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Die Konferenz zu Washington am 2. Juni 1911 und die Revisio des Internationalen Unionsvertrages

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1812
Wiegand: Die Konferenz zu Washington a m 2. Juni 1911.
die tangcntiale Rewegung, je gokr die Hohc ist,
um so mchr nachliibt.
Wcr die ,,wolkenkratzenden" Bleikamniern von
F a 1 d i n g gesehen hat, wird von der auBerordcntlich schonen Konst.ruktion entziickt scin.
[A. 155.1
[ (Ln" , " & ' ~ ~ ~ f ~ ~ ~ ~ , e ,
interessirrenden wesentlichsten Punkte beriihrt
werden. In Artikel 2 ist bei der Aufzlhlung derjenigen
Schutzrechte, auf welche sich der Unionsvertrap
bezieht, Zuni ersten Male das Gcbrauchsmuster m f genomnien worden. Man hat den Ausdruck ,,modele d'utilit6'' dafiir akzeptiert und damit scharf
auf den Cnterschied zwischen Gebrauchsmustem
und den als ,,desuina ou modklcs industriels" heDie Konferenz zu Washington am
zcichneten sonstigen Mustcrn und Modellen (Gc2. Juni 1911 und die Revision des
schmacksmustern u. dgl.) liingewiesen. Ferner sind
Internationalen Unionsvertrages.
in dicsem Artikel jetzt als gleichberechtigt mit, dem
Patentschutze die Herkunftsangaben und die I+Von Patentanwalt Dr. C. WIEQAND,
Berlin.
kampfung des unlauteren Wcttbewcrbes angcgeben.
(Eingeg.8.8. 1911.)
SchlieBlicli ist in demselhen Artikel ausgesprochen.
Am 246. 1911 hat in Washington eine Konfc- daB keine Verpflichtung betreffend des Wohnsitzes
renz von Vertretern derjenigen Staaten stattgefun- oder der Siederlassung in demjenigen Lande, in
welchem der Schutz verlanpt wird, den Uniansangeden, welche Mit,glicder dcr Internationalen Union
horigen auferlegt werden kann.
sindl). Die Vertreter dcs Deutschcn Reiches waren
In Artikel 4a ist Zuni ersten Male klar ausgeaiiBcr rinem Angehorigen der deutsehcn Hotschaft
in Washington, der wohl den diploiiiatisrli-rel)i~~en- sprocben, dab dcrjenigc, der cine Anmeldung hinterlegt hat, oder sein Rcchtmachfolger, das Prioritahtativen Teil der Vertrctung iibernonimen hatte,
und dessen Sanicn in Verbindung mit dem gewerb- recht genielien soll. Es sind liiermit bisher zum Teil
bestchende Zweifel iiber die ZulLsigkeit der Uberlichen Rechtvschutz bisher iiiclit. bekannt gcworden
tragung des Prioritatsrechtes bescitigt worden.
ist, Geh. Reg.-Rat R o b o I s k i und J'rof. lh. A I Artikel 4c bestinirnt als Prioritktsfrist fiir P;ib c r t 0 s t e r r i c t h. Die M'alil dieser beiden
tente und Gebrauchsniuster zwiilf Monatr und kkrt
Vcrtreter iet recht gliicklich ausgcfallcn. Geheinirat
R o b o I s k i , vortragendcr Rat im Reichsamt des bierinit eine Frage, die bisher strittig war. BeInnern, ist ein bekannter genauer Kenner der gr- kanntlich liatten z. 13. die amerikanischen Gerichte
sclion erkannt, daB, wenn auf Grund eines deutschen
werblichen 8cliut.zrechte und hat von amtswegcn
Gebrauchsniustms bei ciner anierikanisclien Patentl h b l i c k in die an das Reichsamt des Inncrn gelangenden Wiinsche und hschwerden dcr kteilig- anmeldung das Prioritatsrecht gcltcnd gemacht
ten Kreise. Prof. Dr. A 1 b c r t 0 s t c r I' i e t 11 , wird, die Frist in diesem Pallc niit 12 Monaten und
dcr unsercni Vcrein deutscher Chemiker ills l i t e r nicht nut 4 Monatcn, wic andcrc, die sich an den
Bcgriff des .,Musters" mchr klamnicrten, meinten,
dcr Rechtsauskunftwtelle und Vorsitzendrr drs
bercclinet wcrden sollte. Der abgeanderte UnionsSodalen Aasschusses nahesteht, ist bekannt1ic.h
eine der ersten Aotoritiiten auf dein Gebiete des ge- vertrag bestimmt. dann spiitcr im SchluBprotokoll.
3 4, daU, wenn auf Grund eines Gehrauchsmristers
werblichen Rechtsschutxes und hat perade in seiner
Eigenschaft als unahhangig dastehcndcr Siclit- in eineni anderen Lande ein Muster angeiiieldct
wird. die B h t nur vier Monate gemill3 den allgebeamter in seiner langjahrigen Tatigkcit auf dicsrni
meinen Best.inimungen iiber die Prioritat, der Muster
Gebiete reichlich Gelegenhrit gehabt, die Wiinsrhc
der deutschen beteiligtcn Kreise nach j d e r Hicli- sein SOH.
Artikel 4d gibt verhiiltnismaBig klare Bcstinitung hin kennen zu Icrncn. Beide Herren sind also
theoretisch und praktisch aufs heste fur ihre Mission mungcn iiber die PormalitBten eincr Annieldung
unter Inanspruchnahmc der Unionspriorit iit. Wenn
vorbereitet gewesen.
hierin auch noch weiten: Erlcichterungcn zu wiinDie in Washington besclilossenen dnderungcn
schen gcwcsen wiiren, so ist dies doeh imnierhin
dcs Internationalen Unionsvcrtrages sollen geinab
Artikel 18 des Vertrages spatestens bia zum 1.M. d o n cine Handhabe, uni zuweitgehenden Fordcrungen cinzelncr Amtcr entgcgentreten zii konncn.
1913 von den bet.rcffenden Staaten ratifiziert wrrDer Artikrl 4d moge ini nacllstelienden in rbersetden. Der abgeandcrtc Vertrag tritt zwischen drn
zung wiedcrgegeben werden:
Staateq, welche ihn ratifiziert haben, einen hlonat
,,L)erjcnige, welcher sich die J'rioritiit einer friinach Ablauf d m angegebenen Frist in Kraft. Ipiir
liercn Hintmlegung sichern will, sol1 eine Erdie Beziehungen mit denjenigen Staaten, welche die
kliirung abgeben, in wclcher dar Datum und das
Ratifikation nicht rechtzeitig crkliirt haben solltcn,
Land dieser Hinterlegung angegeben ist. Jedrs
bleibt der hisher bostclicnde Vertrag in Kraft.
.Land sol1 Bestimmungcn erlasscn, zu wechem
Die vorgenommenen Anderungen sind nicht
Zcitpunktc spatestens dicse Erklarung abgegcben
geradc einschneidcnder Katur. Es sclieint, als wenn
werden niul3. ficse Angaben sollen in den Vervon einigcn Staaten den deutschen Wunschen. die
offentlichungcn, die von der zustandigcn Amtsden deutachen Vertretern genau bekannt gewewn
stelle herriihren, aufgcnomnien werden. insbesind und sicherlich von ihnen mit dem notigen Snchsondere bci den Patenten und den dazugchorigen
druck vertroten worden sind, ein uniibcrwindlicher
Reschreibungen. Die vertragschlieBendcn LiinWiderstand entgegengesetzt worden ist. Immerhin
der konnen von denijcnigen, der eine Prioritatssind einige Verbwerunpen des Unionsvcrt.rages ererkliirung abgibt, die Ikeibringung cincr Abreicht worden. Im nachstehenden mogen die hier
..._
sclirift der friiher liinterlegtcn Anmeldung (Rc1) Vgl. 1la PropriBtd Industrielle. 31./7. 1911,
schreibung. Zeichnungen usw.)verlangen, welche
Nr. 7.
als iibereinstimmend von der Anitsstelk, welche
~
.4rtikel 6 beschaftigt sich besonders mit den
sie entgegengenommen hat, bescheinigt ist.
Warenzeichen und gibt eine Rcihe van kIaren BeDiese Abschrift, ist frei von jeder Verpflichtunp
stiniinungen iiber die Verpfliclitung zur Annalinie
der Beglaubigung. Es kann gefordert werden,
bzw. das Recht zur Zuriickweisung von Marken,
daU die Abschrift von einer Bescheinigung dieser
die in andcren Unionsstaaten eingetragen sind. Die
.4intsstelle iiber das Datum der Hinterlegiing
Griinde. aus denen die Marken zuruckgewiesen werund von einer Ubersetzung begleitet ist. Andere
den konnen. scliliel3en sich verliiiltnismaRig nahe
Pornialitaten konncn Zuni Zwecke der Erklarung
an die Bestimniungen des deutschen Warenzeichender Prioritat im Zeitpunkte der Hinterlrgung
gesctzrs an. Allgcnieiti ist erwahnt, daB Marken
drr rlnnieldung nicht verlangt \widen. ,Jedrs
wegen eines Eingriffes in Reclite Drittcr in demtlrr \.ertragscliliel3enden Linder erliflt Ikstinijenigcn Laride, in \\ elclieni der Schutz nachgesricht
iiiungen iiber die Polgen der Unterlnssung tlrr
ist, zuriickgewiesen wcrden konnen.
i t i rlieseni Art i kel anpegebenen Fornialit iit rti.
;\rtikel 7 ‘ l i ~ Ixingt rine interessante Hestinioline dall diesr Folgen iiber den Vcdiist ties
niung tl:rriit)cr, dall Kollektivniarken zngelassen
I’:,i,)rit~itsrecliteshinausgrhen kijnnen.”
\verden sollen. alsu solclic llarkrn. \veleh(~ einer
H eran schlieUt sich nun cine Brstininiiing an.
nacli ivelclier s p l t e r anderr Sachweisv (jiibtifictL- .Melirlieit v o n I’crsoiirn gclioren, sofern dic, Ekistrnz
rliescr Mehrlieit ills solclie niclit gegen das Gesetz
tions) verlangt werden kiinnen. lch kann niir iihet
des l!rsprungslantles ist. untl selbst \\ enn diwe
die Trtigwrit e diesrr et was niyst isclirn 13rst inimu n~
krinr Kechcnschaft gebrn l i n t 1 hoffe i i i i r , dall sic.
\lelirlieit kcinr industriellr n d c ~ Handelsniederlassuiig Icsitzt. l.s Iwzirlit sicli tlirs I)rispirlsiiic,ht i.on tlirser oder jenrr i\nitsstrlle zii riner I+
Gcnos.ch\ierung uncl Koniplikat ion dvr Utiionsaiiincl(1uii- \wise ; i d gv\\ isw Intcrc.ssentc.nv~~rl)iiiid(,.
sensehaften i i s \ v . . (lit: t i i c . l i t inimcr als (knosscn,:en IN riutzt \vird.
..\>.tikel 4 ’)A Irescliiiftipl sich niit l<:rkliiruIig schaft vinen (:t.scliiiftsbetrirt) Iiahen, sondrrn n u
c1t.r Uiiiibhiinpigkeit der IInioiisli~itentariiiiel~liingeii als Vcrtretung ilirer E:inzclniitgliedrr. die chinen
solclien I)rsitzen, iitnrieren. Hinzugefupt ist in
v(ui aiif dicsell~rErfintlnng c.rlialtenen I’atrntrn in
dirseni :\rtikrl. daf3 jetles Larid ini iibrigcn freie
antlereii Landern, inogrn sie Unionst naten srin
H a n d Iia1)en soll, i i n i die besonderen Bedinpingen
oder n. cht. Hie, ist nocli einc besontlers naclidriickfestziistellen, untrr denen einr derartipe Melirlieit
liclics lkstiniiiiung ringesclialtet worden. dab tliese
I%estirrhinunpills albsolut zwingentl anzriselien 1st. von I’ersonrii (collrctivit&) zuni Markcnscliiitz zuprlassen nrrdrn sol].
irislic:sondcw iii den1 Sinne, daW d i r rr,iilirend t l w
Artikcl 9 rctgelt die i%cstininiungeniibrr die BeUnion:ifrist nacligesuchtcn l’atente SOWOIII ails tleni
schlagnahnie solcher \Varen. clip unerlaul)ter Weisc
(ksichtspunkte der Xichtigkcits- und Verfallpriinde
niit cineni \Varcnzeiclien otler einem falsclicn Hand s aucli a i l s tleni (ksiclitspunkte der nornialcri
delsnanien bezcichnet sind, und erweitert die be1)aucr als unablilngig anzusehen sind.
stelicnden Llestimniungen ein \venig. Bei der Frst&:danerlicli ist, dal3 die Konfercnz niclit zii
stellung der ;\ntragsteller fiir tlerartigc Rcsclilag(lei Streitfrage Stellung gcnoniiiien, ob i’rioritltsnaliiiien ist ausdriicklicli darauf liinge\viescn. daB
itnsprijclic niir auf dir e r s t e iiberliaupt eingeeine (:esellschaft auch als snlclie liandeln kann.
reivlite Anineldung gestiitzt werden diirfrn oder
Die Bestininiungen iiber die Aufgabe und Unter;iucli auf spiitcre. \Vegrii tler Bedenken, die erstrre,
Iialtung des Internationalen Bureaus in Rcrn konz. I$. in Deutsclilantl vertretene, Anschauiing belien als liier niclit interessierend iibergangen w r d en .
sonders dann hat, wenn die erste Anineldung zuriickArtikel 16 ’ i s bestininit. daW jedes vrrtragctt’zogen worden ist oder am eineni anderen Gruntle
schlieLlende Land jederzcit beziiglich des Beitritta
nic,lit a i r Erteilung rines Patrntes gcfiilirt hat, vgl.
seiner Kolonien, Schutzgehirte iis\v. Erkliirungen
L . 1%.
K i i I’ s t e n . llitteilungen voni Verbantle
:Lhgelwii kann. Diese Erkliirungen konnen fiir alle
lkiits(:her l’atentanwiiltc, 1910, 5 . Drr der. Kont’csoder fiir einzelnc Kolonien abgegeben und elwnso
i’t’iiz v,xgelegtr Ihtwurf cntliirlt eine Ikstininiutig.
(lie dicw E’rage daliin zii lxanttvorten scliien. da13 fiir alle otler einzelne ividerrufen werden. Es ist
liier also den Staaten eine zieinlich grolle Bewe;iiicli z.piitere Annieltlungen ein I’rioritiitsrecht
Iwgiingsfreilieit gelassen. wid es hat den Anscliein,
zriindrii. ISs liiell dort (Vorsclilag zu Art. 4 Itis):
,,I)ie w i h i w d der Priorititsfrist linter .In- als o b sicli dicser Paragraph besonders auf dir rnglisclien Verhilltnissc bezielit. bei denen ja die aller\\ttndirng des vorstehenden Artikels 4 naehgcsiiclitcn i’atentc werden vollstiindig den ge\volinlielirn
verschiedcnsten Brten von I’atrntgesetzen i i s ~ v . in
tlrri versehiedenen Kolonien existieren.
I’atentrn gleicligestcllt. sowoh1 Iiinsielitlicli tlcr
M’irkunpen tler inncren (ksetzgebung als betreffs
Das ScliluWprotokoll gibt. \vie bisher. rinigc
tler Aiirvtmlung cler vorliegenden Konvention.“
, sutlientische Intcruretationen. Reziinlicli tlcss Artikels 6 sagt das SchluBprotokoll, daB die idlge1‘; ist \venigstens sch\ver, letzteren \Vorteii
rinc atidere Bedeiitiing I)eizulegen.
nieine (allerdings init zahlreiclien Xusnahnien clurch\Vcmn die Konferrnz s ta tt dessen n w gesagt
sctztc) Verpflichtung zur Annalinie auslintlisclier
hat, die I’atentc. seic.n una1)hingig ,.so\vulil IiiiiC’nioiiswiLrenzricIienanineldungen niclit das Heclit
siclitli(:li der Siclitigkcits- u n d Verfallsgriinde. als
fiir die JIarkenannaliiiirstellc ausschliel3en sull. voin
Iiinsiclitlicli dvr nornialen Ihiier,‘‘ so ist niclit klar,
Aninelder eine Kegistricrungsbesclieinigung des Urob sir ,datnit etwa ausdriicklich hat ahlrl:ncn wollcn.
sprungslandes zu fordern, die von der zustiiiidigvn
den spiitereii Annieldungcn caine j)?ioi.itiltsbepriinBehordc ausgestellt ist. Beziiglich des in1 Artikel 0
tlende \Virkung zii verleilieu. Die Unklarlieit I K selbst als cventuellen Zuruck\veisungsgrund angestelit ;dso nacli \vie vor. wiilirend es doch inoglicli
gcbenen Gebrauclies von Narken, die gegen die iifgewesen wilre. die Sache. sci es in deni einen, sei es
fentliclie Ordnung sind, \s ird h e r auseinandergein cleiii andereii Sinne. Iwst iinnit ~ I iI ~ y r l n .
sctzt, daS unter solche \larken auch die Renutzung
1814
Wirtschsftlioh-gewerb~~er
Teil.
von Wappen, offiziellen Kontroll- und Garantiezeichen u. dgl. eines Unionslandes fiillt, daB dagegen
nicht solche Marken als gegen die offentliche Ordnung verstoBend angesehen werden sollen, in denen
mit Genehmigung der zustiindigen Stellen sich eine
Wiedergabe von Wappen, Zeichen und Auszeichnungen befindet.
Es sei dann noch erwiihnt, daB sich an die Revision des Hauptvertrages der Internationalen
Union auch eine Revision des Madrider Abkommens beziiglich der Warenzeichen, sowie des Madrider Abkommens beziiglich der falschen Herkunftsangaben anschloB. Beiden Abkommen ist bekanntlich Deutschland bisher nicht beigetreten.
Zum SchluB hat die Unionskonferenz einige
Wiinsche angenommen, und zwar
1. ditB das Internationale Bureau in Bern sich
mit Vorschliigen zur Vereinfachung der auf Patentanmeldungen bezuglichen Formalitiiten beschaftigen 5011,
[
Zeltschrift fIir
angewandte Chem!e.
2. daB in jedem Unionsland der Schutz der
Muster und Modelle leicht zugiinglich gemacht werden 8011, und daB das Internationale Bureau in Bern
sich mit den eustiindigen Amtsstellen der UnionsIiinder in Verbindung setzen 5011, um Vorschliige
zur internationalen. Registrierung von Mustern
und Modellen und zur Herbeifiihrung einer internationalen Abmachung in dieser Beziehung zu
machen,
3. da13 das Internationale Bureau sich mit der
Frage eines international anzunehmenden Warenklassensystems befassen 5011, und
4. daB das Bureau sich mit der Frage der Markenregistrierung vor den Konsulatsgerichten, ins
besondere in China, befassen 5011, und zwar in
dem Sinne, daB eine Registrierung vor den Konsulaten auch dann mijglich ist, wenn in dem betreffenden Lande, zu welchem das Konsulat gehort, eine Eintragung nicht erfolgt ist.
[A. 142.J
Wirtschaftlich-g werblicher Teil.
Jahresberichte
der Industrie und des Handels.
Vereinigte atasten von Amerika. Die A u s f u h r v o n L i c h t e n aus den Vereinigten Staaten belief sich i. J. 1910 (1909) auf 3 148 596
(3805573) Pfd. im Werte von 291012 (353494)
Doll.
An gereinigtem P a r a f f i n wurden
199 913206 (181 327568) Pfd. im Werte von
7 329 143 (7 608 624) Doll. ausgefiihrt. (Nach Daily
-Z. [K. 660.1
Consular and Trade Reports.)
Cuba. Der A u S e n h a n d e l C u b a s i. J.
1910 stellte sich folgendermafien - Werte in Pesos,
die Zahlen in Klammern bedeuten den Anteil
D e u t s c h l a n d s . - E i n f u h r : Steine und
Erden 989 249 (19 395), Schiefer, Pech usw. 1088 759
(3419), Glas und Krystall 1 138 711 (389 310),
Topferwaren, Porzellan 695 051 (104 605), Gold,
Silber, Platin 338 053 (101 002), Eisen und Stahl
6 163 754 (337 428), Kupfer und seine Legierungen
809 127 (67 450), andere Metalle 289 294 (53 107),
Arzneiwaren 468 350 (55 718), Farben, Firnis usw.
672 781 (27 671), Chemikalien 2 780 939 (118 461),
Ole, Fette usw. 1896 900 (57 096), Maschinen
8 381 763 (453227), Ole und Getriinke 3296467
(44 361), Erzeugnisse aus Milch 2 524 057 (32 451),
zusammen einschlieBlich aller anderen Waren
107 959 198 (6 542 760). A u s f u h r : Zucker, roh
und raffiniert 108 762 632 (30OO), Melasse 1 477 756
(27), Schwamme 354 855 (10 649), Asphalt 13 499
(1569), Eisen-, Gold- und Kupfererze 4 350 476 (-),
Bruchmetall2299 (-), Farb- und Gerbstoffe 40 (-),
zwammen einschlieBlich aller anderen Waren
151 270 558 (3 645 398) Pesos. (Nach Daily Consular and Trade Reports.)
-Z. [K. 658.1
Java. t t b e r d i e K a u t s c h u k - u n d G u t t a p e r a h a a u s f u h r J a v a s i. J. 1910 berichtet das Kaiserl. Generalkonsulat in Batavia u. a.
folgendes. Der aus Java ausgefiihrte Kautschuk
kommt zum groBen Teile aus dem siidlichen Sumatra, den Lampongschen Distrikten und der Residentschaft Palembang. Soweit es sich um wirk-
lichen Javakautschuk handelt, diirfte er im wesentlichen von den staatlichen Hevea- und Ficuspflanzungen, weniger aus Privatpflanzungen herriihren.
Letztere haben in den letzten Jahren an kusdehnung zngenommen, sind aber zum groBten Teile
noch zu jung, um schon erhebliche Ertriige liefern
zu konnen. Die Kautschukausfuhr von Java betrug 1908: 39 596, 1909: 172 302, 1910: 71 249 kg,
sie ist also noch recht unbedeutend. Dieser Kautschuk wurde 1909 groBtenteils aus Batavin, 1910
iiberwiegend aus Soerabaja ausgefiihrt; er nahm
seinen Weg groBtenteils nach Holland (1910: 40 380,
1909: 51 765 kg). Die Ausfuhr von G u t t a p e r c h a ist in den Jahren 1908 bis 1910 von 21S1
iiber 30 786 auf 274 086 kg gestiegen; dieser Stoff
diirfte wohl ausschlieBlich der Regierungsunternehmung Tjipetir in den Preanger Regentschaften entstammen. Ein groBer Teil (1910: 91 273, 1909:
20 716 kg) dieser Ausfuhr ging nach Holland, ein
sehr kleiner Teil (3775 kg) nur nach England. Die A u s f u h r v o n K o p r a aus Java betrug
1908: 96 419 619,1909: 72 394761,1910: 108 659 967
Kilogramm, sie ging uberwiegend nach Holland,
nach Deutschland gingen 1910: 15 275 583 (1909:
12 067 041) kg. Javakopra erfreute sich friiber
eines guten Rufes, der aber in den letzten Jahren
durch Pfliicken und Verarbeiten unreifer Friichte
durch die stets geldbediirftige Bevolkerung stark
gelitten hat. Die besseren Sorten werden zu 01 und
Speisefett verarbeitet, die geringeren in der Seifen-Z. [K. 661.1
fabrikation verwendet.
Urugoay. Uber den A u B e n h a n d e 1 U r u g u a y s i. J. 1910 entnehmen wir der Buenos Aires
Handelszeitung folgende Angaben. Der Wert der
A u s f u h r Uruguay8 i. J. 1910 wird nach amtlicher SchLtzung mit 41 023 459 Doll. urug. Gold
angegeben; da jedoch die amtli,chen Taxwerte verschiedener Erzeugnisse offenbar unter den wirklichen Werten zuriickstehen, so l&Bt sich unter Be
rechnung des Handelswertes der Gesamtwert der
uruguayschen Ausfuhr auf 43 699 798 Doll. urug.
Gold schiitzen. Hiervon entfallen auf Fleisch und
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