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Die nderung der Bestimmungen ber den Schutz von Geschfts- und Betriebsgeheimnissen durch die Verordnung des Reichsprsidenten zum Schutze der Wirtschaft vom 9. M3rz 1932

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Reiwald: Anderung d. Bestinimung. iiber den Schutz v. Geschlftsgeheirnnissen
330
IISW.
.~
bis Zuni Oktan. Die einzelneri Stoffe bewirken Narkmeersclieinungen, die mit dem Losungsvermogen fur Lipoide
zusamnienhiingen konnen. Auch die Veranderungen des
Blutbildes sind auf Lipoidverarmung zuruckzufiihren.
Nach F ii h n e r ") hatten auf MBuse folgende Mengen der
Eitizelhestandteile des Benzins die gleiche narkotisohe
W irkuiig:
Pentan
0,377 g
Hexnn
0,147 g
Heptan
Oktan
0,064 g
0,mg
Darous ist ersichtlich, dai3 d i e mi wenigsten fliichtigen
Bestandteile am giftigsten sirud.
B e n z o 1 ruft ahnliche narkotische Wirkungen wie
Benzin hervor. In seiner toxischen Bewertung eritspricht
E S etwa dem Oktlari und ist infulgedwsen giftiger als das
Benzin, welches Oktan nur anteilsweise enthilt. Vergiftungen sind hnapts2ichlioh dort vorgekommen, wo
Benzol als Losungsmittel fur Farben (Spritzverfahren!)
verlwendet w i d .
S p i r i t u s spielt nls Atemgift praktisch iiberhaupt
keine Kolle, und demgemIi3 iet die Geelegenheit zu Vergiftungen ill d e r Technik nur gering. Wo solche dennoch
vorgekommen sind, waren nicht der Athylalkohol, sondern die Dennturierungsmittel urud Verunreinigungen,
Methylalkdiol, Fuselole und ungesiittigte Korper (Allylnlkohol) die schadigenden Stoftfe.
M e t h y 1 n 1 k o h o 1 ist von alleri Stoffen, die man in
deiii Einheitstreibstoff 7-21 verwenden gedenkt, nioht nur
der spezifisoli giftigste, er kann auch wegen seines
niedrig liegenden Siedepunktes (65O) am ehesten aus deiii
Geniisch entweichen und die Atemluft mit seineii
DInipfen durchsetzen. Methylalkohol hat wie Benziri und
Benurl und auch Spiritus zuerst riarkotischs Wirkung,
die jedoch verhaltnismii3ig schnell zu nachlhaltigen
Storangen des Nervensystems und nioht selten zur Erblindung fiihrt. Die Empfindlichkeit ist individuell verjchieden, und eine Gewohnung an das Gift ist bisher
niclit beobachtet worden. Nadiweisbar findet auch eine
Anfnahme in den Korper durch die Haut statt.
Zuslammenfassend kann man sagen, daD Vergiftungen
3urcli die Dampfe von Benzin, Benzol, Spiritus utid
lilethylalkohol 'tiisher verhaltnismiiBig selten zu nachhaltigeii Sch;iden gefiihrt haben. Wo das dennoch der
Fall war, handelte es sich urn Gelegenheiten, bei derien
die Fliissigkeiten duroh Erhitzen zurn Verdampfen gebrach t w urden. Ferner ereignet en sich Ungliicksf I11e
.~
F ti 11 n e r , Die narkotische Wirkung des Benzins und
seiner Restandteib, Biochern. Ztschr. 115, 2
' % [1921].
s)
Chemie
[45.Angewandle
Jabrg. 1932. Nr. 19
beim Reinigeri und Instandsetzen von Behaltern, welche
die Flussigkeiten enthielten und befahren wurden, d i n e
vorher ausreiohend beluftet zu sein.
Zuverlassiges statistisohels Zahlenrrmterial ist uber
V ergif tungsfalle, die durch Autoni obi1t reibsto f f e oder
-2uspuffgase hervorgerufen s h d , schwer zu beschaffen.
Von verschiedenen Seiten wurde die Beh,auptung m l gestellt, dai3 i n den Jahren 1925 in P r e d e n 259 Todesf d l e (davon 80% durch Einatmen von Auspuffgasen) und
1926: 242 (davon 85% duroh Auspuffgase und Treifbstoffdampfe) Todesfalle in Garagen vorgekommen seien. Alle
Nachforsohungen nach dem Ursprung dieser Zahlen
fuhrten zu keineiii praktischen Ergebnis.
Im J.ahre 1927 versuchte d e r deal Deutschen Verkehrsbund angeschlcssene Reickverband der Berufskraftfahrer die i,m AutoinobiLbetrieb vorkonimeden Vergiftungen statistisoh zu erfassen. Durch Unilrage in
600 Orten des Deutschen Reiches wurden 81 Unfalle festgestellt, davon 26 niit tiidlicheni A u w n g .
Ferner hat das Reichsvereicherungisarnt *itliohe
gewerblidien Berufsgenossenscliafteii aufgefordert, iiher
jeden in den Jahren 1927/28 gemeldeten Unfall durch
Auspuffgase d e r Treibstoffdampfe zu beriohten. Deninach ereigneten sioh in dem genannten Zeitraum 175 Unfiille, von deneri 21 infolge Einatmens von Auspuffgiseti
todlich verliefen. Die Unfalle des Jahres 1927 wareri
dabei nicht mehr restlos zu erfassen, da eine geiiaue
Statistik iiber deinrtige Vergiftuiwfalle nicht gefiihrt w i d .
Wenn nuch zugegeben werden iiiui3, dai3 diese
statistisohen Erhebungen luckenhaft sind, so l a s e n sie
doch erkennen, daG d i e vielfaoh verlbreiteten Zahlen, die
von 200 und niehr Tdesfallen berichten, jeder psitiveil
Grundlage entbehren.
Nmh amerikanischen Meldungen sollen in den Vereinigten Staaten im Winter 1930/31 rnehr als 200 Todesfalle dur& Methylalkohol festgestellt win, d,ie aus
Marlgel an Vorsicht in Tankstellen und anderen wenig
beaufsichtigten Verbrauohsstellen vorkamen. Auoh diese
hohe Zahl a n Methylalkoholvergiftmungendurfte mehr auf
den Genui3 methyldkoholhaltiger Getranke als auf das
Einatmen von Treibstoffdampfenzuriiokzufiihren sein.
Immerhin ersoheint es niaht ausgesohlossen, dal3
duroh den Zusatz von Methylalkohol zum Motorentreib
stofif das Gefahrenmoment erhoht wird, und d d i e r sind
Untsrsuchungen uber die toxisuhen Eigensohafteii des
neuen Treibstoffes, wie sie vom Reichgesundheitsamt ins
Auge gefni3t sin& sehr zu hegriii3en.
[A. 18.1
Die Anderung der Bestimmungen
iiber den Schutz von Geschafts- und Betriebsgeheimnissen durch die Verordnung
des Reichsprasidenten zum Schutze der Wirtschaft vom 9. Marz 1932').
Von Dr. PAULREI\v.\I,I).Berlin.
Rechtsnnwalt und Notnr, Syndikus des Bezirhvereins GrolJ-Berlin untl M:trli.
(Eingeg. 6. April 1932.)
Die 53 17If. des Gesetzes gegen den unlauteren
Wetthewerb sirid durch die Verordnung weitgehend verschiirft worden. Die Forderungen, d i e z m groden Teil
von den Arbeitgehern aufgestellt wurden, Yind nach
jahrelangen Kanipfen durch die Verordnung zum groi3en
Teil erfiillt. Es sol1 dahingestellt bleiben, ob BS zweckmafiig war, gerade hier, wo sich entgegergesetzte Entsclieidungen so scharf gegeniihergestanden baben, den
Verordnungsweg zu wiihlen.
*) Vgl. hierzu die ausfiihrlichen Veroffentlichungen i n
tlieser Zeitschrift: B 1urn, Schutz des Betriebsgeheirnnisses,
44, 494,624 [1931], u. R e i w a lid , Werkapionage, 44, 939 [lm].
Zuniichsl sind die Strafen im 5 17 wesentlich erhoht
worden. Walireiid nach deui Gesetz fur unlauteren Weltbewerb auf den Verrat von Geschifts- d e r Betriebsgeheimnissen eine Gefiingnisstrafe von einem Jahr und
Geldstrafe bis nu 5000,- RM. oder eine dieser Strafen
stand, Bann jetzt auf Gefangnis bis zu drei Jahren erkanrit wepden. Dlie Hohe der Geldstrafe ist nioht
begrenzt. Die Strafe klann dann nooh enhoht werden,
namlbh auf Gefangnis bis zu fiinf Jahren, wenn es sich
urn Geheimnisverrat ans Ausland handelt.
Ferner wird nach 5 17 nunmehr auch bestraft, wer
aus Eigennutz h a d d t , wiihrend friiher erforderlich war,
hi@efeaandlr Chcniie
4<i.
1932. Nr. 191
~ Jahrg.
_ _
33 1
Brunck u. Holtje: Die Anwendung de r Atznatronschnielze u6w.
___-
dai3 zu Zwecken des Wettbewerbes oder in Schadensnbsicht die Tat begangen wurde. Nicht stattgegebeii
wurde dem Bestreben, den Schutz der Paragraphen iiber
dJie Geltungsdauer hinaus zu verlangern. Ferner ist
nicht stattgegeben wopden dem Bestreben, auch den
Versuch unter Strafe zu stellen. Allerdings gilt hier
jetzt eine Ausnahme. Wahrend fiiiher eine Bestrafung
uniniiglich war, wenn lder Verrat des Geheimnisses an
einen Agent provocateur erfolgte, sol1 es nunmehr gleich
seiq ob der Tater das Geheimnis a n diieii Dritten verrat, den1 es tals solches schon hekarint ist. Der Verrnt
nn einen Agent provocateur wird also nicht nur wie
Versuch bestraft, sondern sogar wie das vollendete
Verbrechen.
Auch 0 18 erholit die Strafe, wenn 8s sich um Verwertung d e r Mitteilung vun anvertraluten Vorlngen oder
Vlorschriften technischer Art handelt. Hier kann auf
Gefangnis bis zu zwei Jahren e r h n n t werden. Die
Geldstrafe ist ebenfalls nicht hegrenzt. Auch f i e r ist
iiicht inehr erforderlich ein Handeln zu Zwecken des
Wettbewerbes, Eigennutz genugt. Au& hier genugt
Verwertung oder Mitteilung gegeniiber einem Agent
p r ovocat eur.
Dfe gleiche Verscharfiung sieht 9 20 fiir den Anstifter
und fur denjenigen vor, d e r sich zu Geheimnisverrat
oder unbefugter Verwertung oder Mitteilung von Modellen usw. erbietet, oder ein sulohes Erbieten anniinmt
oder sich auf das Ansinnen eines anderen zu solcheni
Vorgehen bereit erklart. Schliefilich h n n nach dem neu
geschaffenen 0 20a ein Deutscher oder Amlander, welcher
i m Ausland Geheimnis- und Betriebsverrat begange!i
hat, gemaB den obigen Bestimmungen bestraft werden.
Mit besonderer Aufnierksamkeit wird bei dieser
Regellung zu verfolgen sein, ob das Agent-provocateurWesen dadurch nicht erhebliche Verstarkung gewinnt.
Es ist jetzt fur den erfolgreichen Provokateur geradezii
eine Pramie ausgesetzt, und es fragt sioh, ob nicht
inancher bmve Arbeiter und Angestellte plotzlich an ihn
lierantretenden Verlockmungen solcher Provokateure zum
Opfer fallt. Erst i n der Praxis kann sich erweisen, ob
die Bestimmungen gerade i n dieser Richtang zweokmaf3ig sind.
[A. 30.1
I Analytisch-technische Untersuchungen I
~~
Die Anwendung der Atznatronschmelze in der analytischen Chemie.
Vo n Geh. Bergrat Prof. Dr. 0. BRI:NCK
und Priv.:Doz. Dr. R. H ~ I , T J E .
Cheniisches Laboratorium de r Bergakademie Freiberg (Sa.).
Die Methode, unlosliohe urtd durch Saure nicht zer-rQbare Substanzen darch Sohmelzen mit Kalium- oder
Natrium\hydroxyd aafzuschliefien, ist sehr a1t. Unseres
Wissens machte nuerst K 1 a p r o t h davon Gebrauch, indem er feingepulverte Silicate mit einer konzentrierteii
Losung von Kzliumhydroxyd uberguD, zur Trooknc
danipfte und den Riickstanld schmolz. Spater wandte
B e r z e 1 i u s den AufschluD in abgeanderter Form bei
der Silicatanalyse an. Auch R o s e empfiehlt in seinem
klaissischen H a n d h c h der analytischen Chemie das AufschlieBen mit dtznatron wiederholt.
A'us den neueren Lehrbuchern der annlytischen
Cheniifeist ,die Atzkali- oder Atznatronschnielze ganz verwhwunden, und auch in (den Laborntorien durfte sie nur
wenig benutzt werden. Die Ursache ist darin zu suchen,
daD sie die Anwendung eines sonst kaum benzltzteii
Silbertiegels erfordert und auch nianch'erlei Schattenseiten aulweist. So spritzt die Sclimelze leicht infolge
e i r i e s geringen Wassergehaltes und hat die unangenehnie
Neigung, an 'den Wanden des Tiegels in die Hohe zu
klettern. Und doch gehort die Natriunihydroxyd-Sclimelze,
richtig ausgefiihrt, m den elegantesten und vielseitigsten
Aulfsohlufhnethoden in der analytischen Chemie. Sie
wird im Freibeiger Laboratorium seit Jahren zu den
inannigfaltigsten Zwecken benutzt, unld es durfte
inancheni Fachgenossen willkommen sein, wenn wir
nachsteherid unsem damit geniachten Erfahrungen niitteilen.
Grundsiitzlich ist das Natriumhydroxyd deni KnliumIiydroxyd vorzuziehen, vor a l l m , weil Natrinmsalze bei
der Analyse weniger storend sind als Kaliumsalze, und
weil ersteres bei niedrigerer Tempenatur sohmilztl).
Wasserfreies NaOH schmilzt bei 318O, KOH bei 360°.
Natriunhydroxyd, aus metallischem Natrium hergestellt,
lmnmt in d e r fur analytische Zwecke seihr bequemen
Tropfenform in den Handel. Ein Tropfen wiegt drurohschnittlich etwa 4 2 g. Daher eriibrigt sich das Abwagen
.. -
Auch greift NaOH den Tiegel weniger an als KOH.
des Aufwhlufirnitteh, wodurch das Anziehen voii Feuclitigkeit vermieden wird.
Es ist nioht notwendig, Silbertiegel zu verwenden.
Tiegel aus Reinnickel geniigen auch bei der exakteii
Analyse. Unterhallb 500° wind Nickel voii geschmolzeneni
Natriumhydroxyd kaum angagriffen; in d e r wa&serigeii
LijSiung lassen sich mit Dimethylglyoxim iiur Spuren voii
Nickel naoliweisen, die vernachliissigt werden k o n n ~ i i .
Voraussetzung ist, daD der Tiegel iniien blank und nich t
teilweise oxydiert ist. 1st Ietzteres der Fall, so lafit man
ihn mit kalter 5-10%iger Salzs?iure einige Zeit stehen,
spiilt aus und reinigt ihn mit Seesand wie einen Plntintiegel. Erst uber 60O0 w i d Nicrkel von d e r Schmelz.2
stlirker angegriffen.
Je 5 g NaOH wurden 30 mi11 bei verschiedenen Temperaturen in Nickeltiegeln erhitzt. Nach Aufnehnien der Schmelze
iiiit Wasser wurde das in Llisung gegangene Nickel bestinnnt.
Bei W betrug die sw weniger ala 0,l nip, bei WOO 41-0,2 nig.
bei 5900 0,3 mq und bei 8500 1 nig. Meist vollvieht Eich der AufschluB bei 4000. Teinperaturen uber 5 W , also dunkle Rotglut,
sind nie erforderlich. Sehbstverstiindlich ist es nicht notwendig,
diese Temperaturen genau einzuhalten. Fm genugt, wenn nian
bei abgeblendetein Licht s i c h t h r e Rotglut vermeidet.
Bei der A u W r u n g des Aufschluaes wird das
Natriumhydroxyd mr vollstlindigeii Entwasserung stet?
zuerst ini Tiegel eingeschmolzen. Auf die erstarrte, aber
iiocli wariiie Schnielze giibt man d i e gepulverte Substanz
und ierhitzt bei bedecktem Tiegel zunachst bis mm
Sintern. Hierbei ist Vorsioht g e b t e n , da sonst der
w a r e n d des Aufsohlusses gebildete Wassepdampf beim
Entweichen Substanz mitreifit. Wenn die Masse gesintert ist, steigert man die Temperatur bis zunl
Schnielzen und Glt sie 10-15 min unterhalb sichtbarer
Rotglut. Zweckmai3ig hangt man den Tiegel so in eine
durohlmhte Asbestsoheifbe, daB er unten iiur wenige
Millimeter herausragt. Dadruroh erreicht man, b i 3 d e r
obere Teil des Tiegels kalter bleibt und ein Eniporkriechen der Schmelze vermieden wird. Mibunter kana
es vorkommen, dafi Teile der Substanz von der Schmelze
10.
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