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Die Romantik der Chemie. Von Dr. O. Nagel. Mit 26 Abbildungen und 4 Tabellen. 16. Auflage. Stuttgart. Kosmos. Frankhsche Verlagsbuchhandlung

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Zeitschrift fur
augewandte Chemie
Neue Biicher
Sitzungen in der Kaliindustrle.
Der Verein Deutscher Kalkwerke e. V. veranstaltet in
der nachsten Zeit folgende Sitzungen und Versammlungen :
24. 2.: H a u p t v e r s a m m l u n g , Berlin SW 11, Hotel Psinz
Albrecht, Prinz-Albrecht-Str. 9-25. 2.: 0 f f e n t 1i c h e K a 1 k v o r t r a g e , Berlin, Meistersaal, Kiiithener Str. 3-39.
Normenausschufi der Deutschen Industrie.
Jahresversammlung, Berlin, den 5. 12. 1925.
Vors. Generaldirektor Dr.-Ing. E. h. N e u h a u S.
Der Vorsitzende betonte, dai3 der trotz wirtschftlicher Notlage zahheiche Besuch d e r beste Beweis dafur I&, dai3 die
Normungsbewegung als eine unbedingte Notwendigkeitt fur
unser Wirtschaftsleben angesehen wird. Die Anwesenheit der
Vertreter auslandischer Normenausschiisse veranladlte ihn, darauf hingewiesenl, dad die Normmg auuh vie1 dam beiigetragen hat,
die Beuiehmigen der Volker umtereinander wieder anznknupfen.
Trotz v i d e r anfanglicher Anfeindungen hat d e r Normnngsausschui3 acht Jahre hlindurch unbeirrt seine Tatigkeit fortgesetzt, so dab beute die grundlegenden Fragen fur den allgemeinen hlaschinenbau zum AbschluD gebracht sind.
Nach Schilderung dessen, was bis heute getiln ist, zeigt d e r
Vorsitzende den Weg, der nunmehr mit Entschlossenhdt beschritten werden mud: ,,Jetzt dreht es sich daTum, fiihrte er
wortlich aus, dai3 wir handeln und ich wage es auszusprechen,
dai3 spatere Geschlechter diejenigen, denen die Verantwortung
f u r die Wirtschaftsfuhrung obliegt, nicht verstehen werden,
wenn sie Jahre verstreichen lieflen, ohne das ihnen in die
Hand gegebene Instrument der Normung nunmehr auch wirklich anzuwmden. Die Verantwortung fur die ersten Anflnge
der so herbeigesehnten Rationalisierung ruht nichft mehr bei
der Technik und den Ingeniewen, sondern den verantwortlichen
Wirt schaftsfiihrern".
Den ersten Vortrag hielt dann Dr.-Ing. S c h o 1 z , Berlin :
,,Die Normung im Kraftfahrbau".
Oberbaurat V o 13 : ,,Die Arbeiten des Reichsverdingungsausschusses".
Obering. G r a m e n z , Fkrlin: ,,Die Einfiihrung der Dinormen, Reiseeindriicke".
Nachdem die Dinormen auf einer Reihe von Gebieten seit
llngerer Zeit abgeschlossen vorliiegen, sah der Normen~ausschud
es alis eine eeiner wiichtigsten und dringendsten Aufgaben an,
die Einftihrung der Normen in die Praxis zu fordern. Vortrr. hat
im letzten Jahr etwa 180 deutsche Firmen besucht und bei diesen
Besuchen gefunden, dai3 die Einfuhrung dier Dinormen bereits
bei zahlreichen Firmen erfreuliche Fortschritte gemacht hat.
Bei einer Reihe von Firmen allerdings stehen der Einfuhrung
der Dinormen noch gewisse Hemmungen enigegen. Sachliche
Schwierigkeiten ernsterer Natur konnte Vorlr. bei seinen Besuchen nicht feststellen. Oberall da, wo ein entschlossener Wille
zur Einfiihrung der Dinormen vorhanden war, sind die sich der
EinfiihTung entgegenstellenden Hemmungen auch stets in der
einen oder anderen Weise iiberwunden worden. Elin Mangel
ist vielfach der, dai3 die mit der Aufgabe der Einfuhrung der
Normen in die Betriebe beauftragten Personen den vlielseitigen
Anforderungen dieser Aufgabe nicht gewachsen sind. Der
Mormeningeniew mud neben groden Erfahrungen in Konstruktion und Betaieb uber ein hohes Mai3 von Festigkeit und Takt
in Verhandlungen verfiigen. Leider wird den mit d e r Durchfiihrung d e r Normung betrauten Persomen haufig nicht diejenige Stelle innerhalb der Betriebe eingeraumt, die ihnen
den nobigen EinfluS gibt, der fur die erfolgreiche Durchfuhrung
der Arbeiten notwendig ist. Vortr. bezeichnet als eine der
Hauptaufgaben, dai3 sich die deutsche Industrie die f u r die Einfuhrung der Normen notwendigen Krafte heranzieht. Die Normung ist in eiinem Zeitraum von wenigen Jahren zu einem ausgedehnten Wislsensgebiet geworden, so dai3 man nichit mehr erwarten kann, daB ein jeder Ingen,ieur neben seinen Tagesaufgaben sich noch rnit allen Fragen dieses Gebietes vertraut
macht. Wo ale0 in kleinepen Betrieben die Verhaltn$issenicht
ermoglkhen, einen besonderen Ingenieur ausschlieijlich mlit den
Fragen der Einfiihrung der Normen in die Praxis zu betreuen,
hat sich wiederholt als zweckmaflig erwiesen, diese Aufgaben
einem der Zivilingenieure zu iiberkagen, die sich n e u e d i n g s
dieser Sonderaufgabe zugewandt haben.
Am SchM3 seines Vortrages wies Vortr. darauf hin, welche
Portschritte die Anwendung der Dinmmen bei einigen von ihm
besuchten Firmen des Auslandea gemacht hat, und dai3 die Gefahr besteht, dai3 die auf dem Gebiet d e r Normnng geleistette
grundliche deutscbe Arbeit, wie in so vielen anderen Fallen, dem
Ausland eher zum Nutzen gereicht als der deutschen Indwtrie,
wenn diese nicht zielbewui3t die Wege beschreitet, die zur Einfiihrung der Normen notwendig sind.
Neue Biicher.
Reichsgesundheitsblatt. Ilerausgegeben vom Reichsgesundheitsamt. B d R. v. Deckers Verlag, G. Schenck, Berlin 1926.
Die seit 49 Jahren erscbienenen ,,Veroffentlichungen des
Reichsgmundheitsam4s" konnlten infolge der wirbschaftlichen
Schwiierigkeiien der Zeit ihrm Aufgabe nicht mehr gerecht
werden. Man hat einen Ausweg gefunden und mit Hilfe des
Verlegers dem ehemaligen Amtsblatt eine neue Fassung gegeben. D m erste Heft und das erste ,,Beiheft" liegen s d t dem
6. Januar vor und ueigen, dai3 die Neuschopfung m'ehr bieten wird,
als es im Rahmen der alten ,,Veroffentlichungen" moglich war.
Der wste ,,amtliche Teil" des ,,Reichsgesundheitsblattes" enthalt wie bisher die Gesetze, Verordnungen, Erlasse usw., der
zweite, ,,nichtamtliche Teil" bringt tin dem vorliegenden Heft
drei schone Aufsatue: C h r i 6 t i a n , ,,Das biologische Denken";
P. M a n t e u f e 1 : ,,Lehren, die sich aus den Typhusepidemien
der letzten Zeit ergeben"; B r e g e r , ,,Zu dem Entwmf eines
Gesetxes iiber die Bekampfung der Geschlechtskrankheiten".
Besondem auf den Aufsatz von M a n t e u f e 1 sei der chemische
Leserkreis hiingewiesen, weil liiw der Medieiner und Bakteriologe die KaumlitBt zwischen Milchgenui3 und Fleischaufbereitung einerseits und Typhus anderseits kritisch beleuchtet und
Bern Nahrungsmittelehemiker wertvolle Hinweise g'ibt. - Im
Beiheft s c h a i b t B r e g e r iiber die Frage: ,,Was lehrt uns die
Statistik d m Geschlrechtskrankheiten". Der Aufsatz ist von
groi3em Interewe, bemnders auch im Hinblrick auf die Salvarsantherapie. - Zusammfenfassend kann man sagen : eine
wesmtliche b r e i c h e r u n g d e r Fachlliteraitur. A. Binr. [RB. 20.3
Karl A. Hofmann, L e h r b u c h d e r a n o r g a n i s c h e n
C h e m i e. 6. Auflage. Mit 109 Abbildungen und 7 farbigen
Spektraltafeh. Braunschweig 1924. Druck und Verlag von
F. Vieweg & Sohn A.-G.
Geh. M 17,50, geb. M 20,-Die Vorziige des H o f m a n n s c h e n Lehrbuchs sind so allgemein anerlrannt, dat3 dem Referenten nur die angenehme
Pflicht bleibt, das Erscheinen der neuen Auflage anzuzeigen.
Die rasche Aufeinanderfolge der Auflagen ist ein besonders
gliicklicher Umstand, der es dem Verfasser ermoglricht, die Darstellung immer wieder dem neuesten Stand d e r Forschung anzupassen. Das ist auch diesmal geschehen, ohne dai3 deshalb die
altbewlihrte Form des Buches wesentlich geandert ware. Druck
und Au~sisitattungsind wieder friediensmaf3ig. Sieverts. [BB. 2691.
Die Romantik der Chemie. Von Dr. 0. N a g e l . Mit 26 Abbildungen und 4 Tabellen. 16. Auflage. Stuttgart. Kosmos.
Frankhsche Verlagsbuchhandlung.
Brosch. M. 1.20
Die Tatsache, daf3 dieses Buch bereits zum 16. Male aufgelegt werden muDte, beweist, dai3 es sich einer besonders groi3en
Beliebtheit erfreut. ZU der etwas eigenartigen Romantik, die
hier aus den Tatsachen der Chemie herausgedeutet wird, ware
ungefahr dasselbe zu sagen, was bereits bei der Besprechung
d e r 10. Auflage vor zwei Jahren (diese Zeitschr. 1923, S. 210) bemerkt wurde. Ein Buch, das so ,,geht", mui3 man wohl ruhig
gehen lassen.
Lockemann. [BB. 235.1
Dr. Karl Asrhoff (Bad Kreuznach), D i e R a d i o a k t i v i t a t
der deutschen Heilquellen und ihr Anteil an
d e r e n t h e r a p e u t i s c h e r W i r k u n g . 80 S. Munchen. Verlag d e r Arztlichen Rundschau Otto Gmelin.
Nach einer hymen hiistonischen E,inleitung enitwickelf Verfasser in popular-ansohauliichm Weise die Ansichtsn i i h d \ m Atomzerfall und was damit zmammenhangt. Dann hschreibrt er die
Methodlen z w Bestimmung d e r Radioaktiv,itat dler Heilquellen
umd dlie gebrauchlichen Einheiten. Amfiihrlfichsr folgen dann die
Snsichten und Vensvche iiber d k Heilwirkung dex Emanation,
bei denen der Verfmser sich selbst forschend belbeilw hat, und
zuletzt eine ausKhdiche Darsteklung des B e z i e h w n d m
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