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Die Zerstrung von Untergrundbauten durch den Schwefel der Moorbden.

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29.AufsatetsiL
Jahrgang le16.]
Winkler: Bestimmung der freien Kohlensaure irn Wasser.
-
Kiihl: Zerstorung von Untergrundbauten
USW.
-
336
Enthalt das Untersuchungswasser in merklicher Menge
E i s e n , so kommt auch 1 ccm der schon f d e r (a. a. 0.)
empfohlenen S e i g n e t t e s a 1z 1 o s u n g zur Anwendung. Nach dem Hinzufiiqen der Seignettesalzlosung wird
.-
I
-
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-
-
Kolbenhals ist auoerdem die Raummenge von 1 ccm und die von 5 ccm
bezeichnet; die 5 ccrn sind in 'Ilo CCM
geteilt. Aus dem regelrecht beschickten Kolben wird das iiber der 100 ccmMarke stahende Wasser mittels des aus
der Zeichnung ersichtlichen Stechhebers entfernt; der diinne Stiel des
der erwahnten Marke reicht, wenn die
bauchige Erweiterung des Stechhebers
an dem Kolbenmund anliegt.
In den Kolben wird nun die.notige
Menge (1 ccm) Anzeigerlosung aus einem
Tropfflaschchen getraufelt ; die Ranmmenge wird am Kolbenhals abgelesen.
vorderhand nicht gemengt, sondern mit dem Stechheber
die Fliissigkeit wieder auf 100 ccm gebracht; die Bestimmung Wird d a m in beschriebener Weise ausgefiihrt, und dasl
Ergebnis um 1% vergrol3ert.
Zur Untersuchung von. kohlensaurereichem Wasser kann
ein Kolben mit etwas weiterem (10 ccm fassenden) Hake
Verwendung finden, oder eine doppeltstarke MeBfliissigkeit
genommen werden. - Quirlflaschen mit Stechheber konnen
von A. H u b e r , Budapest VIII, EszterhizystraBe 9, bezogen werden.
I m allgerneinen kann das beschriebene ,,Q u i r 1 v e r f a h r e n" mit Verwendung von in entsprechender Weise
genugend schwer gemachten Anzeigerlosungen und MeBfliissigkeiten besonders in solchen Fallen aIs mal3analytkches
Verfahren vorteilhaft Anwendung finden, wenn die zu untersuchende Losung durch Beriihrun mit der Luft sich verandert, wie z. B. die Losung von%,S, SO,, Ca(OH), usw.
Natiirlich kann das Quirlverfahren auch in der Form ausgefiihrt werden, daB man einen gewohnlichen MeBkolben benutzt, an dessen nicht zu engem Ifalse die Marke sich moglichst tief unten befindet; die Anzeigerlosung miBt man mit
einer Pipette ab, und die MeBflussigkeit tropfelt man ails einer
Biirette in den Kolben.
Z u s a m m e n f a s s u n g: Es wurde ein Bestimmungsverfahren der freien Kohlensaure im natiirlichen Wasser
beschrieben, welches besonders fur genaue Untersuchungen
an der Entnahmestelle bestimmt ist. Die verbrauchte Menge
der MeBfliissigkeit wird an dem mit Ein@ilung versehenen
Hake des zur Verwendung kommenden Kolbens abgelesen;
die notigen Liisungen werden in Tropfflbchchen mitge[A. 112.1
nommen.
,
Die Zerstorung von Untergrundbauten durch
den Schwefel der Moorboden.
Von Dr. HANSK 8 5 ,
Inhaber de3 eement- und m6rteltechnlachen Laborntoriums Dr. Wilh. Miehaelis,
Berlin-Lichterfelde.
(Eingeg. 22.p. 1916.)
ThornerhatinAngew.Chem.29,1,233[1916]einenAufsatz iiber dieses Thema veroffentlicht; in jener Abhandlung
werden fur den in Moorboden vorkommenden Schwefel zwei
verschiedene Formen angenommen, namlich 1. ,,unsch&dlicher Schwefel" in Gestalt von schwefelsaurem Kalk und
Magne3iasalzen und 2. der gefiirchtete sog. ,,reaktionsfahige
Schwefel".
Ohne auf die interessanten und zweifellos richtigen Ausfiihrungen von T h o r n e r uber den reaktionsfahigen
Schwefel einzugehen, glaube ich, darauf hinweisen zu miissen,
daB der in Form von schwefelsaurem Kalk und Magnesiasalzen vorhanclene Schwefel gegeniiber Untergrundbauten,
soweit dieselben in Zement hergestellt sind - und nur solche
kommen in fiage - keineswegs als unschiidlich bezeichnet
werden darf. T h 6 r n e r glaubt, daR Zerstorungen von
Zementbauten nur durch f r e i e Schwefelsaure hervorgerufen
merclen, und iibersieht, daR die Gegenwart loslicher Sulfate
f i i r Zementbanwerke sicher ebenso gefahrlich ist, wie die
freier Schwefelsaure.
Es ist eine anerkannte Tatsache, daR der Schwefelsauregehalt (Gipsgehalt) des Portlandzementes eine gewisse
Hohe, die von den Deutschen Normen mit 2,5% SO, angenonimen wird, nicht iiberschreiten darf, da der Zement
anderenfalls Gipstreiben zeigen wiirde. Des weiteren lehrt
die Praxis, daB Bauwerke aus Portlandzement, die anfanglich nicht mehr als die zulassige Schwefelsauremenge entphthalein, jedoch trat die Endreektion verfriiht suf, so daB die bisherigen Verbesserungswerte ihre Giiltigkeit verlieren; sie miiDten
East auf das Doppelte vergroaert werden. Als Anzeiger Tetrachlorphenolphthalein zu nehmen, ist also in diesem Falle unvorteilhaft.
M*
336
Jordis: Zur Auslanderfrage.
hielten, der Zerstijrung anheimfallen, wenn nachtraglich
roBere Schwefelsauremengen - auch in Form loslicher
bulfate - von auBen her in sie eindringen. Untersuchungen
von C a n d l o t und M i c h a e l i s , die in der Folgezeit
vielfach bestatigt wurden, haben gezeigt, daJ3 diese Zerstorungen durch die Bildung einer voluminosen, wasserreichen Doppelverbindung aus Tricalciumaluminat und
3CaS0,) hervorgerufen werCalciumsulfat (3 CaO,Al,O,
den. Da dieses ,,Calciumsulfoaluminat" sehr schwer loslich,
d. h. praktisch unloslich ist, so bildet es sich immer, wenn
losliche Sulfate mit kalkreichen Aluminaten zusammentreffen, und darum mu0 die Zerstorung des Portlandzementmortels wie durch die korrodierende Wirkung freier
Sauren, so auch durch das Eindringen von Sulfatlosungen
herbeigefuhrt werden.
[A. 100.1
+
Zur Auslanderfrage.
Von Prof. Dr. E. JORDIS.
(Eingeg. 17./7. 1916.)
Zufdlig las ich noch am letzten Tage eines Urlaubes
den Aufsatz von K a r l G o l d s c h m i d t in der Angew.
mir einige
Chem. 47, 230-233 [1916]. Dazu mogen
- Bemerkungen gestattet seih.
Das Verhiiltnis zu Ausliindern wird fiir alle Kriegsteilnehmer in den nachsten Jahren nicht ganz einfach-sein;
vielleicht werden wir auch in manchem anders empfinden,
a l s die in der Heimat gebliebenen. Von unseren Gegnern
sind die Franzosen unsere alten Erbfeinde, mit denen wir
aeit Jahrhunderten ab und zu aneinandergerieten; der
Kampf mit ihnen ist gewissermaBen in der Ordnung. Sie
haben ferner ein Volksheer wie mir, sind tapfere Leute,
leiden weit mehr als wir und diirften nach diesem Kriege
wohl eingesehen haben, daB die_Qgutschen ihnen endgultig
tiberlegen sind.
Ganz anders ist es mit den Engliindern, denen erbitterter
riicksichtsloser Kampf gilt, und fiir die wohl nirgendwo angenehme Gefiihle herrschen. Ihnen stehen die Italiener gleich.
Auch fiir die Neufralen sind die Gefiihle verschieden, je
nachdem ihr Verhalten auf die Art und Dauer des Krieges
gewirkt hat. Wer vor seinen Augen Kameraden von amerikanischen Granaten zerfetzt werden sah, wird auf lange Zeit
die Nahe von Amerikanern ablehnen; darunter werden auch
uns wohlgesinnte zu leiden haben. Aber auch bei den Angehorigen anderer Volker wird die Erinnerung bleiben, wie
sie'sich gegen Freund und Feind verhielten, wann sie ihr
Wohlwollen fiir Deutschland entdeckten, und welchen Preis
aie sich dafiir zahlen lieBen. Dabei wird vjelleicht manches
Volk, das jetzt seinen Goldschatz fidlt, spiiter finden, daB
doch schlechte Geschafte gemacht hat.
Wie lange solch allgemeine Gefiihlswerte vorhalten werden, ist abzuwarten; jedenfaUs entspricht aber dern Begriff
Ausliinder kein einheitlicher Inhalt. Ob sich die Frage, wie
sich der e i n z e 1 n e Deutsche gegen das Ausland selbst
verhalten wird, einfach beantworten liiBt, mochte ich stiirker
bezweifeln als G o 1d 8 c h m i d t. Hoffentlich bleiben die
goldenen Leimruten, welche nach dem Kriege unseren
~
Verlag von 0 t t 0 6 P a m e 1, Leipzig.
[ang%%E%Eie.
-
Technikern und Chemikern gelegt werden, w i r k u n g s
1 o s ; ob in alIen F a e n , ist mir leider fraglich; werden sie
doch untersttitzt durch die im Deutschen steckende Lust
hinaus in die Welt zu kommen.
Wichtiger als diese Dinge ist ein anderes, das die ganze
Auslanderfrage praktisch fiir die nachsten 4-6 Jahre regelt.
Seit Ausbruch des Krieges im Sommer 1914 sind bis Herbst
1916 vier Semester Zugang an Studenten ausgefallen, und
der Bestand von 1914 hat nur zum Teil sein Studium abschlieflenkonnen. Sollte der Krieg zum Wintersemester 1916
zu Ende sein, so wiirden 5 Semester Zugang und der unfertige Restbestand aus 1914 zur Hochschule stromen.
Schatzt man die Verluste auch sehr hoch, so ist doch mit
mindestens der einundeinhalbfachen Zahl Studenten zu
rechnen. Infolgedessen wird es uberall derart an Platz
mangeln, da13 kaum fiir unsere Verbiindeten wird gesorgt
werden konnen, unerwiinschte Besucher aber von selbst ausgeschlossen sind .
AuBer der Frage des Platzes werden fiir den Unterricht
unserer Studenten noch einige andere auftreten. Nach
der langen Unterbrechung des Studiums haben die alten vie1
vergessen, die neuen werden ihr Studium baldigst vollenden
wollen, und fiir die, welche vor dem Maturum von den
Mittelschulen ins Feld zogen, ist Vorsorge zu treffen. Da13
diese jungen Leute nochmals die Schulbank driicken oder
das Absolutorium nach alter Vorschrift nachholen sollten, ist
ja ausgeschlossen. Bestrebungen dieser Art werden vom Unwillen des heimkehrenden Heeres weggefegt werden. Da
wir naturlich in keiner Weise die Qualitat der Berufsleistuneen. schon im Interesse der Jugend selbst, herabdrticken diirfen, bedeuten all diese Bestrebungen eine ungemein starke Steigerung der Arbeitsintensitht.
Die Nichtabiturienten mussen das, was sie fiir i h r e n
Beruf noch an Vorkenntnissen allgemeiner und besonderer
Art brauchen, in Vorkursen auf der Hochschule erwerben,
die alten Studenten in Repetitorien das Vergessene wiederfinden, alle in Seminaren und Kolloquien intensiv gefordert
werden. Dadurch werden an die Lehrkriifte und Lehrmittel
die hochsten Anforderungen gestellt. Schon vor dern Kriege
haben diese besonders an kleineren Hochschulen kaum zugereicht. vielerorts fehlte es an Lehrstiihlen, Assistenten
und Betriebsmitteln. Gerade die chemischen Assistenten
wurden vor dem Kriege von der Technik zu schnell aufgenommen. Jetzt steht die Technik bei vermindertem Bestande an Angestellten einer Liicke von 5 Semestern gegentiber, sehr wahrscheinlich bei gesteigerten Anforderungen
nach FriedensschluB. Da wird erst recht jeder verfugbare
Mann herangeholt, und die Assistentennot noch groBer merden. Wie endlich die Kassen der Kultusministerien den erhohten Bedarf an Betriebsmitteln decken sollen, ist noch
unklar. So ergeben sich Fragen und Schwierigkeiten, an
deron Losung schoii jetzt gedacht werden sollte. Nicht
die Ausliinder werden uns die Sorgen machen, sondern unsere eigenen Studenten, wenn wir ihnen ersparen wollen,
da13 sie Schaden leiden, weil sie 2 Jahre oder mehr unser
Land mit ihrem Leibe deckten. Gerade auch unser Verein
scheint mir besonders berufen, bei der %sung all dieser
Fragen ratend und tatend mitzuwirken.
[A. 113.1
Auf Vorposten 12.17. 1916.
- Verantwortlicher Redakteur Pro!.
Dr. B. It a I8 o w , Leipzig.
- Spamerache Bnchdrnckerel in Leipzig.
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