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Die wichtigsten neuen Arzneimittel des Jahres 1915.

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Zernik: Die wichtigsten neuen Arzneimittel des Jahres
Aufsatztell.
29. Jahrgang 1916.1
Im Verkehr mit voii der Universitat mit den1 akade
mischen Grad Abgehenden, falle es als ein Fehler des E r
ziehungssystems haufig uiiangenehm auf, wie bedauerlicl
unschliissig die groBte Zahl dieser Leute sei uber das Ge
biet und die Stellung, f i i r die sie geeignet waren. Es musst
deshalb wahrend einer gewissen Zeit an den Universitatei
die Aufmerksamkeit der Studenten auf die verschiedener
Gelegenheiten gelenkt werden, die das Gewerbsleben bietet
und den Studenten muBte ein Mares Bild gegeben werder
iiber die Aussichten und die Grenzen der Laufbahnen ir
der Techllik sowie die Befahigungen, welche dafur noti6
sind. Der Student miisse die Universitat verlassen mil
einem entschiedenen Zug zur Betatigung in einer be
stimmten industriellen Richtung.
Es gabe schlieBlich noch einen ganz bestiinmten Wir
kongskreis, in dem auch die kleineren Universitaten viel fui
die technische Entwicklung tun konnten, und zwar inden
sie besoiidere Kurse in der Wissenschaft und der Tech
nologie derjenigen Industrien einrichteten, die gerade ir
dem betreffenden Bezirk hoch entwickelt seien.
Die Universitat in Ohio hatte sich z. B. jahrelang aui
Gewinnung und Verarbeitung der Kohle spezialisiert, unc
die Universitat in Maine richte zurzeit Kurse ein fur dic
Papierfabrikation. Andere Universitaten uiid Kollegier
seien fur bestimmte Industrien sicherlich auch giinstig ge.
legen. Wenn man diese Moglichkeiten auch nur in be
schranktem MaBe ausnutzen wolle, so hatten viele juiige
Leube,die sich fiir eine bestimmte inclustrielle Tatigkeil
auszubilden gedhhten, die Mittel hierzu in erreichbarei
Nahe. Das Ergebnis wurde die standige Erhohuiig des
Zuflusses von jungeii Leuten seiii, die nicht blindlings in
eine unbekaniite Welt eintreten, sondern die niit offenen
Augen und mit Willigkeit eine Tatigkeit auf sich nehrnen:
von der sie wiiBten, da13 sie ihr gewachsen seien.
[A. 28.7
Die wichtigsten neuen Arzneimittel
des Jahres 1915.
Jahresbericht, im Auftrage der .Fachgruppe fur medizinischpharmazeutische Chemie erstattet von Dr. F. ZERNIK.
(Eingeg. 21.11. 1916.)
Der Ausbruch des Weltkrieges hatte in der zweiten Halfte
des Jahres 1914 einen nicht zu verkennenden EinfluB auch
auf die Produktion neuer Arzneimittel ausgedbt : es ist wohl
kaurn ein Praparat von Bedeutung in jenem Zeitraum
herausgebracht worden. I m Jahre 1915 wurde das wieder
anders. Der Markt der neuen Arzneimittel zeigt das gewohnte Bild; wenn die meisten groBeren Firmen in der
Auswahl der neu einzufiihrenden Mittel eine gewisse Vorsicht'walten lieBen, so entspricht das auch nur ihren Gepflogenheiten in den letzten Jahren vor dem Kriege. Beinerkenswert sind unter den neuen Praparateii einzelne, die
gewissermaBeii aus der Notwendigkeit des Krieges heraus
geboren sind, \vie z. B. die Ungeziefermittel. DaB unter
dem Weizen auch diesmal manche Spreu sich findet, ist
nicht auffallig. Insonderheit hat B u r g i s viel mioverstandene und niifibrauchte Theorie uber potenzierte Wirkung von Arzneigemischen ihren unheilvollen Anreiz auf
manche Arziieimittelfabriltanten noch immer nicht eingebiiBt, und so sehen wir, um nur ein Beispiel zii nennen,
die Idee, ein Hypnoticum niit eineni Antineuralgicuni und
einem Narcoticum zu kombinieren, in mancherlei -4barten
nach wie vor abgewandelt. Es kaiin natiirlich nicht die
Aufgabe dieser Zeilen sein, alle derartigen Praparate und
noch viel weniger alle die neu eingefuhrten Arzneispezialitaten hier aufzuzahlen, die weder chemisch, noch therapeutkch etwas Neues bieten. Der vorliegende Bericht soll sich
vielmehr clarauf beschranken, die wichtigsten und charakteristischsten Vertreter unter den Neuerscheinungen auf dein
Arzneimittelmarkt kurz zu besprechcn, um so ein nioglichst
iibersichtliches und scharfes Bild von den Fortschritten auf
dimem Qebiefe zu geben,
89
1915.
Unter den zur au13eren Antisepsis bestimniten Praparates sei zuerst das M o r o 11 a 1 (Heyden) genannt. Moronal
ist basisch formaldehydschwefligsaures Aluminium ; es wird
als fester Ersatz der gelosten essigsauren Tonerde empfohlen,
der unbegrenzt haltbare und durch Kochen sterilisierbare Losungen liefert, welche die Hant nicht macerieren. Klinische
Beobachtmigen wurden bisher nicht veroffentlicht. Ein
ahiiliches Praparat brachte das Vorjahr im A c e t o f o r m
(Kalle), essig - citronensauren Aluminiumhexamethylentetramin.
Aus den Angaben uber die Zusaininensetzung des V e r n i s a n u m p u r u m (Dr. W. NieBen, Koln) ist nur ersichtlich, daB es eine ,,Verbindung von Jod, Phenol und
Campher" darstellen soll, vermutlich also wohl ein Gemisch; es soll in der Wundbehandlung unverdiinnt oder verdiinnt sngewendet werden ; die dem Vernisan nachgeriihmte
Tiefenwirkung wiircle sich aus der Zusammensetzung leicht
erklaren l).
Eingehende Versuche von R o s t haben ergeben, daS
aus genissen Mineralolen sich Substaiizen von ausgesprochen
bindegewehsanregender Kraft isolieren lassen, die ihrer
chemischen Natur nach als ungesattigte, partiell hydrierte
Kohlenwasserstoffe von der Art etwa der Terpene und
Polyterpene anzusprechen sind. Diese sind in den verschiedenen Mineraloleii des Haiidels je nach dem Grade
von deren Reinigimg entweder in zu geringer Menge vorhanden, oder es finden sich neben ihnen noch andere storende
Beimengungen. Diese Beobachtuiigen leiteteii bei der Einfiihrung des G r a n 11g e n o 1 s (Knoll), eines Mineralols,
das gerade so weit gereinigt wurde, da13 die schadlichen Bestandteile entfernt wurden, wahrend ein hinlanglicher Anteil an jenen biologisch wirksamen Stoffen erhalten blieb.
Bemerkeiiswert ist die Tatsache, daB die isolierten Trager
der biologischen Wirkung fur sich oder in indifferenter Losung jerie Wirkung auf das Gewebewachstum nicht in deni
MaRe besaBen, wie wenii man sie in Verbindung mit noch
einem TBil ihrer ursprijliglichen Begleitstoffe helassen hatte.
Granugeiiol soll in der Wundbehandlung zur Reinigung der
Wunden uiid Beschleunigung ihres Schlusses Anwendung
findenz).
Auf deni gleichen Priiizip wie Graiiugenol diirfte wohl
auch das: B e n e g r a n (Pharm. u. chem. Spezialgesellschaft
m. b. H., Berlin) beruhen; es ist eine wachsartige Substanz,
die im wesentlichen eine Losung von Kautschukharz in
niedrigschmelzenden Kohlenwasserstoffen (Paraffin und
Vaseline) darstellen soll und in erhitztem Zustand auf die
Wunden aufgetragen wird. Auch hier resultiert eine Beschleuiiiguiig der Wuiidheilung 3).
Ein nach Angaben von F r e r i c h s nach bisher nicht
bekanntgegebenein Verfahren hergestelltes W i s in 11 t 3 u b a c e t a t (Merck), CH3CO0 BiO, init rund 82%
Bi,O,, soll als Wunclstreupulver in geeigneter Verdiinnung,
zuch als Zusatz ZLI Wundsalben Anwendung finden4).
Im Gegensatz zu dem eben gennnnten Mittel, uber das
klinische Veroffentlichuiigen bisher fehlen, hat das WundItreupulver L e 11 k o z o n (Calcium perboricuin ,,Byk"
3. Talco 50%) (Chem. Werke vorm. Dr. H . Byk, Oranienburg) iiii verflosseneri Jahr in der medizinischen Literatur
mehrfach enipfehlencle Erwahnung gefunden. Die Vorziige
lieses nach D. R. P . 248683 bzw. 286517 dargestellten
Praparates beruhen darin, daB es langsain und kontinuierich aktiven Sauerstoff abspaltet ; hervorgehoben wircl
iainentlich auch die stark desodorierende und austrocknende
Wirkung des Leukozons sowie seine Eigenschaft, die Wundieilung erheblich a b z ~ k i i r z e n ~ ) .
-
D. Med. Wochenschr. 41, 487; 860 [19151.
Deutsche Zeitschr. f. Chirurgie 133, 344 ff. [1915]; Munchn.
ned. Wochenschr. 62, 859, 860 [1915]; Wiirtt. nied. Ko~r.-Blatt
1915, Nr. 21; Med. Klinik 11, 1031 [1915]; D. Med. Wochenschr. 41,
lG2 [1915!.
3) Berl. Klin. Wochenschr. 52, 941 [1915].
4) Apotheker-Ztg. 30, 156, 1S2 [1915]; Angew Chem. 28, 11,
1)
2)
174 [1915].
5 ) D. Med. Wochenschr. 41, 461 [1915]; Med. Klinik 11, 6-15
19151; Berl. Klin. Wochenschr. 52, 665 [1915]; Miinchn. Med.
Vochenschr. 62, 1236 [1915].
90
Zernik: Die wichtigsten neuen Arzneimittel des Jahres
-
Uber den Wert einer Trinkwassersterilisation im Felde
durch chemische Mittel sind die Ansichten noch geteilt;
vielfach wird dem einfachen Abkochen des Wassers der
Vorzug gegeben. Will man aber eine Xterilisation durch
Chemikalien gelten lassen, so ist wohl das D e s a z o n
(Bayer) als das nach den derzeitigen Erfahrungen hierfur
geeignetste Mittel anzusehen.
Es ist bekannt, da13 sich init Chlorkalk eine vorziigliche
Trinkwassersterilisation erzielen 1a13t ; als storend wurde
dabei nur der Geruch und Geschmack des iiberschiissigen
Chlorkalks empfunden. Nach D. R. P. 2606535") ist es gelungen, dem abzuhelfen. Zur Verwendung gelangt eiri '75%iger Chlorkalk, von dem schon 0,2 g geniigen, um in 1 1
Wasser alle pathogenen Bakterien abzutoten. Der uberschussige Chlorkalk wird dann durch Zufiigung von 0,35 g
Ortizon (Wasserstoffsuperoxyd-Harnstoff) zerstort im Sinne
cler Gleichung
[an&E2:Et*e.
19x5.
sichtbar nnd nicht fettend ; aul3er zu Quecksilberkuren
leistet er auch als Ungeziefermittel gute DienstelO).
C i t o b a r y u m (Merck) ist ein ,,an spezifisch leichte
Korper angekittetes" und infolgedessen in Mischung mit
schleimigen Vehikeln nicht so leicht sich absetzendes reines
Bariumsulfat fiir die Rontgentechnikll).
Als neues polytropes Jodpraparat verdient das A 1i Y a 1
(Hochst) Beachtung. Es ist Joddihydroxypropan,
CH,J
*
-
CH OH * CH,OH ,
steht also chemisch dem Jothion der Elberfelder Farbenfabriken - Dijodhydroxypropan - nahe, ist aber nicht
wie dieses eine Fliissigkeit, sondern stellt bei 4 8 4 9 "
schmelzende, in Wasser wie in fetten alen leicht lkliche
Krystalle dar. Alival hat vor dem Jothion den Vorzug,
daI3 es sich leicht und schmerzlos injizieren llBt ; im ubrigen
kann die Anwendung auch innerlich, ebenso als Einreibung
erfolgen. Es wird dem Alival nachgeriihmt, daB es nicht so
H,O, = CaC1,
H,O
0,.
CaOC1,
rasch ausgeschieden werde wie die Jodalkalien, und daB
Unter dem Namen D e s a z o n kommen besondere Feld- auch seine Verteilung in den einzelnen Organen eine vollpackungen in den Handel, die je 10 Glasrohrchen rnit 0,2 g kommenere sei ; Nebenwirkungen sollen ihm vollig fehlen.
Chlorkalk bzw. 0,35 g Ortizon und eine entsprechende Ge- Dosis 0,3 g mehrmals taglich oder 1 g intramuskullr1*).
brauchsanweisung enthaltens).
An neu auf den Markt gebrachten Gichtmitteln sei zuDaB im ubrigen rnit Mitteln zur chemischen Trinkwasser- nachst das A r t a m i n erwahnt, Phenylcinchoninsliure
sterilisation nach wie vor ein ziemlicher Unfug getrieben ,,Neumann" (Dr. Neumann & Co., G. m. b. H., Charlottenwird, sei beilaufig erwahnt ; im verflossenen Jahre wurde burg), rnit Atophan chemisch identisch, aber nach anderem
namentlich ein unter dern Namen K a t a c i d angepriesenes Verfahren hergestellt ; die Auslegung der Patentanmelderartiges Prhparat aus Wasserstoffsuperoxyd-Harnstoff dung ist zurzeit noch nicht erfolgt. Unter dem Namen
und Citronensaure als vollig unwirksam gebrandmarkt').
G e 1 o p o 1 (Pohl, Danzig) kommt das Praparat in Gelodu;Ihillich wie bei der Trinkdrassersterilisation gilt auch fur ratkapseln in den HandellS).
die Zwecke der Ungeziefer-, besonders Lausevertilgung im
Im H e x o p h a n (Hochst), der OxykarboxyphenylFelde die Hitze als das beste und billigste Vernichtungsmittel ; chinolinsaure,
und die Heeresverwaltung hat in ihren zahlreichen EntCOOH
lausungsanstalten die entsprechenden Folgerungen ge/\/\
zogen. Immerhin bietet sich fur wirklich brauchbare chemische Praparate hier noch ein weites Feld. Von d t n vielen,
mit mehr oder weniger Recht als wirksam empfohlenen
Mitteln verdienen Erwahnung das G 1 o b o 1 (Fritz Schulz jr.,
Leipzig) p-Dichlorbenzol, im Handel in Stoffbeuteln, und sol1 die Wirkung des Atophans durch den diuretischen Effekt
namentlich L a u s o f a n (Bayer), Cyclohexanon mit etwas der Salicylsaurekomponente unterstiitzt werden. Das PriiCyclohexanol (vgl. D. R . P. Anm. B 68720; Angew. Chem. 21, parat wird durch Kondensation von Acetosalicylsaure mit
II,405[1914]), im Handel als 20% Pulver und 20% Losung. Latin gewonnen und bildet. ein gelbes Pulver ohne Geruch
Lausofan wirkt stark abtotend auf Ungeziefer aller Art und Geschmack. Es wird in Gaben von 1 g 3-4 ma1 tag{Lliuse, Flohe, Wanzen) sowohl durch direkte Beriihrung lich bei Gicht und Rheumatismus empfoklen, in Form des
wie durch Dunstwirkung. Die Anwendung ist bequem, der leichter loslichen Natriumsalzes, C,, H, N 0 6 N a , 10H& ,
Geruch wird nicht als unangenehm empfunden ; schadliche auch zu Injektionen (0,5 g pro dosi).
Nebenwirkungen wurden nicht beobachtets).
A g u t t a n (Athenstadt & Redeker, Hemelingen) ist
Bei einem anderen Ungeziefervertilgungsmittel P 1 a - der von W o 1 f f e n s t e i n nach D. R. P . 28100713") herg i n , das, wie die Analyse ergab, im wesentlichen aus gestellte Orthooxychinoliiisalicylsilureester. Fur seine Einkieselfluorwasserstoffsaurem Natrium bestand, waren da- fiihrung war der Gedanke maBgebenc1, da13 die spezifische
gegen die Reizwirkungen so erheblich, daI3 sein weiterer Wirkung des Atophans im wesentlichen eine Funktion der
Vertrieb behordlich verboten wurdeg).
Chinolinkomponente sei, und daB das o-Oxychinolin, als einEs sei an dieser Stelle auch des P u l v i s f 1 u e n s fachster Vertreter der Chinolinreihe, diese Wirkung ebenfalls
h y d r a r g y r i (W. Mielck, Hamburg) gedacht. Nach haben miiBte. Wie B r u g s c h und W o l f f e n s t e i n
U n n a ist das fiir die Wirkung der grauen Quecksilbersalbe feststellten, besitzt das o-Oxychinolin tatsachlich die beiden
Wesentliche die teilweise Oxydation des Quecksilbers zu Wirkungen des Atophans, sowohl die ,,mobilisierende", d. i.
Oxydul bzw. Oxyd und zu Oleaten; diese Verbindungen die Vermehrung der Ausscheidung fertig gebildeter Harniibertragen dann immer weiter Sauerstoff auf neues Queck- saure, wie die ,,hemmende(' auf die Bildung der Harnsiiure;
silbermaterial. Danach ist also fiir die percutane Anwendung es erwies sich aber gleichzeitig als zu giftig fiir therapeutische
von metallischem Quecksilber die Herbeischaffung von Verwendung. Diese Giftigkeit fehlt dem Salicylsaureester des
lose gebundenem aktiven Sauerstoff von Wichtigkeit oder Oxychinolins, von dem Tagesdosen von 3 - 4 g und mehr,
von vie1 Luft, deren Sauerstoff dann aktiviert werden kann. auf Einzeldosen von O,&l g verteilt, ohne Nebenwirkungen
U n n a erreicht beides, indem er Lykopodium, das Prototyp vertragen wurden ; die Wirkung dieses Praparates erstreckt
der durch ihren hohen Luftgehalt ausgezeichneten ,,Gleit- sich nach den genannten Verfassern nur nach einer Richtung,
puder", mit Terpentinol, dein vorzuglichen Katalysator des auf die Hemmung der Harnsaurebildung ; sie betrachten
Luftsauerstoffs, impragniert und das erhaltene PuIver mit dies als einen Vorteil, da die beiden konkurrierenden Reek33l/,yO metallischem Quecksilber verreibt. Dieser Pulvis tionen auf den Purinstoffwechsel zu Komplikationen im
fluens hydrargyri ist leicht auf der Haut verreibbar, kaum therapeutischen Erfolg fihren konnten 14).
+
+
+
+
Angew. Chem. 26, 11, 462 [1913].
Hygien. Rundschau 273 [1915]; D. Med. Wochenschr. ,41,
1127 [1915];Pharm. Zentralh. 1915, Nr. 20.
7 ) D. Med. Wochenschr. 41, 536 [1915]; 42, 98 [1916].
8 ) D. Med. Wochenschr. 41, 861, 1464 119151; Med. Klinik 11.
645 [1915].
9) Bed. Klin. Wochenschr. 52, 552 [1915]; Apotheker-Ztg. 90,
296 u. 390 [1915]; Angew. Chem. 28, 11, 431 [1915].
ja)
6)
Dermatol. Wochenschr. 1915, 337 ff.
D. Med. Wochenschr. 41, ,768[1915].
D. Med. Wochenschr. 41, 648 [1915]; vgl. rlngew. mom.
28. 11, 486 [1915].
13) Med. Klinik 11. 1211 r19151.
13;) Angsw. Chern. '28, 11,-18[i915].
14) Red. Klin. Wochenschr. 52,157[1915];Therap. d. Gegenw. 56,
241 ff. [1915].
10)
11)
12)
Aufeatzbil.
29. Jahrgang 1916.1
Zernik: Die wichtigsten neuen Arzneimittel des Jahres
Ebenfalls von W o 1 f f e n s t e i n stainmt das nach
D. R. P. 289 00115) hergestellte T o r a m i n (Atherlstadt
.B; Redeker, Hemelingen), das Ammoniumsalz des Malonsiinretrichlorbutylesters
/
H&/\
,COO * NH,
'coo
*
CH,
dCC1,
'CH,
Toramin soll in Dosen von 0,l g 5 - 6 ma1 taglich hustenstillend wirken, ohne die Nebenwirkungen der Opiate zu
besitzen15').
B a 1d r i a n o 1 (Dr. A. Voswinkel, Berlin) ist Isovaleryla r b a m i d , also ein entbromtes Bromural, weiRe Krystalle
vom Fp. 193", ohne Geruch iind Geschmack. Es soll in Dosen
von 0,5 g als Sedativum wirken. Der Korper ist in der Literat u r nicht neu, und S a a m hatte bei der Einfiihrung des
Bromurals bereits darauf hingewiesen, da8 die halogenhalti,gen Valeriansaurepraparate etwa doppelt so stark wirkten
wie die halogenfreien.
Auf dem Gebiet der Opiumalkaloide und Opiumpraparate sind verschiedene Neuerscheinungen zu verzeichnen.
Sowohl Dihydromorphin wie Diacetyldihydromorphin
.zeigten bei der klinischen Priifung insofern Vorzuge vor den
nichthydrierten Verbindungen, 'ale eine Gewohnung hi
ihnen weniger leicht erfolgte. Das Dihydromorphin lieB sich
wegen seiner Reizwirkungen auf den Magen nur als Injektion anwenden, das Diacetyldihyclromorphin aber wurde
aiich innerlich reizlos vertragen und gelangt nls I? a r a 1 a u d i n (Knoll) in den Handel. Dosis 0 , 0 1 4 , 0 2 pro dosi,
also mehr wie Heroin!16)
Die Einfiihrung einer Reihe Konkurrenzpraparate des
Pantopons ist nicht ohne politischen Beigeschmack, insofern,
als die dieses Praparat darstellende schweizerische Firma
in den Geruch deutschfeindlicher Gesinnung geriet und
demzufolge mancherlei Angriffe iiber sich und iiber ihre
Praparate ergehen lassen mu13te17).
So ersetzten beispielsweise die Wiirttembergischen
Krankenkassen das Pantopon durch das bereits 1914 eingefiihrte L a u d o p a n H a a s , das laut Deklaration Codein,
Morphin, Narcein, Narcotin, . Papaverin und Thebain als
wasserlosliche mekonsaure Salze enthhlt ; es sind also nicht
alle Opiumalkaloide im Laudopan vorhanden. Da13 Laudopan
,,die Losung des Opiumproblems" bedeute, ist freilich eine
recht kuhne Behauptung des Prospektv ; das Mittel hat nicht
einmal Anspruch auf Originalitat, cla es lediglich die Ideen
des Pantopons, des Narcophins und des Laudanons zu komebinieren sucht la).
G 1 y c o p o n (Chem. Fabrik Nassovia, Wiesbaden) soll
die Gesamtalkaloide des Morphins als Glycerophosphate
aenthalten - die Darstellung ist laut Prospekt zum Patent
mgemeldet, klinische Mitteilungen aber fehlen iiber dieses
Mittel bisher ebenso wie iiber I 1 s o p o n (Dr. Voswinkel,
Berlin), das ,,die Gesamtalkaloide des Opiuins an Salzsaure
,gebunden" enthalten soll, also mit Pantopon identisch
ware.
Im Gegensatz zu diesen sich an das Pantopon mehr oder
weniger eng anlehnenden Praparaten stellt H o 1o p o n (Chem.
Werke vorin. Dr. H. Byk, Oranienburg) etwas wirklich Neues
dar. Holopon ist der erste Vertreter der Ultrafiltrate in der Medizin und zugleich das erste ohne weiteres zu Einspritzungen
verwendbare galenische Opiumvollpraparat. Mittels Ultrafiltration -Filtration durch eine diirine Kollodiummembran
unter Druck - ist es moglich gewesen, einen wasserigen
NOpiumauszug von den Ballaststoffen der Droge (Schleim,
Harz, Fett, EiweiBstoffen usw.) zu befreien, wie sie sowohl
in der alkoholhaltigen Opiumtinktur wie in dem trube
loslichen Opiumextrakt in reichlicher Menge vorhanden
:sind. Im Gegensatz zu diesen beiden Praparaten 1a13t sich
Holopon, eine Mare hellbraune Fliissigkeit, ohne weiteres
injizieren ; es entspricht in der Starke der Opiumtinktur,
10 Teile sind also = 1 Teil Opium. Ini Handel befindet es
sich auoer als Flussigkeit auch verarbeitet zu Tabletten und
Suppositorien. Die Wirkung ist eine rasch eintretende und
lange anhaltende volle Opiumwirkung. Die Dosierung ergibt sich aus dem O p i ~ m g e h a l t l ~ ) .
I m P o 1 y g a 1 y s a t (Burger-Wernigerode) ist die
Senegawurzel erstmalig in Form eines Dialysats gebracht
worden; bisher war man auf Dekokt und Extrakt angewiesen. Polygalysat soll , 10-12 tropfenweise genommen,
als Expektorans dienen 20).
Das schwedische D i g i t o t a 1 - nebenbei gesagt das
einzige neue auslandische Praparat, iiber das im Berichtsjahr
ein Originalartikel in der deutschen meclizinischen Fachpresse erschien - sol1 alle Glykoside der Digitalis enthalten,
aber kein Digitonin. Nahere Angaben uber die Gewinnung
fehlen. Aus den vorliegenden Mitteilungen 1a13t sich schlie13en, cla13 es sich hier um ein Praparat von der Art des Digalens bzw. des Digifolins handelt 21).
T h e a c y 1 o n (Merck), das nach D. R. P. 252 641 hergestellte Acetylsalizoyltheobromin
OC * C,H,
16)
21)
18)
OCOCH,
wird als dem Theocin in der Wirkung gleichstehendes Diureticum empfohlen. Im Gegensatz zu den bekannten Doppelverbindungen des Theobromins mit Natriuinsalicylat bzw.
-acetat besitzt das Mittel keinen unangenehmen Geschmack
und erzeugt auch keine Atzwirkung. I m Magen unloslich,
wird es erst im Darm in seine Komponenten gespalten.
Dosis : 3-8 ma1 taglich 0,5 g 22).
Das Hexal, primares sulfosalicylsaures Hexamethylentetramin, sollte die bekannte harndesinfizierende Wirkung
des Hexamethylentetramins mit der adstringierenden und
sedativen der Sulfosalicylsaure verbinden. Es zeigte sich
aber, daB in medizinalen Dosen die erstgenannte Wirkung
zu wenig zur Geltung kam. Deshalb wird neuerdings als
N e o h e x a 1 (Riedel) das sekundare Salz in den Handel
gebracht, in dem 2 Mol. Hexamethylentetramin an 1 Mol.
Sulfosalicylsaure gebunden sind. Dosis : 3-6 ma1 taglich
1 g. Dem Mittel wird gegeniiber dem Hexal auch bessere
Bekommlichkeit nachgeriihmt.
T e s t o g a n (Dr. G. Henning, Berlin) ist nach Angaben
des Darstellers ein von Lipoiden und EiweiB hefreiter steriler Auszug aus Stierhoden (400y0ig), T h e 1 y g a n ein
ebensolcher aus Kuhovarien ; beiden ist je 1/2yoYohimbin
zugesetzt. Die Anwendung dieser Praparate gegen sexuelle
Insuffizienz soll nach I w a n B 1 o c h zwar langere Zeit
in Anspruch nehmen, aber meist einen nachhaltigen Erfolg
verhiirgen. Zu einer Kur sind erforderlich 40 Injektionen von
je 2 , l ccm oder 60-70 Tabletten, entsprechend je 4 g
frischer Driise und 6 mg YohimbinZ3).
Nur dem Namen nach sei hier G y n o r m o n (Dr. H.
Wolff, G. m. b. H., Elberfeld) erwahnb, ein Ovsrialpraparat,
wie schon viele andere im Handel sind; M e n o g e n heifit
dasselbe Mittel in Kombination mit Arsenmetaferrin. Beide
PrLparate sincl zur innerlichen Darreichung bestimmt.
Das Bestreben, das Salvarsan immer weiter auszubauen,
fuhrte zum S a 1 v a r s a n - N a t r i u m (Hochst). Seine
Einfuhrung ist darauf zuriickzufuhren, daB verschiedene
Kliniker sich rnit dem neutral reagierenden Neosalvarsan
nicht befreunden konnten, sondern das Altsalvarsan in einer
beim einfachen Auflosen sofort gebrauchsfertigen Form
haben sollten. Salvarsan-Natrium (Praparat 1206) ist das
19)
[1915].
D. Med. Wochenschr. 41, 846 [1915].
Miinchn. Med. Wochenschr. 62, 1708 [1915].
Miiachn. Med. Wochenschr. 61, 2129 r19141.
*
I
16) Angew. Chem. $9, 1
1, 7 [1916].
I S a ) Bed. Klin. Wochenschr. 5.2, 873
17)
91
1915.
=
-0)
22)
23)
Berl. klin. Wochenschr. 53, 36 [1916].
D. Med. Wochenschr. 41. 1523 [1915].
Therap. Monatsh. $9, 611 [1915].
Munchn. Med. Wochenschr. 62, 1108 [1915].
Med. Klinik 11, 215 [1915].
92
-_.. -
- -.
.
-
See1 und Sander: Beitrage zur Kenntnis militarischer Ausriistungsgegenstde.
Dinatriumsalz des Altsalvarsans. Man gewinnt es dnrch
Umsetzen dieses letzteren mit Natriumhydroxyd und isoliert
es aus der Lasung durch geeignete Fallungsmittel. Es ist
wie Salvarsan ein goldgelbes Pulver, gegen Luftsauerstoff
ebenso empfindlich wie jenes. Zur Anwendung wird es in
0,4%iger Kochsalzlosung gelost. I m ubrigen gelten fiir Salvarsan-Natrium alle die VorsichtsmaBregeln, die bei Salvarsan selbst zu beachten sind. Es ist hauptsachlich zur intravenosen Injektion bestimmt 24).
An neuen Darmadstringenzien ist zunikhst zu nennen
E t e 1 e n (Bayer), Trigallacetol bzw. Gallussauretriacetylathylester [D. R . P. 279958%)], ein weiBes, geschmrtckfreies
Pulver, das vor dem Tannigen, Diacetyltannin, nicht nur
den Vorzug der Tropenfestigkeit besitzen, es vielmehr auch
in der Stirke der Wirksamkeit ubertreffen solla5").
Ferner N o v e n t e r o l (Dr. W. Wolff, G. m. b. H.,
Elberfeld), das Aluminiumsalz einer TannineiweiBverbindung. Das Deutsche Arzneibuch verlaiigt von seinem
Tanninalbuminat (Tannalbin), daB bei der kiinstlichen
Magenverdauung nicht iiber 50% gelost wiirden. Noventerol
wird dem gegeniiber nach B a c h e m vom Magensaft nur zu
20% angegriffen; im Darmsaft lost es sich vollig auf; die
Aluminiumkomponente soll die adstringierende Wirkung des
Tanninalbuminats noch unterstutzen %).
Die Behandlung von Darmaffektionen mit adsorbierenden Substanzen erfreut sich steigender Beliebtheit. Bolus,
frisch gefalltes Aluminiumhydroxyd, Tierkohle, amorphe
Keselsaure sind fiir sich oder in den verschiedensten
Kombinatioiien miteinander empfohlen und als Spezialitaten in den Handel gebracht worden.
Bei der Tierkohle mu13 freilich besonders darauf geachtet
werden, daB genugend gereinigte Praperate zur Anwendung
kommen, da nur solche genugende Adsorptioilskraft besitzen. Solche besonders gereinigte Praparate sind z. B. im
Berichtsjahre als C a r b o a n i m a 1 i s M e r c k und
C a r b o v e n t (osterr. Verein. f. chem. u. metallurg. Produkte, Wien) auf den Markt gekommen.
Uber P a n k r o f i r m Dr. S c h e e r i n e s s e r (Miinchener Pharm. Fabrik Miinchen), ein ,,an naturliches MilcheiweiB gekuppeltes Pankreaspraparat, frei von Tannin und
unerwiinschten Nebenwirkungen", fehlen einstweilen noch
klinische Mitteilungen. Der Prospekt legt grol3en Wert auf
die Abwesenheit des Tannins, das die Pankreatinwirkung
beeintrachtige - das bedeutet also ehien indirekten Angrjff
auf das bekannte tanninhaltige Pankreon der Rhenania.
Die Darreichung loslicher Kalksalze wird neuerdings
zur Erzielung eines lebhafteren Stoffwechsels vielfach empfohlen. Diese Calciumtherapie fuhrte zur Schaffung zahlreicher Praparate und Spezialitaten. Es seien hier genannt
G l y k a l z i u m e f f e r v e s c e n s R i t s e r t (Dr. Ritsert,
Frankfurt a. M.), ein Brausesalz, in dem eine Chlorcalciumlactoseverbinclung enthalten ist"), und I< a 1 z a n (J.A.
Wulfing, Berlin), 0,5 g schwere Tabletten aus CalciumNatriumlactat %).
Zu den bisher genannten Mitteln, die einen mehr oder
minder groBen Anspruch auf Originalitat besitzen, kommen
nun noch verschiedene, die als Ersatz von Praparaten und
Arzneispezialitaten des feindlichen Auslands bestimmt sind.
So bringt die Firma Heyden z. B. an Stelle der franzosischen
Tiodine ein J o d a t h y l - T h i o s i n a m i n in den Handel und a n Stelle des noch zu erwahnenden Enesols ein
H y r g a s o 1; auch fur Electrargol Clin und die Clinschen
Kakodylate wurden verschiedene deutsche chemisch identische Praparate herausgebracht.
Mehr Interesse diirften die C o m p r e t t e n bzw. A m p h i o 1 e n M B K verdienen, sie sind als Ersatz der von
Burrough, Welcome & Co.in London hergestellten bekannten
,,Tabloids" oder Ampullen gedacht, die sich ihrer praktischen
und ansprechenden Form und Aufmachung halber bei uns
24) Ivliinchn. Ned. Wochenschr. 61, 177 ff., 612, 1707 [1915];
D. Med. Wochenschr. 41, 335, 1301 [1915]; Berl. Kl h . Wochenschr.
52, 400 [1915]; Apotheker-Ztg. 30, 103 [1915].
2 5 ) Angew. Chem. 27, 11, 689 [1914].
26O) Miinchn. Med. Wochenschr. 62, 1745 [1915].
26) Med. Klinik 11, 808 [1915].
2 7 ) Therap. Monatsh. 29, 293 [1915].
28) h t l . Rundschau 1915, Nr. 35.
[ang%%E2Lte.
groBer Beliebtheit erfreuten. Die Firmen Merck, Boehringex
und Knoll, die diese Zubereitungen gemeinsam in den Handel
bringen, haben sich hides nicht auf die gebrauchlichsten
entsprechenden Praparate von Burrough, Welcome & CQ.
beschrlnkt, sondern haben fortbauend noch eine ganze Reihe
anderer Praparate in jener bequemen Aufmachung herausgebracht. 81s neu seien hier z. B. die zum Auflutschen bestimmten C h 1 o r c a 1 c i u m k o m p r e t t e n genannt,
die eine angenehme Darreichung dieses ubelschmeckendeii
Brzneistoffs bei Heufieber ermoglichenB).
Es mutet demgegenuber eigenartig an, zu sehen, wie sich
das feindliche und zum Teil auch das neutrale, von der
cleutschen Zufuhr abgeschnittene Ausland bemiiht, dem
Mange1 an deutschen Arzneipraparaten abzuhelfen. In
der Fachpresse und auch in den Tageszeitungen ist zur Genuge dariiber berichtet worden, zu welchen Auswuchsen
dieses Bestreben gefuhrt hat, wie z. B. statt Acetylsalicylsaure doppeltkohlensaures Natrium, statt Salvarsan gefarbtes Kochsalz oder bestenfalls gefarbtes kakodylsaures
Natrium untergeschoben wurde.
Bedenkt man freilich, daB ein recht hoher Prozentsatz
,,normaler" auslandischer, namentlich franzoAischer A m e i praparate und Spezialitaten seit Jahr und Tag falsch deklariert unter bewuBt falscher Flagge segelte 3 0 ) , so erscheinen
solche Entgleisungen minder erstaunlich. Erst unlangst
wurde z. B. wieder das bei uns friher ziemlich oft angewandte
E n e s o 1 (Clin) entlarvt : der angebliche saure Salicylsaureester der Arsensaure erwies sich als ein Gemisch aus methylersinsaurem Natrium mit Hydrargyrum salicylicum ; der
Quecksilbergehalt betrug noch nicht clie Halfte des angegebenen 31).
Es besteht aller Grund zu der Annahme, da13 das Abhangigkeitw-erhaltnis des Auslands vom deutschen Arzneimittelmarkt auch nach den1 FrieclensschlnB weiter bestehen
bleiben wird. Selbst gesetzt den mehr als unwahrscheinlichen Fall, daB es dem Ausland gelingen sollte, sich wahrend
des Krieges durch Einrichtung eigener Fabrikation in chemisch-pharinazeutischen Pr&paraten von uns unabhangig
zu machen, so bleibt doch kaum ein Zweifel, daB unsere uberlegene Technik in kurzer Frist diese auslandischen Produktionsstatten uberholen und aufs neue aus dem Felde schlagen.
[A. 8.1
wird .
Beitrage zur Kenntnis
militariseher Ausrust8ungsgegenstande.
Von Dr. EUQEN
SEELund Dr. ALBERTSANDER
in Stuttgsrt.
(Eingeg. Za./l. 1916.)
XI. Chemische und physikalische Untersuchungen Peldgraner
Sommerstoffel).
I m letzten Sommer sind von der Militarverwaltung neben
den herkommlichen feldgrauen Tuchen auch feldgraue
Sommerstoffe aus Baumwolle fur die Sonimeruniformen
zugelassen worden.
Spater wurden diese baumwollenen Bekleidungsstiicke
ausschliefilich als leichte Arbeitsanzuge an Stelle von Drillich an die Bekleidungsdepots ins Feld ausgegeben. Die
Lieferungsbedingungen fiir diese Stoffe seien zur rascheren
Orientierung hier kurz angefiihrt.
Das GePFicht des lsufenden Meters ist fiir die Breite von 70 cm
auf 325 g beim Hosenstoff und auf 210 g beim Rockstoff festgesetzt.
Bei doppelter Stoff breite wird dementsprechend das doppelte Gewicht verlangt.
Bei beiden Stoffarten soll die gleiche Garnnummer (24/2) fiir
die Kette vermendet merden. Fiir den SchuB ist beim Hosenstoffi
die Garnnummer 12, beim Rockstoff die Nummer 10 vorgeschrieben.
Beide Stoffarten sollen auf der linken Seite des angenehmeren
Tragens megen leicht angersuht sein, urn sie etwas nilrmer und
Miinchn. Med. Wochenschr. 62. 912 [1915j.
Vgl. D. Med. Wochenschr. 41, 501 f19151.
31) Pharm. Ztg. 60, 724 [1915].
1) I. Chemische und mikroskopische Untersuchungen feldgraBer
Tuche. Angew. Chem. R8, I, 1457-1463 119151.
29)
30)
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