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Die Fluorescenz des Joddampfes.

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356
E. Lommel.
Diese Ellipse hatte bei ihren F o r m i i b e r g a n g e n innerhalb der Versuche mit einem und demselben Metal1 stets
die g e r i n g s t e E x c e n t r i c i t a t gezeigt und sich bei ihrer
D r e h u n g mit der langen Axe stets s e n k r e c h t auf d i e
R e f l e x i o n s e be n e gestellt, wenn der Einfallswinkel der
Warmestrahlen gleich dem .Polarisationswinkel wurde. Bus
beiden Torgangen erwuchs demnach ein neues Mittel zur
B e s t i m m u n g dieses W i n k e l s . Die graphische Darstellung
zeigte jede Zunahme des Axenverhaltnisses der Curve an,
und auf noch empfindlichere Weise machte sich die kleinste
Abweichung von der verticalen Stellung der Ellipse bemerkbar. So ergab sich jener Haupteinfallswinkel fur Messing
gleich 73,75O; fdr Arsen, Gold und Cadmium 76,25O; fur
Silber, Stahl und Zink 77,5O; fiir Kobalt 79", immer g r o s s e r
a l s d e r betreffende Polarisationswinkel der L i c h t s t r a h l e n mittlerer Brechbarkeit.
Es liegt in diesem grosseren Polarisationswinkel und
der daraus folgenden starkeren Brechung der vorzugsweise
thermisch wirkenden sogenannten ultrarothen Strahlen eine
neue Bestatigung der a n o m a l e n D i s p e r s i o n d e r Metalle.
Der grSssere oder geringere Unterschied des Polarisationswinkels jener dunkeln Warmestrahlen und der mittleren
sichtbaren gibt aber auch einen Anhalt fur die E a r b e n z e r s t r e u u n g d e r M e t a l l e , welche sich unter jenen bei Gold
und Silber am grossesten, a m geringsten bei Stahl und Arsen
zeigt.
X. D b Flzcorescem ctes Joddampfes;
uom E. Lommel,
Pluorescenz wurde bisher nur an festen und flussigen
Substanzen beobachtet. Es ist die Frage von Interesse, ob
nicht auch g a sf o r m i g e KBrper der Fluorescenz fahig
seien.
Um dieser Frage niiher zu treten, habe ich vorliiufig
einige stark absorbirende Gase und Dampfe, namlich Unter-
E. Lommel.
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salpetersiiure, Chlor und die Dampfe von Brom, Jod und
Schwefel nach dieser Richtung gepriift.
Es ergab sich, dass der J o d d a m p f ein e au sg es p ro c h e n e orangegelbe El uor e s c e nz b e s i t z t Man kann
dieselbe leicht beobachten, wenn man in ein mit nicht rm
dichtem Joddampf erfiilltee Glaskolbchen das durch eine
Linse concentrirte Sonnenlicht fallen lssst. Der orangegelbe
Lichtkegel tritt besonders auffillig hervor , wenn das erregende Licht durch ein griines Glas gegangen ist. Wird
ein blaues Glas als Strahlenfilter benutzt, so zeigt sich die
Fluorescenz nur schwach; sie verschwindet ganz bei Anwendung von rothem Glas.
Von den reinen Farben des 8onnenspectrums erwiesen
sich am wi rks a m s t e n die griinen S t r a h l e n zu beiden
Seiten der Linie E, weniger die gelben und blaugriinen und
v6llig unwirksam die rothen, blauen, violetten und ultravioletten Strahlen, ein Ergebniss, welches nach den bekannten Absorptionsverhiiltnissen des Joddampfes zu erwarten war.
Um insbesondere auch die ultravioletten Strahlen auf ihre
etwaige Wirksamkeit priifen zu kbnnen, wurde das Spectrum
mittelst Quarzapparaten entworfen und, nachdem das Unvermbgen dieser Partie dea- Spectrums zur Erregung der Fluorescenz des Joddampfes erkannt war, noch constatirt, dass
der Joddampf wie die blauen und violetten, so auch die
ultravioletten Strahlen nicht merklich absorbirt. Denn der
sehr hell leuchtende ultraviolette Theil des auf Aesculinlosung
aufgefangenen Spectrums blieb unveriindert, wenn man in
einem vor dem Spalt angebrachten Probirrbhrchen tief violetten Joddampf entwickelte.
Der Joddampf ist hiernach die einzige bis jetzt bekannte
flborescirende Substanz, bei welcher d i e v io letten u n d
u l t r a v i o l e t t e n S t r a h l e n giinzlich unwirksam sind.
Das lichtschwache Spectrum des orangegelben Fluorescenzlichtes zeigt sich aus Both, Orange, Gelb und Griin zusammengesetzt, reicht vom Theilstrich 36 der Bunsen’schen
Scala bis etwa 60 und ist am hellsten im Orange. Es
erschien continuirlich ohne hellere und dunklere Streifen.
M. Planck.
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Losungen von Jod in Schwefelkohlenstoff und Alkohol
zeigten keine dem J o d angehorige Fluorescenz. Dass das
feste Jod nicht fluorescirt, hat schon St o ko s angegeben.
An den iibrigen oben genannten Gasen und Dampfen
vermochte ich keine Fluorescenz zu erkennen.
E r l a n g e n , im MBrz 1883.
XI.
Ueber das thermodynamische Gleichgewhht
v o n Gasgemengem; 2rm M a x P l a n c k : .
~~
-
Das thermodynamische Gleichgewicht eines beliebigen
Systems von Korpern, welches bestimmten gegebenen ausseren Bedingungen unterliegt, ist an die Bedingung geknupft,
dass von dem Zustande des Gleichgewichts aus, unter Pesthaltung der ausseren Bedingungen, in der Natur keine Veranderung in dem System moglich ist. Wenn also die Richtung , in welcher alle Naturprocesse verlaufen , allgemein
bekannt ist, lassen sich daraus die Gleichgewichtsbedingnngen
fur jedes beliebige Korpersystem ermitteln.
Zuerst hat W. T h o m s o n 1) darauf hingewiesen, dass die
Natur in allen ihren Processen nach einem bestimmten Ziele
fortschreitet, und C1 a u s i u s z, hat dann dieses Ziel scharfer
charakterisirt durch den Satz, dass es eine Zustandsfunction
gibt, die von ihm benannte und fur das Gebiet der Warme
allgemein definirte Entropie , welche in allen Processen der
Natur einem Maximum zustrebt. Unter Voraussetzung der
Existenz dieser Function ergibt sich dann unmittelbar fur
ein beliebiges, bestimmten ausseren Bedingungen unterworfenes Korpersystem als Bedingung des Gleichgewichts der
Satz, dass im Gleichgewichtszustand die Entropie S ein
Maximum erreicht, mithin dass dann fur jede mit den
ausseren Bedingungen vertragliche virtuelle Zustandsanderung 6S= 0 ist.
1) W. Thomson, Phil. Mag. (4) 4. p. 304. 1852.
2) R. Clausius, Mechan. Wsrmetheorie. 2. Abth. p. 34 ff.1867.
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