close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Die optischen Konstanten chemisch reiner undurchsichtiger durch Kathodenzerstubung hergestellter Metallschichten.

код для вставкиСкачать
55
3. D i e optdschen K o n ~ s t a n t mch&9ndsch reiner,
undwrch8ichtdger durch EathodenzeretUubwng
hergestellter 2fetallachdchttm;
von E a r l L a u c h .
(Aueaug sue der Leipziger Dissertation.)
Einleitung.
Die optischen Egenschaften einer Metallschicht lassen
sich aus ihrem Brechungsindex n, dem Absorptionsindex x,
ihrem Absorptionskoeffizienten k und dem Reflexionsvermiigen R
ersehen, aus denen der Haupteinfallswinkel $5 und daa Hanptazimut $3 errechnet werden kiinnen.
Bei durchsichtigen Schichten, die vielfach den Gegenstand eingehender Untersuchungen gebildet haben, erfolgte
die Enzelbestimung dieser GroSen, der sogenannten optischen
Konstanten, im durchgehenden Lichte aus Intensitlitsbeobachtungen') (k); durch Polarisationsmessungen (n und
oder
dnrch die Kundtsche Prismenmethode (n). In neuerer Zeit
haben S t a t e s c u l ) aus Beobachtungen im reflektierten und
F 6 r s t e r l i n g K )auf Grund einer von ihm ftir dIlnne Schichten
aufgeetellten Theorie aus Messungen im reflektierten und
durchfallenden Lichte die optischen Konstanten und Hauptwinkel gefunden. Als wesentlichstes Resultat aller dieser
Arbeiten hat sich ergeben, dab bei gleicher Reinheit der
Metallspiegel die optischen Parameter insofern eine Funktion
der Schichtdicke sind, als mit wachsender Schicht n abnimmt
1) E. Wernicke, Pogg. Ann. Erg.-Bd. 8, S. 65. 1878; B.H a g e n
und H. Rubens, Ann. d. Phye. 8. S. 432. 1902; Drudee Ann. 1.
S. 352. 1900.
47.
2) W. B e t z , Ann. d. Phys. 18. 8. 590. 1905.
3) A. Kundt, Wied.Ann. 34,s. 469. 1888; D. S h e s , Wied.
S. 902. 1892.
4) C. S t a t e s c u , Ann. d. Phys. B,S. 1032. 1910.
5) N. Galli u. K. Faraterling, G6tt. Kachr. 1911.
Ann.
56
K. Jauch.
und x gra6er wird. Erst von einer gewissen Stilrke an, die
fur Silberl) 105, Gold 100, Platin 90 und Kupfer’) 50 pp
betragigt, niihern sich die gefundenen Zahlen den fiir maasives
Metall gultigen Werten.
Die vorliegende Arbeit befa6t sich mit der Bestimmung
der optischen Konstanten und Hauptwinkel chemisch reiner
Silber-, Gold-, Platin-, Eupfer- und Nickelschichten, die durch
kathodische Zerstaubung auf Glas niedergeschlagen wurden.
Zum Vergleich sind auch absichtlich verunreinigte Schichten
liergestellt worden. Weiterhin wird die Frage geprilft, ob ein
wesentlicher Unterschied in den Werten chemisch oder galvanisch gewonnener Spiegel gegeniiber den durch Kathodenzerstiubung erzeugten Schichten beeteht und ob letztere als
massives Metall oder als Oberfliichenschichten aufzufassen sind.
Da es sich um undurchsichtige Schichten handelt, konnte
die Bestimmung der genannten GroBen nur aus Beobachtmgen
im refiektierten Lichte erfolgen, und zwar wurde sie durch
Messung der relativen Phasendifferenz und dea relativen
Amplitudenverhaltnisses ausgefiihrt. Hierbei erhiilt man die
optischen Parameter nicht unabhangig voneinander; diese
Methode hat indessen an6er ihrer gro6en Genauigkeit den
Vorteil, da6 sie jeden Wert einzeln zu berechnen geetattet,
wahrend man durch Bestimmung der absoluten absorbierten
Intemitilt oder der absoluten reflektierten Intensittit nur die
Kombination k = n - x erhillt, und die Messung der absoluten
Phasendifferenz mit zu groBen Versuchsfehlern verkniipft ist
Der erste Teil der Arbeit erliutert die Technik der
Kathodenzerstiiubung , der xweite Teil beschreibt die optische
Apparatur und enthiilt die Ne5ergebnisse sowie daxan anschlie6ende Betrachtungen.
I. Teil: Dle Teehnik der Eathodenzerstltubung.
Das ZerstiiubungsgefA5 (vgL Fig. 1, GI)bestand aus einer
helmfdrmigen, auf einen .tellerartigen Untersatz aufgeschliffenen
Qlasglocke, in der sich ein Vakuum von 0,0004 mm mehrere
Tage konstant hielt. Zum Dichten des Schliffes sowie aller
1) W. P l a n c k , Phys. Xeitechr. 16. S. 663. 1914; H. F r i t z e , Ann.
d. Phys. 47. S. 777. 1915.
Die optischcn Konstanten usw.
57
Hahne wurde Fett nach Angabe von F. R o t h e r ' ) verwendet.
Tor der Glocke befand sich zum Abfangen etwa vorhandener
Quecksilber- und Fettdiimpfe eine Fltiissige-Luftfalie, hinter
dieeer konnte durch einen Hahn die Glocke wlihrend der ZerDu = Dunkelranm (beets Lage)
Lufi
D = Diffusionsqnecksilberpumpe
FL = FlIieeige LnEtfaUe
H a Hahn
HD = Dreiweghahn
Vg = Cfasvorratagefa
Zeretiiubungsanlage.
Fig. 1.
staubung von den Pnmpen abgesperrt werden. Zum Messen
des Druckes diente ein Mac Leod, das bis zu
mm abzulesen gestattete. Evakuiert wurde durch eine Gaedealpumpe
in Verbindung mit einer rotierenden Gaedequecksilberpnmpe.
Die Stromznftihrnngen der Elektroden bildeten 4 mm starke
- .-
1) F. Rother, D. Opt. Wochenechrift 7.
S. 578. 1921.
K. Lauch.
58
Kupferdriihte, die gegen Zerstiiuben durch Rohren aus Jenaer
Hartglas, das selbst beim starken Gliihen der Kathode nicht
verdampfte, geschtitzt waren. Am freien Ende eines jeden
Drahtes befand sich ein 3 mm Gewinde zum Aufschrauben
der Nlektroden. Durch Zwischenstucke konnte der Abstand
der Elektroden voneinander sowie der Abstand der Kathode
vom Spiegel verandert werden. Als Anode diente eine
Kupferplatte, da dieses Metall bei der bekannten Qaeabsorption
besonders geeignet ist, vorhandene Qasreste - insbesondere
0, - zu binden. Die zu bestiiubende Glasplatte - gewohnlich 1,6 cm @ - lag auf einem dreibeinigen Qlastischchen.
Es gelangte nur bestes, vollig kratzenfreies Spiegelglas zur
Verwendung, das zur Vermeidung von Oberflachenschichten
grllndlich in verdilnnter Salpeterailure gekocht, mit destilliertem
Waeser abgespult und schlieSlich mit Leinewand getrocknet
wurde.
Bei den ersten Versuchen war die Kathode mit einer
Glimmerscheibe bedeckt worden, um ein Bestiiuben der
Glockenwandung miiglichst einzuschranken. Spater kam diem
in Wegfall, da Glimmer Gaseinschlusse enthalt und iiberdies
infolge Entladungsfunken am Rande der Kathode verbrannte.
Bus letzterem Qrunde verbot sich auch das Auflegen einer
Qlasplatte, die zudem mehrere Male sprang und den Spiegel
beschadigte.
Die Kathoden waren kreisf6rmige Platten aus gewalztem
Blech, in deren Mitte eine Fassung fiir ein 3 mm-Gewinde
aus dem gleichep Metall aufgeiotet oder aufgenietet saS. Die
Metalle Silber, Qold und Platin wurden ijfters zur Reduktion
und aus einem spkter angefthrten Qrunde bei schwacher Rotglut in der Waeserstoffflamme ausgeglllht; die Kupfer- und
Nickelkathoden abgeschmirgelt und abgewischt.
Vor Beginn jeder Zerstilubung wurde zur Eondensation
der Fettdampfe mit flussiger Lutt gektihlt, bis iiber den MeSbereich des Mac Leod evakuiert und nach dreimaligem Durchspiilen der Glocke mit elektrolytisch gewonnenem Wasserstoff
nach Nies e l), dessen Reinheit durch Spektraluntersnchung
verbiirgt war, daa paasende Zerstaubungsvakuum eingestellt.
1)
G. Nieee, Phye. Zeitechr. 24.
1925.
Die optischen Konstanten usw.
59
Im Anfang der Entladung lag auf der Spiegelplatte ein mit
Eiseostiickchen beschwertes Glimmerblattchen, das nach einigen
Minuten Zersttiubungsdauer magnetisch weggezogen wurde.
Um den schadigenden E i d u b des Fettes und der Gaereste, die an den Qlockenwanden haften, vollstandig zu beseitigen; um gleichsam dariiber AufschluS zu erhalten, bis zu
welcher Reinheit mit Hilfe der eben beschriebenen Anordnung
Metallschichten hergestellt werden konnen, wurde ein Zerstaubungsgefab ohne Schliffe von folgender Form benutzt
(vgl. Fig. 1, G.J.
An einem 6 cm weiten Qlasrohr, das oben und unten die
bereits geschilderten Zufiihrungen fiir die Elektroden enthielt,
befanden sich senkrecht in der Mitte zmei gegennberliegende
Ansiltze von 3 cm Weite und 10 cm Lgnge. Die Anode
bildete ein Wolframdraht, der ausgegliiht werden konnte. Die
Kathode bestand entweder aus einer Silber-, Kupfer- oder
Nickelplatte von 2 cm @ und 0,5 m m Dicke mit hart aufgeloteter
3 mm Fmsung. Ein weiter Glastrichter iiber der Kathode
schiltzte die Qlockenwandung vor xu starkem Bestiiuben.
Der Spiegel lag auf einem Schlitten aus Gllasstiiben, der
in die beiden seitlichen Ansatze eingeflihrt wurde. Der Abstand des Spiegels von der Kathode betrug 1 cm. Nach dem
Zuschmelzen der Ansatze und Evakuierung der Anlage auf
Hochvakuum mittels einer Diffusionsquecksilberpumpe mit
rotierendem Lichtbogen (3,5 Amp. bei 110 Volt) wurde die
Glocke znr vollstilndigen Entgasong eine Stunde lang in einem
darlibergestiilpten Asbestofen auf etwa 300° erhitzt. Alsdann
erfolgte nach mehrmaligem Einleiten von reinem Wttsserstoff
die Zerstiiubung. Fliissige Luft sowie die anfhgliche Zerstaubung a d Glimmer kamen selbstverstiindlich auch hier in
Anwendung. Am Schlub wurde langsam trockene Luft eingelassen, ein Ansatz aufgesprengt, der Spiegel herausgenommen
und sofort optisch untersucht.
Da die Kathoden nicht aus der Glocke genommen werden
konnten, wurde die Anlnge, auch wenn sie nicht inBenutzung
war, dauernd mit fliissiger Luft gekiihlt, um die geringsten
Ninwirkungen von Queckeilberdiimpfen auszuschalten.
Den zum Zerstioben verwendeten Qleichstrom lieferten
2 wei hmtereinandergeschaltete Hochspannungsdynamomaschinen
60
k Jauch.
von zusammen 10000 Volt Hochstspannung. Der Stromkreis
enthielt au6er einem Milliamperemeter und einem Mult-Ohmwiderstand eine Harnersicherung und einen Schalter, an den
Elektroden lag ein elektrostatisches Voltmeter. Spannnng
und Stromstkke wurden durch das Vakuum und die Erregung der Maschine reguliert.
Der C r o okessche Dunkelraum befand sich meist nahe
am Spiegel, parallel zur Kathode. Bei dieser Lage zerstilnbte
das Metal1 am gleichmiiSigsten nnd raschesten. Zu gro6e
Nilhe des Dunkelraomes oder starke Wiilbung lL6t den Spiegel
zu heiE und matt werden. Beim Gebrauch viereckiger Glasplatten treten in der Schicht mitunter diagonale Streifen geringerer Dicke auf, runde Glasscheiben sind daher vorzuziehen.
Zur Gewinnung eines gleichm'gflig dicken Niederschlages mu6
der zu besaubende Gegenstand immer kleiner als die Kathode
gewiihlt werden, im entgegengesetzten Falle nimmt die Dicke
nach dem Rande zu rasch ab. Bei sehr geringem Abstand
zwischen Spiegel und Kathode geht die Zerstiiubung hauptsachlich nur vom Rande der Kathode aus.
Unter allen Metallen war die Heratellung au6erlich einwandfreier Silber- nnd Qoldschichten deshalb am schwierigsten,
weil infolge der starken Erwilrmung und des niedrigen Schmelzpunktes der Kathode (Silber 961O: Qold 1064O) die Schichten
sehr oft matte Stellen anfwiesen. Inhomogenifaten des Materials, vor allem an derNietstelle, trugen gleichfalls zu diesem
Ubelstand bei, den erst Iangeres Ausgliihen der Elektrode
etwas zu beheben vermochte.
Um der Kathode Zeit zur Abkiihlung zu lassen, wurde
mit Unterbrechung zersttlubt, dadurch beanspruchte ein Spiegel
3-4 Stunden Herstellungsaeit.
Im Gegensatz zu anderen Arbeiten gelang die Gewinnung
gnter Platin-, Kupfer- und Nickelschichten ohne weiteres.
Reine dilnne Silberspiegel zeigten im durchfallenden Lichte
eine blaue Farbe, an den schwachsten, weit von der Kathode
entfernten Stellen waren sie rotdurchsichtig. Verschiedene Beobachter halten rotes Silber fur oxydhaltig- Wegen der peinlichen Sauberkeit, mit der diese Schichten hergestellt wurden,
mu3 diese Annahme als unbegriindet angesehen werden, tiberdies weisen diinne Schichten verunreinigten Silbers immer eine
Die optisclm Konstanten usw.
61
gelbe Farbe auf. Platin war in der Durchsicht gran, Kupfer
griln mit einem Stich ins Gelbe, Nickel graubrann. Gold erschien immer grlin, blaues Gold, wie es B e t z l) und R u m p e 1t s,
durch Veriinderung des Abstandes zwischen Kathode und
Spiegel erhielten, trat niemals auf.
Eine katalytische Wirknng des Platins beim Einlassen
von Luft konnte nur einmal beobachtet werden. Das Ausbleiben dieser Erscheinung ist sicher auf Fehlen des Sauerstoffs wahrend der Zerstaubung znriickznfuhren.
Mehrere Spiegel der verschiedenen Metalle bekamen nach
kurzem Liegen an der Lnft durch Lbsen der Schicht von der
Unterlage ein mattes und durchlbchertes Anssehen. Lief3 man
einen Spiegel mehrere Stunden in der Glocke liegen und bestaubte ihn dann von neuem, so wurde die Schicht ebenfalls
regelma6ig matt. Der Qrund dieser Vorgange ist wohl in
Spannungstnderungen des niedergeschlagenen Metalls zu suchen.
Silber- und Goldschichten hafteten beim Wegwischen auf
Spiegelglas sehr wenig, verunreinigt iiberhaupt nicht ; Platin-,
Kupfer- und Nickelbeschlage meistens sehr feat. Von geblaeenem Glase - Kolben - waren alle Metalle nur sehr
schwer zu entfernen. Diese Tatsachen zeigen sich bekanntlich
auch bei der chemischen Versilberung.
Jedes Metall zerstaubte am raschesten in Stickstoff, wobei
auch regelmtBig schbne Schichten gewonnen wurden; weniger
schnell in Lnft, am langsamsten in U'asserstoff. Zu Anfang
jeder Zerstiiubnng machte sich ein Anstieg des Vakuums bemerkbar, der bei Platin und Kupfer am starksten auftrat. Die
grof3te Zerstaubungsgeschwindigkeit besaf3 Kupfer, die geringste
Nickel. Aus den unten angefllhrten Zerstliubungszeiten einen
SchluB auf die Geschwindigkeiten ziehen zu wollen, wtre verfehlt, da die Dicke, bei der die Schicht undurchsichtig wurde,
nicht allein von der Zerstaubungsdauer, sondern auch von der
Lichtabsorption des Yetalls abhangt. Verschiedener Abstand
der Elektroden tnderte an der Geschwindigkeit nichts, ebenso
beschleunigte Qllihen der Kathode den Vorgang nur wenig.
Auf Grund aller Erfahrungen ergab sich zur Erzielung
schoner Spiegel fur jedes Metall die folgende Regel:
-
1) W. Betc, a. a. 0.
2) H. Rumpelt, Dies., Leipaig 1908.
L Lauch.
62
Niedriges Vakuum (0,9-0,l mm), niedrige Spannung
(800-3000 Volt), g r o h Stromstiirke, die natiirlich durch die
GriiBe der Kathode bedingt ist, Dunkelraum nahe Spiegel etwa 1/3 des Abstandes zwischen Schicht und Kathode - und
nicht gewiilbt. J e hiiher der Schmelzpunkt der Eathode liegt,,
um so hbher kann man Vakuum und Spannnng wlhlen.
Im besonderen ergaben eich fiir die untersuchten Metalle
folgende Daten (vgl. Tab. I):
T a b e l l e I.
- _.
reiner
H
:
1
I Silber I
fj I
2
19
Geld
6
Platin
Knpfer
Nickel
I
Gold
1
5
2,5
2
5
6
I
I
I
I
800
1400
800
1400
1600
1500
2500
1
25
50
'
._
0,6
0,2
45
38
0,6
0,2
35
40
0,6
,
!: 1
30
0,2
092
0,8
0,2
1
1I
I
2
2
2
2,5
5
,:
2,5
2
I
I
I
5
20
19
10
9
12
10
9
7
11. T e i l : Die optischs Apparatnr.
Der optische Aufbau setzte sich im wesentlichen aus
der Lichtquelle li, einer Quarzquecksilberlampe von H e r a e u s
(3,5 Amp., 220 Volt) und einem Prazisionspolarisationsspektrometer von F u e S , Charlottenburg, znsammen (vgl. Fig. 2).
Durch die Linse ll wurde das Licht auf den Spalt s von
1,5 mm Bieite geworfen. Das Geradsichtprisma Og zerlegte
das aus s austretende und durch la parallel gemachte LichtbUndel spektral. Ftir die Beobachtungen kamen nur die Linien
Die o p t i s c h Kmtanten usw.
63
5461 LE.,grlln, und 5769 A.-E., gelb, in Betracht, die rote
und die blaue Linie (6162 bzw. 3902) erwiesen sich als zn
lichtschwach. Die Linse I, warf das nunmehr monochromatische Licht durch eine Revolverblende, die ein mehr oder
weniger breites Lichtbiindel auszusondern gestattete, in das
Kollimatorrohr des Spektrometem. Es wurde die kleinste
Blendenbffnnng vom Durchmesser 1 mm verwendet. Nach
Pnssieren des Polarisators P unter dem Azimut 45O und nach
der Reflexion am Spiegel gelangte das jetzt elliptisch polarisierte Licht durch den SBnarmont-Glimmerkompensator G,
die Savartsche Platte S und den Analysator A ins Beobachtungefernrohr. Polarisator wie Analysator bestanden aus j e
einem G l a n - T hom psonschen Prisma mit geraden Endflachen.
Die Berechnung der optischen Konstanten aus Phasenditrerenz d nnd Azimut w bei beliebigem Einfallswinkel cp erfolgte mit Hilfe der strengen Formeln der Metalloptik, wie sie
von W i e n e r 1) zusammengestellt worden sind. (Nilheres findet
sich in der Diesertation.)
MeEergebnieee.
Die untersuchten Mehllschichten muI3ten neben einem
fehlerlosen Aussehen zwei Hauptbedingungen erfnllen ; erstens
undnrchsichtig sein nnd zweitens gr60te chemische Reinheit
aufweisen. Der ersten Forderung wurde dadurch geniigt, da0
nur solche Spiegel zur Untersuchnng dienten, die filr Licht
einor elektrischen Glahlampe vollig nndurchlilssig waren?) Bei
einer so definierten Dicke vermochte grellstes Sonnenlicht nicht
mehr hindurchzudringen. Es stand dann auf Grund der im
Eingang dieser Arbeit angefihrten Beobachtungsergebnisse an
diinnen Schichten zu erwarten, da0 bei griSf3ter chemischer
Reinheit die optischen Konstanten bestimmte feste Werte annehmen wnrden, die den flir massives Metal1 giiltigen %ahlen
nahezu gleich waren. Durch Zerstilnbnng in Luft, dem in
Bomben kiluflichen Wasser- und Stickstoff (etwa 95 Proz. Reinheit), sowie in reinstem Wasserstoff war es miiglicb, den Einflnll
schwacher Oxydbildung festzustellen. Die Rurven auf Fig. 3
1) 0.W i e n e r , Abhdlg. d. Kgl. Snchs. Ges. d. Wies., Nr. 5, 1908.
2) Auf diese Weise wnrde wiihrend der Zeretlinbnng die SUtrke des
Spiegels beurteilt.
K. Zaueh.
64
r
*3b501
x =
f (n)
' '
70a
I
I
-2 '
'
750
I
'
Silber rl = 5460 A.-E.
Fig. 9.
fur Silher l) zeigen, da6 ein direkter funktionder Zusammenhang zwischen den Konstanten und Hauptwinkeln bei ver1) Der fjbersichtlichlreit wegen Bind nnr die Silberknrven gezeichnet
worden. Fur die Ubrigen Metalle verlaufen sie ahnlich.
Die optischen Konstanten
65
UIW.
schiedenen Reinheitagraden' besteht. Es ergibt sich im besonderen, d& man denjenigen Spiegel a l s den reinsten anznsprechen hat, der das kleinste n aufweist. In den Tabellen
sind alle diejenigen Werte durch einen Stern * hervorgehoben
worden, die neben kleinem n zugleich das graf3te h, cp und 3
hesitzen. Vergleicht man diese Zahlen fiir gelbes Licht mit
den Drudeschen und fur griines Licht mit den von Minor
a n chemischen Spiegeln erhaltenen, so ergibt sich bei allen
Metallen nur eine bedeutende Annaherung, jedoch nicht die
wwartete Ubereinstimmung. Indessen bewegen sich, abgesehen
Tom Nickel, die vorhandenen Abweichungen der n und R insofern in giinstigem Sinne fur die in der vorliegenden Arbeit
untersuchten Spiegel, als jedesmal n kleiner ist, R dagegen
graf3er oder innerhalb der Fehlergrenzen gleich. Die Werte
der ?
bleiben
i
jedoch bedeutend hinter den an massiven Metallen
gefundenen zuriick, ein Umstand, auf den bereits H a g e n und
R u b e n s hingewiesen haben. Ebenso laBt die Qegeniiberstellung
der Hauptwinkel erkennen, daf3 bei allen Metallen Sp vermindert
ist, wahrend auf Qrund der Erfahrungen an massiven Metallen
bei gr6Berer Reinheit das Qegenteil eintreten miiBte, dagegen
qid nicht betriichtlich abweicht.
Unter der Annahme, da6 sich auf massivem Metall durch
Polieren eine Oberfliichenschicht aus losgerissenen Metallteilchen bildet, die wohl noch am Metall selbst haften, aber untereinander nicht mehr den friiheren kohlrenten Zusammenhang
haben, hat D r u d e ? aus theoretischen Betrachtungen den Satz
anfgestellt, daf3 solche Ubergangsschichten bei betriichtlicher
IXcke den Haupteinfallswinkel cj5 stark verkleinern, das Hauptazimut 3 dagegen ziemlich ungeilndert lassen.
Bei D r u d e handelt es sich um massives Metall mit iibergelagerter Schicht, und es ist deshalb nicht angiingig, diesen
Ratz ohm weiteres auf zerstiiubte Schichten auezudehnen, bei
denen man ea, wie es auf den ersten Blick scheint, nur mit
dem Metall selbst zu tun hat. Aber sicher wird bei D r u d e
die Verkleinernng des Sp in erster Linie auf den gelockerten
Zuaammenhang der einzelnen Teilchen zuriickzuffihren sein.
Hetrachtet man unter diesem Gesichtspunkte durch Zerstiiuhung
1) P. Drnde, Wied. Ann. 39.
A u d e n der Phydk. IV. Folge. 74.
S. 492.
1890.
5
66
B. Aauch.
gewonnene Schichten, so ist einleuchtend, dal3 die Teile eines
Sedimentproduktes nicht dieselbe enge Lagerung haben werden
wie im massiven Metall. Hierzu tritt noch eine Auflockerung
der Schicht durch Gas, das die Partikel beim Durchfliegen
des Entladungsraumes okkludiert haben. Bekanntlich haben
mehrere Beobachter l) beim Gliihen durch Zerstiiubnng erzeugter
Spiegel einen Gewichtsverlust durch Gasabgabe konstatiert.
Houlleviguea) hat das blau durchscheinende Gold ale eine
labile Verbindung des Goldes mit Wasserstoff nachgewiesen,
und wahrscheinlich liegt bei rotem Silber das Qleiche vor.
L e i t h a u s e r g berichtet von seinen Zerstiubungen, da0 an den
Stellen, wo die Kathodenstrahlen nicht hingelangten, in diinnen
Schichten rotes Silber auftrat, weil keine Reduktion durch
diese Strahlen stattfinden konnte. Dasselbe wurde rtuch im
Verlanf dieser Arbeit wahrgenommen.
Kupfer 1 = 5460 i . - E . bei gleicher Reinheit der Schicht.
Fig. 4.
Somit iet die Verkleinerung des Haupteinfallswinkels und
die geringe Abweichung des Hauptazimuts ohne weiteres aus
der geringeren Koharenz der einzelnen Metallpartikel zu erkliiren. Infolge der funktionalen Beziehung zwischen k und
(p in Fig. 4 fur chemisch reines Xupfer folgt, dat3 die Ver1) W. B e t z , a. a. 0.
2) L. H o u l l e v i g u e , Journal de phys. 4. 6. t VI. p. 596. 1907.
3) a. Leithliuser, Zeitschr. f. Instrumented. 28. S. 113. 1908.
Die opskchen Konstanten
67
u8w.
kleinerung des k ebenfalls auf dem gelockerten (3efUge der
Schicht beruht. Mit dieser ErkliSrung steht in Einklang, da6
auch chemische Schichten ein geringeres k und ij5 besitzen (s.
Tabelle: Cu. A = 689).
Alle R der durch einen Stern gekennzeichneten Spiegel
sind Maximalwerte. F r i t z e nnd P l a n c k haben an dtinnen
Silber- und Kupferschichten, die durch Kathodenzerstiubung
hergestellt waren, bei einer Dicke von ungefAhr 90 bzw. 40 pp,
wo eine durchgehende Betrachtung gerade noch maglich war,
gleichfalls ein Maximum der li wahrgenommen. Bus der folgenden Tabelle ergibt sich eine annilhernde ubereinstimmung
der in dieser Arbeit gefundenen Zahlen mit den ihrigen.
Silber. 1 = 5460 i . - E .
-
tl
I
in ,up
F 93,7
105,O
Fritae
n
i
3,28
3,19
3,07
0,19
Kupfcr.
37,2
40,l
44,8
I
1
1,26
1,23
1,13
2,40
2,40
2,20
Lancb
I
I6
'
!-
!
1
I
n
L
k
0,178
0,168
0,166
1
3,06
3,14
3,13
I
a = 5460 L-E.
-xOy-T
l,oo
1,28
0,99
0,96
0,98
0,94
0,97
0,90
1,07
I
0,80
2,31
2,40
2,41
2,40
2,43
1,93
Wegen der Undurchsicbtigkeit der hier benutzten Spiegel
ist eine viillige ohereinstimmung nicht zu erwarten. Dickenmessungen wurden im Laufe dieser Arbeit nicht vorgenommen,
da sie zur Berechnung der Konstanten nicht notig waren. Die
angefthrten optischen Konetsnten dieser Arbeit entsprechen
daher nicht den von F r i t z e und P l a n c k angegebenen Schichtdicken. Dem Vergleich liegt lediglich die Tatsache zugrunde,
da6 die Spiegel der beiden Beobachter nur schwach durchsichtig waren. Selbstverstlindlich waren die Niederschlilge
nicht alle gleich dick, oftmals wurde linger zerstaubt als zur
5*
K. Lauch.
68
Erreichnng eines gerade undnrchsichtigen Spiegele unbedingt
erforderlich war.
In den Tabellen (Anhang) findet man bei jedem Metall noch
Spiegel, bei denen n weiter abnimmt, zugleich aber anch k, R,
(p und
kleiner werden.
Schreibt man dieee abnormen Werte den dickeren
Schichten zu , eine Annahme, die durch die Unterschreitung
des maximalen h gerechtfertigt wird, so kommt man zn dem
Ergebnis, daS sich dnnne Schichten optisch anders verhalten
wie massives Metall, daS um eine bestimmte Dicke herum,
bei der h sein Maximum erreicht, und wobei gerade Undurchsichtigkeit der Metallschicht eintritt, die gefundenen optischen
Konstanten denen des massiven Metalls stark angeniihert sind,
daB aber bei weiterem Ansteigen der Schicht eine Abnahme
aller Konstanten eintreten kann. Damit ist natiirlich nicht
gesagt, daB bei dickerer Schicht nicht auch die Maximalwerte
bestehen k6nnen.
Sicher ist das anomale Verhalten der optischen Konstanten in einer Anisotropie der Schicht zu suchen, worauf
auch die starke Herabminderung des Hanptazimutes hindeutet.
Eine weitere Bestiitigung liefert das Folgende. D r u d e
fand an elektrolytisch gewonnenen Kupferschichten einen Unterschied in den Konstanten, je nachdem bei der Herstellung die
SpiegelflLche senkrecht oder parallel zur Anoden0iiche lag.
Unter der Annahme, daB sich elektrolytisches Kupfer optisch
kristallinisch wie ein einachsiger Kristall verhalt , folgte fur
die optischen Konstanten
in Richtung der optischen Achse:
Drnde
I
Tl
k
0,594
2,64
Lauch
X
4,46
-
m
k
c
0,515
2,53
4,91
0,685
2,05
2,99
2,44
3,95
senhrecht zur optischen Achse:
0,687
2,62
3,81
Der Miltelwert dieser Konstanten:
0,641
2,62
4,08
0,600
stimmt mit den Qr6Ben iiberein, die er an ausgegliihtem isotropen Kupfer festgestellt hat. Zum Vergleich sind die Konstanten zweier Kupferspiegel danebengestellt, die trotz ihrer
69
Dic optiechen Konstanten usw.
groflen Verschiedenheit in der schlifflosen Qlocke bei groflter
Sauberkeit gewonnen wurden. Alle Zahlen zeigen eine groBe
Annaherung ; weiter unten folgende Erorternngen machen es
erkliirlich, daS keine vallige Ubereinstimmung vorliegt.
Ftir Silber efgaben sich in der schlifflosen Glocke an
zwei Spiegeln folgende Werte:
A = 5460 %.-E.
I = 5790, 5769 $-E.
I
m
0,135
0,233
Mittel: 0,184
maseiv: 0,176
2
22,s
13.0
17,6
18,8
:
94,8'/,,
R
g
q
75,25" 43,8'
91,3O/, 78,30° 43,09
93,0°/, 73,3O 43,4O
94,OUl074,6O 43,6O
n
0,104
0,254
0,179
0,181
z
R
Q
fP
31,5 96,4°/0 74,1° 44,1°
12,7 91,6O1, 74,2O 42,9O
22,l 94,0°/0 74,15O 43,5O
20,2 95,8OjO 75,'1° 48,6'
Auch hier ergibt sich eine angenaherte Ubereinstimmung
der Mittelwerte mit den Konstanten des massiven Metalls.
Beim Nickel wurden a l s dem einzigen Metall n immer
grofler, die ilbrigen Werte hingegen vie1 kleiner gefunden. Man
konnte hieraus chemische Unreinheit der Schicht vermnten,
dem widerspricht aber, daB such unter AusschluB aller in
solcher Weise storenden Faktoren keine glinstigeren Resultate
erzielt werden konnten. Bemerkenswert ist, daS die von Meier
untersuchten galvanisch oder nach B i r n a k i durch Zerstiubung
gliihenden Nickels hergestellten Schichten ebenfalls stark differieren; allerdings ist bei ihnen n immer betrilchtlich kleiner
ale Air massives Metall (8. Tabelle Ni). Meier schlofl aus
dieser Abweichung gleichfalls a d Anisotropie, die er sich durch
die Richtnngskonstante des vom Heizstrom herrlihrenden elektiischen Feldes hervorgerufen denkt.
Es liegt der Gedanke nahe, einen Zusammenhang mit der
yon K n n d t l) und D e s s a u a) an durchsichtigen Schichten beobachteten Doppelbrechung fiir die extremsten Werte der
Brechungsexponenten festzustellen. Zu diesem Zwecke wurde
versucht, ob diese Zahlen mit ihren zngehorigen Absorptionskoeffizienten die von W i e n e r ? fur die lamellare Doppelbrechung aufgestellten Formeln. befriedigten. Speziell wurden
die von Rnmpelt4j flir diesen Fall explizit errechneten an.
. .___
1)
2)
3)
4)
A. Kundt, Wied. Ann. 27. S. 59. 1886.
B. Deseau, Wied. Ann. 29. 8. 853. 1886.
0. Wiener, Phys. Zeitachr. 6. S. 332. 1904.
H. Rnmpelt, a. a. 0.
2% Laucli.
70
geniiherten Formeln benutzt, wobei gleiches Volumenverhlltnis
der Mischbestandtaile (8,/ 6,) in den Spiegeln vorausgesetzt
wurde. Das Ergebnis war bei allen Metallen ein negatives.
Es wurde dann aus den Wienerschen Formeln filr die Stabchendoppelbrechung eine Gleichung entwickelt, die unter Ausschaltung des 6, also nnter Vcraussetzung des gleichen Volumenverhiiltnisses zwischen den einzelnen Metallzylindern und des
sie nmschliebenden Gases fur die betreffenden Schichten, einen
Zusammenhang zwischen den beiden Strahlen darstellt.
Fur die Stabchendoppelbrechnng l) gelten die Gleichungen :
- cp - ~.
4 (8, - 4 )
f 8,
Fa =
E,,
Ea
El
f Bp
81
6,8 ,
+ azEa= 8, + (1- 6,) .
El
E2
Hierbei sind :
die Dielektrizitiltskonstante des ordentlichen Strahls,
$7
97
auberordentlichen Strahls,
1,
>7
der beiden Bestandteile.
Eliminiert man a,, so folgt:
60
- 4
8, - 4
-,)
oder
60 (81
8,
+ 81
+
2 ~ 2=
)
81
+
(80
89
+ +
&a)
~ 1 6 g
*
Setzt man fiir absorbierende Schichten
E,, = Nta= (n,- i k,)a, wobei n,, R, die Konstanten der tangentialen Komponente sind.
= N,* = (n,- i k J a , wobei nr1k, die Konstanten der radialen
Komponente sind.
E , = N 2 = (n - i
wobei n ,R die Konstanten des Metalls
sind.
E~ = 1, so folgt nach Trennung des Reellen und lmaginiiren :
n, R, (na- R2 - :n + Rra + 2) + n k (nt2- kt2 - 1)
= n, k, (nta- ?:t + 1),
oder falls man die Abklirzungen einfilhrt:
na - = d
nt2- Rta = d,
n:- k:=
d,
nR=b
71t R, = b,
n, R, = 13,.
bt(d - d,+ 2) + b ( d t - 1) = b,(d,+ 1).
1)
0.W i e n e r , Kgl. sache. Gee. d. Wh.zu Leiprig 61. 1909.
71
Die qtischen Konstunten usw.
Anfiglich wurden far n, nnd n,,die extremen Werte und
ftir n und I; die Werte fiir massive8 Metal1 eingesetzt. Hiermit
ergab sich jedoch niemale eine gute Ubereinstimmung der
beiden Seiten der Gleichung. Da anffillligerweise die zu den
nt, n, gehorigen h immer ziemlich gleich gro6 sind, SO wurden
auch fiir n nnd R diejenigen Werte probiert, fiir die R aniiiihernd R, annahernd k, ist. Nuamehr trat bei Platin, Silber
und Kupfer eine befriedigende Ubereinstimmung ad. Bei
Sickel und Gold liegen keine in dieser Hinsicht paasenden
Werte vor, so da6 sich bei diesen Metallen die Rechnung
iiicht durchmhren lieB. Absolute Gleichheit ist nicht zu verlangen, da die verschiedenen Schichten nicht als vollig ilquiyalent angesehen werden kbnnen. Die angefithrten Rechnungen
f'llhrten zn den Ergebnissen:
Silber.
0,18
,. 3,67
,A
Gelb.
n, 0,25
k, 8,25
Griin.
n 0,17
m, 0,26
n., 0,13
k 3,80
k,__-_____.
3,04
kr 3,OS
Gleichung: 5,S-5,71
nt 0,lO
kt 3.27
Gleichnng: 8,0-7,84
K up f e r.
t
0,63
n, 0,68
n, 0,48
2,06
k, 2,05
kr
3
0,82
n, 0992
nt
k 1,93
k, 1,93
kt
I)
4
Gleichnng: 3,66-4,07
0174
1,95
Bleichnng: 4,l-4,0
Platin.
1,97
Grtin.
nr 2,05
nt
k 3,39
k, 3,38
k, 3,50
-
TI
1,75
Gleichung: 68,8-56,7
Die Verschiedenheit der am Reflexionsbeobachtungen gsfundenen Brechnngsexponenten ist infolgedessen dadurch zu
erklilren, da6 das einfallende Licht in dem einen Spiegel
parallel, im anderen senkrecht zu den Zylinderachsen schwingt,
wobei die vemchiedene Lage der Acheen wahrecheinlich von
cler Form des Dunkelraumes abhilngt. Die Unbrauchbarkeit
der R- und R-GraBen des massiven Metalles hat wohl seine
Ursache darin, da6 die Metallteilchen der Schicht Gas enthalten.
K. Jauch.
72
Betrachtet man das Vorhandensein der Stiibchendoppelbrechnng als feststehende Tatsache, so ergibt sich aua der
Befriedigung der Gleichung durch verschiedene n-Werte bei
gleichem R die Folgerung, da6 gleiches k verschiedener Beschlue gleiche Struktur , d. h. gleiches Volumenverhiiltnis der
Bestsndteile ausdriickt. Die einganga erwiihnte Annahme, dab
die Verkleinerung des k zerstiiubter Schichten a d eine lockerere
Lagerung der einzelnen Teilchen zuriickzunlhren sei, erfiihrt
hierdurch eine weitere .Begriindung. Bemerkenewert ist , dab
die von Drnde erhaltenen k-Werte ebenfalls eine sehr gute
Ubereinstimmung zeigen.
Anhang : Tabellen.
Silber: A = 5460 $-E.
_ _
0,135 0,136 0,166' 0,168 0,178 0,185
3,15
k
3,03
3,04
3,13 3,14 3,06
x
22,3
22,2
18,s 18,6 17,l 17,O
93,4
93,4
94,8
94,s
94,O 94,O
R 'Ilo
73,4
73,s
73,7
73,25
73,3
73,7
@
t 43,s 43,8 43,6 43,6 43,5 4345
-~
~
~ - _ _
~~
n
I
Gas
Nr.
H, el 1 do.
(IG2 1
11.
0,233
12.
0,312
do.
do. H, B.N, B.
I
I
13.
0,409
2,55
14.
0,19( 0,193 0,199
3,lO
3,05 3,81
16,3 15,T 19,0
93,1 92,8 95.0
0,186
3,14
16,7
93,3
73,6
73,6
43,4 I43,4
do.
1
I
17.
15. IG3l6.
78,l
40,35 40,16
do.
do.
do.
0,524 0,818
1,70 2,92
3,24
3,57
72,3
59,8
0,423
2,25
76,2
76,O
173,4
1
65,26 73,2
38,15 38,15 37,85
do.
do.
do.
Andere Beobachter:
=
do.
=
0,85
4,15
0,24
l i 1
chem. katb.
0,19
Die optischen Konslanten
73
usw.
S i l b e r : 1 = 5780 i . - E .
5.
B.
1
19,3
11
H, el.
do.
x
Gas
I/
%??4
0,778
3,05
3,92
75,l
73,l
38,4
0,625
3,48
0,172
'Ilo I
k
R
'
0,104
3,27
31,5
96,4
n
I
6,66
12,7
83,O
j
do.
1
I
H, el. verun- I
do.
rein. Kathode I
Andere Beobachter:
do.
L . - - . ! L L - I - . I
-
ON
OW
Gold: 1 = 5780 A.-E.
q
?j7
Gas
71,7
j
86,2
71,6
42,15 42,l
H, cl. do.
-
3,40
4,12
93,O
I
Metallprismen
~
do.
~
I
95,O
75,6
R " / , 86,5
1
-_ I
do.
chem.
kathod.
chem.
K. Lauch.
74
Gold: R
5460 a - E .
=
--2.
4.
3.
- _ _- -x
!
5,36
70,1
4094
@
q
do.
Nr-
~p
q
I
I
I
10.
I
11.
i
68,5
64,7
37,9a ! 36,5
12.
I
13.
66,4
39,2
67,5
39,4
do.
do.
9.
8.
_ .
~
~
68,h
39,3
68,5
38,l
68,7
39,2
do
do.
*%.
I
68,s
37,9
I
NPB. H, el. NsB.
Metall
7.
0,461 0,473 0,50t 0,519 0,610
1,98 2,15 2,15
1,85
2,11
3,96 4,20
3,46
4,24 4,14
66,5
65,4
69,l
70,7
70,O
do.
do.
6.
__
- __
_. _
-.
~
~
0,452 0,457 0,451
2,38
2,33
2,lO
5,22 5,09
4,64
75,8
76,6
72,2
69,75
68,2
70,l
39,8s 40,s 40,2
Ro/, 77,2
i
5.
~
~
~---
I,
galv.
galv.
P l a t i n : I = 5780 hi.-E.
---
I
Drnde Meier
4.
___ 2,06
2,62
2,28
1,99 2,Ol
4,26
3,53
2,69
3,93
$77
1,13 2,06
1,34
1,89 1,95
70,l
59,O
65,6 67,2
47,7
I
3.
2.
~
~
31,7
77,7
32,O
74,5
26,4
do.
do.
do.
77,8
78,5
32,6
77,6
27.3
mseeiv galv.
j
I
64,2
75
D i e optischen Konstanten ww.
-
-
P l a t i n : 1. = 5460 A-E.
__
~.
-
-~
.
~
? F - T 8 1
1,83 1,84
k
3,50 3,68
39% 2,79
1,61
2,02 2,09
x
II 1,99
RO/,I( 64,6 66,2 67,9 63,6
I,
@
76,9
76,3
j 32,3s 32,5
Gas H, el. do.
Metall
77,9
32,s
?Jj
74,2
29,3
do.
I
1
1,90
l,62
1,78
61,8 64,7
68,s
76,9
76,2
31,l
31,E
do.
"B.
QB.
75,6
30,l
76,3
30,7
75,6
29,4
do.
do.
do.
-__ 12.
11.
__
~
9.
2,02
3,12
1,54
1,72
57,2
61,2
4.
~
-
.
~
13.
14.
_ _ -~ .
---
2,16 2.18 2,20
2,15
2,51
2,80
2,98
3,55
1,29
1,35
1,64 1,14
51,6
46,9
54,O
61,s
74,9
27,2
do.
77,O
73,96
30~06 25,6
N9B.
RXOIo
T
~
2,30
1,30
46,4
72,l
1,84
2,97
1,61
56,5
74,8s
do.
H%.
N i c k e l : rt
k
75,5
27,7
P
5780 %.-En
1,94
1,87
0,966
36,l
70,7
6.
4.
__-
5.
2,34
2,2 1
0,942
41,6
2,35
2,26
0,961
42,5
2,36
2,86
0,999
44,O
73,4
22,9
73,6
23,2
744
23,'i
do.
do.
do.
__
1
64,9
galv.
K . Lauch.
N i c k e l : 1 = 5460 A.-E.
I(
Rr.
I
pa
k
x
R
Ql0 ,
9
I
I
I
1.
4
1
:2
__G¶
1
3.
1,57
54,9
72,6
29,8
71,6
39,4
71,l
25,4
~
1
~
5.
Gs
- .
1,87
1,93
1,84
0,953
85,5
39,4
I
1,85
1,71
2,22
1;30
44,4
4.
, 71,2
1
6.
2,16
1,70
0,852
32,9
65,5
20,2
,
70,5
23,6
25,s
Metall
1'
Nr.
__
__
a
I
Meier
7.
2,19
2,15
2,23
1,97
1,502
3,09
37,7
I E;:f
do.
IBernouilli
1,19
1,54
1,29
~
62,l
62,6
1,76
3,40
1,95
64,O
76,O
31,5
~
29,3
Metall
It
,
,,
verdampft I
iu.Biernack1verfahren
,
galv.
galv.
==- =
Knpfer: 1 = 6460 A.-E.
Gae
l
2.
~0,746
1,95
2,61
56,5
67,6
36,15
H, el.
Nr.
-
-~
I
0,925
1,98
x
2,09
R OIQ , 50,4
9 I 67,9
I , 34,l
GRB I H,el.
11
k
do.
3.
4.
5.
do.
0,802
1,98
2,47
55,4
68,O
35,6
do.
,
33,9
do.
7
7.*
c.
-__
--
0,901
2,43
2,70
62,2
69,6
36,4
0,820
1,98
2,36
53,6
67,6s
35,3
do.
do.
do.
0,803
2,23
2,78
61,l
I
9.
0,926
1,88
2,04
49,l
67,5
6.
0,
.
0,785
2,04
2,61
57,4
68,35
36,O
-
70,9
35,9S
___-_
14.
10.
~____.
0,934
2,08
2,40
2,22
53,7
68,85
71,O
34,25
34,6
do.
do.
I
do.
do.
1
1
I
'10,95
32,O
do.
77
Die oplisclm Konstanten uaw.
Ku p fe r (Fortsetzung).
Andere Beobachter.
Name
..-
n
k
x
Ro;,
(5,
lp
Minor
j,
1 I 1 1 I :T;zn__i*i 1
Betz
Retz
Shea
Tool
do.
- . -.
!I
)I'
0,892
2,23
2,50
58,4
'
69,7
35,5
'/
j/
!I
Ij 0,78
j 2,64
,I
1,12
2,70
I
1,12
--'ri
i
i
~
!
1
I
Metall /I chem.
do.
- -
~
486
1
i
-- - -
Kupfer: A = 5780 A.-E.
--
6.
5.
-~
-~
~
7.
-_
474
0,581 0,811 0,693 0,685
2,16
2.05
2,53
1,02
$50
4,3 1
3,03
Y,99
79,7
68,2
G0,2
G1,l
71,O
39,2
0,552
1,34
2,42
70,9s
39,9
67,9s
38,8a
61,s
36,7
do.
do.
do.
do.
68,s
38,2
67,2
37,4
do.
do.
68,2
37,l
do.
70,5
38,23
I
chem.
I'
I
I
600
I rein-
cu
Literaturangabe der in den Tsbellen angefihrten Beobaohter.
It. S. Minor, Drude Ann. 10. S. 613. 1903.
W. Betz, 8 . a 0.
E. H s g e n u. H. Rubens, Drude Ann. 1. S. 852. 1900; 8. S. 452. 1902.
D. Shea, Wied. Ann 47. 8.202. 1892.
K. Lauch.
78
H. F r i t s e , Ann. d. Phys. 47. S. 777. 1915.
E. D r u d e , Wied. Ann. 39. S. 481. 1890.
A. K u n d t , Wied. Ann. 27. S. 59. 1886.
W. Meier, Ann. d. Phys. 31. 1910.
A. T o o l , Phys. Rev. 31. S. 1. 1910.
W. P l e n c k , Phys. Zeitachr, 16. S. 563. 1914.
A. L. B e r n o u i l l i , Ann. d. Phys. 33. S. 209. 1910; 29. S. 585. 1909.
V. B i e r n a c k i , Drudc Ann. 16. 8.943. 1905.
Zueammenfaeeung.
Die vorliegende Arbeit lieferte folgende neuen Ergebnisse :
I. Es wurden die Technik der kathodischen Metallzerstilubung untersucht und zahlenmiif3ig die Bedingungen festgelegt, die zur Qewinnnng chemisch reiner einwandfreier Spiegel
fuhren.
11. F u r I = 5460 A.-E. und il = 6780 A.-E. wurden die
optischen Konstanten und Hauptwinkel undurchsichtiger Silber-,
Gold-, Platin-, Kupfer- und Nickelschichten bestimmt und auf
Grund der ZahlengroBen gefunden, dd3:
1. bei verschiedenen Reinheitsgraden ein funktionaler Zusammenhang zwischen den Konstanten nnd Hauptwinkeln
besteht.
2. die reinste Schicht das kleinste n aufweist.
3. Weiter wurde dargelegt, da6 der Absorptionskoeffizient k
und der Haupteinfallswinkel tj5 charakteristisch fur das Gefiige
der Schicht sind, und daB:
4. die zu maximalem k gehorigen Konstantenwerte stark
den optischen Parametern der massiven Metalle angenahert sind.
A = 5780 L E .
k
k
Metall
12
R 'lo
v
Silber . .
Gold. . .
Platin . .
Kupfer . .
Nickel . .
. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
0,172
0,302
1,92
0,515
1,84
3,34
2,70
4,05
2,53
2,97
19,3
8,93
2,lO
94,5
86,5
69,2
4,91
76,3
1,61
56,5
43,5'
42,15O
32,8O
39,90
30,1°
L = 5460 1.-E.
Metall
Silber . . . .
Gold . . . .
Platin . . . .
Kupfer . . . .
Nickel . . . .
.
.
.
.
.
12
k
k
0168
3,14
2,59
3,85
2,43
2,85
19,6
5,36
2,09
2,70
1,57
0,446
1,83
0,901
1,81
OI.
??
94,O
43,6O
77,2
87,9
82,2
54,s
32,S0
35,950
29,S0
€2
40,4O
Die optischen Konatantea m u .
79
5. diejenigen Schichten, die bei gleichem R verschiedenes n
besitzen, sind a l s anisotrop zu betrachten. Sie erfifllen die
Bedingungsgleichung der Stiibchendoppelbrechung,nnd die Verschiedeoheit ihrer Konstantenwerte ist infolgedessen auf eine
verschiedene Lage der Teilchenachsen in der Schicht zuriickzufiihren.
Die vorliegende Arbeit wurde im Physikalischen Institut
der Universitat Leipzig ausgehhrt.
Es sei mir gestattet, auch an dieser Stelle Hm. Geheimrat
Prof. Dr. 0. W i e n e r sowie Hrn. Dr. F r a n z Rother herzlichst flir die Anregungen und Unterstiitznngen zn danken,
die mir wiihrend der Arbeit zuteil wurden.
(Eingegangen 19. November 1928.)
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
915 Кб
Теги
konstantin, hergestellte, die, reine, durch, kathodenzerstubten, optischen, metallschichten, undurchsichtiger, chemische
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа