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Die Thermoelektricitt ihrem Ursprunge nach als indentisch mit der Contactelektricitt betrachtet.

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406
Iiidem wir den Grofseii p,,, u o , p , c uiid c' aiidere
Werthe beilegen, d. h. die Coefficieateii der Eritwickelung
des Exponeiiteii anders bestiinineii, gilt obiges Gesetz fur
jede Art voti Dampfen.
Als Bestatigung des Gesetzes, dessen Folgeruiigen fur
die gaiize Theorie der Dampfe sehr wichtig sind und uber
das wir uiis demiiachst noch weiter verbreiteii werden, k6nneu wir noch folgeiide Berrierkung anseheii. Fur t = 100"
haberi wir
A
PaPo
--
-= 0,87286.
C-C'
P
Nehmeii wir nach H o I t zm a 11 11 p =0,004233 und nach
K e g 11 a u It
c
A
= 0,4750, so ergiebt sich, da -~
=0,03256
P o 'uo
fur Wasserdampf ist , c' = 0,3608, oder x
= 5 = 1,317,
C'
welches Resultat iiach dcii obigeri Reinerkuiigeii gut stirnmt,
da der Quotielit lrleitier als 1 , d l seyii muL. Auf weitere
Erorterungen hieriiber konueii wir hier aoch nicht eingehen.
IV. Die
7 ' h r r r r ~ o u l t . k t r i ~ . i it ~h~r, n Ursprunge nnch,
02s inderiti.sch init der C o r i t u c t e l ~ k t r i c i t ~hetrachtet;
t
oon
,4oerrarius.
D e r erste Gedanke, auf welclien, nach Entdeckuag der
Thermoelektricitat, die Ton S e e b e c k ) aufgestellte Reibe
fuhreii mufste, war eine Abhaiigigkeit clieser v o n der Reibe
Volta's ZU fiiideii. Aber weder d a m , iioch vie1 spiiter,
als die Thermoreihe dnrch Versuche VOII B e c q u e r e l ,
C u m in i n g, Ha II k e 1 ) und uiehreren Anderii vervoll1 ) S e e b e e k , Denkschrili der Berliner Akademie von 1823 und 1823.
2 ) B e c q u e r e l , A W I .rlc Chirn. r t dr Phys. E: XLZ. C u m m i n g ,
Annuls of Phil. Sept. 3823. H a n k e l , Pogg. Ann. Bd. LXII.
4 07
st#ndigt rvurde, gelairg es liier irgeiid' eineu Zusatnrnenhang
aufzudecken. Naturgeinafs wandte inan sich zur W s r i n e I),
als dem Quell der Tticriiioelcktricitat, uiid suchte i n der
verscbiedeiien IAeitungsfahigkeit, Ausstrablung u. s. f. die Ursache der Str6me. Mit der Arbeit voii M a g t i u s 1 ficlen
aber alle dime Vermulhuugen zuFammeii ; die ThermoelektricitBt war als uuahh#ngig von der Fortpflanzungfiart der
WHrnie festgestellt, VOID Cootact alleiii war die Erhlarung
der T h e r m o s t r h e zu fordent. Die spateten Versiiche, wie die von T h o i n s o n 8 ) uiid
M a t t h i e~ s e 11 ), wo a e u e Thcrinoeisen aufgestellt wurden,
oder die voii S v a u h e r g s , iiiid T h o n i s o n 6 , wo die
Umkehr des Stroines, als voii der Temperatar beider Liithstellen bediugt, festgestellt war, orler endlich cler, voii T h omson so genatinte, iicutrale Piinkt n : alles diefs vergrfifscrte
die Zabl der ziir Thertnoelektricitat angeh8rigeii Thatsachen,
ohtie auf irgeiid eine W e i s e den Ursprung der Therinostr6me uaclizuweisen. Auf deli letztcii, deli neutralen Punkt,
glaube icb etwas ausfiibrliclier eingehen zu miisscn. Iu der
zuletzt citirten, umfassenden Arbeit, w o die Bcwegung der
W a r m e den Hauptinhalt bildet, iet auch eiii Tlieil den Therinostr6ineri gewidmet. Hieraus will ich T h o m s o n ' s eigene
W o r k anftihren, welcbe die Entetehuag des Begriffs u neutraler Punkt I I und seine experiinentelle Ertnittelung zu erklaren bestilntnt sind. Auf Seite (653) sagt er Folgendes:
C um m i n g fand, dafs i n eiuigen Fallen, bei Erhaltung
der eineii Lstbatelle bei eincr constautell Temperatar und
der allm~lilicbenErwlrniriiig der andereii, eiiie elektromotorische Kraft erzeugt wird, die anfanga bis zu einem Maximum wlichst, dann wieder siokt, bei eiuer bestiminteu Temperatur der LBthstelle oerschwindet, uud in die eutgegen+
1 ) W r e d e , P o g g . Ann. Bd. 1.V.
M a g n u r , P o g g . Ann. Bd I.XXXIII.
T h o m s o n , Report 01the British Associatiurr 1855.
M a t t h i e s r c n , P o g g . Anal. Bd. C111.
S v a n b e r g , P o g g . Ann. Erginzbd. 111. 1853.
6 ) T h o r n s o n , Piiif. T r a n s . 1656, T. iff.
2)
3)
4)
6)
gesetzte Richtuiig tibergcht, wo, mit cler weiteren Erhilhung
der Temperatur, sic auch aii GIBCse iinnier zuuimint. Es
ist klar, daCs diese Tcinperatiir dt*r erwarintcu Lilthstelle,
iii dem Falle, wo die elektroinotorisclie Kraft ihr Maximum
errciclit, gcradc die Trinperatiir ist, bei welcher die Metalle therinoelektrisch aciitral gcgrii ciiiaiider sind if. Uebcr
die Art der Beobachtoiig driirkt c r sich folgendermafseii
aus: Iler W e g , welclieii ich hei ineincii Vereuchen eiudrhliig, w a r : Die Teinpcratur eiiics Bades, (in welcher die
1,ilthstelle sich befaud) SO Iange zu erhi)heii, bis die Galvaiiooieteruadcl eiiieii iiicrkbarcii Ausschlag gab, d a m , mil
dem Erwarinen dieses Badcs fortgclieiid, auch die Teinperatur des auderti Bades zii cihiiheu, uiid das deriiiilCseii,
urn eiiie iiiiiglichst coustaiite Tempei.aturdiffereiiz beizubehalten. Sobald die Nadel iiach der cutgegengesetzteii Seitc
ausscblug, wiirden die Thermometer zuin siiikeu gebracht,
bis eie vou dicser eiitgegengcsctzteii Ablenkung zuruckzukebreii begaiiu. Weiiu die Nadel dein Nullpuukt sich UPherte, lief5 mail die Therinoineter laiigsamer siiikeii, iudem
doch die Teiiiperaturdifferei~zauch Iiicr iiiilglichst cotistaut
blieb. Der Statid der Thermometer wurde abgelesen, weiin
noch eiii inerkbarcr Aiisschlag der Nadcl m i seheii war, wenu
dieselbe a u f Null staiid, iiod bei dein ersteu merkbareti
Ausschlage aiif die ciitgegciigesetzte Seitc. Dae Mittel aue
den beideii Tlic,lmoineterstaii(len, bei welcheu keiue Ablenkuiig Statt faud, odvr ~ U Rdcuen zuerst und zuletzt abgeleseiien, oder das Mittel airs alleii dieseii Temperatureu
ist ziir Bestiminung dcs iicutralrii Punktrs der Metalle geuommeii.
Dariiach fuhi t T h o iii eo i i ciue Versuchsreihe
voii S u i i t h ail, w o , hci clcr Aeuderiing der Temperatur
von 51) bis lti.5+", diese Suiniiic fur Blei und Pletiu zwischeu 120; uiid 123" fallt, also auiiahernd coiietant augeuoiniiieii w er d P ii k an 11.
Das, in solcher Wcise sich fortwlhrend aiihsufeude,
die ThermostrOme betreffcude, Material dieute bis jetzt mehr
zur Verdeckuiig als ziir Aufklaruiig der Ursache dieser
Strame. SondeIbar oiufs es besoiiders daher erscheiuen,
da doch der eiiinial eiuzuschlagende Wcg augezeigt war.
1,
40 9
Bie jctzt iEt nur eiiic Arbeit, voii deiii Priiicip der Coiitactlheorie aufigehend, erschietien, iiamlicli diejetiige vou Hrti.
G a u g a i i i I ) . Aber abgescheii davoti, d a k die Fortuelii
in drrsclben, durch ciiien titir unbckaiioteii [Jinstaod, dcu
eigcueu Beobachtungen riicht eutfiprecheii , FO crklart sic
auch viele, bri dcn Thertiiostr61nea vorkommetide Erschciuuogen nicht. - I)m berccli~igte inich die Frage wiedcr
aufzunchmen.
Die bpi Bertiliriitig zweier Metalle erzeugte elektroniotorieche Kraft ist, wie bekaaiit ' ), nicht iiur vou der dieinischeii Zusatii~neiisctzung, soiidcrii auch vou der phyeischeu Couslruction dicser Metalle bcdiiigt, uud eiue IJrsache
welchc Aenderuiigcti iti dieser letztcii hervorbrinAt, iibt uiiiimganglich nuch arif die clektrornotorisclic Kraft cine W'irkung atis. Zu dieseii Ursachru geh6rt abcr die Whne,
folglich ict die, bei Bcriilirutig entwickeltc, elektromotorische Kraft als ritie Futictioii der Warine zri betrachten.
Dieae Function, nach den Potenzen der Tetnperatrir
iu eine Reihe entwickelt, giebt cine Gleichuog von dcr Form
E=a+6t+ct7+
. . . (I)
wo E die elektrotnotorische Kraft, t die Teinperatur, a, 6, c,
constante, voii der cheinischen utid physischeii Beschaffenheit der bctracliteteii Mctalle abharigige (;r&Tseu sind.
Bei deli Thermostr6men habeu wir zwei s o k h e r Hertihrtings-oder IAthsle~leti. Weon die Teinperatur der cincn f ,,
der anderen t , ist, so sitid die ihticn er~tsprecheiideii elektrotnolorischeii Krsfte :
( 2 ) E , = a + b t , t c t , ' . ., E , = a + b t , + c t , '
Da aber diese, iiii allgetneinen, ciuaiider etitgepra wirken, 6 0 wird die, deu Strotn erzeugetide, ekktrotiiotorische
Kraft durch die Differettz dieser beiden auagcdruckl, d. h.
durch E bezeichuet, wird sie der (;leichung
.
+.. .
1 ) Ga u g r i n , Ann. d . Chiin. r.f d r Phys. T. L X Y . lB62.
2 ) D r v y , ..inn. Or Chin,. r f Jr Phys. T. X X X I I I . W a l v k r r ,
P o g g . A n n . Rcl. IV. S e e b r c k , P n g g . Ann. nrl. VI. K i t t c i . , G i l b .
Bd. 1X. M a g n o r , P o g g Ann. Rd. L X X X I I I . 'I'bnm3rrn Phil.
Trims. T. I f f . 1856.
410
-
(3) E = b ( t ,
t,)+c(t,’-tt,’)+
...,
geiitigeu. Die Grbfse der Constailten a, b, c, . . . folglich
aiich die in Retracht zii zieheendc Zahl der (;lieder, kaiiii
iiiir durch’s Experiiiieiit hcstiiiiint werdeii.
W e u n die ersten zwei (>lieder (Forin. I ) geiitigteii, wiirde E = b(t I
tq)
seyn, eine Gleichuiig die iiicht den Beobachtungen ratspricht. Bei der Zuziehiing rioch cines Gliedcs, stellt sich
die k’ormel
(4) E = ( t , - : t , ) [ b + c ( t , + t ? ) ]
heraus, welche nicht ‘iiur die bekaiinteii Thatsachen der
Thermostr6me erklart , soiiderii aiich init denen, spater aiizuftihreiideu Versucheii iiber die .4~1ideriing der elektroinotorischen Kraft , volllt oiiilnen iibereiustiinmt. W a s diese
Thatsachen aiibelaiigt, so ist leicht einzuseheu, dafs, bei t ,
coiistaiit, die elektromotorische Kraft E, iiiiierhalb gewisser
Grguzen dcr Teinperaturerlillhuug t ,, als tler Teinperaturdifferenz proportioiial aiiziiiieliineu ist ; wo diese Grgnzeii,
voii d e r Gri)fse c gegcu b bcdiugt, n u r im Fall c = 0 aufser Betraclit kommeu kanneu, und schon eine streoge Proportionalittit eiutritt.
Beim Ausbleibcii des Strornes ist E = 0, oder
-
(5)
O=(t, -:l,)[b+c(t,
cine Gleichung, welcher zwei andere
t , - t , = O und
(6)
(7)
b+cc(t,+t>)=O
tt,)];
geutigen. Gleichung ( 6 ) spricht das bekanote Factiim des
Ausbleibens des Stromes bei gleicbeu Temperaturen der
Lathstellen aus. Gleichung (7), i u der Form ( t , + t , ) = -
b
-
ausgedriickt , giebt Aufschlufs iiber d e n , schoii oben angefiihrtea, vou T h o m s o n so genaniiteii neutralen Punkt.
Urn das Uesprocheue aiischaulich zu inacheu, ini)gen die
Teinperatureii der eiiien Lothstelle, - die Abscissen, (die
Temperatur der andereii als coustant betrachtet) die, dein
ganzen l’hermoelemeiit eiitsprccheudeii, elektromotorischeii
Krtifte die Ordinaten darstelleii, daiin wird das Gesetz der
41 I
Aeiiderung dicser Letzteren Rich durch eine Curve (Fig. I ) voo
dcr Forin A B C austlriicken lasseri I ) .
Fig. 1.
Da aber die g a m e elektroniotorische Kraft eich a m der Iliffer e m der Krafte der beideii l.ijtlistelleii bildet, so wild, wena die
L ..
eine vou itirien eine coiistantc Grdfse
.1
z. B. gleich A D ist (Fig. 2 ) , sich
die Aenderuug der elektroinotorischeii Kraft der anderen,
erwarmten Lbthstelle durch die Curve D E C, vollkominen
rnit der Foriii der frtihercii uberFi#. 2.
einstirnmeod, ausdriickeu.
Die elektromotorische Kraft
der rtuderen Lothstelle milk bei
ihrer Erwarmuiig deiiselbeii VerC
anderuageu riiiterworfeii tieyn,
folglich aiicli durcli clieselbe Curve
dargestellt werden. Da sic aber
A
A
einander eutgegeii wirkcu, so map,
zur leicbtereu Uebersicht, der aus ihrer 1)ifferenz eiitstebendeo elektromotorischeu Kraft , die der ersten Ldthstelle
Fig. 3.
entsprechende Curve D E C, die
der zweitcii G HF (Fig.3) seyu.
DaR Aiisbleibeii des Stromes kann o u r dann stat~finden,
wenii die elektroinotorischen
Krsfte beider Ldthstellen gleich
siud. Dafs gleiche Temperad B trireu dieser Forderung geiiiigeu, ist aue der Zeichuung
leicht ZLI ersehen, wir lassen
daher dieseii Fall aufser Betracht. W i r d clagegen die
Ji
zweite Lbthstelle bei der Tem-
1l / .A\
I
n
iI
.^_____.___
1 ) lclr brsclirfinke mich hier
nu1
den Fa11 des Maximuma, wril die A m -
Falls, dcs Mininlunir, sic11 yon
du hi13 ansufiihreoden gar nicht unterscheidrt.
einandrrsetrung des cnrgegrngcsetzten
412
peratur O A constant gehalten, also die ihr entsprechende
elektroinotorische Kraft A G fi’eyn, so wird die erste bis ziir
Teniperatur OB erwarint werden miissen, tim den Stroin
vcrschwinden zu machen. Rei der Erw%rmung der zweiten
his t , ((1. h. O t , ) , wird dasselhe durch das Erkalten der
ersten his t : , erzielt, wcnn auch dann die elektromotorischen Krafte E , a n d E , einander gleich sind. Und da die
elektromotorischen Krsfte, welche den Tcniperaturen t , + a
und t , -cc cntsprechen, hei jcder Grirke VOII a ( d e n
T h o m 13 o 11 ’schen Versnchen zufolge) untereinander gleich
bleiben, so wird t , + t , eine constante, durch 2 T auszudruckende Grofse seyn. Mit anderen W o r t e n die Kruminung uiiserer Cur\ e wird nach beiden Seiten des Maaimums ( w a s dein T h oin s o ii’schen neutralen Prinkte errtspricht) gleich seyn; wo d i e t Maximuin durch die Tcmperatur
+
t1+t2
2
bestimmt wird, oder der Forniel (7) zuI,
folge durch T = - 2 C ’
~
W e t i n dieses Maximum der elektroniotorischeii Kraft
der Gleichung (1) gefundeu werden sollte, miifste der
crate ~ifferentialeoefficieiitgleich 0 gesetzt werden, woraus
die Gleichring 0 = b + 2 c t , oder fiir die Temperatur dieails
selbe Grirfse
’
folgen wiirde.
T = -‘LC
Ob es sich bier
um ein Maximuin oder Minimum handelt, mufs bekaiintlich
der zweite Differential - Coefficient entscheiden ; es wird
c negativ dem ersten, c positiv dem zweiten Falle entsprechen.
L)a die Richtuog des Stromes nur von der relativen
GroFee der elektroinotoriechen Krafte beider Lirthstellen
bedingt ist, so ist dieselbe bei heliehiger Temperatur diescr letztcren aus der Zeichnung SO leicht zii ersehen, dafs
ich hier nur deo Fall der Strorneminkebrung hetrachte.
W i r d die cine Lothstelle constant bei der Temperatur t ,
gehalten (also die ihr entsprechende elekti oinotorische Kraft
E, seyn), die andere, von dieser Temperatur ausgehend,
erwarmt, so wird diese letzte die Richtung des Stroines
413
bestiiiiiiieii. Biti zur Teinperatiir T w i l d die A bleiikuiig
der Nadel zuiiehinei~, voii hicraus bis t , abiiehiiieii, bei
dieser Teiiiperatur auf Null zeigeu, wid l e i weiterer Erwlriiiuiig eiiien eiitgegeiigesetztcii Aumchlag gebeii. Dafs
die Metalle bci der Teinprratiir der Stromeauinkehruug iiorb
gar nicbt ihre St ellung grgeii eiiiaiider 111 dcr T b e r i n o r e i h
uinzukehreu braiicheii, wic eiiiige Pbysiker ' ) zii gIi911bttii
d i e i n e n , ist aus dein ebeii Angefuhrteii ersichtlich.
Dic
Veraiiche.
Ich verdanke der Gute des Hrii. Prof. M a g n u s die
Mbglicbkeit die Versuche ausgefulirt zu haben, eie wurdeu
iu seiiieln physischeii Laboratoriuiii aiigestellt. Ilieseu Versucbeii lag der Znecti zii 'Gruude die Zahl der Glieder
der Foriiiel (3j zu bcstiiiiincii. Der eiufachste hier einzuachlageiidc W e g war: die uach der Foroiel (4) berechiieteii
W e r t h e der elehtroinotorischeu Krafte mil deli beobachteteu zu vergleicheii , uud dae T h o m B o u'sche Gesetz dutch
n e w Versuche zii priifeii. UiefR Letztere faiid icli auch fiir
uothwendig; deiru obgleicb 'l'h oms o 11' s Augabeii sich voii
- YO his
300" eretreckeii, so gebeii sie keiiieii AufscliluCs iiber dcii G r a d der Gerrauigkeit , mil weelcher die
Teuipcratur des iieiitraleu Puiitits bestiuiiut wurde; aufser
d c r , scliou obcii geuaniiteu, vou Snii t h ausgeftihrteii Versurhsreilie, fiihrl T h o ins o n keiiie au.
Die oiitersuchteu Metalle waren: I ) hupfer uiit Eiseii,
2 ) Silber uiit Ziuk, 3) Platin wit Blei uud 4) Silber niit
Eiscu. Da die Art dei Ecobachtuug tiberall dieselbe blieb,
so wird die Brsobrcibuug des eiugescblageiieii W e g e s beim
einzelncii Fall auch das allgeiiiciiie Verfrrlireii eriirteril.
Ich wilile dazu die Versuclic init Silbcr uiid .Elsen, weil
liier die Temperatur dcs Maximuiii, durcli ihre giiiislige Lage
zwisclieu deli Graazeii der Teiuperatiirbeobachtuiig~~i,eiiie
klarcre Uehersiclit der Aeuderuiig der elektrolnotorischen
Kraft zii gebeii veriiiag.
+
I ) flankel,
P u g g Ann.
Ud. LAt1.
414
Eiii Silberdraht wiirdc an beidcii Endeti an Eiseitdrahte
ge1i)thet uiid dann diirch zwei gebogene Glasrebreu so gefcihrt, dafs (lie 1,dthstelleti iiiiweit der Bieguugen sich befaudeti. In jede der Hiilireii war eiii Tlierinouieter eiiigesenkt , die Kugel desselben mi)glichst iiah zur Lhtbstelle
gebracht uud datiti die Ocffiiuugeii der Rahren mit W a t t e
verstopft. Die Glasrehreu selbst befatiden sich in kupferlien Gefafsen, die als Luftbtider dietiteu, und wurden in
deli Ocfftiiiiigcii des Deckels durch K o r k e festgehalten,
uiid dadurch ain Beriihrca des Bodens gehitidert. Das erwarinen gescbali mittelst eiiies einfacheti H u us en'schen
Brenticrs, wobei das Ausstrthiieu des Gases durch Hahne und
Schlauchklemmcti regulirt wurde. Urn die veraaderliche
Eiiiwirkutig der Luft aiif die (;ehCse zu beeeitigeii, wiirden
die Letztereii voii Pappacliiriiien umgebeti.
In welchein Grade dae benutzte Luftbad braiicbbar
sey - zeigt die folgeiide Tabelle, wo es versucht wurde,
die Tetnperatur wiilireiid & Stuiide auf 176O zu erhalten.
I.
Zei I
11 Uhr
0 Miniiteu
2'
5'
7'
10'
12'
15
17'
20'
22'
24'
26'
23'
30'
'lcnrpcratur
175,6
17G
175,7
176,3
176
175,9
175,3
175,6
175,5
175,5
175,8
176,3
I76,7
177,l
D i k c n z von 176'
- 0,4
0
- 0,2
013
0
- 0,1
-017
-OI4
- 0,5
0,5
-
- 0,2
-- 0,3
0,7
111
D. h. die Abwcichung betragt hbcbsteiis I l l O .
Uie Euden der Eisetidrshte waren zu einem Spiegelgal-
vaiiouicter (voii Wi e tl ciii a 11 i i ) I ) gcfiihrt, iind die Ablenkuugcii, airf bckauiitc W e i s c , a11 einer , niit uingekelirteii
Zahleii befichrieheneii Skalc abgelescn. Die eiiier Ablenkuiig eiitsprecheiideii Skalenlheilc wurdeii uninittelb;tr, als
die Grilfse der ele~troinotorischcii Kreft darstelleiid , betrachtet; d. ti., als Einhrit wurde die den Spiegel u i i i
eiiieii Theilstricli ablenkeuda elektroinotorinche Kraft angeiio in m en.
Es wiirdeii zwei Reilieii von Deobachtuugen geinacht.
1. Die erste bestand darin, dafs, bei eiiier annaliernd
coiistauteii Tcinperatur der eiuen I , ~ ~ h s t e l l edie
, aiidere erwarmt, und die, jcdcr Aendcroiig der Tenipcratur aiif 5 O
entaprechende Ablciikiing das Spiqyls abgeleaeii wurdc.
(Weiin die, durch Erncltiitteriingeu dcr Strafse, zuweileii
eiiitreteiideii Schwaiik~iiigeii des Spiegcls es riicht vcrhiiiderteii). So wurde die 'I'emperatur etwas iiber 310" gesteigert uiid danii wieder ziiin Siiikeii gebracht, wobei dieselbc: Art Ablesiiag erfolgte. la beiden Fallen liels maii
die Aenderuiigeii der Temperaliir inbglichst laiigsam vor
sich gehen. L)ss Mittel a u s den, fur jede bestimmte Teiiiperatur abgeleseneri, Skalentheilen, beim Steigen uud Sinkeii derselben, dieate ziir Aufstelluug der eineii Versuchsreihe. Ich fiihre hier eiiieii Theil dieser Heihe a n , wo t
die Tcmperatiir, E die beobachtete elektromotorische Kraft,
E ' die epiiter, iiacli der unteu aiigeftihrten Formel, berechiiete bezeichuet. L)a die mittlere Teuiperatur der kalteii
LUthstelle 19" war, so sind die von a angefiihrten Zahlen
fur diese Grhfse dcr Teinperatur berechnet. Nach 160"
( d e r warinen Lothstelle) war diese Temperatur etwas gesuuken, stieg dauu wieder, uud hatte iii der N6he von 300'
einen ffjhlbaren Ueberschurs iiber die mittlere Temperatur
erlangt. Da diefs Thermometer uur eiuige Ma1 abgeleseii
wurde, so kanu ich nichta Bestiminteres darfiber ausaagen.
Um die daraus folgeiiden Fehler bei d e r Berechnung der
elektromotorischen Kraft in Erwllgung zu ziehen , siud in
1 ) V V i cdcm ri i n ,
Galvanismus uod Elektromrgnctir~nu~.
416
der Columoe b diem bereclineten W c r t h e fur 18" und in
c fur 21 " aagegehen.
11.
-.
a
E'
/-
1
E
300
2 58
290
280
260
250
240
270
283
297
301,5
308
31 I
31 I ,3
309
307
302
296
266
279
27 I
258
231,
220
210
200
190
I80
170
I60
150
1a o
130
24.1
120
110
229
213
199
100
b
C
258,l
269,5
26 1,9
275,l
2H4,6
298,4
296,2
303
309
306,2
307,R
30R,I
306,9
301,2
299,9
291,2
287,2
2763,7
269,6
256,8
213,7
229
315,3
193,7.
309
310,9
31 1,l
309,9
307,I
302,96
2. Bei der zweiteii Versuchsreibe wurdeii heide Lathstellen uugleich erwgrint, bie der Strom verschnand, daiio
die Temperatur einige Zeit conetalit erbalten und die Tbermouieter abgeleeen. Iu der bier folgenden Tabelle bezeicbueo: t , die Temperatur der eineu Llrthetelle, t , die der
anderen,
ihre halbe Summe, D die Uifferenz d e r mittle-
reu balben Summe t o n den beobacbteten
417
Ill.
11
260
209
304
302
312
312
310
328
256
284
293,5
295
t2
186
158
l45,5
145
l35,5
136
138,5
IIH
190
260
233,3
251
247
I
2
223
2'233
224,Y
2245
223,75
221
213,25
223
223,23
222
223,55
223
22:3,5
D
- 0,49
- 0,Ol
3
+ (476 )
Sulnine
- 0,24
- 1,29
-
+
i
-*
2e'
Nach diesen zwei
0,OI
200
Uie Differeiiz iibersteigt nur in zwei Fllleii I " , was
h i der Uoinoglichkeit die Temperature11 beider Lothstcllen 1;ingere Zeit constant zii erhalteii, fur die vollkomineiie Ilebcreinstimmung init dein T h o m s o n ' s c h e n Gesetze
spricht
I)ie beiden letzten aogeftihrten Versucbsreibeu dicnteli
ziir Bestinimung der Co~istantcub riud c. Aus der Versuchsreihe I1 wurden 10 Teinperaturablesurigen und die
ihneii entsprecheiideu Ableiikurigeii in die Gleichung ( 4 1
eiogeftihrt , diese Gleichiiiigeu suinmirt und dadurch die
Formel 2602,2= 1365 b + '257175~erhalten. Die Versuchsreihe III gab, der Fotmel ( 7 ) zufolge, fur die Tem-
peratur des Maximum's 223,49=
Gleicbungen wurdeu
b = 3,29424, c = - 0,00737
gefuaden. Uiid folglich fiir die Rerechnuilg der elektromotorischeu Kraft die Gleicliuug
E = ( t , - f , ) [3,29424 - 0,00737( t i t , )
(81
huf
gleicbe
W
e
i
s
e
entstaudeu
fiir
Kiipfer
und
erhalten.
Eiseu die folgenden Versucbsreihen :
PoggendorPs Aonal. Bd. CXIX
27
+
418
IV.
t
t
E
Il4,l
190"
103,5
180
100,Fi
I 16,3
170
96,5
92,l
H7,B
82,7
78
73
E
El
300" I 1JIB
115,7
290
116J
280
116,l
270
115,R
260
115,4
250
114:9
240
113,s
230
220 111,H
2 10 109,5
106,7
200
160
115,87
150
114,l
1I 0
130
120
110
100
111,l
El
100,25
92,J
b2,69
72,9
(i6
60.
60
106,3
V.
tl
:i07
3073
:io9,'l
313
309,2
298
300
'Ly9,5
295
297
289
290,9
2H6
29 1
t2
245
213,3
210,l
232
241
2542
25 1
252,5
257,3
257
266.
260,9
269
260,s
I
-
2
276
275,l
274,7
276
2i5,l
273,6
275,s
276
276,l
277
277,l
275,9
277,5
275,7
+
n
0,2
+ 0,'L
- 0,7
+I
+ I ,3
- 0,l
+ 1,7
- 0,l
I
Aue welchcii
E =( 1 ,
- t 2 ) [ 0 , 9 ( i 5 : 2- 0,00175(1, + f,
) J,
(9)
und fur dic Temperatur das Maximum T = 275,8 gefiuideii
wurde.
FIir Silbcr uud Ziuk waren die Versuchereiheii:
419
VI.
E
t
70
80
- 0,Y
- 2,9
- 3,s
- 4,Fi
- -1,s
- 1.2
90
:30"
40
50
GO
El
t
Ei
- 1,l
160"
I70
- 3,6
1R 0
190
- 4,46
-33
101)
- 2,J
- 3,5H
111,
120
- I
+ 0,9
-1
130
140
+ $2
+ 5,5
+ 3,5
150
+9
+ 9,7
200
210
220
230
240
250
12,3
16,6
21,l
26,I
32
38
I7,46
27
3436
445
51,s
51,3
59,2
67,l
66,l
VII.
12
tl
113
110
149
I43
148
131,8
140
127
125
12
16,2
70,6
- 4
8,7
- 8
1,7
D.
2
69
68,5
69,5
69,6
69,6
693
70,H
69,8
25
27
- 10
-
#
-
- 0,2
- 0,l
-0,l
I Mittlerer
Werth
\ der helben
Summe = 69,7.
098
Aus ihnen wurde die Gleichuiig
( l o ) E = ( t , -t1,)[-OJ298731+0,~102113(f~ t t , ) ]
erhalten und ftir die Temperatur des Miniinurn die Grtrfse
T = 69,7 gefuuden. Dafs Iiier eiri Minimum Statt fiiidet,
ist nus dem Zeicheu von c zu erseheli, woher denn die,
die elektrulnotorische Kraft darstelleude Curve convex seyri
nird.
Ffir Platiu uod Blei bekam man die VCrEUChSreihC:
27
*
420
VIII.
t
E
2R0
270
260
250
240
230
220
210
200
190
180
170
160
150
140
130
365
340
319
297
277
256,5
235,Fi
218
198
183
163,5
149
132,5
117
103
92
E,
369
32 1
276,s
235
196,7
162
130
t
E
120
110
100
90
80
70
(i0
50
40
30
25
79,6
68
56
46
37
28
20
13
48
46
237
ti
5,2
55,2
36,6
20, I
924
2,d
-
- 3
-
E,
76,7
3,5
3.1
- 3,9
- 4
3
- 4
2
- - 4,4
0
- 4,6
-2
- 5,2.
Hier liefs sicli kein Maximum oder Miniilium durcli's
Experiment uachweiseii , deiin bei Steigeruug der Temperatur von 0 bis 300" iiatiiii die Ableiikuiig iminer zti und
das rascher als die Teinpcratur. Obgleicli uuii diels Eleineut
auch uuter 0 bis
15'' uutersucht wurde wid die Ableiikungeu bis
3 O dcrselbeu Abiialiinc folgten, so kouutc man
uuter dieser Tcmpcratur, wegeri dci ZU kleiiieii Aendcruagen der elektrouiotoriscclic~i Kraf't, uichts Bestiiiiintes aussegeu. U i n zwei Gleichuugeu fur die Berechnuog der
Grbfseu b und c zu erhalteu, wuicleii, mittelst dcr Versuchsreihe VIII, 20 Gleichungeu iiach der Forinel ( 4 ) gebildet, zu 10 zusaniiiieii addirt uiid aus deli 80 gefundeneu Gleichuiigcu
jll,H=709b+
b!l7Hlc, 26b=221,lb+550till2c
die Wertlie 6 uiid c I~estiui~tit.
Ilaa gab fur diese Metalle die Forincl
E = ( t , --t,)[0,0Hj+0,00116(1, +- f 2 ) ] ;
-
102,25
-
42 1
uach welcber, im Fall aucb uiiter 0" eine Ucbereinetiminung der berechneten urid beohacbteten W e r t h e , wie's
uber 0 Statt findet, anzuaehmeo wiire, das Miuimum bei
- 22,96O zu sucben sey.
-
.
Aus allem Gesagten glaube ich deii Schlub fiibreii zii
kiluueu, dafs die Elektricitst durch Berllhriiug, ale eine
Fuuction der Temperatur, eiue vollstlndige AufklPrung aller die Therinostrorne betreffeiideii Thatsachen liefert, und
dafs bei den vou mir uutersuchten Metallen, iii deii C r S n zen der gemachten Temperatiirbeobacbtungen, diefs eiue
Function zweiteu Grades ist.
V. I.!ehrr die Einwirkung ties lotirnulhy/s uuf
lodstickstoff;%usamrrrensetzurrg dessrllm unri U h r r
eine neue lodstickstoffverbinrlung ;
oon Dr. S l a h l s c h r n i d t .
1 1 1 dieseu Aiiualen habe ich vor einiger Zeit eine kurze Notiz iiber die Eiiiwirkung dee Iodmethyl nuf Iodstickstoff
initgetheilt und biii jetzt im Stande die Resultate dieser
Untersuchuiigei~zu vervollstiindigeu. Der lodstickatoff, welcheii icli 211 diescr Arbeit verwendet habe, wurde auf folgende Weise erhnlten. Eiu Viertelpfuud Iod wurde iu
Alkohnl gelsat, die L6sung init eiuer concentrirten wtisserigeii Alninoniaklosuiig im Ucberschuh versetzt und der dadurch eutstandene Iodstickstoff vollstandig diirch eine gr8isere Meiige balten Wassers ausgefsllt. Ilurch Decautiren
wrirdc die Fliissigkeit voin Niederschlage getreiint und letzterer so oft init iieueii Meiigeii Wasser gewaschen und diescs abgehebert, bis dasselbe frei v o i i Alnrnoiiiak war. Der
auf diese Weise erhalteiie Iodstickstoff, wurde in einen
Stebbolben gesptilt, das sich nacb einer balben Stunde Rube
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