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Die Winkelverteilung bei der Streuung langsamer Elektronen an Gasmoleklen.

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756
D i e Winbelverteilzcng hei der Streuunq
Zangsamer Elektronem an Gasnzolebulew
Ton C. Rarnsazcer zcnd R.KoEZath
(Aus dem Forschungsinstitnt der AEG.)
(Mit 9 Figuren)
Uher die Winkelverteilung bei der Streuung langsainer
Elektronen an Gasmolekulen ist noch wenig bekannt.]) Die bislierigen Untersuchungeii auf diesem Gebiet wurden entweder
fur liijhere Elektronengeschwindigkeiten durcligefuhrt*), oder
sie blieben auf den Spezialfall senkrechter Ahlenkung be~chrankt.~)
Da sich nach unseren Erfahrungen bei der Behandlung
dieser Frage fur alle Tinkelrichtungen bei geringen Elektronengeschwindigkeiten prinzipielle Versuchsfehler schp-er vermeideii
lassen, so hsben wir zunachst eine Methodik ausgearbeitet, die
nur eine nbersicht uber das Erscheinurigsgebiet gibt, anderer1) Anmerkung bei der Korrektur: Inzwischen ist eine ausfuhrliche
Arbeit von E. C. B u l l a r d und H. S. W. M a s s e y erschienen (Proc. Roy.
8oc. (A) 130. S. 579-590. 1931). Mit einer Dymond-Appsratur wurde
die Winkelverteilung von an Argonniolekulen gestreuten Elektronen fur
einen Winkelbereich von 15-125 O bei Elektronengeschwindigkeiten
zwischen 4 nnd 40 Volt aufgenommen. Die Ergebnisse lassen sich mit
den nnsrigen nicht direkt vergleichen, weil einerseits bei nnseren Versuchen die Ablenkungen unter sehr groBen Winkeln eine wichtige Rolle
spielen nnd weil andererseits der Schwerpnnkt unserer Arbeit bei kleinerer
Geschwindigkeit liegt als bei B u l l a r d und XI a s s e y. Die Resnltate
beider Arbeiten liegen aber in gleicher Richtung, d. h. sie weisen beide
auf Anomalien in der Winkelverteilung hin.
3 ) E. G. D y m o n d , Phys. Rev. 29. S.433. 1927; G . P. H a r n w e l l ,
Phys. Rev. 33. S. 559. 1929; D y m o n d und W a t s o n , Proc. Roy. SOC.129.
S. 671. 1939; F. L. A r n o t , Proc. Roy. SOC.126. S. 060. 1929; J. H.
Me. M i l l e n , Phys. Rev. 36. S. 1034. 1930.
3) IZ.Kollath, Ann. d. I’hys. 87. S. 259. 1928.
Winkelverteilung bei der Xtreuung langsamer Elektronen usw. 757
seits aber ohne allzu groBe Schmierigkeiten einwandfrei durchgefuhrt werden kann. Wir beschranken uns auf die Frage:
Welches Verh&ltnis besteht zwischen der ,,VorwBrts"- und
der ,,Ruck~~-~rtsstreuung"
langsanier Elelitronen a n Gasmolekiilen?
MaBsYabliches Schema der Versuchsanordnung
Fig. 1
Apparative Definition von ,,VorwSirts"- und ,,Riickwarts"-Streuung
Fig. 2
Versuchsapparatur
Die gewiihlte Apparatur ist in Fig. 1 schematiscli iin
Schnitt dargestellt (Zylindersymmet.rie um S-X). Die Elektronen werden von einer Oxydkathoile G geliefert, die auf
negativem Potential gegeniiber dem Ge&use W liegt. Sie
durchlaufen ein Blendensystem B1, B,, R,, B,, nnd werden
dann nach Durchquerung des R,aumes S vom A4uffangkkBfigA
aufgenommen. Die im Raum S an Gasinolekiilen gestreuten
758
C. Ramsauer u. R. I<ollath
Elektronen gelangen anf die Suffangzoiien T', M , R. l>ic - h i ordnnng ist in bezug auf V wid R riillig syinmet'risch gehaut,
uni die auf I' urid R gelmgenclen Elektronenmengen direkt
vergleiclien zii kiinnen. Der Qnotient V / R ist dann das voii
iins gesuchte Verliiiltnis der ,,Toi-w\-iirt
sstreunng" z u r ,,lZiickn%rtsstreuiingiL, (lurch Tyelches die Richtungsrerteilung der gestrenten Elektronen im grohe,n charakt'rrisiert Tvird.
I n Fig. 2 ist auf Grund cler geoniet'risclien T'erhiiltiiisse
tler T'ersnchsanorrlnung dargestellt, wie (lie St,reiiung ilcr Elektronen durcli die Apparatur erfltI3t Tvircl. Die s h r k nusgexogene Linie gibt an, welclier Prozentsatz tler in einer bcstimrnt,en Richtung langs der Streustrecke gestreihn Elektronen zur Auffangung gelangt. Dieser Proxentsatz betriigt
fiir die ,,Vor~\-Krtsstreuung" riadl Fig. 2 in cler lOn--Ric1itnng
92 Proz., in der ZOO-, 3V-, 40"-R~icht.uiig100 Proz., iii tlrr
50"-Ric,htung 70 Proz., in der 60°-12ichtung 40 Proz., in der
S0°-12ichtuiig 15 Proz. unil in der SO"-, 90°-Riclitnng 0 Proe.;
Air die ,,RiickT~~rtsstrenun~"
gilt das glekhe fiir die witsprechentlen Siipl'le7neritT\-inkel.1)
Bei deni Rzu dcr T'ersuclisaiiorclniiiifi xvurck in crster lliriie
weitgeliende Syiiinietrie in bezug aiif V uid h: a,ngestrel)t.*) I )er dnffmgkiifig d n-urde geniigeritl tief ausgebildrt , so clnlS
jeiles Zariiclikehren voii Elektronen aus ihni lieraus UII1) Bei weiterer Verwertung von Fig. 2 ist zii hedenken, dxCj die
:lhsolnte Menge der gestreuten Elektronen (ails Rauiirwinkelgrunden)
vom Streawinkel selhst abhlngt. So verhalten sich z. 1J. I)ei gleicher
Vrinkelierteilnug die zwischen 39O nnd 41O und zwischrn 10° und 21"
gestreuten Elektronenmengen wie sin 40° : sin 20°, d. h. also wie 1 : 0,63.
Die Streuwinkel spielen demnach in der (:es:tiritverteiluna eine uin so
griiBere Rolle, j e griiBer sie sind.
2) Naturgem%B lieBen sich kleinere T'nsymmetrien nicht viillig
vernieiclen :
a) In Fig. 2 ist die Vorsussetznng geruacht, daB der Elektronensti ah1
in seiueui Verlanf gleichen Querschnitt behiilt.
1)) In Fig. 2 ist die Voranssetznng gemacht, daB der E1ektronenstr;thl
in seinein Verlanf gleic*he LntensitCt behblt.
c ) Ilie Blenden R, und E, htilrrn kein entsjircc.hmcies Gegenstiiek
in der iiffnung von A.
%ahlenindl3ig kiinnen sich diese Unsyirimetrien kauirl benierk11;ir
marhen, weil sie sich nur fiir Winkel in der KLhe von 0" nnd 180°
ma^ irken, deren l ~ a n n i w i n k e l g e ~ ~ i t an
~ h tsich
e gering sintl, und weil diese
t T n s jiiiiiietrien das Itesulht nicht alle irn gleichen Sinne beeinflussen.
W~i~nkelverteilufig
bei der Streuung langsamer Elektronen usto. 759
miiglich war. - Siiintliclie Tnnenteile der dpparat.ur einschlieBlioh der Blenden B, bis B, waren mit einer gleichni8Bigen RuBschicht iiherzogen, urn Eeflektionen an Metallteilen und Kontaktpotentialdifferenzeii z u veriiieiden. - Der
Klektronenstrahl wurde durch zvei Magnetspnlen so jastiert,
daB er im Vakuum vollstiindig von 8, aus nach A hineingelangte. Diese Justierung umfaBt erstens die Kompensation
des Erdfelcles und zweitens die Rornpensation aller kleineren
gwnietrischen oder niagnetisclien Stiirungen. - Die GriiBe des
Gasdruckes wnrde so niedrig gcwiihlt, daB die init,tlere freie
1Vegknge rnindestens 5 cni grol-l, cl. h. gleich den1 durc.hsclinittlic,Eien Gesanit\vege des gestreuten J3lektrons Ton B3 bis
zuin Aixffiinger V bzn-. R wnrrle. Dime MaBnahine vermeidet
Komplikationen clurch nochnialige Btreuung der Elektronen aid
clesii 1Vege nach li bzw. R.
Gang der Messung
I3evor wir (lie eigentlichen Mel-lergebiiisse bringen, sollen
kurz einige der wichtigsten Sngaben uber Einaelheiten der
Messung sowie ein Mel-lbeispiel gegeben werden.
Die E1~ktronengeschu;inaigkeitwurde clirekt aus Gegenspaniiungskurven bestimmt, uni das Kont.aktpotentia1 der Oxytlschicht gegen die RulSflache untl die Geschm-indigkeit,sverteilung
tler emitt.ierten Elektronen richtig in Rechnung zu setzen. Die
Kurven zeigten stets eine einwanclfreie Form (Fig. 3 a). Es
wurden hierbei alle Kafige, an ein Elektronieter angesclilosseii
uiid auf die entsprechenden Gegenfeltler aufgeladen. Die benutzten Gluhkathodeii lieferten bis au sehr kleinen Elektronengeschwindigkeiten (unterhalb 1 T'olt) noch gut definiert,e Strahlen.
Die Streumessungen selbst wurden griiDtenteils mit zwei
Elelitrometern ausgefuhrt, n-obei das eine niit einem der beitlen
Aut'fangzonen V oder R, das andere wit tleru Auffangkiifig A
und dem Rest der Kugelfiiiche verbunden 1var.l) Da die zu
vergleichenden Elektronenniengen sehr versc'hieden groB ~varen,
m r d e an clas die Gesairitmenge snessende Elektrorueter einc
griiDere Zusatzkapazitiit C niit angcschaltet, die seine Mengenempfindlichkeit stark heralmetzte. Wir bezeiclinen iin folgenden
1) M konnte nnch an das Elektroiiieter iiiitangeschaltet werden,
was in Fig. 1 der Ubersichtlichkeit wegen iiicht eingezeiuhnet ist.
C. Ramsauer u. R. Iiollath
760
dieses Gesarntauffiingersystern mit 2 K. T i e Tab. 1 xeigt,
wiril die zur Rtreumessnng zur Verfiigung stehende Gesanitiiienge irnmer auf etwa 10 Skalenteilen gehalten. Eine solche
bestinimte GriiDe der Aufladung von 2 . K lieB sich mit Hilfe
eiiier Magnetspule erreichen, die den Btrahl so stark ablenkte,
tlaB keine Elektronen rnehr durcli die Rlende B3 hindurchtreten konnten, die also im geeigneten dixgenltlick n ie eine
S r t TTerschluBwirkte. Influenzlaclixngen, die sicli niir 1)eidein mit
Gegcnfcld in Volt -+
Gcgenspannungskurve
(Strahlgeschwindigkeit 2,45 Volt)
Druck in
mm Hg -+
Abhangigkeit der auf V baw. R
gcstreuten Mengen vom Gasdruck:
,,Drtcckge~ader~,"
a)
bi
3lclheispiel in Helium
Fig. 3
I'bzn. Iz verlmndenenElektronietrr 1)emerkharmachten'), lionntcw
leiclit durch Erdung des Eli-Eleldrometers vor der Aldesung
des 8-bzw. R-Elektrometers unschiidlich gemacht merdrn.
Rei konstantem Gasdruck wurden nun Messungen alrmechselnd an V iind an R durchgefuhrt, dann wurde ein neiier
konstanter Gasclruck eingestellt nnd die Messung wiederholt.
Die Aufladung von V bzw. R, im folgenden ktirz als V bzw.
R bexeichnet, war hei lileinen Drucken den1 Gasdruck prol)ortional, wie die ,,Druckgerade" in Fig. 3 b zeigt.3 Da auch
schon iin ,,Vakuum" einige gestreute Elektronen auf V bzw. R
1) Wegen dcr sehr verschiedenen ;\IengenenipfindIichkeit.
2) In Fig. 3 b sind a19 Ordinaten die (gcmittelten) Originalwerte in
Skt. cingetragen, im Gegensatz zu den Figg. 8 und 9, wo als Ordinaten
die reflektiertcn Mengen in Prozenten der Gesarritmenge angegehen sind.
Winkelverteilung bei der Streuung langsamer Elektronen usw. 76 1
gelangten (,,Vakuumwert"), mu8 V / R = tg q l t g ct2 gesetzt Ferden, wodurch bei konstantem Dainpfresiduum in der Versuchsapp aratur ein Fehler durch den ,,Vakuumwert" ausgeschaltet
mird. Der so errechnete VIE-Wert enthalt noch als Falctor
die verschiedene Iiapazitiit des Elektrometersystems bei Messung mit V und bei Messung mit R. Dieser Faktor A wurde
T a b e l l e 1.
Geschwindigkeit aus Gegenspannungskurve: 2,46 Volt
Mengenempfindlichkeitsverhaltnisse: R : V = 1:1,23
(mit Harmsschem Kondenaator bestimmt) 2 ' K : V = 1 : 24,4
2 K : R = 1 : 29,9
Strenmessun g
Gasdruck
in
I 0-4 inm H
me
Skt.
__
-
10,l
10,o
10,s
10,l
10,o
10,o
10,o
10,l
10,o
10,o
s0,o
10,o
10,o
10,o
10,o
10,1
-_
I0,O
10,o
10,o
10,o
I0,O
10,l
10,o
32,2
"0
,,Vorwartsstreuung" ( V )
Skt.
100
100
100
10,s
~
50,3
10,l
10,o
10,l
10,o
10,o
10,s
10,o
10,o
100
T,9
7,1
T,2
7,(i
,,Ruckwartsstreuung" (R)
Skt.
762
C. Ramsauer u. R. KToblath
iiiit Hilfe eines Harm ssclien Kondensxtors hestiinint. In c h i
IrleBergebnissen des nachsten Abschnitts ist cler V/R-Wert auf
gleiclie Kapazit&t umgerechnet. Der so erhaltene Xert wird
in1 folgenden ,,Streuverhkltnis" genaniit und niit [ V / R ]bezeichnct.
Das zix Fig. 3a, b zugeliiirige Reispiel fiir die Ausfiihrung
riucr Rtrtumessung zeigt Tab. 1 (S. 761).
Nit dieser Messung ist also ein Piinld tlcr Heliunikurve
gefimden:
Ortlinate : ,,Strenverh~~ltnis"
= 0,64.
Absziase: ~ l e k t r o i i e n g e s c h ~ v i n d i g=
i t 1,5,YVoIt.
MeDergebniase
Die in1 vorigen Sbschnitt beschricbene Streuiiiessuiig n nrde
fiir Elektronengeschwindigkeiten z x isclien 0,s VVoX und 51/Tolt
in den Gasen Helium, -4rgoi1, V'asserstoff durchgefiihrt. Die
Ergebnisse dieser Messungen zeig-en die Figg. 4-6.
h e r ilcr
Elektronengeschmindigkeit in VTolt als Shszisse ist cler Wcrt
ties ,,Streuverhllltnisses'b [VjR] aufketragm. [ V / R ]= 1 hetleutet dabei also, ganz grob gehlmchen, gleiche Streuuiig
nach vorwiirts und riickwYirts, [VjR] > 1 bedeutet Bevoricugung der ,,VorH iktsstreunng~'unci V /R < 1 Bevorzugung der
,,Kiich iiirtsstreuung".
Helium
Elektronengeschwindigkeit 3
I)as ,,Streuverliiiltnis" als Funktion der Elektronengeschwindigkeit
in Helium
x Kontrollniessnngen abweehselnd an He and Ar (vgl. Pig. 5)
Fig. 4
IYis&elvertcilu?ty bei der Streuung Zarrgsamer Elrktroncn usw. 763
4
3
:2
m
.4
U
i-
72
z
>
y
I
g-1 I
I
1
I
I
7
2
3
4
5
-
*L7
Elektronengeschwindigkeit
w
3
Dns ,,fitrenverh~~ltnislL
als Fnnktion der Elektronengeschwindigkeit
in Argon
x Kontrolhnessungen (xbwechselnd ewischen tiefen
nncl holien Gesclmindigkeiten nnd zwischen Ar und He)
Fig. 5
I
I
I
I
Elektronengeschwindigkeit
I
I
--f
Das ,,StrenverhGltnis" als Punktion der Elektronengeschwindigkeit
in Wasserstoff
x Kontrollinessung niit Vertanschnng der duffangzonen V und B
Fig. 6
764
C. Ramsauer u. R. Iiollath
Der Kurveiiverlauf des ,,Streuverhiiltnisse~~~
im ,,HeIiuill"
xeigt ewei Abschnitte :
a) ziiischen 1 und 3 f m ist [V/R] konstant und kleiner
als 1,
b) znischen 3 und 5 f E f i steigt [ V / R ] langsairi vom
M-ert 0,7 auf den qTert 2,0 an.
Argon
Der Karvenverlauf des ,,Str.euverli~~ltnisses"iin Argon
zeigt drei lbschnitte:
a) Zwischen 0,9 uncl 1,5
steigt [ V / R ] von einenr
Q-ert kleiner als 1 zu einem Maximum voin U'ert 2 an,
b) zwischen 1,5 und 2 , 7 5 f m fallt [ V / R ] vom U'ert 3
his zii einem Minimum VOM Wert 1,4 ab,
-_
c) znischen 2,75 und s f v o l t steigt [T'IR] erneut an.
Iler letzte Teil der Kurve ist gcstrichelt. Das Langsamer~verdrn iles L4nstiegs von etma 4 1 / V Z an braucht nknilich
iiicht unhedingt auf eine relativ kleinere ,,VorwBrtsstreunng"
bei diesen Elektronengescliwindigkeiten hinzuweisen; es liiiWt
sich auch dadurch deuten, da8 hier hauptsschlich schon sehr
kleine Winkel hei der Streuung bevorzugt werden, die die vorliegentle Spparatur nur ungeniigend erfaRt. Dasselhe gilt fiir
die bei 3fvo% einsetzende ahnliche Erscheinung in Rasserstoff.
Wasserstoff
Der TTert des ,, Streuverh3ltnissesl' [I7/ I21 setzt
11JlTlt mit dem tiefsten bisher gemessenen Wert von
eiii uncl steigt zunachst langsam, dann immer rascher
Wegen des gestrichelten Teils der Kurve Fei btiheren
schwindigkeiten vergleiche man das Ergebnis an Argon.
h i
0,5
an.
Ge-
Diskussion der MeBergebnisse
Anf Grund dieser MeBergebnisse lassen sich folgende Bussagen inachen :
1. Die drei hier untersuchten Gase verhalteiz sick i?a bezug
~ u die
f WinkeZverteiZu?zggunx indi&heZZ. Man hktte vielleicht
carwarten konnen, daB die ,,Streuverhiiltniskurvenbb aller Gase
gleicli oder in gewisser Weise verwandt geii esen a Siren.
Dies ist jedoch nicht der Fall. Die Kurven sind vielriiclir
It'inkelverteilung bei der Streuung laiigsawier Elrktronen usw. 765
Elektronengeschwindigkeit in
Helium
1/va -P
Argon
Vergleich des Iiurvencharakters von ,,Streurerhiiltnis"
nnd Wirkungsquerschnitt
,,Streuverhiiltnis"
Wirknngsqnerschnitt
-
---
Fig. 7
Druck x Wirkungsquerschnitt -+
];[
Abnahme von
Druck x Wirkungsquerschnitt -+
bei Zunahme der Elektronengeschwindigkeit
Reihenfolge der Messungen:
A
h
Fig. 8
2,72
766
C. Rnwi.sauer u. R. Kollrrth
niclit nur in der absoluten Hohe, sondern aiicli ini ('%arakter
so verschieden voiieinander, daW sie xuch bei event,ueller
Aiinderuug des Ahszissen- ocler Orc~inatemiiaWstnl~eskeiiie
Alinlichkeit riiiteinander zeigen wiirden.
2. Das unter 1. gennnnte individuelle Verlialten zeigt
keinen Zusammenhang mit dem T'erlauf d e r xuyeh.origen Wirkungsquers c7i nitt kurv en. Um den allg eni ein e 11 I<u rven cliaralrter
(nicht die Ordinateiihiihe!) vergleichen zu lionnen, sincl iiber tler
Elektronengesch\.;indigkeit in Fig. 7 neben den [V/R]-Knrvrn
der Fig. 4 und 5 clie Tv~,~irlni~i~syixerschnittkurven
uun Hnliiiiti
mid Argon aufgetragen: Besoiiders in Argon zeigen tlic. [1'/12]Kurve und die m'irkurigsyuersclii~ittkurve offensicht,ljch k ~ i n e
Beziehungen zueinander.
3 . Es bestelht die Jliiylichkeit, dab m i t zunehmerdcr
E'lektronengeschwindigkeit dns ,,Xtreuverhultnis" entysgeri der.
nllyerneinen. Regel abnimmt. Dieses Resultat', daB sich in
Argon iin Gesc'hwindigkeitsbereich von 1,5 bis 3,T
zeigt,
widersprach vollkoniinen unseren Erwartungen. TTir hielteii
deshalb eine nuchnialige sorgf Bltige Kontrolle fur angebracht,
indeni mir unter Eionstanthaltung_ _aller sonstigen Hetlingniigen
~clas ,,Streuverli~lt,nis'bfur 1,561JVolt uncl fiir 2,72vTolt ahwechselnd geniesseii haben (vgl. Fig. S).l) Es ergiht sich auWerhalb aller MeDfehler uiid in guter hereiiistimiiiung riiit den
bishe,rigeri MeBreihen, claW [1'/B] fiir die kleiiiere Voltgeschrrindigkeit gleich 2,0, fur die griiWere \-oltgescli~~indigkeitgleicli
1,4 ist. Ilas ,,Streuverh&ltnis" ist also tatsiichlich iiiit griiaer
H-erdender Qeschwindigkeit kleiner geworclen.
4. Die ,,Ruckwartsstreuung" knnn bei kleinen Elektyonen~
bcgeschwindigkeiten geyeniiber der ,, T ' o r w ~ r t s s t r e u u n g ~stark
worxugt werden. Bucrh dieses 12esultat, das hesonders deutlicli
in Wasserstoff hervortritt, karn nns iilnilicli wie das uiiter 8.
Genannte unerwartet. Da h i kleiristen Elektrorienjiesclic\-intligkeiten schon Kontaktpotentiale vun einigen Zehntel Volt clie
Krgebnisse stark beeiriflusseii konnten, glaubten wir iiach dieser
Richtung einen iiberzeugenden Kontrollversuch machen ZIX
l/\'aT
1 ) Uni den Yergleich miiglichst anschaulich z u machen, ist hier :tls
Abszisse der ,,in gleicher Weise wirksarne Gasdruck", d. h. Druck nlultipliziert niit dem der hetreffenden Geschwindigkeit zageh6renden Wirkungsquerschnitt gewiihlt.
niiissen. U'ir gilderten die dppamtnr so uni, dalj eine Vertauschung der heiden Auffangzonen 1' und R iniiglicli wurde,
uiicl erhielten hei der Messung die in Fig. 9 aiedergegelieneii
R e d t a t e : vijllige iibereinstimrniuig cler Krgehnisse vor untl
Druck x Wirkungsqnerschnitt +
l3evorzugung der ,,RiickwBrts-StreannglL
bei kleinsten Elektronengesc.liwindigkeiten
vor der Vertauschnng
nach der Vertausclinng
Fig. 9
nacli der Vertauschung. AuBerdem ist cler [V/R]-1Yert
nach Unihau urid neuer HeruBung der L4yqiaratur identisch init
dem friiher gemessenen Wert, Fvas schon an sich eine geniigencie
Bestgtigung darstellt. Bei kleinsten Elektronengeschwindiglreiten ist also die ,,VorwBrtsstreuung" in1 Wasserstoff tatsiichlich nur halb so groB wie die ,,RiickwBrtsstreuung'. iind ebenso
bleilit auch hei Helium und Srgun der Anfangswert des ,,Streuverh%ltnisses" unter eins.
Zusammenfassung
1. Es wird eine Apparatur angegeben, iiiit drren Hilfe
sich das Verhiiltnis der ,,Vorffartsstreuuiig" zur ,,Riickw$rts5treiiiung" beim duftreffen langsainer Elektroiieri auf neutrale
768
C. Ramsauer u. R. Kollath. Winkelverteilung usw.
Gasmolekule (kurz ,,Streuverhiiltnis" genannt) in ciner groben,
aher prinzipiell einxandfreien Fom erniitteln lgl3t.
2. Die M essungen
wurden bei Elektronengeschlt indigkeiten
__
von 1 bis 5)'Volt in den Gasen Helium, Argon, JT'asserstoff
clurchgefuhrt.
3. Die h'esultate dieser Messungen sind folgentle:
a) Die hier untersuchten drei Gase rerhalten sicli in 1)ezug
auf den Verlauf der ,,Streuverhaltnis"-4iurre ganz individuell.
b) Dieses individuelle Verhalten zeigt keirien Zusaninieiihang init dein Verlauf der Wirkungsquerschnittkurven.
c) Das ,,Streuverhaltnis" wkchst in den hier untersuchten
Gasen in1 allgemeinen mit wachsender Elektronengeschwincligkeit. Eine Ausnalirne macht die Argonkurve im G eschwindigkeitshereich von 1,5 bis 2 , 7 5 d m , wo das ,,Streuverh%ltnis"
mit M achsender Elektronengeschaindigkeit wieder sinkt.
d) Yei sehr kleinen Elektronengeschwindigkeiten (et-u,a
11/T%t) sirikt bei den hier untersuchten Gasen das ,,Streurerh%ltnis'* unter 1, d. h. die ,,Ruck~~artssti.euun~~b
wird gegeniilm der ,,Tori\Lrtsstreuung" bevorzugt. Dies tritt besontlrrs
cleutlich bei Wasserstoff hervor, wo das ,,Streuverh%1tnisiiden
Xrert 0,5 erreiclit.
~
(Eingegangen 11. 3Ilii-z 1931)
Druckfehlerberichtiguiig
In dem Aufsatz: W. M e y e r z u r C a p e l l e n , ,,Methode zur angenliherten Losung von Eigenwertproblemen . . .'( sind zwei Druckfehler
unterlaufen: I n GI. (9), Seite 323 mu8 das Pluszeichen durch ein Gleichheitszeichen und auf Seite 342, 13. Zeile von nnten mu6 v ? , ~durch v c o
ersetzt werden.
(Eingegangen 15. April 1931)
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