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Die Konkurrenzklausel in alter Zeit.

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XXIT. Jahrgang.
Heft 6. %!. Jaouar 1909
1
20 1
Die Konkurrenzklausei i n alter Zait.
Hydrolysier. Kupfer.
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1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Verbandwatte . .
Verbandwatte niit
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
80/,iger Natronlauge inercerisicrt . . . . . . . .
., lG%iger
. . . . . . . .
,, 24%iger
. . . . . . . .
,, 4001
, o' w r
Glanzstoff-Seide . . . . . . . . . . . . . . . .
Viscose A . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
8.
B . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9.
., C . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
10. Chardonnet-Seide . . . . . . . . . . . . . . .
11. Hydrocellulose nach G i r a r d . . . . . . . .
12. M i t s c h e r 1 i c 11 scher Zellstoff ungebleicht . .
13. R i t t e r - K e 1 1n e r scher Zellstoff ungebleicht
,.
uberein. Das mag damn liegen, daR V i g n o n anscheinend o h n e B e w e g 11 n g hydrolysierte und
nur die g e I o s t e n Hydrolysationsprodukte berucksichtigte. Aber auch V i g n o n h a t noch nicht
die Hydrolysierung mit Sauren zur Erkennung
engerer Hydratstufen angewendct. Wie die Tabelle
zeigt, lassen sich aber die verschiedenen Grade der
Mercerisierung recht deuklich erkennen. Die Methode
wird, kurz geschildert, folgendermaBen ausgefuhrt.
Etwa 3 g Substanz werdeneineViertelstundemiteiner
bestimmten Menge Schwefelsaure unter RiickfluB
und starker Ruhrung gekocht. Dann wird heiB
mit Natronlauge nentralisiert, sofort ein bestimmtes
Quantuni Fehlinglosung hinzugegeben und wiederum eine \ iertelstunde gekocht. Die gebildete Menge
Kupfer ivird elektrolytisch bestimmt, und der Wert
auf 100 g Cellulose umgerechnet. Zieht man von
dieser Hydrolysierzahl die Kupferzahl (die das Reduktionsvermogen der ursprunglichen Substanz
Tor der Hydrolyse in Grammen Kupfer ausdruckt,
die von 100 g Substanz abgeschieden werden), ah,
so ergibt die GroBe der Differenz den Grad der
Hydratisierung. J e groBer das Intervall, um so
stiirker die Hydratation; wie ja deutlich an den
Zahlen fur Kunstseiden und vor allem fur mercerisierte Baumwolle zu selien ist.
Diese Methode ist, so glaube ich, frei von der
Fehlerquelle der vorher erwahnten. Die Obcrflache des zu untersuchenden Materials ist nicht von
ausscblaggebender Bedeutung, denn nicht die Aufnahme irgend eines Salzes eines Alkalis wird gemessen, sondern die Produkte r e i n c h e m i s c 11 e r
Zersetzung. H a t man also so weit zerkleinert, daB
die kochende Saure Zutritt zur Einzelfaser und zum
1-2 mm langen Bruchteile des Kunstseidenfadens z. B. hat, so ist bei der heftigen Rubrung
gewahrleistet, daB stets neue Mengen Siiure das
Partikel umspulen, und die entstehende reduzierende
Substanz ausgelaugt wird.
Ich bin am Ende meiner Ausfuhrungen. Das
Referat uber Hydratcellulosen zeigt, wie wenig geklart bis jetzt Entstehungsbedingungen, Eigenschaften und Konstitution dieser Klasse von Cellulosen, wie notwendig daher weitcre Experimentaluntersuchungen sind, urn die technisch so auBerordentlich nutzlichen oder schadlichen Hydratccllulosen naher kennen zu lernen.
Ch. 1909.
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.........
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. . . . . . . . . .
. . . . . . . . . .
3,3
3,2
5,O
61
6,6
12,s
14,0
14,5
16,6
11,7
G,6
4,4
3,5
Differenz
1,1
2,2
0,g
2,3
337
4,9
4,7
11,3
11,5
13,7
11,3
13,6
0,9
0,9
297
1,3
12
1,9
1 3
199
3,o
2,9
4,1
537
2,4
2,8
Die Konkurrenzklausel in alter Zeit.
(Eingeg. d. 19.11. 1909.)
I n der Frankfurter Zeitung vom 24./12. 1908
ist folgende Mitteilung abgedruckt, die viele unserer
Lescr intcressieren diirfte: Das Verhaltnis zwischen
Chef und Angestelltem, die Frage der Wahrung von
Geschaftsgeheimnissen und die sog. Konkurrenzklausel sind wichtige Fragen der Sozialpolitik, die
nicht im Feuilleton behandelt zu werden pflegen.
Vielleicht interessiert aber an dieser Stelle doch
ein Arbeitsvertrag, der ini 18. Jahrhundert in Frankfurt abgeschlossen wurde, und der eine geistige
Leibeigenschaft darstellt, die uns heute aufs sonderbarste beruhrt. I n den Akten des Frankfurter
Stadtarchivs findet sich naimlich nachfolgender Vertrag aus dem Jahre 1785, den der Mechaniker Georg
Koch mit dem Besitzcr der seinerzeit angesehenen
Kattunfabrik in Niederrad bei Frankfurt, eincm
der wenigen Unternehmen dieser Gegend, das damals der Fabrikation diente, abschloB :
,,Demnach Herr Johann Friedrich Muller,
Burger und Handelsinann, mich endesuntcrzeichneten nuf scincr Fabric zu Niederrad, hauptslichlich zu unterhalt und verfcrtigung derjenigen
Mechanischen Maschincn und Gerathschaften,
die zum Betrieb seiner Fabrikarbeiten ohne unterschied erforderlich sind und er zur Erweiterung
dieses Geschaftes in Zukunft weiter zu errichten
gutfinden wird, anzustellen und darinnen unterweisen zu lassen vorhabens ist, hierzu aber Herr
Muller die Versicherung von mir haben will, daB
ich, solange Gott mir Gesundheit und Kriifte
verleihet auf seiner Fabric zu arbeiten, uber die
mir anvertrauten Arbeiten ein genaues Stillschweigen haben und von alle demjenigen, so ich
auf denen Fabric verfertigen, unterhalten und
treiben werde, weder fur mich selbst, es geschehe auf wellche Art und unter welchem
Vorwandes immer geschehen kijnne und moge,
ich seyn gleich in Diensten des Herrn Mulier
oder nicht, uber kurz oder lang keinen selbstgebrauch nicht machen, noch vie1 weniger anderen,
es seyen Anverwandte oder Fremden, auf irgend
eine weise, weder mundlich noch scliriftlich, noch
weniger durch Mitteilung der Risse, Model und
was immer von einiger Angabe der auf der
Fabric befindlichen Maschinen zu mir zu treiben,
zu unterhalten imd zu errichten anvertraut werden
sollte, cinigc Anleitung oder Untwweisung zu
geben, es seyen in oder ausser der Fabric, auck
mich auf keine Weiso und unter keinerley uer26
202
Miitteilungan der Versuchsstation fur die Java-Zuckerindustrie.
sprechungen eines mehreren Lohnes oder sonstiger Vorteile, die mir etwa uber kurz oder lang,
es seyen von hiesigen oder fremden, mogten angebotten werden, nicht aus Herrn Mullers Dienst
verfiiliren zu lassen. Ich verspreche daher bci
Vcrpfandung meines bereits besitzenden und
etwa noch hoffenden Vermogen bei meiner Treue
und chrlichcn Namens, auch unter der verpflichtung, auf jedesmalige Begehren des Herrn Miillers einen leiblichen Eid abznlegen, daR ich diesem
meinen Versprechen vollig naehgekommen seyn,
wiedrigen falls nnd so dieser meiner Verbindlichkeit uber kurz oder lang zuwiederhandeln sollte,
Herr Muller fiiglich Macht und erlangtes Recht
haben solle, sich nicht nur meines besitzenden
Vermogens zu versichern, zu einigen Entschadigung, sondern auch niich fur einen Meineidigen,
ehre- und- gewissenlosen Mann zu ecklaren und
vor jedes Orts Obrigkeit als ein solcher darzustellen und gerichtlich verfolgen zn lassen.
Dahingegen verspricht rnir Herr Muller fur
treu und fleiBige Arbeit und Aufsicht einen bestandigen Wochenlohn von drey und ein halben Gulden
woechentlich sowohl Winters als Sommers zu bezahlen, wovon mir jeder Zahltag drey Gulden baar
bezahlet und die ubrigen dreyssig Kreuzer als ein
Gutstaiid auf der Fabric zugeschrieben werden.
Zu dessen mehrerc Festhaltnng iut diese
nieine Verbindung von mir eigenhandig unterschrieben, und ein hochlobliches Landamt zu
deren Confirmation gebetten nnd rnir zu meiner
Nachhaltung eine von Herrn Muller unterschriebene Abschrift zugestellt worden.
So geschehen Frankfurt den 13. April 1785.
Georg Koch."
Benzin und Benzol.
Von Dr. HUGOMASTRAUM-Lissabon.
(Eingeg. d. I.&
1909.)
I n einem Aufsatze Gber Benzin und Benzol,
den Herr H e r m a n n S c h e l e n z in Bd. 21
dieser Z. 1) als Erginzung zu einer Mitteilung von
0. R a u b e n h e i m e r - Brooklyn uber denselben
Gegenstand veroffentlicht, finden sich die nachfolgenden Siitze :
,,R a u b e n h e i m e r kann mitteilen, daB
in Portugal B e n z o 1 noch B e n z i n a m heiBt.
Das zcigt eine Ruckstandigkeit des ,,pars", uber
die man sich bei diesem ,,toturn" nicht eben
wundern wird."
Ich mochte rnir zu bcmerken erlauben, daO
die Mitteilung von R a u b e n h e i m e r nicht richtig ist. Es gibt kein portugiesisches Wort ,,Benzinam". Genau nach dem franzosischen Sprachgebrauch, den Herr S c h e l e n z lobt, wird in
Portugal das Benzol (aus Steinkohlenteer) als ,,Benzina", ,,Benzenio" oder ,,Benzol" bezeichnet, wahrend das Benzin (aus Petroleum) ,,Ether de petroleo" heiBt. Es entfallt somit jede Grundlage fur
die verallgenieinernde kritische Bemerkung von
Herrn S c h e 1e n z , die, wie mir scheint, i n j e d e m
F a 11 e uberflussig gewesen ware.
L i s s a b o n , 26./12. 1908.
.
1)
Diese Z. 21, 2578 (1908),
[a
n ~ $ ~ ~ ~ ~ ~ f ~ ~ m
Mitteilungen der Versuchsstation fiir
die Java=Zuckerindustrie
Nr. 6 Untersuchungen iiber den hTiederschlug
mit Bleiuceht in alkalischen, zuckerhnltigen Flussigkeiten. Von J. J. H a z c w i n k e 1.
Bei allen bis jet,zt ausgefuhrten Arialysen von
organischem Nichtzucker in den Produkten der
Rohrzuckerfabrikation bleibt ein relativ groBer unbekannter Rest. Zweck dieser Abhandlung ist,
nachznweisen, daB dieser Rest wirklich als organische Substanz anwesend ist.
Dicksaft und Melasse werden durch Zufugung
von Alkohol konserviert; man nimmt gleiche Mengen Dicksaft und A41kohol,wahrend Alelasse erst zur
HBlfte mit Wasser verdiinnt wird uncl dann die
verd. Melasse mit der gleichen Menge Alkohol. Zurn
Fallen der mit neutralem Bleiacetat verset,zten Mengen Dicksaft oder Melasse ist eine bestimmte Menge
Natronlauge notig, welche durch die Formel aP-b
dargestellt wird; b ist eine Konstante, die durch Bestimmungen mit verschiedenen Mengen Suhstanz
gefunden wird. Die richtige Menge der Laugc wird
schliel3lich durch einige Tropfen Ammonidr festgestellt, wodurch einc hederitend scliArfcrc Endreaktion erhalten wird.
Bei Zufugung von Natriumacetat crfolgt ein
groBerer, von Saccharose ein geringerer Nicderschlag; infolgedessen wird von derselben Menge Blciacetat in Melasse mehr Glucose gefallt als in Dicksaft. UberschuB von Bleiacetat ist notig.
Die mit der unbekannten organischen Substanx niedergeschlagene Menge Glucose kann gleichfalls durch eine Formel cP-d dargestellt werden,
wobei d wieder eine Konstante ist. Mit vier Teilen
Glucose ird ein Teil Saccharose pracipitiert.
Wenn man bei gleicher Menge Bleiacetat mehr
Lauge zufugt, wird mehr Glukose ausgefallt, dagegen orgsnischer Nichtzucker gelost; schliel3lieh
kann dieser ganz gelost werden.
Fur die Untersuchung des Niederschlages ist
es notig, in einer kohlensanrefreien Atmosphare
(Wasserstoffstrom) bis zu einem bestimmten Volumen
zu filtrieren. In1 Filtrat wird die Glucose bestimmt,
welche bei der Anwendung dcr richt,igen Laugenmenge in einem festen Verhaltnis (1:3,777) zur
Glucose im gefallten Anteil steht.
Der Filterrucktitand wird schnell im Wasscrbad und dann bei 110' getrocknet, gewogen, gegliiht und in Bleisnlfat. ubergefiihrt. Aus den gefundenen Zahlen wird die Menge des organischen
Nichtzuckers berechnet. Auf 1 Mol. Glurosc waren
notig 3,5 Mol Blciacetat und 6.825 Mol. Natronlauge.
Nr. 7 . Saccharosebestimmung ilk Ampas. Von
H. C. P r i n s e n - G e e r l i g s .
Von P e l l e t und N a u s wurde auf Grund
von in Agypten erhaltenen Resultaten behauptet,
daB die in Java von P r i n s e n - G e e r 1 i g s empfohlene Saecharosebestimmungsmethode in Ampas
(ausgepreBtem Zuckerrohr) vie1 zu niedrige Resultate
ergeben hatte.
Anstatt wie P r i n s e n - C e e r 1 i g s den
PreBriickstand 1&12 Min. mit kochendem Wasser
auszulaugen , empfehlen sie die Met,hocle Z a m a r o n , bei weleher man 50 g Ampas mit 200 ccm
Wasser 10 Min. lang kocht und die Fliissigkeit in
einen Literkolben mit 10-15 ccm Bleiacetat ab-
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