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Die technischen Neuerungen der feinkeramischen Industrie.

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494
Technische Neuerungen der feinkeramischen Industrie.
Zur Bestimmung des Schwefels im Kautschuk eignet
sich am besten die von A 1e x a n d e r fiir die Kautschukanalyse empfohlene Peroxydmethode (nach K o r n e c k).
Eine andere Methode gibt D e u s s e net) an. Das Prinzip
dieses Verfahrens beruht darauf, daB die Kautschuksubstanz mittels salpetriger Saure in das gelbe Kautschuknitrosit ubergefuhrt und dieses in wasseriger Sodalosung
aufgelost wird. Nur so ist es moglich, das Nitrosit in Wasser
zu losen, und zu gleicher Zeit hat der Zusatz von Soda den
Zweck, den oxydierten Schwefel bei dem nachfolgenden ReduktionsprozeB an Natrium in Form von Na,S zu binden.
Der S-Gehalt der Na,S-Liisung wird dann colorimetrisch bestimmt. Diese Methode scheint einigermaBen genau zu
sein, nur ist dieselbe fur die technische Analyse zu zeitraubend. Es ist auch nicht recht einzusehen, weshalb man
auch hier noch weiter nach neuen komplizierten Methoden
sucht, wenn bereits einfache sichere Bestimmungsmethoden
vorhanden sind. Dasselbe gilt auch ron der Bestimmung
des Schwefels nach K a y e und S h a r p s 2 ) , wonach der
Kautschuk mit Zinkoxyd und Kaliumnitrat im Tiegel erhitzt wird. Hierbei findet ebenfalls Oxydation des Schwefels
zu Schwefelsaure statt, und diese kann nach dem Auflosen
der Schmelze in der ublichen U'eise mit BaCl, gefallt
werden.
Uber die Untersuchung der Fullstoffe sind ebenfalls
verschiedene Arbeiten erschienen. trt ze3) berichtet uber
die Untersuchung von Goldschwefel und schlagt vor, uni
den Schwefel im Goldschwefel zu bestimmen, Losungsmittel wie Pentachlorathan, Tetrachlorathan usw anzuwenden. Fur die Bestimmung des Antimons im Goldschwefel
schlagt der Vf. die elektrolytische Methode vor.
S c h m i t 2 6 4 ) halt dagegen die volumetrische Methode
nach G y o r i - K i s s e n s o n fur besser. Derselbe Vf.
schlagt weiter fur die Trennung von Sb und P b vor, die
Substanz zu veraschen, die Asche in Salzsiiure zu losen, mit
H2S die Metalle als PbS Sb,S3 zu fallen und die Sulfide
niit einer Mischung von Weinsaure in Wasser gelost mit
Zusatz von Salpetersaure zu behandeln. Aus der filtrierten
Losung wird das Blei dann als Sulfat mit H2S0, gefallt.
C*nE;::Eclie.
vom wissenschaftlichen oder technischen Standpunkte aus
mit dem Kautschuk beschaftigt, immer von neuem vor
Augen gefuhrt, wie viele interessante Fragen gerade auf
diesem Gebiet noch der Losung harren.
Chemie und Technik des Kautschuks und der Guttapercha bieten deshalb noch ein weites-Feld fur eine erfolg[A. 97.1
versprechende Betatigung.
Die technischen Neuerungen der feinkeramischen Industrie.
Die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der Feinkeramik sind in den Referaten dieser Zeitschrift, sowie im
Jahresbericht der chemischen Technologie ubersichtlich
zusammengestellt. Inwieweit die vielfach bedeutenden Arbeiten einen Wert fur die Industrie haben, kann erst die
nachste Zeit lehren. Im nachfolgenden SOU &her eine kurze
Ubersicht uber die Neuerungen gegeben werden, welche
tatsachlich in der Industrie Verwertung gefunden haben.
Betrachten wir zunachst die R o h m a t e r i a 1 i e n ,
so haben zwei neue Naturprodukte mehr und mehr Eingang
gefunden. Es sind diese der Geyserit und der Quarzspat,
zwei wertvolle Materialien, welche vor einigen Jahren in
Deutschland aufgefunden worden sind. Diese Vorkommen
in machtigen Lagern, die heute systematisch ausgebeutet
werden, sind fur die deutsche Volkswirtschaft von hervorragender Bedeutung, da sie diejenigen Industrien, welche
auf auslandische Geyserite und Quarzite, wie sie in Island,
Neuseeland und im Yellow Stone Park vorkommen, angewiesen sind bezw. diejenigen, welche Feldspate und Feuersteine aus Norwegen und Danemark verarbeiten, vom Auslande unabhangig machen konnen.
Der Geyserit 'om Taunus (Geyseritwerk Usingen),
vgl. Chem.-Ztg. 34. No. 66, auch Perlsinter oder Kieselsinter genannt, besteht aus 99,25y0 Kieselsaure, welche
aber, im Gegensatz zum Verhalten der Kieselsaure iiu
Quarzsand, Krystallquarz usw., ganz eigenartige schat zenswerte Eigenschaften besitzt. Diese Besonderheiten
Mechanische und physikslische Prufungen.
haben dem Geyserit Eingang in manche Industrie verEine groBe Bedeutung hat besonders in neuerer Zeit die schafft: chemische Fabriken verwenden ihn an Stelle reiner
PrUungs5) der impragnierten Stoffe gewonnen, da solche Kieselsaure, Glasfabriken zur Herstellung von Krystall- und
fiir Luftschiffhullen oder Flugzeugbespannungen in groBer optischen Glasern, die Quarzglasindustrie schatzt ihn als
Menge gebraucht werden.
ausgezeichnetes Material. Ferner findet er groBe VerwenBesonders fur die Bestimmung der Luftaurchlassigkeit dung in der Emailleindustrie fur Glasuren und in der kerasind in diesem Jahre einige neue Apparate konstruiert wor- mischen Industrie fiir Masse und Glasur, besonders zur Herden, die aber fast alle dasselbe Prinzip haben. Zur Bestim- stellung von feinen dunnen Porzellanen. Sehr giinstige Ermung wird eine Scheibe des zu priifenden Gewebes uber folge sind in letzter Zeit erzielt worden bei den Versuchen,
die Offnung eines zweckdienlich gebauten GefaBes gespannt, den Geyserit fiir bleifreie Glasuren von Steingut zu bedas rnit einem Experimentiergasmesser verbundcn ist. Letz- nutzen. AuBer den eigenartigen auf pyrochemischem Gebiete
terer wird an eine Saugpumpe angeschlossen, bei deren Be- liegenden Eigenschaften zeigt der Geyserit ein merkwurdigen
trieb dann in den, zwischen Pumpe und Stoffscheibe ge- thermisches Verhalten, welches noch lange nicht vollig
legenen Rauni oder Leitungen ein Unterdruck erzeugt wird. untersucht und erkannt ist, und man sollte nicht unversucht
Die auf der anderen Seite der Stoffscheibe befindliche unter lassen, gerade dieses mehr zu wiirdigen und zu verwerten,
Atmospharendruck stehende Luft ist bestrebt, einen Aus- um das immerhin doch in beschranktem Umfan e vorgleich des Druckunterschiedes herbeizufuhren ; infolge- kommende kostbare Material mehr zu gewissen gpezialdessen findet ein der Durchlassigkeit des Gewebes ent- zwecken zu verwenden.
sprechendcr Durchgang von Luft durch den Stoff statt.
Der sog. Quarzspat \-om Zobten (Quarzspat Strobel in
Ferner ist ein neuer Apparat konstruiert worden, um Strobel am Zobten) ist ein in der Kaolinisierung begriffenes
die Plastizitat des Kautschuks zu messen, und der alte Urgestein, welches dem Zobtenberg-Biotitgranit aufgelagert
bewahrte Schoppersche Apparat ist noch durch einen ist und in einer Flache von 300000 qm zutage tritt und
Diagrammapparat verbessert worden. Besonders die Prii- daher leicht abgebaut werden kann. Nach der Analyse von
fungen rnit diesem' letztgenannten Apparat auf Dehnbar- Dr. S i n g e r , Bunzlau, besteht er aus 66,96y0 Feldspat,
keit und Bruchfestigkeit geben wichtige Aufschliisse uber 25,28% Quarz und 7,76 yo Tonsubstanz und ist daher mit
die Qualitat eines Kautschukproduktes.
Erfolg a h Alkali- bzw. FluBmittelquelle in die keramische
Industrie eingefiihrt worden, besonders fur gesinterte PlatSchluSbetrachtung.
ten, technische Forzellane, Isolatoren. Fiir die SteingutAus dem Bericht ist zu ersehen: daB die Gununichemie industrie ist der schwache Eisengehalt noch stijrend, so
auch in diesem Jahre durch wertvolle Arbeiten bereichert weit man mit oxydierendem Feuer arbeitet. Immerhin wird
worden ist. Auf der andereu Seite wird jedem. der sich es ein guter Ersatz sein konnen fiir die skandinavischen
Feldspate, wenigstens fiir viele Zweige der keramischen In61) Angew. Chem. 13, 1258 (1910).
dustrien. Die Miichtigkeit des Lagers gestattet, den Bedarf
62) The India Rubber Journal, Dez. 1912.
von vielleicht ganz Mittel- und Ostdeutschland auf Jahre
63) Gummi-Ztg. 28, 126-127.
hinaus zu decken. Die meist gleichmlBige Zusammenset64) Chem.-Ztg. 18, 453.
5 9 Technische Rundscliau 19: C
;. H e r z o g , Ref. Kunststoffe zung und die leichte und schnelle Aufarbeitung auf trockeno, 933.
nem Wege bietet groBe Vorteile gegenuber den anderen
+
AufeaUteU.
27. Jahrgaw 1914.1
Technische Neuerungen der. feinkeramischen Industrie.
harten Gesteinen, und es lohnte sich fur manchen Fabrikanten, Versuche niit dcm neuen Material zu machen, urn
dieses fiir die deutsche Volkswirttichaft so bedeutende Naturprodukt zu einer iiiimer groBeren Vwwendung zu fuhren.
AuRer dieson beiden natiirlichen Miiicralien scheint sich
in der keramischen Industlie mehr und mehr ein kunstliches
Produkt, das Kieselfluornatrium, als Flii Dmittel fiir Glasuren,
einzufuhren. Versuche, dieses an Stc:lle von Blei zu verwenden, haben zu giinstigen Resultaten gefiihrt, und da
der Preis, zu dem es angeboten w*xI, gleich dem der Mennige ist, so ware es mit Freuden zu begriiBen, wenn es in
noch groDerem Umfange Verwcndung fande.
Was die A u f b e r e i t u n g der Rohmaterialien betrifft, so biirgert eich in den Zweigen der Industrie, welche
trockene Massen mittels Pressen Vera1beiten, hauptsachlich FuBboden- und WandflieBenfabriken, die trockene Auf bereitung in groBerem Umfange ein, nachdem es den Maschinenfabriken durch Verbesserungcn der maschinellen
Einrichtungen zum Zerkleinern und RI:Lhlen der trockenen
Rohmaterialien, sowie der vollkommerien Sichtung des
Feinmehles durch Windseparatoren gelungen ist, die grol3en
Anspruche der keramischen Werke an Feinheit, GleichmaBigkeit und inniger Mischung der Masse zu befriedigen. Solche
Anlagen, welche auBerordentlich wenige Arbeit .krafte verlangen, liefern in vorzuglicher Gute Gebr. Pfeiffer, Kaiserslautern, Jacobiwerk MeiBen, Gebr. Seck, Dresden.
Fiir die R e i n i g u n g der Tone von Eisen m.:tsls
Chemikalien ist neuerdings ein Patent angemeldet woIiicn
an Stelle der alteren, Salzsaure, schweflige Sailre u. a., die
meist in groljeren Mengen und unter Erwarmen angewandt
werden muBten, hydroschweflige Saure zu verwenden, die
in der Kiilte und in geringen Mengen schon eine vollstandigc
Enteisenung bewirken soll.
Dieses Verfahren bietet entschieden Vorteile gegenuber
den alteren, aber es werden noch manche Schwierigkeiten
zu iiberwinden sein, es in alle Zweige der Industrie einzufiihren. In denjenigen Werken, welche groBere Anforderungen an ihre Erzeugnisse, wie rein weiRe Farbe, tadellose
Glasur usw. stellen. ist es ohne weiteres kaum zu verwenden,
da die Versuche gezeigt haben, daB die in der Masse verbleibenden Salzreste beim Glasieren und Brennen stijrend
wirken, und auch kein reines WeiB erhalten wird. Ein Auswaschen der Salze wiirde umstandlich und kostspielig sein
und praktisch wegen der Adsorptionserscheinungen auch
kaum erzielt werden konnen.
Aber die R e i n i g u n g der Kaoline mittels des Schwerinschen Elektroosmoseverfahrens ist offenbar aus dem
Versuchsstadium herausgetreten. Nach einem Bericht
(Keramische Rundschau 22, 18) hat sich in Karlsbad eine
Kaolin-Elektroosmose-A.-G. gebildet, welche in Chodau bei
Karlsbad iiber 100 000 Klafter Kaolingrunde auBerhalb des
Quellenschutzrayons erworben hat, um hier das genannte
Verfahren nunmehr im GroBbetriebe auszuuben.
Nach deren Angaben kommt der Rohkaolin zunachst in
einen Quirl, in dem er zerteilt wird. Die groben Bestandteile, Sand, Schwefelkiesstiicke usw. werden hierbei durch
ein unter dem Quid angeordnetes Schuttelsieb ausgeschieden, wahrend der feine Schlamm in Absatzbehiilter flieRt,
in denen ein weiteres Ausscheiden der groberen Bestandteile stattfindet. Der feine Schlamm wird in Verteilungsbehalter gepumpt, von denen er in ganz bestimmter Dicke
und bestimmter Geschwindigkeit ununterbrochen in die Osmosemaschinen flieBt. I n diesen wandert der reine Kaolin
nach der walzenformigen Anode, von der er abgenommen
werden kann. Da der Wassergehalt des so abgeschiedenen
Kaolins ca. 20% betragt, so sind Filterpressen entbehrlich.
Da der elektrische Strom nur den Ton als Kolloid nach der
Anode befordert, so gelingt es auch, die in dem Rohkaolin
vorkommenden Verunreinigungen von Glimmer und Schwefelkies in feinster Verteilun die durch das gewohnliche
Schlammverfahren nicht m e k ausgeschieden werden konnen, zu entfernen, um damit eine weitgehende Reinigung zu
erzielen, so daB ein Material von besonders gleichmaBiger
Qualitat und rein w e i h r Brennfarbe erhalhn wird.
Beziiglich des A r b e i t s v e r f a h r e n s kann man
wohl sagen, daB ein sehr groBer Teil der Formgebung
keramischer Waren, die als gleichartige Stucke in groRen
495
Massen hergestellt werden, die gegebene Automaten- bzw.
Maschinenarbeit ist. Der heute noch fuhlbare Mangel an
geeigneten Maschinen ist wohl darauf zuruckzufihen, daD
die Maschinenbauindustrie und die keramischen Werke
nicht die notige Fiihlung haben und zu wenig auf bestimmte
Ziele hin zusammenarbeiten.
Eine grol3e Schwierigkeit auf diesem Gebiete liegt ja
hauptsachlich darin, daD Maschinen, welche sich fiir den
einen Betrieb gut bewahrt haben, fur einen ganz iihnlichen
Betrieb, der aber etwas andere Rohstoffe verarbeitet, nicht
befriedigen, ohne in den meisten Fiillen den Grund des Versagens der Maschinen zu erkennen. Daher das MiBtrauen der
keramischen Industrie gegen neue Maschinen und die Unlust
der Maschinenbauindustrie, sich a n neue Aufgaben fiir die
keramischen Bediirfnisse heranzumachen. Immer ist der
Ton die Ursache, der die keramische Industrie so unendlich
vielseitig und interessant macht, aber auch oft der AnlaB
zu ganz iiberraschenden MiBerfolgen ist.
Zur Forderung beider Industrien ware es daher mit
Freuden zu begruBen, wenn durch gegenseitige Anregung und
gemeinsames Streben und Zusammenwirken fruchtbare Arbeit geleistet wiirde, und die treibende Kraft hierfiir bilden
die immer mehr steigenden Lijhne.
Von neueren Bestrebungen seien hier die Versuche zur
mechanischen Herstellung von Tassen und Tellern erwahnt, welche die Maschinenbauanstalt von Schroder in
Schwopnitz i. S. unternommen hat. Wenn hier noch die
begriindeten Wiinsche der keramischen Werke groBere Beriicksichtigung finden, so kann nach den notigen Verbemrungcn die aullerordentlich leistungsfahige Maschine zu
einem vollkommcnen Werkzeug ausgebildet werden.
Von den hierher gehorigen iilteren Einrichtungen haben
sich vor allem das GieBverfahren, die maschinelle Stanzerei,
die Plattenpresserei und die Glasurmaschine immer mehr
rind mehr eingefiihrt.
Nacbdem die Verfliissigung der Tone in den letzten Jahrcn durch eine Reihe schoner Arbeiten erschopfend durchstudiert worden ist, hat sich das GieBen, ein friiher, nur auf
eine beschrankte Gattung und Form von Tonwaren angewandtes Verfahren, fast durch die ganze Industrie und auf
eine grol3e Zahl der verschiedeiisten Formen ausgedehnt ;
erwahnt sei hierfiir nur das GieBen der sehr diinnen Porzellane, sowie das sehr groBer Stiicke, z. B. zweiteiliger
Waschbecken usw.
Das Formen der sog. trookenen Masse aurch Stanzen,
welches urspriinglich nur zur Herstellung der allereinfachsten Gegenstiinde angewandt werden kcnnte, ist heute zu
einer groBen Vollkommenheit gebracht worden. Die meisten
elektrotechnischen Artikel, wie Schalter: Isolatoren usw.
fiir Schwachstrom, in ihrer auBerordent,lich verwickelten
Ausfiihrung, werden heute in e i n e r Maschine fertig geformt.
Die maschinelle Plattenpresserei, die spit langem schon
in Gebrauch ist, ist auBerordentlich ausgebaut worden; die
Leistungen sind wesentlich erhoht, und die Arten der Pressen
so ausgebildet, daB auRer den gewvhnlichen FuBboden- und
Wandplatten die verschiedensten Formen, wie diinne kleine
Plattchen, Einlagen, Gesims- und Sockelleisten hergestellt
werden konnen. Sie ist aber insofern auch in ein ganz
neues Stadium getreten, als a n Stelle der alten Pressen,
welche immerhin noch eine groBe Anzahl von Arbeitskraften
erforderten, neue halb- und ganzautomatisch wirkende
Maschinen gebaut worden sind. Der Firma h i s & Co in
Trier ist es gelungen, eine Presse henustellen, bei der alle
Vorgange der Pressung, wie Fiillen der Form, Vorpressen
der Platten durch Niederdruck, Entliiften, Fertigpressen
durch Hochdruck, AusstoBen aus der Form und Abschieben
der Platten vollstandig selbsttatig ohne Zutun von die Presse
bedienenden Leuten geschieht. Diese haben nur dafiir zu
sorgen, daB die Presse mit dem geniigenden M2erial beschickt wird, und die gepreRten Platten rechtzeitig abgenommen werden. Zur Bedienung gehoren nur 1 Arbeiter,
der dabei auch imstande ist, 3 - 4 solcher Pressen zu beaufmchtigen, 1 jugendlicher A~beiterzum Anfahren des
Materials und 3 Mdchen zum Ablegen und Putzen der
Platten; die Leistung der Maschine betragt 1200 Stuck pro
Stunde. Mit den maschinellen Einrichtungen zum G I a '
496
Technische Neuerungen der feinkkramischen Industrie.
s i e r e n von Wandplatten und ahnlichen -4rtikeln durch
Berieselung von oben, hat man trotz der mannigfachsten
Konstruktionen die Keramiker noch nicht voll zufriedenstellen konnen, dagegen ist die Glasurmaschine vom Jacobiwerk in MeiBen (Patent Goldsmith) in groBere Verwendung
gekommen. Man erzielt offenbar durch die Eigenart des
Auftragens mittels dieser Maschine, indem die Platten von
oben gegen eine rnit Glasurbrei getrankte rotierende
Wahe gedriickt werden - das Glasieren geschieht also von
unten -, ein weit gleichmaBigeres und fehlerfreieres Aufbringen des Glasurbreies.
Betrachtet man die Neuerungen auf dem Gebiete der
B r e n n e r e i im allgemeinen, so findet man die Bestrebung, die Gaafeuerung in den Vordergrund zu stellen. So
rentabel diese Art des Erhitzens ist und sich daher auch
in vielen Industrien als eine auBerst vorteilhafte Einrichtung eingefuhrt hat, so mufi man doch beriicksichtigen,
daB sie fiir alle Zweige, speziell der keramischen Industrie,
noch nicht von gleichem Nutzen sein kann. Wenn man bedenkt, daB der Einsatz eines groBen Steingutofens, dessen
Wert ca. 8000 M betragti, mit einem Braunkohlenaufwand
von 150-200 M fertig gebrannt werden kann, so spielt
hier das Verhiiltnis der Brennkosten zu dem Wert des Einsatzes nicht eine so ausschlaggebende Rolle, wenn bei Einfiihrung der Gasfeuerung ofter Brandfehler entstehen, und
dadurch mehr AusschuB erhalten wird. Man kann daher
verstehen, daB die Fabrikanten an ihrem alten bewahrten
Brennsystem festhalten und dazu auch eine gewisse Berechtigung haben.
Giinstiger gestaltet sich die Einfuhrung der Tunnelofen.
Diese urspriinglich von F a u g e r o n f i i r den Brand von
Steingut gebauten Ofen sind bekanntlich von F a i s t auch
fiir den Porzellanbrand eingerichtet worden, und die inzwischen ins Leben getretene keramische Tunnelofenbaugeaehchaft, Saarau, baut sie nun auch fur die Schamotteund Mosaikplatfenindustrie, sowie fur Fabriken von elektrotechnischen Gebrauchsartikeln. In der Porzellanindustrie
sind die Anspriiche derart gesteigert, daB man mit Erfolg
Kobaltunterglasur im Tunnelofen zu brennen versteht, ein
Erfolg, der fiir die verhaltnismaBig kurze Zeit der Einfiihrung
der Ofen einen erfreulichen und bedeutenden Fortschritt
bedeutet.
Im Betriebe befinden sich in den verschiedenen Zweigen
der Industrie schon 19 Ofen. Die groBen Vorteile, welche die
&en bieten, und die Erfolge in der keramischen Industrie
haben zu Versuchen Veranlassung gegeben, die Ofen auch
fiir die chemische GroBindustrie nutzbar zu machen. Die
dahingehenden im Gange befindlichen Vorarbeiten und Versuche scheinen die besten Aussichten zu bieten.
Eine neue wesentlich andere Gestalt hat dem Tunnelofen D r e B 1 e r in London (vgl. Tonind.-Ztg. 28 [1913]) gegeben. Unter volliger Abanderung des Querschnittes und
der Form der Wagen saugt er die Feuergase durch besonders eingebaute Heizrohre mittels eines Ventilators hindurch.
I n der eigenartigen Lagerung dieser Heizrohre, welche, nach
allen Seiten vollig beweglich, sich frei ausdehnen und zusammenziehen konnen, ist ihre Dauerhaftigkeit begriindet, wie
die ganze Bauart des Ofens iiberhaupt eine grol3e Haltbarkeit gewiihrleistet. Durch diese Anordnung ist erzielt, dnB
im Brennraum selbst eine iiuBerst reine staub- und rauchfreie Luft vorhanden, wodurch ein fehlerloses Brennen gesichert ist. Der Ofen ersetzt also nicht nur die alten Muffelofen, sondern iibertrifft diese, abgesehen von dem kontinuierlichen Betriebe, insofern als sie kaum von Rauchgasen
ganz frei gehalten werden konnen. Der Betrieb ist einfach
und sicher zu regeln und kann von jedem geschickten Arbeiter uberwacht werden.
Der neue Ofen ist jetzt von England aus auch nach
Deutachland ekommen und hat eine giinstige Aufnahme
gefunden. E ne Ofenkachelfabrik hat sehr gute Resultate
erzielt und mir gestattet, den Betrieb selbst zu beobachten,
und ich glaube, die Gelegenheit nicht voriibergehen lassen
zu diirfen, auf die Bedeutung des neuen Systems besonders
aufmerksam zu machen.
Die D e k o r a t i o n der Tonwaren ist natiirlich dem
jeweiligen Geschmack und der Mode unterworfen. Bei Besprechung der Neuerungen auf diesem Gebiete sol1 hier nicht
k
rane::2YEm,e.
ler Stil der Verzierungen, sondern nur die technische Art
ler Ausfiihrung Beriicksichtigung finden. Die Dekoration
mittels Abziehbildern ist schon lange bekannt und fur Herstellung billiger Waren in Gebrauch. Die A4nforderungender
Verbraucher auch dieser Waren sind aber wie in vielen andepen Zweigen sehr gestiegen, und so muaten die AbziehbilderEabrikanten dem Drucke gerecht werden, und ihre alten
:infachen Bilder durch immer farben- und formenreichere
:rganzen. Dies ist ihnen in hohem MaBe gelungen, und es
werden heute keramische Massenartikel , vor allem Steingut,
in England in immer groBerem Umfange mittels Abziehbilder in auBerst gefalliger und sauberer Weise verziert.
AuBer dieser Ausbildung eines alteren Verfahrens ist aber
sine wirkliche Neuerung in der Verzierung von Steingut oder
Bhnlichen Massen mittels der Unterglasurmalerei in
hochst vollendeter Form gelungen. Die Firma Wahliss in
Wien bringt mittels dieser Technik verzierte Tonwaren
unter dem Namen Serapisfayence in den Handel.
Der Grundgedanke war, einen dekorativen keramischen
Luxusgegenstand fur die Raume in neuzeitlichem Stil zu
schaffen, der in die gegebene Stimmung so hineinpafit, wie
z. B. die alten italienischen Fayencen in die Raume der
Renaissancezeit.
Es war dafiir nicht nur notwendig, die geringfarbige
Pallette, die bis dahin fur diese A r t Tonwaren zur Verfiigung
stand, zu einer abwechslungsreichen und farbenfreudigen zu
vervollkommnen, sondern eine neue Technik der Malerei
auf den saugenden Scherben zu finden und nicht zuletzt
neue Formen zu bilden, die fur und &usdem Dekorstil der
Serapisfayence hervorgehen muaten.
Uber die chemische Zusammensetzung von Scherben
und Glasur ist ebensowenig bekannt wie iiber die Art der
verwandten Farbkorper. Offenbar besteht der Scherben
aus einer ziemlich dicht gebrannten Steingutmasse von
verhaltnismaaig hoher Schmelzbarkeit, dem die Glasur gut
angepaBt ist. Was die Farben betrifft, so fallt vor allem ihr
leuchtender Glanz und Schmelz auf neben der Reichhaltigkeit
der Farbtiine, wie sie bis jetzt in der Unterglasurmalerei,
welche hier Verwendung findet, noch nicht erreicht worden
ist. Alle Schattierungen bis zum dunkelsten Lila, Griin
und Braun, besonders aber ein wundervolles Rot und ein
reines kernig wirkendes Schwarz zeichnen die neue Fayence
in hervorragender Weise aus ; eine auf der Glasur angebrachte
zierliche und gefallige Metallgold bzw. Platinverzierung,
tragt wesentlich zur Erhohung der Farbenwirkungen bei.
Um diese einzigartige Dekoration noch zur besonderen
Wirkung zu bringen, mul3ten neue Formen geschaffen werden, die zu einem ausgesprochen neuen kiinstlerischen St il
f iihrten.
Besonders zu erwahnen ist noch eine ganz hervorragende
Neuerung, die die Erreichung eines hochgesteckten neuen
Zieles auf keramischem Gebiete bedeutet. (Vgl. P r a g e r
Med. Wochenschr. 39, 7 [1914].)
Ein Arzt, Dr. E c k s t e i n in Teplitz, hatte die Idee,
zur Verbesserung der Luft der mit Zentralheizung erwiirmten Raume an Stelle der der Gesundheit nicht zutraglichen
Einrichtungen hygienisch einwandfreie treten zu lassen,
d. h. im besonderen die eisernen Radiatoren der Niederdruckdampfheizung mit ihren vielen Mangeln durch keramische Radiatoren zu ersetzen, auf deren glatter Oberfliche
eine Staubablagerung weniger moglich ist, und die die angenehme Warmeabgabe unserer Kachelofen besitzen muBten.
Wie wenig Erfolg er mit dieser Idee, die er sich durch ein
Patent Nr. 202846 schutzen lieB, gehabt hat, beweist ein Ausspruch von ihm, daB eine groBe Reihe von Keramikern auf
seine Anfragen die Antwort erteilten, es sei ausgeschlossen,
einen keramischen Radiator herzustellen, der rnit Dampf
beheizt diese Beanspruchung aushalten wiirde, ohne in
Stucke zu gehen. 1907 gelang es ihm aber, einen solchen
zu erhalten, der aber bei weitem nicht den Anforderungen
genugen konnte.
Eine der groBten Schwierigkeiten, die iiberwunden werden muate, war auBer der Schaffung eines dichten, den
Dampfdruck aushaltenden Materiales, den Ausdehnungskoeffizienten der Masse demjenigen des Eisenmateriales,
womit dieselbe montiert werden muBte, nicht nur nicht anzupassen, sondern auch dafiir zu sorgen, daB bei der ver-
A~~fsatzteil.
L!. hhrgang 1914.1
____
_ _ _ _ _ _ ~ ~
schiedenen Geschwindigkeit der Ausdehnung der beiden
Materialien keine Undichtigkeit eintrat.
I n zahem Festhalten an dem gesteckten Ziele unter un.
ermudlicher wissenschaftlicher Durcharbeitung geeignetei
Massen ist es nun in langjahrigen Versuchen der Firma
Villeroy & Boch, welche sich das alleinige Ausfuhrungsrechl
de5 E c k s t e i n schen Patentes sicherte, gelungen, einer
in jeder Beziehung den Anforderungen entsprechenden kes
ramischen Radiator herzustellen
In seiner jetzigen Form besteht der neue Heizkorper am
einer beliebigen Anzabl von Gliedern, die einzeln einer kal
ten Wasserdruckprobe von 12 Atm. Uberdruck unterworfer
werden, die StoBflihen der Glieder sind auf einer eigenE
zu diesem Zweck hergestellten Schleifmaschine genaL
parallel und nach Leere geschliffen und werden mittels eihei
patentierten Einrichtung zusammengesetzt und gedichtet
Die formierten Heizkorper werden dann unter Dampf aui
Dichtigkeit gepriift.
Die Festigkeit des Materials betragt ca. 0,45 fur 1 qmm.
sein spez. Gewicht ca. 2,15. Die Warmeabgabe ist etwa
die gleiche der eisernen Heizkorper, aber das Erwarmen und
Erkalten erfolgt ruhig wie beim Kachelofen und nicht stoB
weise wie bei Eisenradiatoren. Auf den hohen hygienischen
Wert braucht wohl nicht besonders hingewiesen zu werden
denn die Staubablagerung auf den glatten Flachen ist minimal und kann leicht und bequem entfernt werden, wahrend dies bei den rauhen eisernen Radiatoren nicht der Fall
ist, und das Verschwelen und Verbrennen des Staubes nicht
vermieden werden kann.
Die in vorstehendem in groBen Zugen gegebenen technischen Neuerungen im Gebiete der Feinkeramik lassen eine
lohnende Ausnutzung und Wiirdigung ernster wissenschaftlicher Arbeit sowohl wie einen groBen Erfolg bei Uberwindung technischer Schwierigkeiten erkennen und zeugen
von einer frischen Weiterarbeit und gesunden Fortentwicklung zum Segen der keramischen Industrie.
Dr. R. Dietz, Dresden. [A. 135.1
-
Die Beschwerung der Seide mit Zinn Ersat'zstoffen.
Von Dr. ERNST
STERB.
(Eingeg. 7.17. 1914.)
D e r rohe Seidenfaden, auch Grhge genannt, setzt sich
ens zwei durchaus verschiedenartigen Bestandteilen zu.
sammen :der eigentlichen Seidensubstanz, dem Fibroin, und
einer das Fibroin umgebeiiden Hiille, die Seidenguinmi oder
Bast genannt wird.
Der Seidengummi hat den Charakter eines Leimes, d. h.
er quillt in kaltem Wasser auf und lost sich beim Erwarmen.
I m Gegensatz hierzu ist das Fibroin gegen Wasser vollkommen bestandig. Die Bedingung fiir die Trennung der
beiden Beatandteile ist der Praxis dadurch gegeben, daB
einerseita der Bast vollkommen entfernt werden muB und
andererseita der Seidenfaden durch die Behandlung nicht
leidet. Fiir diesen Zweck kommt nur eine vollkommen
neutrale Seifenlosung in Frage, die den Seidenleim zu Bastseife lost.
Das Fibroin besitzt zwar dem Wasser gegenuber eine
fast unbegrenzte Bestandigkeit (kochendes Wasser von
8 Atmosphiiren lost nur Spuren auf), aber sowohl alkalische
wie saure Flussigkeiten verandern die Seidenfaser sehr
leicht. Es folgt das ohne meiteres aus der chemischen Natur
des Seidenfibroinsl).
Das Fibroin ist ein EiweiBkorper, dessen wesentliche
Spaltungsstucke Glykokoll, Alanin und Tyrosin neben geringen Mengen Serin und Arginin?) sind.
Wie alle EiweiBkorper, 80 wird auch das Seidenfibroin
unter der Einwirkung alkalischer wie saurer Flussigkeiten
hydrolytisch gespalten. Bei der Seidenfaser auBert sich
1) E m i l F i s c h e r und A. S k i t a , Vber daa Fibroin der
Seide. Z. f. physiol. Chem. 30, 177 (1901); 35, 221 (1902).
3) Aus 1OOg bei 100' getrocknetem Seidenfibroin wurden erhalten: 36,O Glykokoll, 21,O Alanin, 10.5 Tyrosin.
Anger. Chern. Aufeatzteil
497
Stern : Die Beschwerung der Seide mit Zinn-Ersatzstoffen.
~ -~
-
a. Band)
LU
Nr. 64.
dieser hydrolytische Abbau darin, daB Alkalien schon in
geringen Mengen den Glanz und die Haltbarkeit der Seide
schadigen. Sauren beeinflussen weniger den Glanz als vielmehr die Festigkeit des Seidenfadens. I n beiden Fallen
haben wir es mit tief eingreifenden Reaktionen zu tun.
Relativ unschiidlich sind verdunnte Sauren. Man erkennt
hieran, daB der Behandlung der Seidenfaser mit chemischen
Agenzien trotz ihrer bedeutenden Widerstandsfahigkeit sehr
enge Grenzen gesetzt sind.
Das Entbasten der Seide hat einen Gewichtsverlust von
2 6 2 5 % zur Folge; bei der Kostbarkeit der Seidenfaser
lag es nahe, diesen Verlust durch kunstliche Beschwerung
zu decken, und auf diese Weise ist jedenfalls die Beschwerungstechnik entstanden, die im ubrigen schon sehr alten
Datums zu sein scheint3). Es sind anfangs aber zahlreiche
Fehler vorgekommen ; denn bei der auBerordentlichen Empfindlichkeit der Seide blieben Schidigungen der Faser durch
die Beschwerung nicht aus, auch in dem Grad der Beschwerung ist man haufig viel zu weit gegangen. Die Beschwerung nahm daher gelegentlich den Charakter einer
recht zweifelhaften Operation an4).
Charakteristisch hierfiir ist eine Notiz in Dinglers Polyt.
Journal 1878, 227:
,,Lyoner Fabrikanten haben es nach der Times jetzt
so weit gebracht, die Farben mit Gelatine und anderen
Beschwerungsmitteln derart zu belasten, daB die Seidenware schon und schwer aussieht, aber nur etwa
Seide
und
Farbe enthalt. Da es in Deutschland Chemiker
gibt, welche nicht nur der Beschwerung das Wort reden,
sondern dieselbe auch gegen Honorar ausuben lehren, so
wird es, wie die Industrieblatter 1878, S. 26 meinen,
einen Wettstreit zwischen Frankreich und Deutschland
geben, wer am besten beschweren kann.
Dieses Stadium kann heute als uberwunden gelten, denn
die Beschwerungstechnik ist der Gegenstand einer bedeutenden Industrie geworden, und die Beschwerungsvorgange
selbst sind technisch und zum Teil auch wissenschaftlich
sorgfaltig studierte Prozesses).
Die Bedeutung des Beschwerungsvorganges liegt in
Wirklichkeit weniger in der erzielten Gewichtsvermehrung,
das Wesentliche ist vielmehr die durch die Einlagerung
von mineralischen Stoffen bedingte VohmvergroBerung
der Faser, die eine vorteilhaftere Ausnutzung des wertvollen Seidenfadens ermoglicht. Gleichzeitig wird die Seide
im Griff voller und gewinnt erheblich an Glanz und Schonheit
Das allein maBgebende Beschwerungsmittel fur Seide
ist das Zinnchlorid. Zuverlisige Angaben iiber den Verbrauch an Zinnchlorid in der Seidenbeschwerungsindustrie
sind nicht leicht zu erhalten. Es kommt hinzu, daB ein erheblicher Teil des in der Beschwerungsindustrie benutzten
Zinnchlorides in Form von Zinnoxyd oder metallischem
Zinn wiedergewonnen und immer wieder auf Zinnchlorid
verarbeitet wird. Einen Anhalt fur das Verhaltnis der
zinnhaltigen chemischen Produkte zu dem Gesamtverbrauch
an Zinn ergibt sich aus folgenden Zahled):
Der Weltverbrauch an Rohzinn in metr. Tonnen betrug :
1903 . . . . . .
100 700
1906 . .
. . . . . . 107 600
. .
109 200
1909 . . . . . .
128 100
1912 . . . . . . .
..
....
.
.
...
Vgl. hierzu Mu s p r a t t 1, 1954.
Vgl. Jahresbericht d. chemischen Teclinologie 1879, 1096;
1860, 786.
5 ) Vgl. hierzu z. B. S e v e r i n i , La carica minerale della seta
9tti del VI. congress0 internationale di chimica applicata. Rom 1907,
I, 359.
S i s 1 e y , ebenda 3, 888.
S i s 1 e y , Uber die Theorie der Beschwerung der Seide, Chem.Etg. 1911, 621.
P. H e e r m a n n , Uber die Theorie der Seidenbeschwerung,
;'hem.-Ztg. 1911, 828.
H. L e y ,Beitrag zu Zinnphosphatbeschwerungder Seide. Chem.kg. 1912, 1405 u. 1466.
F r ii n k e 1 u. F a s a 1 , Beschweren der Seide mit Zinnchloridosungen. Mitteilg. Techn. Gewerbemuseum, Wien 1897.
6) Statistische Zusammenstellungender Metallgesellschaft, Franku r t a. M.
3)
4)
&3
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