C a r
d a m o m f e t t kein eigentliches Gift enthalt, son- Wasser standig entfernt und die Luft durcli einen
Strom trockener Kohlenuiiqre Ixweitigtlaz). Nach
dern, daU die Giftwirkung auf eine optisch aktive,
ungeeiittigte Fettaaun: zuriickzufiihren ist, welche G. G i n n o I i 183) werden mit Hilfe dem obigen Verfahrens in Itallen sclion seit 1891 Millionen von
identisch oder isomer ist mit der C h a u I m u p r a
Kilos Sulfuroliveniilfettaiiuren vemtert. Wegen
R a u r e ( l W ) ,C18H3,02, F. 68'. Formel
verscliiedener Sehiireaktionen und dea Gelialtea an
CHg.CHg.CH : CH .CH(CH2)1,.COOH.
B o betreffenden Pettr stammen von der Pflanzen- Oxysnuren ist daa erhaltene 01 ziemlicli dick, BB
wird in dvr Lackfctbrikation. sowie ini Gemisch
faniilie Hydnocnrpux.
C o c o s f o t t . 1V.D. R i c h a r d s o n l 7 s ) e r - m i t Mineralol ale Sclimiermittel verwendet.
Von vemhiedenen Seiten wurde dnrauf liinhielt am der Rindc der Kopra durcli Extrahieren
gewiesen, daU die R i c i n II s I i p a s c such verinit Ather ein Fett mit der Jodzahl 40,2, wahrend
aternd wirkt. Sach A. W e 1 t e r l w ) werden a m
daa Fett des Kernes nur eine Jodzahl von 8.9 aufFettaauren und Glycerin bis zu 35% Seutralfett
weist. Mehrere Schiffsladungen Cmosfett zeigten
pbildet, wenn wenig W m e r vorliandcn ist. M.
Jodzahlen von 18-24, und ea ergab sich, deU die
K r a u s z 186) erhielt aus 0l&ure und Glycerin
rlbfalle der Faktoreien. Iiauptsiichllch jcne Rinden
,in Gemiscli von Tri-, Di- und Monoolein. Y. W.
enthaltend, mit verarbeitet worden waren.
J a 1 a n d e r 186) konstatierte einen GleichgeP a I m 6 1. Sach E. F i c k e n d e y 170) riihrt
wichtszustand bei 89,Oo,b Verseifung und 11.1%
die hohe Siiurezahl des Palmols von einer im FruchtVemterring. D u n I a p und G i 1 b e r t 187) fanfleisch enthaltenen Lipaae her (8. unter Fettapalien, daU durch Mitwirkunp von Hanfwnlen als
tung), die sich durch Erhitzen der frischen, reifen
3mulgierendem Mittel die' Vcwsterunp l~exrhlruFriichte auf 90-100" zemtijren liiUt. Dann ist daa
iigt wird.
durch Pressen gewonnene Palmol nahezu neutral
Sach A. H a ni s i k 188) wirkt aucli die P a n und nacli geeigneter Behandlung auch fur Speiser e a s 1 i 1) a s e synthotisierend. Buttc*raarire und
zwecke verwendbar.
hylalkohol werden glatt vemtert, Buttemaure
Daa m a r o k k a n i s c h e , , O I i v e n o 1 "
Rtainmt a m den Kernen der Friichte von Argnnum
178) Chllcgium 1911,209. Daa f i f e r a t , diese Z.
sideroxylon. Es ahnelt mehr dem Erdnufil, seine
M, 1318 entlialt vernchiedcne Irrtiimer. Niclit der
Schmelzpunkt des ales, sondern derjenige seiner
Jodzahl wurde zu 95,9 gefundenl77).
.
Tettaiiuren wurde bestimmt. Nicht 37 und 13O
1 7 1 ) Seifemiederztp. 38, 395.
vurdcn gefunden, sondern Werte von 37 biw lierab
17*) Chem. Zentrnlbl. 1911, I, 914.
.u 1
3'. Dir enplischen Autnrcn heilkn niclit 1'0s t
173) Chem. Revuc 18. 4; diese Z. 24, 561.
ind Hc h c 1 h o r n , nondern C o s t e und S h e I 174) W.P 1 u c k e r diese Z. 24,853;L i t t e r )ourn.
s o 11 e i d und A s c 11 ca r , Chem.-Ztg. 35,9: diese Z.
179) L. H. S n i i t 11 , Chcin. Zentralbl. 191 1,
24. 474; A. R c i n s c h , Chem.-Ztg. 15, 77; diese
, 1703.
Z. 24, 474; A. L u h n , Seifensiederztg. 38, 51; E.
180) Dissertation, Zurich 1911.
C o 1 I i n , Chem. Zentrnlbl. 1911, I, 1312;T h o m E
181) Chem. Zentralbl. 1911, I, 1047. 1811.
und M u l l e r , diese Z. 24, 2025; L e n d r i c h ,
l a 2 ) Vgl. J. H e 1 I u c c i , Chem. Zentralbl.
K o c h und S c h w n r L , diem Z. 24, 2411; C.
911, I, 1348.
G r i m m e , Chem. Revue 18, 102; diese Z. 24, 1669.
188) Chem. Zentralbl. 1911, I, 1409.
175) Chem. Zentralbl. 1911, 11. 893; diem Z.
154) Diesr Z. 24, 385.
25, 180 (1912).
1 8 6 ) Diese Z. 14, 829.
170) Seifensiedcrztg. 38, 61.
1 8 0 ) Chem. Zentralbl. 1911, 11, 1808.
1 7 7 ) E. A. Y a s s e r a t h , Chem. Zentralbl.
1 8 7 ) Chem.-Ztg. Rep. 35, 1039.
1911, I, 583.
lac) Chem. Zmtralbl. 1911, I, 1521.
-
-
-
-
'%3,,
Fahrion:
,%]
DIe Fottandyre und d o Fottohemle Im Jahre 1911.
881
159'. Die enteprechende isomere Linoleiiure mecht
nahezu 50% dea olea BUS, die featen Fettaiiuren,
wahrscheinlich ein Gemisch von Stearin- und Palmitinsaure, etwa 12%. I m Widerspruch mit diesem
Befund steht derjenige von M a t t he^ und
D a 11 1 e 1 9 7 ) , welche im Bolinenol etwa 15% Palmitinsiiure und in den f l i k i g m Fettaiiuren 7004 01,
240; Linol- iind 006 Linolenniiure finden.
Irn f e t t c n 01 d e r K a f f e e b o h n e n
finden M e y e r und E c k r r t 198) neben 21.2%
Unvemeifbarrni r t w a 4o00 gesiittigte Fettniiuren,
und zwar 1006 (' a r n a 11 I) n s ii II r e , C,4H4,0,.
I) n t u r i n B ii II r t., C1,Hs40,.
F, 74". 1-1,5'$;
F. 57" (nacli H o I d e ist dime Saure niclit einheitlicli. D. Ref.). 25-280,/, Palmitinsaure und 0.5%
Caprinniiure. Die ungexiittigten Fetteiiunzn bestehen a u 01~ und Linolniiurr.
R. H II e r r e 199) piht an. dsU dan F e t t d e r
(I o c 11 r n i I 1 c (89y; freie Fetteauren) Myristinniiure, Olsiiure iind Linolenaiiure. dagegen k e i n c
L i n o I x ii II r c rntlialte.
A. R o I I e t t 200) weist die Einwande von
E r d m 8 n n und B e d f o r d (1910) gegen seine
I Iirorrt isrlirx.
.\. (; n \v n I o w x k i 1 u l ) will iiiittrls der Angaben iiber die L i n o l e n s i i u r e (1909) zuruck. E. E r d m a n n 201) halt dagegen seine fruE 1 a i tl i n r r i i k t i o II iiiis rineni Handrlwolein
heren Beliauptringrn ( E r d ni a n n , H e d f o r d ,
zwri vrmcliicdrnr ISInidinxiiuren erlraltrn Iiahen,
niirnlicli S t r i i r o I- I a i c l i II H ii t i r r , ('lLIH3002. R a s 1) e , 1909) nufreclit. Dan lkiniil enthiilt n u r
rc-L i n o 1 c n R ii I I r r , wrlclir xirli auUer durcli ihr
fnrblose Kryntulle voiii 1:. 38.4'' und 0 I c o e I a i d i II H ii II r c C'lnH2602( ? I). Ref.). d i p . 12. LW.2"". Hexabromid aricli durcli dir I~iclitliisliclikeitihrm
Zinksalzes in Alkoliol iaolirrrn IiiUt. Sie ist ein w w (Die A n p n h bcdnrf der Snclipriifung, wiiruni w u r BerheIIeu
01,I).': O,W.
M i t Br Kibt sic in quanden die Jodznlilcn nirlit Iwxtimnit ? D. Ref.) S.
F I) k i n 192) hiit dirzl Verlialtrn drr 81- und Elaidin- titativer Auntmite H e x n h r o in I i n o I e n saure gcgen F o r n i u I d (* 11 y ti unternuclit. EBent- s ii u r c , F. 17!)". init J ( I 1'r i c 11 I o r t r i j o d I t e a r i n ?I ii u r r , ('18H3002('IDJ3,F. 140°, mit
stehcn jcweilx iiielirrrc, nnxclieinend nicht scliarf
T r i b r o iii t r i j o d s t r a r i n s i i u r e ,
JBr
clinraktvrisiertr Derivatr.
C18H&2Hr3J3.
Y. 124-12t5°. In (:hloroforml6E. T 11 s s i I y 1 9 3 ) I i i i t inittels .4lkoliolyae dnn
sung mit Ozon Idinndrlt, lirfert Hie ein 0 z o n i d
.I i i 1) n I I \F n c 11 n iintrrsiitrht. 1':s cntliiilt liiilicrr
p e r o x y d , dns diirrli koltrs \Vtwnrr vollstiindig
Alkoliolv, \vie Jlrlisuyl- iintl (i.rylnlkoliol, n h r nucli
zerlcgt wird. 1)ir /J-1, i n o I I. n B a u r e kommt
Glycerin und I'liytosterin. Von Fettsiiuren wurden
Iiiiclistwahrxclirinlicli iin Iainiil gar niclit vor. son('21H4002. fcrner rinc
gefiindrii .I a 1) n n R ii 11 r
dern
rntstrtit emt h i d r r Entlmmiiing der Hexnungrxiittigtc Siiurc, ('16H:,002. von gexiittigter 1'c broiiilinolrnxiiuir.
1 n r c o n x ii u r r , ( ' u H i J ) 2 , und linup&.iiclilich
Die gcsaiiitr L c c i t 11 i nliterntur findet sicli
i'ulrnit insiiure.
zusaiiinim~cstrllt in eincr 1)iwertation von F.
(;. .\I a d r r n i i 194) Iiut das Fett d r r j n 1) H K a d c : Ziir S y n t 11 e x r d e n L e c i t h i n ,202).
n i s c ti r n M i x 1) e 1 iiiitrrsiiclit. I)ir HnziiraDir rigcnen \.'emudie dcs Vf. Iw&-hrn Rich nuf die
oxytlntion crciil) 1)i o x y x t r a r i n x ii II r r voni
F.134,s"iind rinr T c t r i i o x y n t c a r i n x ii ti r r Syntlirsc d r s Stearinuiiurrl~citliinn,die zwar noch
nicht vollstiindig gelang, docli lint Vf. den Wrg
voin1'. lX-154,.5p. wiilirrnd ti n z II r i i x'I'rtrnoxyd a m grzcigt. (i. 'I' r i c r 2 0 3 ) erliielt Iwi der Hydroxtcarinniiurr (Sntivinniiiirv) Iwi 173" srliiiiilzt. 11.
'1' H u j i iii I) t i)l@:)rrliirlt siiix R r i x ii1 rinr Di- lynr dcx IPcitliins (aus Holinrnsaiiirn) A ni i n o ii t 11 y 1 n I k 1 3 11 o I , den rr ids 5luttriwl)stnnz des
oxgstrnrinxiiiirt. voni 1:. I31 " und einc l'ctraoxg['liolins iinniclit. S e r o n o iintl I' I; I i i z E i 20.1) finntmrinsiiurr vuni.F. l;58-1Wn. Iktztrrc9 fiihrt r r
:ICII i i i i EirriiI Oiaiiurc- i i i i t i ~'iiIiiiitinniiure~c.c.it~~ii:
iriif r i n r vun dcr noriniilc-ii 1.inolniiiirc vcwcliirdenr
[in Alkoliol iind .Aceton liialicli). frrnvr rin in AlI x o I i n o I s ii I I r (* ziiriick. In der Tnt rrliirlt
k o l i o l lii~liclirn,in Acrton iinlii4iclit.s l, u t c i II .
S. K e i ni n t x I I 19c) i i i i x S o j i i I) o 11 11 r n ii I
h n rinrii (%i~Irstrrinrstrrzii rntlisltm srlic.int, in
i i i i k r riner Dioxystc.cirinniiiire voiii F. 12(i-127"
.lem rs Iwi drr \'rrseifiing (*IioIrxtrrin, OIniiurr iind
nowolil die noriiialc Sntivinsiiurr voiii Y. 17:3--175",
a h aucli rinc ' ~ r t r i i o x y x t i , i i r i i i x ~ ~ i rvoiii
(!
F, Is8 I i x
u n d Glycerin dagegen n u r wenig. Bei c)lsiiure und
Glycerin gelingt die Reaktion gut, weniger bei
Steerinniiure und Glycerin. Zusatz von Toluol
wirkt im letzteren Falle gunntig. Aucli die D a r m s c h I e i m h a u t wirkt veresternd.
S c u r t i und T o in m a s i 189) kamen durch
Vemuclie zu der Ansiclit, daD sich in den Oliven zuerst ein M'aclisalkoliol, daa 0 I e a n o I ,
('11H,80(OH)2r bilde, d a n n freie Fettsiiuren, und
zwar mehr Linol- als c)lsiiure. und erst zum Schlul3
Neutralfett. I k t z t r r r s ncheint niclit deR Produkt
einer Syntliese. sondrrn ciner rnolekularrn Urnlngerung dcr \Vaclisverbindung zu scin.
A. C o s t a n t i n o 190) findet. daD in verxcliiedenen Entwicklungsniet litden des Orpanisiiius
(Hundefotus) das Verliiiltnia zwisclirn Fettxiiurc
und Unvrmeifbareni nur \vrnig ncliwankt. Sacli
der Gcburt steigt der (:elialt nn Fetkqiiuren rwcher
a111dcrjenige a n Unverst*ifbareni. Die Jodzalil des
F e t t r s der Yotrn i n t selir liocli. nscli drr Geburt
niinnit nie nb rind niihrrt sicah tlrrjrnigen cI(.x KiirIwrfrttea den Miittrrtierrs.
..
.
~
(a.
Palmitinsiiure liefert. Von Fetteiiuren enthiilt das
Eierol iiberhaupt nur 01- und Palmitinsaure.
S c h r e i n e r und S h o r e y 2 0 6 ) fanden in
humuereichen M e n 0 x y s t e a r i n s ii u r e ,
G8HSIOS, F. 84-86O,
Paraffinsiiure.
C94H,802r welche auch bei der Oxydation dea Paraffinsentateht, L i g n o c e r i n s ii u r e , Ce4H4802,
F. 8O--8lo, woaie ein 61 von spez. Gew. 0,935,
daa sich als ein Gemisch von Glyceriden erwiw, Caprinsiim, 6laaure und Phytosterin wurden
darin gefunden.
T e c h n i s c h e 8.
Von Interme ist ein Artikel von H a r m s e n200)
uber die D e n a t u r i e r u n g v o n O l e n u n d
F e t t e n und die Denaturierungsmittel.
J. L u n d 207) gibt eine Darstellung der W a l i n d u B t r i e , einschlieDlich ihrer liistorischen
Entwicklung.
D. W e 8 s o n 208) beaehreibt die rationelle
B l e i c h u n g von 6len durch F u l l e r e r d e .
€2. S c h i 1 1 i n g 209) empfiehlt zum Entfiirben von
Fetten und Wachsen T o n e r d e , hergeatellt aus
Aluminiumama~gam. R. N e u m a n n 2 1 O ) will verseifbare Fette raffinieren durch Behandlung mit
der wherigen Liisung oder Suspension eines Teerfarbatoffa. h’ach E. B o h m 211) laasen sich T r a n
f e t t s i i u r e n dadurch g e r u c h l o s machen,
daU man sie vor drr Deatillation unter hrchleiten
einea starken Stromea indifferenter Geee, ev. unter
Zuhilfenahme dea Vakuums, so lange auf eine unmittelbar unter der Destillationstemperatur liegende
Temperatur erhitzt, bis die abziehenden Diimpfe
h i von niedrigen Fettsiiuren und riechenden Stoffen sind
Rapshehen enthalten zuweilen ii t h e r i
s o h e s S e n f 6 1 , das ihren Wert vermindert. 0.
v. C z a d e k 212) meint, da0 sich dessen Bildung
durch Erhitzen der Kuchen auf 105’ vermeiden
liiBt. Nach J. M e r z 218) ist extrahierte Rapasaat
vollkommen frei von Schwefel.
-
-
Chem. Zcntralbl. 1911, I, 585, 678,1238.
Seifensiederztg. 38, 441; dieso Z. M,1388.
907) Seifensiederztg. 38, 203.
408) Chem.-Zta. 35, 80.
209) D. R. P. 230251/62;diem Z. 24, 318.
310) D. R. P. 234 224.
911) D. R. P. 230 123: diese Z. 24. 318.
*12j Seifensiedentg. $4, 1007.
213) Seifensiederztg. 38, 1096.
406)
POI)
A. d e H e m p t i n n e 214) will Gemische von
Fetten und Mineral01auf elektrischem Wege viscoser
mschen. Dampfzylinderole erhalten zur Erhohung
der Schmierfiihigkeit einen Zusatz von 5% fettem
01. Nach H o I d e und M a r c u s B o n 216) ist der
Grund obiger Erliohung eine Bildung von E i s e n s e i f e n.
Metallische Fliichen werden neuerdings auf
elektriacliem Wege entfetteWO), wobei auch unverseifbare Stoffe, wie Schmierot usw., entfernt werden.
Der YrozeU iet denn aucli, wie A. B a r t h 217) findet, nur teilweise chemischer, teilweise aber mechaniacher Natur.
Bei einem neuen Verfahren218) zur It e d u k tion ungesiittigter Fettaiiuren und
G 1 J c e r i d e durch Wasserstoff, unter Anwendung
von Palladium als Katalyeator (vgl. P a a l und
R o t h , 1908, 1909)sol1 auf 100 o00 Teilr Fett nur
1 Teil Pd erforderlicli und letzteres auUerdem leicht
regenerierbar sein.
0.R o s a u e r 219) borichtet ausfiihrlich iitm
die Herstellung und Unkrsucliunp der t e e h n i s c h e n 6 Is i i u r c , H. D u b o v i t ~ 2 2 0 )iiber die
D a m p f d e s t i 1 1a t i o n . d o r h o c h m o 1e k u l a r e n F e t t s a u r e n . desgleichen C. H a j e k 2 2 1 ) . I n einem Artikel: T e c h n i s c h e K r y s t a l l o g r a p h i e d e s S t e a r i n R rnacht H.
D u b o v i t 2 2 2 2 ) u. a. die Annahme, daU die festen
FetMuren mit beatimmten Mengen fliissiger Fettsiiuren einheitliche Krystalle bilden, analog denjenigeri niit Krystallweeser. Dicse Annalime hnt
vie1 fur sich. J. M a r c u 8 8 o n 228) stellt die in
vielen Lehrbiichen enthaltene Angabe, daU die
S t c a r i n entP s r a f f i n k e r z e n &15%
halteri, dahin richtig, daU bei den hiirteren Sorten
von Braunkohlenteerparaffinen iru Winter 1, im
Sommer 2% geniigen.
[A. 29.1
D. R. P. 237 643; diem Z. 24, 1196, 1465.
Chcm. Revue 18, 12.
216) Vgl. D. R. 1
’. 195 973. 200 667.
217) Chrni.-Ztg. 35, 356.
218) D. R. I’. 236 488; diese Z. 24, 1542.
219) Chem. Revue 18, 28;diese Z. 24, 620,1198.
220) Seifensiedentg. 38, 629;diem Z. 24, 1669.
221) Seifensiederztg. 38, 1166.
***) Seifensiedentg. 38, 1164.
023) Chcm. Revue 18, 210; d i m Z. 24, !,?!227.
214)
216)
Wirtschafllich-gewerblicher Teil.
Jahresberichte
der Industrie und des Handels.
Canada, N a t u r g a s i n O n t a r i o . Die
Produktion hat i. J. 1910, in lo00 cbm umgerechnet, 205 678,6betragen im Wert von 1 491 239 Doll.,
was einem Durchschnittapreis von 72.5 Cts.
(= 3,05 M) fur lo00 cbm entapricht. Die Gasfelder
befinden sich nordl. und ostl. vom Eriesee, die drei
grouten sind, in der Reihenfolge ihrer Bedeutung,
in den ERscx und Kent Counties, Haldimand und
Norfolk Counties. und Welland County, mit zuBnmnien 828 Sonden und 982 engl. Meilen Leitungs-
rohren. Die Fmx-Kent-Sonden sind weit ergiebiger ah in den beiden anderen Pelden. Ein
neues Feld ist im Elgin County erschloasen worden.
D . [K.197.1
Verelnlgk S t u t e n von Amerlka, Die P r o d u k t i o n v o n B r o m hat i. J. 1910(1909,1908),
in lo00 l’fd. angegeben. 245,4 (669,7;760)im Wert.
von 316 700 (57600, 73 800) Doll. betragen. Div
Bromindustrie beschriinkt sich auf die Staaten
Michigan, Ohio, Pennsylvanien und Westvirginien,
wo sic in Verbindung mit dcr Salzgewinnung betriebcn wird. lhren Hohepunkt hatte die Produktion i. J. 1907 mit 1379500 Pfd. i.
von
w.
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