close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Die Physik des 20. Jahrhunderts. Von P. Jordan. 3. Aufl. 159 S. (Die Wissenschaft Bd. 88). F. Vieweg & Sohn Braunschweig 1939. Pr. geh. RM. 4 80 geb. RM

код для вставкиСкачать
H. Schnittger, Berlin-Siemensstadt : uber die Eigenschalten
von. Sekundareinissionsschichten aua Mqnesiumoryd.
Bei den untersuchten Sekundaremissionsschichten wird Magnesium auf eine Metallunterlage bei gleichzeitiger Zufuhr von
Sauerstoff aufgedampft, so da8 sich der groOte Teil des niedergeschlagenen Magnesiums oxydiert. Nach Erhitzung der Schichten
auf 800" wahrend 15 min sind die Schichten auaerordentlich temperaturbestandig bei gleichzeitiger hoher Sekundarelektronenausbeute. Die Schichtdicke betragt etwa 3.10-8 cm. Wichtig fur gute
Sekundaremissionseigenschaften ist eine bestimmte Konzentration
von freiem Magnesium im Innern der Magnesiumoxydschicht, daher
sind die Schichten gegen die Einwirkung von Sauerstoff und trockener
Luft sehr unempfindlich, werden dagegen von Wasserdampf schnell
zerstort. Die Art des Grundmetalls ist auf die Eigenschaften der
Schichten ohne EinfluO, so ergab sich z. B. zwischen Platin und
Nickel 31s Unterlagemetall keinerlei Unterschied. Die Schichten
lassen sich auch stufenweise dadurch aufbauen, daO man eine diinne
Magnesiumschicht aufdampft. diese teilweise oxydiert, dann die
Schicht ausheizt und die Folge dieser drei Prozesse geniigend oft
wiederholt. Die Sekundarelektronenemission kann in ihrer GroOe
auf diesem Wege variiert werden und geht schliefllich in Richtung
immer groOerer Ansbeuten in Erscheinungen ahnlich dem sog.
MaltereffektlO) iiber.
H. Schwarz, Wuppertal-Vohwinkel : Der Mechanimma der
elektriachen Qasaujzelarung bei Dmcken unterhalb 10 4 Tow.
Bei elektrischen Gasaufzehrungsversuchen (Gliihdraht und
ringformige Anode) ergab sich als Vorbedingung fur die Aufzehrung
eine negative Wandaufladung; die ionisierten Gasatome werden
dann in die Glaswand hineingeschossen. Die Aufzehrungsgeschwindigkeit war mit den verwendeten bestmaglichen Hilfsmitteln nicht
meObar; eiii Gasvolumen von 5 1 wurde in weniger als 10 s von eineni
Druck von 10-4 Torr. auf
Torr. reduziert. Aufzehrungsversuche in einer entsprecheriden Rohre mit weitmaschigem Drahtnetz
dicht vor der Innenwand waren nur in einem bestimmten Potentialinterval1 des Netzes miiglich. Es w+d versucht. dieses Potentialintervall init Hilfe der Sekundarelektronenemission der Glaswand
zu deuten.
H. Sattler, Rerliii-Charlottenburg: LOslirhkeil von It'nsserstoff
in flussigen Kohlenwmserstoffen.
Nach dem Gesetz von Henry ist die von einer Fliissigkeitsmenge geloste Gasmenge dern Partialdruck des Gases in der Gasphase proportional. Je nach den physikalischen Eigenschaften des
Gases werden bei iiiehr oder weniger hohen Drucken Abweichungen
von diesem Gesetz auftreten, und zwar eine Loslichkeitsverniinderung
bei um so niedrigerem Druck, je groI3er das geloste Gasvolumen ist
uud ferner eine Loslichkeitsverminderung oder -erhohung bei Abweichungen des Verhalteus der verwendeten Gase vom p.v-Gesetz
(Verminderung bei p . v < l oder Erhohung bei p . v > l ) , wobei also
auch gegenseitige Kompensation dieser Effekte stattfinden kann.
Vortr. hat die Loslichkeit von Wasserstoff in Hexan, Cyclohexan,
Benzol und m-Xylol bei Wasserstoffdrucken von 50, 100 und 150 a t
bei 35O und 7Z0 uutersucht, indem diese Fliissigkeiten mit dem
Wasserstoff in thermodynamisches Gleichgewicht gebracht und
dann nach einem volurnenometrischen Verfahren die Wasserstoffinenge bestimmt wurde, die aus einer abgemessenen Fliissigkeitsmenge bei Entspannung auf den eigenen Dampfdruck entweicht.
Die Anordnung und der Gang der Versucbe werden vom Vortr.
genauer erlautert. Bei den hier verwendeten Drucken war das
Nenrysche Gesetz noch erfiillt. Die Loslichkeit in Kubikzentimeter
Gas in1 Normalzustand je Gramn Losungsmittel ergab sich bei
100 a t Wasserstoffdruck fiir Hexan, Cyclohexan, Benzol und m-Xylol
zu bzw. 16.7, 10,9, 7.8 und 7.4 b:i 35O. (Die Unsicherheit der Messung
konnte auf weniger als 1% herabgedriickt werden!) Bemerkenswert ist der noch deutlich nachweisbare Unterschied des verschieden
gebauten Benzols und m-Xylols. Bei hoherer Temperatur (72O)
stieg die Loslichkeit von Wasserstoff in Benzol bei den eben geiiannten Bedingungen erheblich an. namlich von 7,8 auf 10,Z. Einc.
eingehendere theoretische Betrachtung sowie die Deutung der Abstufuug der Loslichkeitswerte eines Gases in chemisch-ahnlichen
Losungsmitteln mu5te aus Zeitmangel beim Vortrag unterhleibrri,
wird aber in der Vortragsveroffentlichung gebracht werden.
WEUI BUCHER
Licht u n d Materie. Von L. d e Broglie. Ergebnisse der neuen
Physik. 329 S. H. Goverts, Hamburg 1939. Preis geb. RM. 9,60.
Das vorliegende Buch enthalt eine Reihe gemeinverstandlicher
licher mechanischr Spannungszustande mit Hilfe des Tyndtclleffekts.
Aufsatze und Vortrage iiber die Entwicklung der zeitgenossischen
Durchsichtige Stoffe wie Glas, Trolon usw. werden bekanntlich
Physik, welche sich zwar im Inhalt haufig iiberschneiden, dafiir aber
unter dem Einflu5 von auOeren Lasten doppelbrechend. Das Ma5
Gelegenheit geben, das fundamentale Problem voii der dualen Natur
und die Art der Doppelbrechung hangt von der Lage der Hauptvon Licht und Materie (Welle oder Korpuskel) von den verschieausdehnungsachsen und den Differenzen der Hauptdehnungen ab.
densten Seiten her zu beleuchten. De Broglie war der erste, welcher
Die Doppelbrechung BuOert sich im Polarisationszustand, den ein
die Wellennatur der Materie voraussagte. Diese Voraussage war
Lichtstrahl langs seines Weges durch den Korper aufweist. Da der
das Ergebnis einer kiihnen und abstrakten Spekulation, die erst
Tynddl-Effekt vom Polarisationszustand abhangig ist, kann man
spater durch das Experiment bestatigt und schlieOlich zu unserer
ihn benutzen, uiii den Spannungszustand im Innern von Rorpern
heutigen Quantenmechanik ausgebaut wurde. Als Einfiihrung in die
zu bestimmen. Es werden kurz die Theorie und ein Auswerteverallgemeinen Ideen und Probleme der heutigen Physik ist diese Darfahren entwickelt und einige MeBergebnisse bekanntgegeben.
stellung ganz hervorragend geeignet, wenn auch ein wirkliches Verstandnis ohne genauere Schilderung der experimentellen Methoden
H . Schardin, Berlin: u b e r den zeitlichen Ablauj des Bruchvor- und der mathematischen Ansatze niemals erzielt werden kann.
ganyes im #Ens und Kunstglas. (Nach gemeinsamen Versuchen niit
Das Buch wird eingeleitet durch ein von Werner Heisenbery
D. E l l e und W. S t r u t h . )
verfa5tes Vorwort und durch ein Vorwort des Verfassers. Es ist von
besonderem Reiz, daraus die Auffassung dieser beiden an der AusDie Bruchgeschwindigkeit im normalen Glas hat einen kongestaltung unseres heutigen physikalischen Weltbildes so hervorstanten Wert von fast genau 1500 m/sec, wahrend die Schallragend heteiligter Forscher von der Rolle der Quantentheorie in der
geschwindigkeit 5000 m/sec betragt. Der Bruch breitet sich im
allgemeinen radial vom Bruchzentrum aus. Um die Begrenzung
Physik und ihrer Beziehung zu den allgemeineren Problemen der
menschlichen Erkenntnis kennenzulernen.
der Spriinge 1a5t sich ein exakter Kreis legen. Der Spannungsverlauf
wahrend des Bruches 1a8t sich mit Hilfe des spannungsoptischen
Nicht allein von Physik ist in diesem Buch die Rede. I n eineni
Effekts sichtbar machen. J e nach der Intensitat der Schallwellen
besonderen Abschnitt mit der Uberschrift ,,Ceist und Maschine"
und der Kerbstellen im Glas entstehen mehr oder weniger zahlreiche
wirft de Broglie die fiir unsere heutige Kultur besonders akute Frage
Sekundarbriiche. In Kunstharzen ist die Bruchgeschwindigkeit
auf: ,.Wird die Maschine, die Tochter des Verstandes, die unsere
kleiner und in sich nicht konstant. Zum Verstandnis der Vorgange
Zivilisation beherrscht, und so unser Dasein belastet, sich nicht gegen
wird die Srnekakche Kerbstellentheorie herangezogen.
ihre Mutter wenden und sie zermalmen? Wird sich die Menschheit
nicht abwenden vom Meditieren, vom reinen Denken. von all den
R Jaeger , Berlin-Charlottenburg : Rontgenstra~endurchlas8~~-hoheren Formen geistiger Wirksamkeit, die nicht nur die Ehre der
Menschheit sind, sondern die Vorbedingung ihrer fortschreitenden
keit verschiedener Stojfe bis zu 1000 kV.
Entwicklung?" Mit einem herzerquickenden Optimismus bekennt
Nach einem Hinweis auf die Entwicklung der Kontgensich der Verfasser zu der grol3en Sehnsucht der menschlichen Seek
apparaturen fur Hochstspannungen und ihre Bedeutung fiir Medizin
als der Wurzel der asthetischen und ethischen Empfindungen und
und Technik wird auf die wichtigsten phydkalischen Eigenschaften
Krafte, ,,einer Sehnsucht, die an tiefste und geheimnisvollste Krafte
der ultrakurzen Rontgenwellenlangen eingegangen. Als MaB fiir die
des Lebens gebunden i$. Diese Sehnsucht ist der Menschheit zu
H a e der Strahlung dient die Durchdringungsfugkeit fiir verallen Zeiten eigen gewesen. Ich glaube nicht, daO sie aussterben wird,
schiedene Stoffe. Als solche wurden wegen ihrer technischen BeR. Becker [BB. 186.1
bevor die Menschheit selhst ausstirbt."
deutung und ihrer Verwendung als Strahlenschutzstoffe Blei, Beton,
barythaltiger Beton und Stahl gewiihlt. Die Messung der DurchDie Physik d e s 20. J a h r h u n d e r t s . Von P. J o r d a n . 3. Aufl.,
liissigkeit wurde mit einer Ionisierungskammer und einem Zahlrohr
159 S. (Die Wissenschaft, Bd. 88). F. Vieweg & Sohn, Braunin Gemeinschaft mit der Reichsrontgenstelle (A. Trmt) vorgenommen.
schweig 1939. Pr. geh. RM. 4,80,geb. RM. 5,90.
Fiir die Messungen hatten die Siemens-Reiniger-Werke eine KaskadenDie dritte Auflage des schon in weiten Kreisen bekannten
anlage fiir 1200000 V zur Verfiigung gestellt, an der eine KaskadenJordanschen Buches beriicksichtigt auch das neuentdeckte Meson.
rohre der Osram K.-G. bis zu 1000000 V und 5 mA Rohren-Strom
Wieder ist die Physik um ein Beispiel reicher, das zeigt. in wir
betrieben werden konnte. Die Ergebnisse werden an Hand von
gliicklicher Weise die theoretische Durchdringung eines Stoffes auf
R w e n erlautert und diskutiert.
die empirische Wissenschaft der Physik befruchtend gewirkt hat.
Die neue Denkweise der Physik wird von Jordav in meisterhafter
J ~fiitrtnziufordc,tiwee Ztsriir. 51. 284 rio'~81.
H. J .,Menges, Darmstadt : Ui,e experimentelle Ermittlung 7iiuni-
.
d n g e e u n d l e Clrnirie
53.J ahr y .1 9 4 0 . .V r.4 :3/ 4 4
N e u e Bucher
wissenschaftliche Gesamtschau noch weiter als bisher Verbreitung
findet. An sich recht schwierige Gebiete wie die Quantenmechanik
und die Umwandlungen in der Atomwelt sind f i i r jeden verstandlich
geschrieben. Dem zwingenden Bild der erkenntnistheoretischen
Auffassung kann man sich einfach nicht entziehen. Auch der Geisteswissenschaitler wird erkennen, da13 er an den neuen Vorstellungsformen, die aus der Physik als Erfahrungswissenschaft stammen,
H.H i l m h . [BB. 133.1
nicht vorbeigehen kann.
gebiet. Der Biologe und der Mediziner aerden fur die ausfiihrliche
Behandlung der W e n weniger bekannten Hilfseinrichtungen sogar
dankbar sein. Insbesondere die Fragen der praktischen Ausfiihrnng,
der Aufnahmetechnik, der MeDtechnik und der Objektprapariertechnik bieten dariiber hinaus auch dem Fachmann eine willkommene Bereicherung seiner Kenntnisse.
Bei h e r neuen Auflage ware eine verstiindlichere Darstellung
der FeUer des Instruments und eine weitgehendere Beriicksichtigung
der veroffentlichten Ergebnisse anderer Entwicklungsstellen
Knoll. [BB. 145.1
wiinschenswert.
Elnfiihrung in die Optik. Von R. W. Pohl. (,,Einfiihruug in
die Physik" Bd. 3). Mit 564 Abb., 1 Tafel, V I I I u. 320 S.
J. Springer, Berlin 1940. Pr. geb. RM. 18,60.
In lebhafter Spannung haben Physik-Lehrende und -Lernende
dem seit Jshren angekiindigten SchluUband der Pohlschen Einfiihrung in die Physik entgegengesehen. Die hohen Erwartungen
werden noch iibertroffen; wie in seiner ,,Elektrizitatslehre" und
seiner ,,Mechanik und Akustik", die iibrigens in einer vorbereiteten
Neuauflage durch die ,,Wirme" erganzt werden soil, schenkt
Vf. in seiner ,,Optik" etwas nach Abgrenzung und Behandlung
vollig Neuartiges. Eine unscheinbare Bemerkung: Unter 564 Abbildungen sind nur 18 entlehntel Gerade diese Abbildungen bieten
in ihrer Hervorhebung alles Wesentlichen bei engstem AnschluB
an experimentelle Verwirklichungsmoglichkeit einen besonderen
GenuB.
A d .ZOO Seiten behandelt Vf. die Wellenoptla, wobei
die geometrische Optik organisch eingebaut ist. 100 weitere
Seiten bringen Quantenphysik und geben ohne Belastung durch
unwesentliche Einzelheiten einen einpragsamen Uberblick iiber
den heutigen Erf ahrungsschatz; kennzeichnend fiir diesen Abschnitt
ist, daB das Buch ,,dem Entdecker der universellen Naturkonstanten
h = 6.62.10-s' W/saz' gewidmet ist.
Ein kurzer, aber sehr lesenswerter SchluOabschnitt (15 Seiten)
iiber Strahlungs- und Lichtrnessung, Farben und Glanz betont in
erfreulicher Deutlichkeit die Grenze zwischen Physik und Physiologie bzw. Psychologie und konnte manchem heutigen Verfechter
der Gbehschen Farbenlehre klarmachen, d& seine Angriffe gegen
die Physik mindestens gegenstandslos sind. Der Ersatz des m i O verstandlichen Wortes ,,weiTJes Licht" durch ,,Gliihlicht" fiir die
Temperaturstrahlung fester und fliissiger Korper erscheint gliicklich.
Unter den vielen neuen Versuchen, die Pohl schildert, verbliiffen wieder wie in seinen and&en Biichern einige durch ihre
Anschaulichkeit und Einfachheit. Zahlenangaben sorgen an jeder
Stelle dafiir, daB der AnschluW an die Wirklichkeit gewahrt bleibt.
Ich bin davon iiberzeugt, da13 die PohZsche ,,Optik" den
Physikunterricht nicht weniger nachhaltig beeinflussen wird, als
dies der ,,Elektrizitatslehre" beschieden war. Gzldden. [BB. 1381.
Loganthmische Rechentafeln, Laboratoriumstaschenb uch f iir
Chemiker, Pharmazeuten, Mediziner und Physiker. Von F. W.
K i i s t e r . neu bearb. von A. T h i e l , 46-50. verb. und verm.
Aufl. W. de Gruyter & Co., Berlin 1940. Pr. geb. RM. 7.80.
Der Kiister-ThieZ erscheint jetzt in etwas veranderter HuOerer
Form als Band einer Reihe ,,Arbeitsmethoden der modernen Naturwissenschaften". Uber die Bedeutung des Buches fiir die Laboratoriumspraxis Worte zu verlieren, ist iiberfliissig. Ebensowenig
braucht besonders betont zu werden, daD A . Thid bei der Bearbeitung
dies- neuen Auflage alle erforderliche Sorgfalt aufgewandt hat,
um allen Wiinschen, soweit wie iiberhaupt moglich, gerecht zu waden.
Und dieser Wiinsche waren offensichtlich viele; denn das Buch
unterscheidet sich in vielem von der letzten Auflage. Dies &ii&
sich weniger in der Zahl der Tabellen aus, von denen nur wenige
ganz neu hinzugekommen sind; zu nennen ist hier vor allem cine
Zusammenstellung der (n*-1)/ (n2+2)-Werte, die allseits begruPt
werden wird. Man erkennt die liebevolle Sorgfalt des Verfassers vor
allem in der Ausgestaltung und Erweiterung der einzelnen Tabellen,
die Z. T. vollkommen umgearbeitet und den durch die Entwicklung
verinderten Bediirfnissen angepaPt sind. Man findet jetzt in dem
Buch z. B. auch Formeln zur Losung kubischer Gleichung, Anweisungen zur Berechnung von Glasgleichgewichten, zur Herstellung
von-&ungen bestimmter p ~ + - W e r t eund vieles andere, was man
gut gebrauchen kann. Mit groaerem Nachdruck setzt sich Thiel
fur die Vexwendung eindeutiger Begriffe und ejnheitlicher Bezeichnungen ein. Besondere Liebe widmct er den Begriffen Dichte
und spezifisches Gewicht ; zur Vermeidung von Unklarheiten schrigt
er den Begriff ,,Tauchgewicht" vor. Fiir pH w i d PH+ vorgeschlagen;
die Bezeichnung p~ wird fiir die Redoxstufe empfohlen. Man
kann T h e l in seiner Absicht, den Sinn fiir klare Begriffe m d Bezeichnungen, wie sie Z. B. der AEF ausgearbeitet hat, zu wecken,
nur unterstiitzen; denn bekanntlich neigt der C h e w e r in dieser
Beziehung leicht LU einer unangebrachten GroOziigigkeit. Mies
in allem mu0 man Autor und Verlag fur diese wertvolle neue .\uflage
aufrichtig dankbar sein.
Klemm. [BB. 136.1
Art heransgearbeitet. Man kann nur wiinschen, daB diese natur-
Elektronen-ifbermikroskopie. Physik-Technik-Ergebnisse. Von
M. v. A r d e n n e . 393 Seiten, 404 Abb. Gr. So. J . Springer,
Berlin 1940, Pr. geh. RM. 54,-, geb. RM. 57,60.
Der durch eine gro13e Zahl von Arbeiten auf dem Gebiet des
Fernsehens und der Elektronenmikroskopie bekannte Verfasser
gibt in diesem Buch &en Uberblick iiber seine umfangreichen
praktischen Erfahrungen. Das erste Viertel des Buches enthalt
Elemente und elektronenphysikalische Grundlagen der normalen
und der Sonden-Elektronenmikroskope (Linsen, Elektronenquellen,
Leuchtschirme. photographische Schichten, Wirkungsweise, Grenzen
des Auflosungsvermogens einschlieBlich Fehler. Verhalten der
Objekte bei ElektronenbeschieBung) ; ein zweites umfassende
Angaben fur ihre Ausfiihrung (Abschirmung von storendeu Magnetfeldern und Rontgenstrahlen, Auflosungsvermogen von Leuchtschirmen und photographischen Schichten, Dimensionierung von
Kathode, L i s e n , Kondensor, Blenden, Objekthalter, Schleusen
und Kamera) ; ein drittes beschreibt ausfiihrlich alle zugehorigen
Hilfseinrichtungen (Pumpanlage, Vakuumtechnik, Hochspannungsanlage, Bohrvorrichtungen f i i r Blenden und Objektprapariertechnik),
Das letzte Viertel gibt nach einer kurzen Einfiihrung in die Methodik
einen umfangreichen Uberblick iiber die schonen Ergebnisse, die
der Verfasser und seine Mitarbeiter auf physikalischen, chemischen,
technischen, biologischen und medizinischen Anwendungsgebieten
der Elektronenmikroskopie bisher gewonnen haben.
Das Buch umfaUt also, wie ja auch aus dem Titel hervorgeht,
nicht oder nur auszugsweise die eigentlichen optischen Grundlagen
des Elektronenmikroskops, und es behandelt andererseits eine g o n e
Zahl von Dingen, die mit dern Elektronenmikroskop nur indirekt
zusammenhangen und die dern Physiker und Chemiker meist gelaufig oder in anderen Werken umfassend dargestellt sind, z. B.
Pnmpanlagen, Vakuummessungen. vakuumdichte Verbindungen,
Hochspannungsanlagen, magnetischer Stiirschutz, Herstellung von
Kathoden, Vakuumschleusen usw. Diese Tatsache, auf die der
Verfaaser zum Teil selbst hinweist, vermag aber die Bedeutung des
Buches fiir den praktisch mit dem Mikroskop Arbeitenden, besonders fiir den Nichtphysiker, nicht zu schmalern; denn fiir ihn
bedeutet das mit groOem FleiD zusammengetragene und iibersichtlich
geordnete Erfahrungsmaterial eine entscheidende Erleichterung
bei dex Einarbeit in dieses interessante, aber nicht leichte Arbeits-
514
Ultrakurzwellen, Physik, Technlk und Anwendungsgebiete.
Von I. H a u s s e r . Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie
der Wissenschaftsn. Mathernat.-Naturwissenschaftl. Xlasse, Jahrg.
1339, 4. Abhandl., 42 Seiten. Kommissionsverl. d. Weisescheu
Univ.-Buchhdlg., Heidelberg 1939. Pr. RM. 1.70.
Die Broschiire enthalt eine allgemeine Ubersicht iiber das
Gebiet der Ultrakurzwellen, also das Grundsiitzliche iiber dereu
Erzeugung sowie Grundsatzliches und viele Einzelbeiten iiber deren
Wirkungen und Anwendungen. Die Darstellung ist fur jeden physikalisch gebildeten Chemiker verstkdlich, und sie kommt deru
Iiteressenkreis des Chemikers insofern entgegen, als das Elektrotechnische nur etwa ein Drittel des Umfanges der Broschiire ausfiillt. wahrend die auf physikalisch-chemischem und vor allem auf
medizinischem Gebiet liegenden Wirkungen und Anwendungen
den Hauptinhalt bilden. Die Beriihrung der Ultraknrzwellentechnik mit der Chemie ist allerdings zurzeit gering, aber sehr groB
ist deren Bedeutung fiir die Therapie. Jeder urn seine naturwissenschaftliche Allgemeinbildung bemiihte Chemiker wird diese Schrift
der Verfasserin mit groOem Genull lesen.
Gaiinther. [BB. 125.1
Elektrochemisches Praktikum. Von Erich Miiller. 5. verand.
Aufl. 276 S., 90 Abb., 5 Skizzen, 31 Schaltungsskizzen.'Th. Steinkopff, Dresden u. Leipzig 1940. Fr. geb. RM. lo,-.
Die vorliegende 5. Auflage des bekannten ,,Elektrochemischen
Praktikurns" ist trotz des kaum veranderten Inhalts an iibungsaufgaben dahin erweitert worden, daO die theoretischen Erlauterungen zu den einzelnen Aufgaben so vwollsi5ndigt wurden, daI3
das Buch als selbstandiges Lehrbuch der Elektrochemie Verwendung
finden kann. Die grundlegenden Gesetze der Elektrochemie werden
an Hand verschiedener Aufgaben iiber Ohmsches und Fwadaysches
Gesetz, Polarisierbarkeit, Leitftihigkeit, elektromotorische Krafte,
elektrometrische und konduktometrische MaBanalyse abgeleitet
und so dem Verstandnis leicht zuganglich gemacht. Die weiteren
Abschnitte des Buches behandeh Aufgaben aus dem Gebiet der
Metallabscheidung aus Salzlosungen, der Herstellung wichtiger
anorganischer und organischer Praparate, der SchmelzfluDelektrolyse
und elektrothermischer Prozesse und stellen somit eine vielseitige
Anwendung der abgeleiteten Grundgesetze dar. Wiinschenswert
erscheint dem Referenten die Einfiihrung der Grundanschauungen
der modernen Elektrolyttheorie, insbesondere des - in dem ganzen
Buch viillig vermiedenen - Aktivitatsbegriffes, der zum VerA n g p u a n d l e Chemfe
5 J. J u ti ry. 1 9 40. .\ r. 4 3 / 4 4
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
406 Кб
Теги
1939, jahrhundert, die, braunschweig, viewer, 159, aufl, sohn, geb, wissenschaft, physik, geh, des, von, jordan
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа