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Die Indi-Lichtlehre. Von Werner Kroll. Verlag Otto Hillmann Leipzig 1930. Preis RM

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Vereine u. Versammlungen - Personal- u. Hochschulnachrichten
Basis Kupfer niit Zink. Sie ist inzwischen veroffentlichtj).
Besonders genau untersucht wurde d e r Bereich von 70 bis
50% Cu und 0 bis 6% Sn, in dem d i e Abgrenzungen der zahlreichen verschiedenen Phasengebiete in allen Einzelheiten besrinimt a e r d e n konnten. Damit sind insbesondere die beiden
Iechniscli \vichtigen reinen Cu-Zn-Sn-Legierungen, Konderisatormessing (70% Cu, 2976 Zn, 1% Sri) und Marinemessing
(62% Cu, 37% Zn, 1% 8n) erfafit, sowie die Grundlage fur die
Eeurleilung der Wirkung von verschieden groBen Zinnzusatzell
zum Messing gegeben.
VEREINE UND VERSAMMLUNaEN
Vorfragsreihe der Arbeitsgemeinschaft
Deutscher Betriebsingenieure
am 19. Februar, 19.45 Uhr, in der Aula der Technischen Hochschule Berlin, Reg.-Rat Dr. W i e d e r h o 1 t : ,,Chernische Oberfluchenbehandlung."
PERSONAL- UND HOCHSCHULNACHRICHTEN
tRedaktionsschlu6 far ,,Angewandte" Mittwoohs,
fur ,,Chem. Fabrlk" Sonnabends.)
Prof. Dr. A. K o t z, Vorstand des Chemisch-Technologischen
Instituts der Universitat Gottingen, feiert am 15. Februar seine11
60. Geburtstag.
Dr. H. J. G o l d s c h m i d t , Prof. fur Chemie i. R.,
Gottingen, feierte vor kurzem sein goldenes Doktorjubilaum.
Anlafilich des 5Ojlhrigen Jubilaums der Landwirtschaftlichen
Hochschule Berlin wiihlte der Senat: zu E h r e 11 b u r g e r 11 :
Prof. Dr. F. E h r 1 i c h, Breslau, in Anerkennung seiner grundlegenden landnirtschaftlich-chemischeri Arbeiten ; Dr.-Ing. e. 11.
Dr. phil. rer. nat. h. c. J. P f 1 e g e r, Deutsche Gold- und SilberScheideanstalt, Frankfurt a. M., fur seine hervorragenden Verdienste auf dem Gebiete der Schadlingsbeklmpfung; Prof.
Dr. phil. A. S c h tn i d t , Frankfurt a. M.-Hochst, Vorstandsiiiitglied der I. G. Farbenindustrie A.-G., in Anerkeunung seiner
hervorragenden Verdienste auf dem Gebiete des Pflanzenschutzes; Prof. Dr. T a u t e , Ministerialrat in1 Reichsministerjum des Innern, Berlin, wegen der tatkraftigen Forderung
d e r chemo-therapeutischen Arbeiten an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin;
zuni Dr. a g r o n o t n i a e e h r e n h a l b e r :
Prof. Dr. 0. E c k s t e i n , wissenschaftlicher Beirnt des Deutschen Kalisyndikats, Berlin, fiir hervorragende Forderung
der deutschen Kunstdiingerwirtschaft und d e r Iandwirtschaftlichen Forschung; Geh. Rat Prof. Dr. phil. Dr.-Ing. e. h.
W o h 1 , Danzig, wegen seiner fur die Landwirtschaftswisseiischaft so bedeutungsvollen Entdeckungen besonders auf dem
Gebiete d e r Zucker- und Hefeforschung.
W. R. W e b b , bisher Direktor der Kodak A.-G., Fabrilc
Berlin-Copenick, hat die Leitung der Konzernfabrik in England
iibernoinmen. An seiner Stelle wurde F. R o b i n s o n Z u n i
Direktor und I)r. H. W i e g n e r zuin stellvertretenderi Direktor
der Copenicker Fabrik ernannt.
Dipl.-Ing. Dr. techn. V. S c h w a r z hat sich nach achtjlhriger praktischer Tatigkeit in der chemischen Industrie als
Patentanwalt in Hamburg niedergelassen.
NEUE BUCHER
(Zn beziehen, soweit im Bochhandel ersehienen, dureh
Verlag Chemie, Q. m.b. H.,Berlin W 10, Corneliusstr. 3.)
titomenergie und Weltallkriifte. Von Ludwig K a u 1. Verlag
W a l h n a r H&mlam, BerlinLSteglitz 1930. Preis RM. 6,-.
Die Indi-Liehtlehre. Von Werner K r o 11. Verlag Otto Hillmana, Leipzig 1930. Preis RM. lo,-.
Seit die beriihniten Fuhrer der indischen Theosophen,
Annie B e s a n t und Charles W. L e a d b e a t e r , ini Jahre
1908 ihre Occult Chemistry drucken lieoen, durch die die Welt
zum ersten Male mit liebevoll ausgefiihrten Abbildungen von
Atomstrukturen beschenkt wurde, ist eine grolJe Reihe von Abhandlungen erschienen, die unabhangig von den Wegen der
~5 ) 0. B a u e r u. M. H a n s e n , Ztschr. Metallkunde 22,
3%-391 u. 405-411 [1930].
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141
Neue Bucher
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Wissenschaft das Innere der Atome zu erforschen bestrebt
sind. Zur Erklarung und Entschuldigung der Occult Chemistry
kann man anfuhren, dai3 sie zu einer Zeit verfai3t wurde, als
die Wissenschaft sich noch nicht recht a n die Frage der Atomstruktur heranwagte - die B o h r sche Atomtheorie wurde bekanntlich erst 1913 entwickelt .-, da13 also dainals dern Glauberi
auf diesem Gebiet ebenso freier Spielraum gelassen war wie
in den vielen nnderen Fragen, die auf3erhalb des Bereiches der
Wissenschaft liegen; auch war in d e n Schriften von B e s a n t
urid L e a d b e a t e r stets mit Stolz der ,,okkulte" Ursprung
ihrer Kenntnisse betont. Im Gegensatz dazu ist es ein besonders
unerfreulicher Zug der spateren Publikalionen, dal3 sie ihre
Lehren unter dern Schein wissenschaftlicher Ergebnisse vorbringen, ohne dai3 die Met.hoden, nach denen die neueren
Autoren arbeiten, von de r mystischen Schau der Theosophen
aesentlich verschieden waren. Leider mui3 man aus der gewaltigen Flut dieser Literaturgattung schlieflen, daB es gar nicht
wenige Leser gibt, denen es vor allem darauf ankommt, die
mit Zuversicht vorgetragene Behnuptung zu horen, da13 der
Autor alle Ratsel dieser Welt gelost hat. Wenn erklart wirtl,
dai3 nicht nur der Aufbau samtlicher Atome erkannt wurde,
sondern daB damit gleichzeitig auch das Wesen der Schwerkraft, die Wirkung de r Enzyme, der Ursprung des Lebens und
samtliche kosmogonischen Probleme endgultig gedeutet sind,
so benierkt eine gewisse Klasse von Lesern offenbar gar nicht,
dat3 die ,,Theorie" des Autors viel zu nebelhaft ist, uni auch
nur die bescheidenste der Bufgaben wirklich zu losen, die die
rnit Verachtung behandelte Wissenschaft geklart hat, sagen wir
z. B. die Berechnung d e r Linien des Wasserstoffspektrunis.
Es ist selbstverstandlich zwecklos, an dieser Stelle alle
diese pseudo-wissenschaftlichen Schriften, die jeder Zeitschriftenredaktion in Massen zugesandt werden, auch nur dern Titel nach
zu nennen. Wenn hier fur zwei Biicher eine Ausnahme gemacht wird, so geschieht dies durchaus nicht, weil sie e t a a
wertvoller waren als de r Rest, sondern tiur deswegen, weil sie
besonders typisch sind, weil sie nicht im Selbstverlag erschienen
sind, sondern sich deutsche Verleger fur sie fanden, und weil
sie buchtechnisch besonders sorgfaltig hergestellt sind, so dalJ
ihr hoher Preis eine spezielle Warnung vor ihrer Anschaffung
rechtfertigt. Dat3 beide Autoren ganz von demselben Geisfe
beseelt sind, wird ein Vergleich der Titel und weniger Zitate
sofort deutlich machen. ,,Atomenergie und Weltallkrafte, ausnahtnefreie Gesetzgebung in Physik und Chemie", so nennt
K n u 1 sein Buch. Auf dem Einbarid ist bereits das wunderschone Bild des Kohlenstoffatoms zu sehen, sechs von Linien
durchzogene Kreise, die einen inneren, mit dunklen Felderii
geschniiickten Kreis utngeben. Woher dem Autor die Offenbarwig d i m r AtoIIIFitruMur klam, bleibl ebenso un~erkllrtwie
etwa seine Mitteilung, daB der Geruch ,,ein Exponent galvanischer Energie" ist, oder det3 der ,,Unus" ein Viertel des
Wasserstoffatonis betrlgt.
K a u l s Werk niit seinen 220 Seiten und 9 Strukturtafeln
wird aber wohl doch noch weniger Gluck machen als die ,,IndiLichtlehre" K r o 11 s , deren bisher erschienener erster Teil
bereits fast ebenso stark ist. Denn nicht nur, dai3 diese Lichtlehre irn Untertitel ,,ein Begreifen von Gott, Sonnen, Menschen
und Atomen" verspricht, ist de r Autor auch ein Meister des
Pinsels, und die drei dem Buch beigegebenen Tafeln sind in
Farben ausgefuhrt. Violett auf grauem Grund ist das quallenartige Gebilde des Wasserstoffs, aus roten Kugeln und Kreisen
besteht das Uran, wlhrend das Eisen e in Gewirr von grauen,
gelben und roten Scheiben darstellt. ,,Es ware eine Sunde,"
sagt der Autor, ,,wenn ein Kopf, welcher dort neue Wege sieht,
wo der Forscher itn Nebel tappt, seine Gedanken fur sich behielte", und darum fuhrt e r d e n Begriff des ,,Indi" ein. ,,Das
Indi in Ruhe gedacht, ware gleichbedeutend mit einem Nichts."
Wir wollen es Herrn K a u 1 iiberlassen, sich kritisch zu
der ,,Indilehre" zu lui3ern, wahrend Herr K r o 11 es vielleicht
einmal unternimmt, seine Ansicht iiber den ,,Unus" zum besten
zu g e k n . Oder im Ernst gesprochen: eine Wirkung wissenschaftlicher Kritik solcher Bucher ist fast ausgeschlossen, da ja
die Leser, fiir die sie berechnet sind, blinden Glauben dem
Wissen vorziehen; aber wenn es eine Vielheit einander widerstreitender Glaubenslehren gibt, mogen manchem Leser vielleicht doch Hedenken konimen, sich einern bestimmten der
Propheten vollig anzuvertrauen.
Pnnelh. [BB. 381.1
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