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Die Vorrichtungen zur Verhinderung des Siedeverzugs.

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98. Jshrgang 19851
Neuc Apparate
Die Hartegrade vermindern sich aber keineswegs, wenn
durch steiferen pintrag eine geringere Menge harten
Wassers auf die gegebene Harzmenge angewendet wird.
Ja im Gegenteil: durch die grofiere Wassermenge wird
die Harzsuspension im Hollander starker verdiinnt, und
verdiinntere Harzsole haben hohere Flockungsschwellen als
konzentriertere. Freilich wird einer allzuweitgehenden
Verdiinnung des Hollanderinhaltes durch technische und
wirtschaftliche Riicksichten eine Grenze gezogen.
Durch die Flockung selbst wird allerdings das
Wasser ein wenig enthartet, da die flockenden Kationen
der Hartesalze ihre Flockungswirkung d u r c h A d s o r p t i o n a n den Harzteilchen ausiiben und rnit den
Harzflocken aus der Losung verschwinden. Tatsachlich
wird hierdurch bei steiferem Hollandereintrag eine
weitergehende Enthartung erreicht als 'bei starkerer Verdunnung; der Verbrauch an flockenden Kationen d u r c h
die Flockung eines Teiles des Harzes ist aber vie1 zu
gering - nur etwa 3 % vom Gewichte des Harzniederschlages entstammen den Hartesalzen - als dafi hierdurch eine nennenswerte Enthartung zu erzielen ware.
Und auf alle Falle ist eine Mafinahme unzweckmafiig, die
einen Teil des Harzes der Flockung opfert, um einen
anderen Teil eventuell davor zu bewahren.
Mit zunehmender Stoffdichte nimmt auch die Wahrscheinlichkeit und das Ausmafi chemischer Hydroxydausscheidungen von Ca(OH)2, Mg(OH)*, A1(OH)3 usw. zu,
die durch Verbindung der Kationen der Hartesalze mit
den aus dem Harzieime stammenden Hydroxylionen entstehen und nachweislich Harz mit niederreifien.
Wenn T e i c h e r empfiehlt, man solle durch Neutralisation der Hydroxylionen mittels einer bemessenen
Sauremenge derartige chemische Nebenreaktionen a m schliefien, so ist das ein zweischneidiges Schwert; denn
man beraubt gleichzeitig das Harzsol seiner wesentlichsten Stiitze, eben der Hydroxylionen, die auf disperses
Harz peptisierend wirken und es vor autogener Vergroberung und Ausflockung schiitzen. Nur sehr verdiinnte
Harzsole (unter 1g/l) sind auch ohne Allrali stabil. Durch
den Saurezusatz erreicht man aufierdem gegen die
flockenden Kationen gar nichts, und jeder Saure ii b e r s c h u 13 verstarkt die Flockung.
Zu billigen ist statt dessen die Zufiigung geeigneter
Mischungen von S c h u t z k o l l o i d e n , die T e i c h e r
fernerhin anrat. Bei der Auswahl dieser Mittel im einzelnen mufi man sich den ortlichen Besonderheiten, vor
allem dem Fabrikwasser, anpassen.
Anschliefiend werden die Flockungsvorgange beiin
Zusatz des Tonerdesulfates untersucht. H e u s e r in
i'bereinstimmung mit seinen Schiilern S t o c k i g t und
K 1 i n g n e r vermutet , dafi keine Kationenlroagulation
durch Aluminiumion vorliege, sondern statt dessen eine
sogenannte Kolloidkoagulation, d. h. eine gegenseitige
Adsorption und Ausflockung der elektrisch entgegengesetzt geladenen Koiloide Harz und Tonerdehydrat,
welch letzteres durch Hydrolyse in jeder Tonerdesulfatlosung vorhanden ist.
Verfasser schliefit sich dieser Ansicht auf Grund
seiner Versuche nur insoweit an, als e r die von H e u s e r
angegebene positiv-elektrische Harz-Tonerde- Adsorptionsverbindung Ibestatigt. Diese Adsorptionsverbindung liegt
aber gewohnlich in d i s p e r s e r Form vor. Sie floclrt nur
dann aus, wenn Harz und Tonerde in einem Mischungsverhaltnisse aufeinander wirken, welches einem Ausgleich der Ladungen entspricht. Dies ist aber der Fall,
wenn auf etwa 25 Molekule Harz - rein statistisch berechnet - 1 Molekul Tonerdehydrat einwirkt. Nur eine
solche isoelektrische Adsorptionsverbindung flockt aus.
Angesichts der schwankenden Konzentrationsverhaltnisse
-
-
49 1
im Hollhder ist nicht anzunehmen, dafi Harz und Tonerde durchweg in isoelektrischer Mischung auftreten. Da
aber weder bei einem Tonerdeuberschufi noch bei einem
HarziiberschuD Kolloidflockung erfolgt, tritt eine solche
im Hollander sicher nur lokal und voriibergehend auf im
Verlaufe der Beimischung des Tonerdesulfates. Die
Flockung durch Aluminiumionen ist dagegen a n kein bestimintes Verhaltnis zwischen Harz- und Flockungsmittein
gebunden; je hoher der Tonerdeiiberschufi, desto rascher
und sicherer erfolgt die Kationenflockung. Aber auch bei
grofitmoglicher Verdiinnung des Hollanderinhaltes verbiirgt die aufierordentlich grofie Flockungskraft des
Aluminiumions - eine Folge seiner Dreiwertigkeit den technischen Flockungserfolg, wenn nur das Tonerdesulfat in dem technisch gebrauchlichen Urberschufi
angewendet wird. Auch bei d e r Tonerdesulfatflockung im
Hollander scheidet sich anfangs ein chemischer Niederschlag des Hydroxydes aus, welcher Harz mit niederreifit.
Die drei genannten Flockungsursachen, welche im
technischen Prozesse, obgleich iiberragt von der Kationenflockung, zusammenwirken, hat Verfasser einzeln untersucht, indem er Flockungsreihen an reinem HarzSol sowie a n technischer Leimmilch durchfiihrte mit Tonerdesulfat, Tonerdeacetat und Tonerdehydratsol als Flockungsmitteln.
Zum Schlufi berichtet Verfasser kurz iiber seine Versuche zur Harzleimung auf mechanischem Wege. Nach
Kennzeichnung des Problems und Schilderung der
P l a u s o n srhen und
0 s t e r m a n n schen Kolloidmiihlen wird iiber Papierversuche mittels dieser Miihlen
berichtet. Die Harzleiinung durch blofies Vermahlen
des Kolophoniums mit dem Zellenstoffe ist im Ausmafie
technischer Versuche gegliickt. Die Nutzanwendung im
Fabrikbetriebe diirfte noch vielen Schwierigkeiten begegnen, die indessen nicht uniiberwindlich scheinen.
[A. 44.1
Berichtigung.
Die in Nr. 6, Jahrgang 1925, S. 114-117 dieser Zeitschriit
abgedruclrte Arbeit von Dr. 0 t t o D i s c h e n d o r f e r:
,,Zur Wirkung der Waschmittel auf Raumwolle und Leinen"
ist nicht, wie de! Verfasser angibt, a n der Lehrkanzel fin
Chemie der Nahrungs- und Genuamittel der technischen Hochschule in Graz ausgefiihrt, sondern a n der Lehrkanzel hir
Botanik, Warenltunde und technische Mikroskopie dieser Hochschule, deren Assistent Herr Dr. Otto Dischendorfer bis 31. 10.
1924 gewesen ist.
Prof. Friedr. Reinitzer,
Vorstand d. Lehrkanael fiir Rotanik, Warenkunde und techn.
Mikroskopie a n der Technischen Hochschule in Graz.
Neue Apparate.
Die Vorrichtungen zur Verhinderung des Siedeverzugs.
Voo J u l i u s 0 b e r m i l l e r , M.-Gladbacb.
(Eingeg. 6.14. 1925.)
Vor einigen Monaten habe ich einen ,,Siedestab gegen Siedeverzug''l) beschrieben. Gegen diesen Siedestab erhebt A. K r o n e r 2, Prioritatsanspruch, und weiterhin bestreitet auch H e 11 t h a 1 e r 3, die Neuheit meines Siedestabes, da verschieden!lich
schon vorher Konstruktionen ahnlicher Art in Vorschlag gebracht worden seien. Diese Konstruktionen gehen nach H e l l t h a 1 e r nlle mehr oder weniger auf das von A. S i w o 1 o b o f f 4,
beschriehene Capillarrohrchen, das etwas oberhalb seines un- -__
Z. ang. Ch. 37, 510 [1924].
Z. ang. Ch. 37, 697 [1924].
Z. ang. Ch. 37, 887 [1924].
Ber. d. d. chem. Ges. 19, 795 118861.
I)
?)
3)
4)
492
Neue Apparate
[
Zeitschrift fur
angewandte Chemie
~
teren Endes zugeschmolzen worden ist, zuriick. H e 11 t h a 1e r
weist dann noch auf eine spatere solche Konstruktion von
E. P i e s z c z e k j ) u n d d a s neuerdings von F r a n z H u g e r s h o f f in Leipzig in den Handel gebrachte ,,Siedestabchen nach
Dr. W. B r e n d l e r " B ) hin, das bereits sehr bekannt sei.
An sich ist die Anfiihrung dieser Literaturstellen vor allem
als eine wertvolle Zusammenstellung von Vorschlagen, die bisher f u r die Verhinderung des Siedeverzugs gemacht worden
sind, zu bezeichnen. Ich mochte deshalb der Vollstandigkeit
halber auch noch auf die auf einem etwas anderen Prinzip
sich aufbauenden Vorschlage von V. G e r n h a r d t 7, H. W o 1 p e r t 8 ) und E. B e c k m a n n 9) hinweisen, deren nahere Besprechung hier indessen aus dem Rahmen der zu gebenden
Darlegungen herausfallen wiirde.
Die rnir ron den genannten beiden Seiten entgegengehaltenen Literaturstellen waren mir leider nicht bekannt. Es
mag dies dadurch eine gewisse Erklarung finden, daij ich
durch meine Kriegsteilnahme etwas auijer Beriihrung mit der
wissenschaftlichen Literatur gekommen war, und dai3 mir nach
Kriegsende an dem rnir dann unterstellten, damals neu begriindeten Deutschen Forschungsinstitute fur d i e Textilindustrie
in M.-Gladbach nur eine recht unzureichende Bibliothek zur
Verfiigung stand. Die rnir hier gebotenen Biicher hatte ich
erfolglos nach einer Vorrichtung zur zuverlassigen Verhinderung
des Siedeverzugs, die ich fur meine Untersuchungen dringend
benotigte, durchsucht. Ich war deshalb dann gerade mit einem
Verlreter der oben genannten Firma F r a n z H u g e r s h o f f in
Leipzig mehrfach schriftlich und miindlich in Verbindung getreten, ohne indessen auch von dieser Seite das Gewiinschte
erhalten zu konnen. Das B r e n d 1 e r sche Siedestabchen war
der Firma H u g e r s h o f f also damals noch nicht bekannt gewesen, und jedenfalls wurde es erst 2-3 Jahre spater von ihr
in den Handel gebracht. Von seiner Existenz habe ich dano
erst dnrch dlen H e 11 t h a 1 e r schen Einspruch Kenntnis erhalten.
So muijte ich versuchen, rnir selbst zu helfen, und das
Resultat ist mein in Frage stehender Siedestab. Ich habe ihn
einige Jahre spater veroffentlicht, nachdem er sich im weitesten
Umfange bewahrt hatte. Das Prinzip des Siedestabes beruht
darauf, daij durch eine kleine ,,Siedeglocke" eine Luft- oder
Dampfblase dauernd auf dem Boden des Siedegefaijes festgehalten wird, die so den nie versagenden Keim fur die Auslosung der Siedebewegung bildet lo).
Auf dem gleichen Prinzip bauen sich nun aber in der Tat
auch die vier rnir entgegengehaltenen friiheren Vorrichtungen
auf. Damit ist die Frage nach der Prioritat durchaus berechtigt.
Zuerkannt konnte die Prioritat jedoch nur S i w o 1 o b o f f werden und jedenfalls nicht K r o n e r , der bei voller Anerkennung
seiner exakten Behandlung der Frage des Siedeverzugs erst
23 Jahre nach S i w o 1 o b o f f seine Vorrichtung beschrieben
hat ll). Die Vorrichtung von K r o n e r , der er verschiedene
Formen gegeben hat, war zudem iiur fur eine Verhinderung
tles Siedeverzugs bei Molekulargewichtsbestimmungen mittels
tles B e c k m a n n schen Siedepunktapparates gedacht und liei3e
sich in der gegebenen Art auch wohl kaum ohne weiteres auf andere Gefaije - besonders nicht fur quantitativeBestimmungen iibertragen.
Aber auch die Vorrichtung S i w o 1 o b o f f geht schlieijlich
auf die langst vorher schon bekannt gewesene Verwendung der
porasen ,,Siedesteinchen" zuriick, durch die in ganz derselben
Weise, wie e s K r o n e r fur einige seiner Vorrichtungen beschreibt, ein System von capillaren Luftkanalen, die aurh
als auijerordentlich kleine Siedeglocken angesehen werden
konnen, auf dem Boden des Siedegefabes festgehalten wird.
Gerade die Erkenntnis der letzteren Tatsache und die OberCh.-Ztg. 36, 198 119121.
Prospekt der Firma Franz Hugershoff, Leipzig.
7) Ber. d. d. chem. Ges. 27, 064 [1894].
8 , Z. anal. Ch. 34, 164 [1895].
9 Z. phys. Ch. 21, 246 [1896].
10) In ganz ahnlicher Weise wirkt natiirlich das allgemein
bekannte Hindurchleiten von Luft durch die Siedefliissigkeit.
11) Z. phys. Ch. 66, 637 [1909].
5)
e,
zeugung, daij das ,,Totsieden" der Siedesteinchen nur auf ein
Entweichen der Lutt aus den nach oben nicht abgeschlossenen
Kanalchen zuriickgefuhrt werden konne, brachten mich selbst
dann auf den a n sich recht naheliegenden Gedanken einer
,nach oben abgeschlossenen Siedeglocke", durch die ein dauerndes Festhalten einer Luft- oder Dampfblase auf dem Boden des
Siedegefaijes gewahrleistet bleibt.
Nun erhebt sich aber die Frage, welche Form oder Groije
denn eigentlich der ,,Siedeglocke" oder - wie sie von B r e n d 1 e r - H u g e r s h o f f genannt wird - der ,,Luftkammer" zu
erteilen sein wird. Hieriiber findet sich ein wertvoller Hinweis
in den Ausfuhrungen von K r o n e r . Aulr Grund von theoretischen Erwagungen iiber die Frage nach der Ursache der
Siedeverzogerung kommt er namlich zu dem Schlusse, daB die
in der Fliissigkeit festzuhaltenden, die Keimwirkung ausiibenden
Luft- oder Dampfblaschen verhaltnismaijig grob sein mussen.
Dieser Forderung vermag einerseits die auijerst kleine S i w 0 .
1 o b o f f sche Capillarglocke jedenfalls nicht zu entsprechen,
die auch nur zur Ausfuhrung von Siedepunktsbestimmungen
rnit einzelnen Tropfen einer Fliissigkeit bestimmt ist. Anderseits 1st dann die von P i e s z c z e k benutzte Glocke, die eine
Lange von 60-80 mm und eine lichte Weite von 3-5 mm
besitzt, entschieden zu groB, so dab sie vor allem fur quantitative Bestimmungen recht wenig geeignet erscheint. Uas
B r e n d 1 e r - H u g e r s h o f f sche Siedestabchen schlieBlich, fur
dessen Luftkammer ein Inhalt von nur Bruchteilen eines Kubikmillimeters als ausreichend bezeichnet wird, diirfte damit aber
wiederum eine vielleicht doch erheblich zu kleine Siedeglocke
oder Luftkammer aufweisen, die sich auijerdem leicht verstopfen wird. Zwar wird von B r e n d 1 e r - H u g e r s h of f
ausdriicklich angegeben, daij die winzige Luftkammer ihres
Siedestabchens eine bessere Wirkung austibe als eine Kammer
von groijeren Dimensionen. Aber diese Angabe kann mit den
Erwagungen von K r o n e r nicht in Einklang gebracht werden,
und sie wiirde sich auch rnit meinen eigenen Beobachtungen
nicht decken.
Was sodann den fur das B r e n d l e r - H u g e r s h o f f s c h e
Siedestabchen verwendeten massiven Glasstab anbetriff t. so
mochte ich auch an dieser Stelle zum Ausdruck bringen, da6 bei
meinen Versuchen die massiven Glasstabe zufolge der in ihnen
entstehenden, verhaltnismaBig groijen Spannungen stark zu
Sprungbildungen neigten und demgemaij beim Sieden oft plotzlich auseinanderfielen. Bei diinneren Glasstaben ist naturlich
die Gefahr eine weniger g r o h , dafiir wachst dann aber ihre
Zerbrechlichkeit. Ich habe deshalb Glasrohren den Vorzug
gegeben, die nach der Fertigstellung des Siedestabes oben noch
zugeschmolzen wurden.
Mein so verfertigter Siedestab hat sich auch bei mehrtagigem, andauerndem Sieden immer als gut stabil erwiesen
und hat niemals versagt, selbst nicht in stark alkalischen
Fliissigkeiten. Er kann ohne Schwierigkeit von jedermann in
beliebiger Groije hergestellt werden und steht im iibrigen dem
B r e n d 1 e r - H u g e r s h o f f schen Siedestabchen besonders
nahe. Der Inhalt der Siedeglocke meines Stabes betragt bei der
von mir angegebenen Lange der Glocke von 10 bis allerhochstens
15 mm und einem inneren Durchmesser von durchschnittlich
3 mm nur bis zu ungefahr 0,l ccm. Die damit in die Siedeglocke
eindringende Fliissigkeitsmenge ist immerhin nennenswert, sie
1a5t sich aber einschlieijlich von in der Glocke sich noch
absetzenden festen Teilchen, wie vor allem von Niederschlagen,
bei der etwa 2 mm weit zu haltenden Ofhung der Glocke stets
leicht wieder durch Spiilen oder mittels eines feinen Federkiels
herausholen. Der Siedestab ist so nicht nur unschwer zu reinigen, sondern auch fur quantitative Bestimmungen zu benutzen.
Die letztere Verwendungsmoglichkeit wird zwar von H e 11 t h a 1 e r in Abrede gestellt, aber jedenfalls habe ich selbst
gerade auch nach dieser Richtung hin stets die besten Erfahrungen mit dem Siedestabe gemacht.
So hatte man sich eigentlich nur noch iiber die endgiiltige
Form oder Groije, welche der Siedeglocke zu geben ware,
schliissig zu werden. Es w2re deshalb sehr wunschenswert, wenn
bald auch von anderer Seite Stellung zu der Frage genommen
wiirde
Patentbei ichte
38. Jshrgaog 19251
Ein neues wesentlich verbessertes Laboratoriurns.
manometer.
Von L. E b e r t , Kopenhageo.
Bei den bisher in den Handel gebrachten Quecksilbermanometern ist der Umstand storend, daB einmal in das
Barometerrohr eingedrungene Gas- oder Fliissigkeitsverunreinigungen nur durch Neufiillung des Apparates zuverlassig
entfernt a e r d e n konnen und diese Arbeit ist aus leicht ersichtlichen Griinden nicht beliebt. Um diesen Hauptmangel zu beseitigen, benutzt eine aus der Praxis eines unseren groijten
industriellen Forschungslaboratorien hervorgegangene Neukonstruktion den Verschlui3 des - bisher zugeschmolzenen -
493
Barometerrohres durch ein P r y t z - S t o c k sches Quecksilberventil (siehe Fig.). Die feinporige Glasplatte a - der
wirksame Bestandteil dieses Ventils - ist undurchlassig fur
fliissiges Quecksilber, laBt jedoch Gase und viele Fliissigkeiten
durch. Mit Hilfe dieses Ventiles IaBt sich die Reinigung des
Quecksilbers bequem vornehmen. Das Ventil wird hierzu nur
bei b an eine Wasserstrahlpumpe angeschlossen, wahrend das
Metal1 sachgemlfi zum Sieden erhitzt wird. Nach den bisher
vorliegenden Erfahrungen wird die Lebensdauer des Apparates
auch durch oft wiederholtes Erhitzen nicht beeintrachtigt. Man
iiberzeugt sich leicht, dai3 nach absichtlicher Verunreinigung
sich stets nach kurzer Zeit die Quecksilberkuppen wieder
schon und regelmaijig ausbilden. Insofern hat die neue Form
des Apparates tatsachlich einen groi3eren Verwendungsbereich
als die bisher iibliche, weil sie mit geringer Miihe zu solchen
Messungen brauchbar gemacht werden kann, wo es auf hohe
Reproduzierbarkeit der Einstellung und Genauigkeit der
Messungen ankommt.
Weitere Verbesserungen sind folgende:
1. die A r t d e r B e f e s t i g u n g ; sie ist so gewahlt, dai3
der Apparat auf einem Holzfui3 c - dessen Standfestigkeit
iibrigens durch Anbringen einer schweren Grundplatte noch
gesteigert werden konnte - mittels der Metallbiigel d festgeklemmt wird; man kann die Glasteile aber auch an einer
Hulle e aus kraftigem Gummischlauch in einer Stativlrlammer
befestigen, wie dies z. B. bei der Reinigung notwendig ist, um
die Erhitzung mit der bewegten Flamme vornehmen zu konnen.
2. Ein D r e i w e g h a h n f mit weiten Bohrungen; hiermit
lassen sich alle notigen Schaltungen bequem vornehmen.
3. Eine eingeschmolzene G l a s s p i t z e g als Bremsvorrichtung fur das bei dffnung des Hahnes plotzlich zuriickflieijende Quecksilber. Der stlrke re Bremseff ekt der Spitze
gegeniiber den friiher meist angebrachten C a p i h r e n vermindert
sowohl die Gefahr de r Zertriimmerung der Glasteile als auch
des Mitgerissenwerdens von Luft.
Das Manometer ist durch D. R. P. 393815 (Erfinder Dr.
W. L o m m e l ) geschiitzt und wird von der Firma Strohlein
& Co., Diisseldorf 39, in den Handel gebracht unter dem Namen:
Manometer ,,Ventil".
S c h e m a t i s c h e S k i z z e d e s M a n o m e t e r s ,,V e n t i 1".
Erlauterung :
a .. . . porose Ventilplatte;
b.. . . Anschluij der Pumpe beim Auskochen des Quecksilbers;
c . . . . Holzstativ;
d . . . . Metallklemmen;
e . . . . Gummihiille zum Einspannen des Manometers in eine
Stsativklammer ;
f . . . . IJreiweghahn;
g . . . . Glasspitze zum Bremsen des Quecksilbers;
h . . . . Klammern de r abnehmbaren Skalenplatte.
Patentberichte iiber chemisch-technische Apparate.
I. Warme- und Kraftwirtschaft.
5. Kaltemasehinen und Kiihlanlagen.
Aktiengesellsehaft der Masehinenfabriken Escher Wyss &
Cie., Zurich (Schweiz). Verdampfer bei Absorptionsmasehinen fur
Kleinkiiltebedarf, bei welchem dem Verdampferraum
ein unterhalb des Konden7
sers angeordneter Fliissigkeitssnmmelraum vorgeschaltet ist, dad. gek., daB ein
Schwimmerventil ( 6 ) und
ein Riickschlagventil (5) die
Verbindung zwischen Sammelraum (3) und Verdampferraam beherrschen.
- Die elektromagnetischen Einrichtungen, die sonst zur
Steuerung der Ventile beim Einschalten eines Heizstromes notwendig sind, kommen dadurch in Wegfall. (D. R. P. 410423,
K1. 17a, vom 13. 11. 1923, Prior. Schweiz 19. 9. 1923, ausg.
26. 2. 1925.)
dn.
H. Schaffstaedt G. m. b. H. Maschinen- und Armaturenfabrik, Gieijen. Warmeaustausehvorriehtung mit einem innerhalb e h e s Gehauses liegenden Kanal fur die Kiihlfliissigkeit nnd
darin angeordneter Rohrsehlange mit gleichartiger Windung und
allmahlieh sieh verjiingendem Querschnitt, dad. gek., dai3 der
Querschnitt von einer kreisrunden iiber eine ovale zu einer flachgedriickten Form iibergeht. - Hierdurch wird erreicht, dai3 das
Kondensat, je naher es dem Kuhlwassereiritritt kommt, in
immer dunner werdender Schicht diesem ausgesetzt ist. Die
Warmeaustauschwirkung wird auf diese Weise unter Umgehung
der Schwierigkeiten sowie der Mange1 der Rohre rnit Einlagen
wesentlich verbessert. Zeichn. (D. R. P. 410779, K1. 17f, vom
dn.
5. 7. 1924, ausg. 12. 3. 1925.)
Franz Lebius, Essen (Ruhr). Berieselungskonstruktion in
Gegenstromkiihlern mit niedriger Fallhohe und Lattenberie-
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