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Die Fette le und Wachsarten. Ihre Gewinnung und Eigenschaften. Von Friedrich Thalmann. Mit 76 Abbildungen. Vierte neu bearbeitete Auflage. Wien-Leipzig A. Hartlebens Verlag. 1922. Chemisch-technische Bibliothek

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Direktor G O .s~(Hamburg-Amerika-Linie) beyichtet, daB die Hamburg-Siidamerika-Linie samtliche Ilampfer auf Olfeuerung eingestellt
habe, die Hapag versehe die Scbiffe je nach GrtiBe, Schiffszweclr
(oh Passagier- oder Frachtdampfer), Fahrtroute, Fahrtdauer, mit Kohlenoder Olfeuerung, oder rnit gemiscliter Feueruag. Bei der Verfeuerung
verschiedener Olsoi-ten hltten sich keine Schwierigkeiten ergeben;
insbesondere lase Braunkohlenteertil die Asphaltbodensiitze von Mexikoijlen und bringe sie zur restlosen Verbrennung. Olbrande sind bei
der Hapag bisher nicht vorgekommen. Von hervorragender Wiehtigkeit
sei die Konstruktion der Diise, besonders die geniigende Luftzufiibrung
und Luftdurchmischung mit ausreichendem Zerstluberdruck: durch
reichliche Luftzuftihrung sei wesentliche Ersparung von Wlrmeenergie
erzielt worden. Bezuglich. der Wirtschaftlichkeit des.Verfahrens rechnc
man als noch rentablen Olpreis das 1,3 bis 1,4fache des Kohlenpreises.
Direktor U l l m e r (Royal Dutsch Compagnie und Shell Cornpagnie)
berichtet, daB seine Gesellschaften hundert Bunkerstationen in allen
Weltgegenden bes3Ben und daB zwanzig weitere im Bau seien. Sehr
notwendig sei die Vcreinheitlichung der Ubernahrnevorrichtungen.
Dr. S c h n e i d e r (Deutsch-Amerilcanische Petroleum Ges.) betont,
daB im Inland niir etwa 20000 t Heizijl zur Verfiigung standen und
bcklagt, daB der hohe Einfuhrzoll, der das doppelte des Auslaodspreises betrage, von Heizijlen genau wie von hochwertigen Minerald e n erhohen werde.
I h . L a n d s b e r g (Deutsche Erdiil A.-G.) bedauert, daB die inllndische Produktion mit enormen Frachtkosten bis Hamburg geschickt werden miisse, weil das Binnenland nicht aufnahmefahig genug
sei. Direktor G O D und Oberingenieur B a u r i c h t e r bezweifelten das
und betonten, daB fur den Bedarf ihrer Werke nicht die notigen
Meogen inlandisches Heiztil greifbar gewesen seien.
Den zweiten allgemeinen Vortrag hielt Chefchemiker Wa. O s t w a l d
,,dber die Brennkraftstoffeund die Vorgange im Motor". Es ist bisher nicht ausreichend beachtet worden, daB die in wirtschaftlicher uad
lechnischer Reziehung so stark verscbiedene Bewertung der leichtcn
s n d schweren KraHstoffe nicht auf chemische oder energetische
Unterschiede, sondern nur auf Differenzen von Siedepunkten, Dampfdruckcn und MolekulargrtiSen zuriickgeht. So sind die im gleichen
Autornobilmotor benutzbaren Stoffe Wenzin und Benzol voneinander
physilinlisch nnd chemisch vie1 verscbiedcner 31s Benzin und G a d ,
das nicht im Automobilmotor, sondern nur im Dieselmotor verbrannt
werden kiinne. Sehr Bhnlich dagegen sind sich die Verbrennungsprodukte, die bei Uenzin, Renzol und Gasol, j;i bei Zucker, Stiirlce
und Kuhlepulver immer nur Kohlenslure und Wasser sind.
Mit Hilfe eines Gedankenexperimentes verruag man das chemisrhphysikalische Vorleben des explosiven Gemisches und damit die
Qualittit des Kraftstoffes auszultischen, wenn man sich vorstellt, dai3
das Gernisch adiabatisch verdichtet und dann wieder entspannt wird.
Durch die starlie Erhitzung bei der hohen Verdichtung kommen die
chemischen Gleichgewichte ins Ilutschen, so daB dann ein gasf8rmiees
Arbeitsmittel von hoIier Temperatur vorliegen wurde. Dieses Arbeits.
mittel wiirde bei der arbeitleistenden Ausdehnung sich ganz gleich
verhalten, gleichgiiltig, ob es aus Benzin, Benzol, Gasol oder Anthrazeniil
bereitet ist, wcnn man nur fur gleiche quantitative Zusammensetzung
Kohlenstoff, 1-2'j0 Wasser
gesorgt hat. Sie enthalten alle etwa
stoff (mit je nach Brennstoffart und Zufuhr verschiedenem Uberschut
an Kohlenstoff und Wasserstoff) ; ferner den nijtigen Saueptoff, teik
frei, teils chemisch gebunden (Spiritusmotor!), Stickstoff als Ballast
sclilieDlich die Reaktionswiirnle a13 flihlbare Warme und die Energit
des I)ruckvolumens R ~ Sreaktionsfremdc Wiirme.
Dieses Gedankenexperiment hat sich bislang wegen des dazr
notigen groWen technischen Aufwandes nicht durchfiibren lassen
Seine Verwirklichung ist aber maglich mit Hilfe der von B e r t h e l o '
entdeckten und von Di x o n photographiertell ,Selbstzundungswelle'
Diese kaniite man bisher nur als die gefurchtete Erscheinung de!
Selbstziindung, die sich als Klopfen des Motors ZuSerte. Neuerc
Versuche haben gezeigt, dai3 man von diesem Klopfen des Motor!
keine IZiickschlusse auf die nenutzung einer besondere11 Art v01
Kraftstoffen ziehen kann. Die auegeliiste Druckwelle oszilliert mi
der gleichen Geschwindigkeit wie der Schall und ist undhhangig vOI
der Kiitur des Kraftstoffes, da mit dem Eintritt der Selbstentzundual
das chemische Gleichgewicht hinter der Druckwelle ins Rutschen kornmt
Diese Selbstziindung scheint neuerdings beherrschbar zu werden
und z. B. eine wesentliche Rolle bei den von E b e r h a r d E r n s t in dei
Handel gebrachten T h e r m o k r a t ziin d e r ktip f e n zu spielen. Wahrenl
b i s l w im Gemischmotor der Reaktionscharakter des Kraf tstoffes zll
Anpcissung des zeitlichcn Verbrennunpsablaufes an das Zeifgesetz de
Kolbenspieles benutzt wurde, und im Dieselmotor die VerbrennuD
abhlngig von der durch die Purnpe regulierten Kraftstoffxufuhr un
Ziindolzugabe, aber unabhiingig von dern Charakter des Krilftstoffe
ist, spielt bei der D r u c k w e l l e n s e l b s t z u n d u n g weder Kraftstol
noph Ftirderpumpc eine liolle. Die Zijndwellen bewegen sich, wi
erwtilint, init Schallgeschwindigkeit, und sind nicht von der Art .de
Kraftstoffcs, sondern nur von dem Gehalt des Gemisches an Kohlen
stoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff, sowie von Druck un
Temperatur abhgngig.
Es ergibt sich somit eine Arbeitsweis
fur den Gemischrnotor, die sich im Gegensalz zu der jiingere
Ent\vicklung wieder dem sogenannten 0 t t oschen Kreisproze:
niihert. Rei den Thermokratziindktipfen wird mit Leichtiil eill
Voriiindung bewirkt, durch die im Hauptziindraum das Schwer(j]
luftLWniscll Z U r Entladung kommt. Bei den Versuchen war da
lopfen nur in den Ziindktipfen, nicht aber im Zylinderraum htirbar
:in mil Thermokratziindktipfen ausgeriisteter Autobus sol1 seit einigen
lonaten in Berlin laufen. Die durch Druckwellenziindung erzielte
lotte Verbrennung schiidigt zwar den thermischen Wirkungsgrad,
ber der wirtschaftliche yirkungsgrad wird verbessert. Durch das
eue Verfahren wird die oberbewertung des Uenzins und Benzols,
owie iiberhaupt der leichtsiedenden Betriebsstoffe (mit sogenannten
Qualitltskalorien") in Frage gestellt. Dies diirfte fhr die weitere
htwicklung des Motorbaus, und besonders fur die deutschen wirtchaftlichen Verhaltnisse von grofier Bedeutung sein.
In der Aussprache hob Ingenieur S e p p e l e r hervor, daB die mit
en gegenwartigen Vergasern erreichten Vergasungen maogelhaft seien,
ind daB es n6tig ware, durch wissenschaftliche Versuche die Vorgange
m Vergaser: die Zerstlubung und Gemischbildung zu klliren. Ge.eimrat G e n t s c h erlluterte a n Hand einer Ausfiihrung von R o s e n i e r g , London, einen Vergaser mit teilweiser oder unvollkommener
rerbrennung des Fliissigkeitsstaubes und erweiterter Kammer vor
ler Maschine; sodann fuhrte er rnit Lichtbildern einen Vergaser der
'ackward Motor CarCy. vor. Bei diesen wird von dern durch den
dotor angesaugten I*'lussigkeitsstaub ein kleiner Teil durch eine
iebenliammer geleitet und dort ruhig verbrannt; die Verbrennungslase werden sodann hinter die Drosselklappe in das frische Gemisch
ind mit diesem in den Zylinder gesaugt; sie ziinden das Gemisch
ind heizen zugleich den Vergaser von aui3en.
P r i n z z u L o w e n s t e i n schloB die Sitzung mit einem Hinweis
iuf die katastrophale deutsche Steuerpolitik, die auf einen so wichigen Rohstoff wie Kohle eine so hohe Steuer lege, er erinnert daran,
laB das romische Weltreich nicht durch auBere Feinde, sondern durch
:ine falsche Steuerpolitik zugrunde gegangen sei.
Hassow.
Neue Bucher.
l i e Fette, o l e und Wachsarten. Ihre Gewinnung und Eigenschaften.
Von F r i e d r i c h T h a l n i a n n . Mit -76 Abbildungen. Vierte, neu
bearbeitete Auflage. Wien - Leipzig, A. Hartlebens Verlag. 1922.
Chemisch-technische Bibliothek. Band 83.
Preis 4 Goldmark
In der Neuauflage des vorliegenden Buches ist der Verfasser
wniiht, den Inhalt dem heutigen Stande der Wissenschaft und Technik
inzupassen. Er beabsichtigt, nameotlich dern Praktiker ein Handbuch
!u geben, in dem in erster I h i e die Gewinnung und Reindarstellung
ler Fette abgehandelt wird. Dies umfaBt den hauptsachlichsten Teil
ies Inhalts des 13uches. Von diesem Gesichtspunkte ausgehend hat
3er Verfasser die Einteilung der Fette und Ole nach ihrer Herkunft
rorgenommen. In ausf~hrlicherWeise kommt die Gewinnung der
iesten und fliissigen Fette, die Verarbeitung der Samen zur 61Zewinnung durch Pressen und Extraktion, das Raffinieren, Bleichen
und Filtrieren d e r o l e zur Darstellung; es werden dann die tierischen
und pflanzlichen Ole, sowie die Wachsarten im einzelnen unter Angabe der wichtigsten Kennzahlen angefuhrt.
In einem besonderen Abschnitt wird dann die Untersuchung und
Priifung der Pette und Ole behandelt. Kine lrurz gefaBte Darstellung
der Chemie der Fctte bildet den AbschluD des Huches, welcbes, wenn
auch gerade auf diesem Gebiet die Fachliteratur keine Liicke aufweist, fur den Gebrauch des Pralitikers empfohlen werden kann.
R. Fischer. [BB. 244.1
Neue Arzneimittel und pharmazeutische Spezialitiiten. Von G. A r e n d s.
Sechste Auflage. Neu bearbeitet von Prof. Dr. 0. K e l l e r . Berlin
1922. Verlag J . Springer. X und 578 S.
Preis geb. M 66
Der in Fachkreisen seit langem bekanntc und beliebte Fiihrer
durch die groDe Schar der neuen Arzneimittel und pharmazeutischen
Spezialitiiten liegt in neuem Gewande vor. Wie in friiheren Auflagen
so wurden auch jetzt nicht nur die rein chemischen Priiparate berucksichtigt, sondern auch die neuen Drogen, Organ- und Serumpriiparate,
nebst zahlreichen Vorschriften fur Ersatzmittel. Auch finden wir
wieder eine Erklarung der gebrauchlichsten medizinischen Kunstausdruclte. Etwa 400 Arzneimittel wurden neu aufgenomrnen, ein Zeichen
dafiir, daB die Tiitigkeit der pharmazeutisch-chemischen Fabriken und
der Spezialittitenhandler noch nicht nxhgelassen hat.
Das Ruch gibt zuverliissige Auskunft iiber cheniische Zusammensetznng, physikalische Eigenschaften, medizinische Indikationen und
Dosierung sowie den jeweiligen Fabrikanten. Auch der Chemiker
wird es sicherlich gern zu Rate ziehen.
C. Bachem. [RB. 118.1
Lern- und Wiederholungstafel der anorganischen Chemie f. d. oberen
Klasscn aller htiheren Lehranstalten (insbesondere Abiturienten),
Tentamen I'hysicum usw. usw. Desgl. fur o r g a n i s c h e C h e m i e .
Von 1)r. J. K i r c h h o f f . Ktiln 1922, Kirchhoff u. Co. Abteilung
Verlag.
Alles in allem: 4 Blltter von je 1650 qcln Tabellenflache und
etwa 5 g Gewicht. Beispielsweise ist die ,,Salzseite" der anorganischen
,Wiederholungstafel" nach Metalloxyden uhd Sauren rubriziert; die
ineisten Facher sind leer, in den anderen stehen Formeln und Namen
von Snlzen (in der entsprechenden ,Lern-Tafel" sind die Formeln fortgelassen). Bei den beiden Orgahischen Tabellen ist such der preis
angegcben: jc 7,50 M.
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