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Die Schleimsure und ihre Salze.

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531
V. Die Schleirnsuure und ihre Sofze;
son H. Hugun.
s
D i e ScIiIeimsiiure ist von cli e e 1e bei der Einwirkuug
der Salpeterslure auf Guinloi uiid Milchzuckcr eutdecht
wordcli. 3% e r z e l i u s ') Ichrte zuerst die Zusainineusetzung
dersel bell kciiiieii , indein er sowolil die freie Siiure, \vie
auch (lie Verbindung derselbeu. iiiit Illeioxyd der Analyse
ttiltermitrf. Seine Analyscn flihrten ilia fiir die freje Siiure
zu dcr Forrnel C, H, 0, , iind fur die Blcioryrlvcrbiiiduugig
zu dcr Forinel C,H,O,-f-PbO.
B e r z c l i u s betrachtcte
deiiinach die Scbleimsihre nls ciiie wasserfreie Saure. M a l a g u t i 2, widerlegte dime Ansiclit h i Folgc dcr Resultntc,
dic er bei dcr Analyse des schleiiiisauren Aetliers a i i t l cles
scbleimsauren Silberoxyds erliielt , uiid clic iiur init dcii
Fomclii C , H , O , + A e O
uiid C,II,O,+AgO i i i Eiuklang zu briiigen waren, aus deneu fofgte, dafs das schleiiiisatire Bleioxyd 1 Aeq. Wasser enthalte, und dafs die Schleiisssure, wie die meiatcn der organiscbeu Sauren, ein Hydrat sey.
L i e b i g 3) iiiachte es in eiiier Abliaudluog fiber die COIIstitution der organischen Sluren sehr wahrscheinlich , dafs
die von RI a I a g u t i fur die Schleimslure aufgestellte Form& C, H,0,-+ 1Ag zu verdoppelu und dieselbe als eiiie
zweibasische SIure zu betrachten sey; indem er ouf die
Zusammensetzung der Pyroschleimslure und auf die einiger schleimsauren Salze hiiiwies. Urn jedocll diese Frage
mit Sicherheit entscheidea zu konnen, war die dalnals gekannte Aiizahl der schleiinsauren Salze zu gering, u ~ i dich
habe &her, theils um ilber die Coustitution der schleilnsauren Salze entscheiden, theils urn eiinelne Erscheinungcn,
1) n e r z e l i u a , Letirbuclr dcr C)iernir, YIIJ, S. 32.
2 ) Annalrs de c h h .
UI
phys., L X I l l , p . 91.
3) Annolen dcr Pharmacie, Rd. XXVI,
s. 160.
34
*
532
die bei der Bildung der Schleimslure aus Milchzucker auftreteii, erklsren zu kdnnen , nachstebeude hrbeit unternoininen.
Stellt man Schleimslure nach der von B e r z e I i u s nngegebeeen Methodc dar, iridein inan 1 Th. Milchzucker init
6 TI]. Salpeterslure und 1 Th. Wasser so langc digerirt,
bie die eingetretcne Gnsentwicklung abzunehmen anf;?ngt,
so erhiilt man stets ncben tlcr Schleimsiiurc noch eine betrlchtliclie Quaiitillt an Kleeslure, nnd aufserdem entwikkclt sich reichlich Kol~lcnsUorc, entweder a h Oxydationsproduct cines Tbeiles des Kohlenstoffs' des Milchziickers,
oder als Oxydarionsproduct der Kleesaure. Es schien iiiir
nun von Iuteresse zu uiitersucheo, ob die Bilduiig der Klccsaure zu verineiden seg, und in welchein Verhliltnifs die
erhnltciie Quaiititst Schleiinskwe EU der verwandteu Qiiantitiit an Milchzucker bei Anwendung vnriirender Meiigen
von Salpetersiiure uiid Wasser stehc.
15 Gnn. Milchzucker wurdcn init verdhnter SalyetersYurc ( 1 Th. Siiure von 1,33 spec. Gew. uud 4 Th. Wasser) gekocht und i u dcinsclbcu NIaaCse, iu dein die verdiiniite SBure verdainpftc, wurde lieu hinzugefligt. Nacli
lostundigem Kocheii, wRhrcnd dessen sich dein Anscheioe
iiach -nur eine geringe Meogc rother DYlnpfe eiitwickelt
Iintte, wurde der Versuch unterbrochen. Nach Verlauf mehrer Tage schied sich aus der klareii Fllissigkeit cine sehr
geringe Menge Schleiinslure ab, dagegeii zeigte sich dieselbe sehr reich an Kleesliure.
2 Loth Milchzucker (29,222 Grm.) wurden mit 8 Loth
Salpeterslure (1,35 spec. Gew.) nod 2 Loth Wasser so
lange digerirt , bis die eingetretene Gasentwickluag abzuiiehmen anfing. Das Ganze wurde alsdann erkalten gelassen, init einer hinreichetlden Meage kalten Wassers verdiinnt uiid die abgesetzte Schleiinslure abfiltrirt. h i e Qua~ititat derselben betrug 9,03 Grin. Die abfiltrirte Fliissigkeit wurde bis zur Syrupsdicke eingedampft , wonach sich
533
beiin Erkalten noch 1,463 Grin. Schleimsiiure nbsetzten; i n
der vou dieser abtiltrirten Flrissigkeit wurde die Kleesaiire
dadurch bestiiumt, dafs dieselbe ziivfirderst niit kohlensaurem Ainmouiak gestittigt wurde, alsdanii mit cineiii Ucberschufs von Essigsgure versetzt uud die Klecsiiure ails dcr
kochendeii Fliissigkeit durch Clilorcnlcium gctallt wurde.
Die geringe Quantitat an schleiinsnurer Kalkerde, die noch
in der FlUssigkeit enthalten seyn konnte, wurde durch die
Essigslure in Auflllsung gehalten. Die v o ~ idcr kleesaur.cn
Kalkerde abfiltrirte FlUssigkeit war braun gefiirbt, uritf eiilhielt deinnnch noch organische Substaoz. Die crhaltenc
lileesnure Knlkerde wurde durcli Gliiheii iii kohlensaure
urngewaiidclt; ihr Gewicht betrug 1,780 Griii., was 1,274
Grin. wasserfreier Kleeslurc cntspriclit. 1t)U Gewichtstheilc
Milcbzucker hatten deiniiacl~geliefert :
35,89 Sclileiinslure ,
4,35 wasserfreic Kleeslure.
Bei einem anderen Vcrsuch, der in derselbeii Weise
und genau init denselbeii Quautitgtcn von Milchzucker, Salpetersaure uud Wasser augestellt wurde , wurden erlialteli
10,35 Gnn. Schleiinsaure und 2,913 Gnn. kolileusaurer Kalkerde, die 2,053 wasserfreier Kleesgure entsprechen ; was aiif
100 Th. Milchzucker bereclinet,
35,4 Schleimslure,
7,13 wasserfreic Kleeslure
giebt.
13 Grin. Milchzucker wurden init dem 10 fachen o n COUceutrirter Salpetersaure wiihrend melirerer Stunden iin Sicdell gehalten, alsdanii erkalten gelassell und Jann cben SO
verfahreu, wie in den vorhcr augefuhrten Versuclleo. Es
wurdeli hierbei 4,31 Grm. Scldeiiiisliure uiid 3,%2 wasserfreje Kleesaure erlialten, oder V O ~ I 100 Gewichtslhdell
Milcbzucker :
28,73 Schleimsliure ,
14,25 wasserfreie Kleeslure.
Hejlle SchleimsLure wird voii conccntrirter Salpelel.s~ill~~
lveilig angegriffen. Einc geringe Quaiititat der Saure
534
wurdc wo8brend sechs Stuiiden init concentrirter Salpeters h r e gckocht. Beim Erkalten schlug sich fast die ganze
Quaiitillit der nugcwandten Schleiinshure zu Boden, und in
der darLlber stehenden Salpctcrsliure liefsen sich iiur gerinse
R.Iengen von Klecsaure nachweisen.
Aus dieseii Versiichen geht nun hewor:
I ) dafs bei der Erzeugung der Schleiinsliure durch Einwirkuug von Salpetersaure auf Milchzucker jedesinal
Kleeslure als Ncbenproduct auftritt, und zwar vonugsweise als clirectes Oxydationsproduct des Milchzuckers,
und iiur i n geringer Quaiititst als Oxydationsproduct
clcr Schleimsaure;
2 ) dafs inen bei cler Anwendung einer iiilfsig concentrirten
Salpeterslurc ein Maxiinurn au Sclileiinslure erhlilt ; dafs
bei der An~vendung einer conccntrirten Salpctcrsaurc
eine geringare Quaiititat Schleimsaure erhalten wird, hat
wahrscheinlicli dnrin seineii Grund, d a b ein Theil dersclben nuf Kosten der Salpetersiiure in Kleeslure tibergefiihrt w i d ;
3) dafs bei der Einwirkung einer sehr verdliauten Salpetersiiure nuf Milclizucker fast ausschliefslich Kleesliure
gcbildct wird.
Die in clcn meisten Lehrblichern ausgesprochene Ansicht, dafs dcr Milclizucker C , t H,* 0 ,
? bei der Behandlung init Salpeterslure, durch Aufnahme von 6 Aeq. Sauerstoff und Ausscheidung voii 2 Aeq. Wasser, in Schleirnsiiure iibcrgehe, ist demnach unhaltbar.
Vergleicht inan die angewandten Qiiantitaten a n Milchzucker init den erhaltenen Quaiititliten an Schleiiosaure, so
hat cler Versuch ergeben, dafs im giinstigsten Fall von 100
Gewichtstheilen Milchziicker 35,9 Gewichtsthcile Schleims h r e erhalten werdeo. Iu 100 Th. Milchzuckcr sind aber
40 Proc. Kohlenstoff enthalten ; in YS,9 Schleiiiisiiurc iiur
12,JR Gewiclitstheile Kolrle~~~toff.
Demiioch wird also kauin
cler dritte Theil dcs aagewandten Milchzuckers clurch Salpetersatire in Sclileiinsiiure Iibergefiilirt, und die iibrige Quarititat desselberi wird, tbeils zur Bildung von KleesYure, theils
ZUI' Erzcugniig voil K~lilelis~irirc
verwandt.
535
Was (lie Constitution dcr Sclilciins:iure ;iobctrifft , so
gcht aus der nachstcliciitlen Untcrsucliuiig dcr sclileiinsnurcii
Salze klar hervor, dafs die Forinel C, H , O , + I A q zii
verdoppeln sey; iiaineirtlich spricht (lie Zusarninensetzung
des Kali-, Natron-, Baryt- uiid Knlkertlesnlzes clafiir, die
skirnmtlich auf C , H e 0, eiue ungeradc Zalil an Aeyuivalenten Krystallwasser eiithalteir ; wolltc Inair (lie Zusaniineusetzuog derselben durch die Forinel C, H, 0:iiusdriiclrcli,
so ware uiaii alsdann gczwuugeii i n diescn Salzeii halbe
Aequivaleiite Krystallwasser anzu~ieliiiicir,ciiic Aiiiialiiiic, die
allen Principien der Chemie zuwiderlii~rft.
Ich gehe jetzt zur Beschreibting der untersucliten schleiinsauren Salze tibcr.
S c Ir I c i rn s a u r e s K a I i.
a ) Ne utr ale s Yals.
C , , H , O , , , 2 K O + A q (lufttrockeii untl bei I O O " ) ;
C , , H , O , , , 2 K 0 bei 150"
wird' erhalten durch Siittigung der Schleirnshure mit Kali
oder kohlensaurem Kali. Aus eiuer sicdendheikeii LOsuog
setzt sicli dieses Salz in weibeii krystalliiiischen KUrnern
ab, die lufttrocken und bei lOU" dieselbe Zusaiiiinensetzung
haben. Bis auf 150" erhitzt, iiilnint dassclbe eiue strohgelbe
Farbe an und wird wasserfrei. Lost inan cs daun iii einer geringeii Meoge siedenden Wassers auf, so schlggt sich
beim Erkalten wieder wasserhaltiges schleiursaures Kali zu
Boden.
I. 0,676 lufttrocknes Salz gabeii 0,39!J5 schwefelsaures Kali ~ 3 1 , 9 5 2Proc. Kali.
11. 0,4555 des bei 100" getrockneten Salzes gabeii 0;26Y
schwefelsaures Kali =31,790 Proc. Kali ; wonach sich
das Aequivalentgewicht zii 87 13 berechnct.
111. 0,9595 ebeiifalls bei 100" getrockneten Salzes gaben 0,343 schwefelsaures Kali =32,001 Proc. Keli.
Diese Resultate entsprecheu :
536
Gefundeo.
Berecboct.
1 Acq. Schleimlure 2417,06
1.
11.
111.
2 A c ~ Kali
.
1179,84 31,82 31,952 31,790 32,001
1 Aeq. Wasser
112,58
3709,:js.
0,414 des bei 150" getrockneten Salzes gaben 0,217
schwefelsaures Kali =32,256 Proc. Kali. Dicses entspricht:
1 Aeq. Schleiinsaure
1 Aeq. Kali
Bcreclinct.
Gebnden.
67,22
32,78
32,236
2117,06
1179,84
3396,90
IoO.
Auffallend ist es, dafs die Mutterlauge, aus der sich
das schleimsaure Kali absetzt, selbst bei Anwendung einer
selir sorgfiltig gereinigten Sclileimslurc, eiiie braune Fnrbe
aanimmt. Setzt man zu derselben eine init einer geringen
Q u a n t i t ~ ta n Aminoniak versetzte Losung von salpctersaurpin Silbcroxycl und erwlrmt dns Game, so wird inctaIIisclres Silber ausgescliicdcn , tlas sicli als gllnzender Spiegel
an die W h d e des Gefskes anlegt, i n welcliem dieser Versuch nngestellt worden. Diese Reaction, die der Zuckersatire eigentIi(iinlicl1, fiibrte inich zu der Vermuthung, dafs
ein Theil dcs schleimsnarcn Kalis in das ihin isomcre zukkersaure Kali tibergegangen seyn kirniie. Der Versuch
hestltigte jedoch diese Ausicbt nicht, deiin ciii Theil der
brauuen Mutterlauge, mit einem Ueberscbufs an Essigdure
versetzt und concentrirt, setzte kein zweifach zuckersaures
Kali ab.
b ) Saiires Salz.
C , , H , O , .l, K O H O + 2 A q (lufttrockcn und bei
100").
Dieses Salz, dessen Existem H e r s ' ) Ilugnet, wird crhalten, illdem mall eilie vou zwci gleichen Gewichtsmcngel1 Schleilnsfillrc lnit kolilensaurem Kali slittigt u ~ i d 21sdann die andere hinzufligt. Es bildet hleine darchsichtige
Krystalle, die im Wasser leichter lsslich sind d s das lux1 ) Alllla]cn Jcr
k%ainrar;e,
IId.
xxx, s.313.
537
trale Salz, und die lufttrocken und bei 100° dieselbe Zusammensetzung habea.
1. 0,9570 lufttrocknes Salz gaben 0,3115 schwefelsaures Kali = 17,598 Proc. Kali.
11. 0,1785 bei 100" getrocknet, gaben 0,1935 schwefelsaures Kali =17,343 Proc. Kali.
111. 0,5255 bei . 100O getrocknet, gaben 0,1690 schwefelsaures Kali =17,391 Proc. Kali.
Diese Resultate eutsprecben:
Bercchnet.
1Aeq. SchleimsPure
i Aeq. Kali
3 Aeq. W a s s e r
Gelunden.
2417,06
1.
11.
111.
589,92 17,64 17,598 17,343 17,391
337,44
3 3 4 I, 42.
S c h I e i in s a ti r c s N a t r o n.
C, H, 0 , 2Na0+9Aq; C I a H, 0 I , , 2% O+lAq (100").
W i r d eine Aufl6sung von Schleimslure mit kohlensaurein Natron geslittigt und sehr allinalig abgedampft, so
scheiden sich aus derselbeii grofse wasserklare Krystalle
.van schleiinsaurem Natron aus, die 9 Aeq. Krystallwasser
enthalten, urid beim Liegen a11 der Luft ihre Durchsichtigkeit verliereii und verwittern. Bis auf 100" erhitzt, verlieren sie H Aeq. U'asser, das neunte Aeq. halteii sie hartniickig zurtick. W i r d eiiie Aiifl6sung von schleiinsaurein
Natron rasch abgedampft, so scheidet sich beiin Erkalteii
ein tveites Pulver aus, dessen Zusammensetziing der Forme1 C ,H, 0 , 2 Na 0 + 1A q entspricht, das also genau
zusainineiigesetzt ist, wie die bei 100" getrockneten Kryj a l l e ; Idst inan dasselbe in Wasser und dainpft die Losung allinalig ab, so erhalt inan wieder Krystalle, die 9 Aeq.
W a s s e r enthalten. Bei der Darstellung des schleimsaureu
Natroiis erhalt inaii iii deli ineisteu Falleu gleichzeitig das
krystaliisirte uiid das pulverfihnige Salz; beide lassen sicli
jctlocli lciclit durch Scliliiminen von eiiiaiider scheiden.
538
1,060 der lufttrocknen Krystalle gaben 0,453 schnefelsaures Natron =18,726 Proc. Natron. Dieses entspricht:
1 Aeq. Schleimstiure
2 Aeq. Natroii
9 heq. Wasser
Dcrerlinar.
Gcfundm.
18,57
18,726
2417,06
761,80
1012,3
4211,16.
I.
It.
0,8035 der bei l0Oo getrockneten Krystalle gabeu
0,4335 schwefelsaures Natron =23,680 Proc. Natron.
0,624 bei 100" getrockncter Krystalle gaben 0,3383
schwefelsaures Natroir =23,75 Proc. Natron.
D i e m entspricbt:
Bereclinet.
1 Aeq. Schieimslure 2417,(t6
2 Aeq. Natron
781,80
1 Aeq. Wasser
112,4R
23,661
(;cfullrlell.
1.
II.
23,58
23,75
3311,34.
0,2965 des lufttrocknen pulverfbrmigen schleiinsaureu
Natrons gaben 0,161 schwefelsauren Natroir =23,794 Proc.
Natron. Die Zusainmeusctzung dieses Salzes stimmt also
genau init der der bei 100" getrockuetea Krystalle tibereiu.
S c h I e i in s a u r e M a g n e s i a.
C , , H , O , , , 2MgO-I-4-1q
(looo).
Eine SchleimsBure1l)sung wird durch eine Auflesung von
schwefelsaurer Magnesia nicht ge8llt. Durch Verinischung
eiacr Auflbsung von schleimsnurem Ammoniak mit scbwefelsaurer Magnesia entsteht alsbald ein Niederschlag, dessen
Menge durch Kochen bedeutend vcrinelrrt wird.
Von diesem Niederschlage gaben, bei 100" getrocknet :
I. 0,609 desselbeu 0,094 Magnesia =15,435 Proc. Magiiesia.
11. 0,400 desselbeii 0,0603 Maguesia =15,123 Proc.
Magnesia.
539
111. 0,5275 desselben. 0,0515 Magnesia
Magnesia.
Diese Resultate entsprechen:
Bcrechnet.
1 Aeq. Schleimshire
2 Aeq. Magiiesia
4 Aeq. Wasser
=15,450 Proc.
Gefundco.
2417,06
1.
I I.
111.
516,iO 15,27 15,435 15,125 15,450
449,!J2
,.
S c 1 e i m s a u r e K a 1 k e r d e.
C , , H, 0 , , , 2 C a O + 3 A q ( l ( W ) .
Eine Schleiinsaureldsung wird durch eine Auflbsung voii
Chlorcalciuin nicht gefdlt. Eine Auflusung von schleimsaurein Ainmoiiiak giebt, init einer Chlorcalciumldsung vermischt, einen Niederschlag voii iieutralcr schleiinsaurer Kalkerde, dcr, bei 100'' getrocknet, iioch 3 Aeq. Wasser ziiruckhalt. In Essigszure ist die schlciinsarire Kalkerde aufIdslich.
Von dem bei 100" getrockneteii Salz gabcii:
I. 0,423 Salz 0,2065 scliwefelsaure Kalkerde ~ 2 0 , 4 7 0
Proc. Kalkerde.
11. 0,474 Salz 0,234 schwefelsaure Kalkerde ~ 2 0 , 5 0 2
Proc. Kalkerde.
Dieses entspricht:
Ucreclinet.
1 Aeq. Schleimslure 2417,06
2 Aeq. Kalkerde
3 Aeq. Wasser
Gefuoden.
1.
712,04 20,Sl
337,44
II.
20,470 20,302
-
3466,51.
S c h I e i in s a 11 r e B n r y t e r d e.
C , * H, 0 , , , 2 R a O + 3 A q
(lOO'l).
Eiiic Schleiinsaurel6suiig wird durcli eine Auflbsuiig vou
Chlorbariiiin iiicht gefiillt; auf Zusatz von Ammoniak lritl
540
Fsllung eines krystaltinischcn Niederschlags ein. Eioe Auflbsung von Chlorbarium mit einer Aufl6sung vou schleiinsaurem Arnmoniak vcrinischt, giebt nicht sogleich einen Niederschlag; fiihrt man jedoch mit einein Glasstabe an den
Wanden des Gefiifses, in dem das Gauze cnthalten ist,
herum, so setzt sicb zuvorderst an dcn Stellen, die init dem
Stabe in Berlihrung gewesen sind, das schleimsaure Salz
ab. Durch Kochen wird die Fiilluug bedeutend vermehrt.
Dns so erbaltene Salz entLIt, bis 100" getrocknet, nocli
3 Aeq. Wasser.
Voii dem bei 100° getrockneten Salze gaben:
I. 0,733 Salz 0,462 schwefelsaure Baryterde =41,361
Proc. Baryterde.
11. 0,4123 Salz 0,279 schwefelsaure Baryterdc =41,380
Proc. Baryterde.
111. 0,2835 Salz 0,1158 schwefelsaure Barytcrde =40,86
Proc. Baryterdc.
Dicse Resultate entspreclien:
Bcreclinet.
.
C;e h nden
1 Acq. Schleimsaurc 2417,116
1.
JI.
111.
1913,'76 41,OO 41,361 41,380 &,86
2 Aeq. Barytcrde
3 Aeq. Wasser
337,u
S c h 1 e i in s a u r e s K u p f e r o x y (1.
C , H , O , ,, 2 C u O t 1 A q (100").
Dieses Salz wird erhalteu durch F3lluog eiiier Lbsung
von sclileimsaurein Amiiioniak init schwefelsaurem Kupferoxyd, trnd stellt sicb als ein bl:iulichweifses, in Wasser unlirsliches Pnlver dw, das, bei 100" setrocknet, noch 1 hcq.
Wasser enthslt.
0,397 des bei 100') getrockneten Salzes gaben 0,111
Kiipferosyd =27,959 Proc. Kuplcroxyd. Dieses clrtspricht :
541
Bercdrnet. Gefuaden.
1 Aeq. Schleimsaure
2 Aeq. Kupferoxyd
1 Aeq. Wasser
2117,06
991,JO 28,15 27,939
112,49
3520,94.
Schleimsaures Eis enoxydul.
C , , H , O , , , 2 F e 0 + 4 A q (100").
Flllt man eine Auflbsung VOII schwefelsaurem Eisenoxydul mit schleimsaureni Natrou oder = Ammoniak, so erh#lt inan dieses Salz in Form eines gelblichweiten Pulvers,
das sich beim Zutritte der Luft nicht veraudert, und bei
einer Teinperatur voii 100" getrocknet, 4 Aeq. Wasser enthtilt. Erhitzt man das schleiinsaure Eisenoxydul bis auf eine
Teuiperatur von 150" bis 160", so verwandelt sich dasselbe in eiue braune Masse, die, iiiit der Lufi in Beriihrung gebracht, sich voii selbst eiitzuodet.
I. 0,3705 des bei 100" getrockneteii Salzes gaben 0,0963
Eisenoxyd =23,384 Proc. Eisenoxydul.
11. 0,363 ebenfalls bei 100" getrocknet, gaben 0,096
Eisenoxyd =23,613 Proc. Eisenoxydul.
Dieses entspricht:
Brrcclrnet.
GefunJen.
1 Aeq. Schleiinslure 2417,06
1.
2 Aeq. Eisenoxydul b78,42 23,45 23,384
4 .4eq. Wasser
449,92
3745,40.
11.
23,613
S c h 1 e i m s a u r e s B 1e i o x y d.
C , , H , O , , , 2 P b O t 2 A q (100");
C,,H, 0,,,
2 P b 0 (150").
n a s schleimsaure Bleioxyd ist schon mehrfach Gegenstand der Untersuchung I ) gewesen; es wird erhalten durch
Fallung einer Schleimstiurelllsung mit essigsaurem Bleioxycl,
I ) B e r x e l i u r , Lelirbuclr der Clremic, V111, S. 33.
542
und stellt eis weifses, kdrniges, in Wasser unldsliches Puloer dar. Bei eiuer Temperatur von 100" getrocknet, entbait es 2 Aeq. Wasser; einer Tempcratur von 150" ausgesetzt, nimmt es eine zimmtbraune Farbe an und wird
wasserfrei. Die Angabe, daL man deln schleiinsaureu Bleioxyd '>durch Behandeln mit Ammoniak einen Tlieil der
SchleimsSure entziehen k6nne, habe ich nicht beststigt gefunden.
I. 0,6375 schleiiiisaures Bleioxyd bei 1 0 0 O getrocknet,
gabeu 0,432 Dleioxyd =51,582 Proc. Bleioxyd.
11. 0,383 desselben Salzes bei 100" getrocknet, gabcii
0,1958 BIeioxyd =51,112 Proc. Bleioxyd.
111. Eine Quantitat desselben SaIzes, rlas zu den vorsteheiiden Analysen gcdicnt hatte, wurde anhaltend
init Aminoniak gekocht, dann ausgewaschen uiid bei
looo getrocknet. 1,061) desselben gaben 0,5494 131cioxyd =51,830 Proc. Bleioxyd. .
Diese Resultate entsprechen:
Ilrrcclmct.
Gehinilcn.
1 Aeq. Schleimsliire 241 7,06
I.
I I.
Ill.
2 Aeq. Rleioxyd
2789,OO 53,35 Sl,liS2 51,121 51,831)
2 Aeq. Wasser
224,96
5131,02.
0,2375 des Bleisalzes bei einer Temperatur von t50"
getrocknet, gaben 0,1283 Bleioxyd =54,096 Proc. Bleioxgcl.
Die Rechuung verlangt :
Betcehnet.
1 Aeq. Schleimsaure
2 Aei. Bleioxyd
2417,06
2769,OO
5206,06
46,41
5339
Gcfuni1t.n.
54,097
100.
Fsllt man schleimsaures Ammoniak niit basisch essigsaurem Bleioxyd, so erhalt mail einen schleimigen Niederschlag,
der in geringer Meuge in Wasser lllslich, stets essigs:iurehaltig ist, uod je nach der Coiiceutration der angewandten
I ) B e r z c l i u s , Lehrbuch der Chcmic, VIII, S.37.
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Lbsungen variirende Quantitlten von Bleioxyd enthlilt. Auf
diese Weise erhielt ich Niederschliige, die 62, 68 und 79
Proc. an Bleioxyd enthielten. Den Niederschlag, der 79
Proc an Bleioxyd enthllt, erhielt ich bei zwei verschiedeneii Bereitungen, uiid in der Hoffnung, eine feste Verbinduug von schleiinsaurem Bleiosyd mit basisch cssigsaurem
Bleioxyd erlialten zu haben, Ilinlicli denen, die V a r r e n t r a p p I > mit dein margariusaureii und benzoesauren Bleioxyd darstellte, unterwarf ich denselben der Analyse.
I. 0,635 des bei 100" getrockneten Niedersclilags gaben 0,5165 Bleioxyd =78,861 Proc. Bleioxyd.
11. 0,491 bei 100" getrockuet, gaben 0,3586 Bleioxyd
=59,136 Proc. Bleioxyd.
111. 0,962 bei 100'' getrocknet, gaben, der organischen
Analyse ii,nterworfen, 0,1183 Kolileiisliire =8,669
Proc. Ko1ilens;iure uud 0,023 Wasser =0,704 Proc.
Wnsser.
Versuclit ~ a i idie Zusainmensetzung des Niederschlags,
den erhalteucu Resultateu gemafs, durch eine Formel auszudrlicken, so kline C, H, 0 ,+6 Pb 0 der Zusammensetzung desselben am nlchsteu.
Bercchnct.
12 Aeq. Kohlenstoff
6 Aeq. Wasserstoff
12 Aeq. Sauerstoff
6 Aeq. BIeioxyd
917,22
8,69
74,88
0,71
11,36
79,24
1200,OO
S'367,OO
-~
Gehndcn.
8,669
0,704
11,491
79,136
78,861
~
10559,lO 100
100.
Durch eine einfache Formel das Verbindungsverhtiltnifs
des 'basisch essigsauren Bleiosyds mit dem schleimsauren
Bleioxyd in diesem Niederschlage auszudriicken , ist mir
nicht gelungen.
S c h 1 e i m s a u r e s S i l b e r o x y d.
C, H, 0 ,+2 A g o ( loo0).
Dieses Salz wird erhalten durch Fallung von schleiinsarirem Ammoniak init salpetcrsaurein Silberoxyd. Die Zu1)
Annilen dcr Plurmacic,
Bd. XXXV, S. 79.
544
sainmensetzung habe ich genau so gefunden, wie sie von
M a I a gu t i angegeben worden.
0,912 des bei 100'' getrockneten Salzes gabcii 0,463 Silber =54,79 Proc. Silberoxyd.
Dieses entspricht:
1 Aeq. Schleimstiurc
2 Aeq. Silberoxyd
2417,06
2903,20
Bwechnct.
Gerunden.
5437
5479
5320,26.
VI. Anulysc! der Meteoreiserr con TCZNS
rind Lockp o r t ; von B. S i l l i m a n j i i n . und T. s. H u n t .
D
Meteoreisen von Texas, voii dew schon
in dies. Ann., Bd. 9,
S. 5 0 ) , gchnrt zu denen, dic, wie das Agramer Eisen, bei
Aetzung mit Snlpeterstiure die sogenannten W i dm a n s t R d ten'schen Figuren zeigea, u i d zwar sebr sclhOn. Bei der
neuen Analyse (schon S h e p a r d gab cine, nach der darin
90,020 Eisen und 9.674 Nickel) lieferte es 90,911 Eisen, 8,462
Nickel, so wie Phosphurete, Kohle, Kupfer, Antimon (otler
inl)glicherweise einen neuen Stoff) zusammen '0,500.
2 ) Das zu Cambria, bei Lockport, Grafschaft Ningarn,
Staat New-York gefundene Meteoreisen gab ebenfalls die
bekannten Figuren, uiid envies sich zusammengesetzt aus
92,583 Eisen, 5,708 Nickel, Spuren von Kupfer untl Arsenik, und 1,4 uul6slichem Rtickstand. O l m s t e d fand frilher darin 95,540 Eisen und 5,037 Nickel. ( S i l l i m . Joum.,
N. S. VoZ. I I , p . 370.)
1)
as
C h l a d n i Nachriclit gcgeben (zuletzt
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