close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Die Hilfskasse des Vereins deutscher Chemiker braucht Mittel um ihrer sozialen Aufgabe gerecht zu werden!.

код для вставкиСкачать
Zeitschrift fur angewandte Chernie
I
~~
40. Jahrgang S. 41-68
~~
Inhaltsverzeichnis Anzeigenteil S. 9.
I
13. Januar 1927, Nr.2
Die Hilfskasse des Vereins deufscher Chemiker braucht Miffel
urn ihrer sozialen Aufgabe gerecht zu werden!
Die Hilfskasse hat durch die Inflation ihr ehemals recht ansehnliches VermBgen verloren. Am 1.Januar 1924 verfiigte sie iiber nur 1OOO M. Das Kuratorium mubte daher wiederholt in den vergangenen 2*/, Jahren die Mitglieder
um freiwillige Gaben bitten, um die grobe Not unserer Fachgenossen und oft auch ihrer Hinterbliebenen wenigstens
einigermakn zu lindern. Die Sammlungen haften den erfreulichen Erfolg, dab wir insgesamt rund 63000 M. als
Spenden erhielten, wovon allerdings 40000 M. allein auf die Jnferessengemeinschafi der Farbenfabriken" fielen.
Verausgabt wurden insgesamt bis zum 30. November 1926 nahezu 46000 M., also mehr als zwei Drittel des
Erfrages unserer Sammlung. Die Hilfskasse verbrauchte im Jahre 1926 rund 26000 M., konnfe mit dieser Summe
nur notdiirffig und zbgernd den an sie herantretenden Anforderungen nachkommen, so dab dem Kuratorium nur noch 17000 M. fiir Unterstiitzungen zur Verfiigung stehen. Fiir das Jahr 1927 werden bei der noch
immer bestehenden Stellungslosigkeit, besonders unserer iilteren Mitglieder, die zur Verfiigung stehenden Mittel
nicht ausreichen, urn d e r Hilfskasse die Erfiillung ihrer wichtigen sozialen Aufgabe zu ermbglichen.
Deshalb miissen wir uns erneut an die Firmen und Einzelmitglieder mit der dringenden Bitte wenden:
Gedenkef der Hilfskasse
und der iiltere n, in Not gerafenen Vereinsmitgliederl
Alle Zahlungen werden erbeten auf Postscheckkonto des Vereins: Berlin 78853 oder auf
sein Konto bei der Dresdner Bank, Depositenkasse K.,Berlin I Zahlkarte liegt diesem Heft bei l
Verein deufscher Chemiker E. V.
Kuratorium der Hilfskasse: Klages, Raschig, Wimmer
Alexander Gutbier.
Ein Nachruf
von GUSTAV
F. HUTTIC.
(EIIlp2g. 13. K3,V. 1926)
LL C; u t I) i e r wurde am 21. Marz 1876 als Sohn des
Fabrikbesitzcrs li. G u t b i e r zu Leipzig geboren. Er
studierte an der l'echnischen JIochschule in Dresden sowie an dcn Universitaten Zurich, Munchen und Erlangen.
Seine Lehrer in dieser Zeit waren W. H e m p e l ,
0. F i s c h e r , insbesondere aber A. W e r n e r , der die
ilrbeitsrichlung A. G u t b i e r s wahrend langer Jahre in
entscheitlender Weise beeinfluDte, sowie F. F o e r s t e r ,
zu den1 der 1.erstorbene bis zu seinen letzten Tagen eine
tief gehende Verehrung bewahrte. l m Jahre 1899 promovierte e r in Erlangen mit der Arbeit: ,,Beitrage zur
Kenntnis der Rosinduline" und habilitierte sich daselbst
drei Jahre spater mit einer Arbeit: ,,Studien uber das
Tellur". Im Jahre 1907 erhielt e r einen Ruf als ordentlicher 1'1 ofessor an die TJniversitat Montevideo, den e r
ablehnte. In1 gleichen Jalire wurde e r auflerordentlicher
Professor in Erlarigen urid folgte im Jahre 191% einer
Berufung als ortlentlicher Professor fur Elektrochemie
und chernirrhe Technologie an die Technische Hochschule in Stuttgart, woselbst e r in den letzten Jahren die
anorganische Chemie uiid die anorganisch-chemische
Technologie vertrat. WBh rend des Krieges wurde e r mit
den hoclisten Suszeichnungen bedacht und schied zu
Kriegsende als Hauptmann aus dem Heere. In Stuttgart
wurde el. zwei Jahre hintereinander - ein Zeichen einer
selten groflen Reliebtheit und Anerkennung - zum Rektor gewiihlt. Als inan in1 Jahre 1922 an der Universitat
AnEew. Chernie 1 9 2 7
Sr. 2
Cesc hii ft sf ii hr un g : Scharf
Jena daran ging, iiii chemischen Laboratorium wesentliche Erweiteruiigsbauten vorzunehinen sowie den cheniischen Unterricht daselbst neu zu organisieren und insbesondere, dem Zuge der Zeit Iolgend, die anorganische
und physikalische Chemie hierbei mehr als bisher zu
beriicksichtigen, betraute man A. G u t b i e r mit der
Durchfuhrung dieser Aufgabe, indem man ihn als Direktor des chemischeii Laboratoriums berief. Diesem neuen
groDen Pllichtenkreis waren seine letzten vier Lebensjahre gewidmet - aber noch weit mehr als das: In
groflzugigster Weise griff e r in die Gesamtorganisation
der Universitiit ein, eine Tltigkeit, die in der Schaffung
einer selbstandigen, von der philosophischen unabhangigen mathematisch-naturwissenschaftlichen FakultHt
ihren sinnfalligsten Ausdruck findet. Nachdem e r den
Hauptanteil der vorbereitenden Arbeiten geleistet hatte,
wurde e r im vorigen Jahre der erste Dekan dieser
jungen Fakultat, urn dann nach Ablauf dieses Dekanatsjahres zu Ostern 1926 die hochste akademische Wurde,
die eines Rector magnificus zu erlangen. Als Rektor
der Universitat Jena ist A. G u t b i e r gestorben.
Von einer kaum zu uberbietenden Fulle und Mannigfaltigkeit ist die Reihe der wissenschaftlichen Veroffentlichungen, die e r und seine Schule der chemischen Literatur geschenkt haben. Sein wissenschaftliches Vermachtnis betrifft alle Zweige der anorganischen Chemie, die in
dem letzten Vierteljahrhundert irgendwie als wichtig
oder bedeutungsvoll hervortraten. Seine ersten Arbeiten
sind - wie dies an der letzten Jahrhundertwende an den
deutschen Univcmitiiten fast eine Selbstverstandlichkeit
war - o r g a n i s c h - c h e m i s c h e n Problemen ge-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
128 Кб
Теги
ihre, deutsche, mittel, die, chemiker, werden, brauch, hilfskasse, soziales, gerecht, aufgaben, des, verein
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа