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Die krystallisirte Kieselsure ist dimorph.

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323
XI. Die ’krystaflisirte Kieselsiiure ist dirnorph.
Vestan (ein - und eingliedrig krystallisirte Kieselsaure) charakteristisch fiir die Melaphyre;
corn
Bergruth Dr. J e rr z s c h.
(Aus dem lithologischeo Laboratorium im Herzoglicheo Schlosse mi
Siebleben bei G o t h . )
D a s seither als Fettquarz angesprochene Mineral, welches
voii einigen Autoren mit dem Olivenquarze ’) (Freieslebeo)
verwecliselt wird, ist als ein charakteristischer, wenn auch
nur accessorischer aber ursprunglicher Gemengtheil des
Melaphyr anzusehen.
W e n n man Zeit und Muhe nicht scheut, so wird es
wahrscheinlich in jedem Melaphyre (Brongniart) gefunden
werdeii.
Ich fand dasselbe nicht nur
in siimmtliclien Melaphyren und Melaphyrmaudelsteilien der naheren und weiteren Umgebung von Zwickau
im Konigreiche Sachsen und zwar besonders ausgezeichnet im Nieder Cainsdorfer Melaphyrbruche und in der
Gegend zwischen Zschoken und Wildenfels , sonderii
auch in den Melaphyren des Thuringer Waldes und
zwar
oberhalb Kabarz im Melaphyrbruche bei der 3,Leuchtenburg<( an der Strake nach dein Inselsberge;
am und in der Niihe des Dreh- (Trish) Berges;
am Kammerberg bei Ilmenau;
von einem Melaphyr - Gange am Eselssprunge bei
Bad Liebenstein.
1)
Hr. F r e i e s l e b e n IGlt das betreffende Mineral im Melaphyre der
2w;cknrlcr Gegeud f i r Olivin, miit dem Namun Olivcn Q i i w z braeichnet er aber die in] Sanidin - Qilarrparphyre (Peclls&
E. ?‘ti.)
porpbyrartig innelicgcn&n Quarz-DihexaFder.
Vcrgl. meine Abhnndlung
iiber Sanidiuquarzporphyr in v o n L e o n l i a r d N. Jahrb. 1858, Heft 6.
-
321
Dem sogenaiinten Fettquarz begegnet man ferner
im Melaphyre vom Gaiizig bei Oschatz.
Aufserdem kommt dieses Mineral nach den hn Kiinigl.
Mineralien Kabinet zu Berlin befindlichen Belegstucken im
H a n e vor, und zwar in deli Melaphyren
aus dem Steinbruche an der Wiegersdorfer Flur bei
Ilfeld ;
des Nitzberges bei Ilfeld; und
im sog. Melaphyr -Porphyr vom Gaiiseschnabel bei
Ilfeld, sammtlich von Hrn. Prof. G . R o s e kurzlich selbst
gesammelt.
Ferner findet sich dasselbe
bei Darmstadt (in einein von Hrn. Dr. G u m p r e c h t
1840 gesammelteii sehr verwitterten Melaphyre),
ebenso wie in dem Schlesischen Melaphyre
unterhalb des Emmerichsbergs bei Flachenseiffen n8rdlich von Hirschberg.
Dieser sogenannte Fettquarz ist aus den nachstehend
entwickelten Grunden ein selbstandiges Mineral, fur welches ich den Namen Veston vorschlnge. Einen mythologischen Namen wahlte ich fur dieses mit dem Quarze leicht
zu verwechselndes Mineral, weil Hr. B r e i th a u p t bereits
schon fur zwei fruher als Quarz betrachtete Mineralien
( Castor und Pollux) sich der mythologischen Nornenclatur
bedient hat.
Obgleich, wie 111au aus der grofsen Anzahl der Fundorte sieht, der Vestan ein sehr haufig vorkominendes Mineral ist, so sind doch deutliche Krystalle ziemlich selten. Die
Vestan - Krystalle sind stets mit der sogenannten dichten
Melaphyrgrundrnasse fest verwachsen , namentlich wenn die
Gemengtheile derselben unter dem Mikroskope noch unverandert ( frisch) erscheinen.
Lose Krystalle trifft man daher auch nur dann, wenn
eine ziemlich vorgeschrittene Verwitterung des Gesteins die
BloMegung derselben enn6glicht hat, wodurch sich erkbrt,
da€s die wenigen deutlicheren mir bekannten freigelegten
Krystalle nicht mehr frisch sind.
-
Poggendortf’s Annal. Bd.
CV.
21
322
Auch die \ o n Hrn. G e i i i i t z ' ) besrhriebencn Pseudtrinorphoseri eines trikliiioedrisrhen Feldspaths diirften ~ k t Iricht als Vestan - Krystalle anzusehen seyn.
Oafs es Pseudomorphosen waren, hafte uin so griifsere
Wahrscheinlichkeit, da bekanntlich, wie schoii Hr. G. B i s c h o f narhweist, sanintliche in den Melaphyren und Melaphyr - Mandrlsteinen angctroffenen Quarze und Chalcedone
secundarer Bildung sind. Die im koniglichen MineralienKabinet zu Uresden befiudlichen , nicht mehr frischen und
zum Theil init einem blafsriithlichbrauueii Ueberzuge be
deckteu Exeniplare fand Hr. Prof. G e i n i t z iin Melaphyre
zwischeii Vielau und Wildenfels. Genauere Messungen
lassen sich an diesen Krystalleii nicht anstellen, denri sie
besitzen drnintlich eiiie rauhe Oberflgche , sind aufserdrm
aber auch noch aufgewachsen.
Es ware sonach nicht inoglich gewesen, nur auf Grund
dieser Krystalle die hechtheit dcrselben festzustellen.
Aus den von inir iin Nieder Cainsdorfer Melaphyrbruche
gesaininelten grofseren Vestan Ausscheidungen , welche ich
dort bis zu IEit)"" im Durchmesser f a d , gelang es mir zuiiachst SpaZtzmgsgestuEten darzustellen, a n welchen die Winkel annriherungaweise geinessen werden koniiteii
Nach vier Kichtungen ist der hlaitrige Rrucli deutlich
bis ziemlich deutlich.
vlg. i.
I n beistehender Figur (Fig. 1 ) ist eiiie Spaltungsgestalt
gezeichnet, Am deutlichsten ist der Vestan spaltbar nach t,
noch recht deutlich nach o , welches besonders charakteri1) Geogoostisehe Darstellung der S~einkoblenfoln,aiioll
zig 1856, S 27.
iri
Sachsen,
Leip-
323
wird durch blattriges Gefuge und drirch einc fast stets
beobachtbare Streifung parallel der ~otnbinationskantemit
p ; iiach m geht der vierte iinrner noch zimilich deutlirhe
Blatterbruch.
h a s Messen init dein Refleuions,voniometer hat wegen
der Un$eichlieit in der physikalischeia Beschaffenheit der
SpaltuiigsBiichen seine grolbe Schwierigkeit, nnd mufste ich
niich leider rorlaufig mit approxiinativen Messungen begniigen, nach welchen sich ergiebt:
t : m ungefahr I l l o und rn : t , uiigefiihr 6 9 O
o : 7n
91'
m:o,
80''
0:t
814"
t :o,
951"
0:p
"
133"
Hoffentlich wird es spater gelingen, melir und zuin Messen geeigneteres Material zu e r h g e n .
Der Vestan ist ein- tind eiiigliedrig (trikliuoEdrisch. Redrelit - tetarto - rhombisch).
sir1
3)
JJ
J)
I,
J)
J*
Fig. 2.
Will man eine scheinatische Figur (Fig. 2) aller his jetzt
ain Vestan beobachteten Krystallforinell entwerfen, so konntp
man t uiid m anseheu als die Fliiclte11 des ersten und zweiten Hemiprisma, o als ein weniger geneigtcs Doma Bur Ebene
der B ~ a c h ~ d ~ a g o n und
a l e p als ein steileres Doma ZUUTEbene
der Makrodiagonale.
An den nachfolgend beschriebenen, von mir gefiindpnen
Krgstalleii wurden noch aufser diesen vier Bruchflachen,
folgende Krystallflachen beobachtet :
21
*
324
n cias
1.
niakrodiagonale FIZchenpaar,
das brac1iydiaC;oiiale Fhchenpaw,
d eiii die Coinbiiiatioiiskaiite von t : rt abstumpfendes H c liiiprisma.
Einen grofseren in (Fig. 3) ungefahr i n nntiirlicher Grofssc.
ahgebildeten, dnrch Verwitterung des umgebenden Gesteins
frei gelegten Krystall fand ich in der Gegend zwischeii
Zschoken und Wildenfels.
Es ist m und rn, das zweite Nemiprisma,
o das Hemidorna zur Ebene der Brachydiagonalr,
t die vordere Flache des ersten Hemiprisma,
d , die hintere Flache eines anderen Hemiprisma, welches
iiach einer ganz ungefahren Messuiig inittelst des Anlegonioineters rnit der Flache m , einen Winkel v o n
etwa 126" bildet,
r die vordere Flache des brachgdiagonalen Flachenpaares, welches nach einer ganz ungefiihren Messung mittelst des Anlegoniometers init m cinen Winkel von
etwa 132" einschlielt.
Fig. 4.
325
Ein kleinerer Krystall, ebenfalls aus der Umgegend von
Zwickau ist in Fig. 3, dreimal vergrol'sert im Grundrisse gezeichnet. An demselben beobachtet man:
r und P , das inakrodiagonale Flachenpaar,
o das Hemidoma zur Ebene der Brachydiagonale,
m die vordere Flache des zweiten Hemiprisma,
n , die hintere Flache des makrodiagonaleii Flachenpaares,
p das Hemidoma zur Ebeiie der Makrodiagonale.
Auf einein von mir ain sudwestlichen Fufse des Dreli(Troh) Berges geschlagenen Handstucke eines schon zieinlich verwitterten , an Vestaii verhiiltnifsm%l'sig reichen Melaphyrs ist ein ungefahr 1,5"" gro€ser Vestan-Krystall init t ,
aufgewachsen und zeigt die Fllchen:
t die vordere Flache des ersten Hemiprisma,
o und o t das Hemidoma zur Ehene der Brachydiagoiiale,
m die vordere Flsche des zweiten Hemiprisma,
r , die hintere Flache des brachydiagonalen Flachenpaares.
Die aurseren Krystalltlachen der drei ebeii beschriebenen Vestane aus der Gegend von Zwickau und aus dem
Thiiringer Walde stehen sonach im genauesten Zusammenhange mit den angefiihrten Spaltungsrichtungen, was nicht
der Fall seyn konnte, weiin es achte Krystalle nicht waren,
denii es ist eine erwiesene Thatsache, da€s nur in achten
Krystallen aufsere Krystallform und Spaltbarkeit itn Zusaminenhange stehen.
Der Vestan ist leichter spaltbar als der Quarz I). In
seinem gemohnlichen Bruchansehen gleicht der Vestan dem
geineinen Quarze ziemlich, denn er besitzt ebenfalls einen
ausgezeichnet muscheligen Bruch. Der Vestan springt aber
gewbhnlich in stumpfere Stiicke, als es der Quarz zu thun
pflegt, dessen Splitter oft sehr scharf und spitz sind.
1 ) Bekanntlich giebt
es Quarz- Vnrietlten, an welchen ziemlich deutliche
Spaltbarkeit nach + R ( H ) ; - R ( r ' ) und GORangegeben wird, und
5 1 3 3 ' 44'
wo sich die Winkel von R : P , in den Endkanten
in den Seitenkanten = 103' 34' und
= 76O26'
38O 13,
sowie
113' 8'
R
aiich noel1 Winkel von 141O47' und
und 66' 62' ergeben.
uod in der Combination mit
CL,
326
Der Vestan ist doppelt lichtbrechend.
I)er Vestan Fhlt sich kalter an als der Quarz.
Der Vestan ist in seinen meisten Ahiinderungen vollhommeii durclisiclitig, wasserhell. Sein Glanz ist ein lebliafter Fettglanz, welcher sich dem llernantglanze nghert.
Besoiiders wurde sich deshalb der Vestan zurn Verschleifen fur wohlfeilere Schinuckstelne eignen , wemi er
haiufiger in grofseren uiid reinen Particn aogetroffen wurde.
Nach der Aussage des Steinschleifers schleift er sicii ebenso
leicht , jedoch etwas schmieriger als der Qmrz.
Die Hrirte des Vestan (= 9; nach zwolfth. Scala) ubersteigt die des Quarzes etwas; der Vestan wird zwar vorn
Topas geritzt, ritzt jedoch seirierseits den Quarz dcutlich.
Bei weifseni Striche siiid die frischesten A banderungen
b l a t nelkenbrauii bis farblos.
Weniger frische Stucke sind oft sehr zerkluftet und
erscheiiieii dann triibe und milchweifs. Dringen in diese
Spruuge und Rifschen Zersetzungsproducte des Melaphyr
ein, so erscheiiit der Vestan je iiach der Farbe derselben
eiitweder weirs, grau, apfelgrun, olivengriin, braun, haufig
auch roth.
Das spec. Gewicht fand ich bei 28" C. =2,689,
bei einer andereii Bestirninung bei 27' C. = 2,668,
= '2,649
was eineiii spccifischen Gewichte
entspricht, weiin dasselbe auf die grofste Dichtigkeit des
Wassers zuriickgefuhrt wird.
Vorm Lothrohre bleibt das Mineral ganz unverandert,
ertbeilt auch der Flamme keiiie Farbung; unter Brausen
lost sich der Vestall in Soda auf, in der Boraxperle ist er
liislich, in der Phosphorsalzperle aber bleibt ein grofser
Theil des angewendeten Pulvers ungelost.
Zur chernischcn Analyse wurden nur vollkoininen reine,
gain durclisichtige Sttickchen ausgewahlt und verwendet.
Die Analyse selbst geschah durch Aufschliefsen ( I ) mittelst kohlensauren Natrons auf bekannte Weise, (2) inittelst
kohlensauren Kalkes.
sp
I(
327
(1)
(2)
-
Kieselsaure
99,4ti
Titaiisaure
keine
Manganoxydul (mit Eisenoxyd veruiireinigt)
0,dl
Q,22
Kalk
0,50
0,18
0,19
0,18
Magnesia
Kupferoxyd ')
0,36
Alkalien
nicht nachweisbar
Gluhverlust
keiner
keiner
Wurde das Mineral in Stiickchen langere Zeit der starksten Weifsgluth ausgesetzt , so erfolgte nicht die geringste
Gewichtsveranderung ; auch das specifische Gewicht blieb
dasselbe, denn ich fand es wiederum bei 28" C. =2,659,
was einem specifischen Gewichte = 2,649 entspricht, wenn
dasselbe auf die grofste Dichtigkeit des Wassers zuruckgefuhrt wird; wohl aber verschwand die brIunIiche Farbe, das
Mineral erschien vollkommen farblos und wasserhell. Die
briinliche Farbe verschwindet iibrigens schon beim Erhitzen
uber einer einfachen Spirituslampe.
W i r d Vestan in Pulverform der starlisten Weifsgluth ausgesetzt, so backt das Pulver schon nach 2: Minuten unter
Raumverminderung zu einer sehr wenig festen Masse zusammen. Bei einem, langere Zeit fortgesetzten, starken Erhitzen uber der grofsen Deville'schen Lampe gelang es
nicht, das Vestan -Pulver zusammen zu schmelzen. Manche
farblose und durchsiclitige Stiicke des Vestan, welche noch
sehr frisch erscheinen, werden beim Gliihen durch und durch
rissig und erscheinen dann milchweifs. Setzt man ein
solches Stiick der Weifsgluth aus und wirft das weifsgluhende Stuck in kaltes Wasser, so wird dasselbe so ungemein rissig, dafs es ganz trube, fast undurchsichtig wird
und sich d a m init griMster Leichtigkeit , zum Theil schon
-
I ) lo
ist
Hohlrlurnen des Melaphyr v o m Oskarschachte bei Oberhohendorf
als Seltenheit friiher bekanntlich erdiger Malacbit vorgekommeo.
328
zwischen deli Fingern in sehr feiiie, durchsichtige Nadeln
zerdriicken lafst.
Mit concentrirter kaustischer Kalilbsung wurde VestanPulver in einein silbernen Tiegel bis zu dein Augeiiblicke
iiber der Berzeliuslampe behaiidelt , wo das Ganze anfing
ruhig zu schmelzen. Nach dein Erkalteii erstarrte der Inhalt des Tiegels zii einer rothlich- violetten Masse, welche
sich in Wasser vollig aufbste, und aus der iiach Zusatz
von Salzsaore auf bekannte Weise die Kieselsaure abgescliiedeii wurde. Durch Kochen init kohleusaurer Natronlosung scheint der Vestaii, wenii auch wenig, aoch etwas
gelost zu werden, wie mir ein vorlauGger Versuch lehrte.
Flufssiiuredampfe wirkeii auf den Vestaii noch weiiiger
ein, als auf den Quarz. Bekanntlich widerstehen die prismatischen Flachen des Quarzes der Einwirhuiig der F l u k
saure am meisten. Ich liefs an eiiiem Raueh-Quarz-Krystalle eiiie solche Flache poliren, uberzog sie mit Wachs
und setzte sie 2; Stuiiden laug bei geringer Erwlrmung
Flufssluredampfen aus , welche in einein Platintiegel entwickelt wurden. Das in den Wachsiiberzug geschriebene
W o r t fand inan iiach Eiitfernuiig der Wachsschicht auf
dem Quarz- Krystalle deutlich geatzt.
Eine Vestanplatte wurde gleichzeitig und gleich lange,
ganz unter denselbeii Bedingungen (gleich grofse Mengen
Ton Flufsspaih und Schwefelsaure, Anwendung derselbeii
Teinperatur etc.) , wie beim ersteren Versuche, Flufssaaredampfeii ausgesetzt. Nach Entfernung der Wachsschicht
war das geatzte W o r t nur mit Miihe zu erkenneii, die feineren Schriftzhge wurden erst iiach dem Anhaucheii sichtbar.
Der Vestan scheint etwas leichter zu verwittern als der
gemeine Quarz.
Obgleich nun iiach den Ergebnisseii der chemischen Untersuchung der Vestan ebenfalls als eine durch geringe Beimengungen verunreinigte Kieselsaure zu betrachten ist , so
macht deiinoch sein Krystallsystem es ganz evident, dafs er
ein plom Quarze vollkommen geschiedenes selbstandiges Hinerd ist.
329
W i r hitten im Vestan sonach ein Gegenstiick fur Quarz
voii dem, was Aragonit fur den Kalkspath, was Binarkies
fiir den Eisenkies, was Graphit fur den Diamant ist; ein
und derselbe Stoff in zweierlei, unter sich unvereinbaren,
krystallinischen Zustanden, also je zwei Gattungen bildend.
XU.
Ueber den Kaba- Debreczin- Meteorit;
uon n r . J. o o n T 6 r 6 k ,
Prof. d. Chemie u. Minerdogie an d. Hockchule zu Debrecziu.
111der Ndhe don Debreczin (in Ungani) bei der Ortschaft
Kaba hat am 15. April 1837 Abends um 10 Uhr ein Meteorsteinfall stattgefunden. Den aufgefundenen und ausgegrabenen Meteorit hat die Ortschafts -Behorde dem Naturalien- Kabinet der Debrecziner Hochschule zum Geschenk
eingesendet, woselbst derselbe als die hochste Zierde des
Museums aufbewahrt wird, und folglich mit Recht den Namen Kaba-Debreczin-Meteorit fuhren kann.
Die Verhlltnisse des Steinfalls sind folgende: Am 15.April
des Jahres 1857 Abends um 10 Uhr schlief ein wohlbemittelter Kabaer Einwohner Samens G a b r i e l S z i l a g y i vor
seinem Hause, also unter freiem Himmel, als er plotzlich
durch ein Getose, nach seinem Ausdruck ganz verschieden
vom Donner, aufgeweckt wurde, und da sah er, bei ubrigens heiterem Himmel eine feurige Kugel von der Grofse
einer Kalesse, mit augenblendendem Licht und Glanz, welche
ihre bogenformige Bahn in ungefahr 4 Sekunden beendigte.
Dieses Phiinomen wurde von mehreren Einwohuern der benachbarten Ortschaften Debreczin, Kordpay u. s. w. beobachtet. Am anderen Tage in der Friihe ritt G a b r i e l S z i l a g y i zu seiner Tanya (Meierhof) hinaus, als sein Pferd
auf der Strafse plotzlich schnaubend zuruckschrack und
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