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Die nutzbaren Mineralien mit Ausnahme der Erze und Kohlen. Von Br. Dammer und O. Tietze. 2. neubearbeitete Auflage 2. Band. XVI und 785 Seiten mit 128 Abbildungen. Verlag von F. Enke Stuttgart 1928. Preis geh. 47 Ч M. geb

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1090
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(iesetze uiid Entscheidungen - Personal- urid Hochschulnachriehten
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Neue Iiiirher
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IZeitschr. far angew.
Chemie, 41._1. lszll
aber kaiiii ein Verseheii voii llilfskriifteii, cleren diese Personen sich bedienen, deli Umstlnden nach als uiiabwendbar
zu beurteilen seiti.
Gegwstancl tler Ilet.htsprechung sind ofters Falle peworden, in denen durch Verseheri eines I3iiroangestellteii
eines Anwaltes die Einhaltung voti Fristen versiiumt wortlen
ist. Hierbei hat sich tler Gruiidsntz herausgebildet, &if3 es fiir
(lie R e c h t ~ i i ~ i ~ e ~ ivon
t l ~ ~I3t~laiig
ig
ist, ob ein umfiiiglicher
Xrbeitsbereich tlrr zwerkniiiWigen Ciliederung uiid Einteilung
bcvlarf. J k r liechtsnri\valt kami nicht alle Einzelheiteii seines
Gesrhilftskreises personlich erledigeri. Mehr oder minder
betlarf er tlrr llilfspersoiieii, t l e r r i i Arbrit er letliglich, teil\wise n u r iiiicli Stichprobcti, bwufsichtigeri kanii. %war mufi
er allo Fristsachen besonders sorgfiiltig behandeln, weil durch
Versiiu mii i s die Pa 1.1ci voii I< ec-htsiiach t eileri bed roht wi rd.
Aber billigerweise ltnnn mail von ihm iiicht verlangeri, (la8 e r
persiiiilirh die Einliiiltuiiq dcr I<risteii beaufsichtige. Vielmrhr
inuW er, geriitle nni seiner allgenieiiien I3erufspflicht willeri,
clamit e r sirh den Itechtswheritlen widmen konne, von rein
niec~hariisclreri Aufgabcn niiiglic-hst befreit sein. Solrhe Tatiglieit - und zu ilir geliort z. 1%.die Uberwarhung von Fristen
mui3 c r Aiigestellten uberlnssen kiinnen, deren Gewissenhaftigkeit urid Zuverlassigkeit e r gepriift hat (RG. i. JW. 1926,
S. 2432, Nr. 2 u. a.). E:n:sprec.hende Hegeln sind auf Patent:ibteilungt-n gro8er Fabriken uiid Iiidustrieunternehnien anzuwexideit, \vo erfahrungsniaUig viele Fristen stlndig uberxvadit wertleri niiissen (RG. i. JW. 1927, S. 2625, Nr. 5). Wie
(lie Fristversluniung, weldie dnrch Versehen von - sonst Z I I verliissig befuntlvrieii . - - Airgestelltcri tles Rec*Iitsanwaltsherbcki-
gefiihrt wurde, als Folge eines unabwendbaren Zufalls anzusehen sein kann, so mu8 in entsprechender Weise auch in
ilntlereii Betrieben mit Arbeitsteiluiig die Fristversaumung,
welche nur durch Versehen einer Hilfsperson eingetreten ist,
der Partei zugute konimen (RGZ. Bd. 96, S. 324 u. a.)."
In dem zur Entscheidung stehenderi Falle hatte das OLG.
ein schuldhaftes Versehen darin erblickt, daf3 der die P a t e n abteilung leitende Ingenieur die Berufung nicht rechtzeitig eingelegt hatte, und demeritsprechend das Vorliegen eines unabwendbaren Zufalls verneint. Ferner hatte es die Anwendung
der fur die liiiroangestellten eines Herhtsanwaltes geltenderi
Grundsatze auf die Angestellten eines Bet riebes verneint, zumal, wenn sie sich wie im vorliegenden Falle in achtjahriger
Ilienstzeit bewiihrt hatten. Demgegeniiber stellt das Reichsgerirht fest, da8 eine Ubertragung tler Grundsiitze auf den
Betrieb einem Verkehrsbedurfnis entspricht, weil andernfalls
der arbeitsteilige Betrieb durch das Versagen bewiihrter Hilfskrafte in unbilliger Weise mit schadlichen lterhtsfolgen belastet wiirde. Obwohl ein Betriebsleiter die Uberwachung von
Fristen nicht schlechthin einem Angestellten iiberlassea darf,
so ist doch bei einem groBeren Betriebe durch eine Patentabteilung die Analogie zur Fristiiberwachuxig bei einem Rechtsanwalt gegeben. Der Betriebsleiter kann die Arbeit cler
Spezialabteilung, zumal bei zeitweiliger Abwesenheit, nur
durch Stichproben kontrollieren. Aus diesen Griinden ist das
Vorliegen eines unabwendbaren Zufalls arierknniit und damit
die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand genehniigt worden.
Die Entscheidung, die auf die wirtschaftlichen Rediirfnisse Retliicht ~ i i i i i r i i t , ist v o n d c x r cheiiiisrheri Industrie zn begrufien. (9)
PERSONIG UND HOCHSCHULNACHRICHTEN
iiuiig der Vcrduntiuiigswiiriiien riacli I) e b y e uiiti I1 ii c k e 1 zu
sprecheii. Im 2. Teil (22 S.) werden die experimentellen
Methodeii behandelt, insbesondere die beiden vom Verf. ausgebildeten adiabatischen Calorimeter, deren eines, fur grol3e
Warmetonungen, mit einer Genauigkeit der Temperaturablesung
von etwa 'Ilooo Grad arbeitet, wiihrend das andere, fur sehr
kleine Wiirmetonungen, noch Teinperiiturdifferetizen von
weniger als 10-6 Grad festzustellen gestattet. 1)er 3. Teil
(26 S.) bringt eine ,,Zusammenstellung und Erorterung der
erlangten MeBergebnisse", und zwar erstens der Verdiinnungswarmen im Grenzgebiet hoher Verdiinnungen, das heute infolgtt
der D e b y e - H t i c k e 1 schen Theorie ini Mittelpunkt des Interrsses steht. Hier haben gleichzeitig und unabhangig voneinander N e r n s t sowie der Verf. (niit ihren Mitarbeitern)
Messungen mit hochster Prazision ausgefuhrt, die befriedigend
ubereinstimnien, aber zahleriniaf3ig die Voraussagen der Theorie
nicht ganz bestatigen. Sodann werden auch die konzentrierten
(wiisserigen) Losungen behandelt. Eine einheitliehe tabellenrniiaige Darstellung der - eigeneii und fremden - zuverliissigsten Resultate, die einem Bediirfriis entsprechen wurde,
ist leider unterblieben.
Jeder, der sich uber den neuesten Stand der Forschung
auf diesem fur Theorie und Praxis wichtigen Gebiet unterrichten will, wird aus der Schrift viel Anregung und Belehrung
schopfen. Es ist zu begrtiaen, da8 die Arbeiten des Verf. dazu
beitragen, die auffallend groi3en Lucken unseres Wissens, die
hier noch bestehen. zu schlie8en.
IJ. U l i c k . [BR. 234.1
Prof. Dr. F. F I' a II I;, Berlin, feierte am 27. September
seirieri 60. Geburtstag.
Okonomiernt V. M n (1 e 1 u 11 g , Vorsitzender de s Aufsichtsrats der Verkaufs-Vrreiriigurig Ostdeutscher Kalkwerke
G. ni. b. H. Oppeln, urid Ehrenniitglied des Vereins Deutscher
Kalkwerkr E. V., feicrt iini 30. September seineii 80. Geburtstag.
Prof. I)r. ti. T h i 1 e II i u s, Vorsitzeiider tles Aufsirhtsrates
tler Kalkwerk Twhirrihaus A 4 i . , Liegnitz, feiert am 4. Oktobrr
seineii 60. Geburtstag.
I)ireklor P. I3 1 ii 11 t 11 kaiin am 1. Oktober d. J. nut eirie
L'sjiihrige 'I'iitiglieit iii cler Ciraf Haugwitzscheii hlajoratsverwaltuiig, Kriippitz (0:s.) zuriickblickeii.
Geh. Iiofrat Prof. Dr. phil., med. e t ing. H a n t z s c h ,
cmerit. Ordiiiarius fiir ('hemie U I I tler Universitiit Leipig, wird
tlas Direktorat des ('hemiwhen Laboratoriums im Winteraeiiiester 192829 in volleiii Unifiirige vertretuiigsweise weiterverwalteii urid auch (lit: Vorlesungeii urid Praktika abhalten.
I)r. t i . 0 e 1 b r r i i i a 11 1 1 , beeidigter cheniischer Sachverstaridiger fur tlas Landgericht Dresden uiid Inhaber eines offentlichen Laboratoriunis, Dresden A. 16, 1)urerplatz 5, wurde v011
tler ~Iiiiidelskaiiiiiierzu 1)restleri ;iIs ll:iritlelsche~i~ilterangestellt
uiid verritligt.
( i e s t o r b e I I s i 11 t l : Iieg.-l<at Dr. 0 . H o 11 e , Berlin, am
2.j. M : i i 1Wi. - I)].. pliil. E. W o I f , Fabrikdirektor i. l'., Doz.
i i i i tler 'I'echnischeii tlwhsc.Iiule liiirlsruhe, ani 24. September
ini Alter voii 5.5 . l : i l i r t ~ i i .
NEUE BUCHER
(Zu beziehcn d&h
Verlag Chemie, a. m. b. H., Berlin W 10,
Corneliusstr. 9.)
liber IAiisiin~siind \'crduniiiingswiirmen einigcr starker Elektrolyte. Volt I'riv.-l)oz. Ilr. Erich I, a n g e. Fortschr. Cheni.,
Phgsik u. physiknl. (*hem., 13d. 19, Heft 6 . 8:3 Feiteri. Gebr.
13orntracger, Bcrliri 1928.
Din S-hrift cnthiilt i n i wesentliehell einen Uberblirk iibcr
i\rbeiten, tlio dcr Verfiisser mit einigen Mitarbeitern auf Anregung voii Prof. F :I j :I I I s iiusgefiihrt hat, jedoch ist dieser
Oberblirk i n ciiieii \veiteii, viel Literatur berucksichtigenden
Rahrricn eingefilgt. Iiii 1. Teil (29 S.) er6rtert de r Verf. die
,,theoretische Uedeutung der verschiedenen Losungs- und Vertliirinun~\\,grnieii". Er kommt hier u. a. auf die Beziehungen
ziir (;ittcrclnergitl untl Hytlratations\v8rme untl auf die Rererh-
Die nutzbaren Mineralien mit Ausnahme der Erze und Kohlen.
Von Br. D n m m e r und 0. T i e t z e. 2.. neubearbeitete Auflage, 2. Band. XVI und 785 Seiten, niit 128 Abbildungeii.
Verlag von F. Enke, Stuttgart 1928.
Preis geh. 47,- M., geb. 50,- M.
Fur den vorliegenden Band gilt das auch in der Besprechung
des ersten Teiles bereits Ausgefuhrte; nach Einteilung des
Stoffes, Gediegenheit der Angaben und Zuverlassigkeit der
Quellen usw. ist auch der zweite durchaus gleichnrtig. Auch
hier sInd die bei der ersten Auflage gegeberien rheinischen
IJntersuchungsniethoden init Riirksicht auf den Unifang des
(iiirlzen in Fortfall gekoninien. Ganz neu sind aber die sehr
ausfiihrlirhen Kapitel iiber Erdol und Erdgzis (S. 539-691 bzw.
691-700), ferner iiber die Bitumenstoffe und die Olschiefer
(S. 728-744).
Der Charakter hat sich dadurch e t a a s gegeniiber der ersten Auflage nach der Seite der praktischen
(ieologie verschoben. Erfreulicherweise hat aber aurh die angewandte Mineralogie eine I3ereirherung erfahren, vor allem
Zeilschr. far ailgear.
Chemie, 41. 1. leZel
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durch die beachtenswerten wenn auch kUrzeren Ausgaben Uber
die Vorkommen und die Nutzbarkeit von Andalusit, Disthen
und Sillimanit, welche heute in der Herstellung feuerfester
Materialien eine wichtige Stellung einnehmen. Im einzelnen
sind freilich einige kleine Ungenauigkeiten aus der e n t e n
Auflago stehengeblieben, welche der Mineraloge gerne richtiggestellt gesehen hiitte. Fur den Chemiker sind die guten
Schemata iiber Aufbereitung z. B. des Schwerspates (S. 37f.,
43) des Asbests ( S . 3 3 f f . ) bemerkenswert, dann die neue
Bearbeituny des Abschnittes ,,AlaunniineraIien", wie auch die
Zusammenstellung der verschiedenen Lithiummineralien. Sehr
begrilhnswert erscheint der Artikel ,,Asbest" (S. 242-314),
Feldspat (S. 326-342), Talk (S. 395-411) und Ton (Kaolin)
(S. 414-447).
Der Bentonit, welcher in Amerika in der kolloidchemischen Literatur eine beachtenswerte Rolle spielt, ist bei
der Walkerde nicht genannt. Abgesehen von solchen kleinen
Ausstanden ist dae Buch auch in dem zweiten Bande eine h6chst
erwiinschte Hilfe ale Nachschlagewerk zur rasehen und guten
Orientierung iiber Mineral-Rohstofffragen, wie Produktion, Vorkommen, Uewertung usw. Ein voller Erfolg ist daher deni
Buche auch in dieser Auflage sicher.
W. Eilel. [BB. 172.1
Dio offirinellen Drogen und ihre Ersatzstolle. Von A. F a 1 c k.
Fertiggestellt und herausgegeben von M. B a u r. Johnnn
Anibrosius Ihrth, Leipzig 1928.
Brosch. 25,- RM., geb. 27,- RM.
Dieses Buch hatte Prof. F a l c k , Kiel, fast vollendet, als
ihn der Tod ereilte. Herrn Privatdozent Dr. B a u r , Kiel, gebuhrt das Verdienst, daa Werk vollstlndig fertiggestellt und
dio Drucklegung erledigt zu hnben.
Das l h c h ist eine wertvolle Arbeit zur Schaffung einer
zweifellos frUher oder spater notwendigen internationalen
Pharmakopoe, ein Nachschlagebuch, aus deni AufschluD erhalten
werden kann iiber die Benennungen vieler Rohstoffe, die von
nusllndischen Arzten unter wenig bekannten Namen arzneilieti
verordnet sind. Es ist bestimmt fiir die verschiedenen Mitglieder (Apotheker, Botaniker, Chemilter, Pharmakognosten und
andere) der Kommissionen, die fur die Bearbeitung neuer Ausgaben der Phnrmakopkn und fUr ahnliche Arbeiten eingesetzt
sind, ferner fur Apotheker, die in Orten rnit starkem FremdenYerkehr hiluiig Arzneiverordnungen ausliindischer Xrzte zur
Anfertigung erhalten. Endlich sol1 das Duch den AnstoB gebeii
zu einheitlicher F a s u n g der Arzneibticher.
Diesen Forderungen entspricht das Werk in ganz vortrefflicher Weisc. Wir finden darin eine Zusammenstellung der
pflanzliclien und tierischen Drogen, der Naturstoffe, die arzneilirh verwendet a e r d e n oder bei der I'riifung der Arzneimittel,
bci der iirztlichen Untersuchung notig sind oder far die Anl'crtigung pharmazeutischer Zubereitungen gefordert werden.
I k r Arbeit zugrunde gelegt sind die 28 jetzt gesetzlich einCrfiihrten Anneibticher und deren Nachtritge. Die Stoffe
werden in folgender Reihenfolge aufgefuhrt : 1. Alkaloide,
2. Qlykoside, 3. Gerbstoffe, 4. H a n e , 5. Farbstoffe, 6. Bittersloffe und Scharfstoffe, 7. allgemeiner verbreitete Pflanzensiiuren, 8. Kohlenhydrate, 9. Fette und Wachse, 10. Kautschukgruppe, 11. Kohlenwasserstoffble, 12. Weingeiststoffe, 13. iitherischo Ole, 14. EiweiOstoffe, 15. Kohle, 16. Anorganica, 17. Hirudines vivae. 18. ungeniigend untersuehte Pflanzenteilc,
19. C'hemikalieri.
In dem Werk von Falrk finden wir vie1 mehr, als man nacli
clem Titel erwarten dlirfte. Es ist fUr alle Gruppen der Naturwissenschaftler. die oben genannt wurden, von allgerneincr
groDer Bedeutung.
Gilg. [BB. 83.1
Kommentar rum deutschen Armeibuch. 6. Auegabe 1926. Auf
Grundlage der Hager-Fischer-HartwichschenKommentare der
friiheren Arzneibiicher herausgegeben von Prof. 0. A n s e 1 m i n o und Prof. Dr. Ernst G i l g . Mit zahlreichen in den
Text eingedrurkten Abbildungen. 2. B a n d. Verlag von
.Juliue Springer, Berlin 1928.
Preis geb. 60,- RM.
Der zweite Band umfa0t die Artikel von Laktylphenetidin
big Zinksulfat, enthiilt ferner die Erlluterung der Reagenzien
und der volumetriwhen Losungen sowie das Tabellenmaterial,
{Ins zur Benutzung des Arzneibuchs erforderlich ist. SchlieGlich
sirid einige Nnchtriige zum ersten Band aufgenommen, in denen
Iiauptsiirh1ic.h neue Forschungsergebnisse mitgeteilt werden;
z. 11. siiiti Iiier {lie neugewoiiiienen Ansirhten Uber die Natur des
1091
._
Thyroxins vemichnet. Der zweite Band Mlt in vollem MaOe,
was der erste versprochen hat. Die Behandlung des Stoffee bei
den einzelnen Artikeln ist wieder vortrefflich, 80 daO der Leser
ersch6pfende Auskunft Uber Gewinnung, Herkunft, Zusammenaetzung und Prtlfung des jeweils beeprochenen Arzneimittels
erhdt. Sehr gut gelungen ist auch die Beschreibung der mabanalytischen Methoden des Armeibuches, insbesondere der Abechnitt Uber Indikatoren. So ist mit diesem Kommentnr ein
Werk geschaffen worden, das jeder, der sich fur pharmazeutische Prllparate interessiert, rnit groatem Nutzen zur Hand
nehmen wird.
C. Mannich. [BB. 168.1
Wissenschaftliche Veroffentlichungen pus dem Siemens-Konrern,
Band VI, 2. Heft. Herausgegeben von der Zentralstelle fur
wissenschafllich-technieche Forschungsarbeiten des SiemensKonzerns. Mit 158 Abbildungen iiii Text und iiuf 10 Tafeln.
V I und 216 Seiten. Julius Springer, Berlin 1928.
AuOer einer gr6Oeren Anzahl von Aufsiitzen aus den1 Gebieto der Elektrotechnik enthllt das neue Heft, ebenso wie die
friiheren, einige Mitteilungen, die auch die Leser dieser Zeitschrift angehen. A. G y e m a n t berichtet Uber einen FlUssigkeitswiderstand aua Pikrinsiiure in Benzol-Alkohollilsung mit
1@-10" Ohm. H. M i e t h i n g hat die Optik der Gesamtstrahlungspyrometer untersucht und gefunden, daO die Strahlungsenergie selektiv strahlender Karper mit einem ,,Ardometer" mit Glaslinse nicht zu messen ist. - Ein empfindlicher
Nachweis des Kobalts ist nach H. F i s c h e r mit Hilfe von
Diphenylthiocarbazon mtjglich, auch in Gegenwart von Nickel,
Zink und anderen Metallen. Eine Untersuchung von W. N a g e I
und I. G r u e D beschitftigt sich mil der Messung der Haftfestigkeit von Kitten und VerguOmassen, wofUr ein besonderer
Apparat hergestellt wurde. Diese Bestinimungen erlaubten, fUr
viele ,der bekannten Kittmischungen (z. B. Zinkoxychlorid,
Magnesiunioxychlorid) das gUnstigsle Mischungsverhilltnis festzustellen, utid geben wohl zum ersten Male quantitative Grundlngen fiir die Beurteilung der zahlreichen anorganischen und
organkchen Kit tsorten.
I. Koppel. [RR.119.1
Qauhgung der nordwestdeutschen Berirksrereine des Vereins deutscher Chemiker in K6ln am 14. und 15. Juli 1928.
Die Veranstaltung wurde am Samstag, den1 11. Juli, nachmittags, durch eine Besichtigung der Pressa und anschlieknde
gesellige Zusammenkunft eingeleitet. Am Sonntag vorm. 10 Uhr
fanden die Vortrlige von Prof. P l e B n e r (Jler Begtiff dea
Lebendigen"), Prof. R. H 6 b e r (,,Membranen als Objekle
physiko-chemischer und physiologischer Forachung"), Prof.
W. H e u b n e r (,,Am der Pharmakologie des Sloffzrechsels")
statt. Darauf brachte ein Sonderdampfer die Teilnehmer rheinaufwiirts bis Grafenwerth und zurUck nach Koln. - Die Tagung
war von 250 Teilnehmern besucht.
Pro!. P 1 e B n e r : ,,Der Begriff des Lebendigen."
Die groBen Fortschritte, welche die organische ('heniie in
der zweiten Hiilfte des 19. Jahrhunderts gemacht hatte, schienen
den Streit um die Sonderstellung des Lebendigen in der Natur
zugunsten des Mechanismus entschieden zu haben. Um so zuversichtlicher arbeitete die Physiologie des Menschen, der Tiere
und Pflanzen an einer exakt-mechanischen Erfassung der
Lebensvorgiinge. Einen besonderen Triumph und eine Bestlltigung ihrer Grundsiitze erblickte sie daher in dem beriihmten Experiment von W. R o u x , der am sich entwlckelnden
Froschei im Zweizellenstadium die eine Zelle abgetbtet und
(der raumlichen Lage entsprechend) eine halbe Kaulquappe
erhalten hatte. Die niechanistische Annahme, daB die Entwicklung des fertigen Organismus aus dem Ei durch eine bestimmte Ausgangskonstellation zwangslaufig hervorgerufen
werde (wie es speziell We i s m a n n s Keimplasniatheorie anschaulich machte), schien bewiesen. Als D r i e s c h am Seeigelel zu dein paradoxen Ergebnis gekommen war, daB auch
aus einer Furchungszelle bzw. aus Hnlb- und Viertelkeimen
nuf den verschiedensten Furchungsstndien ganze Larven z u
erzielen waren, nls dann nach ihm ein anierikanischer Foncher
dils R o u x sche Experiment nni Froschei wiederholte, und zwar
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