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Die neue Kurmethode zu Schnborn als thierisch - magnetisch dargestellt und beurtheilt.

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VI.
D i e neue Kurmethode zu Schonborn,
-
als thierifch magnetirch dargefiellt und beurtheilt
yon
j?.
G. von BUSSE,B. C. 11. und Prof. der Mathem.
und Yhyfik zu Preiberg.
I. Darjellung
des
Verfaluens.
S c h o n b o r n ifi ein kleines Dorf zwifchen Mitweide u n d
Frairhenbevg, hinter Holzung und Anhohen lehr verfieckt
gelesen, kann aber, wenn man bis zur letzten Meilz hin
uiid wihrend des abnehmenden Mondes fich ihm geniihert h a t , nicht mehr verfehlt werden. Yon allen Seiten
h e r werdcn die richtigen Wege diirch blinde Leute reit
Jahr und Tag [chon bezeichnet, und Ieit dem vorigen
Friihjahre haben Iich noch allerlei andere Hiilfsbedilrftige
dort eingeftinden, denen kein 1)oktor und kein Scharfrichter hatte helfen kcjnnen. Gicht und Schwindrucht,
WaEerlucht und Mutterbelchwerde Flechten und Rolen,
ZahnCchmerz wid Kopffchmerz pflegen zur Zeit des abnehrnenden Mondes nach Schiinborn ZII w~llfiihrten, an-
,
derer Krankheiteri zu gekhweigen, weIche hier Ortes
nnd Redacteur nicht gern mijchte beherbergen wollen.
Die dortige Practikantin betreffend,, ili mir verfichcrt
worlleii,
dafs fie in der ganzen Nachbnrkhsft fiir eine
c
34*
1
brave, rechtliche Frau gegolten hat, ehe fie durch ilire
Kuren uiiertriglich beriihmt wurde. Sollte gegenwsrtig
etwas zweideutig iiber fie geurtheilt werden, fo mufs man
fich dadiirch nicht Iogleich irre rnachen lalTen. Man weirs
ja, wie es den beriihmten Leuten ergelit, auch wenn fienicht
ails Eitelkeit und Habhcht thitig wurden, wie es ebenfalls
der FrauzuSchonborn bei dem erfien Anfang ihrer jetzigen
BerGhmtheit Iehr allgemein noch nachgeriihint Ieyn roll.
Sie legte ihre IinkeHand auf meine rechte Achfel, hielt
in der rechtenI zwifchen Dauinen und Zeigefinger eine ganz
gewOhnlicheStecknade1, und befchrieb damit mehrere fich
vielfach rchlangelnde und durchkreuzende Linien in der
Luft, abwechfelnd vor meinem rechten und linken Auge,
m d nur urn wenige 2011 von ihnen entfernt, Wihrend des
Wechfeins, iiberhaupt elwa fieben Mal, fuhr fie niederwarts und fchriig , To weit ihre Hand reichte , hinnb, mi8
einer fehr befchleunigten Bewegung, ,,ungefnhr in der Art,
als w o k man etwas fortwehen." *) Ebenfalls fortwehend
waien auch ihre zwei fibrigen zicmlich geradlinigen Aus-
fille, der eine yon meinem rechten Auge auswarts ins
Obere, der andere von nieineni linken A4ugeausw-Hrtr ins
Niedere hineinfiofsend. Die eifrige Bewegung ihrer Lip-
-
pen
der genlars vielleicht die verfchiedenen Ziige der
Luftmanipulation geordnet wurden -war
mehr zu fehen
;rlszu hijren, und ifi mir durchaus unverliBndlich geblieben.
Nachdern diere Manipulation auch an den iibrigen
*)
verjtch meiner Darfiellung dea tlrieriychen Magnetismu3
etc.
~
von Dr. K 1 u g c etc. Burlin
181I s.422,
$.
27G.
I 341 1
a Sitrenden der Reihe nach durchgefiihrt, dann zum zweiten und zum dritten Male wiederholt war, und ant Ende
des dritten Mals jeder yon uns eine fnnfte Backenfireichelung von der linken unbewaffneten Hand erhalten halte,
10 wurdc unter herzlicher Anwiinfchung eines guten Erfolgs nebfi der Vcrficherung, d a k alles mit Goit gekhe, die Sitzung berchloflen, wiihrend welcher ich
hen
idler geworiiberhaupt fiur urn eine riertt&tlde
den w a r !
Aber ! Vom friihen Morgen urn 4 Uhr bis zur Mitternacht hill, wiirde hochfiens nur 80 Viertelhnden, alfo
hijchfiens niir 720 lolche dreieinige Manipiila~ionengewihren j uncl an dem einen Freitage des abnehnienden
jetzigen Janiiar blondes follen an 2000 Hillfsbediirftige
Gch wlgefundan haben ! Unter Coichen tlringenden UrnCtanden wird verrnuthlich die Manipulation noch eilfertiger abgetlran !
Auch nach Verlauf yon mehrern Wochen kann ich
verlichern , dafs die game Sitzung meinen lehr gerunden
Augen iiichts gefchadet hat. Merkwiirdiger ifi es freilich,
d& bei vielen andern, w o es in den Augen oder Ohren,
contracten Celeiiken u. L w. etwas zu kuriren gab, bisweilen auch k h o n fehr wenige Iolche Sitzungen eine betrachtiiche BPfftrung rollen bewirkt haben,
welches
ich fur khlechthin unmiiglich nicht erkliren darf, weil
hier vielleicht aniPnali/ch - magnctijch, nahe vor den Augen manipulirt wird, die fiir lich nicht nur ausgezeicllnet
einpfindlich, fondern auch den1 Gehirne noch niher und
inniger als andere Sinnorgane verbunden find!
-
-
c
3/13 1
X I . Bic SLhCnbornfiAe Kurmethorle mufs als eine tfcit?ri$h
magnetixcclre beurtheilt werden.
-
Mehrere londerbar iiierkwiirdige Erfolge der logenaiinten thierifch magnetifchenManipulationen haben-be.
-
reits fo oft and in folcheni Grade gleichartig ficli ergeben,
dafs man f c h nicht erwehren kann, ein neues eigenthiini-
liches Syfiam yon Urfach und Wirkung ihnen zuzugefiehen, befonders da man fo viele Gleichartigkeit, als bei
den altniagnetifcchen Verfuchen wiederkehrencl leyn konn,
hier nicht verlangen mufs, wo der ninnipulirte Gegenfiand ein Jebendiges, beleeltes , nach eigenen geini'ithlichen Affectionen mit einwirkendes, niit einfprechendes
und mitexperinientirendes Wefen ifi, welches oft und offenbar das Referat, bisweilen iinvermerkt den Vorlitz hat!
Mag man indenen bei den bisher gew8hnlichen Manipulationen , die allgemeinfien und reinlien Erfulge in der
Regel nur rlurch eine kiinfivolle wirkliche Betaitung,
aufreizende Anfcchwellnng irn Pianoforte des Drucks, nrbfi
einer fehr fietigen, die Aufrireikfamkeit anhaltend auf lich
ziehenden Befir eichung , hervorgebracht lehen, und ecen
deshdb dutch niechanifche Zitterungen, welclie wegen
der gefpannten Aufmerklamkeit nark ai;f das Getiiraz wir-
-
ken, allenfiJls eiklBrbar acliten;
das Verfahren in
Schiinborn befieht dagegen fogleich und von Anfang an,
und durchaiia lo gut als lediglich, i n einer blolsen Luftmanipulation, welche irgend eines fehr krsftigen atmoIpharilifchen Stoffes fclilechterdings niithig hat, wenn fie
eine irennenswerthe Wirkung aiif die Patienten habcn fool1 j
daher vor allcm Andern in FraSe zu nelimen ili, ob yon
I
[ 514
j
denen Stoffen, welche bei den bisherigen tliierifch -magnetifchen Operationen in Anfpruch genornnien find, irgend e h e r auch in SchbnLorn vorlianilen und feinen anderweitig ihm zugefchriebenen Naturgcktzen genials dort
wirkram gernacht Tey !
-
I I I . KlaJijcirun~ der thierz3:h magnetychen Stofr,
Linter denen, welclie den thierifchen Magnetismus
praktikh batreiben ditrften weiiige zu finden leyn,
die niclit verniittelfi eines lehr kriftigen Yrincipe zu wir-
,
ken glaubten. Mijgcn die Benennungen denelben etwas
verkliieden ausfallen, und auf ziendicli verlchiedene Entfiehungsgriinde hindruten, fo konimen doch fie alle darin
iiberein, dafs jenes Princip ein ~e&et83prit#C~p
fey, alfo
aiich ein Le&ens/lof, wo es fiir etwas ktirperliches anerkannt w i d . Irisbefondere aber werden einige Magnetifeurs uns zugertehen m X e n , dafs wir durch ihreEehauptungen nebli lolchen Eifalirungen, die lie relhrt ffir notorilcti anerkennen, berechtigt find, eben diefes Princip
bei h e n auch und insbelondere einen Wiilensfiofzn nennen, Dern gerniib werden wir die Qiiimtlicheri von deli
praktifchen Kunfiverfilndigen auf die Bahn gebrachten
Sioffe linter zwei Karegorieen bringen kiinnen.
1 ) Leberrsjiof und 2 ) auch LUillens~2of.
Sic fitid
Die meilien MagnetiCeurs behaupten, dafs man ihr
rorziigliches Magnetifirvermiigen ihreni Reichthame an Le1)
bensge$, Nervengeifl, Weltather u. dgl. zu verdanken
h a t , intleiri fie ihrcri Patienten hinreichetid davon mitzutheilen irn Stande find.
[
2)
345 J
Andere behaupten, d a t ihr feJer, guter Wille i n
den1 Lebensfyfienie ihrer Palienten die heilhmfien Verj;n.
derungen hervorzubringen , hierzu auch hinreichend rey,
wenigrtens dnnn hinreichend ley, wenn fie durch irgend
einu korperlich beriihrende Manipulatioii dem Eingange
des magnetirchen Fluidi die erfie Bafrn gebrochen haben,
Magnetikh niag dieres Fluiduni genannt werdrn, weil
-
es die rogenannten thierikh magnetifchen Errcheiiiunpn
bewirkt. Da nun diele hanptlichlich in einer E r h i j l i I q
der Liumtlichen Lebenskrnfte bafirhen follen : fo niuL d e r
Stoff, durch den lie dem Willen des Magnetireurs g e m i t
bewirkt werden, otine Zweifel auch einLebensTtoff reeyn;
zugleich aber ein rolcher, der tinmittelbar dem Willen
des Mngnetifeurs unterworfen ifi, diefern g e t d s fich einfintlet. fich hinbegiebt und w i r k t r n wird, wo und wenn
dar Magnetifriir es gehorig , und namentlich der firengfien
Sittlichkeit gemzifs, es verlangt.
Obgleich einige von dieren Willensrnagnetifien baare
Spirltudlifien find, unrl ohrie alles korperliches Zwifciienmlttel, r i i i r ihrrr Seele auf die Seele des Patienten Slaw
ben riiiwirken ZII kBnnen, 10 wird doch in den1 lechfiea
Abkhnitte ails einer k t i r bekannten Erfahrung, mit einerii rchicklichen ErnIie es dargethan werden, daL die
Seele eines iiufserfi kraftigen Magnetifeurs auf feine Patientin nicht einiiial lrdiGlich verrnittelfi der Lichtfirahlen,
a15 fotchen, ronderrl offenbar, wo nicht verrnittelfi eines
andern Sloffs, doch vermittelrt einer anders gearteten Belvegiing drs Liclitfioffs, uncl nicht zuniichjl auf ihre Seele einwirkend wurde! M i l eineni lchicklichen Ernfie werden
A W , ~ ~J.. PhyGk. B.55. St. 3. I
,
1817. St.3.
[
346
1
wir dabei iins betiehnien, weil m a n Gch nicht in die
Schanze fclilagen mufs , wo bei den crnfilich glaubigen
alles Wahrheitsgefiihl durch die Hirngefpinnfie der nenern
NaturpliiloI'ophie vdlig urnfclileiert ifi.
Einer der liellfien unter den thierifcli - magnetiCchen
SchriI'tfiellern hat den guten Willen des Nagnetifeurs,
durcll welcheri Eifer, Aufnierkrmkeit und Herzlichkeit
bei ihiii, und Herzlichkeit, Zutrauen und Ergebenlieit
bei reinen Patienten bewirkt wird, als ein Haupterfordcrni[s zti einer Siiicklichen Kur allerdings anerknnnt j irbrigens aber wird von ihm
3 ) geitifsert , wenn ein eigener Stoff aus dCm Magnetireur in die Maxipidirten iibergchend fey, dierer lediglich i n atmofiharqchen Excretis befiehen kdnne *).
Das Beiwort wird niir gern yon ihni ziigcfianden werden,
da doch von den nicht atmoI'phitili~chenhier nicht die Red e k y n loll; ond ein gewilTes vierfilbiges H a u p - und
Kunrtwort 'wiirde reine gewandte Fetler ficherlich zu vermeiden gewurst haben, wenn er felbft ein praktilcher
b1agnetiCeur wBre, oder vor einerii nicht ganz mediciniIchen Publikum zu khreibenlgehabt h8tte.
h
.
Die eben genannten Atniolphiirilien find kein Willensftoff, weil.fie auch ohne Willen und Bewufstfeeyn tles
M a p t i f i r e r s von ihni ausgehen; lind aiich fiir ihn felhfi
kein Lebensftoff, weil lie diirch feinen Lebecsprocefs als
unnctz oder kchidlich abgefetzt werden ; diirften aber def-
* ) Ueler den thicrz'j&n i%.fagnefismirsvon Dr. J o h. S t i:eg
1 i i Z , K. Grofsbrit. Leibarzt. JZannaucr 1814. S. 45.
-
[en ilngeachlet dem LebensTyrtem eines andern
fehr will-
l<oItiriien und erlprialslich feeyn konnen.
IT. Wrlclrer von diefen
-
thieriych magnetz'fchen 9 t a f r n ia
&ironborn wirl-jam feyn konne !
Wlihrend der vierzehn Tage des abnehnienden iMonl
des etwn 8 bis 10 taurend Ma1 wirklich zu niariipiiliren,
an jadeni Freitage deirelben loogar zweitaiifend Ma1 manipuliren zu follen, und jedes Ma1 eine kriifiige LJoIis
davor wiirde do&
Ieiiierii Lebensfioffe mitziitheilen ,
der riirtigrte Magnetifeur erkhrecken n i i i f k n , aurh wenn
-
er in feinem kanonifchen Alter zwiklien 25 iind 5 0 , 10
&en culminirend ware, und alle heitern Abendliunden
gewilTenliaft benutzen konnte, urn unfer freiem Hinimel
leina Hrinde nach derri Norden liin auszuhecken, und
neben den beiden grolsen magnetiklien Nullen, durcti k i n e
fibrigen 8 Finger- und Ilaurnenfpitzen, eine neueFiille von
Lebenssther in fich einhrornen
XU
laflen !
Die Frau zii Schbnborn ifi mit dierem Y,,/trii.hgs;
mittel * ) oicht bekannt, und fie 'iB bereits iiber 50 Jahr
alt. Durch diere beiden Unrfiande allein fclion, i!;rer
ubrigen Yerfonlirhkeit zu gelchweigen , Iclieint es gewiL
genug, dafs #lie dortigen Legionen von Patienten an re.
rpectiveni Lebenspof nicht vie1 von ihr enipfangen kennen, und &en tleshalb auch niclit vie1 von anderweitigen,
i u r & ihn abgelchiecleneu Aimofphiirilien.
L
343
3
Unverfiegbar ih dagegen ihr fe/er guter Z’ille,
allen
ihren Patienten helfen zu wollen. Die Fefiigkeit des Willens pflegt ia auch mit zunehrnenden Jahren einc gerarlme Zeit hindurrh eher zu als abnehnre11; tlaher d a s kanoniCche Alter, filr die HypotheCe des guten Willens, bis ziini
Gohen und 70fien Lebensjahre hill ficli erhrecken n ~ s g .
Da aber der niagnetiCche gute Wille, wie wir es bog!eich
erweiren wollen, eines atridphariliCchen S t o h baclarf,
urn auf die I’atienteri zii wirken, To ifi zuv6rclerTt in Frage zu nchnicn, o b der Frail zu Schijnborn der$eiclieri
Willensfioff gthbrig zu Gebote fiehe;
daher w i r die
Naturgefetze deKelben BUS notorirchen , tliierifcll niagnetifchen Erfahruiigen m X e n abzuleiten Cuclien.
Einige der liohern Erfahrungen werden wir tlabri benutzen niiinen j die allerhdchfien aber, welche den1 gefunden Menkhenverftand VBllig trandcendent Gtid, und
nur nach eben tlergleichen naturphildophirchcn Syfieineri
erklirbar gefunden werden , diirften nur gelegentlich ruit
zu beriihren feyn j denn die Frau zii Schijnborn hat bisher
ohne hohere Krifis kurirt, wie es neiierlich niancher andere behutfame Magnetifem, frtherhiri auch der inagnetirche Baiim k h o n gethan hat, iind auf eine gnnz andere
WeiJe vermittelfi eines m e f f i f i g e n o n und tines e i f e r n e n Stibchens rler Doktor P e r
vor
et\Vii
ao Jahren.
V. Die
leur
k i n s in Nordarnerika,
h’aturgefetze des niagnetij2.hen tYilIen.$c$Tv.
Ein ausgezeichnct kriftigrr und vielseiibter Magneti.
arf feinen felien Blick auf die Patientin rnit cler be-
t 349
1
fiimmten Willensmeinung , dafs fie magnetifch l'clilafend
werden l'olle; indeni er ihr ganz unbemerkt und feitwirts
fiand. Sogleich hahe man iflr eines Auge fich fchliel'sen,
welchcs yon dem Elicke allein n u r getroffen war, das andere erfi urn einige Sekunden rppiiter.
a. a.
0.4.
244.
( M. C K1 u g e
S. 391.)
Wenn die Meinung der oben erwiihnten Spirituali.
fieti
die richtige ware, Co miilste der Wille des Magneti-
leurs unmittelbar den Willen der Patientixi ergriffen haben. Es mag nun diefer, wie es der Regel nsch Ceyn
foll, im Gehirn vorzufinden leyn, oder er mag hei diefem Frauenzimmer in den1 Herzen, oder, da fie l'chon
Gfter magnetirch fchlafend gewelen war, in der Gegend
Cber dem Magen * ) l'einen Sitz und rein Expeditonszimnier aufgefchlagen haben, lo G r d e er docb von hier aus
a,uf die beiden Augen gleichxeitig gewirkt haben.
* ) Wie der magnetifch - hellfehende Polyp i n der Finfiernifs
nacli Noten das Klavier fpielen
, verEegelte,
alfo auch zu-
faammen gefalzte u n d dadurch in ihren Zeilen gebrochene
Briefe, auf feinen Nagcn gelegt , ablefen
iiberhaupt durch
den Magen fehen, hiircn , riechen u u d fchmecken kiiiine, dao
Gndet mau aus den dariiber vorhnnderrcn Angaben am kiirzeficn dargefiellt, und der Sacha durchaus angemeKen
,,aus
dynamiych pfychijchen Krai,fren vsrfiandlicli gemacht ('i n einer Abhandlung der Iierrn Prof. W e b e r ' s in G i 1b e r t
Annuha
der Phyjk J.ilirgaug
1H16, St. 1 1 .
'I
No. VII. ,,Dp
n a m z j X e Krafte ifi weoigfiens keine fchickiiche Bezeichuung,
denn verdeutfcht wiirde der Ausdruck lauteu : kruftige
Krahe.
v. B.
I: 350 3
Ebenfalls ein gleichzeittges Schliersen der beiden Augenlieder hatte erfolgm miiiien, wenn der Wtllr: des Magnetireiirs lediglich vermit!elfi der Liclitfirahlen, rrls 101cher , auf die Patientin, zuvijrderfi alli, auf die Netzhaut
dcs eiiien Auges eingedrungen ware, und von dort aus
die Nathricht bis
ziitii
W i l l e n s h e der Patientin lich be-
fordert hsite.
Durch die vorliegendeThatCache wird dagepen erwieIen, dal's der Willenrfioff cles Magnetifeiirs nic 111 lediolich
3
init den Lichtfirahlen durch die durchfictirigen Tlieile dea
Auges bis zu deflen undurchlichtiger Netzliaut vordringt,
fondrt n
I ) fogleick magnetjjicch xu wirketz anfgngt, fo bald er
auf dcm Wege, welchen der MagnetiJkur ihm ajigewiefin
hat, ivgend etwas nach deflen WiNtn Magnetijirbares
vorfindet ; bei d i e b r Wirkfanikelt aber
2
mit gehiiriger Diskretion verfiihrt, nicht durch gar
i u grotbe Eilfertigkeit gewalttliatig wird, indeni er viel-
bis
such das andere Augenlied gemsehlich gefchloITen witrde,
Hiermit befirlit gar wohl , dars e r nach einer andern eben
Io notorifehen E r h h r u n g einen Weg von drei Mrilen bis
zur Patientin wihrend eines ganz unnierklichen Augenblick. Ilnrchlief. Sein drittes Naturgefetz ninilicli ifi
3 ) dab er liafierJ jichnell) ,, niit mehr als Blitxesfihnellea' fich forthewe@
irh fii,oe Iiinzu
10lange er
mehr eine nierkliche Zeit dariiber hingehen liefs,
-
-
nichts zu verrichten vor-ndet, das ihm bepimmte Ziel
eoch nicht erreicht hat. Wenn er dagegen an dem Orte,
m o er wirken loll, lich [chon befindet lo pflegt e r
)
c
35r
3
4) hier in v8ttlger Ruke xu bkihen, bis der Patient Jich
mit den jchtbnren Grenzcn diefes Orts in gehb'rige Yerbindung gebracht hat ;wie es der magnetvche Baunt niit
vijiliger Gewifsheit , uncl nach aller Wahrfcheinlichkeit
auch die magnetqche Batterie es erweifen kann.
Ein junger Barrm von khlankeni Wuchfe und derben
H o k e wird magnetifirt, wenn man alle feline Zwcige und
Aelie rnit einer langen eil'ernen Stange gehorig beheicht.
,,Hierauf wirft man die Stange fort, tritt an der Piidlichen
Seite vor dem Baum, urid rtreicht oftnials mit den beiden flaclien Hinden an1 Staiiirn von der Krone bis zur
.Wurzel hinunter. Nach dieleni unifafst man den Stanirn
m i t dem rcchten Arme , driickt die B&jt ?nit ,Vil/e?rsLraft
eine Zeitlang gegen , wiederholt daKelbe Man8ver m i t
den1 litiken Arm, und endlich cine geraume Zeit hindurch
niit beiden Armen zugleich."
h i rathtmfien wird die Operation k h o n im Friihj a h r , ehe die Knorpen aufbrkchen, vorgcnommen, da
dann der Bauni den ganrenSommer hindurch bei den ihm
zugehcrigen Patienten riiagnetifche Senlationen erregt, obgleich nie fo krsftige , als die unmittelbare Manipulirung
ihres Magnetifiurs. :,Doc11 ifi niir Ielblt ein Fall bekannt, wo ein fchon feit geraniner Zeit an einer Kontrakt u r cles Kniegelenks leidender Marin dadorch vdllig hergeIiellt wurde, d a t er feein Knie u a h r e n d einiger Wochen
tiglich mit eineni magnetifcheu Eaume durch Schniire
i n Verbindung Ietzte." ( K 1LZ 6 e S. 512.1
-
Masnetifcli Hellkllende vermiigen den Baum aiif
50 Schritt weit zu rieclien , auch Iehen fie ihn transparent
t
352 3
und mit fch8nen Farben umgeben.
Ob das mit
dem Bau-
che, oder mit Nare und Aiigen gerochen uncl gefehen
wird?
-
Ich lollte meinen, daB in der niagnetikhen
Krile die gew6hnlichen Nnlenlocher eben To todt lind, als
es vori den gewohnlichen Augen u n d Ohren bekannt ifi,
untl dals iiberhaupt alles n u r polypenartig enipfunden
wird.
Die ntagnetyche Batterie wird,
z,
B. in einer runden
Warine anilertlialb Furs hoch w i d drei Nlal lo weit, auf
folgende Weire vorgerichtet. Nachtlerri tler Boden einige
-
Zoll hoch niit grob gefiolsenerri niagnetifch arpirirtem
auch arpergirtern G l a k hedeckt worden, wird a u f die Mitte
eine F l a k h e gdetzt, welche ebenfalls niit zerfiorseneln Glare angefilllt , acicli auf alle Weife Iriit kriiftiger niagnetifcher Willensnieinung angeliauclit und angerpreng ili,
und eine eilerne Stange triigt, welctie in ihreni Halra rnit
rothern Lack befertigt , noch anderthalb Furs l a n g fiber
denilelben in die Hotie geht, und allniililig his zii einer
fcharfen Spike lich verjiingt. Urn diere aufrecht I'tehende
F l a k h e werden mehrere leere Fldche11 horizontal
iril
Krei-
,
le gelegt fo vie1 ihrer Platz haben, indeni lie liuirutlich
ihre offenen H d r e gegen die niittlere F l a k h e zuketiren.
Wirf gefiofsenes Glas auf fie, dars fie fell liegen , iind
fo du willk iind Ranm dazu hart, rnagk du noch cine
zweite und dritte Lage
VOII
lolchen leeren Flafchtm cldrauf
bringen, ('die riamlich unrern gewohnlichen Augen ~61.
lig leer Ccheinen, allerdings aber niit kriftigrr , niagneti.
kcher Willensrneinung angefcllt lind, welrhe die [Ilagnet i k h - Hellrehenden polypenartig zu fehen, zu riechen und
t 353 3
zu fchmecken winen.) Nachdem du dann den iibrigen Raum
in der Wanne mit magnetihtem, zerfiofsenem Glare Insgefiillt hali, To belege fie rriit eineni hdlzernen Deckel,
der nicht nur in der Mitte fiir die Cchon erwvlihnte aufrecht
Iiehende eiferne Stange durchlocht ifi, fondern m c h in
einem Iechszolligen Abfiande yon der Mitte noch mehrere
andere Lijcher hat, Cnrch welche ebenfalls eirerne Stangen gefieckt werden, die aber etwa 6 Zoll hoch iiber den
Deckel rechtwinklich gekniet find, und ihre horizontalen
Schenkel, einige Furs lang und ebenfalls allmiililig zugeTpitzt, radial umher Behen lamen.
Obgleich in jede Flakhe yon dem MagnetiTeur mit
hraftiger Willensnreinung hinein gehaucht, auch das zerfiolsene Glas wihrend reiner Einwerfung von ihm k r i f t i s
beliaucht und niit niagpetifchem Fluido i m den Fingerfpitzen berprengt wird, und d i e h Behauchen und Befprengen Ioonfi eine der kraftigfien magnetifchen Manipulationen ausmacht
, To
hat doch die Batterie noch nothig
belonders geladen zu werden. Wenn nirnlich der Magnetxeiir ,,10 bis 15 Minuten lang niit beiden vollen Handen abwechfelnd an der mittlern. eirernen Stange mit einer gewigen Anfirengung lies Willens herunter gelirichen
hat, (1 dann kann die Batterie auf a4 Stunden lang -1eine
Stelle vertreten , nur dafs dieler ffirchferliche electri[&
Wechfelbalg weniger angenehm als der liebliche nlagnetikhe Bauni zu wirken pflegt.
Da ich bald geriiithigt T e p werde, der ronderharen
Capricen des thierikh
- magnetilchen
Willensfioffs zu
erwahnen, fo murs ich es hier ihm nachriihmen , dafs er
[
3.54
J
lith ungleich willffihriger als das electrilche Fluidum in
reinen Bntterien beweifi, i d e m er h t t des zerfiohenen
GlaJk auch &@nfeit, Wafll'sr, Sch w efe I und Sand Bch
gefallen lafst ! ! Materien, unter welchea das galvanikhe,
das electrikhe und das altmagne$~cclrel~luidunl
gar gewaltig zu unterfcheiden pflrgen !
Kleinere Batterien , vermuthlich v m einem weniger
@rchterlichen Gebilde , werden der Patientin unter das
Bette gefetzt, und durch Schniire mit ihr verbunden,
falls lie lo lciwichlich ifi, Jars fie die ganze Nscht hindurch eines befiindigen niagnttilchen E i n f l u k bediirftig
lcheint, der Magnetiretar aber dieb Stelle der Batterie yerh n l i c l i zu vertreten , biUiges Bedcnken trigt.
Aus den erwihnten Spitzen pflegen MagnetiEh HellEliende lebhafte Lichtfirbme rusSahren zu t h e n , wahrIcheinlicti nur dann, wenn hiillsbedirftige niagnetiiirbare
Perfonen diefen Spitzen Gcli nYhern. Denn mvenn fie die
Ladung nnniitz in die Luft ausliramen lieLen, wie fie in
dcn weniger umlichtigen eIectriEhen Batterien es zu thnn
pflegen, lo wlirde man ja Leber Kugeln flalt der Spitzen
auch bei den rna.petilchen Bntterien anbringen ; obgleich
fibrigens nicht zu laugnen ifi, dak auch der magnetifche
Willensfioff t i n e Capricen hat, nicht allenthalben unbedingten Gehorkni lcifiet ,.fondern z. B. unter maitchen
Unifiinden durch iblirende GeCtelle mub inr Zaume gehalten werden, w o fie tnaglich find. W o fie fch nicht
pnbringen IaITeii, wia bei deo magnetstten Eiumen, da
ifi er fo unverfiandig nicht, lie zu verlangen ,pflegt vielmebr in den unifolirten niagaetilchen Baurnen einen gm-
-
t 355 1
zen Sommer hindurch eben To kriftig als angenehm zu
wirken.
Auf jcden Fall abar kiinnen wir aua den Lichtfiromen
an den Spitzen der rnagnetifchen Batterie die Folgerilng
siehen, daCs der magnetifche Willensfioff gleich tleqi elcctrifchen Flriido geeignet ifi, an metallenen Spitzen frinen
Abziig zu nehmeo, und d a h daher auch die Stecknadel in
Schb’nborn giite Uienfie leilien kann, urn den Wtllandtoff
der dortigen Praktikantin mit fehr beliimmter Itichtuns
in unlere Augen einfirbmen zu lalren.
Wegen der eben erwahnten Capricen aber werdcn
wir noch erortern miinen, a b die Frail zu Schbnborn auch
durch gehorige Manipulationen den Willensfioff bchandrlt!
Ddrs ijhrigenu die Wirkutig ihrar Manipulationen durch irgend eine ro genannte AbJZraktion nicht gehemmt werden
kann , dafiir glaube ich ihres Alters und ihrer ganzen Per.
lonlichkeit wegen mich verbiirgen zu konnen,
YI. perglrichng der Schiinborner Manipirkationen mit den bia-
-
her gewohnlichen thiertych mqnetzychen.
I ) Kine der krzftigfien unter den birher bekannt gewor-
denen Manipulationen ifi das AJpiriren; da der Magnetireur feine game BruTt voll Atheni Cchbpft, und mit GeWalt und behimmter Willensmeinung plbtzlich yon Gch
haucht. Gegen Mund und Nafe dcr Patienten, gegen &lagen iind Herzgrube hauchen, ifi gewohnlich von angenehrnem und krafiigem Erfolg.
Die Frau zu Schonborn ifi wihrend ihrer Lippenbe
wegung durchaus nicht WiUens zu dpiriree, aicbt ein-
[ 356 3
ma1 in folchem winzigen Grade, wie durch den gelinden
H s u c h des Befprechens anderer alten Weiber , bekanntcr
Marsen, die weifsen und die rothen Rofen feit Jahrhunderten fchon geheilt find. ( K l u g e
24. S. 390.)
z ) Eines andern ebenfalls fehr kcifrigen Manipulirens
#.
durchs Augenfgiren, iTt fie gar nicht fihig , da ihr Blick
durcliaus nichts Energifches an fich hat.
3) Ihre linke Hand ruhte auf nieiner rechten hchfel,
aber fiir eine wirkratnefgirte Paltnarmaizipulation konnt e ich llas nicht erkerinen, weil lie weder ihre Hand iru
voraus afpirirt hatte, noch ich irgend etwas von ihrer
IYiliensnzeinung empfand , park mich driicken xu wollen.
(Kluge
I. z!i4.S.400.
4 ) Von
U. E.271. S . 4 0 6 . )
eben diefer Hand wurde meine rechte Unter-
kiefer ein wenig gefireichelt. .Aber da es nur einmal und
Ende der ganzcu Sitzutig gefchah, fo diirfte es eher
fcr eine caltiiircnde und wegnehmende, als excitirende
und zufkhrende Strcicheluttg zu achten k y n .
Kurz,
meirie ganze Hoffnung, von der Frau zu
Schcnborn irgend einen kriftigen
, heilfaamen Willensrtoff
ampfangen zu haben, niufs
5) nuf ihre Luftmatipdation gefiellt werden.
Jede Manipulation in der Liift ohne Beruhrung des
Patienten, gshiirt in die ma& der Munipulutionen in dies ifi bekannt, dab einige derfelben lich i u -
Jtans, und
iserrt krliftig erwirfen haben, einige andere freilich niir
zur Verhiitung eines gewinen Uebels ergriffen werden.
Diere beidcn Arten follen durch die Beirpiele A. und B.
belegt werden, und das dritte, C., wird dann geeignet
E 357 1
r e p , fiir die Wirkhmkeit der Sch6nborner Luftmanipulation die grofste magliche Erwartung zu erregen.
A. Wenn einige Zoll weit hinter der Riicklehne eines Stiihls, auf welchem ein in KriTe befindlicher Patient fitzt, die doppelte Pollicular- Muniplalation liings leinem Riickgrate hiriabgefiihrt wird, das heirst, wenn'drr
Magnetifeur feine gelmllten EIinde mit vorgefireckten an
einander gelegten Daumen, dem Riickgrate gleichloufend
in der Lnft hinah bewegt; To ifi der Patient dergefialt auf
dem Stuhle feftgefrrelt, rlars weder feine eigenen, noch die
Krifte irietirerer Baumfiarker Mznner im Stande find, i h n
davon loszureirsen. Miigen auch andere gelchickte Magnetireurs durch entgegcu geletzte Manipiilationen ihn zu 16fen verluchen, ohne den Willen jenes erfien Magnetifeurs verrniigen fie das nirht. Wenn aber dierer mit leinen wie vorhin gebalIten Hinden vor dem Patienten tritt,
die Dnumen bis auf einige Zoll weit ihm nahe bringt iind
dann zuriick zieht, lo ifi der Patient, auch wider leinem
Willen, aufzufiehen , und indem der IbIagnetiTenr rhckwsrts geht , dernlelben allenthalben hin zu folgen, geD e r Verfuch ifi mehrmals , natnentlich von
nijthigt.
Hrn. J 6 r d e I I s wiederholt worden, und wird arich von
andarn tbierikh - inagnetirchen Schriftfiellern als eine
ganz bekannte Sache behandelt.
( K l u g e Q. 280:
-
s. 437.)
DnsSeltfamfie bei dieTemVerTuche befieht darin, d a b
cler magnetilche Willensfioff ), der doch fonfi auf lilurer
heillanie , zweckdienlirhe Verfuche fich einfchrankcn foll,
und felbfi diejenigen Perfonen, welche ails blorser Neu-
c
J
gier orler naleweifer Lernbegierde ihn verhchen wollen,
lehr ernfilicli zii beftrafen pflrgt l ) hier gleichwohl zu
einem lolchen polrierlichen Fefimachen und Uniherziehen
fich iiiilshrauchen lirst , von welchem d s r gewlhnl iche
blen[chmverfiand irgend eine nennenswerthe I\irtzliclikeit
ni&t ;bzulehen vermag. Dem ley nun wie ilini wolle,
fo ifi es gut rind trortlich, dals'die Frau zii SchSnborn
-
folcher doppeltrn Pollicular IManipulation Gch niiht bedirnt. Uenn geletzt, fie hitte die g bis 1 2 Perl0nt.n der
Sitzung auf ihren Stilhlen lo eben feli gernacht, und fie
lelbfi wiirde in dlelenl Augenblicke vom Schlage geriihrt,
wit: Iollteti die arriien Leute wicder frei geniaclit werden.
B. Bei d r r vagirenden expandirten Digital- Manipzrfutiolr w r d eine refpective Luftruanipulation za di/fc;ns
dem MagneiiIeur zur Pflicht gemacht. Wrnn er niit leinen Uarinien, linter gehuriger Begleitung der FingerlpitZen, von der Mitte der Siirn fiber die Angenbraunen
weg hinter den Oliren iind an dein HaUe hinunter , bis
Brufibein, hin die Patientin befirichen hat, und hier-
. Zuni
bei
a d
den1 Brufibein leine Daumen und Fiziger zufam.
men gekornuien find, auch mit krifiiger Willensnieinung
einige Zeit hindurch hier gedriickt haben , fo loll er hier
fie aufhcben und blos in derLuft mit ihneii iiber den] Bufen hinabfahren; erfi in der Herlgrube roll er fie wieder
aufretzen rnit allen 10 Fingern vereinigt bis zur Mitte der
Nabelgegend , von hieraus aber aus einandergehend iiber
den Unterleib bis zu den innern Seiten der Ober- und Unterfchenkel und an den letztern bis zu den groljen Zehen
hinab mit Iietiger Beriihrung fueichen.
c
359 1
Bei diefer theilweilen Matiipuhtio it1 diJans zwilchen
dem Brufibein und der Herzgriihe ifi davon gar die Kede
nicht, ob fie vie1 oder wenig Lewirke j fie wird blos anbefolilen, ,, weil hier die Beriihrung nicht nur indecent
ware, fondern aucli l e i dern Magnetileur leicht eine Abfiraktion der Gedanken YeranlaKen kiinnte, w o d u r 3 r e i n
Wirken nothwendig gehemmt werden mufste." ( K 1U g e 4. 261. S. 407. u. 4. 274) S. /119.) Bei dem Streichen
iiber den Bauch u. f., w. m u 6 vernwthlich nach Erfahrung
dergleichen Abfiraktion nicht zu befiirchten feyn.
C. Eine aulserfi wirkkme Manipulatio in diJtans ifi
dagegen das Spargirtn, Befpremgen, indeni man die Fingerlpitzen oftmals dern Handteller nahert, und fie dann
jedesnial wieder fchnell in divergirender Richtungl niit einem gleichzeitigen Scliwunge der ganzen Hand Segen den
fianken aurbreitet, gleichfam als wolle man ihn init einer daran hiingenden FICEgkeit befprengeii. Hellfehende
Sornnanibuls verfichern bei dielexii Manaver Funken aus
,
den Fingern des Magnetileurs hervorfpringen zu rehen.
( K l u g e S. 408. 4. 263.)
Obgleich zu Schtinborn dic Finger niclit aus einander gelchnellt werden, lo wird doch die dortige Hand
mit folchem Schwunge bewegt, dals eine etwas dichte
und trqfbare FlillTigkeit in die Augen gefprengt werden
miirste, wenn dei-gleichen an der Hand iich befande. Wie
eine feine atmoIph5rilXche FlGKigkeit, riiagnetifche Materie oder magnetifcher Willenslioff suf eine ahnIiche Weire
fortgerprengt werden kBnne, ifi freilich ndch den gewbhn-
lichen Geretzen der Bewegung urn defio weniger abzule-
[
360
]
hen, je mahr man z, R.die Eewegungsart der Luft vor einem Facher niit gehijrigor Deuilickeit fich i.orzfiellen
weirs, a h ZUirliurzg des Centr~ugultriebes, an den man
aber lrlbfi auch bei dcnErlclieinungen nach KlugeS.411.
vermuthlich gar nicht gedacht, und deshalb auch in dortiSe*tellung
vielleicht unrichtig gewedelt hat.
Da indeKen in Schonborn gerarle der lehr magnetikhe
Daunten unll ZeigeJnger gegen das Auge gerichtet lind, lo
dilrfte hierrnit ein n e w s und vielleicht lehr lvirklarnes
-
Pollicular - Index- Digital Spargiren erfunden Teyn, welches nicht gerade durch ein Fortlprengen des Atniolphirila zu wirken braucht. Die bisher iiblichen thierikhmagnetilchen Behandlungen find lo rnanclierlei und vielariig, tlah es wohl gor noch andere geben kann, die
ebenfalls lo unerwartete Wirkungen leifien, als doch von
niehrern der bisherigen flir ausgemacht gelten miillen.
J e mehr ich wiihrend meiner obigen Mittheilung e5
bemcrklich geniacht habe, d a h ich das viele Unwahrlclieinliche , welches in der Lehre cles thierilchen Magne.
tismus aiich von lonfi gelclieuten Leuten nicht alltii gefchmt ziirn Befien grgeben wird, fiir belachenswerth anerkenne, u m lo niehr wird es einigen Eindruck iiiarhen
kSnnen, wenn ich hierrnit ernfilich eingefielie: in Vergleirhung mit denilenigen , was die bisherigen thirrilrhmagnetilcchen Behandlungen, nmnentlirh auch die Fingerbewegongen des Hrn. Doktor G a 11, Glaiibwirrdig s lollen geleifiet habcn , mub ich es fur fehr moglich halten,
C
361
3
dab auch die Schhborner Laftmanipnlation, fo naha den
reitzbaren Augen, und durch diefc Chr geeignet anfs GShim cu wirkea, oernrittelk defer Ejfim'rkag, in d e n
Rrankheitszufiande nicht nur der Augen nnd der Ol~ren,
fondern auch der contrakten Glieder -11. C w. VerPndetUgen bewirken k6nne bei blchen Perfonen, deren Nerven.
fyfiem geeignet i t , von den atmorphiirilifcheu Stoffen alterirt zu werden, welche atis der Schiiqpornerin ihnen ZUkommen. Aiich diefes i t mein .vblliger Ernfi, d& d
.
les , was die Schbnborner Manipulation vertilsg durch
dergleichen Atmofphirilien bevm'rkt warden mura
Dafs Kinder, welche bhreiend in dils Zimmer gebrrcht wurdea gerade wihrend der wenigen Minuten,
da lie manipulirt wurden, Pch fiiUe verhielten, jfi
dalier zu 'erkliiren, weil der neee Firlefanz vor ihrem
Augen ihre Aufmerkfaniheit auf fich. zag. Wenn eg
aber bfter wirklicb lich ergiebt, dals ein' fih/Qfm&s
Kind wtPhrwd der Manipulation einen Schmert verk&,.
denden SCiirei h5reu licqt, fo wird es inirnerfort wahrfcbeinlicher, d& dergleiclien Atmofphiiril tt~.*.--.c
vorallsgefetzl, dafs nicht durch etwa eine allzu kriiftige
,
,
WiJlensmeinung der linken Hand das Kind zugleich atich
fchmenllaft gedrcckt oder gekniffen wird. In der That
fehe ich nicht ab, Warurn ein Magnetileur immer nur die
Willensmeiaung k&ig zu dddm, nicht auch kriifiig ZII
&#@,
haben roll; da es hekonnt ifi, dafs krHftige Miinner
den (+&and
ihrer Liebe nicht blos zu drficken, fondem
zu kneifell pflegenj auch dds b e i f e n det BackonAa
A al, d. phyfik. B.55. st.3. J*'1817.
s1*3.
,,,,
fleifches
,
wie es reit Jahrtadenden Ichon gewijhnlich
ift , k i n e angenehme Wirkung ohne ZweiFel dem thie-
rifchen Magnetismus zu verdanken hat, ( K l u g e S.
etc.
15.
Entdeckunggefihichte des thiet-iJchcn Magmtisnaus) j
indem zii dielem Kneifen auch in ganz Aegypten, Lybien und Griechenland der Zeigefinger und der grolse
Finger gebraiicht wurden, von denen der einc Iehr
magnetifch, und der andere eine JLagnetikhe Null, al,
-
lo nsch den /elt/brttsn thierirch niaguetifchen Begriffcn
vom Pohtivcn und Negotiven, vermuthlich neggofiv mugnetijich ifi, To dars beide Finger eine Art von Bntterie
ausmachen. Man hot die thierilch - magnetifchen Batterien lchon lo kfeist, dafs ihrer wegen nachliens wiedcr
etwas grohc Etuis in Mode kommen werden.
dem letzten Freitage des letzten abnehmenden
Januar 1817) haben fich Sber 2000
( fchreibe zwei Taufend) Hulfsho~~LI~llge
in Schiinborn
.
-..UGU
, mdem die Practicaniin verlichert , dais dig
Freitage noch heilfamer find, als die ilbrigen Tage der
Mondes (im
.
abnehnienden Mondviertel. Solch ein ausgebreitetes Zutrauen hat die dortige Firlefanzerei fiir fich 211 erregen
gewufst, daller ich diere Gelegenheit benutzen wollte,
einige licl~erlicheAuswiichle des thierifcllen Magnetismus mit wohlverdienter Griindlichkeit zu riigen, das
heirst. niit fliegender Feder ein wenig 211 peridire",
wie es meineni B e d gem& in, ill lo fern ich Wifien.
c
363 1
fcliaFten zu lehren und zu vertreten habe,
welche den
gerunden Menfchenverhand follen zu fchirfen , und delfen Uninebelung zu verhiiten fuchen.
Sollten auch etwa unfere lieben Nachbarn fiber
unfere erzgebirgirche Leichtgliiubigkeit uno ein wenig
berpotteln wollen,
lo mi5gen fie doch bedenken, dars
alle Wunderkuren in Scliiinhorn nur Kleinigkeiten gegen die hohen Wunderwerke des thierifcchen Magnetismus find, wie fie namentlich aucli in dem aiifgeklirten
Berlin gedruckt und geglaubt werden.
F. G, v. B ~ f f e .
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