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Die verschiedenen Spectren des Quecksilbers.

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4. D4e verech4edenen Spectrem des Quecksilbers;
von J. M. E d e r umd A. V a l e m t a . I)
Das Spectrum des Quecksilbers war in seinen verschiedenen Erscheinungsformen als Bogen-, und Flammenspectrum
seit K i r c h h o f f ijfters von Spectroskopikern untersucht worden, ohne dass eine wiinschenswerthe Uebereinstimmung in den
Angaben der Letzteren erzielt worden ware. Namentlich die
wichtige Rolle, welche das Quecksilberspectrum in G e i s s l e r’schen Rohren mitunter als unwillkommene Nebenerscheinung
spielt, ist nicht geniigend sicher gestellt, sodass wir bei Versuchen, das Quecksilberspectrum an der Hand der bisher vorliegenden Publicationen in anderen Spectren zu identificiren,
bez. aus denselben zu eliminiren, auf unuberwindliche Hindernisse stiessen.
Wir griffen deshalb das Studium neuerdings auf und es
erstreckten sich unsere Untersuchungen auf das Verhalten des
Quecksilberspectrums bei verschiedenen Temperaturen und
Druckverhaltnissen ; wir haben das Funken-, Bogenspectrum,
sowie das Spectrum des Quecksilbers in Vacuumrohren in dieselben einbezogen. Hierbei erweiterten wir die Kenntniss des
Linienspectrums, welches bisher augenscheinlich nur im unvollkommen entwickelten Zustande beobachtet worden war und
entdeckten ein neues Bandenspectriim des Quecksilbers, welches
letztere urn so interessanter ist, a19 dadurch der Nachweis erbracht wurde , dass der Quecksilberdampf der Analogie mit
anderen Gasspectren folgt , wie z. B. demjenigen des Wasserstoffes, des Stickstoffes etc., bei denen j a gleichfalls ein Linienund ein Baridenspectrum beobachtet wurde.
Das Linienspectrum des Quecksilbers tritt in verschiedenen
Stadien der Vollstandigkeit im Bogenlicht, im Funken zwi1) Auszug sue der in den Denkechriften der kaiserl. Akrdemie der
Wieaenechaften in Wien 46. publicirten Arbeiten der Verfasaer.
J. M. Eder u. A . Falenta.
480
schen Quecksilberelectroden bei Atmospharendruck, in Vncuumrohren bei gewohnlicher Temperatur unter dem Einflusse des
Inductionsfunkens mit und ohne Flaschen , sowie im Quecksilberdampf von 3 bis uber 1000 m u Druck (bei 100 bis uber
400° C.) im Flaschenfunken auf. Das Baitdenspectrum dagegen
erscheint nur unter ganz bestimmten Bedingungen vollkommen
ausgebildet, namlich , wenn man den Funken einer kraftigen
Inductionsrolle (ohne Raschen) durch Vacuumrohren schlagen
lasst, in denen sich ein Tropfen Quecksilber befindet und
welche wahrend des Versuches einseitig erhitzt werden, sodass
das Quecksilber abdestillirt. Die Dampfe entweichen durch
die Capillare in den anderen weiteren Theil der Rohren, wo
b
Fig. 1 (Vscuumrohre mit Destillationseinrichtung).
Condensation stattfindet ; dadurch wird ein fortwahrendes
Ste.igen des Druckes in den Rohren verhindert. Wir wollen
diese beiden Hauptspectren einzeln genauer beschrieben.
1.
Linienapectrum dee Queckeilbere.
Das linieiireichste also vollkommenste Spectrum des Quecksilbers in Geisslerrohren wird erhalten, wenn man in einen
geeignetem Geisslerrohre, welches mijglichst unter gleichzeitiger
Erwarmung des in demselben enthaltenen Quecksilbers evacuirt
wurde, Quecksilber zum Destillircn durch die Capillare bringt
und gleichzeitig einen kraftigen Flaschenfunken hindurchschlagen lasst. Die Rohre beginnt dabei in ausserst intensivem
481
Spectren des Quecksilbers.
weissem Lichte zu leuchten und es tritt das in der Tabelle
enthaltene Husserst linienreiche Spectrum des Quecksilbers auf.
Wir bedienten uns zur Durclifiiliriiiig des Versuches der in
nebenstehender Figiir ahgebildeten init aufgcschliifener Quarzplatte verschlossener Rohre.
I n a befindet sich eine retortenartige Erweiterung. welche
einige Tropfen Quecksilber enthalt, damn schliesst sich die
ziemlich enge Capillarrijhre , an welche sich die lange und
entsprechend weite Rohre mit der Electrode b anschliesst,
rleren Ende c mit eiiier aufgekitteteii planparallelen Quarzplatte verschlossen ist. Erhitzt man nun das vollkummen
evacuirte Rohr unter a , so vertiiichtet sicli das Quecksilber
und destillirt durch die Capillare nach dem weiteii Rohre, in
welchem die vollkommene Condensation der Dampfe erfolgt.
Es herrscht also in dem Rohre fast kein Druck. Lgsst man
nun einen kraftigen Flaschenfunken durchschlagen und erhitzt
die Capillare, so erstrahlt dieselbe in gltinzend weissem Lichte
und man erhalt ein Spectrum, welches aus ungeniein zahlreichen
scharfen Linien besteht. Die oben beschriebene Einrichtung
des mittels Quarzplatte verschlossenen Geisslerrohres gestattet
uns, dieses Spectrum sowohl im sichtbaren als im ultravioletten
Theile zu photographiren. W ir haben diese Spectren nusgemessen und die Resultate dieser Messungen in die beifolgende Tabelle aufgenommen. Dasselbe enthalt alle Hauptund Nebenlinien des Funken- und Bogenspectrums scharf und
deutlich ausgebildet , dazwischen tritt aber eine Reihe von
kraftigen Linien suf, welche sonst in diesen letzteren Qneckspectren nicht zu constatiren sind. l)
I m weiten Theile des Rohres tritt unter diesen Uinstanden
und wenn sich die Electrode knnpp hinter der Capillare befindet, nur das einfache Linienspectrum auf, dagegen kommt
das Bandenspectrum dort zum Vorschein , wo die Electrode
etwas weiter von der Capillare entfernt ist.
Die Erscheinungen des linienreichen vollkommenen Linienspectrums in der Capillare ist an die Verwendung von sehr
grossen oder vielen kleinen Leydenerflaschen gebunden. Schaltet
1) In der Tabelle sind die auch im Bogenspectruni auftretenden
Linien mit $, die auch im Funkenspectrum auftretenden mit * bczeichnet.
Ann. d. Phys. u. Chem. N. F. 6.
31
J. M. Eder u. 3.Valenta.
482
man diese ganzlicli a u s , so tritt in die Capillare sofort das
Bandenspectrum (vgl. p. 487) auf, wahrend bei nur theilweisem
Ausschalten der Flaschen das Linienspectrurn, mit Resten des
Bandenspectrums vermengt, in der Capillare anftritt.
Unsern Versuchen zufolge entsteht also dacs vollkommenste
linienreichste ,,Linienspectrum" des Quecksilbers bei den
hochsten bisher verwendeten Ternperaturen und kleinstem
Drucke in Geisslerrohren, wenn ein kraftiger Flaschenfunke
wahrend der Destillation des Quecksilbers durch die Capillare
durchschliigt. Das Phiinomen tritt am schoristen bei Verwendung eines kraftigen Strornes (Gleichstrom oder Wechselstrom) auf, doch kann es leicht geschehen, dass die Aluminiumelectroden infolge der hohen Temperatur ins Gluhen gerathen,
absclimelzen uncl nicht seltcn die Roliren an den Stellen, woselbst die Drahte eingeschmolzen sind , weich werden und
rasch zu Grund gelien. Wir haben von diesern linienreichsten
Quecksil berspectruni , welches vor uns noch niemals beschrieben worden sei, beiliiufig 800 Iinien genau Rusgemessen und
ihre Wellenlange bestiinnit (vgl. Tabelle); jedoch ist die Zabl
der uberhaupt vorhandenen derartigen Quecksilberlinien hierinit keineswegs schon erschopft.
Linienspectrum des Quecksilbers
(bezogen auf R o w land's Normalspectrum).
Yiir die hellsten Liiiien ist i = 10, fur die schwtichsten i = 1 gesetzt.
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Spectren des Qirecksilbers.
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J.
484
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485
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3707,6 1
2
j- st. verbr, 3707,O 2
1
3705,7 3
4
3704,s 1
1 mschworn 3704,6 1
2
3703,4 6
7,
3
3702,4 3
1
3701,4 1
2
3698,6 2
4
3695,6 1
4
st. verbr. 3691,8 3
-
1 Bernerkung
3690,O 4
3689,2 I
3688,5 1
3685,2 6
3680,7 6
"-:st. v c r h . 3665,4 3
3663,3 LC
3661,4 3
3659,4 1
3656,4 1
e
s. schwach 3654,s
3651,9 i a3
3650,3
3644,5 5
vewchworn. 3642,5 1
verbreitert 3638,5 5
3633,5 3
*i
3632,5 1
3650,3 5
3627,F 1
3623,4 1
verb. nebel. 3620,O 1
3618,6 5
3616,O 2
*i
3613,7 4
3610,7 1
3609,l 1
3607,9 5
undeutlich 3601,2 2
3594,7 3
scharf
undeutlich 3593,2 3
3590,9 1
3577,7 2
3561,2 5
77
3549,6 1
>>
3543.7 5
2
1
>, 3500;l 1
3494,5 1
1)
3473,6 1
3456,3 1
3451,8 2
3440,6 1
3437,l 1
3434,7 1
3431,7 2
3423,5 1
3414,9 1
3410,O i
3407,l 1
3396,l 1
3390,5 5
*
*.!.1
*
+ st. verbr.
17
1,
sehr scharf
f
f
stark verbr.
'j- verbr.
J . M. E e r
486
11.
h', lklentn.
--
- --
I
- --
I
1 Bemerkung
I
1
- 2842,O 1 s. undeutl. 251 5,2 2
3386,6
2835,O 1
2507,2 1
2833,5 2 * 2.
2505,O 1
3366,7
2820,O 4 *t verbr.
3351,s
2499,4 1
k
2806.5 1
3341,7
2492,2 3
c
2804,4 1
2490,2 1
i .L
2803.7 3
3320,5 1
2483,9 1
2799,s 1 * _,_
3305,2 1 *i
2482,9 1
2791,2 3
3278,5 2
2482,l 2
2789,l 1
3264,3 2 *t
2478,8 1
2784,6 1
3227,s 2
t
2781,O 1
3208,7 3
2774,7 2 :I .L
3207,7 1
2478,2 1
- 3 158,5 *
2767,6 1
2469,5 1
2468,l 2
3144,6 3 *-I- et. verbr 2762,2 2 *
2759,s 2 i .!2464,2 4
verscli.
3135,9 1 -i
- 3131,9 $
2752,9 6 .B .L
2459,6 1
2741,3 1 s. undeutl. 2447,O 2
3131,s 5 t . L
2726,5 1
2414.3 4
3125,8 5 ' .i2724,2 1 I.
2412,3 1
3116,5 1
?710,4 1
2407,6 4
3107,7 1
2705,5 1 I
2399,6 2
3096.0
2
- - 3095,4 ' i- 2702,7 2
2390,3 1
2699,5 3 T
2380,l 1
3093,3 1
2686,7 2 *
verbr. 2378,4 3
3090,6 1
2374,l 1
3085,4 1 *-t s.verscl 2675,2 1 -i_
2672,s 1 :t *.
3061,O 2 'i ,,
2369,3 2
2664,5 1
2354,s 1
3038,7 2 * Ycllarf
2660,6 1
2353,6 1
3027,6 2 -1
I
2658,6 1 '* .i- undeutl. 2352,ti 1
3023,7 2 .i_
2655,3 2 *. -i2345,4 2
3021,6 3 .I .'.
3341,9 1
3011,2 1 1-8. verbr. 2653,9 2 '' -i2652.2 3 * i2340,s 1
3007,O 2 i- ,,
2648,3 1
2339,3 3
scharf
3Y72,B 1
i
r 2.
2642,7 2 * j- verbr.
2335,l 1
2967,4 8
2640,5 1
2327,5 1
2955,3 1
2953,3 1 verschworr 2629,O 1 s. undeutl. 2323,l I
2625,7 1
2321,O 1
2947,5 3 x
2315,O 1
2942,6 1 undeutlicl 2614,8 1
2301,6 1
2941,3 1 verschwon 2609,7 2 * -t
*
.L
2605,3 2
2296,4 1
2939,s
1 2940,8 I;
*
*
2603 I 3
2292,O 2
2935,8 2
2698,3 1 s. undeutl. 2284,U 1
2925,5 7 * .I2584,7 2 t
2264,O 2
2916,4
3
2576,3 3 * -i2262,Z 2
2915,5
1
2260,4 2
2575,2 2
2893,7 7 * -i2258,6 1
2564,l 1 *.!.
2~86.8 1
2561,4 1
2252,9 2
2882,2 1
*
2244,l 1
2558,O 1
2873,3 2 * scharf
2230,a 2
2866,l 2 * 8. verbr 2540.4 2 * -1
2536,7 6 *-I2224,7 2
2857,l 4 *-I2534,9 3 * t
2191,3 1
2852,a
1
2524,s 2 * t verbr.
2150,6 1
a * .L
2847,9
I
1 Bemerkuni
scharf
1
- 3371,3
2 * i- unschar
4 t 2.
6 * J.
- 3330,9
Bemerkung
~
+
k
s. schwach
t
scharf
k
+
k
' -i-
'f verschw.
P478,l f
2478,5*
-
undeutlich
3.
'i-
undeotlich
k
scharf
4. _ I _
riudeutlich
+t
*
+
' s.
undeutl.
9,
1,
1
* verbreitert
t
* verschwom.
*
st. verbr.
*f
't
undeutlich
*i*
'*i1.
st. verbr.
48 7
des Quecksilbers.
S’ectren
2. Bandenspectrum des Queckeilberi.
Wenn man durch die Capillare des Geiss-Jrrohres bei
sonst gleicher Versuchsanordiiung wie oben beschrieben, statt
eines Flaschenfunkens den Funken eines kraftigen Inductoriums
ohne Leydnerfiaschen durchschlagen lasst, so tritt ein wohlausgebildetes Spectrum auf, welches aus einzelnen sehr linienreichen Banden besteht.
Man erhitzt zu diesem Zwecke don retortenartigen Theil
des Geisslerrohres (Fig. 1) mittels eines untergestellten Brenners und lasst, sobald das Queckailber durch die Capillare
iiherzudestilliren beginnt, den Funken eines kraftigen Inductoriums ohne LeydenerfEaschen durchechlagen. Die Capillare
erglanzt bei geniigend kraftigem Strome in hellem griinlichweisseni Lichte , welches mit dem Taschenspectroskop betrachtet, schwache Banden im Indigoblau und Violett erkennen
1Lsst. In der Spectrumphotographie ist dns Bandenspectrum
ausserordentlich scharf und deutlich sammt allen seinen feinen
Linien deflnirt, wie man es nach dem Anblicke, den es dem
Auge gewahrt , niemals erwarten sollte.
Sobald man Leydenerflaschen einsclia.ltet, tritt das Bandenspectrum des Quecksilbers entwecler ganzlich oder (bei wenigeii
Flaschen) bis auf einige Reste zuriick und an seine Stelle
tritt das linienreiche Spectrum, welches wir bereits beschrieben haben. ’) Schaltet man die Leydenerflaschen aus, so tritt
sofort das Bandenspectrum wieder hervor.
Die vorliegenden Messungen geben ein klares Bild uber die
Beschaffenheit des von uns entdeckten zweiten neuen Quecksilberspectrums, dessen Linienbau nunmehr sichergestellt ist ; dasselbe
ist als ein Bandenspectrum zu bezeichnen, dessen sammtliche
von uns beobachtete Banden mit einer intensiveren Kaiite
gegen das weniger brechbare Ende zu liegen , wahrend sie
)
)
___
. -
1) Bei Anwcndung von Wechselstrom tritt in der Capillare, wenn
zahlreiche Flaschen angemandt werden, das linienreichste Quecksilberspectrum auf, wiihrend im weiteren Theile unrnittelbsr hinter der Capillare gleichzeitig dss Bandenspectrum sehr schSn liervortritt , jedoch sind
in diesem Falle dem Bandenspectrum mehr Linien des eigentlichen Linienspectrums beigemengt.
488
J. A? Eder
11.
B. I'alenta.
gegen das Ultraviolett allmalilich schwacher werden und die
Linien weiter auseinanderliegen. Bei langer Belichtung greifen
die einzelnen Banden ineinander uber. Ton denselben liegt
die erste im Cyanblau, die zweite und dritte im Indigo, die
vierte im Violett am Anfange des Ultraviolett, die fiinfte und
die folgenden in] Ultraviolett. Diese Banden bestehen aus
zahlreichen ausserst scharfeii Liuien, welche haufig zu Triplets
geordnet sclieinen. In jeder einzelnen dieser Banden lassen
sich je iiher Hundert feine Liiiien erkennen, wir haben die
Wellenlange von mehr als 400 derartiger Linien bestimmt
(vgl. Tabelle).
Wir haben es also hier mit keinen verwaschenen continuirlichen Banden zu thun, sonderii mit Gruppen, welche aus
liunderten von feineii Linien bestehen und den Eindruck canellirter Banden machen. Die weniger brechbare Kante dieser
Fig. 2.
Banden besteht meist aus einer Doppellinie, neben welcher
sich feine Linien gegen Ultraviolett abschattiren ; in knapper
Nachbarschaft clieser Kante liegt eine zweite intensivere Kante.
welche itirerseits wieder RUS einer Doppellinie besteht und an
welche sich nun die zahlreichen anderen feinen Linien anschliessen. Diese beiden eitlander benachbarten Anfangskan ten
charakterisiren den Anfang jeder dieser Banden; wir haben
diese Kanten mit u und /Ibezeichnet (vgl. Tnbelle). Die untenstehende Fig. 2 zeigt eine dieser Quecksilberbanden zu Beginn
des Ultraviolett, deren Kante mit dcr Doppellinie I. = 4017,5
und 4017!1 beginnt; zur Orientirung haben wir in dieser Figur,
welche mittels Photographie nacli der Vergrosserung eines
unserer Photogramirie hergestellt wurde, die Wellenlangen
einiger Linien eingetragen. Diese Figur (welche jedach nicht
alle in unserer Tabelle gefuhrten Linien vollstandig enthalt)
gibt eine gute Vorstellung iiber den Liiiienbau dieser Banden.
489
Spectren des Quecksilbers.
Es machen diese zweifachen, weniger brechbaren Anfangskanten
der einzelnen Banden, von welchen die weiteren Liniengruppen
sich gegen Ultraviolett abheben, den Eindruck, als ob jede
Hauptbnnde aus zwei ineinsnder gevchobenen benachbarten
Nebenbanden gebildet wurde.
Zwischen die schattirten Banden lagert sich mehr oder
weniger intensiv das Linienspectrum des Quecksilbers, welches
im Geisslerrohre bei Inductionsfunken (ohne Flaschen) entsteht
und welches sich niemals ganz aus dem Bandenspectrum entfernen lasst. Die Erkennung dieser Linien ist an der Hand
unserer Tabelle des Linienspectrums iibrigens leicht durchfuhrbar.
Bandenspectrum des Quecksilbers.
[Bezogen auf Row land’s Normalspectrum.)
I
Eder und Valenta
Eder und Valenta
I
I
Farbe
Kante n
4517,l
,? 4514,3
4513,O
4510,5
4508,7
450.5,2
4502,5
4497,Y
4495,4
4493,4
4489,3
4487,2
4484,9
4478,s
4477,O
1
1
3
3
1
3
3
4474,6
4465,5
4462,6
4451,4
4448,8
4434.8
4433;4
14396,3
liante‘I 14395,O
4393,2
”
4392,6
4391,5
4390,4
4389,4
4388,l
@{
0
tll
3
U
i
1
3
1
2
1 ‘1
1 6,
1
39
3
4
3
2
3
3
3
1) Erste Quecksilkerhande; Anfangskante der gegen dae sttirker
brechbare Ende abschrttirten canellirten Bande. - Dieselbe ist von
siimmtlichen Quecksilberbanden die am wenigsten vollkommen entwickelte
und gibt kein deutliches Bild des Baues derselben.
2) Vielleicht doppelt.
3) Sehr schwach.
4) Vielleicht doppelt.
5) Sehr schwach.
6) Durchwegs feine, scharfe Linien.
Die starke Doppellinie blieb
die Anfangskante der meiten B a d e , daneben tritt gewissermaasaen als
Kante eines eingelagerten , stPrkeren und ausgedehnteren Nebenbandes
die Doppellinie 4393 und 4392 auf.
-
J . IM.Rder
400
11.
II
Eder und Valenta
Farbe
0
bB
.rn
Y
E. Valentu.
Eder und Valeuta
I
1
4386,5
4385,2
4384,4
4382,s
4382,O
4381,3
4380,O
43743
4378,O
4376,2
4374,9
43145
(.4372,6
4370,tj
4369,4
4369,l
4368,3
4366,l
4364,O
14358,6
4353,2
4352,6
4350,O
[4347,7
4344,O
4343,l
4340,6
14339,s
4335,4
4336,8
4338,s
4
3
3
2
2
3
2
2
2
2
1
1
31 1)
2
1
1
1
3
2
101 7
2
2
8
s
H
3
101
2
2
''ante
4332,O
4330,6
4330,l
4328,7
4326,4
4321,l
4319,6
4318,O
4317,6
4315,2
4308,3
4307,3
4305,6
4303,2
4294,s
4292,4
4291,!2
4289,s
4282,3
4278,l
4275,3
4266,5
4262,9
4260,6
4250,7
4246,l
4243,6
4233.8
4218;9
(4218,3
4218,O
i
1
2
2
3
1
1
1
2
2
1
1
1
3
1
2
2
2
1
1
2
1
1
1
1
1
1
1
1 "1
3 7)
3
1
1) 1st eine dem Linienspectrum des Hg zukommende Linie, welche
sich dem Bandenspectrum beigesellt.
2) Sehr verbreitert; Hauptlinie des Linienspectrums; verdeckt wahrscheinlich einige feine Linien des Bandenspectrums.
3) Sehr verbreiterte Hauptlinie des Liiiienspectrums; wie vorhin.
4) Verbreiterte, sehr starke Linie; Hauptlinie des Linienspectrums
des Hg.
5) Vielleicht doppelt?
6) Es folgen noch zahlreiche, sehr schwache Linien, welche gich
bis aum Beginn der nachsten (dritten) Queeksilberbande erstrecken.
7) Diese Doppellinie bildet die Anfangskante der dritten Quecksilberbande; ihr folgen mehrere feine Linien, dann beginnt, mit einer
krliftigen Doppellinie (4214, 4213) ein neues, unmittelbar darangelagertes
Nebenband. Das ganze dritte Hauptband (das lichtstiirkste der Quecksilberbanden) ist gegen das brechbare Ende abschattirt (cannellirt), im
selben Sinne, wie alle funf Hg-Banden.
49 1
Spectren des Quecksilbers.
Eder und Vdente
Eder uiid Valenh
Farbe
i
I
Farbe
I
i
~
-t:
0)
0
s
4217,6
4216,8
4215,9
4215,O
Kantc ;I 1214,l
4213,8
4212,9
4212,l
4211,2
4210,2
4209,l
4208,7
4207,6
4207,2
4206,7
4206,3
4204,5
4204,7
4203,5
4202,s
4201,9
4201,3
4199,8
4198,6
4187,6
4197,O
4195,2
4194,4
4192,s
4192,3
4191,6
11 90,3
4189,l
4187,l
4185,9
1185,l
4183,6
4181,3
4181,O
1180,2
4179,7
4178,M
4177,2
4175,O
4173,9
4172,5
2
3
1
3
1
2
3 3,
1
3
3
2
4
1
3
4
1
3
1
1
4
1
4
3
1 ')
3
3
2
2
2
2
2
2
1
2
2
~
~
2
1
1
1
4
4
5
1
'4
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1
3
2
2
2
1
3
2 *J
2
1
1
2
2
1
1
1
3
1
2
1
1
2
1
2
4
2
2
3
3
1
I
2
2
3
4
2
3
-
'ielleicht doppelt?
2) 1st wshrsche&h
doppelt.
3) Verbreitert, wahmcheinlich doppelt.
4) Sehr schwach.
1172,O
1170,O
4169,l
4167,8
1167,2
4166,2
1161,B
4164,l
4162,l
4160,O
4157,9
4156,7
4155,O
4153,9
4152,O
4149,O
4148,4
4145,2
4144,6
4143,3
4142,4
4139,4
4139,l
4138,4
4134,6
11 33,7
4129,9
4129,5
4128,8
4124,O
4123,8
4123,3
J121,7
4119,6
4118,9
4117,5
4113,3
4112,8
4109,8
41G9,O
4108,2
4105,2
4101,9
4101,6
4100,6
4097,8
1
2
1
1
1
4
1
3
2
2
1
J. M. Eder
492
H.
8.Palenta.
Eder und Valenta
Farbe
I
Eder und Valenta
i
-
a
Farbe
i
-
~
*
u
0)
c
0
s
4096,7
4096,2
4091,s
4089,9
4081,3
4085,s
4084,5
4079,5
4079,O
[407tl,l
4077,l
4076,ti
4075,5
4073,O
4071,7
4063,9
4062,O
4059,6
4058,4
[4051,0
4050,7
4049,s
4049,O
4043,l
4047,6
[4046,8
4014,5
4042,O
4040,6
4038,7
4037,l
1
1 '1
1
3
2
2
2
1
2
81 1'
3
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1
2
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2
1
1
2
31 Y
1
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1
1
3
101 'I
3
1
1
1
1
{
Kante
?{
4035,l
4034,6
4034,2
4032,8
4031,6
4030,s
4029,8
4027,s
40'26,8
4026,2
4025,4
4024,2
4022,2
4020,4
4020,2
4018,s
4017,5
4017,l
4016,2
4015,l
4014,3
4013,5
4013,Z
4012 0
4011:6
4010,s
4010.6
4009,8
4009,2
4008,6
4008,O
2
1
1
1
1
1
2
1
1
1
1
1
1
1
1
1 5,
49
4
2 ')
3
1
2
1
43
4
3
3
3
1
3
2
1) Sehr schwach.
2) Starkc Lillie des Linienspectrums Hg, welche auch im Bandenspectrum auftritt.
3) Scbarfe Linie dcs Linienspectrums von Hg, welche sich dem
Bandenspectrum beigesellt.
4) Verbreiterte Hauptlinic dcs Linienspectrums.
5) Es folgcii hier noch zahlreiche feinc, schwache Linien, welchc
(immer schw?icher werdend) den Raum bis zur Anfangskante der folgenden
Bande erfullen.
6) Mit nebenstehender starker Doppellinie beginnt die Kante dcr
vierten Quecksilberbande.
7) Wehrsclieinlich doppelt.
8) Mit diescr Doppellinie beginnt im Innerii der vierten Hauptbrnde
eine neue Kante eines rbachattirten Nebenbandes, analog den anderen
Banden.
49 3
Spectren des Quecksilbers.
Eder und Valenta
Farbe
I
.i
Eder und Valenta
Perbe
1
4007,l
4006,3
4006,l
1005,2
4004,4
4003,9
4003,l
4001,s
4000,9
4000,4
3999,7
3998,9
3997,3
3996,l
3995,6
3994,O
3993,9
3991,s
3990,9
3990,l
3989,9
3987,6
3987,3
3986,O
3085,4
3983,3
3982,4
3981,5
3980,G
3980,3
3978,4
3976,9
3976,6
3975,4
3875,O
3974,2
3973,l
3971,2
3970,7
3970,l
39fi9,7
3969,l
3967,s
3965,7
3965,4
1)
i
3
2
2
~
~
~
3
1
1
6
2
2
7
3
2
4
2
2
5
1
3
4
4
5
1
4
3
3
4
4
3
3
4
3
3
3
2
3
2
2
1
3
5
1
1
3
2
3
4
4
3963,s
3962,d
3962,O
3960,9
3959,6
3958,9
3957,4
3956,l
3955,7
2953,5
3952,3
3950,6
3949,O
3946,’l
3945,2
3943,O
3941,l
3941,O
3939,6
3938,5
3936,’l
3935,l
3934,6
3932,7
3931,9
3929,9
3926,9
3923,9
3921,s
3918,9
3918,l
3917,6
3915,s
3914,6
3913,2
3910,3
3908,4
3906,7
13906,6
3904,3
3902,2
3901,5
3898,5
3897,7
3895,O
1
4
3
F
1
2
4
2
2
3
3
3
2
2
1
3
2
1
2
2
1
3
2
2
3
3
2
2
1
3
1
2
2
1
3
51 9 )
1
1
2
1
3
2
Wahrscheinlich doppelt.
2) Scharfe Linie des Linienepectrums des Quecksilbers, walche auch
im Bandenspectrum auftritt.
J.
494
21%
Eder u. E. Valenta.
Eder und Valenta
A
Farbe
Eder und Valenta
I,
-
Farbe
A
~
3894,O
3892,l
3888,l
3887,8
3885,l
3882,4
3878,O
3876,6
3875,l
3872,4
3870,7
3967,6
3864,7
3861,7
3856,6
3853,8
3852,2
3850,9
384Q
3833,Z
3830,7
0820,8
3807.3
' 3726;2
I<ante @
3725,l
3723,6
372-46
3722,3
3721,4
3721,l
3720,4
3719,G
3718,3
3717,O
1
2
3
1
1
2
2
1
2
2
1
3
2
1
2
1
1
1
1
1
1 ')
1
1
2 2,
1
3
1
1
2
1
3
17
1 4,
3
3
3
~~
3715,9
3715,2
3714,2
3713,2
3712,O
3711,O
3709,4
3708,7
3708,4
3706.9
370G,4
3706,O
3705,5
3703,l
3702,6
3700,6
3699,7
3695,8
3697,l
3696,l
3695,s
3694,8
3694,5
3693,2
3692,3
3690,7
3689,2
3688,2
3686,3
3686,l
3684,l
3681,6
4680,~
3679,8
3676,6
3676,O
i
17
3
1
3
2
3
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1) Es folgen hier noch zalilreiche schwwhe, kaum ausmessbare
Linien, dann eine andere, selir schwache Bande (analog gebaut wie die
anderen), welche wir nicht ausmaassen.
2) Anfangskante der funften Quccksilberbande.
Der Bau der
canellirten Bande ist analog dem vorigen.
3) Undeutlich.
4) Undeutlich.
5) Wahrscheinlich doppelt.
Spectren des Quecksilbers.
I1
Eder und Valenta
Farbe
A
i
495
Eder und Valenta
Farbe
Ruckechluss a u f die Natur von Bmden. und Linienepectren d e r
Elemente im allgem6 nen.
Die von uns gemachten Beobachtungen gestatten einen
Riickschluss abf die Natur der Banden- und Linierispectren
der Elemente im allgemeinen, uber welche mannigfache Anschauungen geaussert wurden.
P l u c k e r und H i t t o r f 3 fariden in ihrer beriihniten Abhandlung iiber die Spectren der Gase:
1) dass die Spectren von Stickstoff, Wasserstoff und anderen Gasen eine Veranderung erleiden , wenn die Intensitat
der electrischen Entladung sich andert; sie fanden, dass hei
electrischen Entladungen geringerer Spannungen ein ,,Bandenspectrum" oder wie sie es nannten ,,Spectrum 1. Ordnungic entstehe ; dagegen bei Erhohung der Temperatur ein ,,Linienspectrum" auftritt - ,,Spectrum 2. Ordnung". Als Erklarung fur
diese Erscheinung nahmen sie an, dass z. B. Stickstoff ahnlich
wie Ssuerstoff in verschiedenen allotropischen Modificationen
existire und dass dnrch Aenderungen in der Intensitlit der
Entladung Aenderungen in diesen allotropen Zustanden hervorgerufen werden. 6,
A n g s t r o m schloss sich spiiter der Idee P l u c k e r und
-
1) Es folgen nocb zahlreiche, schwache, unrnessbare Linicn.
2) Anfangskanten der sechsten Quecksilberbande (mittels des Quarzspectographen erhalteu).
3) Anfangskanten der siebenten Quecksilberbande, welche beiden
denselben Charaktcr wie die vorhergelienden Banden habeu und aus
zahlreichen Liuien bestehen. - Daran schliessen sich noch zahlreiche
feine Linien au, welclie weniger regelrntisbig zu sein scheinen. - Daa
ganze ultraviolettc Batzdenqectritm des Hg ist mit den Linien des einfachsten Quecksilber-Linienspectrllm , wie es ill Geisslerrtihren bei geringem Druck und Inductionsfunken (ohne Flaschen) auftritt, durchsetzt.
41 P l i i c k e r u. H i t t o r f , Phil. Trans. 1885.
5) Vgl. R o sc o e, Spectralanalyse. 3. Autl. p. 120. 1890.
J, M. Eder u. E. Yalen.ta.
496
H i t t o r f ’ s an’) und stellte die Hypothese auf, dass, wenn dns
Gas verschiedene Spectren zeige, dies daher rtihre, dass die
Atome des Gases Verbindungen zu verschiedenen Moleculen
eingehen und diese gewissermaassen allotropen Verbindungen
ihre eigenen Spectren haben konnen, wenn sie, ohne in ihre
Atome zu zerfallen, zum Gliihen gebracht werden.
Spater fiihrte L o c k y e r z, weitel aus, dass die Gase, so laiige
ihre Molecule aus mehreren Atomen bestehen, Bandenspectren
zeigen sollen, dagegen , wenn mit steigender Temperatur die
Molecule zu Atomen zerfallen , Linienspectren geben mussen.
Diese Anschauung wurde seither ziemlich allgemein acceptirt. 3,
Auch K a y s e r schreibt die Bandenspectren den Moleculen,
sowohl von Elementen, als auch von Verbindungen zu, wahrend
er die Linienspectren durch die Schwingungen dcr einzelnen
Atome (welche durch Dissociation der Moleciile entstehen) erklart. Gegen diese Anschauung wendet sich insbesonders
W iillner. Derselbe sagt: Die allmahliche Entwicklung der
Bandenspectren der Gase (6?tickstofi Sauerstof) aus dem Linienspectrum sei ein Beweis dafiir, dass ein so qualitativer Unterschied zwischen den P l u c k e r - H i t t ~ r f f ’ s c h e n Spectren
~)
erster
und zweiter Ordnung nicht vorhanden ist, wie die Auffassung,
dass das eine Spectrum dem Molecule, das andere dem Atome
(wie sie durch Zerreissung der Molecule entstehen) entspricht,
es verlangk6) W u l l n e r halt die Linien der sogenannten
Linienepectren nur fiir Theile der vollstandigen Spectren der
betreffenden Gase, welch letztere sich zeigen , wenn man hinreichend tiefe Schichten der Gase auf die zur Hervorrufung
der Linien erforderliche Temperatur bring t. Splter modificirte
W i i l l n e r O) seine Ansicht dahin, ,,dass .zun&chst bei niedriger
-
1) H i t t o r f , Pogg. Ann. Jubelbd.; W u l l n e r , Experimentalpliys.
4. Aufl. 11. p. 300. 1883.
2) L o c k y e r , Proc. of‘ Lorid. Roy. Soe. XXI; auch W i i l l n e r , Experimentalphys. p. 300.
3) Vgl. O s t w a l d , Lehrb. d. allg. Chemie. 1. 2. Aufl. p. 259 u. 261.
4) P l u c k e r u. H i t t o r f , Lehrb. d. Spectralanslyse. p. 98. 1883.
5) H. W u l l n e r , Ueber den olluilihlichen Uebergang der Gasspectren in ihre verschiedenen Formen. Sitzungsb. d. konigl. preuss. Akad.
d. Wiss. Berlin (25. Juli) 1889.
6) Die allrnLhliche Exitwicklung des Wasserstoffspect,rums. Desgl
(12. Dec.) 1889.
497
Spectren des Quecksilhers.
Temperatur , bei welcher die Molekiile mit geringer Geachwindigkeit aneinander prallen , die materiellen und die
Aethertheilchen der einzelrien A t o m des Molekules in schwingende Bewegung gerathen und durch diese Schwingungen das
Bandenspectrum liefern. Erst wenn die Temperatur eine erheblich hohere geworden ist, die Molekiile also mit erheblich
grosserer Geschwindigkeit aneinander tliegen , gerathen die
Complexe, die wir a19 Atome im Molekiil ansehen, gegeii einander in Schwingung, und diese Schwiiigungen geben die Linien
des Linienspectrums" . . .
. . ,,Ganz besonders steht mit diessr Auffassung im Einklange , dass die verschiedenen Linien mit steigender Temperatur erst nach und nach sichtbar werden. In1 Linienspectrum
sieht man zuerst die Wellenlangen, fur welche das Emissionsvermogen den grossten Werth hat, erst wenn die Stosse starker
werden, erhalten die den iibrigen Wellenlangen entsprechenden
Schwingungen eine hinreichende Amplitude, um wahrgenommen
zu werden. Die Stosse mussen urn so stirker werden, je geringer das Emisuionsvermogen fur die betreffenden Schwingungen ist; dass dasselbe z. B. (beim Wasserstofl) fur HI und
IZ2 am geringsten ist, sol1 j a nichts anderes ausdriicken, als
die Thatsache, dass H . und Ha niemals die Helligkeit von
Ha und besonders von Hp erhalten".') ,,&lit der Auffassung,
dass das Bandenspectrum und das Linienspectrum des Wasserstoffes einem verschiedenen Bau des strahlenden Molektiles
zuzuschreiben sind , vermag ich die Beobachtungen (bei H , 12'
und 0) nicht zu vereinigen."
W. 0 stw alda) bemerkt zu den verschiedenen Annahmen
uber die Ursache der mehrfachen Spectren der Gase: ,,Es
scheint naherliegend , von einer Formveriinderung der ponderablen Masse der Atome ganz abzusehen und die Entstehung
der Linienspectren den Schwingungen des Aethers , um seine
.
1) Um Missverstlndnissen vorzubeugen sei erwiihnt, daas bei vielen
Elernenten das ,,Emissionsvcrmogcn" fur gewisse Schwingungen nicht
constant ist, sondern schwache Tinien mit steigender Temperatur zu
Hnuptlinien werden und umgekehrt, wofur es viele Beispiele (Zn, Pb
Sn, TI etc.) giebt, wie wir fur Cadmium erst kurzlich ausfuhrlich beschrieben haben.
E d e r und V a l e n t a .
2) O s t w a l d , Lehrbuch d. allgem. Chemie. 2. Aufl. p. 262. 1891.
Ann. d. Phyk u Chem. N. F. 66.
32
durch die ponderable Masse des Atomes bestimmte Gleichgewichtslage allein zuzuschreiben. Die Unabhangigkeit der
Wdlenlange von der Amplitude ist dann leicht zu verstehen."
Dazu ist indessen zu bemerken jwie O s t w a l d a. a. 0. hervorhebt), dass nach W i e d e m a n n 'j die Annabme, der Aether sei
der Trager des ,,Leuchtenergieinhaltes", mit den aus den Voraussetzungen der kinetischen Gastheorie folgenden Vorstellungen ,iiber die Mechanik des Leuchtens sich nicht wohl in
Uebereinstimmung bringen llsst. Anderseits aber hat H. E bert2)
gezeigt, dass auch in anderer Weise die Anschauungen der
kinetischen Gastheorie mit den spectroskopischen Thatsachen
in Widerspruch kommen. Somit muss man, wie O s t w a l d
ausfiihrt entweder die gemachten Voraussetzungen der kinetischen Gastheorie aufgeben , oder man muss annchmen, dass
das Leuchten nicht von bewegten Molekiilen ausgeht, sondern
nur im Momente des Zusamnienstosses stattfindet. Es stimmen
somit die Ansichten iiber die Nntur des Linien- und Bandenspectrums, sowie iiber variable Spectren eines und desselben
Elernentes bei verschiedenen Temperaturdruck- und electrischen
Entladungsverhaltnissen nicht uberein.
Deshalb erscheint uns das genauere Studium von Spectralerscheinungen solcher Elernente von Interesse , deren
Spectren unter verschiedenen Verhaltnissen deutliche Verschiedenheiten zeigeii und deren Dampf nicht aus Molekulen,
sondern n m aus Atomen besteht. Solche Elemente sind eben
Cadmium und Quecksilber; in ihrem Dampfe hat man es nach
den bisher herrschenden Anschauungen nur mit Atomen zu
thun, wahrend Sauerstoff; Stickstoff, Wssserstoff, Schwefel und
die anderen Elemente, bei welchen bisher Bandenspectren beobachtet wurden , in Dampfform nic,ht aus freien Atomen,
sondern aus Molekiilen bestehen. E s liegen aber beim Cadmium sehr bemerkenswerthe Verschiedenheiten im Bogen- und
Funkenspectrum vor, 3, welche wir in einer friiheren Abhand1) W i e d e m s n n , Wied. Ann. 37. p. 179. 1889.
2) E b e r t , Wied. Ann. 36. p. 466. 1889.
- Ostwald
1. c.
3) Es zeigen bekanntlich noch viele Elernente lhnliche Erscheinungen,
z. B. Zn, Pb, Al, Sn u.
8 . . aber in diesen Fgillen muss man annehmen,
dam deren Molekule aus mehreren Atomen bestehen.
499
Spectren des Quecksilbers.
lung’) genau klarlegten und bei denen man nicht zur Erklarung
greifen kann, dass in dem einen Falle das Molekiil, in dem
anderen das Atom in Anspruch genommen wird, weil der
Dampf des Cadmiums aus Atomen besteht, indem das Molekulargewicht gleich dem Atomgewichte ist. Beim Cadmium
liegen wohl nur Linienspectren (Pliicker’sche Spectren 11. Ordnung) vor, bei welchen entsprechend der steigenden Temperatur
neue Liniengruppen auftauchen (respective heller werden) und
andere verschwinden ; ein Bandenspectrum des Cadmiums
konnten wir bis jetzt nicht erhalten. Der von uns erbrachte
Nachweis , dass dem Quecksilber verschiedene Linienspectren
und ein von diesen vollkommen verschiedenes Bandenspectrum
zukommt, gewahrt aber einen tieferen Einblick in das Wesen
der Spectren, weil wir es hier mit Spectren erster und zweiter
Ordnung im Sinne P l u c k e r s zu thun haben. Anderseits ist
die Annahme herrschend, dass der Quecksilberdampf nicht aus
Moleklilen, sondern aus einzelnen Atomen bestehe. z, Damit
stimmen sowohl Dampfdichtebestimmungen, als auch K u n d t’s
und W a r b u r g ’ s Versuche uberein, welche zeigten (bei Studien
uber die Schallgeschwindigkeit im Quecksilberdampfe), dass die
Molekule dieses Dampfes ,keine innere Bewegung haben , also
auch nicht aus mehreren Atomen bestehen konnen. 3,
Betrachten wir die spectroskopisch festgestellten Thatsachen und vergleicben wir sie mit den verschiedenen Anschauungen iiber das Wesen der Linien- und Bandenspectren,
so ergiebt sich Folgendes:
Dem Quecksilberdampfe kommt ein Linienspectrum zu,
welches im galvanischen Lichtbogen und im Geisslerrohre unter
der Einwirkung des Inductionsfunkens ohne Flaschen die
wenigsten Linien aufweist , jedoch sind die beiden Spectren
nicht identisch, wie oben ausfuhrlich erortert wurde; besser
entwickelt, d. h. linienreicher ist das Funkenspectrum des
Quecksilbers (im Flltschenfunken zwischen Quecksilberelek-~
1) Eder und V a l e n t a , Ueber das Spectrum des Kaliums, Natriums
und Cadmiurns bei verschiedenen Temperaturen (Denkschriften der kais.
Akacl. d. Wissensch. in Wien. Mathem.-naturw. CI. 1894).
2) Vgl. Ustwctld, Lehrbuch d. allgem. Chemie.
3) Graham-Otto, Lehrb. d. organ. Chemie. 2. 5. Aufl. I. Abth.
p. 77. Einleitung. 1879.
32 *
J. 11.1. Eder u. E. Valenta.
500
troden), dss linienreichste Spectrum (am vollkommensten ausgebildetes Linienspectrum) wird aber erhalten, wenn man den
Flaschenfunken durcli Geisslerrohre, deren Capillare von Quecksilbertlampfen durchstromt wird , schlagen lasst. Von diesem
variablen Linienspectrum, im C'harakter vollkommen versckieden,
ist das Bandenspectrum des Quecksilbers , iuelclies keineswep
als ein besser oder sclilechter sntruickeltes Linienspectrum des
Quecksilbers anruseheii ist; obwohl deinselben stets die einfach-
sten Linien, welche im Linienspectrum des Quecksilberdampfes
im Vacuum sich zeigen, beigemengt sind, treten doch keine
von den ltnderen Quecksilberlinien hervor, welche im Flaschenfunken ail der Luft oder im galvnriischen Lichtbogen stets
auftreten.
E s liegt wohl nalie, zur Erklarung des Entstehungsgrundes
der Quecksilberspectreii erster und zweiter Ordnung , die jeweilig herrschenden Temperttturen nebst Druckverh~ltnissen
heranzuziehen. Ohne Zweifel kommt das Bandenspectrum
einer niedrigeren Temperatur zu. I) Nicht nur die Temperatur
spielt beim Auftreten der verschiederien Quecksilberspectren
eine Hauptrolle, sondern selbstverstiiiidlich auch der im
(+eisslerrohre herrschende Gasdruck, vielleicht ist auch die Art
der electrischen Erregung vori Einfluss , welcheri die Durchfiihrung einer Destillation von Quecksilber durch die Capillare
und Condensation in1 weiten riickwartigen Theile des Rohres
iluf die Entwicklung des Linien- und Bandenspectrums ninimt;
es mird das Entstehen dieser Spectreu durch diese Umstande
nur sehr begunstigt, jedoch nicht ausschliesslich bedingt.
Das Linien- sowohl wie das Bandenspectrum wurden von
uns riach einander in derselben Rohre mit longitudinaler Aufsicht erhalten , bei derselben Dicke der leuchtenden Schichte
von 10 cm Lange (im Capillarrohre2); cs hat somit die /)ickc
. .
1) Dafur spricht die Thatsache, dass das Bandenspectrum unter gewisseii Urnsttinden im weitcn Theile der Riihren auftritt, wenn Flaschenfunken verwendet. merden, in der Capillare aber am leichtesten dann zu
Stande komrnt, wenn der Funke oline Flaschen zur Verwendung gelangt,
sowie der Urnstand: dass das Bandenspectrum sich weniger meit ins
Ultraviolett erstreckt als dhs Linienspectrum.
2) Auch gibt die Photographie der Seilcnonsirht der Riihre je nach
den Versuchsbedingungen bald das Linien-, bald das Bandenspectrum.
Spectren des Quecksilbers.
50 1
der Sciiichte unter den ge.qebenen Verhaltnimen keinen entscheidenden Einfluss auf das Auftreten des Banden- oder Linienspectrums, wie mitunter angenommen wird (z. B. von W u l l n e r ,
vgl. oben).
Wir konnen soniit in iinseren experimentellen Beobachtungen keine Bestatigung cler Annahme finden, dass Bandennnd Linienspectren verschieden vollkommene Entwickelungsstadien ein und desselben Hauptspectrums vorstellen, denn wir
haben gesehen, dass das Linierispectrum des Quecksilbers sich
in verschiedenen schwankenden Entwickelungsstadiei~zu einem
vollkommenen, sehr linienreichen Spectrum nusbildet, welches
vom Bandenspectrum ganzlich verschiedeii ist. D a somit dem
Quecksilber unter sich qualitativ vollkommen verschiedene
Linien- und Bandenspectren zukommen und ferner zur Erklarung dieser Erscheinung die Annahme von Molekularvibra
tionen einerseits, neben Atomvibrationen anderseits in unserem
Falle nicht herangezogen werden kann, so liefert diese letztere,
von anderer Seite gemachte Annahme (5. oben), jedenfalls keine
allgemein giltige Erkliirung fur das Auftreteii der sogenannten
Spectren erster und zweiter Ordnung. ') Es erscheint uns
somit folgerichtiger , diese Aniiahme iiberhaupt nicht zur Erkliirung der Banden- und Linienspectren der Elemente heranzuziehen.
Am besten durfte O s t w s l d ' s Anschauung mit den vorliegenden Beobachtungen ubereinstimmen.
Diese Ausfuhrungen haben zur Voraussetzung, dass gemass
der herrschenden Anschauung das Molekulargewicht des Quecksilbers gleich dem Atomgewichte is€.
Vergleicht man schliesslich in uiiseren Tabellen jeiie Linieii
des Quecksilberspectrurns, welche in allen Forinen des Linienspectrums auftreten und sogar, a e n n auch in beschraiikter
Anzahl, als untrennbare Begleiter des Bandenspectrums auftauchen, so drangt sich die Anschauung auf, dass diesen Linien
eine besondere Bedeutung zukommen musse. Es entsprechen
diese Linien den sogenannten ,,baskchen LiiiieniL Lockyer's.
_-_ - _
1) Wir sprachen hier nur von den Spectreu der Elemente. D w bei
den Bandenspectren von Verbindungen die molecularen Vibrationen und
eventuell die intermolecularen Vorggnge eine grosse Rolle spielen, sol1
damit keineswegs angezweifelt werden.
E d e r und V a l e n t a .
502 J. M Eder u. E. Valenta. Spectren des Quecksilhers.
Ferner ist die Erscheinung des ziemlich unvermittelten Aufblitzens des linienreichsten Spectrums bei hochgradig gesteigerter Starke des Flaschenfunkens und gleichzeitigem Erhitzen der
Capillare, besonders das Auftauchen zahlreicher neuer Hauptlinien, welche friiher niclit oder kaum sichtbar waren, und
mancher Doppellinien an Stelle von einfachen Linien , eine
derartige, dass sie zu Lockyer’s Theorie der Dissociat,ion der
Elemente passen wiirde, wenn man iiberhaupt die Zerlegbarkeit unserer Elemente in die Discussion ziehen will.
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