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Die Herstellung von Schwefelkohlenstoff.

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462 [1YSfj].- (pJ)li.S/iin~haru,iY.
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Eingeg. 27. Frhruar 1840. [A. 29.1
-
-
Die Herstellung von Schwefelkohlenstoff
Iron D t p l . - C h e i i i i R e v D r . LV. W I T T . 1 Y z c p p e r t a l - E l b c v f e l d
B
ei dcr Herstellung von Zellwolle, Kunstseide, Cellulosehydratfolien, von kiinstlichen Borsten, Zelljute oder
Viscoseschwammen werden, soweit die angefiihrten Gebilde
nach dem Viscoseverfahren hergestellt werden, auf 100 Teile
u-Cellulose, je nach dem angewandten Verfahren, 28-35 Teile
CS, benotigt. Wenn man allein die Zellwolle-Produktionsziffern
des vergangenen oder des laufenden jahres betrachtet, kann
Inan sich einen ungefahren Begriff von der inDeutschland zurzeit
hergestellteii CS,-Menge machen. Braucht doch ein mittelgroljes ZeUwollewerk monatlich 500-600 t CS,, das sind
3 0 4 0 grolje Kesselwagen. Nicht unerhebliche Mengen werden
zudexn nocli als Extraktionsnlittel f i i r Fette, als Schadlingsbekampfungsmittel, zur Herstellung von Flotationsmitteln
(athpl-xanthogensaure Alkalisalze) und als Losungs- und Quellmittel bei der Vulkanisation von Kautschuk gebraucht. Alle
diese zuletzt genannten Verwendungszwecke zusammengenommen reichen allerdings in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung bei weitem nicht an die in der Kunstseide-ZellwolleIndustrie verarbeiteten CS,-Mengen heran.
Es gibt in Deutschland nur einige wenige Fabriken, die
sich mit der CS,-Herstellung befassen. Es ist daher nicht verwunderlich, da13 im Zuge der Rationalisierung der Zellwolleherstellung einige grol3e Zellwollewerke jetzt dazu iibergehen,
CS, an Ort und Stelle selbst herzustellen. Die Griinde dafiir
liegen auf der Hand : 1. Ersparnis der recht erheblichen Frachtkosten, 2 . Ersparnis der Anschaffungskosten f i i r Transporteinrichtungen (vor allem Spezialkesselwagen), 3. Unabhangigkeit voii auftretenden Transportschwierigkeiten, 4. gestaltet
sich die Herstellung von CS, in einem neu zu errichtenden
modernen Werk wesentlich wirtschaftlicher, als in den zurzeit
hestehenden teilweise recht veralteten Betrieben. AuRerdem
ist bei weiterem starken Anwachsen der Zellwolleerzeugung zu
erwarten, daB die bestehenden CS,-Betriebe mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten konnen.
Es gibt in der Literatur eine ganze Reihe von Verfahrensu n d Vorrichtungspatenten, die die Herstellung von CS, betreffen, es sei aber an dieser Stelle schon gesagt, daB sie alle
doch mehr oder weniger theoretisches Jnteresse haben oder
iiber das Versuchsanlagestadium nicht hinausgekommen sind.
Retorten. Das wichtigste und in Deutschland fast ausschliel3lich angewandte Verfahren arbeitet mit stehenden bzw.
hangenden gul3eisernen Retorten, die mit Hartholzkohlestiicken
\on Wallnulj- bis FaustgroBe gefiillt und von a d e n mit
Generatorgas beheizt werden. Von unten nack oben streicht
dann dmch die zu dunkler Rotglut erhitzte Holzkohlesaule
dampfforniiger Schwefel. Am oberen Ende der Retorte entweicht CS, iiber eine mit fliissigem Schwefel gefiillte Vorlage
und schlagt sicli im gekiihlten ,,Rohkessel" nieder. Die Temperatur, auf die die Retorten erhitzt werden miissen, lie&
zwischen 850 und 950O; infolgedessen korrodiert das Retorteneisen schnell. Zudem verhindert eine einmal gebildete Schicht
von Schwefeleisen weiteren Angriff des Schwefels nicht, die
232
Reaktion schreitet viehehr fort, his schlidlich die ganze
Retortenwand von innen her korrodiert ist und die Retorte
bruchig und undicht wird. Die Angaben iiber die Lebensdauer
der Retorten schwanken in der Literatur in weiten Grenzen
(2-14 Monate). Nach Erfahrungen des Verfassers liegen die
Werte, die der Betrieb zeigt, urn 5-6 Monate.
Um die an sich recht kurze Lebensdauer der weisernen
Retorten zu erhohen, hat man zunachst versucht, die Retorten mit Schamottesteinen auszukleiden. Diese Retorten
haben aber anscheinend nicht allen Erwartungen entsprochen ;
durch ungleichmUiges Beheizen entstanden Spannungen, es
bildeten sich Risse zwischen Eisenkern und Schamotte, und
aul3erdem setzt ja das Schamottematerial dem Warmedurchgang doch einen recht erheblichen Widerstand entgegen.
Dann versuchte man die Retorten ganz aus feuerfestem Material zu rnachen, also ohne Eisenkern. Die Erfahrung hat
gezeigt, daR, wenn diese Retorten einigermal3endie Dimensionen
der GuBeisenretorten haben, sie schon kurz nach dem Anheizen,
also nach wenigen Betriebsstunden oder Tagen, Risse bekommen und auseinanderbrechen. Kleine Stiicke kann man
wohl gleichmaRig beheizen, nicht aber Retorten von 2-3 m
Hohe und 50-90
cm Dmr.
Endlich hat man dann mit Erfolg versucht, durch Zusatze zum Eisen, wie Mo, W, V, Ni u. a. m., die Korrosion
hintan zu halten. Die Lebensdauer der Retorten ist dadurcli
urn mehrere Monate verlangert worden. Allerdings steht der
hohe Anschaffungspreis noch nicht im rechten Verhaltnis Zuni
erzielten Erfolg. Es spricht aber nichts dagegen, dal3 bei weiteren Versuchen in dieser Richtung eine geeignete Legierung
gefunden wird, die allen Anspriichen beziiglich Korrosionsfestigkeit und Preiswiirdigkeit gerecht wird.
h r i g e n s sind nicht nur die ausgemauerten, sondern aucli
die guoeisernen Retorten sehr empfindlich gegen Abkuhlung.
Wiirde man den CS ,-Produktionsprozel3 unterbrechen, die
Retorten abkiihlen lassen und wieder aufheizen, so wiirden
die Retorten, wenn sie schon einige Zeit in Betrieb waren,
als Folge des ungleichen Ausdehnungskoeffizienten zwischen
Eisensulfid und Eisen in kiirzester Zeit undicht werden. Das
Anheizen der Retorten geschieht sehr vorsichtig und erstreckt
sich iiber rnehrere Tage. Sobald die Temperatur von etwa
BOOo erreicht ist, werden sie mit Holzkohle beschickt und dann
Schwefel zugegeben. Im Verlauf einer K a m p a p e mu13 dann
wegen der Bildung von Schwefeleisen im Innern der Retorte
die Heiztemperatur bis auf 10000 gesteigert werden.
Ein zeitweiliges oder auch nur kurzes Erhitzen auf iiber
1000° hat fast i m e r ein Zerbrechen oder Undichtwerden der
Retorte zur Folge, denn es wird d a m nicht selten sogar die
Schmelztemperatur des Eisens nahezu erreicht. Aderdem
ist bei diesen Temperaturen die Reaktionsgeschwindigkeit
zwischen dem Eisen und dem iiberhitzten Schwefeldampf so
grol3, da13 die Retortenwand fast augenblicklich zerstort wird.
Wenn auch die Temperaturen der Ofen, in denen die ReAngeuandte Chsmie
5 . W o I . r y .1 9 4 0 . l Y ~ . 2 1 / 2 2
R u n d s c h a u - N e u e Bucher
insbes. der Hochofenschlacken, durchgefiihrt'). Die dabei gesammelten Erfahrungen werden im Zuge der jetzigen Untersuchungen auf
das Gebiet der Steingutglasuren iibertragen. I n der keramischen
Praxis bestimmte man bisher den Fliissigkeitsgrad der Glasuren
teils mit Hilfe von Segerkegeln und teils mit Hilfe der Auslaufstrecke auf geneigten Rinnenviscosimetern. Diese Verfahren ergeben keinen Anhalt iiber die FlieBzeit bei bestimmten Temperaturen.
Die vom Vortr. entwickelten Apparates) wurden jetzt verwandt
zur Messung der Viscositat unter einwandfreien Bedingungen, d. h.
in Platin. Eine Anzahl Glasuren verschiedener Zusammensetzung.
sowie Natron-, Kali- und Bleisilicate wurden im Vergleich zu Borax
und Borsaure gepruft. Die Messungen haben ergeben, da13 Kalibzw. Natronsilicate selbst bei Temperaturen von 12000 noch erheblich dickfliissiger sind als Borax und Borsaure bei 800°. Ein
alkalisches Natriumsilicat von der molekularen Zusammensetzung
Na,O: SiO, = 1 :2 liegt in der Nahe des Bleisilicates von der molekularen Zusammensetzung PbO: SiO, = 1:2. Die Messungen an
fertigen Glasuren haben ergeben. daO im Laufe der jetzt im Rahmen
der Wirtschaftsgruppe Keramische Industrie durchgefiihrten Versuche zumiudest der Viscositatsverlauf einiger Mischglasuren bereits
in der Nahe gebrauchlicher schwach borsaurehaltiger Bleiglasuren
liegt. Vortr. wies darauf hin, daO noch weitere Untersuchungen, die
vor allen Dingen die Schaffung entsprechender Vergleichswerte mit
Hilfe von Rinnenviscosimetern zum Ziele haben, im Gange sind und
daO iiber den gesamten Fragenkomplex demnachst berichtet werden
soll. E r gab auderdem einen merblick iiber die Erkenntnisse bei
der Untersuchung von Glhern und Schlacken, die z. T. richtungweisend sein konnen bei der Bearbeitung der Frage keramischer
Glasuren und gins zum SchluO seiner Ausfiihrungen auf den Zusammenhang zwischen der Viscositlt und dem inneren Aufbau von
Silicatschmelzlosungen ein.
A u s s p r a c h e : Dr. F u n k wies auf eine Veroffentlichung von
Heinrich Roch jun. im Sprechsaal hino). I m Zusammenhang damit
erfolgte eine rege Aussprache uber die ZweckmaDigkeit der Verwendung von Bariumverbindungen, zugleich unter Beriicksichtiguug
der von Siegere) gegebenen Hinweise. Bei den praktischen Versuchen
haben Glasuren mit eiuem gewissen Gehalt an Bariumverbindungen
bei der Verwendung von schwefelarmen Brennstoffen brauchbare
Ergebnisse gezeigt, und es wird also wichtig sein, diese Zusammenhange in jedem Fall besonders zu kliiren. - Dr. L e h m a n n berichtet
iiber Erfahrungen in der Industrie und weist darauf hin. da13 nach
den bisher gemachten Angaben Massen mit einem hohen Kalkgehalt
MgO-haltige Glasuren meist zu Mattglasuren umschlagen lassen.
') kgITB. E d e U u. W m , Beiheft zur Ztecbr. des VDOh Nr. 21; Buszug diese Ztsehr.
8) Ber. d k h . chem. Ges. 19, 501 [19381.
48, 76 [19%51.
*) Sprechsaal Kern-,
Olas, Email 78, 54 [1940].
RUNDSCHAU
Coppernicus-Preis der Universitiit Konigsberg
- Wie auf Seite 92 dieser Zeitschrift berichtet wurde, ist der
Coppernicus-Preis zum ersten Male Prof. Dr. R i c h a r d K u h n ,
Heidelberg, zugefallen. Wir erfahren jetzt Naheres dazu :
Der Stifter des Preises ist Generalfeldmarschall Ministerprkident &Wing, der eigentliche Trager der Gauleiter und Oberprkident von OstpreuOen. Der Preis wird fiir hervorragende Verdienste auf dem Gebiet der Naturwissenschaften verliehen. Die
Wahl des Tragers steht der naturwissenschaftlichen Fakultat der
Universitat Konigsberg zu.
Alljahrlich findet am Todestage Kants eine Feier statt, die
seit Februar 1939 zu einer Kant-Coppernicus-Woche erweitert wurde.
Die Veranstalterin ist die Universitat Konigsberg. Es werden u. a.
jeweils dgemeinverstandliche wissenschaftliche Vortrage von je
einem Vertreter der fiinf Fakultaten in der Aula gehalten.
(I)
Preisaufgabe der Senckenberg-Stiftung
Als Thema der Preisaufgabe f i i r 1940 wurde gewahlt: ,,Der
Wirkungsmechanismus der klimatischen Reize auf den menschlichen
Organismus." An dern Wettbewerb konnen sich alle volksdeutschen
Naturwissenschaftler und Arzte beteiligen; als letzter Einsendungstermin wurde der 15. Oktober 1941 bestimmt.
Der Preis von 4000,- RM. wurde anllOlich des 175jahrigen
Bestehens der Senckenberg-Stiftung ausgesetzt und wird alle 3 Jahre
fur eine Arbeit verliehen, die sowohl auf dem Gebiet der Naturwissenschaften als auch dem der Medizin neue Erkenntnisse bringt
und dem gemeinsamen Fortschritt beider Wissenszweige dient.
Niihere Auskunft erteilen die Dekanate der naturwissenschaftlichen
und rnedizinischen Fakultat, welche jeweils gemeinsam das Thema
stellen.
(2)
Verleihung des v.-Eicken-Preises 1939
Mit dem won-Eicken-Preis, der seit 1935 jedes Jahr fur ein anderes
Spezialgebiet der Medizin in Hohe yon 2000,- RM. verliehen wird
und 1939 f i i r das Gebiet der Anatomie bestimmt war, wurde u. a.
Dr. med. habil. Emil Tonutti, Breslau, fur seine Arbeit ..DievitaminC-Darstellung im Gewebe und ihte Bedeutung zur funktionellen
Analyse von Histosystemen" ausgezeichnet.
(3)
NEUE BUCHER
Lehrbuch d e r Chemischen Technologie u. Metallurgie. 3. neu
bearb. u. erw. Aufl., herausgeg. v. B. N e u m a n n . Teil I : Brennstoffe, Anorganische Industriezweige. Ted I1: Metallurgie, Organische Industriezweige. J . Springer, Berlin 1939. Preis br.
RM. go,--, geb. RM. 96,60.
B. Neumann hat die neue Auflage seines Lehrbuches unter Mitwirkung von zwijlf ,,hervorragenden" Fachleuten herausgebracht. Man
mu0 durchaus anerkennen, wie der gewaltige Stoff der chemischen
Technologie wiederum einmal gebbdigt ist, uud zwar in 52 Abschnitten, von denen 6 die Brennstoffe und ihre Veredelung und 24
die eigentliche Industrie der Schwerchemikalien betreffen. I n zwei
weiteren Abschnitten sind das Eisen und die Nichteisenmetalle abgehandelt, die restlichen 20 behandeln die Gewinnung der organischchemischen Erzeugnisse nebst Randgebieten, wie Stiirke und Wein.
Es ist zurzeit schwierig. die chemische Technik so darzustellen,
wie sie in Wirklichkeit ist, d a ihr Bild in der Originalliteratur, d. h.
den Patenten und Veroffentlichungen der chemischen Industrie und
ihrer Hilfsindustrie, dem Apparatebau. infolge von Schutzpatenten.
Reklameartikeln und W c h e m sehr verschwommen ist. Es ist den
Vff. aber in anerkennenswerter Weise gelungen. hier die Spreu
vom Weizen zu scheiden und - wahrscheinlich auf Grund eigener
Anschauung - die Industrie so darzustellen, wie sie wirklich ist.
Dabei spielt es m.A. nach keine Rolle, daB einige Verfahren, die
nicht mehr ausgefiihrt werden, so dargestellt werden. als ob man
noch nach h e n arbeitet, und da13 gewisse modernste Neuerungen,
wie z. B. der Basenaustauscher auf Kunstharzbasis, noch nicht erw a n t sind.
In einzelnen Kapiteln ist mir aufgefallen, d a l der Stoff so zur
Darstellung gebracht ist, wie er sich in den derzeitigen industriellen
Veroffentlichungen vorfindet. Die Vff. haben eine Stellungnahme
d a m - abgesehen von der Auswahl - vermieden und zuweilen
auch notwendige wissenschaftliche Erlauterungen nicht gebracht.
wiihrend allgemein bekannte Tatsachen breit dargestellt sind. Ein
Lehrbuch der chemischen Technologie muO schon beim Leser ein
gewisses Niveau voraussetzen, von dern ausgehend SOU es ein Bild
vom derzeitigen Stand der Technik vermitteln und die Griinde auseinandersetzen, warum die Entwicklnng gerade diesen Weg gegangen ist. 2. B. sind Satze wie: ,,Wasser in reinem Zustand ist
geruch-undgeschmacklos, wird beiOa fest (Eis)und siedet bei 760 mm
Druck bei looo, wobei es sich in Dampf verwandelt, der so lange als
gesattigt gilt, als er noch mit der Fliissigkeit in Beriihmng ist".
Platzverschwendung, wenn z. B. nicht gesagt wird. warum das
Sulfidinverfahren mit organischen Basen durchgefiihrt wird oder
warum ein Ersatz des Argon in den Gliihlampen durch Krypton
die Lichtausbeute steigert. Wie ich an anderer Stelle einmal ausgefiihrt habe, hake ich das Nebeneinander von c h e m i s c h e r T e c h nologie und V e r f a h r e n s t e c h n i k fur durchaus begriilenswert.
Die Verfahrenstechnik ist durch ihre Problemstellung gezwungen.
den Stoff der chemischen Technik durchzuarbeiten und unter ganz
bestimmten Gesichtspunkten geordnet darzustellen. Die chemische
Technologie sollte aber ebenso den Stoff verarbeiten und immer herausstellen, warum man gerade so, wie geschildert wird, vorgeht oder
warum man a n verschiedenen Orten verschiedene Verfahren anwendet. Durch klare Herausstellung dieser Gesichtspunkte konnte
meiner Ansicht nach sehr vie1 mehr Interesse fiir den Stoff beim
Leser geweckt werden, wodurch naturlich die Lektiire erheblich
erleichtert wiirde. Zur Erleichterung des Verstandnisses tragt es
auch bei, wenn der Stoff s t i l i s t i s c h einwandfrei dargestellt ist,
wobei Satze wie: ,,Wasserstoff findet Verwendung zur Fiillung von
Luftschiffen, aber auch in der Weise, daB man die Hitze der Wasserstoff-Flamme, z. B. zum Bleiloten, oder die Hitze der WasserstoffSauerstoff-Flamme ausnutzt fur autogenes Schweilen und Schneiden
von Metallen, zur Herstellung synthetischer Edelsteine, zum Schmelzen von Quarz zu Geraten" unter allen Umstanden vermieden
werden sollen. SchlieDlich konnte das S a c h v e r z e i c h n i s . erheblich
verbessert werden, worin man z. B. die Worte Tetrachlorkohlenstoff
und Schwefelkohlenstoff vergeblich sucht, obwohl von diesem eine
Zahlenangabe und von jenem eine Gewinnungsmoglichkeit im Buch
enthalten ist. Die Herstellung von Schwefelkohlenstoff wird allerdings nicht beschrieben.
Durch diese Ausfiihrungen m6chte der Referent den Wert des
Buches in keiner Weise herabsetzen. sondern nur d a m beitragen.
daB das an und fiir sich sehr wertvolle Werk bei einer spateren Auflage gewinnt.
H. Dohe. [BB. 29.1
Handbuch der experimentellen Pharmakologie. Begr. V.
A. H e f f t e r . Erganzungswerk, herausg. v. W. H e u b n e r u.
J . Schiiller. 8. Bd. Mit 29 Abb. J . Springer, Berlin 1939. Pr. geh.
RM. 22,50.
Dieser Band des hier laufend besprochenen Werkes enthilt
2 Abhandlungen:
1. Lokalaniisthetica von W. Laubender (Frankfurt a. M.).
2. Rontgenkontrastmittel von (f. Hecht (Wuppertal).
Lokalanasthetica von Lazlbender: Aus dern chem. Teil dieser
Abhandlung, die eine ausfiihrliche ifbersicht iiber die synthetischen
Lokalanasthetica etwa der letzten 20 Jahre gibt, ist zu ersehen,
Angrwandle Chemrc
5.1 J e h r r 1'340 A'r.1.3/74
E i c h l e r : D i e U r s a c h e n der S u u r e - und A l k a l i u i i e c h t h e i t d e r o r g a n i s e h e n F o r b s t o / / e ttnd d e r e n Behebung
CS2-Dampf-Luft-Gemischen
von 4% bis annahernd zum Sattigungspunkt erstrecken und die Entziindungstemperaturen
der explosiblen Gemische sehr niedrig liegen - schon
heil3e Dampfleitungen konnen eine Explosion auslosen -,
ist beim Arbeiten an Behaltern, Leitungen oder Armaturen,
die CS, enthalten oder auch nur enthalten haben, stets
gro13te Vorsicht am Platze. Es ist zu bedenken, da13 elementarer
Schwefel, der mit Schwefelkohlenstoff in Beriihrung war,
diesen hartnackig festhalt. Behalter, die CS, gefiihrt haben,
miissen mit Wasserdampf griindlich ausgedampft werden,
ehe daran gearbeitet wird. 1st in ihnen am Boden eine
Schicht Schwefel vorhanden, so muB das Ausdmgfen
mehrere Tage geschehen.
Aber auch dann kann es
vorkommen, dal3 der Schwefelkohlenstoff in den unteren
Schwefelschichten nicht vollkommen entfernt ist. Der
Schwefel mu13 in diesem Fall mit funkenfreiem Werkzeug umgewendet und der Behalter von neuem ausgedampft werden, bis objektiv durch die Cu-xanthogenatReaktion CS, nicht mehr nachweisbar ist. Im iibrigen
konnte festgestellt werden, da13 selbst Meister, die jahrelang in diesem Industriezweig tatig waren, oft offensichtliche Gefahren nicht erkennen und ziemlich ahnungslos
an Reparaturen herangingen, was dann zu schwersten Unfallen
gefiihrt hat. Es sollte daher bei allen Arbeiten, bei denen eine
auch nur geringfiigige Gefahr besteht, stets ein Chemiker oder
Ingenieur zugegen sein.
Einqq. 7. Mar.? 1940. [A. 30.1
Die Ursachen der SBure- und Alkaliunechtheit der organischen Farbstoffe
und deren Behebung *)
V o n Dip1.-Ing. D r . H E R M A N N E I C H L E R , Sternberg (OstsudetPnlavd)
D
ie Saure- bzw. Alkaliunechtheit gewisser organischer Farbstoffe und ihrer Farbungen hat konstitutionelle Ursachen.
Augerdem scheinen A r t und GroBe der in die Fasern eingelagerten Farbstoffteilchen von Einflul3 zu sein, in1 Falle der tierischen
Fasern auch die chemischen Verbindungen, die zwischen Farbstoffsaureund den Aminogruppen enthaltenden Faserbestandteilen beini Farben gebildet werden. Die Saure- bzw. Alkalieinwirkung ist neben niechanischen Einfliissen auch bei anderen
Beanspruchungen der Farbungen ausschlaggebend, wie sie in
der Priifung auf Walk, SchweiB-, Laugen-, Sodakochechtheit
f estgelegt sind.
Vergleicht nian die Ergebnisse der Saure- mid Akaliechtheitspriifungen der Farbungen organischer Farbstoffe, so ergibt
sich, da13 die niedrigstmolekularen Glieder jeder .Farbstoffklasse, welche gleichzeitig die geringste Anzahl Chromophore
und auxochromer Gruppen enthalten, die geringsten Echtheitseigenschaften besitzen. Die meisten dieser Farbstoffe dienen
zufolge ihrer geringen Saure- und Alkaliechtheit in der analytischen Chemie als Farbindicatoren. Ihre Farbumschlage in
I&ung und deren Ursachen sind die gleichen wie die Farbanderung bei der Saure- oder Alkalibehandlung ihrer Farbungen. Die Erkenntnisse und Verhaltnisse, welche die Farbumschlage der Farbenindicatoren bedingen, stellen also gleichzeitig die Ursachen der Saure- und Alkaliunechtheit gewisser
organischer Farbstoffe und ihrer Fabungen dar. Aus den
konstitutionellen Unterschieden zwischen den Indicatoren und
den echten Farbstoffen der gleichen Reihe ergeben sich nachstehende R i c h t l i n i e n f u r d i e E r z i e l u n g groBerer
S a u r e - u n d A l k a l i e c h t h e i t der Farbungen, wie sie bisher
*) Literatur: H . Eichler, Mb. Gfiem. 70, 79
OH
OH
119371.
teilweise grootenteils unbewuat von E'arbstofferzeugern und
Fiirbern eingeschlagen wurden. Die quantitativen Zusammenhange zwischen Konstitution und Lage des Umschlagsintervalls sowie deren Verhderung mit der Konstitutionsanderung
und Substitution wurden von verschiedenen Forschern in den
Reihen der Azoindicatoren, Phthaleine, Sulfonphthaleine festgelegt (siehe die Arbeiten von Hantzsch, A . Thiel, Acree u. a. m.).
Der durch das oberwiegen der Hydroxyl- oder Wasserstoffionen ausgeloste Farbumschlag der Indicatoren wird durch
die nachstehenden Gruppierungen (a) im Molekiil bedingt. Der
vom Auge empfundene Farbumschlag erfolgt bei zahlenmuig
steigendern p~ von Farbtonen grol3erer zu solchen kiirzerer
Wellenlange, entspricht also einer Farbiinderung der Losung
oder Farbung im hypsochromen (negativen) Sinne, hedingt
durch die Bildung von Sauresalzen.
Der von den folgenden Gruppierungen (b) durch das UberWiegen der Hydroxylionen, also durch die Bildung von Alkalisalzen ausgeloste Farbumschlag, welcher bei zahlenmdig
steigendem PH von Farbtijnen kiirzerer zu solchen lhgerer
Wellenliinge erfolgt, entspricht einer Farbinderung der Lijsung
bzw. der Farbung im bathochromen (positiven) S h e .
Die Fahigkeit dieser Gruppierungen im Molekiil, die
verschiedenen Umschlagsfarben der Indicatoren zu bilden,
ist an das gleichzeitige Vorhandensein und Zusammenwirken
von Chromophoren und auxochromen Gruppen 1. Ordnung
(OH-, NH,-) gebunden. Diese Gruppierungen bilden durch
h d e r u n g der Struktur, der Ionisationsverhaltnis, in einigen
Fallen vielleicht auch durch Anderung des Dispersitatsgrades
nach Ansicht verschiedener Forscher (Huntzsch, Thiel. Acree,
Harrison, W . Ostwald) die verschieden gefarbten Grenzformen
aus, verursachen also dadurch den Farbumschlag.
OH
dngewandte Chemie
53.Jahrg.1840. Rt.81/22
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