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Die Spektren Beryllium I und II.

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1005
Die r5peX”tren BergZZ4um I u n a IZ
Von 3.Paschen und P. 6. K r z c g e r
I n h a l t s a n g a b e : Ein Kastchen, dessen innere Wande mit Plattchen
aus metallischem Beryllium ausgekleidet sind, dient als Kathode einer
Glimmentladung in Helium. Das Glimmlicht im Innern ergibt bei
Stramen bis zu 1,2 Amp. die Spektren Be I und Be I1 mit reichlicher
Entfaltung der Serien, insbesondere zwei Serien von Singulets und damit
das nicht bekannte Singuletsystem von BeI. Ein Bogen zwischen
metallischen Stiicken Berylliums in verschiedenen Gasen bestatigt diese
Analyse von B e 1 und enthalt auBerdem neue starke Linien, welche zu
einer Erweiterung des Spektrums Be I geharen, die bei gleichzeitiger
Anregung beider Valenzelektronen statthat. Es werden die Wellenlangen und Termtabellen beider Spektra Be I und Be11 angegeben.
Die erste sichere Kenntnis uber die im Kohlebogen auftretenden Linien des Berylliums riihrt von H. A. R o w l a n d
und T a t n a l l l ) her, welche die starksten Linien mit einem
groBen Konkavgitter gemessen haben. Alle von ihnen angegebenen Linien sind Berylliumlinien, und es sind ihnen von
den starken Linien nur wenige entgangen. Das Berylliumspektrum ist im Kohlebogen schwer zu erhalten. Das Metal1
oxydiert in der Hitze und verdampft dann nicht mehr, leitet
auch den Strom nicht. AuBerdem fuhrt das so erzeugte
Spektrum eine Reihe von Banden, in denen starke Linien
verborgen bleiben konnen. Wohl aus diesen Grunden ist die
Kenntnis des Berylliumspektrnms bis in die neueste Zeit nicht
gefordert worden.
S. Popow2) und E. Back3) haben die genauere Tripletstruktur einiger schon von R o w l a n d und T a t n a l l als mehr1) H. A . R o w l a n d und R. R. T a t n a l l , Astrophys. Jonm. 1. S. 14.
1595.
2) S. P o p o w , Verhandl. d. Schweizer Naturf. Ges. 1913. 11. S. 150.
3) E. B a c k , Ann. d. Phys. 70. S. 333. 1923.
1006
F. Paschen u. Y.G . Kruger
fach erkannter Liniengruppen und den Zeemanneffekt der
stkksten Linien festgestellt, so da8 es moglich war, mit einiger
Wahrscheinlichkeit die Rolle iheser Linien in den Spektralgesetzen anzugebeal)
Nachdem in neuerer Zeit Stucke metallischen Berylliums
hergestellt worden sind, ist es moglich, sein Spektrum vollstandiger zu erforschen. J. S. Bowen und R. 8. Millikan2)
lieBen ihren ,,hot spark'' zwischen Stiicken Berylliummetalles
im Vakuum iibergehen und erhielten besonders das Spektrum
B e I I mit so vielen Linien, daB das Termschema dieses Spektrums abgeleitet werden konnte. Ton dem Spektrum B e 1
geben sie nur die Linien und das Termschema der Triplets
an. Diese Analyse der Triplets wird bestatigt und durch
hohere Serienglieder ergainzt durch E. W.H. S e l ~ y n . ~ )
Hiernach fehlt noch die Analyse der Singulets im Spektrum BeI, fur welche bis jetzt nichts vorliegt, als die starke
und meist selbst umgekehrte Linie 2348,6 IPE, die von P a s c h e n
und G o t z e als Resonanzlinie 2 IS-2 'P angesehen wurde,
sowie die Linie 4572,7 AE, die nach Analogie mit M g I entweder 2 lP-3 lS oder 2 'P-3 'D sein sollte, da ihr Zeemanneffekt, nach B a c k ein normales Triplet, die Zwischenkombination 2 'S,,-2 3P1ausschloB. Dazu kame noch die von
Selwyn gegebene Linie 1661,48, iiber deren Charakter zuniichst
nichts zu vermuten ist.
Wir werden im folgenden unsere Versuche zur Ermittlung der Singuletterme darlegen. Da diese zu einer genaueren
Messung der starkeren Linien von B e 1 und B e I I fuhrten,
geben wir ein ziemlich rollstindiges Verzeichnis der Linien
und 'I'ermwerte beider Spektren auf Grund der von uns angenommen Wellenlangen an.
Es standen runde Pliittchen metallischen Berylliums von
15 mm Durchmesser und 2 mm Dicke zur Verfiigung, wie
solche heute fur Rontgenrohren benutzt werden. Zwei verschiedene Anordnungen cler Leuchterregung wurden benutzt.
Die erste griindet sich auf die elektrische Zerstaubung an der
1) F. Pa s c h e n und R. G 6 t z e , Seriengesetze der Linienspektren.
Berlin, Julius Springer 1922. S. 71.
2) J. S. B o w e n und R. A. Milliksn, Phys. Rev. 28. S. 256. 1926.
3) E. W. H. S e l w y n , Proc. Roy. SOC. 41. S. 392. 1929.
Die Spektren Beryllium I und I I
1007
Kathode. Ein Kastchen mit diinnen Kohlewanden (quadratischer
Querschnitt, innen 14 x 14 mm, Lange des Kastchens 33 mm)
wurde i m e n mit Berylliumplattchen so ausgekleidet, daB die
innere Oberflache zum grogten Teile aus Beryllium bestand,
und moglichst wenig Kohle freilag. Dieses Kastchen diente
als Kathode einer Glimmentladung in reinem Helium von
moglichst geringem Gasdruck. Bei Stromstarken zwischen
0,25 und 1,2 Amp. zerstkubte das bis zur Gelbglut erhitzte
Metall und ergab die Spektren B e 1 und Be11 mit scharfen
Linien und vielen Gliedern in den Serien. Es wurden Aufnahmen gemacht 1. mit einem 1-Meter-Konkavgitter im Vakuumspektrographen und 2. mit einem Konkavgitter von 1,5 m
Radius in Luft. Den Aufnahmen 2. bei 1,2 Amp. Stromstarke
verdanken wir die Auffindung der beiden Singuletserien von
B e l , auf denen das Termschema der Singulets beruht.
Die zweite Anordnung bestand in eineip Bogen zwischen
Berylliummetall. Ein solcher Bogen ist in der Luft kaum
zu betatigen, da die Elektroden sofort oxydieren und dann
isolieren. Man mug bestandig die Elektroden blank feilen
und erhalt den Bogen nur fur Sekunden. Aus diesem Grunde
wurde der Bogen innerhalb eines luftdicht abgeschlossenen
Behaltera angeordnet, der mit Wasserkiihlung umgeben war.
Die Anode wurde besonders clurch innen flieBendes Wasser
gekuhlt. Die andere Elektrode bildet das Ende einer in den
Behalter fiihrenden Schraube, mit der die Ziindung bewerkstelligt und die Lange des Bogens eingestellt wurde. Diese
Schraube war gut gedichtet, auch wenn die Temperatur erheblich stieg. Der Behalter konnte mit verschiedenen Gasen
gefiillt oder auch evakuiert benutzt werdei. Als Gase wurden
reines Neon, reines Helium und WasserstofY verwendet. Die
starksten Linien dieser Gase erschienen dann in mittlerer
Starke im Spektrum.
Der Bogen gab interessante Resultate. Erstens erhielten
die Linien bei hoherem Gasdruck je nach der Serienzugehorigkeit charakteristische Unscharfen. Dadurch wwde die Analyse
der beiden Singuletserien bestatigt.
Sodann traten besonders in Wasserstoff sehr starke neue
Linien auf, von denen die meisten in der Glimmschicht vollig
fehlten. Der Nachteil des Bogens besteht darin, daB alle
1008
F. Paschen u. P.G. Kruger
Verunreinigungen des Berylliums starker als in der Glimmentladung erschienen :Mangan, Magnesium, Aluminium, Barium,
Eisen, Kupfer, Zink. Die Erkennung schwacherer Berylliumlinien wurde hierdurch erschwert. Andererseits geben die
fremden Linien, besonders die des Eisens, viele Normale zu
genauer Messung. Die ersten Glieder der Singuletserien waren
ungemein stark. Aber die zwei bis drei letzten Glieder derselben waren wegen ihrer Unscharfe und Schwache zwischen
den Verunreinigungen nicht zu identifizieren. Der Intensitatsabfall innerhalb der Serie erscheint im Rogen starker, wohl
weil die Unscharfe rnit der Serienlaufzahl stark znnimmt, wahrend
in der Heliumentladung die LinienschLfe bis zum hochsten
Serienglied bei niederem Gasdruck erhalten bleibt. Auch verhindert einseitige Verbreiterung im Bogen eine genaue Messung,
die daher nur mit den scharfen Linien in der Glimmentladung
vorgenommen werden konnte.
In allen Gasen trat eine Doppelbande stark auf eine
schwachere, nach Violett verlaufende mit dem Kopf bei 5100 AE.
Bei 4991 ACPE liegt der Kopf der starkeren, die zusammen mit
der ersteren bis 4500 BE reicht. Es wird eine Berylliumbande
sein (Be,?). Die Glimmentladung war vollig frei von Banden,
wenn der Gasdruck niedrig war. Bei hoherem Gasdruck war
der Kopf der starken Bande bei 4991 AE schwach vorhanden.
Die analyse dieses Bogenspektrums geschah mit einem
vorzuglichen 1-Meter-Konkavgitter von And e r s o n , welches
fest aufgestellt und auf groBte Scharfe der Linien justiert war
fur das Spektrum I. Ordnung von 9100 bis 1800 AE. E s war
moglich, in der 11. und III.Ordnung die neuen engen BerylliumTripletgebilde einwandfrei zu analysieren.
Beryllium I
Das Glimmlicht im Inneren des Berylliumkastens ergab
die folgenden Linien der beiden Serien 2 p 'P-ns ' S und
2 p lP-n d ID. Messungen derselben Linien im Bogen ergaben
andere Werte, insbesondere fur die d-Serie, deren Linien nach
Rot verbreitet sind, groBere Wellenlangen (bis 0,1 AE groBer)
wie aus anderen Beispielen bekannt ist.
v = 2 'P-n '8; 2 lP = 32629, n = 3 im Bogen gefunden.
rt = 2 von B a c k und mir als Resonanzlinie erkannt.
Die Spektren Beryllium I und II
n=
1
2
)
3
1
4
/
--r
5
/
6
1009
1
7
8
_ _ _ _ _ _ _ ~ _ _ ~ _. -
4572,689 3813,402 3515,538 3367,645 3282,920 3220,618
Y
21862,9 26215,9 28437,O 29685,8 30451,9 30954,5
n *D 10766,l 6413,l
4192,O 2943,2 2177,l 1674,5
n*
3,19262 4,13660 5,11642 6,10615 7,0998 8,0949
LL
3193,79
31301,8
1327,2
9,0930
3168,45
31552,l
1076,9
10,0946
1) J. S . B o w e n und R. A. M i l l i k a n , Phys.Rev. 26. S. 310. 1925.
I
9948,9
(7966)
6413,l
(9243)
~
23110,22 10684,6
13137,s
7248,i
20517,l
(15007)
10766,l
(18351)
I
I
,
'
I
~
3873,6
li183,O
4585,6
I
!
~
283Q
2310.4
2177.1
2746,l
~~
2103,2
1762,7
1674,5
2047,3
2 p 3 s sP, 10368,64
3,92
' P I --10364.72
2;05
3Pp,--10362,W
4030,4
3161,;
4192,O 1 2943,2
(5557,8) (3709,4)
5872,O
7
~
'
I
I
1121,i
1076,9
923,i
( 'D1-
18997,221
0,60
2 p 3 d sD3 18998,97
l,l5
aD218997,82
1389,l
132i,2
~~
11
.~
1) Ionisierungespannung des Be 9,2810 Volt.
2) Metastabiler Zustsnd, dessen Ionisierungsspannung = 6,5675 Volt.
Die Werte der tiefsten Tripletterme sind dieselben, wie bei B o w e n und M i l l i k a n und bei S e l w y n . Nach unseren
bis auf etwa 1 cm-l richtig sein.
Wellenliingen der W- und SD-Serien mussen die Werte des Grenzterms 2 *Pz,l,,
15494,25
2,03
15496,28
1,40
15497,fiS
3695,4)
- 3882,O)
53209,83 $)
53212,18
53212,Sfi
75194,3
32629
~
~~
Das Termschema Be I
Tabelle 1
Die Spektren Beryllium I und II
1011
Tabelle 2
Die Wellenlbgen des Spektrums Be I
-.
7
~
Int.
-
10
(1
(3
(.5
10
9
2
5
6
6
2
5
8
3
10
5
8
3
7
6
2
30
20
10
5
.5
3
2
-5
6
7
3
6
8
5
8
10
8
7
6
10
5
10
8
6
10
20
12
1,
V
4254,lO
3216,05
1209,3
$981.0
t572,69
1407,91
1264,12
1253,76
1253,05
12111,9
12168,O
13867,2
14320,6
21862,9
22680,l
3866,03
3865,74
3a65,50
3865,43
3865,14
3ai3,40
3736,2a
3515,54
3476,61
3455,20
3367,646
3345,44
3321,347
3321,086
3321,013
3282,92
3268,~
3229,62
3193,79
3168,45
3110,95
3110,83
3019,60
3019,51
301934
2986,6 2
2986,44
2986,09
2898,27
2898,19
2738,09
2650,i 7!
2650,71:
2650,63(
2650,6 1i
2650,56!
26:>0,47(
2494,73!
2494,59(
25859,O
25861,O
25862,5
25863,O
25865,O
26215,9
26757,O
28437 ,O
28755,4
28933,6
29&35,8
29882,9
30099,6C
30101,91
30102,63
30451,9
30581,7
30954,5
31301,8
31552,l
32135,2
32136,5
33107,3
33108,3
33110,2
33473,O
33475,O
33478,9
34493,2
34494;Z
36511,O
37713,51
37714,5(
37715,51
37715.9.
37716,5!
37717,9~
40072,31
40074,6
33500,O
23502,O
23506,O
Komb.
2 'P-3 1
s
3 BP-4 3 5
3 3s-4 S P
3 9P-5 8
s
2 'P--3 'D
2 'P--4 'S
2 8 3 d8D- -2p 3 8 'Po
2 s 3 d 8 D - 2p3s'P1
2s3daD- 2p3s0Pa
2p 2p T-2 p 3 8 3p0
2p 2pBPq- 2 p 38 3P1
2p 2pSP1- 2 p 3 8 S P '
2p 2p 8Po- 2 p 3 8 3P1
2p 2pSPq- 2 p 3 S 8 P a
2P 2P2'p,--2p 3 8 'P3
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2 'P--5 'D
2 'P- 6 'S
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23602,2
23506,l
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25858,97
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30451,9
30581,7
30934,5
31301,8
31552,l
32136,32
32136,47
33107,3
33108,3
33110,2
33472,92
33474.92 2986,43
3347a,82 2986,06
34493,22 2898,24
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2 SP,-4 8s
42527,7 2 3P1,0-4 0s
42565,3
2 '5-2 'I
45961,l
2 3P*-4 SL
45963,8 2 "r,,,-4
SL
42527,58 (P
42528,26 (4
1 45961,l
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~-
Int.
'Vsk.
V
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-~
-~
~
5
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10
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3
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9
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-6
5
3
2
1
.j
12
4
-
Be1
=
-
Bowen u
Millikan Selwyn
____
47026,83 PI 2126,57
(48623,33
29,18 P1
PB
2 sPp,l-5 sD
{49179,43
26,58Pl 2056,71
PB
2 'P2,1--6 '5
{80048,13
81,78P1 2033,43
Pa
2
-6 'I,
(50372,93
50,48 Pl 1 9 9 89~
P9
a 3Ps3,-7
{ 50899,43
75,29 PI
P,
-
2 sP,s1-5 *S
'P9.l-
3
s
2 'Pp,l-7
'D
1985,34
i
901,78 PI 1964,81
51106,63
Pp
1956,63 51108,3 2 'P9#,--8 ' S
1956,97
08,98 PI
51447,13
P,
1943,68 51448,8 2 8P2,1-8 3D
49,48P, 1943,60
51820,73
P5
1929,67 51822,4 2 3P2,1-9 3D
1929,47
23,08 Pl
52088,13
P,
1919,76 52089,8 2 ~ ~ ~ , , - 1 0 3 1
1919,62
90,48 Pl
1912,49 52287,8 z 3 ~ ~ , ~ - - 1 1 3 152286,13 P2
1912,75
88,48 Pl
52433,83
PI
1907,12 52435,2 29~,,,-1231
36,18P1
1661,488 60187,l
(2 '8-3 'P 60187,l)
1661,48
1487,472 67228,2
(2 '5-4 'P 67228,3)
{
{
{
{
{
Sie gehoren zu einer Erweiterungl) dieses Spektrums, welche
bei gleichzeitiger Anregung der beiden Elektronen eintritt.
DaS im vorliegenden Falle im Qegensatz zu den sonst bekannten zwei Elektronenspektren eine hiihere Anregnng anch
1) Vgl. F. Paschen, Sitaungsber. Bed. Akad. d. Wiss. XXXII.
8. 574. 1930.
Die Speldren Beryllium I und I I
1013
des zweiten Elektrons eintreten kann, liegt wohl an der grogen
Stabilitat des mit seinen drei Teiltermen metastabilen Zustandes 2s 2 p 3P. Da aber die neuen Linien hoherer Anregung
in der Glimmschicht fehlen, obwohl dort das Spektrum Be I1
gut entwickelt auftritt, so geniigt die Metastabilitat des Terms
2 3P noch nicht. Die Tatsache, daB die neuen Linien bei
Gegenwart von Wasserstoff und Sauerstoff verstarkt werden
und die weitere Tatsache, daB sie stets zusammen mit der
(Be,-)Bade auftreten, deutet auf chemische Vorgange wie
Hydrid-Hydroxyd- und Molekiilbildung hin. Die Dissoziation
aus einem Molekiil scheint eine wesentliche Bedingung zu
ihrer Erzeugung zu sein.
Die niederste Anregung des Zustandes 2 s 2 p 3P fuhrt
zum Zustand 2 p 2 p und erfordert 4,66 Volt fur den 3P-Term
desselben, 6,l Volt fur den lD-Term und 7,05 Volt fur den
lS-Term. Die beiden letzteren Terme sind nicht bewiesen. Aber
die Linie 3455,2 AE ist die einzige von den neuen Linien,
welche auch im Glimmlicht stets init einiger Intensitat zugegen ist, und welche nachst der Gruppe 2650 am leichtesten
anregbar erscheint. Nach ihr kame clie Linie 2738,l.
Die weitere Anregung voin Zustand 2 s 2 p 3 P aus fiihrt
nacheinander zu den Konfigurationen 3 s 2 p , 3 p 2 p , 3 d 2p.
Die fur diese gefundenen Terme entsprechen der GroBe nach
den zu erwartenden Anregungen. In folgender Tabelle ist
die Anregung vom 2 s 2 p 3 P aus bis zu dem betreffenden
Term verglichen mit der Anregung eines Teimes entsprechenden
Elektroneniiberganges des einfachen Spektrums. Der fjbergang des zweiten Elektrons ist also der gleiche in beiden
Falen. Das erste Elektron bleibt dabei im einfachen Spektrum
im 2 s-Zustand, im erweiterten iiii 2 p-Zustand. Alle drei Anregungen sind im erweiterten um rund 1 Volt hoher als im einfachen Spektrum. Die Stufen der Anregung entsprechen einander.
Hierdurch ist auch der Term 2 p 3 p 3 P , der nur durch
die Liniengruppe 3019 gestiitzt ist, und dessen Zahlenwert
noch mit der Unsicherheit des Terms 2 s 3 p 3P behaftet ist,
ziemlich wahrscheinlich. Seine GroBenordnung wird richtig
sein, und die Gruppe 3019 wird diese Bedeutung haben.
Die neuen Terme sind im ubrigen nach ihren Kombinationen erkannt, so der 2 p 3 d 3D-Term als solcher, weil
-~
I2 =
,
2
-~
~~
4
-
~
146881,; 58650,5 31416,s
114952,9 50385,s
114946,3 50383,s 28122
-28828.5 27459.5
2733i.1
-~
3
_ _ -
19545,6
1i911,5
l7570,4
17559.8
Tsbelle 4
Beryllium 11, Wellenliingen
Int.
45
~-
12
10
i
20
10
9
10
10
l
Ii
:I
u
50
30
s
I;
4
1
I
-
Y
'ber.
~-
-
~~
5270,843
5270,322
4828,119
4673,462
1361,025
4360.090
3274,640
3241,835
3241,646
3233,538
3197,164
3130,416
3131,064
3046,676
3046,520
2728,83
2697,33
18967.O
18968,9
20706,2
21391,4
22924,O
22925,8
30528,:)
30837,9
30839,i
3091i,0
31268,'i
31935,4
31928,s
32813,l
32814,s
36634,9
37062,7
2618.10
38184,Z
3 P-6 D
39869,'J
40739,Z
41421,8
43522,2
46254,4
3 D-7F
3 8-5 P
3 D - 4F
3D--4F
3 D--6 F 1
2 8- - 2 Psi*
2 s 2 PI,;
3 P31, 5 D
3 P,*- 6 D
3 D--6 F
3 P-6 s
I
2
~
I
1
J)
2
.i
1
1
I
2507,40
2453,89
2413,45
2296,9i
2161,275
1
I
3 P,,p-i
3 p3/?-8
I
38-61'
D
D
___
18967,O
18968,8
20706,3
21391,4
22924,O
22925,8
30528,5
30837,9
30839,7
30917,O
31268,7
31935,4
31928,8
32813,l
32814,9
36634,9
37060,9
62,7
38183,8
85,6
39869,9
40739,O
41421,8
43522,2
46254,4
Die Spektren Beryllium I und II
1016
T a b e l l e 4 (E'ortsetzung)
Int.
i
lVat
1776,339*)
177G,118*)
1512,451*)
1512,303*)
1197,19
1143,03
1048,234
1036,271
1026,926
I
~
Y
1
Komb.
- .
56295,6
51i302,(i
ii(il17,S
6li124,3
83529,O
8748(;,8
95398,5
96499,s
Y7378,O
I
1
~
~
I
~
i
5
1
4
.5
7
4
3
-5
*)
101623,5
984,026
973,261i
102747
949,746
105291
943,559
105982
925,24(i
108079
I
842,0.57
118757
,
775,375
128!170
I
743,579 '1
131485
I
,
'LS 71'
13779;
725,71
Zahlen nach J. S. B o w e n und 1L A. M i l l i k a n .
'
I
'ber.
-~ - .
-
56295,8
56302,4
66117,8
66124,4
83529,s
87486,s
95400,7
96498,2
97375,9
82,5
101623,7
102746,6
105290,ci
105984,Ci
108085,O
118760
128970,2
134485.6
137796'
er mit dem 2s3d31) und dem 2p2p31'-'l'er1n, niclit aber mit dem
2s 3s 3S-Term kombiniert. Auch ist die verschiedene Konfignration
der zwei Gebilde 3110 und 2898 mit einem 31)-Term in Einklang.
Alle diese Linien und Liniengruppen des erweiterten Spektrums B e 1 sind in Wasserstoff von Atmospharendruck au6erordentlich stark, am stirksten auf einer Aufnahme, bei der
der Behalter des Rogens etwas undicht war, so daB von Zeit
zu Zeit wahrend der Aufnahme schwache Knallgasexplosionen
einsetzten. Die Gruppen 4253, 3865, 2986, an welchen der
Term 2 p 3 s 3 P beteiligt ist, werden in Wasserstoff mit
wachsendem Druck am meisten verstarkt. Sie sind im Bogen
im Vakuum von 'Ilo mm Druck die schaachsten. Sie fehlen
vollig auf allen Glimmlichtaufnahmen. Pie Gruppen 3019
und 3110 sind a d einer Aufnahme des Glimmlichtes schwach
vorhanden, bei der der Heliumdruck groSer war. F u r 2898
I. und 11.Ordnung war bei dieser Aufnahme keine Platte gesetzt.
1) Bei Abwesenheit von Neon 743,725 gemesaen.
____
1016 F. Pasdm u. P. G. Kruger. Die Xpktrert BerylZium I u. II
Alznawkung hei der Korrektuv
Wir haben zu unserem Bedauern die schiine Arbeit von R. F. Paton
und G . 31. K a s s w e i l e r ’ ) iibersehen, welche im elektrischen Vakuumofen
bei 2500 I) abs. die beiden Singulrteerien entdeckt haben. Unsere Versuche ziir Auffindung des Siugnletsystems eg eb en dalier eine Bestiltigung
ihres Resultates, diirftcu xlier insof(xrn weiter fuhren, als wir in jeder
Serie noch drei hiiherc (+lieder fandeu. Soc.11 halteu n i r unsere Werte
der Wellenllngen und Terrne f iir genaner. So miichten wir bezweifeln,
daB dic von R. 1‘. I’atoii untl I<. E. S u s s b a u m 9 gefundene L i n k
-lX3,07 A die Zivischenkombiu:ition 2 lAyt,- 2 j l ’ , ist, da wir diese Linie
nie beolmclitet haben, iind d a .ie :tnHerhxlb deq IJereiches liegt, in dem
sie nach nnseren TerinwcrteQ zrc e r i r arten ist.
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