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Die neuen Arzneimittel des Jahres 1911.

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Zeitschrift fiirangewandte Chemie
und
Zentralblatt fiir technische Chemie.
Heft 30.
Die neuen Arzneimittel des Jahres 1911.
Von FERDINAND
FLURT.
(Eingeg. 4. 4. 1912)
Hei drr I’riifung und Sichtung d e r neuen Arzneiinittel dcs vrrgangenrn JnIirrR wird nich kaum
rinci Seuerung von griindh*Kvndrr Ikdeutung auffindrn lannen, iininrrhin kann 1n.i riner grolkn Reihe
von Mitteln iilxsr Fortnclirit t c und Vrrbmnerunpen
cler Arznc.imittclnynth[.sr Iwrichtet wrrden. Ini
iibrigrn gilt von d r n Seucrunprn das Clcichc. waa
lwi friiherc-n Zuniiiiiiiirnntrlliiiiy[~n nn dicwr Stclle
k r c i t s wiedcrliolt ycwuyt wurtlc.. Kine fachmiinniaclic Kritik n e w r Arznt-iniittrl iwt oft unnioglicl), dir in vic1t.n Fiillrn sc.1in.c-r zii brurteilen int,
wiw lirnuchbnr nein wird und sic11 dnurrnd einbiirgerii diirfte. IXr EntachchidunK liicriihr bleibt
gewiilinlich cleni yesundrn \VettIxwcrb iiberlannm,
clrr voii nrlbnt dufiir sorgt, d i i U nur die h s t e n Erxrupnisnc. i1irc.n Rnng i i u f dvin ;\rznriiiiittc.liiiarkt
behaupten.
\Venn auch daa Speziulitiitmwraen untrr dcm
Schutze dea \Varenzcichc.ii,~c.nctzenininier nocli zunimint, so i n t doch d i r yiinntiyr Wirkuny d r r tina1ytiRclic.n Kriniyunpniwlwit und ~ C Rmc.rgischen
Kainpfcn g e p n clic. fiilxchcs I)c.klnrtition v ~ i nArzneiinitteln dwtlirli xu rrkcmncw uncl BY knnn lirutc kaum
rnehr einrni Zweifel iintcrlic-Kcm,daU den ncliwindelhaften l’rodoktrn tinti den (:rhriiiiniittc.ln durch
c l e ~periieinnainc. V o r y i h n ri1lt.r Iwteiligt.c.n Kreise
langsain tibrr siclicr dcbr H(ic1c.n tibgegrnhm wvird.
lk-i der Eigc-nart d w 1iic.r brliandcltrn Stoffes
ist die im folgenden durcligrfiihrte Einteilung in
verscliiedcne ( ; r u p p n \vc.tler voin pliariiiciko1oKinclirn noch voin clic.iniwlirn Stiindpunkte iius rinwandfni, sir wird a h b r iinrnrrhin t1c.m I m e r
dicsen Jalirc~ln*richtrsdie I‘bcrsiclit i i h r diis Orbiet crlrichtern.
N c u c A r z n i f o r ni r 11.
Eine ncur Art von Arzneigelatinc strllt der
I)i p i t a 1 i s I r i ni , C.c*liitina 1)iKitalin. von 31.
H r r z vor. Aus niarrric.rtm 1)igitalisbliittern und
Gelatine wird ein I A n i ge\vcinnen, der in Holinenforni geprrllt iind mit Foriiirilin grhiirtet wird. Der
Forninldehydzusatz sol1 tliv Haltbarkeit der Praparate erhiihcn und d i r 1,iiaunK in1 >legen verhindrrn, HO daU d i r l’rapiirnte sich nllniiihlich im
Darm auflijsen. oiinc. Rc.izt*rnclicinungen zu vrrurnachrn. I n iihnlichrr Wrise wcrden die G e l a t i n a S:t r o p h a n t h i und andere Praparate
Kewonnen. Unter d r m Nnnicn ,,C i r c I o i d s“ vernteht man aus England iinliortic~tc(klatineperlrn,
die pflanzliche Arznristoffc* rnthalten; , . S o I u b I e t t e n“ sind nls Wortrniirkr fur benonders leicht
loslirhr Tablettm allrr Art ( C r h r 8 O)., Dresdrn)
(t
Cb. 1912.
26. Juli 1818.
-
eingetragen; ,.P I a n t e t t r n“ nennt H. H a ni
m e r , Dresden, Teegemisclir, die zu kleinen Piitten
geforint sind; ,,I n t r a i t a‘‘ im Gegensatz zu Ext r a i b werden Drogen genannt, deren Ferniente
durch Alkoholdiimpfe unter miillipem Druck in
ihrer Wirkung abgeschwiicht bzw. wratiirt nind.
Die so vorbrhandelten frischen Pflanzen (Digitalis,
Colrliicuin, tklladonna) sollrn wirksarnere Extrakte liefern. Hrrntellrr i n t E. I’ i e r o t , l’aris.
Einc n e u t* X r x n r i k a 1) H e I wurde durch D.
R. 1’. 236 447 B r o r k I i a u s R: Co., Rerlin,-Grunewald, geschiitzt. IXeselbv i n t niit wabenartigrn
7kIlen durclisetzt, die niit vrrscliiedcnrn Arzneintoffcn anpefiillt sind. Nacli d r r Lijeung der Kapwl
ini JlttKen tdrr 1)arin konnen die Stoffe d s n n in
der prwiinsclittm Wrise nufrinundrr einwirken. -41s
Arzneinp*zinlitiit niull nucli d i r M a j a p a n gvnanntr Holilwnffrl nufgefallt wcrden, die im Innern
lebcnnfiiliigr Jlaja-(Yoplrurt-)bakkrirn und dan t i l i fiihrend wirkrndr I’henolph t Iinlcin rnthiilt.
Yiir iiulkrlichc Anwendung k s t i m n i t sind die
S i c c (1 1 i m e n t c dcr Sicco-A.-G., Berlin 0..
u n k r welclier Bezeichnung verschiedene Vaaolimentc, rein odrr niit Jod, Campher-Chloroforni.
Salicylsiiurr untl Ichthyol, v r r ~ t a n d e n werden.
Drr
K o ni p - Vrrband
von
Dr.
K uh I
in a n n , Charlottenburg. atellt rinen Schnellkoinprcsnenvcrband dar, der aus riner Hinde rnit
fiicherforniig grfaltcter aufgeniihter Konipresse brsteht, d i r Kriiuter, Rrriuninchlkgr, Salbenmull.
Winmiit, Cips I I H W . nufnc.hrnrn ~011. C. o s s y p 1 11 s in a von I’ n II I H n r t i n n II n , Heidenheini
a. Hrenz, i R t rin stcriler feucliter b’crband und Ersatz fur lh=iuiiischliige, dcsr drni breiformigcn
A n t i p 11 1 o K i s t i n von K t i d e , Rerlin, cinein
TonrrdeglycrrinpriiI,arat, iihnlich sein SOH. Aln
Tanipcinverbnnd findet Vrrwtndung daa T a m p o I R o c 11 e , daa aus cinern leicht zusammengrprellten
amptiwhen, nicht tibeorbierenden Wattestuck gcabildet wird, daa cine g e l a t i n k , daa Medikament
rnthaltende Spitze tragt. Diese kann mit Thigcnol,
Borsiiure, Airol, Metallsalzen, Gerbetoffen. Antisepticis usw. inipragniert werden. Daa Ganze iHt
in cinc leicht liisliche Geletinekapel eingeschloeeen.
Die F a p a c k k o m p r m c n narh Dr. F r e u n d
von 1’. H a r t III a n n sind grtiraurhsfertige Fnngopackungen, dic, in I i t i k WRssrr prtaurlit, einfache.
billige und sofort gebrauchsfertige Fangoumschliige
liefcrn. Kin nrucr eteriler Wundverband ist d r r
B o l u a v r r b n n d nach S t u m p f . der von
E. M c r c k in 1)armstadt in Forni von Holuskomp r e e n und Iblusverbandschlauclien hergestellt
wird und in dcr Chirurgie wcitprhcnde Venvendung
finden soll. Xhnlicli d r n L‘ n n t i schen I’antenstiften Rind dic G ( 1 n 0 s t y I i von 1’. R r i t’ r R d o r f & (I).,div auf AnreKurip von Dr. I, c i n t i k o u’ aun riner (:rundniiwliung yon Dextrin,
-
IN
1606
F l w : Die muen Armelmitt.1 den Jahrea 19ll.
Zucker, Stiirke, Glycerin urid antigonorrhoische:
Arzneimitteln angefertigt sind. Sie sollen gegenube
den Gelatinestiibchen mit Xetafleinlage und dei
Fettatabchen eine Reihe von Vorteilen aufweisen
H,:ypnotisch u n d a n a s t h e t i s c h w i r
k e n d e Mittel.
-Us neues Schlafmittel ist vor allem zu nennei
dm A d a 1 i n der Elberfelder Farbenfabriken, eir
Bromdiathylacetylcarbamid, also ein bromhaltigei
Derivat des Harnstoffes, das noch zur Verstiirkung
tler Wirkung zwei Bthylgruppen enthilt. Nach d e
klinischen Priifung hat es sich bis jetzt in dei
Praxis durchaus bcwlhrt. Eine Kombination vor
Hypnoticum und Sarkoticqm ist das K o d e o n a
ron K n o I 1 & Co., Ludwigshafen a. Rh., das als
chemische Verbindung des Schlafinittels Verona
init Kodein bezeichnet wird. In seiner Wirkung vcr
bindet es die Eigenschaften des Veronals niit dei
beruhigenden und hustenreizmildernden Eigen
schaft des Kodeins. Von den Ver. Chininfabrikec
Z i ni m e r & Co., Frankfurt a. M.,wird das A p o
n a 1hergestellt, in welchen die hypnotisclie Wirkung
des Amylenhydrats durch Yereinigung mit dei
Carbaminsaure eine Steigerung erfahren hat. M a n
kann es demnach als ein U r e t h a n der Amyl.
reihe, als ein Amylencarbamat, betrachten; es wird
durch Einwirkung von Harnstoffchlorid auf Amylenhydrat gewonncn und bildet in Wasser schwer
liislichc Krystalle. Seine sclilafmachende Wirkung
i x t etwa doppelt so groB wie die des Amylenhydrats.
Ein schon Iiingerr Zcit bekanntes A41kaloidist das
Y e 1 1 o t i n , das neuerdings von C. F. B o e h r i n g e r & S 6 h n e in Mannheim-Waldhof in den
Handel gebracht wird. Es stellt das wirksame Prinzip einer mexikanischcn Cactusart dar und SOIL
insbesondere konibiniert werden init Vcronal.
h i m Menschen crzcugt das Pellotin leichte Hypnose.
Ein weiteres Schlafniittel, das H y p n o v a 1 ,
ist bromisoralcrimsaures Chloralamid, walirend
das V a 1 y f e n den Isovaleriansiiureester des
Fenchylalkohols rorstellt. Ahnlich ist das B r o
p h c n i n , ein geschmackloses, weil3es Pulvcr, als
clessen wirksanie Restandteile Isovaleriansaurc und
Rrom angegeben nerden. A h XIittel gegen die
S e e k r a n k h e i t wird ein Yraparat von Jt o t h c r s i 11, ,,Seasick Remedy", angepriesen, in
Clem nebcn indifferenten Zusatzen Monobronicanipher und Coffein enthalten sind. Ein anderes bromlialtiges I'rodukt RUS frischen Xervcnfasern und
Olivenol ist das N e u r i p i n , dern cin giinstiger
EinfluD auf manche Nervenleiden zugeschrieben
wird. Das Analogon des bei den Jodpraparaten
aufgeziililten Achijodins ist daq A c h i b r o m i n
yon 'I o s w i n k e 1 , ein Monobromisovalerianoplykolylharnstoff. J e nach der Dosierung k m n er
als Sedatiwm oder als Hypnoticum verwendet
werden. Spezielf gegen die E p i 1 e p s i e sollen vcrwhiedene Xeuerungen dienen, so das U r e a b r o in i n von G e h e & Co., Dresden, eine Doppefverhindung von 'Calciumbromid und Harnstoff, weiter
cfasE p i s a n , eine Mischung von Zinkoxyd, Broinsalz und einer Valeriansaureverbindung, die von
B e r e n d s d o r f in Dresden vertrieben wird,
schlieBlich nocli ein arsenhaltiges Praparat, das
Arsenocerebrin yon L i o n in St. Petersburg, dessen
~
[ -WmTmle
wirksame Prinzipien am Hirnextrakt und Natriumkakodylat bestehen.
Aus Kombinationen liinger bekannter Substanzen besteht eine Anzahl von neuen Aniitheticis,
wie z. B. verschiedene Spezialitiiten fur die zahnarztliche Praxis; andere wie das A 1 g o k r a t i n ,
das A n e s t h o n usw. enthalten Pyrazolon- oder
Amidophenolderivate, wieder andere bestehen aus
Gemischen von lokslantthetisch wirkenden Substanzen und Nebennierenpraparaten. So ist das
L e n i r e n i n von R e i B in Charlottenburg ein
staubfeines Pulver, das zur Einblasung in die
Luftwcge bestimint ist und antiseptisch und
adstringierend wirkt. Als Bestandteile werden
genannt Lenicet, Aluminiumhydroryd, Xebennierensubstanz und Cocain. L e t a r g i n ist eine Mischung von Hamanielisextrakt, Xovocain, Suprarenin und Thyniol, die bei Zahnextraktionen und
kleineren operativen Eingriffen empfohlen wird.
Als lokales Anastheticum ist weiter das R e n z c a i n , ein Guajacolbenzylester, der besonders auf
die tiefer liegenden Gewebe wirken soll, in den Handel gebracht worden.
Diatetische u n d anregende Mittel.
Zahllos wie in jedeni Jahre sind die neuen
Xiihrmittel und die sonstigen Praparate zur Hebung
der ,,Xervenkraft". Auf dieseni Gebiete besonders
beivunderswert ist die unerscliopfliche Phantasie
der Fabrikanten in bezug auf die Naniengebung.
B i o s i t o n ist ein Kraftigungsmittel bei Neurasthenie, das hauptsachlich Jlincralsalzc, Phosphate u. dgl. aufweist. I3 i o h y d r o n pine eisenhalt.ige Lebensessenz, B i 1 a t i n eine Nervenkraftnahrung aus entfetteter Trockenmilch und Ovolecithin, B o k o 1 ein aromatisiertes MagerniilchPflanzeneiweiBgemisch, B u - C o als Gcgenstiick zu
dem bekannten R a m o g e n - R i e d e r t einc
Buttermilchkonserve fur die Sauglingscrnahrung,
L e c i l a c t a n und R e c o n v a l i n sind Ikcithin-Trockenmilchgemische, L e c i k r a t o n ist ein
$ycerophosphathaltiges Lecithin-Xlilclinahrpraparat,, L e c i in o r o 1 ein Lecithin-Phosphorlebertran,
L e c i p e c t a 1 ein superoxydhaltiges Nalirsalz:emisch, L e c i c a r n i n ein Lecithin-Fleischsaftpraparat, L e c i t h o 1 ein Lecithin in granulcs,
L e c i t h i n e ni u I s i o n ein subcutan injizier>ares Lecithin, L e c i t h o n i 1 ein fliissiges Lecihin-Xcrvenkraftelixier, J o d o c i t i n cin Lecithinodeiweil3, H a i m a g c n ein Lecithineisenein-eiB,
? h o s p h a t i n und I' 1 a s t i g c n sind lecithin.
ialtige Gemische von Nahrstoffen und Nahrsalzen,
J a n a t o p a n ist eine Chinin-Eisen-Phosphor.auremischung, F e r r o c i t i n ein Eisenlecithin,
1 t u r a 1 ein Blutserumpraparat aus jungen Kal)ern, das die Sauglingsmilch leichter verdaulich
nachen SOH, R o b u r o g e n eine fermcnthaltige
Rcithin-Trockenmilch, S a n o n e r v i n ein lecihinhaltiges Milchcasein mit Xahrsalzen, F o r t o I a I ein lecithinhaltiges Eisenpriiparat, N e r v o o 1 a eine phosphathaltiges Colakakaopraparat,
J e r v a c o I a d e eine Eisen-?iIangan-Lecithinchokolade, N e u r o 1i n ein Peroxyd und Eisen
ntbaltendesh'iihrsalzin Tablettenform. P h o e s a n
in salicplsaurehaltiges EisenphosphornahrprapaR t USW.
Das FischeiweiDpraparat R i b a erscheint
unmehr auch als R i b a m a l z und R i b a -
e c h o k o l a d e . R r e p t o n d e r Hiichster Farbwerke ist ein bis zu d e n Aniinoeiiurem abgebauteu
Fleischpriiparat, doe auf Grund der Untersuehungen von A b d e r h a 1 d e n iiber die Fleiechverdauung hergestellt wird, indem man rnageree Rindfleiech kunstlich mit Pepsin, -in
und E r e p i n
verdaut.
iet ein in Waaser leicht liieliches briiunliches Pulver, daa die Darnisclileimhaut nicht reizen
und aucli in Form Ton Siihrklystieren voni Darm
aim selir put reaorbicrt werdvn mll.
Zur i'hosplwrbehandlunp d e r Rhachitin und
wllen die K r a iilinlicher Stoffu~c.chselkrarikli~~ittn
n i t 1) t i s t i 1 I t - n von K r w e I & Cb., Kiiln, dienvn. Sit, rnthaltcn 1-inr lijsiinp von I'liosphor in
.\Inndclijl, d i r u n t r r bcsontlcrrn VorsichtAniaUrt.gcln
Ii(~gcatel1tint, untl soll~ti vot drni a l t b k a n n t c n
I'liosphorlch*rtrtn c l c m \.<mug dcr groBerrn Halt Imrkrit uncl dcr bwrrt-n 1)oaicrbnrkcit hsitzcn,
iiiiUcrdeiii nincl sir init t.inc.ni wolilwcliiiirrk~.ndrii
i'b r z u g vcrsehcn.
Einct pro&- Rollt. iintc-r tlcn nru niifprtnuclitcm
nurh oine nntlcrr (:ruppc
,,StHrkunpnniittc.In" +.It
\ O I I schr z\veifrllinftrtii
die k-ilir clcr .\ 1) 11 I' o cl i,:q i n k n.
In den I' 11 ii n i x t t i 11 1 (- t t c n
sol1 n u k r einigcm Strlzcm Yohiinbin tmthn1tc.n win,
in tIc.ni Y 0'1)u t i i n i n ntirh nr. r) ti n i in n 11 n ist
tic*lwn Yoliiiiil~in 1 i 1 1 ~ ~ 1cltis
i
Estrtikt von lliiirn
1'u;tiiiti v o r h n d v t i , i i t i Y I I I' t i c i t Ii o I untl 'J' t i i i i II I r v 1 1 n tiiiUvr tlcn pimiinntm Suhstnnzcm noch
I ~ ~ i t l i i n.\. 1) Ii r o d i s i II w l l tiulkr den drvi Ietztgtwrnntcn nocti ,,.\nonnscin"
nufwciscn.
Einc
wcikrt. Slwziulitat ZUI' lklinndlunp tlrr srxiiellcn
.Uciirtwtlicv~it~
ixt V i r i I i 11 I I I von W e i 1 , tins in
'I'tibhsttcnforiii Koltiextrttkt, Tiirnertiextrakt. Yohi niln:r x trtikt , Ixcit hin it rid K Idilrhyd rntc (Zuckcbr ?)
cmthiilt. F i r ni u a i o ti ,,fiir scliwtirlit~ Miinnrr"
Iwstclit IIUS Zuckcr, FhwiU, l ~ ~ c i t l i i iStirkc,
i,
l'lios~ ~ l i t r t r ti i n t l nroiiiatiw1ic.n Stoffcn, V i r i s n n o I ,
v i n ,,Kriift igungsniit tcl Iwi V Iirzeitipvr .\liinncrwliwiiclic~," ttiis versilhrtcn L'ilbn, in dcncn Cl~inin,
Haintrtogrn. IA~eitIiiti I I ~ W . fvstgwtc.llt wrrt1c.11
konntcm, (; i I I s t. s , viii .,.\littc.l gi-gvn InilHitmz"
y o n K ( I r i i I 1 11 R in lkvlitt, ist tiiis l'fltin./..c.nc,i\\c.iO,
~lilelizitc~kvt~,
S n t r i i i i t i b i e n ~ ' l ~ o ~ i~nlciiiitiplitmplint.
~it,
.\lti~nc,niutiiaupcroxyd,ColtiniiU uiicl Cinwngu-uIzcl
ziintittimt~ngerrctzt, h i dcni iiiikdirii 1x4 Schniiclir0 r g i t ti 1 ~ C - Hh b t ziistiitidrn zu vcrwt~ntIt~~iclt*ii
t;itoriutnd S e I' ti p i s i n Strit tgiirt Iitrndclt es sirh
U I I I (.inibn spiritriiixrn -.\it>mg l i u s Pflnnzcn.
15
\Vt-rt(b,
A
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1.
I)iv w u e n .\ n t i ti c. pLt i c n geliiiron ohne
.4usiitihttic in clic b k t i n n t r n pharmskologischcm
(;riipptm t l w I'Iic*ncils u n t l tlrr Salicylxiiiire, dcr
Scliwcwiicttrllc rind tics 1~'1~rni&lrhyds.
I.: u r c a o I von \V Ii I t c ist ein Heaorcinrratitz
zur lk~kiirnpfunpc1t.r ~ % ~ I K ~ ;I Ic
O ~r c o n o 1 i tl U c* n x c 1 ist ,,fcw1c.s" Krcwsot. trngc~blicli cine
JiaKnc.sirrvt,rbindiinp tier zwveiri toniige.cn I'ltrnole tlea
Krcmwts, die* ziir inn~~rlirlirn
Ihrrricliung pceignrt
ist; A v u n 1 o I von P I' i e tl r i c Ii rinv Krrnolschwefcl*iiurcliisung, die t l c i i i S a n n t ( I I untl iilinlichen Priiparaten cnttqxeclien diirfte; B e n z o 1 y 1
cin
benzoesiiurehnltigcs Konservierungnmittel ;
S e i f f e n o 1 eine plienolhaltige Hanseife; Formaltlliydl~riiparatexintlii.
a. (lie Y o r m - L u t i o n e n und
F o r m a e t h r o I e von N o e r d 1i n g e r in Florsheim, die nebenForrnaldehyd noch Seifen enthaltcn :
M e n t h a f o r m ,M e n t h a s e p t , P a r a n i n I t
B i n d Formaldehyd-Menthol- bzw. -Malzextraktkoinbinationen zur D e s i e k t i o n dea Mundea und c!cr
Rachenorgane; A d o 1 g i n ist ein Mittel zur Rat:indeainfektion, das in getrennten Packungen C'hl~wkalk und Paraformaldehyd enthiilt. ; P LI r il. p .i 11
von S c h e r i n g eine gleichen Zwecken dicnrn~le
Zuaammenetellung von Kaliumpermengannt uiid
Paraformaldehyd. der aber noch in einer bemndrwn
Ahteilung der Riichae die Mittel zur Entwicklung
von Ammoniak (Chlorammonium und gebrannter
Kalk) beigegeben sind. Letzteres maclit die Liift tlrr
mit Formaldehyd behandelten Riiiinie hekanntlich in
kurzcr &it aieder gcruchlos. Fur die R e i n i p n g
der (kfiil3e von dem abgwchiedcnen Braunstein i-t
noch etwas Natriumsulfit I)t+packt.
Zur Bclinndlung dcr Tuberkulose \vurtl~w
sclion vor langerer &it Zimtsiiure und ihre I h i vate empfohlen. Der Allyleqter der i? i m t s is u I' e
wird von B 1 o s ncuerdings besonders bei tuberkiilosen Geschwiiren angewendet.
Ein zweitev Z i m t s a u r e p r ii p a r ti t xitr
Behnntllung der Tuberkulose ist daa E I I) o n tlrr
Ges. fur cheni. Industric in Hasel. Seiner Fornic.1
nacli ist ea ein %init~iiure-~~-oxyplienylliarnstnff
I I).
R. 1'. 2% 107), tlcr im Orgnnixniun langsam in Ziiiitsiiurc und Oiy~~licnylliarrixtoff
gespalten wvird. 1)ie
Zimtaaure kommt zum Teil unverandert, zum Teil
als Benzoesiiure zur Wirkunp, a u k r d e m diirfte tlrr
Oxyplienylliarnstoff durch scinen Paraminol)licnnlkern antipyretinehe E;igcmacIiafttm Iiesitzen. V(in
andcren Mitteln gcpen die Tuberkulose komrnrii
die verscliirdcnen Guajarolpriipnrnte in Betraclit .
Als solclio 8ind zu nenncm tlnn H e s n m e k o I 1-m
H o f f m a n n - L a R o c 11 e k ('0. in Basel, eine
Verl)indung von Guajnrol mit Pornialdeliyd, tlt~s
H e 1 1 R i r i n von H e I I ti C'o. in Troppau, (.in ziisamniengesctzter Guajacolnirup, iind daa D i p u t i j a c' o I , ein Methylrn-(:uujnrol.
Srliwermetnllc
BIS
wirksanio Prinzipicn cntlialten das J a 1 u n clcr
H c I f e n b e r g e r Fahrik, ein innerlicli zu vrIHendendes C' o 1 I n r p o I priijinrat, day N o v i f o r m der Cliem. Fabrik von H e y d e n in Ha&hrul, ein ~ctra~~rom~~mnzcatec~iinai~mut,
dau c I I 5 y I o 1 dcr A.-G. fur Anilinfabrikation in Berlin.
ein lijalicliea Kupferritrat. tlaa H y c y a n von W e i I ,
leiclitloslichc ~uecknillieroxyc~iinidpastillen.dtw
A n o g o n von T r o m m H d o r f , daa Queek~ilberoxydu1s;rlz dor Jodoxybenzoleulfosiiure. Zii
3en antiseptisclicn Mitteln sind aucli die neuerdinp
riel empfohlenen €3 o 1 u 8 p r i p a r a t e zu ziihlen,
tvie die M e r c k echen Fahrikate. die X e r a n a t Boluaverbandstoffe von C o 11 n die nelwn Boliis
nocli einen reizend nirkrnden Seifeiikiirper cntlitilten, iind andere melir.
Zur B e k ii m p f u II g t l e r .\I a 1 a r i a w i d e
:in prschmackloses Chininpriiparat, tlaa J n B i p i 11 .
:in Cllinindiglykolc&er von C. F. I$ o c I1 r i n p v r
k S ij h n e , Mannheim, eingefulirt.
Xeuero A n t i g o n o r r I1 o i c a s i n d d i c S a 11. a l o l - a l k y l a m i n o a c e t p l e v t e r der Eloerfelder Farbenfahriken, das E n e r g o n , Pin
Krcosotgcrbsiirire~~riiparat,dan P i v a c o , cin ( k nincli a u s ChbelBin und C'opaival~dRam,dic G o n o i t y 1 i (sielie h i den nturn ?\rzneiformen) und die
.
1
W
Priiparate aus Gonokokken bzw. Serum, die bei
den Serum- und Organpraparaten erwiihnt werden.
Als a n t i c o n c e p t i o n e l l e Mittel sind zu
nennen einige antiseptisch wirkende Stoffe
oder Gemische von solchen. ,,EX" von K r e m b s
besteht aus einer halbflussigen Masse, die Kaliumoxychinolinsulfat, Aluminiumacetat, -tartrat, Borsiiure und Glycerinsalbe enthalt. Die S e m o r i tabletten uirken angeblich nicht nur auf
cliemische Weise, sondern auch ,,mechanisch".
AuDer Weinslure und Natriumbicarbonat, die zur
Schsumbildung dienen sollen, sind Borsaure und
ein geruchloses Chinosolderivat vorhanden. Das
Irrigatorspiilpulver von H. U n g e r in Berlin ist
ein rotli-h gefiirbtes, korniges Gemenge von Borsiiure, Weinstein, Aluminiumsalzen, Chlornatriuni
und einer Phenolverbindung. Ein Zhnliches Mittel
ist ,,E f f e m". In den Sauerstofftabletten ,,F r a ue n h i 1 f e" nurdc Satriumperoxyd, Natriumbicarbonat und BorsZure nachgewiesen. Zur Beseitigung von M e n s t r u a t i o n s b e s c h w e r d e n und auch z u anderen dunklen Znecken finden
zahlreiche .,Pl'euerungen" imnier weitergehende
Yerbreitung, so z. H. die Menstruationstropfen
,,F r e b a r", ,,Mi k a d o", ,,F a v 0.r i t", alkoholische Destillate \-on Zimt, Xelken, Fenchel, Melissen u. dgl., die Nenstruationspulver, Monatspulver,
Frauentees, Menstruationstees von \V a g n e r ,
D r a c k e , S c h a f f e r 11. a. , , M i n e r v a " ,
,,P e r i o d i n ", ,,J a p a n ", ,,G e i s h a ", ,,S phinx",
, , M i m o s a " und nic sie alle lieiUen, bei denen
meistens r o m i s c h e K a m i 1 1 e n zu liolien
Preisen verkauft werden, ,,Regulationspillen" gegen
Periodenstiirungen enthielten Chinin, Safran, Eisen,
Myrrhe und ein Bliitenpulver.
Arsen-, Eisen- und Jodpraparate.
DaD derfast beispielloseErfolgdes S a l v a r s a n s
eine Reihe von Ersatzmitteln auf den Plan rufen
muDte, war mit Sicherheit vorauszusehen. Solche
tauchen auch besonders aus Frankreich bereits rereinzelt auf. urn die \Velt zu begliicken. So scheint
das A r s e n o b e n z o I B i 1 1 o n direkt identiscli
mit Salvarsan zu sein. Andere Praparate dieser
Art sind das A r s e n p h e n y I c h 1 o r o 11 y d r o x y a m i n und das P h e n y l j o d o h y d r o x y a m i n von B a 1 z e r , B u r n i e r und G a r s a u x. Ein Arsenpraparat zur Bekampfung der
Sepsis wird von E i s e n b e r g empfohlen, das
S i 1 b e r a t o x y 1 (Monosilbersalz der p-Amidophenylarsinsaure). Zur kombinierten Quecksilberamenbehandlung dient nach H. L o e b das E m b a r i n von H e y d e n , Radebeul, eine mit Acoin
versetzte Liisung von mercurisalicylsulfonsaurem
Natrium, die neben Salvarsan injiziert wird. Von
sonstigen Arsenpraiparaten mogen noch angefuhrt
werdendieR o n c e g n o pillenvonG u t t m a n n ,
in denen die Salze des arsenhaltigen Roncegnowaasem vorhanden sind, die A r s e n h ii rn a t o s e ,
die A r s e n g u a j a c o l l i a m a t o s e , das A r s e n c e r e b r i n von F r i e s e r , eine Kornbination von ,,Extracturn Grebri" mit kekodylsaurem
Natrium. S a 1 v a r s a n i n j e k t i o n e n sind
von verschiedenen Apotheken in den Handel gekommen, so die ..Injectio F r e s e n i u s" in zwei
Portionen, von denen die eine das Salvarsan, die
andere sterile Alkalilosung enthiilt. oder die J o li a injektion von K a d e , Berlin, cine Mischung von
Salvarsan, Jodipin und sterilern wasserfreien Wollfett, die nach dem Verflussigen injiziert wird.
Als Mittel zur Abtijtung der Trypanosomen
soll das ,,A n i 1 i n u m s t i b i a t u m " Verwendung
finden, eine in Nadeln krystallisierende Verbindung
der Formel C4H,0(SbO)C6H7.NH,0.
Es wirkt
ahnlich, wie der bekannte Brechweinstein, der zum
gleichen Zwecke in den letzten Jahren empfohlen
worden ist.
Von neuen E i s e n p r a p a r a t e n , deren
Zahl auch diesmal sehr groD ist, mogen genannt
sein das E i s e n s a j o d i n , jodbehensaurea Eisen
mit 5,6o/b Eisen und 25y6 Jod, ein amorphes, unlosliches, fast geruch- und geschmackloses Pulver,
das P e r r o g e n , ein fliissiges Eisenmanganpeptonat, dasM i 1 c h e i w e i D - E i s e n p r a p a r a t
von G r o D e r , in dem etwa 60% Eisenosyd in
kolloidaler Form enthalteri sein soll, d m F o r t o n a l von K e l l e r und das F e r r o c i t i n von
B u c h h o 1 t z , zwei Eisenlecithinpraparate.
Zu den neuen J o d p r a p a r a t e n zahlen
auRer dem soeben genannten E i s e n s a j o d i xi
das ebenfalls lipoidlosliche L i p o j o d i n der Ges.
fur chern. Industrie in Basel, der Athylester einer
zweifach jodierten hoheren Fettskure, (der Dijodbrassidinsaure), und das J o d o s t a r i n Ton
H o f f m a 11 n , L a R o c I1 e & Co. in Grenzach,
ein Taririnsauredijodid der Formel CH3 .(CH,),O.C'J
:CJ .(CH,), .COOH. Das Lipojodin ist eine wei5e
krystallisierte, sich von der ungesattigten Erucasaure ableitende Verbindung mit 41y0 Jodgelialt,
die nicht in \Vasser, aber in Fetten loslich ist. Ganz
ahnliche Eigenschaften besitzt das Jodostarin.
Eine besondere Eigentumlichkeit dieser Jodverbindungen ist illre ,,Lipotropie", ihre Affinitat zu
fetthaltigen Geweben, also besonderv zur Nervensubstanz. \Vie illr Vorlaufer, das S a j o d i n ( ~ o nojodbehensaures Calcium), sollen sie vor allem bei
Herz- und GefaDkrankh$iten, bei Drusenaffektionen, Lues, Arteriosklerose, Fettleibigkeit und allgemeinen Stoffwecliselstorungen indiziert sein. Das
J o d o c i t h i n von M a x H a a s e in Berlin wird
durch Behandlung von L e c i t h i n in Tetrachlorkohlenstofflosung mit gasformiger Jodwasserstoffsaure gewonnen. Es ist ein Jodlecithin von waclisLhnlichen Eigenschaften.
A c h i j o d i n ist ein dem A c h i b r o m i n
analog zusammengesetzter Monojodisovalerianoglykolylliamstoff, der die therapeutischen Eigenschaften der Jodalkalien rnit der sedativen Wirkung
der Baldrianpraparate verbinden soll. Darsteller
ist A. V o s w i n k e l in Berlin. J o d t e r o l a n
von t;' o h in a n n in Sclilingen kann als nicht farhendes Jodvasoliment angesehen werden. Es ist
im wesentlichen eine jodhaltige Paraffin-Ammoniakolseife. K o 1 1 i n des med. diem. Laboratoriums
St. Ludwig-Base1 ist ein Kropfmittel in Seifenform,
3as angeblieh am Linulensanzreglyceridjodid, linol~ a u r e mKali und indifferenten Bestandteilen zu3ammengesetzt ist. G o n o jodin odcr 0 n o t o s i n
ist ein jodhaltiges Gononhoicum des Lab. fur Therapie in Dresden, das ,,Jodlignosulfphenyl" enthalten 9011. Eine Mischung von atherischen olen
nnd Jodtinktur fur cliirurgiache Zwecke ist das
'ranzosische J o d g o m e n o 1 von H o u d a r d ,
iem eine besonders starke baktericide und schnell
vernarbende Wirkung zugeschrieben wird. Die
XXV
Inbrpn
Hd)
80.' 28. Jnli t h ]
*I-:
Die maen ArsneimitteI drr Jahrer 1911.
1609
purpur. Sie werden ebenfells von H 6 c k e r t und
T a b l e t t e e j o d 8 n t i s t i e r o t i c a e von
E c k a r t enthdten neben Jodverbindungen die M i c h a I o w s k y in Berlin vertrieben.
Von blutdrkhteigernden Mitteln Bind wider
selm dea Blutee. Duroh Tierkohle ebsorbiertee.
mehrere Konkurrenzprodukte dea Adrenalins bzw.
Jod ist des von s 8 b b 8 t 8 n i pingefuhrte J o d
Suprarenins sufgetauoht, so daa E u n 8 1 i n von
8 n t r a o 0 , des sich eowohl zu innerlicher kreichung eignet 8h 8uCh iiuUerlioh an Sklle VOU T o m o d e , daa A d n e p h r i n , ein .,beeondm
gut haltbarn, netiirliches" Nebennierenpriiparat,
Jodtinktur, Jodoform uaw. Verwendung finden
und daa E p i n i n von B u r r o u g h s , W e l l kenn. Als Antieepticum und Antiepphiliticum
c o m e & c'o. Letztem wird syntlietisch gewonwird ein weitem Jodpriiparet empfohlen, des
nen und als 4,4- Diliydroxyplienyliithylmethylemiii
A n o g o n von H. T r o m m s d o r f in Aechen,
ein Queckailbersalz der Jodoxybenzolparesulfosiiure. bezeichnet. Kacli den Angatwn der Hemteller sol1
die nliitdriicksteigerung durrh Epinin liinger anhnltrn als die diircli ein natiirliches NebennierenR 8 d i u m p r ii p 8 r 8 t e.
priiiinrnt erzeugte. Unter den MutterkornpriipaDie in dem ,,Radiumwerk N e u I n n g b a c h"
rntrn aintl aIa Seuerungen zii b n e n n e n daa aalzdergeastellten R d u m p r i i p a r a t e werden tinter der nsiire Snlz tlrn p-I ni i d a x c) I y I ii t h y 1 a m i n s
Wzeichnung ,,Re" in den Handel gebracht. Es einer von I3 t i r g r r rind D a 1 e ini Mutterkorn aiitliandelt sich bei ihnen urn radioaktive F'rodukte der pefundenrn Bwr, die von H o t f m n n n - L n
G a s t e i n e r Q u e I I e n , wie ,,einft.rh Gaetein"
R o r 11 r untcr t l c m Nnmen 1 m i d o in den Handel
gleich 31 OOO 11 a c 11 e - Einliciten, Re pro balneo,
pet)rarlit wortlrn ist. I)ic pleirlie 1;nI)rik atellt
Re ziim Trinken, Re fiir Inhalation uaw. Nach
nruerdinpn nucli eine Konibination einw andervn
R i e d e 1 s Mentor 1!)1I nind nucli die R a d i 11 m i t - Srcalrpriipnratcs. drn s e r n r o r n i n R mit P a 11 priiparate garantiert raditimhaltige Eneugniaae,
t o 11 o n Iirr. Kin weiterrs Mittel, das bei Uteruawie R.-Schlamm gegen Rheumatismus, Exsudate,
und nienstruellen Hlutunpen liiicliat wertvoll ist,
chronische Eiterungen, R.-Fluid gegm qiclit und
dnn H y d r n a t i n i n , wird nrinmehr nacl: dem
Ischies und eioe .-\nzahl ron kosmetiHchcn Radiumiti'erfnltrrn von H. D e c k e r von den Elberfeltlrr
artikeln. FaLrikate der Radiumzentrale Berlin S\V. Pnrtwnfnbrikrn nyntlietisch prwonnen. H y tl I' sind die R a d i o c a r b o n priiparate. \vie .,radion n t o I int rin von Holland iniptxtierten ,,nach Ijeaktivierte Fermentkohle". R a d i o (' i t i n , ein sondereni Vrrfnliren" hergestellten fluwipes HydrLecithinpriiparat, It a d i o p y r i n , cine ,.radio- nstisrxtrnkt, .\I e n c e d i n ivrrden Tabletten peaktivierte" Acetylsalicylsiiure. R a d i o z o n tabletnnnnt. die iirtwn Hydrutinrxtrnkt noch Kotirnin
ten und It a d i o badekapseln. Ein radiumlialtiger
ent lial ten.
Badezuwrtz ist das R a d i o s o I , ein .,primarea"
Radiumsalz der RadiiimntBteilung des Dianabades in
llittel Kegcn Kranktieiten d e r VerWien 11.
d a 11 u n g s o r g n n e iisw.
Aucli nuf drni Gebiete d r r A 1) f ii h r m i t t e 1
Mittel pegen Krnnkhciten der
1)epepnen wir keiner prinzipiellen Seuigkeit. Des
K r e i a 1 a II t o r 6 a n e.
1'e r i s t a 1 t i n der Gee. fiir ('hem. Industrie in
Basel ist nacli den A n p a h n der Fahrik ein aus der
LTnter den Mitteln gegen Herzkranklieiten sind
C'ascarn Sngrndn-Rindr pewonneiies Glucosid der
rinige Digitalispriipnrntr vertreten. Dan hereits
Fnrmrl ('I,HIROH. En komnit t:iirli in sterili~ierter
liinpere Zeit lzknnnte D i p i p u r a t von K n o I I
Losiinp in Aml)rillrn in drii Hnndrl, YO daU ea auvh
& c'o., hdwignhnfen a. Rh., 1st im wrsentliclien ein
(;eminc*li von (:erbiiiirevrrl)indungen der Digitnlis- sutmitnn ver\vrntlet werden kann. I'rristaltin wird
nacli eineru patentierten Vrrfaliren Iiergeetellt und
Kluconicls niit .4uannlime t l r s Digitoninn, also von
D i p i t o t a n n o i d e n , tlrclc aiif pliysiolo~isrliem sol1 dtw nhfulirend wirkendc I'rinzip der Rinde bilWept' nuf rine tientiniintc. immer gleirli bleibende den. Ein iilinlirlies I'riiparnt von nehr milder WirkungistdieC'~qcnrn-D i e f f r n I) a c h. Diemeisteii
Wirkiinpwtiirke ringestcllt 1st. Von Intcrrsae ist
neuen Yriipnrnte rnthaltrn rntweder Phenolplithaliier r i i i VorYchlng d r s Hridelhcrger Pliarmakologen
lein oder Pruclitsiiuren oder die tiekannten pflanzG o t t I i e b iitm die ..iiliysiologisch~" N'rrthitimmiing. Snch C: o t t I i e I ) rnthalt ein IXgitalis- lichen Stoffe tlrr .~,itlirRrliincinlc.ihe. Beispielsweise
priipnrnt 100 Einheitrn, w n n systolischer Still- ist, die L a x A n i n acliokolade von R c i B ein RicinuaoI-Plienol~~hthnleini,mdiik~.
S y r o f i g der
stand heim Froschlierz innerlinlt) einrr halben Stiinde
S i c c o - ti.-(.;., ein 1"eigensirup. F r u c t a n ein
eintritt. 1)iaer Wirkunp entspriclit 0.01 p lhgiUackwerk nus Friirliten und Xiissen, P r u n e 1 I i n
piirnt. Bei rinrm nntleren DigitaliHpriiparat. der
1) i g i t n 1 i s von I h . 11. W i n c k e I , Miinchen, ein Sirup aus I'flaumen, Honig, 4nfeln. Manna U.
werden die Enzyme drr Hliitter unncliiidhch ge- dgl.: A n a I n x yind f r u c l i ~ u r e h a l t i p e Bonbons.
Aurh die an iintlcrer Strile erwnlinten H e f c 1 3 r ii
marht. \vodurclt rinr Konstnnz tler Wirksnmkeit
1) a r (I t e 1inl)rn zuni Tril nbfuhwnde \Virkung.
nngatrebt w i d . I)as 1) i s o t r i n von H 6 c k e r t
Kin neuea -4tifiilirmittrl der Plienolplithnleinund .\1 i c 11 a 1 o 11's k y in Perlin wird nls ..I)@toxiniirn compnaituni soliil~ilc~"lwzrirlinrt. Ein
reihe ist drur ( ' n r v n c r o I 1) 11 t 11 a 1 e i n. Es hildet
weitem ,.rinheitlirli ziinirninienpeactzten. pleiclifarblose, in \Vatwrr unlijeliclie Kry~talle,die sich in
miiDig wirkendea untl 1inlt.bnrea" 1)ipitnliYj)riii)nrnt Satronlauge niit tiefblauer Farbe IGen. \'or dem
ist daq D i g i t y I ron 1)r. K a n t o r o \v i c z ,
l'henolplithalein und dem Tliymolphthalein soll en
Berlin. Es soll durch Extrnktion drr Droge mit
den Vonug dcr Reizloeigkeit auf den Darmkanal
hochgapanntem Wwerdanipf herpestellt sein.
und ciner pleiclimiiBigeren \\irkung tmitzen. Die
Dio E x t. r n d i g i n t a t) I e t t c n entlinltcn die
D a r in a n tahletten von P e n s c h u k beatehen
nirknamcn Bestandteile von 0 , l g Folitr Digitalis
R U R rineni nacli Imonderen gcncliiitzten Verfnhren
-
.
-
entbitterten Cascara-Sapdaextrakt mit Phenolpli t halein.
Im Gegensatz zu den genannten Priiparaten
sull ein neum Mittel, U z + r a ,' hervorragende Bedeutung als Stopfmittel bei Durchfall, Brechdurchfall, Dysenterie usw. besitzen. Dasselbe wird von
der Uzara-Ges. m. b. H. in Melsungen aus der
Wurzel einer Asklepiadee gewonnen und enthiilt
nach G u r b e r eine Reihe von krystallinischen,
wirksamen Stoffen, die vermutlich der Klasse der
Glykoside und Bitterstoffe angehoren. Die Droge
ist frei von Alkaloiden und Gerbsaure. Ebenfalls
als Darmadstringens wirkt das G I u t a n n i n ,
eine TanninpflanzeneiweiBverbindung.
Ein anderss neues Mittel, das G r a v i d i 11 oder
G r a v i d o 1 von H a d r a , ein Fluidextrakt aus
den) Tang Fucus serratus, sol1 gegen das Erbrechen
der Schwangeren gute Dienste leisten.
Als g a l l e n t . r e i b e n d e X l i t t c l wsrden
empfohlen das E u c h o 1 e i n oder E u b i 1 e i n
Tiergalle
von
,,uber\-on F a 1 k , mit
wiegendem Glykocholsiiuregehalt" gefiillte Gelatinekapseln, und das L a c t o c h o 1 einer Pariser
Firma, in dem als wirksame Bestandteile Milchferinente und enttgrbte Gallen ausziigc enthalten sind.
Das Gallen~teintnittel Me g a p i s t von H a 1 1 e
besteht aus einem Gemiscli \-on Eisen, Aloe, Rhatarber, Ritterklee, Cardobenedicten, Boldo, Fadbaum, Salmiak rind Pfeffernlinz. Die B i 1 if e r Geloduratpraparate von S c h u r m a y e r enthalten
olsaures Lithium, Belladonna-, Strychnos-, Rhabarherextrakt und Hicinusol in den von P o h 1 hergestellten Geloduratkapseln, die sicli erst imalkalisclien
Darminhalt losen.
Neue D i u r e t i c a aus hekannten Grundsubstanzen sind U r o g e n i n , ein Doppelsalz a m
Tlieobromin und deni Litbiumsalz der Hippursaure,
r o - L e n i c e t tabletten, aus Aluminiumacetat
und Hexamethylentrtramin, und uoch einige andere
uiit dem Vorwort ,,Uro" bezeichnete Arzneirnittel.
Hervorragende diuretische Wirkung soll auch
das G u i 1) s i n von L e p r i n c c in Paris besitzen,
das die wirksanien Bestandteile der Nistel Viscum
album (franz. gui) in unverandertcm Zustande entliiilt. Neben einem fliichtigen Alkaloid sind in der
Pflanze Inosit uncl Saponine vorhanden. Das Praparat erscheint in z\c.ei Formen im Handel, in Pillen
fiir innerliche Verabreichung und in fliissiger Form
zur intramuskuliiren Injektion. AuBer der diuretisclien \Virkung setzt es angeblicb den Blutdruck
stark herah, u.eshalb es auch bei Arteriosklerose,
Xepliritis, Gicht, Eklanipsie und Lungenblutungen
1-erwendet. u.erden soll.
r
Xittel gegen Erkrankungen der
t ni u n g s o r g a n e.
Enter den Iiierher gehorigen Arzneimitteln
stelien an erster Stelle die Praparate zur Bekampfling der L u n g e n t u b e r k u 1 o s e , die teils
Lei den Serumpraparaten genannt sind, teils, wie die
Guajacol- und Zimtsaurepraparate, bei den antiseptisch und desinfizierend wirkenden Stoffen aufgefiihrt wurden. Zu ilinen gehoren das E 1 b o n ,
das H e x a m e k o 1 , das H e 1 1 s i r i n , d a s D i g u a j a c o 1 und dns G u a j a k o d e i n , letzteres
ein neutrales Kodeinsalz der Ortlioguajacolsulfo$Sure.
Als Mittel gegen den K e u c h h u s t e n miSgen angefuhrt werden daa D r o s G r i n von A 13 m a n n , ein Extrakt aus vemchiedenen Dromraceen, und das T h y m i p i n der 'Gesellschaft L a
Z y m a , ein Dialysat G o 1 a z a m Herba Thymi
und Pinguiculae; von Ianger bekannten Arzneimitteln werden neuerdings empfohlen I c h t h y o 1 ,
M e d i n a l und S a n o f i x . S a n o f i x ist
ebenso wie die anderen Mittel kein Specificurn gegen
Keuchhusten, aber es setzt die Zahl und Intensitat
der Hustenanfalle herab. Bei seiner Anwendung
werden in einem besonderen Apparat Menthol,
Eucalyptol, Terpineol und Kreaol verdampft.
Das A s t h in a in i t t e 1 C h i n a t r o r i n
ist als Ersatz des bekannten T u c k e r schen Praparates und des V i x o 1 s anzusehen. Es wird als
Spray verwendet und enthalt Extract. Cocae, Belladonnae, Apocyni, Stramonii, Grindeliae, Euphorbii,
Salpeter und T(irsc1ilorbeerwasser. Nach dem Vorschlag von P i c k werden auch Sprays von A d r e
n a 1i n p r a p a r a t e n niit Erfolg bei Bronchialasthma verwendet.
~
S t o f f w e c h s e 1k r a n k Iiei t e n .
Gegen D i a b e t e s werden niehrere ,,neue"
Arzneimittel empfohlen, deren Wert mehr oder weniger zweifelhaft ist. Hierlier gehort das Glucosid
G 1o b u 1 a r i n aus Globularia alypuni, das die
Harnausscheidung und den Blutdruck nach einer
Periode der Steigerung herabsetzt. Es sol1 sicli zur
Behandlung von Zuckerkranken leichteren Grade*
gut eignen. Das Diabetesmittel von F i c h t e 1 ist
cin Pulver aus pflanzlichen Stoffen, aie Heidelbeerblatter, unreife saure Bpfel usw. Kin anderes Produkt, ahnlichen Cliarakters ist das M e I I o II a t ,
welches Semen Syzyg. Jambul., Semen Lini, Folia
Sfyrtilt. und POI.uvae ursi enthalt. In dem P r i e s t 1 e y pulver fur Diahtikcr ist hauptsachlich Maycnesiurnsupcroxyd neben Katriumbicarbonat und
Phosphaten enthalten. Besondere Beachtung verdient liingegen ein Praparat der H o c h s t e r F a r h xc. c r k c , das zur ,,Cheiiiotherapie" der Zuckevkrankhcit, Vetwendung finden soll. das L a c t o II
der I I - G 1 y k o h e p t o n s H u r t. Es ist pine
etwas weniger suD \vie Rohrzucker schmeckende
Substanz, die von Dinbetikern gern genommen wirrl
und als Hilfsmittel bei der Diatkur des Diabetes gt-tlacht ist. Zu dieseni Zwecke werden taglich 10 bis
30 g in Tee gegeben. Nahere Angaben uber das
Mttel, das in groJ3ercn Dosen abfiihrende Wirkuiig
zu hesitzen scheint, stehen noch aus. Zur Behantllung der Zuckerruhr wurde weiter ein E x t r a k t
ails H a f e r , ,,Extracturn Avenae". empfohlen. Ks
verdankt seine Einfuhrung den guten Erfolgrn dpr
v. N o o r d e nschen Schule bei der Behandlung
ron Diabetikern tnit Hafermehl. Durch das neuc
Extrakt sol1 die schadliche Wirkung der Haferstarke
rerniieden werden, indent es nur aus den in Alkohol
und Ather loslichen Extraktivstoffen des Hafers besteht. Ein Nittel, das der Siiureintoxikation bei
Diabetes vorbeugen SOH, ist das M e 1i c e d i n dcr
chemischen Fabrik J. E. S t r o s c h e i n in Berlin.
Es enthalt saures Strontiumeitrat, saures Natriunicitrat und Glycerin. Aus diesen Stoffen entstehen
im Organismus infolge Verbrennung der organisehen
Saure Carbonate, nndererseits sol1 der Zucker in
31 i t t e 1 p e g e n
aohwer lijeliches Strontiumsaocharat ( I ) verwandelt
S t u m p f schen B o 1u s priiparate (SoUuohe und
Kompreasen), die L i e r m a n n ache seeptische
werden.
Unter den G i c h t m i t t e l n neueren Da- W u n d b o l u s p a e t a , die auBer Bolue noch
W o h o l . Glycerin und daa soeben erwiihnte Azot u m stehen aneratar Stelle C h i n o 1 i n o a r b o n.
B ii u r e n und ihre Derivate, die eine starke Stab
dermin enthiilt, daa lijeliche Schwefelpriiparat S u I
f o s o l von N i c o l a i , daa S u l f o f o r n i von
gerung der HarnOure hervorrufen. Dee bekann.
teak hiervon ist die 2-Phenylchinolin-4-carbon~iiure,
J o s e p h gegen Alopecia seborrhoica, ein "ridie von E. S c h e r i n g unter der Bezeichnung
phenylstibinsulfid, daa A n t i p r u r i t von K o c h,
A t o p h a n in den Handel gebracht worden ist.
ein Gemenge von Antieepticis, Jletallsalzen, MenWegen des bitterlichen Ckschmackes dieser Ver- thol usw., daaU.1 c e r i n von B e r g e r ,eine S p e bindung wurde neuerdingn ein Methylderivat des zialsalbe gegen Radiodermatitis BUS mhheichen
Atophans als P n r a t o p h a n eingefiihrt. Ein
narkotischcn Extrakten. Als Schutzmittel gegen
weiteres I'raparat dieser Reihe ist dan I s a t o die ultravioletten Strahlen, bepondera des Sonnenp h a n , ein Ortho-Jlethosy-.4tophan. Diese Sub- lichtes. dienen die Z e o z o n - und c' 1 t r a z e o
ntnrizen sollen nicht nur h i dw clironiachen Gicht,
z o n salben, iiaculin- bzw. ancriletinliultige l'rapasbndcrn iiucli 1w.i nkutcni i i i d clironiachcrii Gclenk- rate, die von U n n n und K 1 o t z RIR vortrefflicher
rheurnntianius wid Iwi !hirtilKicn vorziiglirlic Hril- L i c h t d i u t z oiipfohlcn \wrden. c' r e 111 c P I i iht
cine saucrstoffhaltige, wtinuriiigc I't~rbrataalbe.
krnft entfaltcn.
Aun d r r Gruppe d r r A II t i r Ii e u ni u t i c a
Gegen einc Reihe von Hautkranklieiten finden nuch
eind cinigc .+bkiiiiiinlingc. der Acctylsalieylsaure
nianclie der bei den Antiaeptica aufgezahlten Priibza. dc.a Aspirinn ernchicncn, HO z. B. dns H y d r n pnratc, wie daa R i R t i n , s o v i f o r m , c u 8 y
p y r i n C; r i f IL , dtw iila wt~~~erliialiches
Litliiuni1 o I , tlicrapcutinclie Anwendung.
Ala Zusiitu. zu Biidern werden cmpfohlrn die
nnlz tit-r Acetylsalicylsaurc In*7..+linet aird. Daa
Jlnpiiv+iuiiimlz dieser Saiirr wird nls A ni i g r i n
H e 1 f e n b e r g e r Priiparate B r a u s a II fiir
Kohlensiiurebiider, die zahlrrichen r a d i o a li t i enipfohlc-n. Erstereti hut den Vorteil dcr Wnsserloslichkt.it VOT tlern Aspirin vornus, Ietztercs nn- v e n Subetnnzen, die K a t a 1 inhalation r o n
S c h 11' i i i i c r fur Saurrstoffbiidcr, d m 0 z o gcblich dm E'clilcn voii unungenchnicn Srbenwirf I u i n von A u c I' , cin gcfiirbtcs ConiferenolprokunKt-n. Von E. -4I c x IL 11 ti e r in Berlin wird cin
Jf c 11 t 11 n 1 r a t e r der ;\cetylanlicy~siiurt! durch
dukt, das U n d i n o l dcr Chcsni. I n d u s t r i e
Acctylierung von 3Ientliolnnlicylat gewonnen, der
A.-G. St. Blnrgnrcthen, ein seifenlialtigcs Conifereneinv p l l w tlickc iilipc Fliisnigkcit von acliwnch men- extrakt, und tian F 1 u i n o 1 , ein d r m Ozofluin und
tliolartip~ni Ceruch dimti-llt. C i t r o Y p i r i n
Undinol iihnlichw Priiparat. Eine ,,bituniiiiCise
schrint ein Gciiiisch von Acetylstilicyluiiurt und
Erdole" entlialtcndr Kopfwaachneife iat die ?u' o C'offcincitrnt zu scin. K i i I 111 I ) p y r i n von C; e v i c h t 1 i n n s c i f ~ - von Dr. M a r q u a r t in
d e o 11 R i c ti t e r ist &is Kitliuriisiilz der AcetylBeuel-Bonn, die gegen zahlreichc Erkrankungen
aalicylaiiure.
der Kopfhnut gute Dienste leisten soll. Mehrere
neu erechicnene Jlittel zur Entfernung yon Haaren
Als X t t d gi'Ken die 1; e t t 1 c i b i g k e i t wird
einc Rcilie Yon ncucn Arziicipriiparaten cuipfohlen.
bringen ebcnfalla nichta Neucs, wie z. R. das JI i r o 1
von K o p p und ,J o s e p 11 in k r l i n , cin Gcniiach
Kin 'rril hicnwn twstelit nus dcn lipoidl%lichen
J o d v c. r b i n cl II n g c n (vgl. oben), ein anderer von Schwefcletrontiuni niit indiffcrenten Stoffrri,
Teil tius S e c t u II g p r ii p a r n t e n , rin andercr
oder die Rasiercrenie ,,I1e s s e r w t: g", cin GCwiedcr iiuy vcrscliicr1t~nc.n Abfiihmiittch. So ist
rncnge der Sulfidr von Calciuiii und Aluminium.
l? F II c S a von H e r n i i r d nichte andcres ale ein
Die Xu111 dcr Anprtisungen con Mittcln zur
nvuc-r S t i t i i i - fiir ~ntfc.ltiin~etirblettennun deni
Erzielung iippipr Korperformcn hat im vergnnycMancntnng FWUR
vwiculosus, nuch bei dc*rii F ( J r
nen J n h r c kcinen Ruckgnng gemigt, in1 Gegenteil,
111 o a IL n von S i iii o 11 , d t - n i Extrukt finer ,.jodiieser Rondcrbnre Auswuclm iiioderner Sclionheitah u l t i p n Jlecml~e," diirftc. css sicti uni Extrnkt BUS
pflcge eclictint sopar nocli zuzunchmen. Den In.F ti c II Y vcsiculosus odcr Fiicus ncrrntus Iinndeln.
kanntcn I'ilulrs orientales iet cine ganze Schar von
I)ic T o II I I I ) I I I tirblcttcm von S t c i n c r enthnltrn
1'rapnratc.n IiijCliHt zweifrlliaftcn Wertes Krfolgt,
im aiwntliclicm Abfiiliriiiittel (&nnc.sbliittcr,
iic nich zuiii Tvil durch rcdit geachniecklose l'hanScliwefel, Wcinniiurt, Jliipnrniuiii- und Natriumtaaicnniiicri niiszcichnen; an das hl e g a b u s o 1
eulfat), JI a g r i c i II bcstvlit uun Jluricmbitdrr Tareihen sich von innerlich zu nrhmenden Mittclri die
blettcm init Hrnunepulver, S o r ni a endlich scheint
,l%uscnnahrmittel" F I o r 11 n d o 1 von -4tl I' s ,
nichts nridcres wie grfiirlitcn Rosrnauieer zu win.
?inc Mischung von Legurninoaenmehl, Gctreidenielil und Zuckor, F r e b a r , cin rnit Jlilcliziicker
M i t t e l gegeii H a u tkrirn k h e i t c n u n d
m d Weizenmehl versetzter Kakao, P 1 a B t i g c n ,
C o s 111 c t i c n.
3ine Jfiachung von PflanzeneiweiB, Milehzucker,
Unter den Jlittcln gegcn H a u t e r k r a n Kakao, Hamoglobin, Lecithin, Niihrsalzen, B ii k II n g n URW.sind zu ncnnen die Hefepraparate
i t e r i a ,,orientalieches Kraftpulver zur Erzeugung
I) c r 111 n t ( J 13 n n , P r iii e n t i n e - D r r u w,, airier wundervollen Biiste", zuckerhaltigcs HohnenB i o f a e s -C; v J c Ii c r , S c I e c t o - F c r iii c n t
iiehl, P h i I o 8 s i n , Leguniinosenstarke niit Kausw., von iiukrlicli nrizuwcndendrn Jlitteln die
CEO, EiwciO, Hiiuioglobin, Lecithin usw.
Auch
~harlachrotpriiparate, wie das A z o d e r iii i n
iukrlich nnzuwendende Riistenrnittel sclieinen
.,A g fa", ein durch Acetylicrungentgiftetes Arnido:urzcit ein rcdit gruinnbringend4r Handelsartikel
nwtoluol. die E p i d o r III o 1 verbandstoffe und die
:u win. wcnn iiiiin tlns Hec-r von I%iistenwariaern,
init .\midoazotolunl iiiipriipniwtrn ~+tlicli~ie- :reIiier UHW. iilwsittlit. die die Spultrii der a i i p
rungabindtvi nticli I)r. (; r 1 1 U i n n n u . fwner die
8c.hc.~iatcn%citiiiip!rii fiillen Iic4fc.n.
-
-
-
~
(a
Serum- und Organpriiparate.
A d dem Gebiete der S e r u m - und 0 r g a n t h e r a p i e ist als Neuerung zu verzeichnen ein
S a 1 v a r s a n s e r u m , das aus den Hautblasen
von mit Salvarsan behandelten Syphilitikern nach
Auflegen eines Kantharidenpflasters ( !) gewonnen
wird. Es soll sich nach Injektion von 1Ck-25 ccm
wirksam zeigen. Als Syphilisdiagnosticum dient
daa S y p h i 1 i n , ein auf 115" erhitztes konz. Glycerinextrakt aus der Leber von luetischen Foeten.
Zur Luesreaktion wird es, verdunnt mit Kochsalzlosung, subcutan injiziert.
Sowohl zu diagnostischen als auch zu therapeutischen Zwecken soll das T u b e r k u l i n A. F.
der H k h s t e r Farbwerke verwendet werden. Es ist
ein K o c hsches a 1 b u m o s e f r e i e s Tuberkulin
aus Bacillen vom Typus humanus, die auf einem
besonderen, als einzige Stickstoffquelle Asparagin
enthaltenden Nahrboden gezuchtet sind. I n seiner
Anwendungsweise und in seinem Wirkungswert entspricht es dem Alttuberkulin, hat aber den Vorteil,
daB wegen der Abwesenheit von Proteinen die diagnostischen Reaktionen streng spezifischen Charakter haben, und weiter, daO keine Anaphylaxieerscheinungen auftreten. Auch das E n d o t i n der
T u b e r k u 1 i n gesellschaft in St. Petersburg
wird als albumosefrcies Tuberkulin bezeichnet.
Daa S c h a r 1 a c h s e r u m - M a r p m a n n aus
dem Blute immunisierter Tiere kommt neuerdings
auch in fester Form, in Tabletten in den Handel;
die neue Form hat den Vorzug der unbegrenzten
Haltbarkeit und leichten Dosierung. Gegen eine
Reihe von Staphylokokkenerkrankungender Haut,
wie Akne und Mykosen, wird eine Staphylokokkenvaccine (1 ccm = 100 Millionen-Staphylokokkenaufschwemmung) unter der Bezeichnung 0 p s o n o g e n empfohlen. Ein ganz ahnliches Yrodukt
zur aktiven Immunisierung ist das A r t h i g o n ,
eine Gonokokkenvaccine, die eine wiisserige Emulsion von ,,schonend abgetoteten" Gonokokken darstellt. Die Arthigonbehandlung ist von B r u c k
eingefiihrt und empfohlen worden, das Praparat
wird von E. S c h e r i n g , Berlin, gewonnen. Dagegen wird das G o n o r r h o e h e i 1 m i t t e 1 von
R i e d e 1 in Berlin durch Extraktion der Kulturen
von Gonokokken oder von Bacillus pyocyaneus mit
einer Traubenzucker - Kochsalzlosung gewonnen.
H i s t o p i n wird ein ortlich immunisierendes
Staphylokokkenextrakt genannt, das in Form von
Pinselungen oder Salben bei Furunkeln und Hautausschliigen mit Erfolg Anwendung gefunden hat.
Auf dem Gebiete der Veterinarmedizin interessieren das Schutz- und Heilmittel C o 1 p i t o 1
von G a n s gegen die Colpitis granulosa, den ansteckenden Scheidenkatarrh der Kiihe, sowie das
A b o r t o f o r m gegen das Verwerfen der Kuhe,
das als Folge einer infektiosen Gebirmutterentzundung aufzufassen ist. Gegen den akuten Durchfall
von Rindern und anderen Tieren soll das A n t i r u h r von N u e s c h , ein Extrakt aus Verdauungsdriisen, gute Dienste leisten. Auch die Hochster
Farbwerke stellen einen Impfstoff zur Bekampfung
des infektiosen Aborts der Rinder, das A m b 1 o s i n , her. Zur Vertilgung von Ratten, Mausen und
anderen Nagetieren dient V i r u s s a n i t a r der
Ges. fur Seuchenbekampfung m. b. H. in Frank-
furt a. M., daa die Reinkultur eines obige Tiere
tijtenden Mikroben enthilt.
Unter den 0 r g a n p r ii p a r a t e n sind endlich zu nennen daa B i o v a r - P o e.h 1 aus Ovarien
gegen die klimakterischen Beschwerden, die Schilddriisenextrakte T h y r e a t und daa T h y r o c h r o m , das bei Magenkrebs wirksam sein so11.
Die neuen Hefepraparatq F e r m e n t i n und D e rm a t o p a n und einige Nebennierenextrakte bieten
[A. 67.1
nichts wesentlich Neues.
Die kolloidchemischen Unterschiede
zwischen lebendem und totem
Ciewebe.
(Mit Demonstrationen an neren.)
Vortrag, gehalten in der Ortsgruppe Darmstadt d e s
Oberrheinischen Bezirksvereins (Verein deutseher
Chemiker) am 12. Januar 1912
von Dr.
EMILLENK.
(Eingeg. 17.4. 1912.)
Der alteren Schule der Biologen gelang es nicht,
allzuweit die Lebensvorgange zu erfassen, d a sich
erst die physikalische Chemie der letzten Jahre mit
den fur die Lebensprozesse charakteristischen Reaktionen und Gleichgewichten zu befassen begann.
Da war es insbesondere die Kolloidchemie, die dem
Biologen neue Ausblicke eroffnete, welche eine Umwertung zahlreicher Ansichten zur Folge hatten.
Erst diese junge Knospe der physikalischen Chemie
gab uns die Mittel, das Medium zu erforschen, in
dem sich die Lebensvorgange abspielen, und die Bedingungen zu ergrunden, unter welchen sie ablaufen.
Wir wissen nach P a u 1 i , daB jeder Wechsel
im funktionellen Verhalten der Zelle mit einer Veriinderung der physikalisch-ehemischen Beschaffenheit der Zellkolloide parallel geht. Die Zweiteilungder kolloidalen Substanzen in Suspensoide, bei denen die Teilchen (disperse Phase) fest,
und in Emulsoide, deren Teilchen flussig sind, fiihrt
uns dazu, zwischen einer kolloidalen Metalllosung
und einer EiweiBlosung zu unterscheiden. Vielleicht
der wichtigste Unterschied zwischen Suspensoiden
und Emulsoiden ist der, daB die Emulsoide quellbar sind, d. h., daB sie Wasser adsorbieren konnen,
das nicht nach stikhiometrischen Gesetzen an die
Teilchen verankert ist. Das Quellungswasser ist
nicht abpreBbar, d a es durch Anwendung eines
noch so hohen Druckes nicht moglich ist, z. B. eine
gequollene Gelatineplatte von ihrem an sie geketteten Wasser zu befreien, und wir wissen, welche
Bedeutung wir der Quellkraft in der Natur zuzuschreiben haben.
Yon S p i r o ruhrt die wichtige Beobachtung
her, daB die Quellung von Kolloiden als solchen
durch die Gegenwart von Wasserstoffionen machtig
beeinfluBt werde, derart, daB eine Leimplatte bei
Gegenwart einer minimalen Sauremenge vie1 mehr
Quellungswasser aufzunehmen vermag als in reinem
Waaser. Nachdem der EinfluB von Siiuren auf den
Quellungsvorgang von W 0. 0 s t w a 1d zum Gegenstand eingehender Studien gemacht worden
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