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Die Praxis des organischen Chemikers. Von L. Gattermann. 27. Aufl. bearb. von H. Wieland. 443 S. 58 Abb. im Text. W. de Gruyter u. Co. Berlin 1940. Pr. geb. RM

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GrundriB der Physik mit besonderer Berucksichtigung der Anwendungen. Von H. D o r r i e . 836 S., 456 Abb. F. Hirt, Breslau
1939. Pr. geh. LI.18,--, geb. RM. 20,-.
Nach dem Vorwort des Verfassers soll das Buch den Gebieten
der theoretischen, experimentellen und angewandten Physik in
gleicher Weise gerecht werden. Leider bietet die Darstellung nichts
Originelles. Das Buch hatte, von einigen Einfiigungen abgesehen,
vor einigen Jahrzehnten geschrieben werden konnen. Fur die
Abbildungen werden durchweg nur alte Bilder benutzt, Beispiele
dafiir sind : Artesischer Brunnen, Stechheber, Segnersches Wasserrad, NGrrenbergscher Apparat, Elektrophor, Reibungselektrisiermaschine. Auch durch die gelegentlich eingehangte Besprechung
technischer Anwendungen wird ein altertiimlicher Eindruck des
ganzen Buches nicht verwischt. Die Darstellung der Zusammenhange besanders in der Elektrizitatslehre (Induktionsvorgange,
Ohrnsches Gesetz) ist wenig gelungen.
R. Hilsch. [BB. 132.1
R6ntgenanalyse von Kristallen. Von J.M. B i j v o e t , N. H. K o l k m e i j e r u. C. H. M a c G i l l a v r y . Dtsche., umgearb. Ausg. 228 S.,
200 Abb. 8". J . Springer, Berlin 1940. Pr. geh. RM. 18,-,
geb. RM. 19,80.
Das mit einem Vorwort von P . Debye versehene Buch bringt
in der ersten Abteilung die Methoden, in der zweiten die Ergebnisse
der Rontgenanalyse von Kristallen.
In der ersten Abteilung ist offensichtlich besonderer Wert darauf gelegt worden, die grundlegenden Tatsachen in moglichst einfacher und doch strenger Form zu bringen und abzuleiten. Dieses Ziel
haben die Vff. ausgezeichnet erreicht. So gewinnt der Lesex
einen klaren Uberblick iiber das ganze Gebiet und insbesondere auch
iiber die inneren Zusammenhiinge, Das Verfahren, zunachst mit
wenigen Worten zu sagen, um was es sich handelt und dann erst
gegebenenf alls die straffere mathematische Behandlung anzuschliefien,
erscheint dem Ref. besonders gliicklich. Stets ist gro5te Anschaulichkeit erstrebt und erreicht worden, nicht zuletzt durch die vorziiglich ausgewahlten Abbildungen (vgl. z. B. Kap. 2). Die erste
Abteilung wird beendet durch die ausfiihrliche Beschreibung
einer einfachen (NaCl) und einer komplizierteren (HgCl,) Strukturanalyse. AnschlieBend sind iioch die Fourier-Snalyse (die hier
treffender mit Fourier-Synthese bezeichnet wird) und die Beugung
der Elektronenstrahlen behandelt. Entsprechend dem Titel des
Buches sind aber die Gasinterferenzen, die immerhin eine gewisse
Bedeutung besitzen, nicht mit angefiihrt. Selbstverstandlich
konnten auf 105 Seiten nur die Grundlagen der Rontgenoptik besprochen werden. Soweit nicht der Anhang weitere Auskunft gibt,
ermoglicht das jedem Kapitel angefiigte Verzeichnis der Originalliteratur das weiter gehende Studium.
I n der zweiten Abteilung wird ein meisterhafter Uberblick iiber
die Brgebnisse der Kristallstrukturforschung gegeben. Hier sind
anorganische, organische nnd hochniolekulare Verbindungen beschrieben. Es kam den Vff. dabei keineswegs darauf an, alle
moglichen Strukturtypen zu beschreiben, sondern vielmehr an einer
Auswahl zu zeigen, was sich aus der Strukturforschung an interessanten Tatsachen f i i r die Chemie und Physik herauslesen llljt und
insbes. Zusammenhange zwischen chemischen und physikalischen
Eigenschaften und der Struktur herauszuarbeiten. Die zweite Abteiliing ist also ein wichtiger Hauptteil, denn die Kenntnis der Bauprinzipien der Kristalle ist unerlaljlich fiir den, der Strukturbestimmungen ausfiihren will.
Dem ausgezeichneten Buch ware weiteste Verbreitung auch
unter den Studenten zu wiinlchen. Einige Mangel') fallen zwar
gegeniiber den groBen Vorziigen des Buches nicht ins Gewicht, konnten
aber bei einer Neuauflage beriicksichtigt werden.
R. Brill. IBB. 179.1
~~
1)
~~~~~~~
~~~~~~
Es fehlt ein Hinweis darauf, dalj dio uuomale Dispersion die Rontgenintensitatau erheblich verfiiischen kann und daO die gleichzeitig auftmtende Fluorescenz auljerordent.
lich hinderlich ist (der Qruud fiir die eiufache Tatsache, dal3 man mit der sonst sehr
gebriiuchlichen Kupfer-Strablung keine Rontgenaufnahmen an Eisen oder Eisenverbindimgen ausfiihmn kanu).
Bei der Ableitung der Eraggschen Qleichung anf S. 15
sollte man die Tatsache,dal3 die Verschiebungder beugenden Atome in derreflektierenden
Ebene keinen EinfluU auf die Geometrie der Erscheinungen hat, nliher erliiutern, etwa
so, wie es Sommerfeld in seinem bekannten Buch ,,Atombau und Spektrailinien" getan
hat. (Bd. I, 5. 203, Auf. v. 1931.) - Die Erklarung dcr MiZlerscben Indices gehort
wohl in deli Text, statt in eine FuBnOtB. - Die Erkl&rnng dor Wirkungsweise einer
Ionen-Bhre ist nicbt ganz in Ordnnng (S. 29). Man vermiljt einen Satz liber die StoOIonisation. - Einfhiisse der Gitterdefomation l a s s ~ nsich nach Kochenddr/er von Einfliissen der TeilchengrGBe auf die Linienbreite sbtrenneu (S. 35). - Auf S. 81 ist die
Ansdruckeweise: ,,Es gibt auch die Xoglichkeit, auf direkte Weise &usden Werten
der Strnkturfaktoreu die rlumiiche Verteilung der ahbeugenden Materie zu berechnen"
geeignet, zn falschen SchLissen zu fiihren, weil man in dem dortigen Zusammenhang
leicht zum Qieichtaeu des Wortes ,,Stnlkturfakbor"mit ,,Intensitat" verleitet wird. Dalj man zu eiuer dmidimemionalen Fourier-Synthese etwa 1000 &flexionsintensittiten
braucht, ist allgemein nicht richtig. Boi hiihcrsymmetrisohen Qittem mit Blei4em
Elementarkorperkommt man schon mit
dieser Zahl aus (vgi. die dreidimemionalr
Spthese bei Mg in Natunviss. 28, 479). - Die Behavptung, daO Rdntgenstrablen bei
Durchstrahlung eines Faseraggregates in der Faserrichtung kein Beugungsbiid geben,
entsprlcht nicht den Tatsachen des Experiments. Ein Diagramm kommt dabei immer
znstande, weil die Eristallit,e nie ideal gut orientiert sind.
Im Sachverzeicbnisvermi5t man das Stichwort ,,quadratische Form". - SchlieDlich ist zu bemangeln, dalj
das Deutsch keineswegs immer einwandhi ist, auch haben sich einige sinustlirende
Entatellungen eingeschlichen.
-
-
dnyewuladte C h e i n i r
$ 4 . Jahrg. 1941. Nr. 118
Bache ra
Kurzes Lehrbuch der physikalischen Chemie. Von H. U l i c h ,
unter Mitarb. v. K. Cruse. 2. verand. und erg. Aufl. 324 S. 79
Abb. Th. Steinkopff, Dresden und Leipzig 1940. Pr. geb. RM. 12,-.
Die Vorziige der 1. Auflage des vorliegenden Buches sind erst
wlangst besprochen worden,). Nach der kurzen Zeit von 2 Jahren
ist nunmehr eine 2. Anflage notwendig geworden. Die hierdurch
bewiesene Bewahrung im praktischen Uuterricht ist die beste
Empfehlung fiir die neue Ausgabe, die nur an einigen Stellen Erglnzungen gegeniiber der 1. Auflage enthalt. Insbesondere sind die
Tabellen iiber spezifische Warmen, Bildungswiirmen und Entropien
C. Wagner. [BB. 186.1
sowie das Register erweitert worden.
Theoretische Grundlagen der organischen Chemie. Von
W. Hiickel. 1. Bd. 3. Aufl. 616 S. 26 Abb. im Text. Akademische Verlagsges. m. b. H. Leipzig 1940. Pr. geh. Rnl. 20,--,
geb. RM. 21.80.
Man hart oft die Ansicht, dalj die Entwicklung der organischen
Chemie seit der Jahrhundertwende oder wenigstens mit dem Weltkrieg zum Stillstand gekommen sei.
Wie unrichtig diese Anschauung beziiglich der T h e o r i e der organischen Chemie ist auch fiir die organisch-chemische M e t h o d i k ist sie falsch - zeigt
ein Vergleich der 1928 erschienenen 1. Auflage des Hiiclcelschen
Werkes mit der jetzt vorliegenden 3. Auflage. Man meint stellenweise, ein ganz neues Buch vor sich zu haben, denn um den in der
Zwischenzeit gewonnenen Fortschritten Rechnung zu tragen, mu5te
der Verfasser die meisten Kapitel vollkommen neu schreiben. Dabei
ist der feste Boden der klassischen Strukturlehre soweit wie moglich
beibehalten worden; nur dort, wo die Elektronentheorie unsere
Vorstellungen vom Bau und den Umsetzungen der organischen
Verbindungen zweifellos vertieft hat, ist von ihr weitgehend Gebrauch gemacht worden. Die wichtige Erscheinung der M e s o m e r i e wurde nur mehrfach gestreift, d a ihre ausfiihrliche Behandlung
dem 2. Band vorbehalten bleiben soll.
Fur jeden chemisch, physikalisch oder auch philosophisch
interessierten Leser ist die 1,ektiire der ,,Theoretischen Grundlagen"
ein GenuB. Die Sprache und die kritische Beweisfiihrung sind so
Mar, die Beispiele so einfach, da5 schon ein Student nach dem
Vorexamen ohne Bedenken zu dem Buch greifen kann. Aber auch
der erfahrenste und belesenste Chemiker wird es nicht ohne wahrhaft
tiefen Gewinn aus der Hand legen, und, wie der Referent, nur den
einen Wunsch haben, dal3 der zweite Band ebenso vollkommen3)
und in moglichst kurzer Zeit erscheinen moge. Crkgee. [BB . 181.1
,
Die Praxis des organischen Chemikers. Von I,. G a t t e r m a n n .
27. Aufl., bearb.von H. W i e l a n d . 443 S., 58 Abb. im Text. W.
de Gruyter u. Co., Berlin 1940. Pr. geb. RM. 12,-.
Die neue Auflage des ,,Gattermam". die der vorhergehenden
bereits nach
Jahren folgt, weist einige bemerkenswerte Verbesserungen auf. An Praparaten sind Phenylchinolin als Beispiel
einer Synthese mit Phenyllithium und Mesoxalester als Beispiel
einer Selendioxydoxydation neu aufgenommen worden. Dagegen
wurde die fiir das Laboratorium heute weniger wichtige Sabatiersche
Hydrierungsmethode gestrichen. Eei den theoretischen Erlauterungen wurden einige iiberholte Anschauungen (z. B. bei der Esterkondensation) korrigiert, auch sind die alten Formeln mit 5 wertigem
Stickstoff beseitigt. Die wesentlichste Neuerung bildet aber ein
Abschnitt iiber organische G r u p p e n a n a l y s e . Es ist zu hoffen,
dalj dieser bisher an den meisten Hochschulen vernachlassigte und
doch fiir das Verstandnis der organischen Chemie so wichtige Ausbildungszweig nunrnehr eine verstiirkte Pflege erfahren wird.
Criegee. [BB. 183.1
Organische Chemie. Von P r e u d e n b e r g . 2. verb. Aufl. (Hoch.
schulwissen in Einzeldarstellungen). Quelle & Meyer, Leipzig 194.0.
239 S. Pr. geb. RM. 4,20.
Das ausgezeichnete Biichlein ist schon nach zwei Jahren neu
aufgelegt, ein Beweis, da5 es einem starken Bediirfnis entgegenkommt.
Abgesehen von einigen kleinen Erganzungen und Verbesserungen ist
es unveriindert. Seine Aufgabe, einen griindlichen, modern-wissenschaftlichen Uberblick iiber das Gebiet der organischen Chemie zii
geben und damit eine sehr wertvolle Erganzung der vorhandenen
Lehrbiicher zu bieten, wird es auch weiterhin aufs beste erfullen.
H. Helferich. [BB. 166.1
Handbuch der Analytischen Chemie. Herausg. von R. F r e s e n i u s und G. J a n d e r . Dritter Teil: Quantitative Bestimmungsund Trennungsmethoden. Bd. I a : Eleniente der ersten Hauptgruppe (einschl.Ammonium) 404s. - Bd. I I a : Eleriiente der zweiten
Hauptgruppe 446 S. J. Springer, Berlin 19$0. Bd. Is geh. RM. 51,--,
geb. RM. 54,-. Bd. I I a geh. RM. 57,--, geb. RM. 60,-.
Unter den chemisch-literarischen Aufgaben steht die handbuchmaljirre Zusammenfassnna umf anareicher Teilaebiete der Cheniie
*) Vgl. diese Ztschr. 53, 173
a)
Cl9401.
Einige kleine Irrtiinier und Drnckiehler finden sich alierdiugs. Z. B. haben die Sulfoxyde
(S. 30) am Schwefel kein Sextstt, nondern ein Oktett, in der Formel auf S. 155 links
oben bat das C-Atom 2 Elektronen zu viel, auf S. 231 der Sauerstoff 2 Elektroneu zu
wenig. Auf S.267 hat die Formel in der obersten Zeilc eine OR,-Qrnppe zu viei, anf
S. 405 muU es statt Trimerisierung und Tricyciopentadien Dimerisierung nnd Dicyclopentadieu heiljeu. Die Butadienformei auf S. 447 hat 2 H-Atome zuviel, auf 9. 469
heiOt es O,H,, statt OpH.. Schlieljlich weist Thionyichlorid (8. 542) keine Oktettliicke
auf und kann daherin seiner Reaktion nicbt mit BC1, verglirhen werden.
45
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