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Die Krystallform des Turmalins Zinksilicats und Boracits in Bezug auf die durch Temperaturvernderung erzeugte elektrische Polaritt.

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und 1100, allein e:a' einmal 134: O ein andermal 136a0
notirt finde, und gegenwiirtig nicht mehr irn Besitz der
Krystalle, folglich auch nicht im Stande bin, die Messungen zu wiederholen. Da indek die Winkel 109°-110"
und 134; O mit dem Zeichen ()Pa) sehr gut stiminen,
so diirfte der Winkel 136:O ein Schreib- oder Ablesungsfehler seyn.
Die iiberhaupt nur unvollkommene Spaltbarkcit findet parallel den Fllchen m und b statt; doch scheinell
auch andere, noch meit unvollkommnere Spaltungsfliichen
vonukommen.
~
X. Die Krystallform des Turmalins, Zinksilicats und Boracits in Bezug auf die durch
I'emperaturc.er&nderung erzeugte elektrische
Polaritat; von F. Kc'hZer.
I3a u y entdccktc zuerst die interessante Thatsache, d a k
,
die Eigenschaft gewisser Mineralien, durcli Erw~rinniig
polarischelektrisch zu werden, mit der anomalcn Ausbildung der Krystalle in innigein Vcrbnnde stche. E r erwies, dafs diejenige Axe des Turinalinkrystalls, welche
die beiden verschiedenartig geslalteten Enden der Saiile
verhindet, ziigleich die Richtung andeute, in der die elektrische Polaritst bei Temperaturveriinderung erscheine,
und zeigte vom Boracit, daCs er der Natur seiner KrystaIlform nach sogar vier Linien oder Axen besitze, in
denen elektrische und krystallogenetische Polarisation zugleich auftreten. Auch vom brasilianischen Topas besehrieb er einen an beiden Seiten der Saule verschiedenartig ausgebildeten Krystall, indem er auf diesc Weise. die
pyroelektrischen Eigenschaften dieses Minerals in Beziehung zur Krystallform brachte. Erst in neuern Zciten
fugte er der Zahl der pyroelektrischen Mineralien aucli
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das Kieselzinken (wasserhaltige Zinkoxydsilicat) zu, ohne
seiner unsymlnetrischen Krystalle zu gedenken, die erst
M o b s in seinern Grundrifs anfiilirt und abbildet.
Nirgends indeb finden wir die Lage dcr elektrischen
Pole in Bezug auf die Krystallform geiiau angegeben,
fiber die uns Ha iiy’s beilaufig gemaclite Beinerkung durchBus uicht aufkllrt. Er sagt nnmliclr vom Turmalin, dafs
bei der von ihm ejuidqfirente
..
geuannten Krystallvarietzt die positive Elektricitlit in dem sechsflachigen,
die negative aber in dem dreiflschigcn h d e ihren Sitz
habe *). Aber obgleich es zu vermuthen steht, dafs sich
diese Angabe auf den Zustaiid des Erkaltens bezieht, so
fiihrt doch H a u y dieses nicht ausdrh&lich an, da ihm
das von B e r g m a n schon anfgcfuiidciw Geselz niclit bekannt zu s e p schicn: dafs bei cntgegcngesetztem Gange
der Teinpcratur sich die elektrischen Pole umkehreii **).
Nachdem 13 e c q u e r e 1 neuerdiiigs ***) durch Versucbe
die B erglnan’schen Beobachlungen bestatigtc, hat auch
die Frage: in’ welchein Zusammenhange die Elektricitgtsgufserungen der Mineralien mit der Krystallfom stehen,
ein vejungtes Interesse gcwonnen.
Zur Beantwortung dieser Frage habe ich diejenigen
pyroelektrischen Mineralien, deren Krystallfonn einc Abweichung von der gcwiihnlichen Symmetrie zeigt, namlich den Tunnalin, das Kieselzinlien und den Boracit
einer Priifung uuterworfen. Die Krystalle wurden auf
einem Quecksilberbade entwedcr eiiier steigenden oder
eioer fallenden Tcinpcratar ausgesetzt, uild die Art dcr
ElektricitSt in ihren Polen durch ein, auf einer Lackstange befestigtes und zwischen den Fingcrn gestrichenes
Katzenhaar (das bekanntlich dadurch positiv elektrisch
wird) bestimmt.
*) HaGy, trait; de miniralogie. Tom. I. p. 205.
**) T . B e r g m a n , kl, phys. Wcrke, deutsch v. Tabor. V. p. 479.
o**)Annales de chim. et dc phys. T.XXXVIL p. 5. el 355.; ~d
diese Annalen XIII. p. 628.
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1. T u r m a l i n .
D i e a n beiden Enden ausgebildeteii Krystalle dicscs
Minerals sind zieinlicli selten, ich mufstc midi daber bcgnugen, lnit 6 bis 8 solchcr Krystalle von verschicdeneil
Fundorten meine Versuche anstellen zii kiinnen.
1) Schwarze und dunkelbraunc Kryslalle nus dcin
Glimmerschiefer 'Tyrols, wid blniigrune aus nrnsilien hatten die, Fig. 14. 'l'af. I. abgcbildete Form, die nucli scllon
HaUy in sei1il.m Atlas, 2. .\usgabe, Taf.' 76. Fig 199.,
giebt, und oaricle' kogone ncunt. Es ist die beiiii Turmalin am hliufigsten vorkonimcndc Combination. P ist
o (]as
das I\IioniboCder von etwa 13.3"Endkaii~ei~~.iiilteI,
erstc schiirfere, s die Fliiclie dcr sechsseitigcn, und I die
der dreiseiligcri Siiule. Am Endc a belinden sich nur
die Fliichcn dcs R b o m b o ~ d c r sP, wiilirend ..am Endc b
aufser diesen aucli nocli die dcs RoiuboCders o vorlianden sind.
I V u r d e cin solchcr Krystnll erwsrmt, so zcigte Jns
a.E n d c + E , Ldagegcn - E von ctwn SO" C. an init
zunehmcndcr , rind gcgcn 100'' C. wicdcr abiicliiiiciitlcr
Intensitlit.
D e r voin Quecksilbcrbnde licrabgenon~niclie,
und auf einein griten Leiter dcr freiwilligcii E r k a l t q
iiberlassene Krystall erhiclt die uingckelirtc Polariliit,
iiiiinlich a:--E, u ~ i db:+E, dercn Intensitiit imincr iticlir
abiiahin, und bci Ann2herung an die Lufttemperatur gleicll
Null wurdc.
Dann wurdc der Krystall auf ein Quecksilberbid
gclegt, das in eine Frostmischung getaucllt werden konnte.
Aber die Spurcn freiwerdeuder Elektricitjit waren iiur
sehr schwach, vielleicht weil die Teml'cratiirernicdrigullg
nicht tief gcnug war, und sich danu laoge auf eioenl constanten Punkt erhielt.
2) Die apfelgriineu Krystalle aus dem Dolomit des
St. Gotthardt besitzen die in Fig. 15. uod 16. Taf. I.
darges:elltc Formen. Sie haben nur die sechsseitige SVuIc
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an dereu Ende a , Fig. 15., dic HorizontalflAchc..k
nebst den Flschen des RhombnCders P und des crstcii
stumpfern n, Fig. 16. abcr niir k bcsitzt, ivlihrend das
B des Kr?-staIls Fig. 15. die Eiidlliiche /r mit dcm
l'\lioluboCder 11, dcr Fig. 16. abcr die "lclien des Rhoinbo&rs p uiit dcsscn erstell scliarfcrn o trligt.
Eei beiden Krystalleu wird bci steigonder Temperatur a positiv und ~!i negativ, bci sinkender dagegen a
liegativ und b positiv.
3) Die schwarzen Krystalle aus eincin miirben Granit vom Sonneberg hei St. Andreasberg sind 'sehr niedrige Combinatioiieii der secbsseitigen und dreiseitigen
Siiule, am Ende 0 init den sclir t l r i i s i p i niid lnatten Fliicheu von p, am Eiidc b abcr iiiit dcn slarkgl~inzciidcn
uiid in die Liiiige gestrciftcn parallclcn Ylliclicu von P,
und dcu volllioiiii1:cii Slattcii l i n d gliinzendeii r o n o (siche
Fig. 17.). Die Krjstallc nnlersclicidcn sich von der,
Fig. 14. abgebildetcii, Forin nur dadorch, dafs o niclit,
\vie dort, auf die I'l~iclien der drciseitigeii Siule gerade
aufgesetzt erscheint.
2)icse Krystallc wiircn durch TcinpcraturverYndcrune;
nicht i n boinerlibarcn elcktrischcn Zustantl ZLI versctzcn.
Eeim Turiiialin erliiilt also bei stcigeiider Temperatrir iiiiiner .dasjenigc Elide dcr Jirystalle +L', an dcm
sich die Endllkbe k allciri, oder dos Rliomboiider P
allein, oder Coinbinationen von k, P und n belinden;
dagegen dasjenige - E , welchcs K mit n, odcr '1 init o
besitzt.
Ulngcliehrt vcrliiilt es sich bei siukender Temperalur.
S,
2.
K i c s e 1 z i 11 k e r z.
Dic lileincii Kryst~llchen, die icli 211 priifen Gctcgenheit IiaUe, waren 1 2 Liuieii Iaog, an beideii Eiiden vdlig ausgebildet, und batten die in Fig. 18. Tnf. 1.
gegcbene Form, \vie sie Molls in seinem Grundrik *)
-
*) 31011s Grundrifs der Minerdogie, 11. Taf. 111. Fig. 37.
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abbildet, nur mit fast verschwindenden SHulcnfliichel~.
Sie maren aus Drusen des derben gelben Kicselziukencs
vom Altenberg bei Aachen entnommcn.
Das h d e a hat die Flaclien p und rn vorherrschend,
die ein Oblongoctaeder (ocZa2dt-e rectangulaire) b i l h ;
das Ende b die Flachen eines sehr niedrigen Rhombenoctaeders P; in der Regel sind die Krystallc init dcin
lctztern aufgewachsen, so daCs nur das andere Ende gesehen werden kann.
Bci steigender Temperatur wird a positiv und B ncgativ; bei sinkender umgekehrt a ncgativ urid b positiv.
Bei constanter Liifttemperatur sind die Krystalle inililfcrent. Selbst die kleinsten Krystalle lasscu bci TeinpcraturverSnderung deutlich noch die elektrische l’olariliit
beobachten.
3. B o r a c i t
Die gemi)hnlichsten Krystalle des Boracits sind dic
in Fig. 19. Taf. I. abgcbildeten. Die vier elektrisclieii
Axen verbindcn die diametral gegen einandcr iibcrstclicaden Wiirfeletken, die zugleich in ciner Dillerenz clcr
Ausbildung stehen. Sind auf einer Seite die Octaiiderilkhen s vorhanden, so fehlen sie auf der andern Seite
entwedcr ganz, oder sind doch nur ganz rauh und matt.
Wir wolleii die gIatten Octatderflachen mit a, dic rauhen mit b bezeichncn.
Beim ErwHrmen des Krj-staIls treten gleichzeitig alIe
acht elektrisclien Pole hervor. Die vier a merden negativ, die vier b aber positiv. Bciin Erkaltcn vertauscheii
sich auch hier die Pole, und a wird positiv mid b negativ. Bei constanter Temperatur ist die Etektricittit wieder gleich Null.
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