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Die knstlichen Harze. Von Johannes Scheiber und Kurt Sndig. Chemie in Einzeldarstellungen. Herausgegeben von J. Schmidt. XIV. Band. Wissenschaftl. Verlagsges. Stuttgart 1929. Geb. RM

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teils humoristischer Art, springt aus der Mathematik mitten
hinein in die Technik, - kurzum, ein merkwiirdiges Buch,
r?iiclers, als wir es gewohnt sind. Und doch, irgend etwas zieht
an; vielleicht seirie Lebendigkeit der Darstellung, vielleicht die
Auswahl des Stoffes.
Sehr sorgflltig werden die Begriffe des Differentialquotienten uud des Differentials herausgeschdt, ebenso wie
der Grenzbegriff. Ganz richtig erscheint die Integralrechnung
nicht als gesondertes Gebiet, sondern gleichzeitig mit der
1)ifferentialrechnung. Die eigentlichen Rechenmethoden sind
hier un: da eingestreut, was fur das Lernen gut, fur das Nachschlagen storend ist. Eigemartigerweise sind die unendlichen
Heihen vollig unterdriickt, was fur praktische Zwecke bedenklich erscheint. Die e-Funktion wird sozusagen experimentell
tmgefuhrt, ebenso wie der Logarithmus; die Tabelle ist das
Gegebene, woraus nachher alles Weitere abgelesen wird. An
dieser Stelle scheint mir die Methode Schiffbruch zu erleiden;
ein naiver Leser konnte hier eine sehr eigenartige Auffassung
der Alathematik gewinnen. Einmal erscheint in Kleindruck
eirie Beinerkuiig iiber Differentialgleichungen und als einziges
Ueispiel eine solcho - zweiter Ordnung. Das mochte noch
angeheii; nun aber beginnen etwas spater die Beispieb, uiid
diese fiihren fast durchweg auf Differentialgleichungen! Naturlich muW init dem Erraten der Losung gearbeitet werden, was
den Leser nicht sehr befriedigen diirfte. Die Beispiele selber
sind den Gebietcn der Elektrizitat und des Magnetismus, der
Reaktionskinetik und der Thermodynamik entnommen (letztere
slellt ein kleiues selbstlndiges Lehrbuch dar) ; sie sind trotz
ihrer Buntheit ausfiihrlich und liebevoll behandelt. Eine grol3e
Zahl von Aufgaben mit angedeuteter Losung erhoht den Wert
des Buches wesentlich.
So erscheint das Werk, das iibrigens namhafte Fiirsprecher
gefundeu hat, ein wenig problematisch. Vielleicht konnte man
es neunen : Berlitzschule der Infinitesimalrechnung.
Bennewitz. [US. 211.1
Anorganische und organische Entflrbungsmittel. Von Dr.
Lcopold S i n g e r , Wien. (Bd. XX der Technischen Fortschrittsberichte. Herausgegeben von Prof. Dr. R a s s o w ,
Leipzig.) Theodor Steinkopf, Dresden und Leipzig 1929.
Geb. KM. 21,50.
Bei der Abfassung der R a s s o w schen Fortschrittsberichte
kann sich der Autor in zweierlei Weise einstellen: e r s i c h t e t
entweder aus der Fiille des vorhandenen Stoffes das ihm
bcdeutungsvoll Erscheinende kritisch aus und gibt a n der Hand
dieser Auswahl ein BiId des Standes und der Entwicklung des
betreffenden Industriezweiges, o d e r e r halt es fur seine
Pflicht, nichts von dem gesamnielten Material unter den Tisch
fallen zu lassen, sondern, wenn man so sagen darf, den Gesanitinhalt seines Zettelkastens in deni Fortschrittsbericht zu verarbeiten. Welche dieser beiden Methoden die richtige ist, ist
schwer zu entscheiden. Sach der ersten Methode entsteht zumeist ein Buch, das sich l e s e n IlGt, nach der zweiten ein
Literatur- und Patentarchiv, das dem Fachmann b e d a r f s w e i s e unschatzbare Dienste leisten kann. Verf. hat sich
seiner Aufgabe ini zwciten Sinne entledigt und damit eine
Sainiiilung geschafien, die liickenlos das so schwierige Gebiet
der Entflrbungsmittel deckt. Es kann aber nicht geleugnet
werden, daM nian an verschiedenen Stellen gern seine, des
crfahrenen Ihchinannes personliche Meinung gehort hatte.
Piirth. [BB. 177.1
Die liiinstliehen Harze. Von Johannes S e h e i b e r und Kurt
S a n d i g. Chemie in Einzeldarstellungen. Herausgegeben
von J. S c h ni i d t. XIV. Band. Wissenschaftl. Verlagsges.,
Stuttgart 1929. Geb. RM. 28,-.
Die 1Ierstellungsniethoden und Anwendungsmoglichkeiten
der kiinstlichen Harze erweitern sich niehr und mehr. Zur
rechten Zeit erscheint eine zusammenfassende Darstellung des
gesamten Gebietes, also der Ergebnisse einer mehr als zwanzigjlhrigen Entwicklung, nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten.
Die Verfasser versuchen im einleitenden allgemeinen Teil
eine Definition des Begriffes ,,kiinstliche Harze" zu geben,
ferner einen Oberblick uber die speziellen Ursachen fur die
,,harzartige" Beschaffenheit von Stoffgemischen und iiber die
Zusamnienhlnge zwischen ihr und der chemischen Konstitution.
Aber, wie sie selbst betonen, nach deni heutigen Stande der
physikalisch-chemischen oder der Kolloidforschung gelin,Ot cine
genaue Abgrenzung der kiinstlichen Harze und ihre erschopfende
Umfassung nicht. Mit Recht wird z. B. die Einbeziehung der
Celluloseester und gar des Kautschuks unter die kiinstlichen
Harze trotz einiger dafiir sprechenden Griinde abgelehnt.
Der theoretische Teil behandelt die zur Bildung der Kunstharze fiihrenden Kondensations- und I'olymerisationsrealitionen
sowie die dabei auftretenden katalytischen Einfliisse, wobei
auch der Rolle der ungesattigten Verbindungen und der Substitutionen Rechnung getragen wird. Die Anschauung aber, daij
kiinstliche Harze vor allem dann entstehen, wenn die Moglichkeit zur Bildung konipliziertcr Geniische von Isonieren und
Homologen gegeben ist, diirfte wohl n u t beschriinkt richtig
sein. Eher diirfte, wie iiberhaupt bei Kolloiden, in erster Linie
die Bildung eines kompliziertcn Geiniscbes von Polymeren die
Grundlage der Kunstharzentstehung sein, wie denn z. B. reines
Phenol mit Fornialdebyd charakteristische und gute Kunstharze
liefert, welche denjenigen aus den1 Gemisch der drei Kresole,
dem noch Xylenole zugesellt sind, nicht nachstehen. Zur Beurteilung dieser Frage sind vor allern die schonen Forschungen
von S t a u d i n g e r zu beriicksichtigen. Bei der Diskussion
der von den verschiedensten Autoren vorgebrachten Konstitutionsformeln fur Novolake, Kesole und Kesite, so geistrcich
und treffend auch nianche Betrachtungen sind, zeigt sich, daf3
die Fornieln noch stark hypothetischen Charakter haben und
rnehr Erkllrungsversuche darstellen, und dalj wir von einer
Aufklarung der Zusammensetzung der Kunstharze noch weit
entfernt sind.
In den1 speziellen Teil, welcher die technisch wichtigen
Kunstharze behandelt, werden in der Hauptsachc die Kumaronharze, die Phenolaldehydharze und die Harnstoffharze besprochen. Die Erzeugung der elektrischen Isoliermaterialien
ist immer noch das bedeutsaniste Anwendungsgebiet der PhenolFormaldehyd-Korper. Deshalb sind am Schlulj die Priifvorschriften des Verbandes der Deutschen Elektrotechniker fur
elektrische Isolierkorper wiedergegeben. Ein Teil der Vorschriften diirfte bei Kunstharzen auch fur andcre Zwecke dienlich sein.
Der tbeoretische wie der spezielle Teil des Huches zeichnen
sich aus durch eine reichbaltige, fast mochte ma'n sagen, erschijpfende Beibringung der wissenschaftlichen und techniscben
in- und auslandischen Literatur sowie der l'atente.
Jedeni
Fachgenossen, der sich rnit kiinstlichen Harzcn beschaftigt,
werden diese Literaturnachweise unentbehrlich sein. Eine
kritische Bearbeitung der Literatur und Patente wiirde nach
Ansicht der Autoren den Rahnien der Monographie weit iiberschreiten.
J . Meyer. [BB. 182.1
Enaymatische Technologie der Girungsindustrien. Von Dr.
Albert H e s s e . Verlag Georg Thieme, Leipzig 1929. Gebunden RM. 36,-.
Wahrend 0 p p e n h e i m e r s ,,Fermente und ihre Wirkungen", ferner 0 p p e n h e i in e r und P i n k u s s e n s ,,Methodik der Fermente" das grolje Gebiet der Enzyme von allgeniein
wissenschaftlichem und analytischem Standpunkt aus behandeln,
sollen die vorliegende und die folgenden Neuerscheinungen der
technologischen Bedeutung und Anwendung von Fermenten
gerecht werden. Die ,,enzyniatische Technologie der Garungsindustrien" ist als ein in sich geschlossener, selbstandiger Band,
bearbeitet von einein in der Praxis stehenden, rnit der Materie
bestens vertrauten Fachmann erschienen. Es gibt wohl wenige
chemisch-technologische Gebiete, deren Wesen so sehr auf der
Wirkung von Enzymen beruht, wie es gerade bei den Garungsindustrien der Fall ist, wesbalb die Herausbringung dieses
Werkes als selbstiindige Monographie durchaus gerechtfertigt
und erwiinscht erschien.
Aus dem iiberreichen Inhalt sei nur das Ilauptsachlichste
erwlhnt. Der erste Abschnitt behandelt die Enzyme und ihre
Substrate beim Malzen und Maischen, mit den Unterabschnitten:
Kohlehydrate und Carbohydrasen, Proteine und Proteasen,
Esterasen, Desmolasen, Wasserstoffionenkonzentration und Pufferung. Der zweite Abschnitt behandelt die Gerste a19 Braumaterial, im dritten Abschnitt finden Theorie und Praxis des
Malzens eine ausliihrliche Diskussion, wiihrend der vierte
Abschnitt sich niit der Herstellung und der Gewinnung der
Wurze beschaftigt. Den SchluB bildet ein Kapitel uber Malz-
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