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Die Siedhitze der chemischen Verbindungen das wesentlichste Kennzeichen zur Ermittelung ihrer Componenten.

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164
--
11.
Die SieJhiLze
rIer chvmischen FZrbindungen
tins aesentlichstc Kenrizeicheri zur Errnittelung ihrer Componenten;
con S. Sc hr i i t l er.
(Brieflielie Mittlieilung
vonl Verhsser.)
Manlieiru,
27. Mi 1844.
I c h habe das Vcrgnugen, Ihnen eincn Auszug zu iibersenden aus meiuer Schrift: J’Die Siedhitzc der chernisclicn Verbindungen als das weseiitlichste Kcnnzeiclien
zur Erniittlong ilircr Coinponeiitcn, riebst volls~8ndigen
Beweisen fur die Theorie der R.Iolecularvolumc der Flussigkciten. 1. Theil; enthattend: Uic Kolilenwasscrstolfc
und Kohlenivasserstoffoxydc. Manlieiln 1844.
Ich bin zu hiichst inerkwurdigen Resultaten gelangt,
die sich etwa, wie folgt, aussprcchcn lassen:
1) Die Aequivalente der organischc~iKiirper habcn bei
corrcspondircndci~ Abslsiiden von ilirer Siedliitze
in Gasforin gleiches Voluin (ich liabc wcnigstens
bis jetzt hievon kcinc Ausnaliinc constatircn kiinlien), im flussigen Zustandc Volume, welche gleich
siud der Summe der Vo\ume ihrcr Elementc, und
iin Verh:iltiiiCs cinfacher gamer Zahlen stchcn.
Kennt inan daber die Eleinciitarzrisamincllsetzuiigund
die Siedhitze einer Substanz, so ist ilir spec. Gcmiclit gcgeben. Kennt -man ihre Eleinentanusainlnensetzung und
ihrc Dampfdicb~c,so ist ilir Aequivalent gegebcn.
2 ) Die Acquivalente dcr fliichtigen organischen Korper, so wie sie im VerhalluiEs zu den iiblichen
Atomgewichten der Metalle festgestellt sind, und
die Aequivalente aller Componenten, aus welchen
sie zusaminengesetzt sind, enthalten lauter Doppelatoine, und lassen sich daher halbiren.
(t
185
Die Atomgewichte der meisteu Metalle sind also in
der That, w i e . G e r h a r d t zu beweisen gesucht hat, um
das Doppelte zu grofs angenommen CnVergleich zu den
Atomgewichten von Sauerstoff, Wasserstoff,, Kohlenstoff,
Stickstoff, Schwefel, Chlor, Brom, J o d a.
3) W e n n die Dampfdichte (oder statt ihrer das Aequid e n t ) , die Elementarzusammensetzung und die Siedhitzc eiiier Substanz gegeben siiid, so lassen sich
ihre Componenten angeben, so oft dieselbe iiicht
ohne Analogien ist, d. h. so oft sie iiicht Componenten enthalt, die bis jetzt iioch iiicht ermittelt
sind, deren Eiiiflufs auf die Siedhitzc noch iiicht
festgestellt werden konnte.
4 ) Umgekehrt: kennt man die Componenten einer Substain, so ist gegebeii: 1) ihr Aequivalent, 2 ) ihr
Volum in Gasform oder ihre Dampfdichte, 3) ihr
Volum in fliissiser Form, oder ihr spec. Gewicht,
und 4 ) ihre Siedhitze.
Ich habe in meiner Schrift den strens wissensclraftlichen W e g aufs deutlichste angegeben, auf welchem
diese Resultate gewonnen wurden. Ich iiehme inir die
Freiheit, diese allgemeinen Resultate in Ihrer geschiitzten
Zeitschrift zur Kenutnifs des wissenschaftlichen Publicums
zu bringen.
A. D i e C o m p o n e n t e n u n d d i e S i e d h i t z c d e r
o r gall i s c h e n V e r b i n d u ii g e n.
Die Componenten der organischen Verbindungen,
die Radicale, welche ich bis jetzt ermitteln konnte, siiid
sieben; aus ihneii allein ist die gr6Csere Aiizahl aller bis
jetzt auf ihre Sicdhitze und auf ihre Dampfdichte (oder
ihr Aequivalent) untersuchten Substanzen zusammengesetzt. Sie sind:
1) Das Hydraiwasser =(H,O,),
ein mit dem unorganischen Wasser isoineres Radical.
2) Das Kohlenoxyd =(C, 0,), das Bikoblenoxyd =
G * O , ) , a*
186
3) Die Kohlensawe =(C, 0,).
4) Das Formyl =(C,H,), Das Biformyl =(C, H,),,
das Triformyl = ( C , H 4 ) 3 , das Tetraformyl, Pentaformyl a.
5 ) Das Mefhylen=(C,H,)", das Biinethylen =(C, Ha):,
das Trimethylen = (C?Ha):, das Tetramethylen,
Pentamethylen a.
6 ) Das EhyZ = ( C , Ha)*; ein dem Methylen isomeres Radical, das Bidayl =(C, H,);, das Trielayl,
=(C, H,)", das Tetraelayl, Pentaelayl, Hexaelayl a.
7 ) Das Hydrogen =(H,),
das Bihydrogen =(Ha),,
das Trihydrogen =(H,),
u. s. f.
So oft sich eines dieser Radicale init einer Substanz
zu einer neuen Substanz verbindet, wird die Siedhitze
jedesmal genau urn gleich vie1 Grade verandert; also z. B.
durch das Trimethylen um dreimal so viel Grade, als
durch das Methylen, durch das Biformyl uin zweimal so
viel Grade, als durch das Formyl.
Der Einflub der genannten Radicale auf die Siedhitze ist nun folgeuder:
1) Das Hydruhvusser =(H, 0,)
erhiiht die Sicdhitze
einer Substanz urn 113O,5.
2) Das Kohlenoxyd = ( C , O , ) erhiiht die Siedhitze
einer Substanz urn 57".
3) Die Koh/ensuurc =(C, 0 , ) erhilht die Siedhitze
einer Substanz urn 90'.
4 ) Das FormyZ = ( C , H , ) erhiiht die Siedhitze einer
Substanz uin 52O.
5) Das Me'lhylen =(C,H,)" erliiiht die Siedhitze einer Substanz urn 2 l . O .
6 ) Das Elayl = (C,H,)' erhbht die Siedhitze einer
Substanz urn 17O.
7 ) Das Hydrogen =(Ha) erniedrigt die Siedhitze einer Substanz urn 3 O .
Ich will zur Erlauterung einige Beispiele geben. Ich
0
187
behalte die bisher iiblichen Aequivalente bei; alle Substanzeii sind auf 4 Volum in Gasform bezogen.
Der Holzgeist =C, H, 0, siedet bei 60° K a n e .
Der Alkohol = C , H , , O , siedet bei 7S0,4 G a y Lu s s a c.
Der Alkohol ist Elayl- Holzgeist. Seine Siedhitze
liegt 1 7 O hbher; beobachtet ist 1 8 O .
DasBenzin=C,,H,, siedet bei 86O M i t s c h e r l i c h .
Die Retionapbtba =C ,HI siedet bei 1O8O W a 1t er.
Die Retinnaphtha ist ist Methylen-Benzin; sie siedet
um 21° hbher; beobachtet ist 2 2 O .
Der Aether = C , H , , O ,
siedet bei 35O,7 G a y Lussac.
Der Kohlenslureather =C, H, , 0, siedet bei 125O
bis 126O E t t l i n g .
Der Kohlensaurelther ist das, fiir was wan ihn halt;
seine Siedhitze liegt 90° hdher, als die Siedhitze des
Aethers, beobachtet ist 90°.
Der Kohlensaurelther =C , H, 0, siedet bei 125O
bis 126O E t t l i n g .
Der Oxallther = C, ,H, 0, siedet bei 183O bis
1840, D u m a s und B o u l l a y .
Der Oxalather ist Koblenoxyd - Kohlenslureather;
seine Siedhitze liegt 570 hirher, als die Siedhitze des
Kohlens5urellhers. Beobachtet ist 5 7 O bis 5 8 O .
Der Oxalzther = C , , H , , O , siedet bei 183O bis
l e d 0 D u m a s und B o u l l a y .
Der Aconitather = C , , H , , O , siedet bei 236O
Crasso.
Der Aconitather ist Formyloxalather ; seine Siedhitze
liegt 52O hiiher, als die Siedhitze des Oxalatbers; beobachtet ist 52O bis 53O.
Die Siedbitze der genannteu Aetherarten IaLt sich
also aus der Siedhitze des Aethers berechnen.
Aber es lafst sich auch allgemeiii die Siedbitze jeder Substauz, dereii Componenten gegeben sind, a w der
188
Siedhitze jeder anderen Substanz, deren Colnpoiienteu
gegebeii sind, berechnen. Berechnen wir z. B. die Siedhitze des Tetramethylens =(C, H,): aus der Siedhitze
des Benzins, d. i. des Triformyls =(C,H,),,
Das Formy1 erliiilit die Siedhitze um 52O, das Triformyl also um
3X52O = 156O ; das Methylen erhiiht dic Siedhitzc urn
2 1 O ; das Tetramethylen also urn 4 ~ 2 1 " = 8 4 O . Urn die
Siedhitze des letztereii aus der Siedhitze des Benzins zu
finden, mufs ich daher von der Siedliitze des Benziiis
=86O zuerst den Einflurs des Triformyls mit l56O abziehen, und d a m den Einflufs des Tetramethyleiis mit
8 4 O addiren; oder ich mufs deu Einflufs der Coinponenten der Substanz, dcreii Siedhitze icli aus derjenigen des
Benzins berechiien will, addiren zu S6O 156" =- 70°.
Um die Siedliitze nllcr Substanzen aus derjcnigen des
Bcnziiis zu bercchnen, mufs icli daher von der Summe
des Einflusscs ihrer Componenten jedesmal 70° abziehen.
Die Siedhitze dcs Tetramethylens berechnet sich hieruach
zu 84°-700=400.
B o u c h a r d a t hat einen Kohleiiwasserstoff =C, H I beobachtet von der Siedhitze 14O.5,
.md Caoutchen gcnannt ; dieser ist das Tetramethylcn.
Die Siedliitze des Telraiilayls wurde aus dem Benzin geFunden, ivenn wir von dein Eiuflufs des Tetraelayls
=4X17°=6f30
wieder 70" abziehen; die Siedhitze des
Uas ist F a Tctraelayls wiire daher 6 8 O - 7Oo=-2O.
r a d a y ' s Ditetryl = C8H16 , welches uiiter Oo siedet,
und bei - 1 7 O coiidensirt wurde.
Ganz auf die gleiche Weisc berechnet sich die Siedhilze der Substanzen z. B. aus dem Alkohol. Der Alkohol = C , H , , O ,
ist BiQayl-Hydrat =(C2H4):.(H,0z).
E r sicdet bei 780,4 G a y - L u s s a c . Der Eiiiflufs der
Coinponenten des Alkohols auf die Siedhitze ist 2 ~ 1 7 ~
=34O fur das Bielayl, und 113O,5 fur 'das Hydratwasser, also im Ganzen 340+113°,5 = 147O,5. Diesen
Einflufs mufs ich erst von' der Siedhitze des Alkohols
abziehen, um z. B. die Siedhitze des Benzins oder Tri-
-
189
formyls =(C, HI)J zu berechnen. Ich mufs allgemein
von deui Einflusse der Componenten der Substanz, deren Siedhitze aus dejcnigen des Alkohols berechnet werden soll, noch 147°,5-780,4 = 69O,1 abziehen; also
sehr nahe eben so viel, mie bei dem Benzin. Die Siedhitze des Benzins findet man hiernacli aus dem Alkohol
zu 3~52O=l56' fur das Triformyl, weniger 69O, d. i.
Beobachtet ist 86'.
zu 156O -69"=87'.
Aiif die angegebene Weise ist die berechnete Siedhitze fiir alle im Nachfolgenden anzufuhrenden Substanzen gefunden: indcm jedcsmal von dcr Summe des Einflusses der Componenten YOo bis 71' abgezogen werden. Dcr Einflufs dor Componenten auf die Siedhitze,
mie er oben angegeben ist, findet sicher iiicht in runden Zahlen nach ganzen Graden statt. Aber die Bruchtheile von Graden ihres Einflusses kbnnen atis den bisherigen Beobachtungen uninbglich ermittelt werden , da
dieselben weder genau genug sind, um auf Bruchtheile
von Graden Sicherheit zu geben, noch sicli auf einen
viillig gleichen Barometerstand bcziehen. Der Einflufs
jener nicbt bekannten Bruchtheile wird jedoch in den
sellensten Flillen die berechnete Siedhitze urn uiehr als
Eincn Grad afficiren, da er meistens mehr oder weniger
cornpensirt wird. Die Rechnung sclilieLt sicli dahcr den
Beobachtungen nahe exact an, mcist nur bis auf Einen
Grad Differenz, wenn man wegen des Einflusses jener
unbekannten Bruchtheile, uud des ungleichen Barometerstandes einen Spielraum von Einem Grade 1 3 3 , und also
jedesinal 70' bis 71° abzieht von der nach obigen Zahlen berechneten Summe des Einflusses aller Componenten einer jeden Substanz.
W i e die Componenten einer Substanz zu finden
sind, das kann ich hier nicht angeben; ich m u t in diesem Betreff auf die ausfuhrliche Darlegung des Weges
dazu in ineiner Schrift verweisen. Hier ail1 ich jedoch
die Substanzen, deren Componenten ich glaube ennittelt
190
zu haben, mit Angabe ihrer berechneten und beobachteten Siedhitze anfiihren. Es versteht sich, daEs ihre Aequivalente stets so genommen sind, dafs sie 4 Volum in
Gasform ausmachen. Sie ordnen sich in Reihea von
merkwlirdiger Regelmiifsigkeit uiid Einfachheit ; und ich
kann die Existenz einer Menge von Gliedern dieser Reihen, welche noch nicht beobaclitet siiid, mit genauer Angabe ihrer Siedhitze, ihres specifischen Gewicbts und ihrer
Dampfdichte vorhersagen.
I.
Hydrate.
1) sj.um.
1 ) Ameisensaurehydrat
hydrat.
(cZ
= C2H, 0,
ist Kohlenoryd-
O2>'
oZ>'(H4
Siedh. ber. =100°,5 bis 1Olo,5.
- beob. =9S0,5 L i e b i g ; 100" B i n e a u .
2 ) Essksiiurehydrut =C4H80, ist Methylen-Kohlenoxyd -Hydrat.
(C 2 H,)". (C 2 0 2 ) (H, 02 1.
Siedh. ber. =120°,5 bis 121°,5.
- beob. =120° D u m a s .
3 ) Buiiersiiurehydrat = C, H I 0, ist TrimethylenKohlenoxydhydra t.
.
( C 2 H X . G OZ).(H,OZ).
Siedh. ber. =162",5 bis 163",5.
- beob. =16d0 P e l o u z e .
4 ) Yaleriansiizirehydraf =C H, 0, ist BimethylenBiClayl - Kohlen oxydhydrat.
(c2
H4)",(C2 H4):
*(c2
02)'(H4
'2).
Siedh. ber. =175O,5 bis 176O,5.
beob. =175O D u m a s und Stars.
. 5 ) Bernslehsiiwehydrat =C, H, 0 , ist BimethylenKohlenoxyd - Kohlensaurehydrat.
-
(C,H,)~.(C,O,)*(C,O,).(H,Oz).
191
Siedh. ber. =231°,5 bis 232O,5.
- beob. =235 d' A r c e t.
Diese Sauren sind, wie wir sehen, PolymethylenKohlenoxydhydrate, in welchen jedoch zuweilen das Methylen in Elayl umgesetzl ist, wie in der Valeriansaure
theilweise. Die Bernsteiusaure ist eine Verbindung der
zwischen Essigsaure und Butterslure liegenden nicht beobachteten Verbindung mit Kohlensaure.
2) Alkobole.
1) Holzgeist
=C, H, 0,ist
(C,H J ( H 4
Elaylhydrat.
02).
Siedh. ber. =59",5 bis 60°,5.
- beob. =60" Kane.
2 ) Alkohol =C,H,, 0, ist Bizlaylhydrat.
(C, H4): -(H* 0,).
Siedh. ber. =76O,5 bis 77O,5.
- beob. =78O,4 G a y - L u s s a c .
3) KarioffeQiiselol oder Amyloxydhydrai =C, ,H, ,O,
ist Methylen - Tctraelaylhydrat.
(C, H4)".(C, H4): . m 4 0,).
Siedh. ber. =131°,5 bis 132O,5.
- beob. =132O C a h o u r s .
Die Alkohole siud, wie wir sehen, Polyelaylhydrate,
in welcben jedoch zuweileu, wie bei dem Kartoffelfuselal,
das Elayl theilweise in Merhylen umgesetzt ist. Diese
Umsetzung von Methylen in Elayl und umgekehrt, ist,
wie ich zeigen zu kijnnen glaube, eine der allgemeinsten
Erscheinungen.
11.
A e t h e r a r t en.
Erste Reihe.
1 ) Ameisensaures Meihyloxyd
lenoxyd -Bihydrogen.
=C, €1, 0,
ist Bikoh-
(C2 O , ) , *(HA.
Siedh. ber. =37O bis 380.
- beob. =So bis 380 D u m a s u. P e l i g o t .
192
2 ) Essigsnures Methyloxyd =C, H , 0, ist Methylen - Bikohlenoxyd-Bihydrogen.
(CzH,)".(Cz 0 Z ) Z * ( H A
Siedh. ber. =5S0 his 59O.
- beob. =58O Dumas,
3) Bidtersaures Mefhyfoxyd = C , H, 0, ist Trimethylen -Bikohlenoxyd -Bihydrogen.
(CZH4)'f:*(CZ
oZ)Z'(H4)Z.
Siedli. ber. =looo bis I O L O .
- beob. =102O P e l o u z e und Ge'lis.
Diese Abtlieiluiig oder Reihe ist dadurdi charakterisirt, dafs an die Stelle des Hydratwassers =[I4 0, der
entsprechendeii SSure jedesmal (C, O,).(H,),, d. i. Kohlenoxyd - nihydrogen tritt ; dieses sind abcr die Elemelite
des Holzgeistes , welche daher eine Uinsetzung erfahren,
indem sich derselbe mit der wasserfreien Sliore verbindet.
Zweile Reihe.
1 ) Ameiseitsaures Aethyloxyd =C, H I 0, ist ElaylBikohlenoxyd - Bihydrogen.
('2
H4)'*(c2 0!2)2'(H4)Z*
Siedh. ber. = 5 4 O bis 5 5 O .
- beob. = 5 3 O L i e b i g .
2 ) Essigsaurcs AelhyIoxyd = C, H I ,0, ist Methylen-Elayl-Bikohlenoxyd-Bihydrogen.
(c2 H4)"'(CZ H4)"'(C2OZ>Z'(H4)?'
Siedh. ber. = 7 5 O bis 7 6 O .
- beob. =74O D u m a s .
3) Buliersaures Aethyloxyd =C, ,H, 0, ist Methylen - Trielayl- Bikohlenoxyd- Bihydrogeu.
(CZ H*)".(Cz H,); .(CZ 0 2 ) z '(H4)1.
Siedh. ber. = l o g o bis l l O o .
- beob. =1100 P e l o u z e u. G d l i s ; L e r c h .
4 ) Valeriansaures Aelhyfoxyd =C, H, 0 , ist Trimethylen -Bielayl- Bikohlenoxyd-Bihydrogen.
(C,H,)",.(CzH,)',.(C,Oz),
.(H4)2'
Siedh.
I93
Siedh. ber.
= 1 3 1 O bis 133O.
- beob. =133O,5 O t t o .
Diese Abtbeilung oder Reihe ist dadurch charakterisirt, dafs jedesmal Elayl- Koblenoxyd -Bihydrogen
=('Z
H4)*'(c2 O2 > . ( H 4 ) 2
an die Stelle des Hydratwassers =(H,O,)
der Saure
tritt.
Im buttersauren Aethyloxyd sind zugleich 2 Aeq.
Methylen der Saure in Elayl uingesetzt; in valeriansauren Aethyloxyd, ein Aequiv. Elayl der Slure in Methglen. Es verbindet sich in dieser Reihe der Alkobol
init der wasserfreien Saure, aber die Bestandlheile des
Holzgeistes, welchen der Alkobol enthalt, erleiden dieselbe Umsetzung, wie in der vorigen Reihe. Ein Aeq.
Elayl des Alkobols geht unverandert in die Verbindung ein.
Diese Aetherarten sind Verbindungen von Holzather
iiiit den wasserfreien Sluren.
Dritte Reihe.
0, ist Elayl-Kohlenoxyd-Bihydrogen.
(c,H,)".(C2O2).(H,)*.
Siedh. ber. = - 2 O
bis -3O.
beob. unter Oo Dumas.
2 ) Aethcr =C, H, 0, ist Methylen-Bielayl-Kohlenoxyd-Bihydrogen.
(cZ
>"'(c,
'4);
'(c2 O2 > . ( H 4 ) 2 *
'
Siedh. ber.
= 3 5 O bis 36O.
- beob. = 3 5 O , 7 G a y - L u s s a c .
Der Holzlther entsteht aus dem Holzgeist auf die
n%inlicheWeise, wie der Essigholzather aus dem Essigsaurehydrat. Im letzteren Falle>tritt Kohlenoxyd-Bihydrogen an die Stelle des Hydratwassers der Saure; im
ersteren Falle tritt Kohlenoxyd-Bihydrogen an die Stelle
des Hydratwassers im -Holzgeist.
PoggendorlPa A n d . Bd. LXII.
13
1 ) Holzdther = C 4 H
-
194
Uer Aether entsteht aus dem Alkohol nuf ganz Ihnliche Weise, wie der Essiglther ails dem Essigsiiurehydrat. i m letzteretl Falle tritt Elayl- Kolilenonyd-Bihydrogen an die Stelle des Hpdratwassers der Saure; der
Aether. entstelit aus dem Alkohol, indem Mcthylen-Kohletioxyd -Bihydrogen n u die Stclle des Hydratwassers im
Alkohol t ritt.
Ich cnthalte inicli bei Dnrstellriiig clieser Rclationen
aller weiteren chemischen Betrachtungcn, die sicli in Fiille
darbieten, um niclit auf ein ganz andcres Feld der Untersuchiing zu gemthen.
Vierte Reihc.
1) Kohlerisdureufher = C ,
H,, 0,ist Methylen-Rielayl- Kolilenoxyd -Bihydrogeu - Kohlenslore.
(C, H, >".(C,H,); .(C2 0,) . ( E L 1 2 . C ?0,).
'Siedh. ber. =125" his 126".
- beob. =125O bis 126" E t t l i n g ; 125" Cnh o 11r s.
.2) Oxak&er = C , , H z O O , ist Methylen-liidayl-Bikohlcnoxyd -Bihydrogeii -Kohlenslure.
(C, H,)".(C,H,
* ( G0 2 1 . 2 * ( H , ) 2 . ( C ? 0,).
Siedh. ber. =182O bis 163".
- beob. =153°bis18.1" D u m a s u . B o u l l a y .
3) Aconikilher = C , H, 0, ist Methylen-BielaylBikohlenoxyd - Bihydrogen- Fonnyl-Kohlensaure.
>:
,
( C ? H,)".(C;
H*)2
.(C,
o*>;.(H,),
.(C*H.?).(C,0,).
Siedh. bcr. ~ 2 3 4 bis
" 235".
- beob. =236" Crasso.
4 ) Bernsteiniilher = C , , H , , 0, ist Peotaelayl-Bikohlenoxyd - Bihydrogen - Kohlensaure.
( C , H,)", . ( C , O , ) ?*(HA), . ( C , 0,).
Siedh. ber. =212O bis 213".
- beob. =21-L0 d ' h r c e t ; 214O F e h l i n g .
Diese Reihe ist dadurcli charakterisirt, dafs jedes-
19.5
inal der Aether selbst unverandert mit der wasserfreien
Saure in Verbindnng tritt. Nur im Bernsteinather ist
sowohl das Methylen des Aethers als das Methylen der
S;iure in Elayl umgesetzt.
Fiinfte Reilic.
, ,
1) Essigsaures Amyloxyd =C H , 0, ist Methylen - Tetraelayl-BikohlenoxydBihydrogen.
.
( C , H, 1". (C,H,)', .( c2 01 1 2 ( H ,
Siedh. ber. =126O bis 127O.
- beob. =125" C a h o u r s .
In dieser Aetherart tritt das Kartoffclfiiseliil mit der
wasserfreien Saure in Verbindung, jedoch s o , dafs der
Holzgeist, das Elaylhydrat im 'Kartoffelfuselii1, dieselbe
Umsetzung in Kohlenoxyd - Bihydrogeil erleidet, wie in
den drei ersteii Reihen. Es tritt also Tetraelayl-Kohlenoxyd-Bihydrogen an die Stelle des Hydratwassers der
Sgure; zugleich setzt sich, wie man sieht, das Methylen
des Kartoffelfuseliils in Elayl um.
>,a
Sechrte Reihe.
1 ) BenzoZsuures Methyloxyd
=C: H I 0 ,
thylen - Triformyl-Kohlensaure.
ist
Me-
(c2
H4)"'(C4H4 ) J ' ( c Z O,>'
Siedh. ber. =196O bis 197".
- beob. =198O,5 D u m a s und B o u l l a y .
2 ) Benzoesaures AethyIoryd =C, ,H, "0,
ist BielaylTriforinyl- Kohlenslure.
>:
. c,
>.
( c2 H *
(
H4 1 3 .( 1 0,
Siedh. ber. =209" bis '2100.
- beob. =209O D u m a s und B o u l l a y .
3 ) SuIicyIsaures Methyloxyd, Oel der Gaulthiera procumbens, = C , s H I s 0, ist nimetliylen-BiformylKohlenoxyd - Kohlensaure.
(C2H, 1; .( G H ,
11
c
.(
c*0 ,>4c20,1.
13 *
196
Siedh. ber. =222O bis 223O.
- beob. =222O C a h o u r s .
4) Zhrntsaures Aefhylozyd =C, ,H, ,04ist Bielayd
Tetraformyl - Kohlens”aure.
‘
(C, H 4 L .(C4H4)*.(C*O+).
Siedh. ber. =261° bis 262O.
- beob. =260° M a r c h a n d .
Diese Actherarteu entsteheii, iudem sich ein oder
zwei Aequivalente Elayl des betreffenden Alkoliols unmittelbar mit der Saure verbiiideri, oder sich auch dabei in Methylen umsetzen, wie im- benzoesauren und
salicylsauren Methyloxyd ; aber die Componenten der
Saure selbst erleiden dabei eine Umsetzung.
Der Benzoeiither ist eine Vcrbindung des Bielayls
des Alkohols mit Benzinkohlensiiure , den Elementen der
Benzoesaure ; aber die Benzoes%xe ist uiclit Benzinkohleus~ure. Der Zimmt;ilher ist eine Verbindung des Bidayls
des Alkohols mit Ciunamiukohlensaure ; aber die Zimmtsaure ist nicht Cinnaminkohlensaure.
Die Constitution dieser Siiuren ist nichl die ihrer
Elcmente in dem Aether; aber welches ihre Constitution
ist, das habe ich bis jetzt nicht aufgefunden. Sie enthalten wajlrscheinlich ein Radical, welches mir noch unbekannt ist.
Siebente Reibc.
1) Oel am Mcntha pulegium =C,,H,,O,
Triforniyl - Kohlenoryd - Bihydrogen.
<c2H4)”,.(C4H4)3
ist Trielayl-
.(c202>*(H4)2’
Siedh. ber. =i87” bis 188”.
- beob. =IS20 bis 18S0 K a n e .
2 ) Campher =C, fl H, 0,ist Elayl-Tetraformyl-Kohlenoxyd - Trihydrogen.
(C2H4)’
‘(c+H4)4*(c2
02).(H4)3.
Siedh. ber. =202O bis 203”.
beob. ~ 2 0 D4 u m
~ as.
197
Diese Aetherarten entstehen wahrscheinlich durch
unmittelbare Oxydation von Kohlenwasserstoffen, indem
nur an die Stelle eines Aeq. Elayl oder Methylen derselben Kohlenoxyd tritt. Der Campher entsteht auf diese
Weise aim dem Menthen. Wahrscheiiilich entstehen auch
mehrere der vorher genannteu Aetherarten auf die gleiche Weise aus Kohlenwasserstoffen.
( S c h l u f s i m n5cl1sten H e f t . )
1U. Lkber die Thermo-EZektricitiit tlcr Metalk
metalIisc?icn Mincralicn ( Erze) ;
uon Dr. H a ri k e l .
icriti
z u diesen Versuchen veranlafsten mich einmal die von
E m m e t angestellten und in D o v e ’ s Repertorium, Bd. I
S.344 ff, , mitgetheilten Versiiche, theils der Gedanke,
ob es nicht m6glich sey, eine wirksame thermo-elektrische Kette ails verschiedenen Metallen zu construiren,
auch wenn alle Verbindungsstellen dieselbe Temperatur
batten. An dern angefuhrten Orte sind die Versuche
Emm e t’s in einer Tabelle mitgetheilt. E m m e t legte
ein heifses. Metall entweder gegen ein gleichartiges kaltea oder gegen eiu verschiedenartiges kaltes.
W a s die Strame betrifft, welche entstehen, wenn
ein heifses Metall an ein anderes verschiedenartiges kaltes gelegt wird, so erhielt E m m e t oft entgegengesetzte
Strbme, je nachdem er das eiue von beiden erhitzte, oder
das andere. Es geschah diefs in folgenden Fallen:
1) bei Antimon in Beriihrung-mit allen von ihm angewandten Metallen;
2) bei Eisen gegen Platin I).
-
1 ) D. h. wibrend in Beriihmng beifscr Platin
und ksltu Eisclr 4
Das TOD ihm
war, f a d cr heifrcc Euen
und. k d t u Platin
+
-.
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