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Die Geschichte der Frberei. Von Paul Ruggli. Verlag Georg & Cie

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Zeitschr.far sngew.
Chemie, 42. J. 19291
269
Neue Bticher
In den spateren Auflagen ist der dritte Punlrt bewu5t
niehr und mehr in den Vordergrund gestellt worden, dem Bediirfriis des elementaren Unterrichtcs sollte durch die Herstellung eines Auszuges, des Leitfadens der praktischen Physik
(oder lturz ,,des kleinen Kohlrausch") Rechnung getragen
werden. Trotzdem sollte auch das eigentliche Lehrbuch ein
Buch bleiben, aus dem man lernt, kein encyklopadisches Nachschlagewerk, in den1 man sich ohne kritische Fiihrung zurerhtfinden mui3.
Kurz vor seinem Tode hat K o h 1 r a u s c h das Vorwort zur
elften, 1910 erschienenen Auflage geschrieben. Aus wohlverstandener Pietat haben die derzeitigen Bearbeiter dies Vorwort auch in der jetzigen fiinfzehnten Auflage wieder abgedruckt. Es ist ein Vermachtnis. Kohlrausch nimmt, auf
40 Jahre der Entwicklung seines Lehrbuches riickblickend, Abschied von seinem Werk und fa5t noch einmal programmatisch
sein Ziel in seiner knappen und klaren Art zusammen. Er
schreibt: ,,Wahrend nun so der Stoff des Buches beschleunigt
wachst, ist seinem Umfange (Volumen, Preis) durch die Aufgabe, auch dem Unterricht zu dienen, eine Grenze gesteckt, die
gegenwartig voll erreicht sein diirfte." Sind nun die Autoren,
die die nachsten vier Auflagen besorgt haben,. der Zielsetzung
des Meisters treu geblieben? Diese Frage mui3 man beltiimmert verneinen : der Umfarlg wachst dauernd, innerlich
wie auBerlich.
GewiB schwillt, wie in allen andern Wissenschaften, auch
in der Physik der Stoff in oft erschreckender Weise an. Das
ist nicht zu bestreiten. Aber ebenso unbestreitbar ist, daB
unsere Kopfe nicht in gleichem AusmaBe mitwachsen. Man
mu13 daher im Laufe der Jahre aussondern und auswahlen, so
schwer das zuweilen mit Gefiihlen historischer Pietat vereinbar
ist. Das verlangt den Mut der Verantwortung, und an dem
scheint es oft zu fehlen.
Braucht man wirklich K Seite, urn von der Existenz voii
Koordinatenpapier und graphischer Darstellung Kenntnis zu
geben? Mussen der GeiBlerschen Quecksilberpumpe und der
Strahlpunipe beim heutigen Stande der Pumptechnik eine Seite
geopfert werden? MuB man dem werdenden oder dem praktisch tatigen Physiker noch Anweisungen iiber die Handhabung
von Wassermotoren geben? WeiD nicht schon jeder Schuljunge, dai3 man bei der Bestellung eines Elektromotors die Betriebsspannung angeben muB, und daB Elektromotore fur 110
bzw. 220 Volt im Handel meist vorratig sind? MuB man drei
volle Seiten auf die Eichung eines Gewichtstiickensatzes verwenden? Haben Spektroskope mit mehreren Prismen und
mechanisch-automatischer Erhaltung des Minimums die Bedeutung, daB man ihnen eine halbe Seite opfern muB?
Brauchen einfache elektrische Stromwender den gleichen Platz?
Beansprucht eine Tangentenbussole als Meainstrument drei
volle Seiten? Das ist nur eine ganz kleine Auswahl von
Dingen, bei denen man streichen untl kiirzen kann.
Vie1 ernster aber erscheint dem Referenten eine andere
Sorge : K o h 1 r a u s c h hat in seinem obengenannten Vermiichtnis von der unerbittlichen Sparsamkeit gesprochen, die zwar als
Tugend von jedem gelobt, in ihrer Ausfiihrung jedoch von
wenigen geliebt wird. Daran anschlieijend charakterisiert er
seinen eigenen, so vorblldlich knappen und mit sichtlichem
FleiB durchgearbeiteten Stil. Man glaubt es K o h 1 r a 11 s c h
gern, daB die Arbeit an seinem Lehrbuch sich schlieBlich ,,zu
einem starken Bruchteil seiner Lebenstatigkeit ausgewachsen
hat". Zu K o h 1 r a u s r h s Lebzeiten war es daher eine Arbeit
aus einem GuD, von eigenartigem, personlichen Geprage
ltnapper und lang durchdachter Darstellung. Das ist jetzt nicht
mehr der Fall. Keiner der Bearbeiter hat mehr die einheitliche Fuhrung und Oberleitung iibernommen, und an vielen
Stellen ist die straffe Disposition, Pragnanz und Ktirze geschwunden. Mit zahlreichen Einschiebungen und Erganzungen
ist es nicht getan. Die Darstellung des Saitengalvanometers
Ruf 12 Zeilen gegen die des Weberschen Elektrodynamometers
auf fast drei Seiten stehen im MiBverhaltnis zueinander. Die
Rehandlung der heterochromen Photometrie wirkt oberfliichlich.
Das Fehlen elastischer Nachwirkung bei Wolframeinkristalldrahten findet sich nicht im Abschnitt 70 iiber elastische Nachwirkung, sondern beilaufig unter Dehnungsmessungen in Abschnitt 63. Das sind nur wenige Stichproben. Uberall vermiBt man die Arbeit eines Redakteurs, der das Buch ganz und
______
-
gar in seinem Kopf hat und niit diktatorischer Vollmacht die
einzelnen Abschnitte zusammenstreicht und aufeinander abgleicht. Man darf nicht einzelne Abschnitte als gelegentlichc
Nebenarbeit, wie Sammelreferate fur eine Zeitschrift, behandelii.
Das Buch enthalt noch heute vie1 Wertvolles, noch kann man
ihm nichts Gleichwertiges an die Seite stellen. Aber die Gefahr
ist groJ3. Bleibt der Mangel an straffer Oherleitung bestehen,
so ist es nur eine Frage der Zeit, his das ganze Lehrbuch durcli
Hypertrophie und Unausgeglichenheit entwertet wird. Und
das werden alle diejenigen bitter empfinden, die, wie der
Referent, der Lebensarbeit unsercs groBen Meisters der Mentechnik dankbare Anhanglichkeit bewahren.
H. W . Pohl, Gottingen. [RB. 204.1
Lehrbuch der Physikalischen Chemie in elementarer Darstellung. Von Dr. John E g g e r t , a. 0. Professor an der
Universitat Berlin. Zweite, verbesserte Auflage, gemeinsam
bearbeitet mit Dr. Lothar H o c k , Priv.-Doz. an der Universitat GieBen, XI und 552 Seiten, mit 123 Abbildungen.
Verlag von S. H i r z e 1 Lripzig 1929. Geh. RM. 25,-; qeh.
RM. 27,-.
Schon bei Abfassung der ersten Auflage wurde der Verfasser von Dr. H o c k unterstiitzt. Bei dieser Neubearbeitung
hat H o c k , wie im Vorwort hervorgehoben wird, so wesentlich mitgeholfen, daB sein Name auch auf dem Titelblatt geriannt wurde. Eine besonders griindlicbe Umarbeitung hat dei
Abschnitt A: ,,Die Grundlagen der atomistischen und energetischen Betrachtungsweise" erfahren, indem jetzt auch der
zweite Hauptsatz der Thermodynamik in etwas strengerer Ableitung in diesein Kapitel aufgenommen ist. Dadurch is1
einer der kleinen Mangel der ersten Auflage bcseitigt. Auch
die iibrigen hat der Verfasser sich bcniuht zu mildern. Bereicherungen erfahren hat besonders die Darstellung jener
Gebiete, die das Hauptziel der gegenwartigen Forschung bilden
und sich infolgedessen in den letzten Jahren besonders entwickelt haben und mehr in den Vordergrund des allgemeinen
Interesses geriickt sind: Kristallgitter-Struktur, Reziehung
zwischen Molekularbau und Spektrum, Vorgange in Phasengrenzflichen, niolekularkinetische Betrnchturig der Reaktionsgeschwindigkeit (einschlieBlich Katalyse) usw, Verwunderlich
erscheint es beim ersten Durchbllttern, daB trotz dieser Bereicherung des Inhalts der Umfang des Buches nur urn
14 Seiten zugenommen hat. Soweit dies durch engeren Druck
erreicht wird, ist freilich die ,,Konstanz des Volumens" nur
eine scheinbare. An vielen Stellen aber hat auch eine konzisere Fassung und Fortlassen von Nebensachlichem den Platz
fur das neu Hinzugekoniinene frei gemacht. So haben es die
Verfasser ermoglicht, daB die neue Auflage vom Verlag zu
nahezu dem gleichen Preise wie die erste geliefert wird, was
irn Interesse unserer Studierenden mit besonderer Freude zu
b e g d e n ist.
Beim Erscheinen der ersten Auflage habe ich diesem vorziiglichen Buche eine rasche Verbreitung vorausgesagtl). Das
schnelle Erscheinen der zweiten Auflage beweist, daB sich
meine Erwartung erfiillt hat. Schon heute ist der ,,Eggert"
rnit Recht das best eingefiihrte Lehrbuch im Fhysikalischchemischen Hochschulunterricht. Dariiber hinaus ltann es aucli
allen denjeuigen Fachgenossen warm cmpfohlen werden, die
sich mit der neueren Entwicklung der physikalischen Chemie
vertraut machen wollen, oder ein Lehrbuch in die Hand zu
nehmen wiinschen, in dem das Wesentlichste dessen, was sie in
den physikalischen und phgsikalisch-chemischen Zeitschrifteri
der letzten Jahre verstreut gelesen haben, in knapper und
iibersichtlicher Form abgehandelt wird. Fiir manchen, besonders der alteren Fachgenossen, wird es von Wert sein, zu
horen, daB man das Buch lesen und zum allergroBten Teile
auch verstehen kann, ohne differenzieren und integriereii zu
konnen.
Riesewfeld. [BB. 21.1
~
Die Geschichte der Fiirberei. Von Paul R u g g l i . Verlag
G e o r g & C i e., Basel.
2 Frk.
Das Erscheinen dieser s h r i f t ist zu begriifien, da es bib
jetzt an einer einzeln herausgegebenen zusammenfassenden Darstellung der Geschichte der Flrberei mangelte. Der Verfasser
gliedert den Stoff in die drei iiblichen Zeitalter. Die Entwicklung der Farberei, durch Gesetze und Kultusvorschriften
1)
Ztschr. angew. Chem. 40, 211 [1927].
270
Verein deutscher Chemiker
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stark beeinfluDt, ist eine rein empirische, und gerade verwickeltere Farbeverfahren (z. B. fur Beizenfarbstoffe oder
Kiipeiifarbstoffe usm.) gehoren zu den altesten. Was das
A 1 t e r t u m anbelangt, so wird zunachst die Farberei der
Chinesen, Inder und Agypter besprochen. Aus den altesten
Schriften und Dokumenten der Farberei, ,,Papyrus Graecus
iiolmiensis" und ,,Leydener Papyrus X" lernen wir eine Reihe
iiiteressanter Fiirbevorschriften kennen. Es ware aber vielleicht
vorteilhafter gewesen, die den Urkunden entnommenen Vorschriften den Abschlu13 des Kapitels bilden zu lassen, wodurch
cler Zusammenhang der Farberei der altesten Kulturvolker
rind dep Farberei der Juden, Griechen und Romer und damit
rine gr613ere Einheitlichkeit gewahrt gewesen ware.
Der Verfasser 1aBt nun ein Kapitel ,,Farbstoffe" folgen.
1Siner Geschichte der F a r b e r e i wiirde es jedoch besser enthprechen, die Farbstoffe nicht so stark in den Vordergrund zu
stellen und ihre I(onstitutionsfornie1n jedenfalls uberhaupt wegzulassen. Das Zurucktreten der Farbstoffe konnte erreicht
werden durch die geschichtliche Besprechung der F a r b e m e t h o d e n , die am besteii mit einer ganz kurzen Besprechung der gebrauchlichsten Farbstoffe eingeleitet wiirde.
Es sei aber erwahnt, dai3 manches Kapitel bereits in diesem
Sinne ausgefiihrt ist. 111 dem Abschnitt Farbstoffe finden sich
sehr wissenswerte und muhevoll gesammelte Angaben,
welche bei der empfohlenen Anderung wohl noch mehr zur
Geltung kommen wurden.
Das Mittelalter schcint. das durftigste Zeitalter zu sein, sowohl mit Bezug auf die geschichtlichen Quellen als auch auf
tieue Farbeniaterialien und Farbemethoden. Diese brachte
erst die Eiitdeckung Amerikas, namlich di'e Cochenille und die
verschiedensten Farbholzer.
Dementsprechend wird die
Cochenille voui Verfasser zu unrecht schon dem Altertum zugeschrieben, sie erscheint fur uns vielmehr als ein Farbstoff
rler Neuzeit. Iridessen aber liegt es uberhaupt in der Natur des
(iegenstandes, daE) seine geschlossene ubersichtliche Darstellung
ohne Zerstreuung der einzeliieu Tatsach,en eine sehr schwicrige Aufgabe bedeutet. Dem Verfasser bleibt das Verdienst,
tliese Aufgabe mit Verstaiidnis und Sachkenntnis aufgegriffen
und durchgefuhrt und daniit eiri Werk geschrieben zu haben, das
nicht nur dem Fachmann, sondern auch dem Chemiker und
Brass. [ BB. 269.1
tlem Historiker enipfohlen werden kann.
VEREIN DEUTSCHER CHEMIKER
AUS DEN BEZIRKSVEREINEN
Berirksvereiu QroS-Berlin und Mark. Uericht uber die
Sitzung am 1. .Tanuar 1929, 19% Uhr, im Hofmannhaus, Sigismundstr. 4. Vorsitzender: Geheinirat Prof. Dr. R. 1' s c h o r r.
Schriftfuhrer: Dr. A. B u 13. Mehr als 200 Teilnehmer.
Der Vorsitzende daukt deui Vereiii fur das ehrenvolle Vertrauen, das ihm durch die in der Hauptversammlung im
Dezember erfolgten Wahl Zuni 1. Vorsitzenden erwiesen wurde
und spricht auch dem scheidenden Vorsitzenden, Dr. Hans
A 1 e I( a n d e r , unter defn Beifall der Versammlung den Dank
des Vereins fur dessen langjiihrige und erfolgreiche Arbeit aus.
Dr. Leo B u s c h : ,,Fortschritte in der photogrnpkisehen
l'mkehrung und das neue Kodak-Farbenverfahrenl)."
Ini Jahre 1923 kundigte der Direktor der Untersuchungslaboratorien der Eastman-Kodak Co., Dr. Kenneth M e e s , an,
(la13 die Kodak-Gesellschaft den Versuch unternehme, durch
Einfuhrung eines Spezialfihnes deni Privatmann die Moglichkeit zu geben, eigene Filmaufnahnien herzustellen, und es
zeigte sich bald, daD gerade dieser Schmalfilm geeignet ist,
auch auf dern Gebiete der wissenschaftlichen Forschung grofie
J<edeutungzu gewinnen.
Es ist bekannt, daB in einer Emulsion die groijeren Bromsilberliorner eine hohere Enipfindlichkeit aufweisen als die
kleineren, vorausgesetzt, daD alle Bromsilberkorner demselben
IieifungsprozeB entstammen. Wird eine solche Emulsion belichtet, so werden zuerst die hochempfindlichen groBen Korner
voni Licht beeinflufit. Durch eine erste Entwicklung werden
sie in schwarzes metallisches Silber verwandelt und darauf
tlurch geeignete Oxydationsmittel in Losung gebracht. Die verbleibenden restlichen feinen Bromsilberkorner werden eirier
~
~
1)
-
Vgl. Ztschr. angew. ('hem. 12, 31 [1929].
_____
Zeilschr. Iiir angew
IChemie.
' 42. J. 1929
erneuten Uelichtung ausgesetzt, das latente Bild wiederum enlwickelt und so in das endgiiltige Positiv iibergefiihrt.
Die Vorteile des Umkehrbildes bestehen in deni auBerordentlich feinkornigen , Aufbau des Bildes, wodurch eine
wesentlich bessere Wiedergabe der feinsten Einzelheiten ermoglicht wird. Das Korn des Unikehrfilnies ist etwa drei- bis
viermal feiner als das eines gewohnlichen negativ-positiv
kopierten Filnies. Hierdurch ist man in der Lage, daa Bildformat zu verkleinern, die Apparaturen zu vereinfachen und
durch solche Verbilligung dem Amateur die Beschaftigung mit
tler Kinematographie zuganglich zu machen.
Der Umkehrfilm besitzt infolge seines feinen Korns ein
Auflosungsvermogen, das groRer ist als das der iueisten NegativEmulsionen. In einer Arbeit von I. C. M a t t 11 e w s und 1. J.
C r a b t r e e aus deni Untersuchuiigslaboratoriuiii der Koddi
aus dern Jahre 1927 finden wir schon 3 Jahre nach Einfuhrung
des Schmalfilms erwahnt, da13 sich eine Reihe von Wissenschaftlern fur ihre Forschungen niit Erfolg seiner bediente und,
weil sie sofort ein Positiv erhielten, dadurch die Kosten fur
diese Aufnahmen gewaltig herabsetzten.
Das Amateurgerat gestattct auch die Anpassung von
Objektiven verschiedener Brennweite, ferrier Einzelaufnahmeri,
durch kleirie Zusatzinstrumente, Zeitraffer- und Zeitlupenaufnahmen und unter Verwendung der neuen, besonders lichtstarken Objektive Aufnatinien auch unter den ungunstigsten
Verhaltnissen. Dabei ist es haiufig wichtiger, ein einzelnes,
einwandfreies Positiv zu erzielen, als ein Negativ, das zwar die
Herstellung vieler Duplikate gestattet, aber durch den KopierprozeD eine Fehlerquelle fur uiisere Forschungen bildet. Durch
die Herstellung eines Spezialfihns, die ini letzten Jahre gelungen
ist, ist es moglich, einwandfreie Doppel des Originals zu erhalten.
I n kleinen Kontakt-Kopierapparaten werden die
Filme, iihnlich wie im Negativ-Positiv-Prozel3, belichtct, danii
eineni gleichen Umkehrverfahren unterworfen.
Die Entwicklung wird in autornatischen Maschinen ausgefiihrt, in denen der Film ununterbrochen durch die einzelnen
Losungen gefuhrt wird, uiii auf der anderen Seite der Maschine
als Positiv fertig und trocken zur Projektion herausgenonimeii
zu werden. Er wird also zuerst als Negativ entwickelt, d a m
wird das entwickelte Silber durch ein Bleichbad entfernt; die
Reste des Bleichbades auf dem Film werden beseitigt und deni
Film durch eine geeignete Losung seine Lichtempfindlichkeit
wieder verliehen. Bei der zmeiten Belichtung wird die Lange
der Expositionszcit durch die optische Dichte des Originalfilnies selbst koutrolliert, und z\var beini Durcbgang des Filnies
zwischen einer roten Lichtquelle wid einer Thermosa~ile. Dei.
Strom der Therniosaule wird durch den Heizeffekt des roteii
Lichtes, das durch den Film fallt, reguliert und beeinflufit dann
seinerseits die Stellung des Galvanonieterflu~els, der in ei:i
optisches System eingebaut ist, das zur eigentlichen Belichtung
dient. Dann wird wieder entwickelt, gewassert, getroclrnet und
nach etwa einer Stunde ist der Film fertig fur die Projektion.
Jede Rlaschine nimmt ungefahr alle 6 Alinuten einen neueri
Film auf.
Redner beschreibt dann die drei hauptsachlichsten An\\ eriduugsgebiete des Schmalfilms, und zwar als erstes die Anwendung des Schnialfilmes fur den Unterricht. Die zweitr
Anwendung des Schmallilmes, iianilich im Bankwesen, beruht
auf einer Eigenart der aiiierikanischen Banken, die Schecks nach
Einlosung und Entwertung den Eigentuinern wieder zuzustellen
und nur eine photographische Kopie zu behalten. Mit Hilfe
von Lichtbildern zeigt Vortr., wie jeder Scheck durch einen
Apparat lauft, in deni auf zwei Filmen nebeneinander die Abbildung erfolgt. Auf jedes Bildfeld des Schmalfilmes, das
7,5X10 mm groD ist, komnien zwei Schecks. Da 30 m Film
rund 4000 Bildfelder enthalten, konnen auf diese Weise auf
30 m Film 8000 Schecks photographiert werden. Das Wiedergabevermogen dieses Unikehrfilrnes 1aRt alle Details auch fur
etwa notwendig werdende gerichtliche Faille erkennen. Gleichzeitig ist dieses Instrument, das iiach den Vorschliigen von
Mr. George L. h.1 c C a r t h y von der Eastman Kodak Co. unter
dem Namen ,,Itecordak" auf den Markt gebracht worden
ist, mit einer Addiemaschine verbunden, die automatisch auch
eine Berechnung der bisher ausgezahlten Betrage macht.
Bei der dritten Anwendung des Schnialfilmes handelt es
<irh um das unter dem Namen ,,Kodacolor" in Amerika ein-
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