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Die Werkstoffe der chemischen Apparate. Von Dr.-Ing. H. Freytag. 54 Seiten DIN A 5. Verlag Chemie G. m. b. H. Berlin 1932. Preis brosch. RM

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Neue Biicher - Verein deutscher Chemiker
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wohl wie das Neueste in historisch aufhauender, klarer,
kritischer Darstellung und erfreulicherweise mit Angabe vieler
Einzeltatsachen und Zahlen, unnbhangig davon, ob es sich dabei uln erfolgreiche oder erfolglose cheinotherapeutische Versuche handelt, so daB die Wege sichtbar werden, die zu den
erfolgreichen Verbindungen, wie z. B. dem Gernianin, gefiihrt
haben. Gerade fur den forschend Tltigen ist diese Art der
Darstellung hochst anregend. Das Buch ist ausgezeichnet und
A. Binz. [ BB. 1.1
uncntbehrlirh.
Die Werkstoffe der chemisehen Apparate. Von Dr. - Ing.
H. F r e y t a g . 54 Seiten, DIN A5. Verlag Chemie, G. m.
b. If.. Berlin 1932. Preis brosch. RM. 2,80.
Ein knapp gefaDtes, inhaltsreiches Rezeptbuch f i r Ronstrukteure, Betriebschemiker und -ingeniewe, das einer besonderen Empfehlung nicht bedarf. Auf eine k u n e Zusammenstellung ,,gebrauchlicher Legierungen" folgen in zweckmPt3iger
Anordnung orientierende Angaben iiber technische oder laboratoriumsmaflige Verwendhnrkeit jeweils in Frage kommender
Werkstoffe fur Behiilter, Rohre, Filter, Dichtungen u. a. m., getrennt nach den einzelnen anorganischen und organischen
Chcmikalien. Dcn SchluiJ bildet ein Register der behandelten
Chemikalien. - Verf. bemiiht sich um Vollstandigkeit, bringt
auch wertvolle Einzelheiten iiber besondere Betriebsbedingungen (Konzentration, Temperatur, Diimpfe). Im Abschnitt
,,fliissige Metalle" hatten die feuerfesten Tiegel, Iiber die in den
letzten Jahren vielfach publiziert ist, genannt werden sollen.
(Kiemand wird Cadmium oder gar Silber im Platintiegel
schmelzenl) Auch sonst bleibt fur sptitere Auflagen vieles
nachzuholen, b o n d e r s auf dem Gebiete nichtmetallischer
Werkstoffe und Uberztige. Im Vorwort vermit3t man jegliche
Angabe tiber die benutzten Quellen. Mit der Mitteilung, daf3
eich im H n b a 1 d Literaturhinweise finden. hiitte sich Verf.
J . Weerls. [BR. 11.1
nicht begniigen sollen.
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Chemie
\ Angewandte
46. Jabrg. 1933. Nr.
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Xachteilig bei H a u t - u n d L e d e r l e i m e n im Vergleicli zum Casein ist - abgesehen von dem erheblichen Preieunterschied - die stete notwendige Kiihlung der Sperrholzpresse, die bei Casein fortfallt, auderdem der Umstand, daD
die Leime gegcnuber Feuchtigkeit nicht standhalten. Von Nachteil beim B 1 u t a 1b u m i n sind andererseits bekanntlich seine
.4lterungserscheinungen.
L e i n i f o l i e n fur Sperrholz sind schon in groBer Zahl
erfunden worden. Aber nur eine einzige konnte in grot3erem
YaDe in die Praxis eingefiihrt werden. Es ist dies der Kunetharzfilm (,,Tegofilm") der Firma Th. Goldschmidt, &sen, d e r
aus einer dunnen, rnit Baltelit getrlinkten Papierfolie besteht.
Der Tegofilm zeichnet sich vor allen anderen in d e r
Sperrholzindustrie gebrluchlichen Bindemitteln in erster
Linie durch Wasserbestiindigkeit und Widerstandsflhigkeit
gegen Faulnis aus. So fiihrt z. B. die Forschungsstelle
fur Sperrliolz seit etwa 1 % Jahren Wasserlagerungeversuche im Wannsee mit Sperrplatten durch, die mit
Tegofilm verleimt sind. Die Proben werden standig abwechselnd 2% Monate unter Wasser, 14 Tage in der Luft,
wiederum 2% Monate unter Wasser und so fort aufbewahrt.
Trotz dieser dauernden erheblichen Beanspruchung hat sich
bei keiner der Proben auch nur die geringste Veranderung gezeigt, noch haben eich d i e Platten an den Kanten - wie ea
sonst der Fall ist - aufgeblattert. Sogar die Proben aue
Buchenholz, dae ja aut3erordentlich hygroskopisch iet, haben
standgehalten. In Laboratoriumsversuchen wurden gestrichene
oder impragnierte Sperrholzproben einseitig ohne jede Ltiftung
ein Jahr lang durch feuchten Sand naB gehalten, so daB eine
Schimmelbildung eintreten mut3te. Wahrend nun von den mib
Casein verleimten Platten mehr als die Halfte auseinanderbliitterte, blieben die mit Tegofilm verleimten Platten durchweg unversehrt.
Diesen erheblichen und unbwtreitbaren Vorteilen decr
VEREIN DEUTSCHER CHEMIKER
Tegofilms stehen aber auch Nachteile gegeniiber. Wenn man
von d e r verhaltnismiLBig hohen Temperatur absieht, die f a r darr
AUS DEN BUIRKSVEREINEN
Bezirksverein Gro6-Berlin und lark. Sitzung vom 13. Ja- Verleimen der Sperrplatten erforderlich ist, so verlangt d e r
nuar 1933 im Studentenhaus. Vorsitzender: Dr. A. B u n , Tegofilm vor allem sorgsamste Bedienung und But3erst genau
Schriftfiihrer: Reg.-Rat Dr. D e r 6 i n. Ober 100 Teilnehmer. arbeitende Maschinen. Die Preaplatten m i h e n unbedingt eben
Dip1.-Ing. Dr. A. H e r r m a n n , Berlin: ,,Chemie und sein, und d a heute bereits Sperrplatten von naheau 10 m2 aua
einern Sttick hergestellt werden, so bestehen hier gewisee
Sperrholz."
Sclion beim Rohholz ist bisweilen die Zuhilfenahme chemi- Schwierigkeiten. Ferner konnen die Sperrbolzpressen durch
ekher Mittel erforderlich, um der Wertminderung des den standigen, jahrelangen Gebrauch auch Unterschiede in der
Holzes zu begegnen, beispielsweise bei der sogenannten Temperatur der PreDplatten aufweisen, d a sich die HeizkanlIle
B u c h e n 6 t o c k f a u I e. Hiermit bezeichnet man die Ver- dieser Platten unter UmetHnden etwas zueetzen. Die gleichfiirbungen, die bei Buchenholz auftreten, das im Winter ge- maDige Innehallung bwtimmter Temperaturen ist aber ftir den
schlagen ist und bie zum Sommer im Walde oder auf dem Tegofilm unerlliIjlich. Weiterhin verlangt der Tegofilm ein vollFabrikplatz liegenbleibt. Diese Verfarbungen beginnen im kommen glatt- Fumier, da er ja nicht - wie beiepielsweise
Mai oder Juni, dringen von den Hirnfliichen aus vor und der Caseinleim - iu HohlrlIume flieBen und diese a u e
nehmen allmahlich so zu, dai3 das Holz nach und nach van- fiillen kann.
Rei Vergleichsvereuchen zwischen casein- und blutkommen miirbe und wertlos wird. Nach jahrelangen L a b e
ratoriumsarbeiten dee Forstbenutzungsinetitutes und des Bota- albuminverleimten Platten einereeits und rnit Tegofilnl vernkchen Institutes der Forstlichen Hochschule Hann. MUnden leimten Platten andererseits sollte das Stehvermogen der einkonnten die wichtigsten an der Fiiule beteiligten Pilze er- w h e n Platten bestimmt werden. Hierbei ergab s i c k daB bei
forscht werden. Intereseant hierbei war die Beobachtung, dai3 gleichen Vereuchsbedingungen die Formtinderungen der Tegogerade manche chemischen Mittel, rnit denen man die Buchen- filmplatten gr 8h r waren ale die der Platten rnit Casein- und
stockfaule zu bekampfen eucht, sehr erhebliche Verfiirbungen Blutalbuminverleimung; vermutlich deehalb, weil beim Tegohervorrufen, so dat3 man geradezu von Reizerscheinungen film ein vollkommen hermetischer AbschluIj zwischen den einzelnen Furnieren vorliegt, wahrend die Casein- und Blutalbuminsprechen kann.
Die Forschunge- und Beratungsstelle fur Sperrholz ver- leimschichten erheblich p o r k e r sind. Trifft dies zu, 60 milssen
anstaltet jetzt einen grot3 angelegten praktischen Vereuch. In sich naturgemat3 Unterschiede in der Verteilung der Feuchder Zeit vom 15. bis 31. Januar werden nicht weniger ah tigkeit auf d i e benachbarten Lagen d e r Sperrholzplatte er2000 Stuck 4 m lange Buchenabschnitte rnit 15 verscbiedenen geben. Es ware also denkbar, dai3 bei der Tegofilmplatte die
Feuchtigkeit auf das eine AuDenfurnier beschrankt bleibt,
Mitteln chemisch behandelt werden.
AuDerordentlich gro8 ist die Zahl der Versuche, die dae wahrend sie sich bei den anderen Platten weiter ausbreitet
Q u e l l e n u n d S c h w i n d e n dea Holzes durch chemische und dadurch die Feuchtigkeitsunterschlede - und mithin auch
Mittel unterbinden sollen. Von einem Erfolg Ilit3t sich aber die Formilnderungen - geringer werden. 1st diese Folgerung
nicht sprechen, und einstweilen ist immer noch die VergtiQung aber richtig, so diirfte es sich empfehlen, Leimfolien fur die
des Holzes zu Sperrholz das beste Mittel, um dem Quellen und Sperrholzindustrie in Zukunft p o r k e r herzustellen, damit eie
in bezug auf dae Stehvermogen der Platten nicht ungiinstiger
Schwinden zu begegnen. In der Sperrholu'ndustrie weiden bekanntlich f 10.6 s i g e ale andere Bindemittel abschneiden. Irn iibrigen ist das StehL e i m e und erst neuerdings auch L e i m f o 1 i e n angewandt. vermogen von Sperrplatten nicht nur fur den MGbel- und
Der Vorteil der Leimfolie gegentiber dem flliseigen h i m liegt Innenausbau, sondern auch fur viele andere Anwendungszwecke
darin, da13 man mehrere A r b e i t s e g e erepart. Vor allem ver- von Bedeutung.
In Tischlerkreisen ist vielfach d i e Ansicht vertreten, rnit
meidet man, dab bei dem VerleimungeprowB in dae Holz
C a s e i n verleimte Platten wilrden mehr von Schimmel und
Feuchtigkeit eindringt.
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