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Die Maanalyse. Zweiter Teil Die Praxis der maanalyse. Von I. M. Kolthoff unter Mitwirkung von H. Menzel. 2. Auflage. XII u. 612 Seiten. Julius Springer 1931. Preis brosch. RM

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Ztsehr. angew. Gem.
44. JaDrg. 1931. Nr. 441
Personal- und Hochschulnachrichten
M e c k e schen Zahlen fur den Luftsauerstoff Oi, : Oi8 :01,
so sind massenspektroskopisch ermittelte Atomgewichte 1,00022mal gr65er als chemisch ermittelte; das ist fiir die Praxis belanglos, nicht aber fur Behandlung der Massendefekte und Stabilitatsbetrachtungen. Vier
Auswege bieten sich: 1. Man wahlt wieder das Proton als
Masseneinheit und verzichtet auf die geniiherte Ganzzahligkeit.
2. Man wahlt Ole als Bezugsmasse und rechnet fur au5erste
Genauigkeit chemisch bestimmte Werte dadurch um, daD man
(vorbehaltlich genauerer Bestimmung) dem Mischelement 0
die Masse 16,0035 zuschreibt. 3. Man W a l t He=4,00 als
Bezugsmasse. 4. Man gibt jedem chemischen Element die vollstiindige Aufbauformel (Zahl der Kernprotonen, Kernelektronen
und Hiillelektronen sowie Massendefekt). M e c k e hiilt den
an zweiter Stelle genannten Ausweg fur den einfacheten.
Der Nachmittag des vierten und fiinften Verhandlungstages
war wieder Einzelvortragen vorbehalten, bei denen vor allem
m a g n e t i s c h e F r a g e n und solche der E l e k t r o n e n b e w e g u n g im Vordergrund standen. Gro5e Beachtung
fanden u. a. die allerdings sehr umstrittenen Beobachtungen von
R u p p , Berlin, fiber die ,,Polarisation der Elektronen."
Kurz erwiihnt seien noch zwei Mitteilungen.
H e r r m a n n , Aussig, gab einen Beitrag zur ,,Physik der
Verpackung" auf Grund der Erfahrungen bei einem GroBversuch. Durch Temperaturschwankungen bedingte Anderungen
der Wasserdampfspannung konnen erhebliche Wasserverschiebungen im Packmaterial hervorrufen. Auch in Blechverpackungen
kijnnen je nach der Warmeleitfahigkeit des Inhaltes infolge von
Temperaturdifferenzen verderbliche Wirkungen durch Kondenswasser auftreten. SchlieBlieh berichtete K r e f f t , Berlin, iiber ,,spektraZe
Untersuchungen am Leuchten der positiven Siiule". Die Untersuchungen erfolgten an Rohren mit Gliihkathode bei hoher
Stromdichte und sehr kleinen Feldstarken; a h Fiillung dienten
die Diimpfe von T1, Ga, In, Zn, Cd, Hg und der Alkalien. Bei
den drei erstgenannten Elementen trat gegenuber dem iiblichen
Anregungsleuchten das Wiedervereinigungsleuchten stark in den
Vordergrund; erkenntlich ist es an den starken Grenzkontinuen,
der hohen Gliederzahl der Hauptserien und dem Mufigen Auftreten verbotener Oberghge infolge der starken Ionenfelder.
Vortr. belegte seine AusfIihrungen mit zahlreichen Spektrogrammen.
= 630 :1 : 0,2 zugrunde,
Deutsches Forschungsinstitut far Textilindustrie
in Dresden.
12. Mitgliederversammlnng, mit anschlieSender Besiehtigung des
Institute, am 4. September 1931.
Oberbiirgermeister i.. R. Dr. B 1ii h e r , Dresden, Direktor
B a s s e n g e , Leipzig, und Direktor W i n k 1e r , Reichenbach,
wurden ZuEhrenmitgliederndes Instituts ernannt. Sowohl der Vorsitzende, Handelskammerprasident Kommerzienrat Hans V o g e 1,
Chemnitz, als auch der Schatzmeister und der Direktor Prof. Dr.
K rais, machten inihrenVortriigenhrauf aufmerkmm, daP esder
Institulsleitung bisher gelungen ist, trotz der schweren Zeiten
durchzuhalten, was aber nur duroh PuBerste Sparsamkeit und
sehr fleiDige Arbeit mbglich war. Der Blick in die Zukunft ist
jedoch nichts weniger als rosig, und es muB der deutschen
Textilinduotrie eindringlich klargemacht werden, welch wertvollen Helfer sie in dem Institut hat, der gerade in Zeiten der
Not von doppeltem Nutzen sein kann. Aus dem Bericht des
Direktors iiber die Arbeiten des Jahres 1930 ist zu entnehmen,
dai3 die 1929 begonnenen Wiederherstellungsarbeiten und Neueinrichtungen im Jahre 1930 beendet werden konnten und das
Institut jetzt von auben wie von innen einen guten Eindruck
macht. Fiir Neueinrichtungen (Apparate und Maschinen) konnten die Spenden der R e i c h s t e x t i l s t i f t u n g und die Einkunfte der E r n s t - M i i l l e r - S t i f t u n g benutzt werden. hie wissenschaftlichen Arbeiten haben an Umfang zugenommen.
Es wurden genaue Messungen an Wollkammziigen ausgefiihrt;
auBerdem wurden gr65ere Arbeiten beendet uber die Fiirberei
der Kunstseide, das Schlichten der Flachsgarne. die Vorgiinge
beim Weben und Wirken der Kunstseide und die Glanztriibung
der Acetatkunstseide. Elf weitere Arbeiten wurden in der
Monatsschrift fiir Textilindustrie veroffentlicht, darunter mehrere
der neuerding6 dem Institut angegliederten Abteilung fiir Farbforschung unter Prof. Dr. K 1 u g h a r d t. - Die gutachtliche
- Neue Biicher
889
Tatigkeit hat sich weiter gesteigert, indem die Zahl der Fiille
von 1540 auf 1720 gestiegen ist. Sehr eingehende Untersuchungen
wurden hierbei auf dem Gebiete der Mercerisation von Baumwollgarnen angestellt. Mit einem Hinweis auf die vom Verein
Deutscher Ingenieure herausgegebenen Hefte: ,,Forwhen tut
not" schlof3 der Bericht.
PERSONAL- UND HOCHSCHULNACHRICHTLN
(RedaMlonsschluB far .Angewandte" Mittwochr,
fur &hem. FabrlY' Sonnabendo.)
Dr. E. B a m a n n , Priv.-Doz fiir organische und pharmazeutische Chemie an der Universitirt Munchen, wurde als Nachfolger von Prof. Rohmanni) an die Technische Hochschule Stuttgart berufen.
Dr. R. H a r d e r , 0. Prof. an der Technischen Hochschule
Stuttgart, wurde der Lehntuhl der Botanik an der Universitat
Gottingen als Nachfolger von Prof. F. von Wettstein angeboten.
Dr. F. 0 e h 1k e r s , 0. Prof. an der Technischen Hochschule
Darmstadt, wurde der Lehrstuhl der Botanik an der Universitat
Halle als Nachfolger von Prof. Noack9 angeboten.
G e s t o r b e n i s t : 0berreg.-Rat a. D. Dip1.-Ing. Th.
N i e d e r 1a n d e r , Munchen, Schriftfiihrer des Bezirksvereins
Sudbayern, vor kunem.
Ausland. H. A. M e t z , New York, Grunder der General
Dyestuff Corp., feierte am 22. Oktowr dae 50jahrige Jubilaum
seiner Tatigkeit im Chemikalienhandel.
E r n a n n t : Mag. pharm. L. A n d r B zum Fabrikleiter der
chemisch-pharmazeutischen Firma Brady & Schmidgall, Wien.
Komnierzialrat 0. P f a n h a u s e r , Direktor der LangbeinPfanhauser Werke G. m. b. H., erhielt das Silberne Ehrenzeichen
fur Verdienste um die Republik Osterreich.
N E W BUCHER
(Zu besiehen, eoweit im Buchhandel ersehienen, durcb
Verlag .Chemie, 0. m.b. H.,Berlin W 10, Corneliosstr. 3.)
Die Methoden der Dfahnalyse. Von Heinrich Be c k u r t 8.
2., neubearbeitete Auflage. Herausgegeben von R. B e r g und
R. D i e t z e l unter Mitwirkung von 0. L i l n i n g und
M. T e i t e l b a u m . X u. 730 Seiten. Vieweg und Sohn,
1931. Preis geh. RM.
geb. RM. 56,-.
Die Mabanalyse. Zweiter Teil: Die Praxis der Mabanalyse.
Von I. M. K o l t h o f f , unter Mitwirkung von H. M e n z e l .
2. Auflage. XI1 u. 612 Seiten. Julius Springer, 1931. Preis
brosch. RM. 29,40.
Nicht nur das gleichzeitige Erscheinen rechtfertigt die gemeinsame Besprechung der beiden Blicher. Den ,,Theoretischen Grundlagen der Mahnalyse" einen praktischen Teil
folgen zu lassen, trug wr 3 Jahren K o 1t h o f f deshalb keine
Bedenken, weil dae VorzUgliche Werk vvn B e c k u r t 8 (1913
erschienen) als stark iiberaltert gelten konnte. Die neuen
Bearbeiter des B e c k u r t s schen Werkes haben es, durchaus
ihrer Vorganger M o h r und B e c k u r t s wtirdig, zur Gegenwart fortgefiihrt, und K o 1t h o f f s Buch hat so allgemeine Zustimmung und eine so begeisterte Aufnahme gefunden, daf3 jetzt
schon die zweite Auflage vorliegt, wieder bie in die allerneueste Zeit vollstiindig. Beide Werke braucht man danach
nicht mehr zu riihmen, dagegen wird man priifen miissen, ob
sie auch jetzt noch nebeneinander Berechtigung haben. Diese
Frage darf unbedenklich bejaht werden.
K o 1 t h o f f beschriinkt sich auf die Verfahren, ,,die wirklich eine praktische Bedeutung haben und sich a b einwandfrei
und zuverliissig erweisen. In den weitaw meisten Fiillen hielt
ich es fiir geboten, die Methoden mit eigner Hand kritisch nachzupriifen und meine Beurteilung mitzuteilen. Dadurch erhZLlt
das Buch eine stark personliche Farbung; der grof3en Verantwortung, die ich dadurch auf mich genommen habe, bin ich mir
durchaus bewuBt." K o 1t h o f f will also eine Auswahl der bewartesten Verfahren bringen, und wie er gewahlt hat, ist bewundernswert. B e c k u r t s dagegen schilderte mit reichlichen
Belegen das Werden, Fortschreiten und den Stand des ma&
analytischen Konnens, und diesen Charakter des Buchee haben
w-,
9 Chem. Fabrik 44, 351 [1931].
2) Ebenda 44, 691 [1931].
890
Neue Biicher
angew. Chern.
[44.Ztschr.
Jahrg. 1931. Nr. 44
an den Pharmakognosten heran, weshalb die betreffenden
Arbeitsmethoden zum groden Teil auch chemischer Art sind. Im T h o m s schen Handbuch ist das grode Gebiet der Pharmakognosie nach einem natiirlichen Pflanzensystem geordnet. Bei
den einzelnen Drogen finden sich die Angabe der Liinder, in
denen sie offkdnell sind, ferner die Synonyma, die Beschreibung, die Handelssorten, die Angabe der wirksamen Bestandteile, die Priifung, die Anwendung, Geschichte und Literatur.
Der Text wird durch 1147 Abbildungen, meist Originalien, rnit
entsprechenden Einzelfiguren unterstiitzt. Auf Einzelheiten einzugehen, ist im Rahmen einer kurzen Besprechung leider nicht
moglich.
Mit der 33. Lieferung findet das groDe T h o m s sche Handbuch seinen AbschluB. Sein erster Band ist dem Apothekenwesen gewidmet, der zweite Band den physikalischen und
chemischen Untersuchungsmethoden sowie den Gewinnungsmethoden pflanzlicher Stoffe, der dritte Band den Nahrungsund Genuamitteln sowie den technischen Produkten und Verfahren. Der vierte Band enthiilt die ,normale und pathologische
Physiologie, die Hygiene, ausgewiihlte Untersuchungsmethoden
sowie Grundlagen und Richtlinien der Therapie. Der fiinfte
Band behandelt die Botanik und Drogenkunde, der sechste Band
die Arzneimittel. Das Gesamtregister umfadt 280 Seiten mit
rund 45000 Stichworten. - Das groBartige Werk stellt eine
schone Verbindung aller zur Verfiigung stehenden Krafte dar.
Es ermoglicht in dankenswerter Weise, das Wissenswerte zii
wissen, das Erkennbare zu erkennen.
P. Siedler. [BB. 304,3&3,14.]
Die Teehnik der Schmelzkase-Herstellung.Von Dr. Otto G r a t z,
Direktor der Kgl. Ung. Milchwirtschaftlichen Forschungsanstalt in Magyar6vBr. 175 Seiten. Volkswirtschaftlicher Verlag Kurz u. Co., G. m. b. H., Kempten 1931. Preis RM. 5,20.
Rund zwanzig Jahre besteht das Gewerbe der SchmelzkiiseHerstellung, das zu einem achtunggebietenden Zweige des
Molkereigewerbes herangewachsen ist. Mit uberpgstlicher
Geheimhaltung sind bisher die Einzelheiten der Fabrikation
vielfach gehiitet worden; gerade dadurch diirfte in den Kreisen
der Adenatehenden manches MilXrauen gegen Schmelzkase
entstanden sein. Da durfte ein Buch wie das vorliegende sehr
am Platze sein. Aus dem Schatze jahrelanger Erfahrung
schopfend, schildert der Verfasser die Fabrikation in liickenloser Darstellung, die sich nach kurzen geschichtlichen und
wirtschaftlichen Betrachtungen eingehend mit dem Rohstoff,
seiner Pflege und seinen Fehlern, dann rnit der eigentlichen
Schmelzkase-Erzeugung, dem Zurichten (unter rezeptmaBiger
Angabe der bewlhrten Schmelzmittel), Schmelzen, Abfiillen,
Handbuch der praktischen und wissenschaftlichen Pharmazie. Verpacken sowie den maschinellen Anlagen befaBt. Angaben
Unter Mitwirkung zahlreicher Fachgenossen herausgegeben iiber die Einrichtung der Schmelzkasereien, iiber die Berechnung
von Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Hermann T h o m s. Lieferungen der Fabrikationsunkosten, analytische Daten uber Schmelzkase
30 bis33, enthaltend die Seiten 1173 bis 1702 der 2. Hillfte vervollstandigen das reich illustrierte, rnit Literaturnachweis
des V. Bandes, ferner die Gesamtinhaltsiibersicht aller Biinde und Sachregister ausgestattete Buch. - Das Werk ist fur den
des Werkes und dae 280 Seiten umfassende Sachregister. Praktiker bestimmt und wird dem, der in der SchmelzkaseVerlag Urban & Schwarzenberg, Berlin und Wien 1930/31. Industrie titig ist oder sich in dieses Gewerbe einarbeiten will,
ein trefflicher Ftihrer und Berater sein. Aber auch der WissenPreis je Lieferung RM. lo,-.
schaftler, insbesondere der Lebensmittelchemiker, erhalt manche
Der Text der genannten Lieferungen besteht in der Fortsetzung und dem Schlud der bereits in friiheren Lieferungen Anregung. Die auch die theoretische Seite streifenden Ausfiihrungen des Verfassers zeigen, d d auf diesem Gebiete einer
begonnenen Erkennung und Charakterisierung der im Arzneiwertsteigernden Lebensmittelverarbeitung, wo fast ausschlieBgebrauch befindlichen pflanzlichen Inland- und Auslanddrogen,
lich die Empirie herrscht, eine Fiille kolloid-, physikalisch- und
verfaBt von W. B r a n d t j-, Frankfurt a. M., und R. W a s i c k y, lebensmittel-chemischer Fragen der wissenschaftlichen Losung
Wien, unter Mitwirkung von L. K o f l e r , Innsbruck, A. v o n
K. Tiiufel. [BB. 15.1
harrt.
L i n g e l s h e i m , Breslau, und A. M a y r h o f e r , Wien. Mit
Trinkbranntweine
und
Likhre,
ihre
Herstellung,
Untersuchung
diesen Lieferungen liegt ein pharmakognostisches Lehrmittel
und Beschaffenheit. Von Dr. H. W ii s t e n f e 1d. Verlag
grodten Umfanges und auoerordentlich hohen Wertes vor,
Paul Parey, Berlin 1931. Preis geb. RM. M,-.
welches um so hoher zu schatzen ist, als die Pharmakognosie,
die Quelle des Anneischatzes aller Kulturvolker, auf den deutUm das Gesamturteil gleich vorwegzunehmen: Es liegt
schen Hochschulen kaum in der ihr gebiihrenden Vollwertigkeit
hier ein Buch vor, das im Schrifttum seit langem gefehlt hatte.
behandelt wird. Wie Prof. E. G i 1g , Berlin, sich in einem Kein niichternes Rezeptenbuch, obgleich vielfach Anleitungen
Gutachten dariiber auBert, ist ,,die Pharmakognosie die Wissen- zur Herstellung der Spirituosen gegeben werden, sondern eiu
schaft, welche alle therapeutisch verwertbaren Rohstoffe des umfassendes Werk iiber das Gesamtgebiet der TrinkbranntweinTier- und Pflanzenreiches aufzusuchen, nach allen Richtungen, und Likorfabrikation.
rnit Ausnahme der physiologischen Wirkungsweise, kennenzuEine sehr interessante und lesenswerte Einfiihrung belernen und ihre Ergebnisse unter allgemeinen Gesichtspunkten
handelt die historische Entwicklung des Gebietes. Der erste
miteinander zu verkniipfen hat". Die Drogen werden auf Grund Hauptabschnitt b e f d t sich mit der Trinkbranntweinbereitung,
der in ihnen enthaltenen chemischen Stoffe benutzt, es treten gibt die Definition der verschiedenen Erzeugnisse, beschreibt
daher sowohl Fragen botanischer wie auch chemischer Natur die Rohstoffe, die technologische Darstellung der vielerlei
die neuen Herausgeber gewahrt, wenn auch ,,altere, zum Teil
iiberholte Vorsehriften, die nur noch von theoretischem bzw.
geschichtlichem Interesse sind, auf ihren prinzipiellen Teil bes c h r h k t und durch neue, nach den bisherigen Erfahrungen genauere Methoden ersetzt wurden." - Wer also rasch wissen
will, wie eine bestimmte Aufgabe am vorteilhaftesten zu losen
sei, wird zum K o l t h o f f greifen, wer sehen will, was auf
einem bestimmten Gebiet schon erprobt ist, wird vielleicht den
B e c k u r t s voniehen. Er wird aber stellenweise schon ein
merklichas MaB an eigener Urteilsfaigkeit mitbringen miissen,
um aus der Fiille des Gebotenen das wirklich Wertvolle herauszufinden, und deshalb hatte man, auch wenn man die Art der
Darstellung als vollkommen berechtigt anerkennt, den neuen
Bearbeitern ab und an etwas mehr kritischen Mut gewunscht.
Es hatten doch wohl uberalterte Teile noch wesentlich starker
gekiirzt werden konnen, schon um den iiberaus hohen Preis
etwas zu vermindern und dem vortrefflichen Werke zu weiterer
Verbreitung zu verhelfen. Oberdies hilft starkeres Sichten
auch in den dann bleibenden Teilen Irrtiimer vermeiden, und
es gibt einige Stellen in dem Buch, denen man eine nochmalige
kritische Durchsicht wiinschen mochte. Im allgemeinen aber
ist die Darstellung klar und gut; erfreulich ist die weitgehende
Beschreibung von MeDverfahren aus der pharmazeutischen,
physiologischen und Nahrungsmittel-Chemie und aus der technischen Analyse. Einiges scheint mir ohne Grund zu fehlen:
Die Zink-Titrationen nach S c h a f f n e r oder G a 11e t t i
(beide in der Technik sehr vie1 verwandt) und eine Besprechung der Redox-Indikatoren mit ihren schon jetzt wichtigen und stark erweiterungsfiihigen Anwendungen, wie ZinkTitration rnit Kaliumferrocyanid, Titrationen mit Cerisalz-Losung
und dergleichen. Verfehlt erscheint die breite Behandlung der
Vergangenheit und die Vernachlassigung von Gegenwart und
Zukunft bei der Beschreibung der Geratschaften. Es fehlt jeder
Hinweis auf die Normung der MeDgefiih und sonstigen Laboratoriumsgerate, und die abgebildeten Formen sind gr6Btenteils
als vollig .veraltet anzusprechen. Hier kann man sicher nicht
als Grund anfiihren, es sei das unerprobte Neue gegerfiiber dem
bewilhrten Alten zuriickgestellt worden; es ist dringend zu
wiinschen, daB die alten, durchaus unzweckmiif3igen Formen
miiglichst rasch aus den Laboratorien und aus den Lehrbiichern
verschwinden.
ZusammengefaBt: B e c k u r t s bietet eine gute Obersicht iiber den Stand der MaBanalyse und ihre Anwendungen,
K o 1t h o f f fiir alle nur denkbaren Aufgaben die bewiihrtesten
Methoden in m'ustergiiltiger Auswahl und Darstellung.
F. Hahn. [BB. 5 u.6.1
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