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Die Trichterventilrhre beim Wechsel von Druck und Funkenart.

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11. D$e l'richtervemt4lrCihre
beim Wechest vom Druch wad Fmhsmart;
v m W. HoZtx.
Ich habe der Trichterrohre, seit sie zuerst bekannt wurde l),
im Verlaufe der Zeit verschiedene Formen gegeben, deren
einfachste die nebenstehende Figur zeigt. Sie ist zugleich die
empfehlenswerteste, da kompliziertere Formen nur wenig besser
wirken. Ich Relber gab uber die RiShre nur zwei kurze Mittei1ungen.a) In der ersten sprach ich
mich uber die bevorzugte Stromrichtung
nicht aus. I n der zweiten sagte
- ich, da6
verzogerte Flaschenentladungen denjenigen Richter bevorzugen,
dessen Basis der positiven Elektrode zugewandt sei. P o g g e n
do r ff 3, stellte uber die Riihren eine langere Untersuchung an,
in welcher er nur solche mit mehreren ScheidewPnden und einseitig gerichteten TrichteTn benutzte , von denen er eventuell
zwei entgegengerichtete nebeneinander legte. Er fand aber,
daB die verschiedensten Entladungen allemal eher hindurchgingen , wenn die Trichterspitze der positiven Elektrode zugewandt sei. Alle Rohren waren so weit evakuiert, wie ich
empfohlen hatte, niimlich so, da6 sie die Schichtung zeigten.
Als ich kurzlich sah, da6 P o g g e n d o r f f s und meine Angaben
sich widersprichen, dachte ich, daB meine Rbhre ehedem vielleicht Luft gesogen habe, und daB sich die Rirhren bei verschiedenen Drucken vielleicht anders verhalten kirnnten. Dies
veranlaBte mich die nachfolgenden Qersuche anzustellen.
Ich lief3 mir von G e i s s l e r s Nachfolger Hrn. Mdiiller in
Bonn drei sonst gleiche Riihren nach Art obenstehender
Figur machen, aber ungleich evakuiert, so dal3 die eine noch
-
-
1) Vgl. Poggendorffe Referat in den Sitzungsber. d. k. Akad. d.
Wiesenach. zu Berlin vom Juli 1867.
2) W. Holtz, Pogg. Ann. 166. p. 643. 1875 und Wied. Ann. 10.
p. 336. 1880.
3) J.
C. Poggendorff, Pogg. Ann. 134. p.
1. 1868.
1058
w.Holtz.
ein zusammenhangendes Band, die zweite Schichtung, die
dritte die Hittorf-Crookesschen Lichterscheinungen gab.
Ich nenne sie der Reihe nach 8,B und C; sie waren 25 cm
lang, 5 cm weit und ubrigens mit Luft gefullt. Es war nur
ein kleiner Induktionsapparat, den ich gebrauchte, und er
wirkte nur durch ein Leclanchdelement. So ist es am gunstig
sten, weil bei groBeren Apparaten oder groBerer Triebkraft der
SchlieBungsstrom mit passiert , wobei dann naturlich beide
Trichter leuchten. Bei der Influenzmaschine wandte ich entweder verzogerte Flaschenentladungen, oder den bloBen Konduktorenstrom und diesen konstant oder mit eingeschalteter Luftstrecke an.
Beim Induktionsapparat zeigte die Rohre A deutlich, daB
der Strom eher den Trichter passierte, dessen Basis der
positiven Elektrode zugerichtet war. Nur sporadisch leuchtete
der andere m i t , aber vie1 schwacher. Am deutlichsten trat
der Unterschied bei wiederholtem Gebrauche des Kommutators
vor Augen. Die Riihre B dagegen verhielt sich, wie P o g g e n d o r ff angab; der Strom ging nur durch jenen Trichter, desseii
Spitze der positiven Elektrode zugerichtet war. Hierbei zeigte
sich nur in der positiven Kammer Schichtung, in beiden aber
ein dunkler Raum, der in der positiven zwischen dem aus dem
Trichter tretenden Biischel und den vor dem Drahte schwebenden Schichten lag. Die Rohre C verhielt sich der Hauptsache
nach ahnlich ; die Entladungen gingen vorzugsweise durch den
Trichter, dessen Spitze nach der positiven Elektrode sah, und
und nur sporadisch leuchtete der andere mit. Der Biischel
der Trichterspitze war ubrigens langer und nicht rotlich, sondern
mehr grau. In der negativen Kammer erschien nur griines
Phosphoreszenzlicht, in der positiven auger dem Biischel noch
ein der Drahtspitze anhaftender Nebelfleck.
Bei verzogerten Flaschenentladungen , wobei ich schwach
angefeuchtete Schnure gebrauchte , waren die Erscheinungen
den eben erwahnten so ahnlich, daB ich daruber nicht weiter
sprechen will.
Bei konstantem Strom und der Rohre A sah man nur
vier helle Stellen, die beiden Trichterspitzen, einen leuchtenden
Uberzug der positiven Drahtspitze und ein der negativen anhaftendes unruhiges Flammchen von rotlichem Licht. Bei Ein-
I l l i c h t e r v e n t e beim Wechsel von Druck m d Punkenart. 1059
sohaltung einer Luftstrecke veritnderte sich das Bad. Die
Rohre fullte ,sich mit nebelhaftem ratlichgrauem Licht, der
negative Draht erhielt einen blauen Ubemug und die ihn nmgebende Chewand h g zu phosphoreszieren an. Immer jedoch
blieb derjenige Trichter der hellere, dessen Baeis n.ach der
positiven Seite lag. Bei konstantem Strom u d der mhre B
funktionierte nur derjenige Trichter, dessen Spitze nach der
positiven Seite lag. Bus ihr floS ein ratlicher Biteohel, wiihrend
in der Rohre sonst ein r6tlichgrauer Nebel verbreitet war, der
die negative Kammer ganz fiillte, wahrend er in der positiven
vor dem Buschel eine dunklere Stelle iibrig lies. Bei Einschaltung einer Luftstrecke trat das griine Phosphoreszenzlicht
jetzt deutlicher ad. Bei konstantem Strome und der RZihre C
funktionierte deraelbe Trichter, aber zeitweilig auch der andere
etwas mit. Der verlingerte Buschel war lichtschwiicher , desgleichen der verschwommene Nebel, der sonst in der Rohre lag.
Bei Einschaltung einer Luftstrecke trat das Phosphoreszenzlicht
besonders deutlich hervor. Das Phosphoreszenzlicht trat also
immer erst bei einer Luftstrecke und eher (d. h. schon bei
geringerer Evakuierung) bei Konduktoren- als bei verzagerten
Flaschen- und Induktionsfunken auf.
Die Hauptfrage aber entschied sich nsch den mitgeteilten
Versuchen so: Bei einer Evakuierung, welche noch keine
Schichtung erzengt, gehen Entladungen eher durch jenen Trichter,
dessen Basis nach der positiven Seite sieht. Bei starkerer
Verdunnung ist es umgekehrt. Dies Resultat gewinnt dadurch
an Interesse, daS auch in gewbhnlicher Luft ein isolierender
Trichter eher Funken hindurchliiSt, wenn seine Basis nach der
positiven Seite sieht.I)
Fr&@ man nach der Ursache, so ist man geneigt, diese
mit der Frage zu verschmelzen, an welcher Elektrode die Entladung beginnt. Man pfiegt ja anzunehmen, daS jeder Entladnng eine Polarisierung der zwischengelagerten Molekiile
voraufgeht, und der Ausgleich dann von Molekiil zu Molekiil
fortschreitet. AndererseiG ist wahrscheinlich , daS bei jeder
Entladung Materie, sei es gewahnliche, sei es elektrische im
--
1) W. Holta, tfiber dasTrichterventi1 in der Luft, Pogg. Ann. Erg.Bd. 8. p. 158. 1877.
1060
W. Holtz.
Bichterventihohre etc.
Sinne des Fortschrittes verschoben wird. Wird aber Stoff verschoben, so leuchtet es ein, da8 die Bewegung eher durch
einen Trichter hindurchgeht, wenn sie von der Basis nach der
Spitze gerichtet ist. Man miiSte also annehmen, da8 in der
Luft und in schwiicher evakuierten Rbhren die Entladung
immer am positiven Pole beginnt, bei starker evaknierten aber
am negativen. Dagegen spricht freilich, daS solche Rohren
in der X t t e stets freie positive Elektrizitiit zeigen und um so
mehr, je starker die Verdiinnung ist. Auch spricht etwas dagegen , daS die eigentliche Kathodenstrahlung nicht schon bei
der Schichtung, sondern erst bei stiirkerer Verdiinnung beginnt.
Fiir die Anfertigung der Ventilrohren bemerke ich noch,
daS die Trichterspitzen besser enger a10 weiter und womoglich
nicht weiter als 1 mm sind. Vor allem aber ist es wichtig,
dat3 beide gleich weit sind, weil sonst die Entladung eher
immer durch die weitere geht.
(Eingegangen 25. November 1905.)
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