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Die Oberflchen- und Krperfarben des Andersonits einer Verbindung von Jod und Coden.

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wirken zu kthnen. Nachdem dns Game mit ungefiihr dem
5 fachen Volutneu von Wnsser verdannt worden war, rvurde
das Kocheo iu einem Kolben fortgesetzt, und 0,897 Grm.
rcducirtes Gold erhelteu. Diese cntsprechen aber 0,492
Grm. Oxalstiure, also sehr nahe der berechoetcn Mengc.
Aus der filtrirteu Flossigkeit wurde das Gold durclr
Scbrvefe1wasserstoff;;ns eutfernt, worauf sic concentrirt, utid
die Kalkcrde durch Sclirvefclsliure und Alkohol geflillt
wurde. Von der von der schwefelsaureu Kalkerde getreuuteu Auf1i)sung wurde durch Abdatnpfen der Alkohol enth r t , iiud die Plrosphorsliure als phosphorsaure AiiimouiakMagnesia gcftillt. Nach dem GlUhen wurdeu 0,660 Grm.
M g ’ Y erlralten, welcbe 0,418 Grm. I’hospborsiiure entsprcclren. Iu dcr aogeweudten plrosphorsauren Kalkerde warcn 0,408 Grm. Phosphorsiiure. Die erhaltene pbosphorsatire Maguesia eirtlriclt eiuc gcriuge Meup Kalkerde.
V. Die OberJi2chen- und Kiirperfarben des Anrlersonirs, einer Verbindung von Jot1 und Codein;
von VY: H a i d i n g e r .
(Aur dem Novembu-Ilefte 1849 dar Sitzuogrberiebts d. k;. &ad.
Wirr. zu Wieo tom Hrn. Vcrf. miyetleilL)
d.
D i e Krystalle, welcbe ich heute dcr freuudlicheu Aufmerksmkeit der hochverehrten matheinatisch-oaturwisseuschaftlichcii Classe vorlegc, gehilreti in dis Abtheiluug dcrjcuigen, welche den einfallendeu Lichtstrahl vou ilirer Obcrflache mit farbiger Polarisation zurlickwerfen, wiihrcnd der
durch ihre Masse hindurchdringeode Antheil einen vou dcr
k’arbe des zurtickgeworlcneu Strahlcs verschiedenen , und
zwar derselbeii coluplemeutareu Farbeuton zcigt. Sie gehlireu eiuelu einzeluen Beispiele nu8 einer Reihe von Kar-
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pern an, die sYmmtliclie Vorkommen des Farbenspectrums
in Durchsiclitigkeits- itnd Zurtickstrahlungs -, Korper- und
Oberfllchenfarhen vorstellen, mit welchen ich inich seit einiger Zeit beschlftigte, und die icli sebr bald der hochverchrteti Classe iin Zusammenhangc vorzulegea hoffe. Diese
Krystallc scbieucu inir jedoch schou vorlier die Vorlagc
zu verdieaeri, da sie sclbst Ergebnisse von ganz neuen,
selbst noch nicht abgeschlosse~ieti, chcmischc~~
Arbeiten sitid,
die inir voti dem Unteriiehmcr derselbcn, Hrn. Dr. A n d c r s o n in Ediuburg, durch die freundliche Verinittcluiig
iinsercs verehrteii Collcgen Hrn. Professors S c h r 8 t t e r
uninittclbnr iibersandt wurden. ,
Die Krystalle sind tafelartig, sclieinbar gleichwinkligdreicckige Blattchcn, uiid man wird dahcr versucht, cine
rhomboi;drischc Syminetrie in der Austlieilung der schwaleu, n n dca Ratidern vertlieilten IJegriitizun%sfliicheiizu s~
cl:cii. llei gciwuer Betrachtutig stellt sich jedocli die Form,
iihiilich dcr abgebildeten, Taf. IV. Fig. 17, als dem auorthisclicii Krystallsysteinc nngehfirig hernus. Nimmt mau die
brcitc Fliiche o als Entlfliiclie oder Basis der Krystallreilie
nu, so lasscn sicli rn und m' als die h i k e uiid rechte Fliiche
cines rhoinboitlisclien Prismas, der Grlnze dcr Keibe der
Anorthoide, oder als I x A',2 uiid t- m A \ 2 betrachten. Voii
I P A\2 erscheint blok die diefsseitigc
das jenseitige
fehlt gliizlich. Die Flaclieu d uiid d lassen sich als Lengshemidome bctrachten, und zwar als +rH\2 und ZH\2;
die GegcuRachen + 1 8 \ 2 , und - r H \ 2 fehleo ebenfalls
in der polarisch uosyinlnetrischeii Eiitwickluug. An der
Stelle der scharfeii Kaute zunschst dem Wiiikel g sind dic
KrystallblVttchen haufig an eiiiaiider gewacliscu , so dnls
dieselbc oft fehlt ; die Blattchcn divergircn d a m fkherffirmig. Die Grolse derjenigen, welclic icli vor uiir hattc,
betrlgt etwa drei Linieu an der Iaiigsteii Kante, die Dickc
ctwa eiii Scchstel von einer Linie.
Ich verdanke dem k. k. Bergprnctikanten, Hro. F r n n z
F o e t t c r I e , die durch das Reflexions Goniomcter tintersuchtcii Winkclmaafsc.
+,
-
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Neigung von o gegen m = 1 3 1 O 5'
'I
11
o
m'=116O 15'
D
u
d
IJ
d = 77042'
I'
o
d = 141' 9'
0'
d = 1 4 1 O 9'
m
rn'=147O 0'
u
d
tn'=128O (I
woraus er noch folgende ebeue Wiukel berechuete:
a = 143" 58'
f = 85"W
6 = 123O 57'
g= 36O 2'
c = 74039'
h= 103" 26'
d = 1 1 8 O 51'
i = 1250 57'
e = 130" 35'
k = 61O 9.
Die Coinbinatiouakante o d scllliebt mit der reclits vou
dcrselben liegeiiden Coinbieatioiiskaiitc om' den Wiiikel k
vou 61" 9', mit dcr links von derselben liegenden Conibiiiatioiiskante om cinen Wiiikel VOD 62"49' ein; die Basis
o lint also cine rhomboi'dische Gestalt, wenn eiue Liuie,
die jciieii Conibinatiouskauteir parallel ist, die bciden stumpfen Winkel verbiudet.
Die sluinpfeu Winkel des Rhomboides sind = 1 5 3 O 58',
(lie scharfen also = 36° 2'; die Dingoualen scbneiden sich
unter 104" 21' und 73" 36', sie tlieilen die stumpfen Winkel in zwei vou 83" 10' und 61° 3' wie oben, und die
scharfen i n zwei Winkel von 21" 35' und 14" 27'.
Die Neigung der zwei Flachen d und 6 gegen die anliegendeu obern und untcrn Dasenfliichen erschciuen ganz
gleich.
Sammtlichc Messungen gelangen ziemlich gut, da die
Flachen, wenn auch schuial, doch glatt und gliinzend sind,
mit Ausnahme der init na bczeiclmeteu (+ZcbA\2),
die
iiiir sekriirnmt vorkoininen.
Die dreiseitigeu Krystallblattchen haben einc braune
Farbe, ganz daon sind sie vollkoinmen durchsichtig. Sic
besitzen einen sch6uen Diamantglauz. Die braune Farbc
verandert sich in eiu sch6nes duukles Orange, wenn lnnir
die Krgstalle zu feineln Pulver zerreibt. Urn sie auf deli
JJ
JI
IJ
'I
11
JI
ID
11
))
N
1)
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Pleochroisinus durch die dichroskopische Lupe zu uutersnclien, klebt inau sie am vortheilhaftesteu mit der scharfeu
Kaiite bei g auf Wachs, und hllt sie so vor das Auge,
dnfs die Kante db horizoutal wird. Man beobachtet sodaiiii Fig. 17. Taf. IV. das ordiulre Bild 0 oben, das ext r a o r d i n h Bild E unteu. Bei seiikreclitrm Eiufall des
Liclites erscheiot das erstere 0 weit heller, als das letztcre E, uiid zwar wechselt jeues je nach der Dicke der
Iiliittchen, von einein blasseu Gelblichbraun, durch tiefes
Honiggelb bis in Blutroth, wlhrend jenes gleichzeitig iuit
Rlutroth beginnt uud bald undurchsichtig wird, also eiu
schwarzes Bild giebt. Bringt man deli Krystall, die Kaiite
dd' iminer uoch horizontal, durch eiue Drehung uach reclrts
oder liiiks aus der ursprfiiiglichen Lage heraiis, so steigt
oder fiillt der Grad der Durchsichtigkeit, und zwar ist der
Krystall iii dein oberen Bilde 0 am durchsichtigsten, weiiii
iiiau in dcr Riclituug A A Fig. IS. Taf. IV., also ziemlicli
seukrecht auf die Kaiite zwischen m uiid m', oder senkrecht auf die Axe dieses P r i s m s hinsieht. Er ist ain wciiigsteii durchsichtig iu dcr Richtuug dieser Liiiie BB. Vori
dea Elasticitiitsaxeii fur die doppelte Strahlenbrechuug liegt
dalier uur cine in der Ebene der drciseitigeu Tafelu, und
zwar seukrecbt oder uahe so auf die Kaiite dd'; die audern beideri seukrcclit auf eiuauder schliefsen in der Projcctioii Fig. 18, Taf. IV. Wiukel init dew Durchschuitt der
Base ein, utid zwar so, dafs der Winkel CMA uugefahr
30°, der CMB 60" betr8gt.
Der iu der Ricbtuug A A uud seukrecht auf BB polarisirte Farbeutoii ist der hellste, der iu der Richtuug von
B B senkrecht auf A A polarisirte der mittlere, endlich derjeiiige, welcher senkrecbt auf den Durchsclinitt der zwei
Ebeneu A A und BB polarisirt ist, der dunkelste. Alle
eber habeu den uamlichcn Grundtou voii Duiikel-Orauge,
und iiuterscheiden sich nur durcli die Iuteusitlt.
Der Diainautglanz der Oberflache zerlegt sich bei der
Uutersuchuug der Reflexioii verinittelst der dichroskopiscbeu
Lrlpc dergestalt, dafs eiu Theil des zuruckgeworfeuen Lich-
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tes schlin lasurblau in der Richtung der Kantc dd', oder
wie das E in der Fig. 17. Taf. IV. fest polarisirt wird. In
der Stellung Fig. 19. Taf. IV. gcht allcs ordinar polarisirtc
Licht in das obere Bild, alles extraordinar polarisirte Rild
in das untere nild, uod der Gegensatz ist dann miiglichst
vollstlndig. I n der senkreclit ruf dieser stehendeu S~ellnng
geht die fest polarisirte bloue Farbe nebst dein weifsen
Oberflachenlichtc ganz in das obere Bild. Es erscheint
iibrigens nicbt unter allen Einfallswiukeln in der Stellung
Fig. 19. Taf. 1V. ein gleicber blaucr Ton. Sitid die Winkel griilser, so gelit er in violett fiber; uucl bei sehr grofsen Einfallsninkeln erscheint sognr eiu uiivollkominenes
Spcisgelb im untern Rilde als Gegeusatz zu dem hcllen
Weit des obern.
Die hier bescbriebenen Krystalle bildea eine ncuc Bcst%tigung des in dein 11. Hefte dcr Sitzungsbericlite der
k. Acadernie der Wisseoschaften nacbgewicsenen Gesetzes,
dafa der orientirts Fldchenrchiller , oder die fest polarisirte
Oberpachenfarbs in der Polarisationsrichlzing mil der Polarisationsrichtung des mehr alrsorbirten Strahles doppelt brechender Kystalle iibereinstimmt ').
Nach Hrn. Dr. A n d e r s o ii ist der cheniiscbe Bcstsud
der Krystalle eine nocb nicht vollstandig ausgeinittclte Verbindung voii J o d und Codein (Jodine compozrrul of Codeine; constitution non yet fully determined), das Codciri
- voii R o b i q u e t 1832 in Opium entdeckt
selbst eiri
H
,
,
N,
0
,
+
2 Aq. In
sehr zusaminengesetzter Klirper C,
Ermangelung einer systeiualischcn Bcnenuung sclilagc ich
vor, die in optiechcr Beziehung so hbclist interessouteu Krystalle durch den Namen Andersonit zu bezeichuen. W a r c
der Gegenstaod ein in der Natur vurkonimendes Wiueral,
so ware d i e t our eiii Vorgaog, zu dew niau Iiuuderte voii
Reispielen hat. Hier scheint das Verfahren eine Neuerung
ZLI sego, uud zwoe auf eineni Felde, das deui Mineralogcn
iiach der bisherigcn Gepflogenheit gain ciitriickt isf. Aber
i n der KeiintniCs der unorgenischeu Individuen lniissrn wir
-
1) Ann. Bd. iG. S. 99.
P.
558
es wohl gestehen, Iiaben wir Uberhaupt noch so vieles zu
leisten vor uus, dafs auch hier das Bedrirfuifs sclbststiiudiger specifisclier Namen sich immer mehr als unabweislich heransstellt. Bei der Welt von neucn Kbrpern wlreu
gewifs unifassendc Arbeiten in dieser Beziehurig eben so
uudaukbar fUr den, der sie uuternehmeu wIirde, als miihselig uud im Erfolge wahrscheinlich vcrungluckt , denu es
llfst sicb nur erst vorliersehen, dafs es in spiiterer Zeit gar
niclit mehr zririickgewiesen werdeu kann. Eiiistmeilen sorgt
mau billig fur das Einzelue. Lgngst habe ich gedhscht,
ebeu so lange als ich die Studien der Eigenscliaften dieser Kbrper voruahm , an die .wundervollen Erscheiuuugeu
der Krystalle mit den metallischen Oberfl~cheufarben, durch
specifisclie Nainen die Erinnerung an dic Gegenwart zu
kntipfeu, das gelbe Barium -Platin - Cyauiir Redtenbaclrerit
zu nennen, das karuiinrothe Magnesium - Platin- Cyaulir wit
gruner Oberflache Quadratit, zuglcicli an die pyramidalen
Formeu erinnernd, wiihrend das prismatische MagnesiumPlaliu - Cyanfir vou niorgenrother Farbe mit blauer Oberfliiche Aurorit genaiint miirde. K n o p ’ s Kalium-PlatinCyaiiiir-Cyaiiid solltc K m p i t heifsen, S c h u u c k ’ s chrysammiusaures Kali Schunckit, G r e go r 9 ’ s oxalsaures Chromoxydkali Gregorin. (Der Name Gregorit fur das coruische
Titmeisen ist zwar langst nicbt inehr im Gebrauche,. diirfte
aber doch iiiclit als ganz frei zu betrachteu seyn) und hier
wUrde Andersonif die in chemischer Beziehung noch iiiclit
vollstaudig erliannte Verbindung vou J o d und Codein bezeichieu. Wolil haben diese Manner in der Wisseuschaft
vie1 mebr geleistet, als nur in deu einzelnen Fallen, die
ich init ihren Namen zu bezeichneu wunschte, Naineu, welche
die Wissenscbaft bewahren wird, so laiigc sic besteht, aber
es gilt ein Priucip far die Befriedigung eines Bedfirhisses
zu befolgen, das je langer, je fuhlbarer werden wird.
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