close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Die Jahresberichte ber die Ttigkeit der Technischen Aufsichtsbeamten der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie.

код для вставкиСкачать
41
Rheinfels: Die Jahresberichte iiber die Tatiglreit der Techn. Aufsichtsbeaniten usw.
[Zeitsc!lr.fin a n g ~ \ * .
Chemie. 43. J . 1930
__
1. R e g e l n i a I j i g e r V e r k n u f s p r e i s in Mengeri
yoti 1 bis 5 1 Raum . . . . . . . 7,55 R M . je 1 Rauiti
von iiber 5 bis 25 1 Raum . . . . 7,lO RM. je 1 Rauni
von 25 bis 100 1 W. . . . . . . . 6,72 R M . je 1 \V.
voti iiber 100 bis 280 1 \V. . . . . 6,60 RM. je 1 W.
voti iiber 280 1 W. . . . . . . . 6,30 Rhl. je 1 W.
2. B e s o n d e r e r e r iii Ii I3 i g I e r V e r k n u f s 1) r e i s
liir H d t n i t t e l Zuni vorwiegend lulJerlichen Gebrauch, Hiechutid Sc hon hei tsnii t tel.
voti 1 bis 5 1 Rauni . . . . . . . J,18 RM. jr 1 Raum
von iiber 5 bis 25 1 Ilauni . . . . . 4,lO R M . je 1 Raurn
von 23 bis 100 1 W. . . . . . . . 3,8S RM. je 1 W.
yon iiber 100 bis 280 1 W. . . . . 3,80 HM. je 1 W.
\ O H iiber 280 1 W. . . . . . . . 3,60 R M . je 1 W.
3. A 1 1 g e m e i n e r e r i n 1 B i g t e r V e r 1~a u f s p r e i s
zur ittivollstandigen Verglllutig in Mengen
yoti 50 bis 100 1 W. . . . . . . . 0,80 HM . j k 1 W.
\ o n iiber 100 bis 280 1 W. . . . . 0,78 RM. je 1 LV.
1011 iiber 28!J 1 W. . . . . . . . 0,70 RRI. je 1 W.
In besonderen Fallen wird bei groi3eren Xbschliissen d e r Verkaufspreis von 0,TO RM. auf 0,47 RM.
je 1 W. herabgesetzt. Im J a h r e 1924 betrug dagegeii
der nllgemein ermai3igte Verkaufspreis 03.1 RM. je 1 W.
bei Abnahnie von iiber 600 1 W. Bei 'diesen Preisen ist
zu erwarteii, dni3 d e r absolute Alkohol in noch groflereni
Umfange als bisher in der chemischen Industrie Verwendung findet.
Die Herstellung des absoluten Alkohols ist in
Deutschland nur der Monopolver~~~altung
vorbehalteii,
da d i e Entwasserung ldes Spiritus eine Reinigung ini
Sinne 'des 9 29 des Gesetzes iiher das BranntweinmoniJpol hedeutet'?). Die Selbstherstellung von absolutein
Alkohol ohne die Ge8nehmigung dcr M o ~ i o p o l ~ e r ~ ~ a l t ~ i i i ~
stellt einen Versto5 gegen d a s Monopolgesetz dnr und
wind nach d e n Strnfvorschriften des Monopolgesetzes ge[A. 160.J
a hnfdet .
13) F r i t z w e i 1 e r , Zur Frage de r Selbstherstellung \ o n
absolutein Alkohol, Pharinnz. Ztg 1929, 87. 189.
Die Jahresberichte iiber die Tatigkeit der
Technischen Aufsichtsbeamten der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie.
Von Dr.sIng.
RHEINFELS,
K61n.
(Eingeg. 31. August 1929.)
hebliches iibersteigt. Da in kleinen Betrieben e i t i
schwerer Uiifall eines Familienvaters schon g r o h Verschiebungen h d i n g t , mui3te zur Wahrung des genosswschaftlichen Prinzipes ein Weg gefunden werden, der
hierbei 'die Gro5e und Gefahr des Betriebszweiges beiicksichtigt. Die genauen Grenzen, die zwischen 20 und
YO% der hbweichung schwanken, findet d e r Leser anf
Seito 6 des jedeni Betriebe zugesandten Gsfahrtarifes.
L) i 0 u n fall v e 1-11u t e nd en A 11 sgab en ein e s Bet r i e b es g ehoren also zu den werbenden, ganz abgesehen von den
sonstigen Storungen, 'die jeder Unfall im Gefolge hat.
Die Berichte der Technischen Aufsichtsbeamten behandeln n l l e gleiclimiifiig: I. Bernerkenswerte Unfille uiid
I3eruf serkron k u n g m , I I. Xla5na hm en zii i h rer Verhiilung,
111. Mai3nnhnie,n fur eine ~ i r k s n m e,,Erste Hilfe" uncl
1V. Allffemeines. Zu I werden Zahlen gebrncht, d i e abgetuiiidet im Berichte Iiir 1928 u. a. sagen, mdai3 nus 14 500 Betrieben niit 400 000 Vollbeschiiftigten (je 300 Arbeitstaggr?
nrigeiioniriien und Betriebsheanite eingeschlossen) 33 000
Unfalle gemeldet sind, eine Zahl, d i e nber wenig bedeute-i- gegeniiber 2-100 elitschadigten Unfallen und 50
r,er~ifset.krankunjieii; von denen 200 zum Tode fiihrten.
Es folgt die Erorterung der Unfallursachen und der
Schuldfrage; Schuldige wurden teils fur d i e Aufwendung ~ r i der Berufsgenosseiiscli3lt ers;itzpflichtig gemacht,
teils i n Geldstrafen genoninien, und zwnr konnen nl:!ht
i\rbeitgeber uiid deren Vertreter, sondern i n
1) Abgesehen davon, daO \\oh1 nlle Uerufsgeiiossetiscli~i~teIi i i i i r
auf Wurisch gern ihre Berichte abgeben, sei erwiihnt, daB sie
schwererea Fiil1e.n auch Arbeitiiehiner zu GeldstraCciL
urigekiirzt als ,,Sonderheft Zuni Reichwrbeitsblatt" (Verlag Reihermgezogen werden.
mar Hobbing, Berlin) ersclieineti. AuBerdein pflegen FarhzeitY,cnierkenswerte Einzel- uiid hlassenunfallc sind in
schriften Ausziige zu britigeti oder nuch vollstaudige Abdrucke,
g-:wWer Zalil aufgefiihrt, und zwar geordnet n:ich deii
wie z. B. die ,,Cheniische Induatrie" i n Nr. 37 voni 6. Juli 1939,
Gruppe!~ der anitlichen Statistik, so daB jeder Jas fiir
allerdings ohne das Tabelleii\verli. Die Llerufsgeriosseiisc.haft
ihn UelungIeiche leicht hcrnusfinden knnn.
der cheniischen Iridustrie, Berlin \V 10, gibt ihren hlitgliedern
Die Hauptgruppen lauten, Unfiille an oder durch:
regelmal3ig bekannt, da13 die Ilefte, aucli in grB1Jerer %ah],
1. Kraftmnschinen; 2. Triebwerke; 3. Arbeitsmaschinen;
lcostenlos abgegebeti werden, utid da13 es enviinscht ist, sie bei
den Betriebsbeartiteii, Neisterri, 1Jiifallvertraueiisttiantter~iutid
4. Hebernaschinen; 5. Dainpfkessel, Dampfkochapparate,
Hetriebsrat unilaufeti zu lassen, weil wohl kein Leser sie, ohne
Danipfleitungen; 6. Sprengstoffe; 7. feuergefahrliche,
atigeregt zu seiti, wieder aus der Hand legt. In einer Zeit aber,
heii3e und atzends Stoffe usw.; 8. Zusanimenbrucli, Eini n der man nebeii der nienschlichen Seite auch die wirtschaftsfurz, Herab- un.d Unifnllen von Gegenstanden; 9. Fall
liche Bedeutung der Unfallverhiitung fur Volks- wid Einzelwirtvon Leitern, Treppeii us\\'., aus Luken usw., in Verschaft erkannt hat, sollte allgetnein hiervon weitest gehender
tiefungeii
usw.; 10. Auf- und Abladeii von Hand,
Gebrauch gemacht werden.
Heben, Tragen usw.; 11. Fuhrwerk; 12. Eisenbahnbetrieb.
2) Ztschr. angew. Chetn. 42, 2'27 [1929].
Xlljahrlich wird von den Technischen Aufsichtsbeuinten aller Berufsgenossenschaften ein Jahresbericht
erstattet, der eiriheitlich zusanimengefai3t der Offentlichkeit iibergeben wird. Dieser Bericht bringt wertvolles
Material nus dern Erfahrungsschatze der Beaniten, aber
nuch 'die Zusamnienstellung iind Auswertung der amt1 i ch en Stilt i st ik ; ne ben einer Aus\\ahl b em e r ken swe r t e r
Unfiille erscheinen vor nlleni auch Beschreibungen neuer
Schutzrorrichtungeii.
Da der Praktiker hieraus nianche Lehre fur sich
xiehen kann, wer,den diese Neuerungeii auf dem Gebietc
des Unfallschutzes seit zwei Jahren von der Zentralstelle
fiir Unfallverhiitung nus den1 Uerichte aller Berufsgenossenschaften zii einem Buche ,,Neuartige Schutzvorrichtungen" vereinigt. Besonders den groi3eren Betrieben der cheniischen Industrie kann dieses Buch eiiipfohlen werdenl), weil sich dort die verschiedenartigsten
Maschinen, also auch solche der niechnnischen Gewerbezweige, vorfinden
Nachdem ich d i e \:olks~\-irtscliaftliclie Seite schon
liurz erlautert habe", sei hier erwiihnt, dai3 jeder Unfall
sich unmittelbar auf d i e Hohe d e r Jnhresumlage aus\v i rlr t , we.nn 'dadu rch d i e G esa in t be1a x t ung des Bet r i eb ea
derartig erhoht wird, dai3 sie die Durchcc1inittsbelastun:r
nller verwandten Betriebe (,,Gefahrklasse") urn eiii Er-
13. Schiffahrt und Verkehr zu Wnsser; IS. Tiere einsch!.
aller Unfalle beini Reiten; 15. Handwerkszeug und einlncho Gerate; 16. elektrische Leitungen und 17. versch i eden e U r sachen.
Die fur die cheinische Industrie typischen Unfalle
sind ini allgemeinen zu finden unter d e n Gruppen:
,,Danipfkessel, Dampfkochapparate, Dampfleitungen und
Druckgefifie" und ,,feuergefahrliche, heii3e, ltzende und
giftige Stoffe, Sprengstolfe".
Aber auch ini Kapitel
.,Arbeitsmaschinen" ist inanches von allgeitieiner Bedeutung, wie z. B. das iiber Pressen, iiisbesondero
Seifenpressen, Gesagte; an 8 e s e r Stelle einen Auszug
nus dem Auszuge zu bringen, fehlt leider der Platz.
In friiheron Berichten ist eine g r o h Tafel zu finden,
die dieso 17 Gruppen zu S3 Spalteri aufloste; sie w i d jetzt
nur noch handschriftlich fur den inneren Gebrauch hergestellt, wiihrend dio amtliche Statistik mit 766 Ziffern
und 28 weiteren fur die Arbeitstltigkeiteib bei denen
sich Unfiille ereigneten, zu unifangreich ist, um ganz
nbgedruckt zu werden; ein Auszug mit den Hauptgruppen A bis R ist aber im Berichte gebracht. Diese
genaue Statistik d e r einzelnen Vorgange zeigt durch
liiiufige Wiederkehr bestimntter Unfalle, welche Stellen,
z. B. a n Maschinen, gefahrlich und daher verbmserungsbediirftig sind, und in bestinmiten Bereichen hat man
nachweisen konnen, daB einzelne Fabrikate von Ma.chinen unfalltechnisch besser als andere durchgebildet
waren. Da die Empfehlung durch d i e Berufsgenossenschaften eine billige ist und starke Werbekraft hat, kann
den Maschinenfabriken n u r eriipfohlen werden, auch d e n
Schutzeinrichtungen groBte Benchtung zu schenken. Der
Kiiufer aber kann riicht oft geniig zur Wahrung seiner
eigenen Belange auf d i e Beachtung des 9 1 des Nachtrages 'zu d e n Allgenieinen Unfallverhiitungsvorschrifteii
liingewiesen werden, der von ihni beim Kaufe verlangt,
daB er die Mitlieferung der Schutzvorrichtungen vereinbart. Schon in vielen Fallen haben wir die kostenlose Nachlieferung erreichen konnen, und in jedem Falle
wird d e r rnitgelieferte Schutz billiger und doch vollkoniniener sein als der nachtraglich angebrachte.
Eine anldere Tafel aber ist geblieben. Diese verteilt
die gesamten entschBmdigten, also nur die schwereren Unf i l l 0 zahlenrnai3ig auf die obengenannten Hauptgruppeii
1-17 und in waagerechtcn Zeilen iioch nach den verschiedenen Gruppen, Klassen und Arten der Reichsgewerbestatistik, die die Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie nusmachen, bzw. gegen andere Berufsgenossenscliaften abgrenzen. Unsere Mitglieder gehoren
den Gewerbegruppen 111, VII, VIII, X, XI unld XI1 a:),
woraus &on hervorgeht, daB die Berufsgenossenschaft
weitere Kreise als d e r Begriff ,,Cheniische Industrie" umfafit. Die cheniixhe In~dustriein1 engeren Sinne hatte bei
Griindung der Berufsgenossenschaft die Gruppennummer VII und lolgende Gewerlmklassen u n d -arten,
die spater weiter unterteilt und umgeordnet sind, aber
heute noch in der Fassung von 1884 gefiihrt werden, weil
so der Zweck d e r Abgrenzung besser erfiillt wird als
durch haufigeren Wechsel rnit deni der Reichsgewerbestatistik: a) Cheinische GroBindustrie; b) Sonstige Verfertigung cheniischer, pharniazeutischer und photographischer Praparate; c) Apotheken; d l ) Herstellung voii
Farbenrnaterialien rnit AusschluB der Teerfarben;
d2) Verfertigung von Bleistiften, Pastellstiften, Kreiden;
d3) Anilin- uiid Anilinfarbenherstellung; 64) Herstellung sonstiger Steinkohlenteer- und Kohlenteerderirnte; e l ) Herstellung von Explosivstoffen, 82)
Ziindwarenverfertigung; f l ) Abfuhr- und Desinfektionsanstalten; f2) Herstellung kiinstlicher Dtingestoffe;
1'3) .Ibdeckerei. Fast restlos gehort auch Gruppe VIJI.
die Industrien der forstwirtschaftlicheii Nebenprodukte,
Leuchtstoffe, Seife, Fette, 610 und Firnisse, dnzu, und
zwar niit den Klassen und Arten a l ) Holzkohlen-, Holzteer- und Rufigewinnung; a2) Harz- und Pechgewinnung; c l ) Talgsielderei, Talglierzenherstellung,
Seifensiederei;
c2)
Stearinunld
Wachskerzenherstellung; el) Kolileiiteer~ch~\elerei,Betriebo fur
Mineralole, Gasather usw. fur Paraffinkerzen, Petroleumraffinerie; e2) 'I'ranhrennerei, Leder- und Wageiischniiereherst ell ung ; e3) H erst el lung von atherischen
olen und Parfiinis; 4) Verarbeitung von Harzen und
Verfertigung von Firnissen und Kitten. AuBerdem noch
nus Sder Gruppe 111: c2) Salinen; aus K: a3) Dachfileund Dachpppefabriken; c3) Verfertigung von Gummiund Guttaperchamaren; aus XI: a ) Impragnieranstalten
ni i t A usna hni e de r j en ig en, w el che vorwiegend Holzzurichtung betreiben; und aus X I I : c3) Herstellung von
kiinstlichen Mineralwiissern.
Man sieht auf dieser statistischen Tafel z. B., dai3
1028 bei der Herstellung von Sprengstoffen in ganz
Deutschland n u r 61 entschadigte Unfalle eingetreten
sind rnit 18 Todesfallen. Dieses sind aber nicht etwa
alles Sprengstoffunfalle, sondern in Wirklichkeit nur 21,
davon (12) ,,Todesfalle", wahrend von dem Rest0 10 (1)
auf ,,Fall von Leitern usw.'' fallen, 8 (-) auf ,,Arbeitsmaschinen" und die anderen in noch kleineren Zahleii
auf die iibrigen Gruppen der Unfallstatistik. Die hiichste
Zahl mit 632 (57) erreichte d i e GroDindustrie, d i e a b e r
zahlenmaBig mehr Leute und Maschinen beschaftigt.
Dann kommt die ,,Sonstige Verfertigung chemischer,
pharmazeutischer und photographischer Praparate" mit
469 (36) Urifallen und in grofiereni Abstande d i e Anilinfarbenfabrikation rnit 299 (!?A), der d i e Gummiindustrio
mit 279 (9) schnell folgt. Von den 279 haben sich 108
a n Arbeitsrriaschinen ereignet, in der Xnilinfabrikatioii
dagegen nur 37; bei ihr a b e r fallen 52 (11) auf feuergefahrliche, heii3e und atzende Stoffe, dort nur 11 (4) usf.
Man sieht daraus, uiid aus der Tafel selbst bei aufmerksamer Betrachtung noch ~ n e h r ,wo jeweils die Hauptgefahren stecken und worauf das Hauptaugenmerk zu
richten ist.
Uni solche Vergleiche genauer durchfiihren eu
konnen, gibt eine andere Tafel an, wieviel ,,versicherte
Personen" (vollbeschaftigte und freiwillig versicherte
Unternehnier und Biirobeamte) in diesen G e w e r b e
gruppen tatig waren. Hiernach beschaftigt d i e Sprengstoffindustrie in 110 Betrieben rund 11 000 Personen, d i e
Grofiindustrie in 172 Betrieben 73 000.
Bemerkenswert ist noch die Zahl 449 (11) fur den
Fa11 von Leitern usw., d i e zeigt, wie berechtigt 0s ist,
wenn d i e Leitern bei den Hevisionen scharf kritisiert
werden, wozu leider meist reichlich Veranlassung ist.
Die vorhin erwahnte neue Unfallstatistik A-R
inui3, ihrer schuierigeren Zusammenstellung wegen, ein
J a h r nachhinken, kann also n u r rnit derii vorjahrigen
Berichte verglichen werden und zeigt, wie in d e r
chemischen Industrie tatsachlich Maschinen aller anderen Gewerbe vorkonimen; sie beriicksichtigt allgemein
auch d i e ,,vorgekoninienen" (gemeldeten) Unfalle und
weist weiter d i e Unfalle d e r Jugendlichen in obiger Aufteilung gesondert nach; ebenso Augenverletzungen und
Verbrennungen. Man sieht, dai3 auch in der chemischen
Industrie rnit mehr als 7500 gemeldeten Unfallen der
Transport schwerer Lasten die groDte Roll0 spielt; dann
mit 4600 das ,,Fallen usw.", und nun mit 4400 erst die
typisch chemischen Gruppen ,,feuergefahrliche, heiBe
und atzende Stoffe", d i e allein 1100 Augenverletzungen
46
Rheinfels: Die Jahresberichte uber die Tatigkeit der T e c h . Aufsichtsbeninteri usw.
zur Folge hatten. Sollte da nicht jeder Betriebsleiter,
der es nicht langst getan hat, sich jelzt vornehmen, seine
Leute zur Benutzung d e r Schutzbrillen nnzuhalten?
An dieser Stelle sei eingeschaltet, dai3 jeder, der
Unfallmeldungen abzufassen hat, den Erfolg der Statistik durch sorgfaltige Bearbeitung wesentlich fordern
kann, nioht durch langatmige Schilderungen, sonderii
durch scharfe Herausarbeitung des unmittelbaren
Arbeits z w e c k e s und der Tatigkeit und durch genaue Beueichnung d e r Betriebseinrichtung, bzw. der
Unfall s t e 11 e an Maschinen.
. Weitere kleine Tafeln der GesamtiJahresberichte
zeigen die Verteilung der genieldeten und entschadigten
Berufskrankheiten, von denen das Blei und seine Verbindungen die grof3ten Opfer fordern, doch fallt hiervon
nur etwa die HaLfte auf Bleifarbenfabriken. Auch d i e
sogenannten ,,Wegeunfalle" sind gesondert zu einer
kleinen Zusammenstellung verarbeitet, die die groi3e
Belastung mausweist, welche der Berufsgenossenschaft
aus ihnen erwachst; beachtenswert ist bei d e r Neuheit
dieses Ausbaues der Unfallversicherung, daf3 die Zahl
der gemeldeten Wegeunfalle von 1568 (1927) auf 2400
(1928), die der entschadigten von 105 auf 176 und die
Entschadigung selbst von rund 110000 RM. auf mehr a15
190 000 RM. gestiegen ist. Hierzu stellt der Bericht noch
fest: ,,In den Sektionen Leipzig, Mannheim und Nurnberg haben sich, im Verhaltnis zur Z a h 1 d e r V e r s i c h e r t e n , die meisten Wegeunfalle ereignef. In
groaeren Abstanden folgen Breslau, Berlin, Hamburg
und jn weiteren Abslanden Frankfurt und Koln. Die
Verschiedenartigkeit der Verkehrs- und Wohnungsverhaltnisse in den einzelnen Gegenden, z. B. kurzere Wege
und gute Verkehrsmittel gegeniiber langen Wegen und
Benutzung von Fahrradern, durfte nicht ohne Einflui3 auf
diese Art von Unfallen sein."
Schliei3lich sei noch auf eine kleine Zusammenstellung hingewiesen, die dis wirtschaftliche Bedeutung
unserer Industrie zeigt, indem sie deren Beschaftigungsgrad und ihre Lohnverhaltnisse nach den Unterlagen d e r
Berufsgenossenschaft feststellt; hiernach ist zwar die
Zahl der Betriebe von 1913 bis 1925 zuriickgegangen von
rund 15000 auf 14000, befindet sich aber seitdem in
stetigem Steigen und hat 1928 bereits wieder 14434 erreicht. Alles andere steigt seit 1913 ebenfalls, die Zahl
der Vollarbeiter von 278000 auf 398000 = 43%, der
Arbeitsverdienst von 352 Millionen auf 956 Millionen
= 172% und das Durchschnittseinkommen von 1266 RM.
auf 2402 RM. = 90%.
Mit einzelnen statistischen Angaben bin ich etwas
vom eigentlichen Thema abgeschweift, aber doch innerhalb derselben Druckschrift geblieben, dem ,,Verwaltungsbericht", von dem der Bericht der Technischen
Aufsichtsbeamten nur ein Teil ist; ich habe damit zeigen
wollen, dai3 die wertvolle Schrift sehr vielseitig ist und
jedem etwas bringt, nicht nur dem Techniker, denn auch
das tatsachlich Gestreifte ist nur ein Teil des Gebotenen,
von dem besonders noch die Art der Beitragsberechnung
fur manchen von Belang sein wird.
Das 11. Kapitel des Berichtes der Technischen Aufsichtsbeamten ist um ldie Mafinahmen zur Verhutung der
gewerblichen Berufskrankheiten gegen fruher erweitert,
wo die Berufsgenossenschaften nur die Unfallverhutungsmi3naAhmen zu treffen hatten. Auch im Berichtjahre
durften Auflagen auf dem Gebiete der Krankheitsverhutung nur insoweit gemacht werden, als die Unfallverhiitungsvorschriften dazu herangezogen werden konnten,
die nber manche Handhabe boten. Mit Beginn des
Jahres 1929 traten dann ,,Allgemeine Krankheits-
f i n angew.
I Zeitschr.
Chemie. 43. J. 1931)
verhiitungsvorschrifen" und daneben drei ,,Besondere
Krankheitsverhiitungsvorschriften" in Kraft, die die
Arbeiten mit folgenden Stoffen und Verbindungen betreffen: Blei, Arsen, Quecksilber, aromatische Nitround Amidoverbindungen; Benzol nebst seinen Homologen; aueerdem Schwefelkohlenstoff und Phosphor.
Im ubrigen behandelt das 11. Kapitel folgende
EinzelIragen : 1. Durchfuhrung der Unfallverhutungsvorschriften im allgemeinen; 2. Angabe bcmerkenswerter Verstoi3e; 3. Anderungsvorschlage zu den Vorschr if t en aus Un t er nehmer- und Vmersichert enkreisen ;
4. Durchfiihrung der Betrfbbsrevisionen; 5. Festlegung
der Mangel; 6. Beschaftigung jugendlicher und weiblicher Versicherter mit gefahrlichen Arbeiten; 7. Verhalten der Unternehmer und 8. der Versioherten zu den
Maanahmen der Technischen Aufsichtsbeamten, Bestrafungen; 9. Neue Schutzvorrichtungen; 10. Andere
beobzichtete Mangel; 11. Neue polizeiliche Vorschriften;
12. Begutachtung der auf Messen ausgestellten Maschinen; Stand des Unterrichtes uber Unfallverhiitung
an Fortbildungsschulen; 13. Gesundheitsschadliche Einflusse; 14. Bekanntmachung d e r Unfallverhiitung.
Von besonderer Wichtigkeit sind immer die ,,Neuen
Schutzvorrichtungen", die durch einen Anhang mit 72
Abbildungen erlautert wurdon; sie miissen, um hier
verbffentlicht werden zu konnen, nicht nur neu sein,
sondern sich vor allem auch bewahrt haben.
Im letzten Berichte wurde darauf hingewiesen, dai3
das Problem der Riickschlag-Sicherung a n Fahrzeugmotoren endlich eine zweifache, grundsiitzlich verschiedene Losung gefunden hat. Die erste, die Abschnappkuppelung d e r Firma Bosch, vermhdert das Auftreten von Riickschlagen uberhaupt, wahrend die zweite
Gruppe von Einrichtungen den Ruckstof3 auffand und
vernichtet. Die Bosch-Kuppelung hat leidor den Nachteil,
nur fur die Magnetziindung brauchbar zu sein, so dai3 in
allen anderen Fallen eine der ruckstoi3freien Andrehkurbeln angewandt werden mui3; genannt ist die
,,Prawag-Kurbel" (Hamburg 33), die sich gut bewahrt
hat, wahrend in friiheren Jahren bereits die SchiirmannKurbel, die Deutzer Kurbel und die Oi3berger Kurbel
aufgefiihrt wurden. Nicht als gleichwertig angesehexi
werden die elektrischen Anlasser, weil beim Versagen
doch zur Kurbel gegriffen werden mui3 und dann
mangels ifbung erst recht Unfiille eintreten. Angesichts
dieser vollkommenen Losungen weist d e r Bericht darauf
hin, daf3 nunmehr mindestens fur neue Kraftwagen die
Durchfiihrung des 0 24 der ,,Allgemeinen Unfallrerhutungsvorschriften" gefor'dert werden wird und
nach Unfallen schon jetzt verlangt ist.
Auch die Auffuhrung neuer Polizeiverordnungeii
und Erlasse sollte jeden verantwortlichen Betriebsleiter zur Einsichtnahme in den Bericht veranlassen, da
die Unkenntnis bekanntlich nicht vor Strafe schutzt.
Hervorgehoben seien Erlasse uber ,,Hochdruck-AcetylenEntwickler", ,,Verwendung von Nitrocellulose in der
Lackindustrie" und die ,,Herstellung von Knallkorken".
Da trotz aller Vorsorge noch UnfalIe eintreten, ist
auch die ,,Erste Hilfe" ein wichtiger Bestandteil d e r
technischen Aufsicht un,d ,wird regelmai3ig unter 111 b e
handelt. Dai3 die die arztliche Hilfe vorbereitenden
Ma5nahmen den Betriebsverhaltnissen nach Grot30 und
Art angepai3t sein mussen, ist klar, und so gibt e s Betriebe, fur 'die der ,,Einheitsverbandskasten" des Verbandes der Berufsgenossenschaften vollig genugt, wahrend andere Wiederbelebungsapparate, ja sogar Verbandstuben haben, in denen dauernd arztliche Hilfe geleistet werden kann.
Zeitschr. fGr angew.
Chemie. 43. J. 19301
Lehmaiin: Die Fortschritte der organischen Cherriie 1924-1928
Ein IV. Kapitel, ,,Allgemeines", beschlieat den B+
richt mit den Unterabteilungen 1. Organisation des Aufsichtsdienstes und die Beziehungen der Aufsichtsbeamten zu 2. den Gewerbeaufsichtsbeamten, 3. d e r
Polizei und 4. anderen Behorden un'd Gerichten. 5. V e r einzelte Dienstgeschafte, 6. Fortbildung, 7. Unfallanzeigen, 8. Einschatzung und Gefahrtarif, 9. Sonstiges.
Nachdem diesmal die Gesamtanlage der Berjchte der
Technixlien A,ufsichtsbeamten besprochen und gezeigt
47
-_
worden ist, wie mannigfach und vielseitig der Stoff ist,
sol1 in Zukunft mehr auf Einzelheiten eingegangen
werden. Hoffentlich aber hat schon diese Ubersicht g e
zeigt, dai3 nicht der Auszug, sondern d e r Bericht selbst
gelesen werden sollte, weil ein Auszug aller Ereignisse
eines Jahres sich bei der Verschiedenartigkeit der Industrien und ihrer Belange nicht gleichmafiig ,,verdiinnen" laiJt, sondern nur durch ,,Ausfallung" von Bestandteilen, die fur einen an,deren Leserkreis von B e
deutung sein kiinnen.
[A. 151.1
Die Fortschritte der organischen Chemie 1924-1928. 11.
Von Dr. ERICHLEHMANN,
C'heniisches Institut der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin.
Fortsetzung aus Heft 1, S. 12.
(Eingeg. 4. November 1929.)
B. Spezieller Teil.
I. A l i p h a t i s c h e R e i h e .
4. 0 x y - 0 x o - V e r b i n d u n g e n (Z u c k e r g r u p p e) : a) Monosaccharide. Allgemeines. Pentosen.
Xylose, Lyxose. Hexosen. Glykose, Galaktose, Mannose, Fructose, Rhamnose. Zuckerderivate.
4. Oxy-0x0-Verbindungen (Zuckergruppe).
a)
E'
c. c.
M onosacc hari d e :
A 11g e m e i n e s.
a y
Mitarbsit*r'03)
.
len cine wasserige Losung von CO2 mit ultraviolettem Licht. Es bildet sich ein photostationarer Zustand aus: 6 KzC03,eCaHl,0s2 6 02. Das Gleichgewicht
lafit sich mit Fe(HC0,)2-Losung nach rechts verschieben,
und es entstehen reduzierende Substanzen, aber kein
Formaldehyd. Bei Verwendung von hsischem Ni- und
Co-Carbonat geht die Synthese auch mit sichtbarem Licht,
die offenbar auf der katalytischen wirkung gefarbter
Oberflachen beruht. Bei zu langer und zu intensiver Bestrahlung tritt Ermudung des Katalysators ein, weil der
freiwerdends SauerstoM die Oberflache vergiftet. D:i
zwischen den Synthesen in vivo und in vitro weitgehende
Analogie besteht, wird angenommen, dai3 es sich auch
in der Pflanze
um eine
photochemische
Reaktion
gefarbter
Oberflache
handelt.
Die gesamte
zur an
Photosynthese erforderliche Energie wird in 2 Anteilen geliefert ; der 1. durch Oberflachenadsorption, der 2. durch
Licht. Die gefarbte Oberflache, die an die adsorbierte
CO, Energie abgegeben hat, wird durch Licht wieder
aktiviert. Auch im lebenden Blatt zeigen sich Ermudungserscheinungen und langsame ErhoIung. Das
konstante Verhaltnis von Chlorophyll A zu Chlorophyll B
im Blatt wird vielleicht durch das &rotin, das zu
Xantophyll oxydiert wird, aufrechterhalten. Da das Verhaltnis Xantophyll :Carotin wahrend der Photosynthese
steigt, wird vermutet, dai3 der langsame Erholungsproze5
im Blatt in der Reduktion von Xantophyll zu Carotin besteht. - ~i~ Zersetzung d e r Glykose bei der alkoholishen
k i 1 0 4 ) folgendermafien
Garung stellt sich A, F a
vor: 1. Spaltung in zwei Mol. Glycerinaldehyd; 2. Zerfall
des letzteren in H20 und Methylglyoxal; 3. Glycerinaldehyd und Methylglyoxal liefern unter Mitwirkung von
H10 Glycerin und Brenztraubensaure; 4. Zerfall der
letzteren in C02 und Acetaldehyd; 5. Methylglyoxal und
Acetaldehyd ergeben unter Mitwirkung von Wasser
Brenztraubensaure und Alkohol. Die Bildung von Glycerin
lafit sich durch Zugabe von Acetaldehyd vor der Garung
unterdrucken. Dies wird darauf zuriickgefuhrt, dai3 die
~
_____
109) Proceed. Roy. SOC., London, Serie A.
116, 197 f f ;
Chern. Ztrbl. 27, 11, 2492.
104) Bull. SOC. chirn. France
(4) 43, 551; Chem. Ztrbl.
28, 11, 342.
Arabinose,
Reaktion 3 sehr langsam verlauft, dagegen die Reaktion 5
sehr schnell. In alkalischer Losung mussen die
Reaktionsgeschwindigkeiten fur 3 und 5 in umgekehrteni
Verhaltnis stehen, da dann auch Essigsaure auftrittlo6).
Fur die Bildung des Phenylacetylcarbinols wird eine von
der N e u b e r g s c h e n Erk]arung abweichende Darstellung gegeben:
CH3.C0.COOH
+ C&*C<f
+ CH3.C(OH)(COOH).C0.C,H5
CH,.CH(OH) -CH. Cp,HS -P CH,-CO *CH(OH)* CaHb
+
--
Ein Teil des Phenylacetylcarbinols wird, wie auch N e u b e r g und Mitarbeiterioa) fanden, zu Methylphenylathylenglykol reduziert. Das reduzierende Agens ist
wahrscheinlich Methylglyoxal :
C,H6. CH(0H). C(OH), . CH, -I-(HO), . CH . CO. CH,
4
I
c~H,.CH(OH).~(CHJ-O. CH .CO. CH,
I
I7OH
I
OH
--+
+
c ~ HCH(OH).
~.
CH(OH).
.CHS CHS*CO*COOH
+
D. H. B r a u n s '") vergleicht die SPez- Drehungen der
MonohalogenacetYlderivate der d-Glykose, d-Fructose,
d-Xylose, d-Arabinose. Bei ihnen sind die Differenzen
der Spez. Drehungen den Differenzen der Atomdurchmesser der Halogenatome proportional, bei den Monoha1OgenSaliCinen und den Halogenacetyl-tetraacetylglYkosen aber die DifferenZen d@r Mol--Drehungen. p. A. L e V e n e und Mitarbeiterios) fuhren die
a,@-Isomerie der Zucker und Zuckerderivate auf cistrans-Isomerie zuriick, wobei di0 Ringebens als Bezugsebene gewahlt w i d - GIYkose, Galaktose, Fructose,
Maltose und Lactose spalten sich nach F. F i S C h 1 e r loo)
unter der Wirkung von Alkali wahrscheinlich uber die
labileren @- und- y-Formen in zwei C3-Ketten, bestehend
aus MethY1glYoxal und GIYcerinaldehyd. - w. L.
E v a n s und Mitarbeiterl'O) nehmen an, da5 Dioxyaceton uud GlYcerinaldehYd in alkalischer Losung ein
1°5) Vgl. C. N e u b e r g , Chexn. Ztrbl. 19, 111, 683; 21,
111, 44.
Chem. Ztrbl. 27, I, 2562.
Journ. Arner. chem. SOC.46, 1484; 47, 1280; 48, 2776;
Chem. Ztrbl. 24, 11, 1175; 25, 11, 1669; 27, I, 419.
lo8) Science 63, 73: Chem. Ztrbl. 26, I, 3024.
Ion) Ztschr. physiol. Chem. 157, 1; Chem. Ztrbl. 26, 11, 2413.
Journ. Arner. chem. SOC. 50, 486; Chem. Ztrbl. 28, I,
1848; Journ. Amer. chem. SOC.50, 1496; 47, 3085, 3098; 48, 2665;
50, 2267, 2543; Chem. Ztrbl. 28, I, 3051; 26, I, 2183; 27, I, 65;
28, 11, 1761, 2125.
lo6)
107)
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
587 Кб
Теги
ber, jahresberichte, die, ttigkeit, der, technischen, aufsichtsbeamten, industries, berufsgenossenschaften, chemische
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа