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Die Technologie und Warenkunde in der volkswirtschaftlichen und kaufmnnischen Diplomprfung.

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PUschl: Die Technologie und Warenkunde in der volkswirtschaftlichen. . und kaufmhnischen. ..
Diplompriifnng
...
..
Die Technologie und Warenkunde in der
volkswirtschaftlichen und kaufmannischen
Diplompriifung.
Von Dr. VIKTORPOSCHL
n.
Prof. der Warenkundo nnd Direktor des Instituts fur Warenkundc
an der 1Iandelshochschule Maiinheim.
(Einyw. 1 I d 19224.)
Die Ordnung der Diplomprufung fur Volkswirte, die auf Grund
einer Vereinbarung der deutschen Unterriclitsverwaltungen ini Jahre
1923 an den deutschen Universitaten in last einheitlicher Weise eingefuhrt wurde, bestimnit in 9 1 den Zweck der Prufung folgendermal3en:
,,Durch die Ablegung der Prufung sol1 der Nachweis erbracht
werden, daR der Rewerber durch sein akadeniisches Studium die
wissenschaftliche Grundlage fur Berufsstellungen erworben hat, die
ein selbstandiges Urteil uber volkswirtschaftliche Zusamnienhlnge
sowie die Keiintnis der wirtschaftlich wichtigen Gebiete des burgerlichen und offentlichen Rechts erfordern."
Der 9 4 der Prufungsordnung nennt in eiiier Aufziihlung sieben
Pflichtfacher: 1. und 2. Allgemeine und besondere Volkswirtschaftslehre, 3. Finanzwissenschaft, 4. Statistik, 5. Betriebswirtschaftslehre,
6. Einige wirtschaftlich aichtige Cebiete des Rechts, 7. Staatslehre,
Staatsrecht usw.; neben diesen Fachern hat der Kandidat noch eines
der Wahlfacher zu nehmen, unter denen meist noch besonders genannt sind: Wirtschaftsgeographie, Armenwesen und soziale Fursorge, Arbeitsrecht, Versicherungslehre, Genossenschaftsweseii, Technologic (letztere fehlt z. 13. in Baden).
Wenngleich schon die Fulle der als Pflichtlacher genannten Ciebiete einen Stoff darstellen, der sich in der vorgesehenen Mindeststudienzeit von sechs Semestern .nur schwierig und iminer nur in
gewisser Beschrankung bewaltigen lassen wird, so ist es docli seltsam, dai3 eine Priifung, in der der Nachweis der Fahigkeit zu ,,selbstandigen Urteilen uber volkswirtschaftliche Zusanimenhiinge" verlangt wird, die Technologie (oder besser Warenkunde) so behandelt
wird, als ob sie fur die Volkswirtschaft nur eine ganz nebensachliche Bedeutung hatte. (In den urspriinglicheii Vereinbarungen der
deutschen Unterrichtsverwaltungen war sie uberhaupt nicht gennnnt.)
Dafl die nun vorliegende Art der Aufnahme der Technologie in die
Heihe der Prufungsfacher fast wertlos isl, ergibt sich For allein daraus,
dafl die Wahl des Faches lediglich den1 Zufall iiberlnssen ist uiid
wohl nur ausnalilnsweise getroffen werden durfte, da der ohnedies
mit sieben Fachern ilberlastete Knndidat zur Technologie nur dann
greifen wird, wenn ihn besondere Neigung dazu bewegt oder, was
haufiger zutreffen durfte, wenn besondere IJmstande (z. B. die Person des Prufenden) die Gewiihr bieten, da13 er mit der Technologie
eine geringere Mehrbelastung uberninimt als bei der Wahl eines der
sonstigen wahlfreien Facher. Dies letztere ist aber, abgesehen von
personlichen Griinden, auch unwahrscheinlich, da selbst der konzilinnteste Examinator ein derartiges MindestausmaB an Wissen verlangen
wird, daB die Technologie, gemessen nach der aubuwendenden bliihe
zu ihrer Bewaltigung. den librigen wahltreien Fachgebieten wohl niemals nnchstehen diirfte. Es ist daher sehr wahrscheinlich, daf3 nach
den vorliegenden Prufungsordnungen die Technologie und Warenkunde in der Diplomprufung fur Volkswirte uberhaupt keine oder
nur eine ganz untergeordnete Rolle spielen wird. Damit ist ein
wichtiges Glied aus der Gesnmtheit der fur den Volkswirt notigen
Fachgebiete beseitigt, ein Gebiet, das selbst in sich zahlreiche volkswirtschaftliche Zusammenhiinge enthiilt und auch mit den anderen
(den sieben Pflichtfachern) vielfach organisch verbunden ist, das
gerade erst recht zur vertieften Erfassung der Zusnmmenhange beilragt und den Kreis wirtschaftlicher Erkenntnisse schlie0t.
Ein weiterer Grund, der Redenken erweckt, ist die in den meisten volkswirtsrhaftlirlien Schriften fehlende Umgrenzung des Gebietes der Technologie l ) ; die Cesamtheit der technischen Wissenschaften kann darunter wohl nirgends verstanden werden. Es scheint
aber auch bei den wenigsten der Herren, die an der Prufungsordnung
mitberaten und ihr zugestimmt hatten, daruber Klarheit zu bestehen,
daB man unter Technologie gemeiniglich nur die Lehre von den
technischen Verfahren zu verstehen hat, nach denen die von der
Natur gelieferten Gebilde (Rohwaren, Stoffgemenge u. dgl.) zu Gebrauchswaren (Fabrikaten) umgewandelt werden. Die herkommlicherweise geiibte und, wie mehrfach nachgewiesen wurde z), unge1) Z. R. Reform dcr statltswissenschaftlichen
Studien. Verhandlungen d. Vereins f. Sozialpolitik. Kiel 19?0, MUnchen und Leipzig 1921,
iind filnfzig Gutachten hicnu.
2) V. P 8 s c h 1 , Warcnkunde. ein Lchr- und 'Handbuch f. Kaufleute. Verwaltungs- u. Zollheamte. Volkswirte, Statistiker u. Industnelle,
2 Bande. IT. hufl., Stuttgart 1924, I. Band, 8. 9ff.
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iigende Scheidung in ein mechanisches und chemisches Teilgebiet
;t vielleicht besser bekannt, zumal sich dafiir ausnahmslos eigene
,ehrkanzeln an technischen Hochschulen entwickelt haben; sie diirfte
ber fur Volkswirte nicht zweckrniitlig sein, da die mechanische Techologie in der gebriiuchlichen Form auf zahlreiche Einzelheiten eineht, die fur den Techniker unentbehrlich, fur den Volkswirt mangels
einer mathematischen und physikalischen Schulung doch nicht auflehmbar sind, wiihrend in ahnlicher Weise, wenn auch in geringerem
irade, die chemische Technologie neben der Apparatur chemische
Iorgange betrachtet und erliiutert, die wegen der angewandten Mittel
Formeln usw.) nicht minder schwer allgemein verstandlich sind. Der
:roRte Obelstand liegt aber darin, da13 beide Gebiete zusammen trotz
ler Oberfiille des Stones deshalb unzulinglich sind, weil gar manche
:roBe Gebiete und Betrachtungsweisen unberiicksichtigt bleiben, weil
ie ferner den Vertreter der niechanischen oder cheniischen Technoogie meist zu weiiig fesseln, wennglejch auch ihre volkswirtschafticlie Bedeutung ungemein grol3 ist (z. 1%.Nahrungsniittel u. v. a.).
dit anderen Wortcn, die an Technischen Hochschulen geubte und bevlhrte I'flege der technologischen Gebiete ist fur das volkswirtschaftiche Studium ungeeignet, es empfiehlt sich vielniehr, eine Einheit
,u schaffen, bei der die unwesentlichen Einzelheiten fehlen, dagegen
lie in der Volkswirtschaft bedeutsamen Tatsachen mehr berucksichigt werden, nls dies bisher meist geschehen ist. Vor allem aber
!mpfiehlt es sich, die Betrachtung stets mehr auf den Stoff (Werkitoff) als auf die Apparatur und die Maschinen zu konzentrieren; als
echnische Gebiete sollen lediglich besondere Einfiihrung in die
vlaschinenkunde und eine vergleichende Okoiiomik des MaschinenIetriebs gepflegt werden.
Damit ergibt sich auch die ZweckmlDigkeit, die Bezeichnunq
rechnologie fallen zu lassen und fur die stoflkundliche Betrnchtung
?ine andere einzufuhren, die das Wesen des erlorderlichen Gegenitandes vie1 treffender zum Ausdruck bringt, auch auf dessen wirtxhaftliche Bedeutung hinweist, die Bezeichnung W a r e n k u n d e.
Ober Aufgaben und Inhnlt dieses Gebieles ist mehrfach beqichtet worden 3); es ist nur a i e d e r erstaunlich, daD bei der Schaf'ung der Diplompriifung fur Volkswirte es offenbar unterlassen worlen ist, auf die Geschichte der Nationalijkonomie einzugehen und
nsbesondere auch die Arbeiten des Gottinger Nationalokonomen
1. B e c k m a n n ') gebuhrend zu berucksichtigen, die die Grundlage
ri der Schaffung der Technischen Hochschulen sowie auch zu eineni
besonders vertieften volkswirtschaftlichen Studium enthalten.
ITiitte man B e c k m a n n s Werke herangezogen, so hatte man
sich der Bedeutung der Naturwissenschaften fur den Volkswirt nicht
verschliel3en konnen. Man hiitte nicht im Drange der Gegenwart,
die doch alltaglich Beispiele der Bedeutung naturwissenschaltlicher
und technischer Errungenschaften gerade auch fur den Volltswirt
bietet, ubcrsehen konnen, daB ein Volkswirt ohne ein Mindestinai3
von technischen und naturwissenschaftlichen Sonderkenntnissen gerade nach der Einstellung, die die Warenkunde bietet, unmiiglich
zu eineni ,,selbstandigen Urteile iiber volkswirtschaftliche Zusammenhange" gelangen kann. Aus B e c k m a n n s Schriften und aus aller
darauf fuBenden spiiteren warenwirtschnftlichen Literatur hatte man
auch die Oberzeugung gewonnen, daB gerade die zur Warenkunde
umgestaltete Technologie zu einem hoch bedeutsamen Fach des Volkswirts erhoben werden niui3.
B e c k m a n n fuhrte, worauf hier ausdriicklich hingewiesen sei,
nicht bloR als erster den Namen T e c h n o l o g i e ein (1777), sondern ist auch als Schopfer dieser Wissenschaft aufzufassen. Die
Wichtigkeit der Hilfswissenschaften fur die Okonomie legte er in
den ,,Gedanken von der Einrichtung okonomischer Vorlesungen"
nieder (1767), e r schuf die ,,Anleitung zur Technologie" (1777). und
wurde schliefllich durch sein Werk ,,Vorbereitung zur Warenkunde
oder zur Kenntnis der rornehmsten auslandischen Waren" der
Schopfer der Warenkunde iiberhaupt.
Schon im Hinblick auf diese Werke B e c k m a n n s , die in
jeder Universitatsbibliothek vorhanden sind, und auf die vielfachen
IIinweise in geschichtlichen Abhandlungen der Volkswirtschaftslehre
mu13 es vollig unverstandlich erscheinen, daO bei einer Versammlung, an der % Volkswirte teilgenommen haben (Tagung der sozialund wirtschaftswissenschaftlichen Hochschullehrer in Eisenach, September 1922), niemand auf die Bedeutung der W a r e n k u n d e und
-__
3) V. P i l s c h l , Warenkunde. ihre Aufgabe und ihre Pflege. a u s
der Rroschtirc .,Gescllschaft fur Warenkunde in Hamburg", 1918.
Vgl. auch I3 i n z , Dns technologische Studiuni der National~konomen
aus Dr. J. J a s t r o w , .,Die Reform der staatswissenschaftlichen Studien". FUnfzig Giitachten, im Auftrage des Vereins f u r Sozialpolitik
herausgegcben. MUnchen und Leipzig 1920.
4) J o h a n n B e c k m a n n , der Scliopfer der Sammelwissenschaft
Warenkunde. Quelle: ..Der Weltmarkt". Jahrgang 6, IIeft 1/6.
87.
Randechau
Jahrgan~19241
- Verelne u.
T e c h n o 1 o g i e gebiihrend hingewiesen hat. Dazu kommt noch,
daD die Bedeutung stofflicher Vorgange fur Urproduktion usw. sow-ie
fiir die Fabrikation in allen Formen der Wirtschaft doch klar vor
aller Welt liegt.
Es darf die IIoffnung ausgesprochen werden, daB durch diese Zeilen eine eingehende Priifung der Fragen angeregt wird, und dat3
als Ergebnis dieser Priifung bei einer Revision der Prufungsordnung
fur Volkswirte auch die Warenkunde einen ihr gebuhrenden I'latx
erreichen wird.
Was nun die Diplomprufung fur Kaufleute an Handelshochschulen, die der Diplompriifung fur Volkswirte an Univcrsitaten
parallel gehen wird, anlangt, so ist zwar bisweilen die Warenkunde
als Priifungsfach genannt, sie kann in einem Falle (Mannheim) neben
den drei Fachern der Volkswirtschaftslehre, Betriebswissenschaftsund Rechtslehre (diese ist in Bausch und Bogen genannt!) sogar als
viertes Hauptfach gewahlt werden (andernfalls niit einem anderen
Nebenfach als weiteres Nebenfach), aber es ist doch der Bedeutung
dieses Faches filr den Kaufmann und die Wirtschaft im allgemeinen
zu wenig Rechnung getragen. Daij auch sie eine Wirtschaftswissenschaft im engsten Sinne ist, hat man tibersehen. Auch hier ist eine
nahere Prufung unterblieben, weil die betreffenden Kollegien vom
Glauben der besonderen Wichtigkeit der drei ,,Kernflcher" (Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Rechtslehre) nicht abgehen wollen und fur die engsten Bedurfnisse der Warenwirtschaft
nur ein taubes Ohr haben. Eine niihere Prufung hatte auch hier
zweifellos die ZweckmaDigkeit ergeben, Warenkunde als Pflichtfach
aufzunehmen, und die Erkenntnis gezeitigt, daD dies in noch hoherem
MaDe als fur Diplomvolkswirte. seine Berechtigung hat.
Vor allem darf aber von der Unterrichtsverwaltung der Lander
und den Kuratorien der Handelshochschulen erwartet werden, dai3
sic im IIinblick auf die Bedeutung der Naturwissenschaften fur die
Wirtschaft die bestehenden Einrichtungen weiter pflegen und entwickeln und, wo sie unvollstandig sind, erganzen, wo sie fehlen,
aufs neue schaffen. Es ist ferner Sache der Kuratorien und der
Kollegien (Senate), die Errungenschaften Zuni Nutzen der Wirtschaft
zu verwerten, vor allem aber in den Prufungsordnungen usw. die
[A. 25.1
Grundlagen dazu zu schaffen.
Rundschau.
Welt-Kraft- Konferenz
World Power Conference London 1924.
Die ,,Erste Welt-Kraft-Konferenz" findet von Montag, 30. 6., bis
Sonnabend, 13. 7. 1924, in London-Wembley im Rahmen der British
Empire Exhibition statt.
Der Konferenzgedanke entstand aus dem Zusammenwirken
niehrerer fiihrenden Kijrperschaften Englands, unter denen besonders
die British Electrical and Allied Manufacturers Association zu erwahnen ist. Das Programm der Welt-Kraft-Konferenz gruppiert alle
Krafterzeugungsfragen um die Kernfrage der Elektrizitatserzeugung;
es gliedert sich in fiinf gro5e Gruppen:
I. Kraftquellen; 11. Krafterzeugung; 111. Kraftubertragung und
-verteilung; IV. Kraftverwendung; V. Allgemeines.
Diese groDen Gruppen sind wiederum wie folgt unterteilt:
I. Kraftquellen: A. Obersicht iiber die Kraftquellen in den einzelnen Landern.
11. Krafterzeugung: B. Wasserkraft; C. Rrennstofle und Brennstoffaufbereitung (Destillation der Kohle bei hoher und niederer Temperatur - Kohlenstaub - dlschiefer - Olraffination - Hraunkohle Torf - sonstige Feuerungsstoffe); D. Dampfkrafterzeugung: 1. Dampferzeugung, 2. Dampfverwendung; E. Verbrennungskraftmaschinen;
F. Kraft aus anderen Kraftquellen (Wind, Sonnc, Gezeiten u. a.).
111. Kraftubertragung und -verteilung: G. 1. Wechselstromubertragung und -verteilung (Wechselstromgeneratoren, Motoren, Transformatoren und Schalteinrichtungen) ; GroBkraftwerke, Fernleitungen,
Leitungsnetze, Normung der Spannungen und der Frequenzen, unterirdische Hochspannungskabel, Unterseekabel fur Kraftiibertragung;
2. Erzeugunq, Fernleitung und Verteilung hochgespannten Gleichstroms; 3. Niederspannungsverteilung und q e i c h e r u n g ; 4. Kraftgasfernleitune; 5. Mechanische Kraftubertragung.
IV. Kraftverwendung: €1. Industrie, Haushalt und Landwirtschaft ; I. Elektrochemie und Elektrometallurgie; K. Verkehrswesen ;
L. Lichterzeugung.
V. Allgemeines. Dieser Abschnitt umfaBt solche Gebiete, die
fur die Konferenz von besonderem Interesse sind, jedoch nicht unter
die vorgenannten Sondergruppen fallen; M. Fragen wirtschaftlicher,
5nanzieller und rechtlicher Natur mit Rezug auf Kraftwerke; N. Allgemeines (Forschungswesen - Nationale und Internationale Normung
- Eniehung des Handwerkers, des Ingenieurs und des Kaufmanns Arbeitshygiene und Psychologie - Pressewesen - Nationale Sonderheiten - Internationale Zusammenarbeit). SchlieBlich ist zu erwiihnen eine im Programm vorgesehene Erorterung uber die Bildung
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Versammlungen - Neue Bticher
- .
. .. . ...
einer standigen Organisation f u r die in die Konferenz einbezogenen
Gebiete.
%u den Unterabschnitten A-N werden von jeder an der Konlerenz teilnehnienden Nation aus den fur sie bemerkenswertesten
Gebieten Berichte geliefert, die in Englisch oder Franzosisch, den
beiden offiziellen Verhandlungssprachen, vorgelegt werden mussen.
Wahrend der Konferenz werden diese I3erichte vorgetragen und diskutiert; fur die Diskussion im Anschlu5 a n die Vortrage sind such
andere Sprachen zugelassen und Dolmetscher bereit.
Es liegt bisher schon einc hohe Zahl von Beitragen aus den
verschiedensten Landern vor ; besonders stark ist England mit seinen
Kolonien vertreten und auch die Vereinigten Staaten von Nordamerika
erscheinen mit besonders zahlreichen Beitragen. Jedes beteiligte
Land hat einen Nationalen Ausschu5 fur die Vorbereitungen zur Konferenz gebildet.
Deutschland ist ebenfalls in aller Form zur Teilnahme an diesem
Internationalen KongreB eingeladen worden. Es fallt der Technik
damit die Aufg;tbe zu, die abgerissenen Faden erstmals in solcheni
Umfang wieder zu knupfen. Da es sich um eine technisch-wissenschafthche Frage handelt, hat die Reichsregierung deren weitere Behandlung dem Deutschen Verband technisch-wissenschaftlicher Vereine ubcrtragen, dessen Vorsitzender zugleich zum Vorsitzenden des
Deutschen Nationalen Komitecs gewiihlt wurde. Trotz der schr knappen verfugbaren Zeit (der Sondertermin fur Deutschland lief am
1. 4. 1934 ab) ist doch eine der deutschen Technik wurdige Vertretung
sichergestellt.
Die gesamten der Konferenz eingereichten Beitrage werden vcn
der Konferenzleitung voraussichtlich erganzt durch das Ergebnis der
Aussprache, Ende des Jahres in mehreren Sammelbanden in englischer
oder franzosischer Sprache (je nachdem sie eingereicht sind) herausgeben und ini Buchhandel zum Preise von etwa 150 G.-M. erhaltlich sein.
Fiir Tnteressenten besteht die Moglichkeit, Mitglied der Konferenz
zu werden. Sobald weitere Einzelheiten uber die Erwerbung der
Mitgliedschaft bekannt werden, werden wir nahere Mitteilungen hierfiber veriiffentlichen.
I
Aus Vereinen und Versammlungen.
I
Verein deutseher Ingenieure.
Die diesjahrige Hauptversammlung findet vom 1 . 4 . 6. 1924 in Hannover statt. Der
erste Tag ist der Rehandlung des Flugzeugwesens gewidmet.
Aus den Vortriigen dieses Tages nennen wir: Exz. v. M i l l e r ,
Munchen: ,,Probleme des Luftverkehrs". Dir. Dr.-Ing. M a d e r ,
Dessau: ,.Flugzeugbau". Prof. Dr.-Ing. H . R a e r , Breslau: ,,Die Entri)iclilurig des Fluyrnotors in der Zeit nach dem Kriege". Prof. 1)r.-Ing.
M a t s c h o f3 , Berlin: ,,.4us der Entwicklungsgescliichte des Lultschiffhaiies". Dr.-Ing. E. H. S c h u 1 z , Dortmund: ,,Die Nichteisenmetalle
unter besondercr Herdcksichtigung der Luftlahrzeuge". Das gleiche
Thema wird auch mit besondcrer Beriicksichtigung des Segelfluges
am Montag, den 2. 6. 1924, behandelt.
Am Sonnabend, den 31. 5. 1924, tagt die Arbeitsgemeinschaft
deutseher Betriebsingenieure mit folgenden Vortragen:
Prof.
S c h w e r d , Hannover: ,,Abfallwirtsrhaff". 0.K 1 e i n , Wiilfel: ,,Die
Wirtscltaft der Belriebshilfsstoffe". Dr.-Ing. R u m m e 1, Diisseldorf:
,.Die Wirmewirtschaft als Teil rmbedachter I3etriebsflihruiig".
Am Montag, den 2. 6. 1924, halt der Deutsche AussehuS fur teebnisebes Sehulwesen eine Sitzung ab. Vortrage: Betriebsdir. H a n n e r , Nurnberg: ,,Die PraltiX-antenausbildung". Dr. F r i e d r i c h ,
Hannover: .,Das Anlernen von Arheilen auf Crund von Fiihiykeilspriifunycn". Dr. S c h m i d t , Friedrichshafen: ,,Die Cesellenprd[un~/
in der Industrie".
Die gleichzeitig tagende Dieselmaschinengruppe hat folgende
Themata in Aussicht genommen: ,,Krafliibertragung auf die Schraubr
bei Dieselmotorschiffen". ,,Die Kolbenklhlung bei Gropdieselmaschinen". ,,Rrennstoffeinspritzung bei kompressorlosen Maschinen".
- c _ _
Verein deutscber Nahrungsmittelehemiker. Die diesjahrige IIauptversamnilung findet vom 27.-28. 5. 1924 in Cassel statt.
Neue BUcher.
Masebinen-Tasehenbueh. Auskunftsbuch fur alle im Maschinenbau und
der Maschinenwartung Arbeitenden. Nach dem Stand der Technik
leicht verstiindlich und unter Mitwirkung bewahrter Fachleute bearbeitet von W. M ii 11 e r , Berat. Ingenieur. Mit zahlreichen Abbildungen. - Frankh's Technischer Verlag, Dieck & Co., Stuttgart.
Geb. G.-M. 4,80
Sehr haufig hort man von jiingeren, in die Fabrikpraxis Eintretenden die Frage nach einem Buch, durch das sie sich tiber die
Maschinen schnell und leicht unterrichten, und mit dessen Hilfe sie
einfachere Rechnungen ausfuhren konnen. Erst im Retriebe sturmen
die verschiedenen Falle auf sie ein, die wiihrend des Horens der Vor-
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